Beiträge von claus-juergen

    hallo Elke,


    hier zeige ich dir mal einen Ausschnitt aus maps.me, den ich per Bildschirmkopie in Thailand angefertigt habe.


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    Du siehst den dunkelblauen Pfeil in der Mitte. Demnach stand ich mit dem Handy in der Hand mit dem Rücken zum Meer. Ganz oben links im Bild erkennst du das Flugzeug. Ich habe also in Thailand das Handy auf Flugmodus geschalten und hatte folglich nur Internetzugang bzw. konnte nur telefonieren, wenn ich eine Wlan Verbindung hatte.


    Im EU Raum ist das anders. Da fallen ja meist keine zusätzlichen Kosten bei der Nutzung des Handys an.


    grüsse


    jürgen

    Das Ding weis also immer wo ich bin. ;)

    Aber wie, wenn Du offline bist ?


    Gruss,

    Elke

    Frag mich nicht Elke,


    ich kann nur feststellen, daß ich tief in den Bergen oft keinen Handyempfang habe, also kein Signal empfange und der blaue Richtungspfeil auf der Karte genau anzeigt wo ich bin. Handyempfang hat ja mit der Satellitentechnik meines Wissens nichts zu tun. Anscheinend orientiert sich die App an einem Satelliten hoch über mir. Wenn ich hingegen in einem Tunnel oder einer Höhle bin, dann rührt sich das Ding nicht. Auch das spricht für die Kommunikation der App mit einem Satelliten.


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    natürlich nutze ich auch google maps. Aber maps.me ist eine andere Klasse. Die dort von mir einzeln heruntergeladenen Karten schlagen in ihrer Detailtreue google maps!


    Der Speicherbedarf dieser App ist nicht allzu groß wenn man nicht die ganze Welt herunterlädt. Aber das macht ja auch kein Mensch. In wenigen Sekunden ist eine Region wie z. B. Tirol oder das Allgäu runtergeladen. Das sagt doch schon aus, daß diese detaillierte Karte nicht viel Speicherplatz frißt. Wenn man jedoch eine Vielzahl von Apps auf dem Handy haben möchte, dann kann es sein, daß es eng wird. Mein Iphone 7plus ist nun nicht gerade das neueste Modell, sollte für meine Zwecke jedoch schon noch ein paar Jahre reichen.


    Konkret habe ich Südbayern und Südwürttemberg, die Ostschweiz, Austria ab Salzburg westlich, Norditalien mit den Seen, Slowenien, Kroatien, Montenegro und Teile Thailands runtergeladen. Das sind nun mal die Gegenden wo ich zu Fuß, mit Pkw oder Motorrad unterwegs bin. Selbst wenn ich noch ein paar Dutzend Regionen runterladen würde, sehe ich keine Kapazitätsprobleme bei meinem Handy.


    Würde ich nun beispielsweise nach Andalusien fliegen oder wieder in die Bretagne fahren, wäre das Laden der entsprechenden Karten für mich ein Muß. Im übrigen sind all diese Karten in der App maps.me auch auf dem Ipad, welches ist bei Reisen meistens dabei habe.


    Das Positive bei maps.me ist die Tatsache, daß das Ding offline tief in den Bergen ohne Kontakt zu einer Funkzelle funktioniert. Das Ding weis also immer wo ich bin. ;)


    grüsse


    jürgen

    Ich habe regelmäßig Kontakt zu Helmut. Vor ein paar Wochen war er bei uns zu Besuch. Im großen und ganzen ist er der Alte, auch wenn er manchmal über altersbedingte Wehwehchen klagt. ;)


    Er liest hier übrigens immer wieder mal mit.


    grüsse


    jürgen

    Ich nutze seit einiger Zeit maps.me. Ich habe diese App auf meinem Iphone installiert. Die kostet nichts und ist meiner Einschätzung nach noch detaillierter als die bekannten alten Kompass Wanderkarten. Dazu funktioniert die auch offline. Sicherlich findest du die App auch im Appstore von Android Handys.


    Ich kann darin ein Ziel eingeben und mir dazu einen Weg dorthin aussuchen. Nicht nur Straßen, sondern selbst Pfade sind dort verzeichnet. So bin ich beispielsweise in Kroatien wirklich am Ende der Welt mittels dieser App sicher ans Ziel gekommen.


    Ein blauer Pfeil zeigt mir zudem fast genau auf den Meter meinen Standort. Drehe ich mich, dreht sich auch der Pfeil. Parke ich beispielsweise in einer unübersichtlichen Großstadt den Pkw, markiere ich den und finde ihn garantiert nach vielen Irrwegen durch die Stadt wieder.


    Noch ein für uns gutes Ding ist da mit reingepackt. Das Ding findet Nepomuks. Ich suche einfach in bestimmten Regionen und das Ding sagt mir alles, wo der Name Nepomuk drin ist. Das gilt für Kindergärten, Kirchen, Straßen oder auch Statuen.


    Erwähnen möchte ich jedoch, daß diese App in regionale Karten unterteilt ist. Man muß also vorab z. B. die Karte Allgäu oder Oberbayern Süd-West runterladen. Das Ding funktioniert offenbar für fast alle Länder weltweit. Ich habe z. B. auch Regionen von Thailand in dieser App gespeicht. Erstaunlich wie genau diese Karten sind.


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    ja, auch bei uns ist es seit Tagen mehr oder weniger neblig. Manchmal kommt die Sonne mittags oder am frühen Nachmittag durch und manchmal erst gar nicht. Mit diesem Wissen haben wir am Dienstag die Tour ins obere Illertal gemacht. Bekanntlich ist dies nun mal neben verschiedenen Ostseeinseln die sonnigste Gegend Deutschlands. Das Illertal verläuft von Süd nach Nord und so kommt es, daß der Föhn auch bei geringer Intensität am ehesten dort zuschlägt und die Sonne scheint. Auch heute ist es wohl wieder mal so wie mir Webcams zeigen.


    Nun sind ja die Berge im Raum Oberstdorf nicht nur viele und teilweise ziemlich hoch, sondern ein wesentlich größerer Teil als beispielsweise im Ostallgäu ist kaum besiedelt. Es gibt dort Gegenden, die sind für Wanderer hervorragend erschlossen. Selbst Klettersteige wie der Heilbronner Weg oder der Mindelheimer Klettersteig gibt es für anspruchsvollere Bergfreunde.


    https://www.dav-heilbronn.de/d…dern/heilbronner-weg.html


    https://www.alpenverein-mindel…ber-den-klettersteig.html


    Daneben wurden aber auch gewaltige Eingriffe in die Natur nur zum Zweck des Wintersports in der Gegend vorgenommen. Dazu gehören nun mal die Skigebiete an Fellhorn und Nebelhorn. Diese Großkabinenbahnen bringen Skifahrer in höhere Regionen wo es eine Vielzahl von Pisten aller Schwierigkeitsgrade gibt. Dazu kommt die entsprechende Infrastruktur an Technik und an Logistik.


    Das Fellhorn ist hierfür mittels einer Teerstraße bis auf eine Höhe von etwa 1800 Metern erschlossen. Aufgrund dieser Einrichtungen und der teilweise ziemlich großen Stützen für die Bahnen, orange markierte Fangzäune, dazu kommen die überall ganzjährig aufgestellten Beschneiungslanzen und Schneekanonen ist ein großes Gebiet landschaftlich überhaupt nicht attraktiv für Wanderer. Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, daß hier der Berg verschandelt wurde.


    Da ist es nachvollziehbar, daß die Wanderer entweder beim Sommerbetrieb nur mit der Kabinenbahn nach oben fahren um dort ihre gemütlichen Runden zu drehen, teils sogar mit Kinderwagen, und dann in eine der einfach zu erreichenden Berghütten und Alpen einzukehren.


    Da auch das Wandern außerhalb der Sommersaison immer mehr zunimmt, hinzu kommen Schneeschuhwanderungen oder Skitourengeher, würde es wohl am Beginn und am Ende einer Skisaison hier zu Konflikten zwischen den Skifahrern und Wanderern kommen. Die Teerstraße bis ganz nach oben durchschneidet immer wieder die Pisten. Gleiches würde für Wanderwege gelten, gäbe es sie hier am Berg.


    Das war der einzige Wegweiser gleich hinter der Talstation. Wenn man bedenkt, daß diese Hütten ganz woanders sind und sicherlich nicht von hier aus angesteuert werden, dann erkennt man, daß dieser Wegweiser wohl ein Überbleibsel aus der Zeit vor dem Bau der neuen Fellhornbahn war. Die gibt es seit Anfang der siebziger jahre.



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    Nun ein paar Worte zu maps.me. Ich habe diese App auf meinem Iphone installiert. Die kostet nichts und ist meiner Einschätzung nach noch detaillierter als die bekannten alten Kompass Wanderkarten. Dazu funktioniert die auch offline. Sicherlich findest du die App auch im Appstore von Android Handys.


    Ich kann darin ein Ziel eingeben und mir dazu einen Weg dorthin aussuchen. Nicht nur Straßen, sondern selbst Pfade sind dort verzeichnet. So bin ich beispielsweise in Kroatien wirklich am Ende der Welt mittels dieser App sicher ans Ziel gekommen.


    Ein blauer Pfeil zeigt mir zudem fast genau auf den Meter meinen Standort. Drehe ich mich, dreht sich auch der Pfeil. Parke ich beispielsweise in einer unübersichtlichen Großstadt den Pkw, markiere ich den und finde ihn garantiert nach vielen Irrwegen durch die Stadt wieder.


    Noch ein für uns gutes Ding ist da mit reingepackt. Das Ding findet Nepomuks. Ich suche einfach in bestimmten Regionen und das Ding sagt mir alles, wo der Name Nepomuk drin ist. Das gilt für Kindergärten, Kirchen, Straßen oder auch Statuen.


    Erwähnen möchte ich jedoch, daß diese App in regionale Karten unterteilt ist. Man muß also vorab z. B. die Karte Allgäu oder Oberbayern Süd-West runterladen. Das Ding funktioniert offenbar für fast alle Länder weltweit. Ich habe z. B. auch Regionen von Thailand in dieser App gespeicht. Erstaunlich wie genau diese Karten sind.


    Die mit Namen markierten Berge auf den obigen Bildern haben mit maps.me nichts zu tun. Hierfür habe ich eine eigene App namens "ARBergeKarte", die ebenfalls kostenfrei ist. Diese App sagt mir zwar den Namen der Berge, die ich mit dem Handy anvisiere, aber nicht weitere Infos wie Höhenangaben. Vielleicht bin ich auch nur zu dumm, den eigentlichen Nutzen herauszufinden. Diese App sieht aber auch viel mehr als ich, weil der Betrachter oft Berge gar nicht sehen kann, da sie weiter hinten liegen oder nur klitzeklein hinter anderen Gipfeln herausschauen oder witterungsbedingt nicht zu sehen sind. Ich nutze die App deshalb, weil ich oft in den Bergen nicht exakt sagen kann um welchen Berg es sich handelt. Bekanntlich schaut nun mal jeder Berg aus jeder Blickrichtung gesehen etwas anders aus.


    Die Bilder im Bericht oben sind somit nichts anderes als Bildschirmkopien dieser App.


    Es gibt wohl viele Apps, die für meine Nutzen sinnvoll wären. Aber jede App frist auch ein Stück vom Speicher des Handys. Deshalb beschränke ich mich bisher auf diejenigen, die ich immer wieder nutze.


    grüsse


    jürgen

    Gestern war mal wieder so ein Tag, wo ich einfach raus mußte um die Sonne in den Bergen zu genießen. Mit einem Bekannten ging es nach Oberstdorf, ohne daß wir ein bestimmtes ZIel vor Augen hatten. Wir parkten das Auto an der Talstation der Fellhornbahn in Faistenoy im Stillachtal südlich von Oberstdorf.


    Aufgrund der Tatsache, daß die Osthänge des Fellhorns und weiter oben der Söllerkopf von unten als weitgehend schneefrei zu erkennen waren, wagten wir die Wanderung nach oben. Wir würden im Laufe der Tour schon erkennen, wenn der Schnee ein weiteres Vorankommen unmöglich machen würde.


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    Die Brücke führt über die Stillach. Links im Bild erkennt man die Talstation der Fellhornbahn. Beim Berg der oben in der Mitte teils grün und teils weiß zu sehen ist handelt es sich um den 1940 Meter hohen Söllerkopf.


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    Wanderwege sind hier seltsamerweise kaum markiert. So blieb uns nichts anderes übrig, als einfach einem Pfad welcher neben der Seilbahnstation begann nach oben zu folgen. Der alte Wegweiser aus Holz war teilweise unleserlich.


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    Schon bald hatten wir diesen Blick ins Stillachtal. An dessen Ende befindet sich die südlichste Ortschaft Deutschlands Einödsbach. Dahinter stehen nur noch ziemlich hohe Berge.


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    Unser Pfad durch den Wald mündete in einen geteerten Fahrweg, der über die Mittelstation der Fellhornbahn bis hinauf zur Bergstation verläuft. Uns blieb nun nichts anderes übrig, als auf dieser Straße entlang nach oben zu wandern. Meine App maps.me wußte auch keine Alternative.


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    Die Mittelstation befindet sich auf 1300 Meter Höhe. Dort gibt es neben Gastronomiebetrieben für die Skifahrer im Winter auch diesen Betonklotz für die Technik der Beschneiungsanlagen. Rechts im Bild ist nun recht gut der Söllerkopf zu erkennen.


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    Die Mittelstation befindet sich rechts nicht im Bild.


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    Zeitweise war die Straße nun schneebedeckt und vereist. Somit kamen wir hier langsamer voran als zuvor. Deshalb entschieden wir, daß die Schlappoldalpe unser heutiges Ziel sein sollte. Die befindet sich auf 1710 Meter Höhe in der Sonne unterhalb des Söllerkopfs.


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    Die im Winter unbewirtschaftete Alpe war das ideale Ziel für uns nach zwei Stunden Gehzeit. Hier blieben wir eine knappe Stunde, genossen die Aussicht, die wärmende Sonne und die Brotzeit einschließlich der obligatorischen Halbe Bier.


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    Obwohl es nun knapp über Null Grad Celsius hatte, war die Wärme einfach toll.


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    Oberhalb der Alpe gibt es einen Brunnen. Im Sommer grast hier Jungvieh.


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    Dort wo die Sonne hinschien, schmolz der Schnee. Vor allem am Blechdach der Alpe war das Geplätscher das einzige Geräusch welches wir vernahmen.


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    Übrigens waren wir die einzigen Wanderer, die hier an diesem Tag unterwegs waren. Hingegen fuhr ab und zu ein Fahrzeug auf der Straße nach oben oder auch runter ins Tal. Es waren alles Handwerker, die wohl die Technik der Seilbahn warteten oder die Gastronomiebetriebe am Berg fit für die Saison machten. Ob es jedoch in diesem Winter mit der Skisaison angesichts der Pandemie überhaupt was wird, bleibt abzuwarten.


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    Die moderne Technik nennt uns die Namen der Berge am Horizont.


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    Der breite Bergrücken rechts der Sonne ist das Fellhorn.


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    Hier schaue ich rüber zum Schlappoldkopf. Der wäre zwar auch weitgehend schneefrei. Aber bis dort oben sind es sicherlich noch eine dreiviertel Stunde Gehzeit wie auch auf den Söllerkopf nebenan. Das wollen wir uns nicht mehr zumuten. Schließlich sind die Tage jetzt schon relativ kurz. Zudem wird es beim Bergab gehen schnell kühl im November.


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    Somit geht es nach einer knappen Stunde Aufenthalt auf dem selben Weg wie wir hergekommen sind zurück zum Parkplatz. Dabei stelle ich immer wieder fest, daß das Wandern über viele Kilometer auf Asphaltstraßen, noch dazu bergauf und bergab mir nicht guttut. Den harten Untergrund spüre ich am Ende der Tour in den Gelenken und Sehnen. Viel lieber laufe ich auf weicherem Untergrund.


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    Unten im Tal fällt mir noch etwas historisches auf. Links im Bild sieht man die Station der im Jahr 1972 neu errichteten Seilbahn auf das Fellhorn. Rechts steht immer noch die Station der alten Bahn. Die ging natürlich nicht bis rauf zum Fellhorn, sondern endete wesentlich niedriger. Mit der neuen Bahn kamen weitere Bahnen hinzu, dazu die üblichen Beschneiungsanlagen und Hütten für die Skifahrer zur Verköstigung.


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    Mit diesen historischen Anweisungen schließe ich meine Bericht der gestrigen Wanderung durch ein sehr gut erschlossenes Skigebiet vor dem Beginn der Saison.


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    Leider konnte ich keine Infos zur alten Fellhornbahn finden. Deshalb zur Ergänzung noch der Link zum zig Millionen Euro teuren Projekt Fellhornbahn neu.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Fellhornbahn


    jürgen

    Wäre interessant zu wissen welches Entfernungsmaß hier angewendet wurde.

    Hallo Tom,


    dazu müsste man herausfinden, aus welchem Jahr die Kanone stammt. Dazu käme, welche "Armee" sie in welchem Zeitraum genutzt hat. All diese Faktoren spielen eine Rolle weil nun mal vor gut zweihundert Jahren sehr viele unterschiedliche Maße im Heiligen römischen Reich deutscher Nation genutzt wurden.


    Vielleicht liest du mal nach, wer dieser berühmte Feldherr aus Mindelheim war. Ob dessen Landsknechte diese Kanone einst nutzten weis ich leider nicht.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_von_Frundsberg


    grüsse


    jürgen

    Das hab ich nich nie gesehen..

    Aber kannst Du bitte noch die Bedeutung der Zahlen erklären ?

    Es geht hier ... um Entfernungen.

    ...

    hallo Elke,


    nein, die Bedeutung der Zahlen kann ich dir leider nicht erklären. Wie du auf diesem Bild erkennen kannst, ist unterhalb der eingeprägten Zahlen eine Halterung aufgeschraubt. Da befand sich wohl eine Art Zieleinrichtung.


    ?random=415115824&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_43739


    Wenn du zudem das folgende Bild genau ansiehst, erkennst du oberhalb der Mündung des Kanonenrohrs eine Art Dorn. Das nennt der Schütze Korn. Vielleicht kennst du den Begriff Kimme und Korn. Das Korn befindet sich vorne am Ende des Laufs oder Geschützrohrs und die Kimme am anderen Ende. Mittels dieser Einrichtung konnte man das Ziel anvisieren. Je nach Entfernung wurde die Kimme verstellt. Vermutlich waren die Zahlen eine Art Hilfsmittel für diese Verstellung.


    Heute verhält es sich mit Waffen für Sportschützen, Präzisionsgewehren und Jagdwaffen auch nicht viel anderes. Statt einer Kimme kann auch ein sogenanntes Ringkorn vorhanden sein. Bei Pistolen und Revolvern gibt es noch eine Kimme wohingegen bei Langwaffen ein Diopter oder ein Zielfernrohr vorhanden ist und individuell auf das Auge des Schützen eingestellt werden kann.


    ?random=763325140&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_43741


    grüsse


    jürgen

    hallo Tom,


    jetzt habe ich mir auf der Karte mal angeschaut wo dieses Schloß überhaupt liegt. Das ist ja gerade noch in Cisleithanien. ;)


    https://de.wikipedia.org/wiki/Cisleithanien


    Das Schloß selbst ist ein ziemlich großer Kasten. Aber leider in einem sehr schlechten Zustand. Gibt es keine Bestrebungen, daß man die Bausubstanz retten möchte? Gäbe es auch keine Verwendungsmöglichkeit für das Gemäuer? Ich finde es immer schade, wenn alte Bausubstanz verkommt. Generationen von Menschen haben hier gelebt und so macht es mich traurig, wenn so eine Anlage verfällt.


    Bei dir nebenan in Ebenfurth gibt es ja auch ein großes Schloß. Aus der Luft gesehen macht das einen sehr guten Eindruck. Wem gehört denn das bzw. wer hat sich denn hier um die Instandsetzung gekümmert?


    https://www.google.de/maps/pla…3d47.8773707!4d16.3665455


    Zum Vergleich hier die Ruine Pottendorf aus der Luft:


    https://www.google.de/maps/pla…3d47.8773707!4d16.3665455


    Danke jedenfalls fürs Zeigen einer mir völlig unbekannten Gegend.


    grüsse


    jürgen

    Als ab der Mitte des 19.Jahrhunderts Pula zum Hauptkriegshafen der Donaumonarchie ausgebaut wurde, wuchs das damalige 500-Einwohner Dorf sehr schnell. Bereits 50 Jahre später hatte Pula 50.000 Einwohner und eine entsprechende städtische Infrastruktur. Einen der innerstädtischen Hügel hat man dabei zu einem Park ausgebaut, der heute noch existiert. Der Park Monte Zaro auf dem gleichnamigen Hügel ist 2,9 Hektar groß und damit auch heute noch der größte innerstädtische Park.


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    Vieles ist noch so wie es vor dem ersten Weltkrieg gebaut wurde. Die Wege sind noch da und auch das Observatorium.


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    Viel wichtiger als das Observatorium war jedoch für die Seefahrt, später auch für die Luftwaffe die nebenan befindliche Wetterstation. Dieses sogenannte Hydrographische Amt diente nach dem Krieg auch der italienischen Verwaltung des Hafens und während des zweiten Weltkriegs der Wehrmacht, die Jugoslawien besetzt hielt. Während der alliierten Bombardierungen Pulas in den Kriegsjahren 1944 und 1945 wurde diese Station durch Bomben zerstört.



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    An der Stelle der Wetterstation, die ebenfalls über eine Kuppel verfügte, steht heute ein Kindergarten.


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    Aus botanischer Sicht ist der Park nichts Besonderes. Die Zahl der gepflanzten Arten war weder damals noch heute groß, vertreten sind vorwiegend mediterrane Pflanzen wie Zypressen, Zedern, Liguster, Lorbeer, Oleander, Hagedorn und ähnliches. Der Park dient bis heute der Naherholung der Pulaner.


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    Im Jahr 1877 wurde im Zentrum des Parks ein Denkmal für Admiral Wilhelm von Tegetthoff aufgestellt. Der ist ein paar Jahre zuvor verstorben und gilt nicht nur als Begründer der damals modernen Flotte des Habsburgerreichs, sondern auch als derjenige, unter dessen Führung das Land aus zwei Seeschlachten siegreich hervorging. Das Denkmal gibt es auch heute noch. Nach der Übergabe Pulas an die im ersten Weltkrieg auf der Siegerseite stehenden Italiener konnte die Bronzefigur vor dem Einschmelzen bewahrt werden und steht heute in Graz.


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    Das eigentliche Zentrum des Parks ist heute diese Brunnenanlage. Auf die führen alle Wege hin.


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    Von hier aus kann man die zur Uljanikwerft gehörende Oliveninsel sehen.


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    Daneben gibt es noch ein paar seltsame Bauwerke im Park.


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    Das sind Zugänge zu den Luftschutzkellern. Vor allem während des Zweiten Weltkriegs wurde in Pula viel gegraben um unterirdische Schutzräume zu schaffen und die Bevölkerung vor den Luftangriffen der Angloamerikaner zu schützen. Etwa zwei Dutzend mal war Pula ab 1944 Ziel von Bombardements.


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    Diese betonierten Bauwerke scheinen hingegen ausschließlich der Belüftung der Bunker zu dienen.


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    Von der höchsten Stelle des Parks aus kann man die Zitadelle aus venezianischer Zeit auf einem anderen Hügel der Stadt sehen.


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    Die soll übrigens in den nächsten Jahren ausgebaut werden um mehr Besucher anzulocken. Geplant ist ein Lift, der das Bauwerk mit der Zerostraße, dem unterirdischen Tunnelsystem verbindet. Bisher muß man mühsam Treppen hoch steigen um die Ausstellung in der Zitadelle zu besichtigen.


    jürgen

    Genauso ist es. Mit Hilfe dieser Zahlen haben die Kanoniere den Neigungswinkel eingestellt und damit das Ziel anvisiert. Auf dem letzten Bild ist es deutlich zu erkennen, dass da etwas fehlt. Lediglich die Halterung für die vermutlich filigrane Zieleinrichtung ist noch vorhanden.


    ?random=57581014&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_43742


    Die Kanone steht in der Vorburg der Mindelburg bei Mindelheim.


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    So eine Kanone soll ja nicht nur einen Knall verursachen, sondern nach Möglichkeit auch das gegnerische Ziel treffen. Das war im Mittelalter nicht ganz so einfach. Ursprünglich behalfen sich die Kanoniere mit Keilen, die unter das Geschützrohr geschoben wurden. Das war natürlich mühsam weil nach jedem Schuß der Keil herausfiel oder verschoben wurde. Erst später gab es dann diese Visiereinrichtungen in Verbindung mit sogenannten Höhenrichtschrauben.


    So blieb die Kanone weitgehend gleich eingestellt, wenn das Ziel erst mal getroffen war. Nötig waren wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist, mindestens drei Personen. Der Kommandant ist hier weiblich, der Ladeschütze und der Richtschütze sind männlich. ;)


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    Vielen Dank fürs Mitmachen sagt

    Jürgen

    hallo Tom,


    nein, mit einer Spinnerei hat das nichts zu tun. Die wäre übrigens innerhalb eines Gebäudes. In #12 habe ich jedoch bereits erklärt, daß das Ding draußen steht. Meist wurde es auch draußen verwendet. Allerdings gibt es auch Fälle, wo es im Inneren von Gebäuden oder Schiffen aufgebaut war. Aber auch dann hat es eine "Beziehung" nach draußen. ;)


    Vergiß Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe. Das Ding diente einstmals einem völlig anderen Zweck und benötigte eine kleine Mannschaft zur Bedienung. Ein Mensch alleine war überfordert.


    grüsse


    jürgen

    Da wurde das Metrische System eingeführt.

    Vorher vielleicht Fuß?

    hallo Tom,


    vor dem Meter hatte jedes Land, und bei uns in Deutschland gab es dutzende selbstständige Länder, eigene Maße für das Gewicht und die Längen. Ob das im Rätsel gezeigte Ding hier im Allgäu gefertigt wurde und "Allgäuer Längenmaße" aufweist weis ich nicht. Das Ding wird wohl eine Art Einheitsware sein und diese Zahlen wurden erst nach der Fertigstellung eingeschlagen, weil das "Bedienpersonal" diese Hinweise für die ordnungsgemäße Funktion benötigte.


    grüsse


    jürgen

    hallo Tom,


    das im Bild gezeigte ist frei zugänglich. Es befindet sich auf einem historischen Gelände. Ich gehe davon aus, daß es das selbe auch bei dir in Wien bzw. in Orten der Region mit den selben historischen Einrichtungen zu sehen gibt. So etwas sieht man häufiger bei Baudenkmälern aus einer bestimmten Zeit. Genaugenommen sind die dann immer schon ein paar hundert Jahre alt.


    Die genaue Bedeutung der Zahlen kann ich dir nur so erklären, daß sie dazu dienen, die Entfernung zu messen. Vor ein paar hundert Jahren maß man übrigens noch nicht in Metern oder Kilometern. Dieses Maß hat bekanntlich der kleinwüchsige kriegerische Franzose vor gut 200 Jahren in ganz Europa verbreitet. ;)


    Das Ding befindet sich im Außenbereich. Du hast es sicherlich schon oft gesehen, aber vielleicht nicht genau genug betrachtet. ;)


    grüsse


    jürgen