Beiträge von claus-juergen

    hallo Citronella,


    danke für deinen Einstand mit herrlichen Bildern einer Landschaft, die mir gefällt. Mich wundert, daß der Stausee so voll ist.


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    Vorgestern war ich am Stausee von Agly im Departement Pyrenees Orientales in Südfrankreich und da hat eine Menge Wasser gefehlt. Stammen deine Bilder vielleicht vom Frühjahr? Und doch war es schon so heiß?


    grüsse


    jürgen

    Ich bin glücklich und pünktlich zuhause angekommen. Das Weisswurstfrühstück hat mich wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht. Bei uns regnet es seit Wochen fast jeden Tag. Das hatte ich nun eine Zeitlang nicht. Im Flieger nutzte ich die Zeit und habe folgende Zeilen verfasst:


    Gestern Abend waren wir noch bei Jean Marc und seiner Frau eingeladen. Die beiden haben ein paar Hektar Weinberge die sie bewirtschaften. Weiter oben habe ich bereits erwähnt, dass die Familie an die Aufgabe der Landwirtschaft denkt. Es rechnet sich einfach nicht mehr. Vor 120 Jahren kamen die Vorfahren hier in Argeles an und begannen mit dem Anbau von Wein. Die guten Grundstücke mit entsprechenden Bodenqualitäten und noch dazu ziemlich eben waren damals bereits vergeben. So blieben die teils ziemlich steilen und steinigen Hänge für die Neubürger übrig. Die Erträge genügten wohl um drei Generationen das Überleben zu sichern.


    Jetzt aber, wo ein Nachfolger in der Familie fehlt, hat dieser Betrieb keine Zukunft mehr. Bislang wird der Großteil der Trauben an eine Kooperative, wohl eine Art Genossenschaft abgegeben, in welcher eine Vielzahl von kleinen Weinbauern zusammengeschlossen sind. In Collioure betreibt diese eine Kellerei und vermarktet den Wein unter einem bestimmten Namen. Jean Marc produziert für sich selbst und Freunde daneben etwa 300 Liter Wein im Jahr. Für die Ernte engagiert man Hilfskräfte die natürlich auch bezahlt werden müssen. Mein Freund Michel hilft dabei trotz gesundheitlicher Einschränkungen seit Jahren umsonst mit. Die Träger schleppen dabei etwa sechzig Kilogramm schwere Tragen mit Trauben bis zu den Sammelfahrzeugen.


    Jean Marc und seine Frau leben recht bescheiden etwas außerhalb von Argeles. Obst, Gemüse und Ackerfrüchte werden selbst angebaut und geerntet, wenn nicht die Wildschweine sich über die Pflanzungen hermachen. Um die abzuwehren, wurde ein Elektrozaun um den Garten gezogen. Angebaut werden Kartoffeln, Mais, Melonen, Tomaten, Auberginen, Gurken und Salat. Von eigenen Bäumen werden Mandeln, Khaki, Pfirsiche und Walnüsse geerntet.


    Da ich auf dem Dorf lebe und einige Landwirte kenne, drehte sich unser gestriges Gespräch natürlich auch um die Landwirtschaft. Die Geräte von Jean Marc sind marode und veraltet. An Subventionen aus Brüssel erhält die Familie etwa 2.500€ pro Jahr. Zum Vergleich sei erwähnt, dass keiner der Vollerwerbsbetriebe in unserem Dorf weniger als 50.000€ Subvention pro Jahr erhält!


    Überhaupt frage ich mich, wie viele Menschen hier anhand der hohen Preise für Lebensmittel zurecht kommen? Sicherlich gibt es Lidl, Aldi und Netto mit vergleichbaren Preisen wie bei uns. Aber auf den Märkten oder direkt beim Erzeuger sind die Produkte doppelt bis drei mal so teuer.


    Mir viel auf, dass es in der Region auffallend wenige Restaurants gibt. Kein Wunder, sind die Preise dort extrem hoch. Das „Menü du Jour“ welches vor Jahren noch für 12 bis 18€ zu haben war liegt heute zwischen 20 und 35€. Im Bistro kostet ein Bier von 0,25 Liter um die 3,50€, der kleine Kaffee weniger als 2€. Cappuccino ist unbekannt.


    Die Einheimischen wie auch die Urlauber lieben wohl ihr Picnique. Das bedeutet, dass man eine Menge Speisen und Getränke zuhause vorbereitet und dann irgendwo draußen gemeinsam ist. So finden sich auch überall in der Natur Bänke und Tische meist aus Holz. Wir haben es genauso gehandhabt wenn wir unterwegs waren.


    An einem Abend war eine vierköpfige Familie bei uns zum Essen eingeladen. Die Familien kennen sich aus der Mayenne. Die Familie hat auf einem der vielen Campingplätze in Argeles ein Mobilhome gemietet. Fast alle Campingplätze liegen nicht direkt am Meer. Dafür verfügen sie über einen Pool. Ähnlich wie im All Inklusive Hotel haben die Gäste ein Plastikarmband. Auch diese Familie bereitet sich sämtliche Speisen selbst zu. Es gibt dafür auch Grillplätze auf dem Platz. Da in Frankreich drei Mahlzeiten mit mehreren Gängen mittags und abends üblich sind hat wohl Mama den ganze Tag eine Beschäftigung.


    Ein paar Worte zum Meer und zum Strand. Als leidenschaftlicher Schwimmer sind diese Dinge für mich natürlich wichtig. Das Meer selbst ist augenscheinlich überall absolut sauber und von blaugrüner Farbe. Die Sandstrände von Argeles bestehen aus grobem Sand. Das finde ich vorteilhaft wie auch die Tatsache, dass es ziemlich schnell tief wird und man nach wenigen Metern bereits schwimmen kann. Auch das weit hinausschwimmen ist hier anders als in Kroatien möglich. Gelbe Bojen ungefähr 300 Meter vom Strand entfernt markieren den Bereich für Schwimmer. Alles was Krach macht oder Segelboote sind somit weiter draußen. Mir persönlich fehlt jedoch der Blick auf Inseln wie ich ihn aus Kroatien kenne. Auch hat das Wasser hier eine andere Farbe und wird nur bis zu 24 Grad warm. Die Wassertemperaturen sind in Kroatien im Sommer höher.


    Der Sandstrand in Argeles war ursprünglich nicht so breit wie heute. Die Dünen wurden nach dem zweiten Weltkrieg eingeebnet und somit ein etwa 100 Meter breiter Strand geschaffen. Die Badegäste bevölkern jedoch nur den Teil am Wasser. Wer niemand neben sich haben möchte findet im hinteren Teil immer Platz. Es gibt keinen Verleih von Liegestühlen und Sonnenschirmen wie auch bis auf einen keine Strandverkäufer. Dieser eine bzw. seine Vertretung verkauft seit Jahrzehnten kandierte Erdnüsse und Kaffee und ist eine Art Institution am Strand El Racou. Wer anderes will muss abseits vom Strand diese Dinge kaufen. Dort gibt es auch ein paar Bars und Restaurants mit französischer und katalanischer Köche und Fast Food.


    Am Strand gibt es auch keine Duschen und Umkleidekabinen. Die WC sind dünn gesät am Parkplatz hinter dem Strand. Dort befindet sich auch das Feld für Petanque welches ganztags von Gruppen genutzt wird.


    Auch der Strand ist sauber wie ich es leider in Kroatien nicht überall kenne. Ab und zu eine Zigarettenkippe im Sand und sonst nichts. Jeden Abend wird der Strand maschinell gereinigt. Die Wasserwacht ist täglich von 10.30 bis 19.00 Uhr mit vier Personen da. Einen Rettungseinsatz habe ich nicht beobachtet. Obwohl alles geregelt und vieles verboten scheint, darf man 24 Stunden und damit auch in der Nacht hier schwimmen gehen. Und doch gibt es augenscheinlich keine Hinterlassenschaft von nächtlichen Strandparties wie ich sie aus Kroatien oder unseren Baggerseen kenne.


    Wie bereits in Wort und Bild beschrieben war ich in den elf Tagen hier natürlich nicht nur am Strand. Ich habe sehr viel gesehen und durfte die Gastfreundschaft von Michel und Martine genießen. Die beiden haben mich in der Gegend herum kutschiert und mir viel von deren mittlerweile erstem Wohnsitz gezeigt. Michel verbringt seit dem Ruhestand gut neun Monate im Süden und Martine sechs. Und doch geben sie ihr Haus in der Mayenne in 900 Kilometer Entfernung nicht auf. Dort besitzen die beiden einen Obst- und Gemüsegarten der wohl auch einiges an Arbeit erfordert.


    Insgesamt war es ein toller Urlaub wie ihn sicherlich nicht jeder genießen kann. Ich habe den Vorteil, dass ich die französischen Freunde seit mehr als 20 Jahren kenne und diese Sprache spreche. Vielleicht ergibt es sich, dass ich den beiden nach Istrien, welches ich ihnen vor einigen Jahren gezeigt habe, auch Dalmatien näher bringen kann. Neugierig sind die beiden schon mal... :)


    Jürgen

    Hallo Jofina,


    Den digitalen Impfpass habe ich ja auf der App im Handy. Und auch bei Ryanair habe ich den hochgeladen.


    Die digitale Einreiseanmeldung für Deutschland benötigt jeder, der einreist. Egal ob Deutscher oder eine andere Nationalität. Wenn ihr also mit welchem Verkehrsmittel auch immer in nächster Zeit einreist, benötigt ihr das ebenfalls.


    Es ist zwar nicht ganz so kompliziert wie die Anmeldung in Spanien, aber immerhin so diffus, dass ich im Anschluss vergessen habe mein Zertifikat hochzuladen.


    Sollte ich mich die nächsten Tage nicht melden, sitze ich bei Wasser und Brot im Knast. :(


    Grüsse


    Jürgen

    Morgen muss ich bereits um 05.30 Uhr aufstehen weil es dann an den Flughafen geht.

    Na dann, verschlaf nicht und guten Heimflug!

    LG

    8)

    Hallo Bruce,


    Da muss ich durch. Frühes Aufstehen hatte ich berufsbedingt 38 Jahre lang. Nun genieße ich das Ausschlafen. Aber für diesen Urlaub hat es sich gelohnt zwei mal etwas früher aufzustehen.


    Hallo Jofina,


    Genaugenommen waren es mehrere Bilder von dem Schmetterling auf der Distel. Dieses erschien mir als das beste.


    Der Flug wird morgen wohl nicht dasProblem sein. Aber ob mein Gesundheitsamt registriert hat, dass ich doppelt geimpft bin bezweifle ich. Bisher bekam ich keine Antwort auf die Übersendung meines Impfpasses.


    Ist es normal, dass ich schon wieder vom nächsten Urlaub wo auch immer träume? :)


    Grüsse


    Jürgen

    Gestern Nachmittag sind wir über den Col de Ouillat zum pic Neulos gefahren und dann in 40 Minuten zum Gipfel gewandert. Dieser Berg liegt genau an der Grenze zu Spanien.



    Ganz unten fährt man durch lichte Korkeichenwälder. Da stieg das Thermometer auf 38 Grad.



    Weiter oben sind es dann Pinien und Buchenwälder. Teils ist auch der Boden üppig bewachsen. Anscheinend mangelt es dort nicht an Feuchtigkeit.



    Hinter diesem Tor befindet sich Spanien. Natürlich bin ich rübergelaufen und habe dort prompt einen Adler aufgescheucht. Das ist mir auch noch nie passiert.



    Katalonien



    Auf dem Gipfel befinden sich auf der französischen Seite mehrere Antennen.



    Nicht nur Jungvieh läuft hier frei herum. Manche Rinder sind wohl schon ein paar Jahre alt. Vermutlich handelt es sich hier um Tiere nur zur Fleischerzeugung. Das sieht man daran, dass auch ältere Tiere kleine Euter haben.



    Über diese bewaldeten Hügel sind wir etwa zehn Kilometer von Le Perthus, da liegt an der Grenze, nach oben gefahren.





    Mit doppeltem Tor und einer Menge Stacheldraht ist diese Anlage geschützt wie Fort Knox.



    Der Berg ist 1257 Meter hoch und damit der Höchste in der Gegend von Argeles.



    Für den Rückweg wählten wir die dicht bewaldete Nordseite des Berges.



    Ausblicke auf die französische Seite.

















    Grüsse


    Jürgen

    Ja Bruce,


    Die Alpenrosen waren an den sonnigen Stellen bereits verblüht. Nur an den schattigen noch nicht.


    Gestern Vormittag waren wir wie so oft am Strand und nachmittags auf einem kleinen Berg. Die Bilder davon möchte ich euch heute noch zeigen.


    Morgen muss ich bereits um 05.30 Uhr aufstehen weil es dann an den Flughafen geht.


    Grüsse


    Jürgen

    Gestern sind wir ins Nachbardepartement l Aude gefahren. Dort gibts nicht nur eine ganz tolle Burg namens Queribus, die wir natürlich besichtigt haben, sondern auch ein Dorf daneben namens Cucugnan. Dort stärkten wir den Leib nach der anstrengenden Besteigung des Burgbergs.



    Die Burg Queribus











    Dort sind wir eingekehrt. Nebenan saßen zwei Mädels und unterhielten sich in einer mir völlig fremden Sprache. Tatsächlich war das Katalan. Ich hatte den Eindruck, dass sich diese Sprache doch erheblich vom Spanischen unterschied.



    Wie auch schon woanders beobachtet war hier ein Musiker, der uns mit französischen Liedern unterhielt.









    Es ist verhältnismäßig feucht in dieser Region. In den Tälern wird überwiegend Wein angebaut. In Maury haben wir einen Desertwein gekauft der nur hier hergestellt wird.





    Grüsse


    Jürgen

    Freitag Abend sind wir bei Jean Marc auf dem Weingut eingeladen.

    Viel Spaß !

    Das wird dann wohl der Abschiedsabend sein ?

    ja Elke,


    Am Samstag morgen gehts dann gegen 06 Uhr nach Girona. Da bin ich gegen 07 Uhr und um 08.15 Uhr geht mein Flieger heim ins Allgäu.


    Daheim gibts ein Weißwurst Frühstück weil ich so früh am Morgen eh nichts essen kann und meine Mädels sich auf mich freuen.


    Heute Vormittag waren wir noch am Strand, abends dann auf dem Pic Neulos auf 1256 Metern Höhe. Ohne Pass bin ich mal kurz rüber nach Spanien gelaufen. Aber das ist einen eigenen Beitrag wert.


    Grüsse


    Jürgen

    Ein aktuelles Faktum ist, dass wir Urlauber die digitale Reiseanmeldung erstellen müssen bevor wir heimkommen. Ich habe dabei eben etwas übersehen. Kaum war die Bestätigung des Eingangs mit einer Formular-ID vorhanden habe ich den Vorgang geschlossen. Zwei Minuten später kommt eine email mit einem Code für das Hochladen des Impfzertifikats. Das geht nun wohl nicht mehr. Mal sehen was kommendem Samstag am Allgäu Airport sein wird.


    Bildschirmkopien der drei Seiten habe ich jedenfalls zur Sicherheit angefertigt.


    Aufpassen muss man dabei übrigens. Das ist eine Website, wo dem Nutzer 29€ aus der Tasche gezogen werden. Die digitale Einreiseanmeldung ist natürlich gratis.

    https://www.digitale-einreiseanmeldung.org/en/

    grüsse

    Jürgen

    Hallo ihr beiden,


    Johannes muss ich erst mal erklären, dass ein Allgäuer eigentlich nie ein Lob ausspricht. „It geschimpft isch globt gnua“ lautet die Devise. Folglich ist mit der von mir gewählten Bezeichnung „nicht schlecht“ ein Lob gemeint, auch wenn ich das nie so aussprechen würde. :)


    Pizza vom Holzofen kenne ich aus Norditalien, der Insel Ischia und aus Kroatien, dort vor allem Istrien durchaus.


    Wir haben zwar bei uns im Dorf auch jemanden, der auf Märkten mit seinem rollenden Holzbackofen Brot verkauft. Aber gerade weil ich denjenigen kenne, würde ich von dem nie ein Brot kaufen. ;)


    Die Bäckerei ist ein Familienbetrieb. Genaugenommen ist diese Familie Raimond bekannt. Der ist ein Bäcker im Ruhestand und mit dem und seiner Frau waren wir Samstag auf Tour. Michel und Martine sind in der Region gut vernetzt. Freitag Abend sind wir bei Jean Marc auf dem Weingut eingeladen.


    Noch ein paar Worte zum Kauf von Lebensmitteln hier in Südfrankreich. An allen Ecken und Enden kann man Produkte direkt vom Erzeuger kaufen. Allein die Tatsache, dass das so ist spricht dafür, dass die Franzosen ein völlig anderes Einkaufsverhalten als wir haben.


    Wir, und damit meine ich nun meine Familie, kaufen zwei mal in der Woche diese Dinge im Supermarkt ein. Der Franzose nimmt sich viel mehr Zeit zum Einkauf und ist viel wählerischer als wir. Dabei werden extra Wege zurück gelegt um beim Bauer ein bestimmtes Produkt zu erwerben.


    Später kann ich darauf mal eingehen. Nach wie vor arbeite ich nur am Handy. Ansonsten 3G und manchmal LTE. WLAN gibts wohl nur bei Mc Donalds in Frankreich. :(


    Grüsse


    Jürgen

    Heute waren wir im Raum Perpignan unterwegs.



    Plötzlich biegt Michel von der Hauptstraße ab. Meine Frage, wo wo er nun hin möchte wird lapidar mit „zum Bäcker“ beantwortet. Da ist meine Verwirrung groß. Wieso fährt Michel hier mitten in der Prärie zum Bäcker? Bäcker gibt es doch in jedem größeren Ort in Frankreich. Das schon. Aber nur wenige backen heute noch Brot und anderes in einem Holzofen.



    Folglich wird hier eingekauft und ich muss sagen, dass diese Produkte nicht schlecht schmecken.



    Der Eingang befindet sich auf der Rückseite. Ich wäre da x mal vorbei gefahren.





    Gebacken wird wohl jetzt am Vormittag nicht mehr.



    Das ist das Schmuckstück. Ein gemauerter Backofen. Ich kenne eigentlich nur eine Handvoll Pizzabäcker, deren Pizzen im Holzofen gebacken werden. Die mag ich natürlich besonders. Aber Brot und all die anderen Backwaren eines Bäckers?





    Ums Eck lagert das Brennholz.



    Vom Baguette kann ich euch noch ein Bild zeigen. Die anderen Backwaren befinden sich bereits in meinem Magen.





    Grüsse


    Jürgen

    Hallo Elke,


    Das Symbol auf dem Schild habe ich auch grad recherchieren müssen. Angeblich soll das ein Maulkorberlass für Hunde sein. Andererseits sind Hunde aber eh am Strand verboten.


    Bei meinen Besichtigungen in der Region habe ich so einen Maulkorb Erlass schon wiederholt gesehen.


    Das Nicht Anleinen von Bello wird in Argeles übrigens mit 135€ bestraft. Entsprechende Schilder findet man überall.


    Natürlich herrscht hier in der Gegend reger Betrieb. Und doch ist es wohl wochentags ruhiger als am Wochenende.


    Grüsse


    Jürgen

    Zu einem Urlaub in einem Badeort am Mittelmeer gehören natürlich auch ein paar Strandbilder. Heute Vormittag war ich zweieinhalb Stunden am südlichen der Strände von Argeles mit dem Namen La Racou.



    Das ist der Strand le Racou südlich vom Hafen.



    Die kleinen Häuschen stehen unter Denkmalschutz und dürfen nicht verändert werden. Ab und zu wird eine dieser ehemaligen Fischerhütten für um die eine halbe Million Euro verkauft.



    Der Herr mit dem Zylinder verkauft kandierte Erdnüsse und kommt etwa alle halbe Stunde vorbei. Sein Kommen kündet er mit einer Glocke an. Ist man gerade im Wasser findet man ein paar Erdnüsse zum Probieren auf dem Handtuch.







    Die Straße direkt hinter dem Strand ist eine Sackgasse. Da befinden sich ein paar Läden, Kneipen und Appartement Häuser.



    Hier steht geschrieben was alles verboten ist. Ich erspare mir die Aufzählung und fasse mich kurz: in der Sonne liegen und schwimmen ist erlaubt.





    Blick vom Hügel in die andere Richtung. Da gibt es ein paar kleinere Strände.









    Grüße


    Jürgen

    Hallo Elke,


    Mit zwei Bildern von Michels rustikalem Weinkeller und einem vom Essen auf der von Weinstöcken umrahmten Terrasse schließe ich den heutigen Abend ab.







    Das mit dem Essen ist ja eh so eine Sache. Es dauert ewig lange und ständig wandert noch etwas auf den Tisch. Also bloß nicht satt essen. Es wäre unhöflich, einen Gang zu verschmähen.


    Gute Nacht sagt


    Jürgen, der morgen Vormittag einen ganz wichtigen Termin hat. :D

    Auch mit dem Fahrrad war ich hier in der Gegend schon unterwegs. Trotz etwa 30 Grad macht das Spaß, gibt es doch sehr gut ausgebaute Radwege. Die sind breit, betoniert oder asphaltiert. Dazu gibt es immer wieder bauliche Verengungen, so dass nicht irgendein PKW Lenker auf die Idee kommt, den Radweg als Straße zu nutzen. Vorbildlich zudem die Beschilderung und auch die Markierungen auf der Fahrbahn selbst.



    Ich vergleiche ja gerne mit Kroatien. Dort besteht diesbezüglich ein enormer Nachholbedarf im Vergleich zu hier.





    Überhaupt macht das Radeln hier schon alleine deshalb Spaß, weil die motorisierten Verkehrsteilnehmer sich rücksichtsvoll verhalten. Da hält man an wenn ein Radler auf die andere Seite wechseln will weil der Radweg nun mal drüben weiter führt.



    Das ist ein einziger Baum der immer wieder geschnitten wurde und austrieb. Die Reste sind zwischen den Stämmen zu erkennen.




    Wir sind den Radweg westlich von Argeles in Richtung Pyrenäen gefahren. Er führt durch eine sehr schöne Naturlandschaft mit schattigen und sonnigen Abschnitten. Entlang des Weges findet man kleinere Olivenhaine mit uralten Olivenbäumen, Wälder mit Korkeichen, Pinien, Mandelbäume oder Weinberge. Das Gras zwischen den Olivenbäumen wir einmal pro Jahr vor dem 1. Juli gemäht und damit hat es sich dann. Künstlich bewässert wird hier nichts.


    Weiter nördlich bei Perpignan gibt es Plantagen mit Pfirsichen, Nektarinen und verwandten Früchten. Auch Melonen werden dort kultiviert. Im Gegensatz zu Argeles wird dort auch bewässert.





    Der Fluss Tet, der aus dem Stausee auf 2017 Metern Höhe fließt, dort waren wir vor ein paar Tagen, mündet ins Meer nur als Rinnsal. Das meiste Wasser dient der Bewässerung oder versickert. Vorher wird damit noch in einigen Wasserkraftwerken Strom produziert. Den erzeugt der staatliche EdF Konzern nun auch seit kurzem aus etwa fünfzig Windkraftanlagen mit jeweils 3 Megawatt westlich von Perpignan. Das ist schon eine Hausnummer. Der dänische Hersteller Vestas durfte sich bei diesem Windpark wohl über einen Umsatz von 100 Millionen Euro gefreut haben. Ähnlich wie in Norddeutschland sind die Türme dort nicht einmal 100 Meter hoch weil der Wind beständig weht.


    Zurück zum Radfahren. Beim Radeln selbst benötigt man keine Maske. Hingegen ist die in geschlossenen Ortschaften für Fußgänger vorgeschrieben. Da halten sich auch fast alle Passanten dran.


      


    Hier eine der ganz wenigen Quellen in der Gegend. Sie trägt den Namen Sant Julia.


    Die Flüsse und Bäche sind jetzt im Hochsommer fast alle ausgetrocknet. Die führen nur kurze Zeit im Winter und Frühjahr Wasser.


    Jürgen

    Hallo Elke,


    Wir trinken den Wein jeden Mittag und jeden Abend. Michel hilft das ganze Jahr über im Weinberg und deshalb gibt es wohl ausreichend Haustrunk. Die Weine sind für meinen Geschmack recht schwer und gehaltvoll. Die Sorten nennen sich z. B.


    https://www.google.de/url?sa=t…Vaw2thmMhcMoQ6m-4mALgmfWx


    Eine andere Sorte nennt sich Carlos. Das ist wohl eine Unterart des spanischen Tempranillo. Wir befinden uns hier ja in Nordkatalonien wo das katalanische Erbe offensichtlich durchaus gewahrt wird.


    Die Etiketten sagen oft gar nichts aus, weil gebrauchte Flaschen zum Abfüllen verwendet werden und in Michels Weinkeller lagern.


    Als Aperitif gibt es derzeit Byrrh. Diese Kellerei haben wir vor zwei Tagen besichtigt. Das Getränk ist hervorragend. Da ich im Flieger nichts davon mit nach Hause nehmen kann, habe ich zwei Flaschen gekauft und hier für das kommende Zusammensein deponiert.


    https://www.google.de/url?sa=t…Vaw1x1kcsXpvz-NEk-xJC1pws


    Byrrh sagte mir bis vor kurzem überhaupt nichts. Hingegen kennen wir ein anderes Produkt der Gebrüder Violet namens Cinzano. Das kommt nicht aus Italien, sondern aus Thuir.


    Du kannst die Weinberge von Jean Marc für 13.000 € pro Hektar kaufen. Er denkt zudem daran, dort Mandelbäume oder Olivenbäume zu pflanzen. Jetzt in der dritten Generation rechnet sich der Weinanbau wohl nicht mehr. Kinder hat er auch keine.


    Grüße


    Jürgen

    Nun wieder ein paar Bilder von der heutigen Besichtigung des Weinbergs von Jean Marc, einem Bekannten von Michel. Wenn ich mir diese ungünstigen Bedingungen des Weinbaus in Collioure ansehe ist es kein Wunder, dass der Wein hier so teuer ist. Maschinen können hier nicht eingesetzt werden.


    Neu gesetzte Weinstöcke müssen regelmäßig gegossen werden, dass sie nicht eingehen. Ganze 14 Hektar bewirtschaftet Jean Luc in solch steilen trockenen Lagen. Eigentlich will er alles verkaufen. Aber wer kauft das schon bei dem Überangebot von Wein?



    Da drin verbirgt sich eine Quelle.





    Solche Zisternen werden mit dem Schlauch befüllt.







    Die Weinstöcke werden über 25 Jahre alt wenn sie von Krankheiten verschont bleiben. Dabei reichen ihre Wurzeln über zehn Meter tief ins brüchige Gestein.



    Selbst vom holprigen Fahrweg wird Wasser aufgefangen.



    Immer wieder findet man Korkeichen dazwischen.



    Morgen Vormittag ist wieder Strand und Meer angesagt.


    Grüsse


    Jürgen

    Genauso sehe ich das auch. Sieben plus x Stunden im Zug sind nichts für mich.


    Ich habe eine Bekannte, die hat die Pyrenäen vor kurzen von West nach Ost begangen. Eine tolle, teils sehr einsame Landschaft die es gilt, sie langsam und mit viel Zeit sich zu erschließen. Anders als in den Alpen gibt es in weiten Teilen der Pyrenäen keine touristische Infrastruktur. Dort ist man somit auf sich selbst gestellt.


    Ich bin gerade am Strand wo es 27 grad hat und ein leichter Wind weht. Die Wochenend Touristen aus Toulouse und Umgebung sind alle weg und so ist es recht angenehm hier.


    Grüsse


    Jürgen

    Hallo Elke,


    Tatsächlich zuckelt der Zug recht langsam bergauf. Somit dauert es bergauf etwa gut drei Stunden. An insgesamt 21 Bahnhöfen wird auf der 63 km langen Strecke gehalten. Mancher Halt ist wohl auch deshalb länger, weil man auf den Gegenzug warten muss.




    Das ist die größte Brücke über die der Zug fährt.


    Die meisten Passagiere fahren wohl rauf und runter. Der Zug hat hier eine Weile gehalten. Gepäck habe ich nicht gesehen. Somit nehme ich an, dass wohl die meisten beide Richtungen befahren. Folglich ist man schon lange unterwegs zumal meines Wissens der Zug nur zwei oder drei mal pro Tag ins Gebirge fährt.


    Grüsse


    Jürgen

    Ein kleines Wunder ist geschehen. Mein IPhone und das IPad mögen sich wieder und somit kann ich mit dem Tablett wieder Bilder hochladen und Texte dazu schreiben und die noch dazu mit meinen alten Augen auf dem großen Bildschirm erkennen. ;)


    Deshalb noch ein paar Bilder des Train jaune, einer gelben Schmalspurbahn, die von Villefranche de conflent aus hoch in die Pyrenäen fährt. Hier ein paar Infos zu diesem außergewöhnlichen Zug.


    https://www.google.de/url?sa=t…Vaw3MN5JxdHuTC0_UtrPXEgi9


    Ich habe den Zug Vorgestern am Bahnhof von Fontpedrouse St. Thomas les Bains stehen sehen. Dort hat er auf den Gegenzug aus Villefranche gewartet.











    Sicherlich würde ich gerne mal mit diesem Zug fahren. Das gestaltet sich jedoch in Zeiten von Corona recht schwierig. Die gesamte Fahrt muss man die Maske tragen. Dies sogar auf den offenen Aussichtswagen. Aufstehen und während der Fahrt im Zug herumlaufen um mal da und dort zu fotografieren darf man auch nicht. Es werden wohl derzeit auch mehr Tickets verkauft wie Sitzplätze vorhanden sind. So kann es sein, dass man dann vier Stunden stehen muss und wohl dankbar ist, wenn der Zug irgendwo hält und man zumindest ein paar Minuten aussteigen darf. So stelle ich mir eine Fahrt mit einem Aussichtszug durch die Pyrenäen nicht vor. Da sind wir schon lieber mit dem Auto weitgehend an der Zugstrecke entlang bis auf 2000 Meter Höhe gefahren.


    Grüße


    Jürgen