Beiträge von claus-juergen

    Hallo Elke,


    Vor Jahren gab es mal die Kärnten Card ab einem bestimmten Mindestaufenthalt gratis. Umsonst konnten damit verschiedene Bergbahnen oder Mautstrassen genutzt werden. Hast du die und kannst du uns vielleicht ein paar Infos dazu übermitteln?


    Grüsse


    Jürgen

    Heute Nachmittag bin ich durch Königsbrunn gekommen. Die Stadt liegt im südlichen Landkreis Augsburg und hat nicht nur einen Nepomuk, sondern sogar eine Nepomukkapelle. Da ist sie:


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    Ob sich auch in der Kapelle ein Nepomuk befindet, konnte ich nicht herausfinden, da die Kapelle wohl meist geschlossen ist.


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    Jedenfalls steht über der Eingangstüre in einer Mauernische ein geschnitzter Nepomuk.


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    Hier auf der Westseite des Gebäudes ist er der Witterung ausgesetzt.


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    Eigentlich ist Königsbrunn im Speckgürtel der Stadt Augsburg eine wohlhabende Stadt. Aber auch hier ist für die Renovierung von Nepomuk wohl kein Geld vorhanden. Oder vielleicht schaut auch blos niemand hinauf zu ihm?


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    Hier Infos zur Kapelle auf einer Tafel neben dem Kirchlein.


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    grüsse


    jürgen

    Unserer Motorradtour führte uns vorgestern nicht nur durch das Lechtal, sondern über Warth auch in den Nobelort Lech in Vorarlberg. Dort gibt es nicht nur schicke Hotels und Läden und jede Menge Berge und "schöne und reiche Menschen" zu sehen, sondern ganz unscheinbar am nördlichen Ortsausgang an der schmalen Straße nach Warth eine Kapelle. Die liegt direkt am Fluß Lech und hat in der Fassade eine Nepomuk Figur aufzuweisen.


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    Man muß schon genau hinschauen um die auch zu entdecken.


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    Nepomuk befindet sich nicht in der Kapelle, sondern oberhalb des schmiedeeisernen Gitters in einer Mauernische.


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    Ebenso wie die Figur unten im Lechtal in der Ortschaft Bach ist diese hier auch geschnitzt.


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    Der Zahn der Zeit nagt an Nepomuk.


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    Vielleicht bleibt ja doch etwas Geld in dem Nobelort hängen um Nepomuk bei Gelegenheit mal zu erneuern.


    grüsse


    jürgen

    Vor zwei Tagen war ich mit dem Motorrad ganz weit hinten im Lechtal. Kurz vor der Grenze nach Vorarlberg, noch im Bezirk Reutte in Tirol befindet sich die Ortschaft Bach. An der Lechbrücke steht ein genschnitzter Nepomuk.


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    Die Figur wurde mit einem Glasdach versehen um sie zumindest etwas vor der Witterung zu schützen.


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    Auch das Kreuz und Jesus sind aus Holz geschnitzt.


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    grüsse


    jürgen

    Nur nebenbei bemerken möchte ich, daß Girice keine Galle haben.

    ...

    Aber nun zu deinem nebenbei bemerkt : Das diese Fischlein keine Galle haben ? hat das eine bestimmte bedeutung ?

    hallo Dieter,


    Tom hat recht. Da die Fischlein ja nicht ausgenommen werden können, dafür sind sie nun mal zu klein, würde sich möglicherweise das Vorhandensein einer Galle auf den Geschmack auswirken.


    Ich bin nun auch kein Biologe. Mir ist lediglich bekannt, daß diese Girice nun mal keine Galle haben sollen. Wie es sich mit größeren Fischen verhält weis ich nicht.


    grüsse


    jürgen

    Hallo Tom,


    man ißt diese Fischlein mit "Haut und Haaren", also Gräten, Augen, Schuppen, Eingeweide. Die Gräten sind ganz fein. Die spürst du fast nicht. Ab und zu mag mal eine einzelne Gräte zwischen den Zähnen stecken bleiben. Aber du kannst diese Gräten nicht mit denen größerer Fische vergleichen. Leider wirst du auch in Kroatien kaum mehr ein Lokal finden, welches Girice anbietet. Da ist halt auch nichts verdient an so einem "Arme-Leute-Essen". ;)


    Girice sind für mich eine wahrhafte Leckerei!


    grüsse


    jürgen

    Letzte Woche gab es bei Lidl in Medulin Girice im Kühlregal. Das sind ganz kleine Fischlein, die man ohne sie zu schuppen oder auszunehmen in Öl gebraten ißt. Früher war das ein Essen an der Küste für einfache Küstenbewohner der Adria, welches nahrhaft und billig ist. Oft fing man die Fische vom Ufer aus mit dem Netz. Heute bekommt man fast nirgendwo mehr Girice.


    Für wenige Kuna habe ich die Packung mitgenommen und mir zuhause in Liznjan Girice gebraten.


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    Die Fischlein sind kleiner als Sardinen. Ich kenne sie nur unter der kroatischen Bezeichnung Girice. In Slowenien nennt man sie Pikarelle.


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    Ich wasche die Girice unter fließendem Wasser und lasse sie ein paar MInuten abtropfen.


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    In eine Plastiktüte gebe ich eine Handvoll Mehl und etwa einen Teelöffel Salz und dazu die Fischlein. In der Tüte kann ich das alles durch Schütteln vermengen, so daß eine Art Panade entsteht.


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    In einem Frittierkorb gebe ich die Girice für gerade mal fünf Minuten ins kochende Fett oder Öl.


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    Danach läßt man die Girice etwas abtropfen und fertig ist das Gericht.


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    So knusprig sollen die Fischlein sein. Mir schmeckt das hervorragend. Nur nebenbei bemerken möchte ich, daß Girice keine Galle haben.


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    Als Beilage gab es für mich Tomaten, "domac" also einheimische natürlich, ein Baguette und Bier.


    Mahlzeit sagt


    jürgen

    Die Krka in Dalmatien ist ein Fluß der sich tief in die Landschaft eingegraben hat. Ein großer Teil des Unterlaufs zählt zum Krka Nationalpark. Dazu gehört auch die Insel Visovac inmitten des gleichnamigen Sees, die jedoch nur von wenigen Touristen aufgesucht wird. Ich möchte euch diese Klosterinsel in diesem Bericht vorstellen.


    Es gibt einen Aussichtspunkt östlich des Visovacko Jezero, von wo aus man den See und die Insel gut überblicken kann.


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    Blickrichtung Flußabwärts. Einige Kilometer weiter liegt der Teil des Nationalparks bei Skradin, der im Sommer täglich von tausenden Touristen besucht wird. Hier hingegen sind nur ganz wenige Besucher.


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    Es handelt sich beim Visovacko Jezero nicht um einen Stausee. Die Krka bildet einen natürlichen See.


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    Mitten im See liegt die Insel Visovac.


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    Vom Aussichtspunkt aus fährt man hinunter zur Anlegestelle des Boots mit welchem man für wenige Kuna zur Insel übersetzen kann. Im September fuhr dieses Boot je nachdem wieviele Personen übersetzen wollten. Wir mußten etwa eine Stunde warten.


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    Rechts im Bild sieht man das Boot welches hinüber fährt. Im Hintergrund kommt gerade ein Ausflugsboot vom Roski Slap an. Die dortigen Wasserfälle gehören ebenfalls zum Krka Nationalpark. Von hier aus kann man zudem auf einem Wanderweg zum Roski Slap laufen.


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    Auf der Insel erwartet uns ein Franziskanerkloster mit derzeit etwa einem Dutzend Klosterbrüder. Besucher dürfen nur tagsüber kommen. Nachts gehört die Insel ausschließlich den Bewohnern des Klosters.


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    Zum Kloster gehört ein Garten mit Obst und Gemüse.


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    Aber auch idyllische Flecken gibt es auf der Insel.


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    Im Kiosk kann man etwas zu Essen oder zum Trinken oder auch ein Eis kaufen.


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    Natürlich waren wir auch in der Klosterkirche.


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    Die Räume des Klosters selbst sind für Besucher nicht zugänglich.


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    Angegliedert ist ein Museum. Hier wird nicht nur die Geschichte des Klosters und des Franziskanerordens in Kroatien aufgezeigt, sondern auch die einschneidenden kriegerischen Ereignisse der letzten Jahrzehnte.


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    Diese Kirchenmänner kamen wohl während und nach dem Zweiten Weltkrieg ums Leben. Bekanntlich verfolgten die Anhänger Titos die Vertreter der Kirche und ermordeten viele von ihnen.


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    Die Bilder an der Wand zeigen die von den orthodoxen "Christen" bzw. serbischen Kroaten zerstörten Kirchen und Klöster der Gegend.


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    Sakrale Gegenstände


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    Das kleinste Buch der Welt mißt 3,5 x 3,5 Millimeter und enthält das Vaterunser.


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    Die Insel ist für all diejenigen einen Besuch wert, die vielleicht dem Trubel am Skradiski Buk aus dem Weg gehen möchten. Hier gibt es zwar keine spektakulären Wasserfälle wie dort oder am Roski Slap. Aber auch der See und die Insel gehören zum Krka Nationalpark.


    Empfehlen kann ich zudem den Roski Slap und die Höhle Ozidana, die ich in diesen Berichten vorgestellt habe.


    der Roški Slap an der Krka


    die Höhle Ozidana beim Roski Slap an der Krka in Dalmatien


    jürgen

    hallo Willi,


    danke für den Ausflug in die Vergangenheit. Südtirol, Venedig und der Gardasee waren für mich nie weit weg, wohne ich doch im Allgäu. Allerdings kenne ich noch das Theater an den Grenzen zu Austria wie auch Italien. Wehe es klebte kein D-Schild hinten am Auto. Das war vielen österreichischen Grenzern wichtiger als das Ablaufdatum der Pässe. In solchen Fällen blieb nur der Gang in den Kiosk neben dem Grenzhäuschen und der Kauf des erforderlichen Aufklebers für ganze 5 DM, was dem Vielfachen des Preises in Deutschland entsprach.


    Kannst du dich noch an die Benzingutscheine in Italien erinnern? Ohne die bekam man nicht immer Sprit oder er war wesentlich teurer.


    grüsse


    jürgen

    Der auf der (Gußeisen?) Säule ist wirklich ungewöhnlich. So einen habe ich noch nie gesehen. Dem ist offensichtlich auch der Sternenkranz verrutscht, aber wer klettert schon da hinauf, um ihn zu richten?...

    hallo Johannes,


    ja, die Säule besteht aus Gußeisen. Aus welchem Material hingegen Nepomuk besteht, weis ich auch nicht. Raufgeklettert um ihn mir genauer anzuschauen bin ich jedenfalls nicht. ;)


    grüsse


    jürgen

    hallo Steffi,


    was den Metzger angeht, liegst du mit der Bezeichnung heimische Produkte sicher richtig. Beim Bäcker habe ich da so meine Zweifel. Auch unsere örtlicher Bäcker mit mittlerweile bald 10 Filialen im Umland kauft natürlich fertige Backmischungen zu. Das geht auch gar nicht mehr anders weil viele Kunden nun mal 25 verschiedene Semmelsorten und genauso viele Brotsorten verlangen. ;)


    Hier gibt es nun einen Bericht über den Soldatenfriedhof Schwabstadl.


    der Soldatenfriedhof in Schwabstadl am Lech


    grüsse


    jürgen

    Vor vierzehn Tagen war ich bei schönem Wetter wieder einmal in meiner Heimat mit dem Radl unterwegs. Dabei kam ich in Schwabstadl am Lech vorbei. In diesem Weiler befindet sich ein Soldatenfriedhof. Hier handelt es sich aber nicht um einen gewöhnlichen Soldatenfriedhof wie er oft in der Nähe blutiger Schlachten während oder nach Kriegen errichtet wird.


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    Schwabstadl ist ein Weiler direkt neben dem Militärflugplatz Lagerlechfeld und liegt im Landkreis Landsberg am Lech wohingegen der benachbarte Militärflughafen mit derzeit ca. 4000 Beschäftigten im Landkreis Augsburg liegt. Hier begann vor dem Ersten Weltkrieg die Militärfliegerei der Bayerischen Armee. Aber auch zuvor war die ebene Fläche direkt neben dem Lech ideal für eine Kaserne und aller Art von militärischen Übungen bis hin zu einem Schießplatz. Bereits vor der Gründung des Deutschen Reichs nutzte also die Bayerische Armee dieses Gelände.


    Seit dem Krieg gegen Frankreich in den Jahren 1871 bis 1872 diente das Areal auch als Gefangenenlager. Dazu gab es ein Lazarett. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden hier immer wieder verstorbene Kriegsgefangene, aber auch verstorbene deutsche Soldaten, die ihren Verletzungen im Lazarett erlagen, bestattet. Insgesamt etwa 2000 Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte.


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    Aus diesem Grund ist der Friedhof nicht so gestaltet wie die meisten anderen.


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    Kreuze mit den Namen deutscher Soldaten auf der Vorder- und Rückseite sind ja üblich.


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    Auf dieser Tafel sind die französischen Opfer vermerkt, fein säuberlich nach Dienstgraden getrennt. Schließlich waren selbst im Tod damals nicht alle gleich.


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    Die Bezeichnung "tapfere Krieger" würde so wohl heute nicht mehr verwendet.


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    Direkt neben der Tafel für die französischen Opfer findet sich diese Tafel mit englischen oder amerikanischen Namen. Da diese beiden Nationen im Krieg gegen Frankreich nicht beteiligt waren, dürfte es sich hier um Opfer aus dem Ersten Weltkrieg handeln. Todesdaten sind nicht vermerkt.


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    Auch wenn der Begriff "gefällt mir" bei einem Soldatenfriedhof vielleicht unpassend erscheinen mag, so ist dieser hier doch ansprechend gestaltet. Oft gibt es Gräber in Reih und Glied und dazu ein mahnendes Bauwerk. Das ist hier nicht der Fall.


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    Hier eines von zwei Gräberfeldern für sowjetische bzw. russische Opfer. Die waren zumindest im Zweiten Weltkrieg bei uns Kriegsgefangene Zweiter Klasse. Dies deshalb, weil die Sowjetunion nicht nur ein Feind, sondern ideologisch gesehen ein Staat mit Bewohnern war, die es zu unterjochen und zu vernichten galt. Vielleicht stellen deshalb die russischen oder sowjetischen Opfer hier auch gleich nach den Deutschen die zweitgrößte Gruppe.


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    Wenigstens sind die Toten hier soweit bekannt namentlich aufgeführt.


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    Bedenken muß man allerdings auch im Zusammenhang mit diesem Friedhof, daß die Möglichkeiten der Versorgung oder der Pflege der Gefangenen im Lager bzw. der Verwundeten seitens Deutschlands sehr begrenzt waren. Die knappen Resourcen wurden wohl in erster Linie für den Erhalt der Kampfkraft der eigenen Truppen benötigt.


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    Die Appolonia Kapelle aus dem Jahr 1669 ist derzeit wegen Renovierung nicht zugänglich. Mir gefällt, daß sie hier gut in diesen Friedhof integriert wurde.


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    Mir gefällt zudem, daß hier alle Toten ohne Unterscheidung nach Nationen als "Bruder" bezeichnet werden. Das sind versöhnliche Worte wie ich meine.


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    Auch Italiener fanden hier ihre letzte Ruhestätte.


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    Gerade das Durcheinander der gärtnerischen Gestaltung und der verschieden gestalteten Gedenksteine und Tafeln macht die Besonderheit dieses Friedhofs aus.


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    Wenn man bedenkt unter welchen schwierigen Umständen die italienischen Gefangenen und Verwundeten damals über die Alpen bis hierher ins Gefangenenlager transportiert wurden ist es wohl kein Wunder, daß die Sterblichkeit recht hoch war.


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    In unserem Land wird ja seit einigen Jahren eine Diskussion darüber geführt, ob es einen oder mehrere zentrale Friedhöfe für die Kriegsopfer der Neuzeit bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr oder anderer Behörden bedarf. Bisher ist das noch nicht genau geregelt. Vielleicht wäre es gar nicht schlecht, auch zu diesem Zweck einen eigenen Ehrenfriedhof zu errichten, statt die Opfer mehr oder weniger anonym auf Friedhöfen quer übers Land zu bestatten.


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    Mit diesen Worten möchte ich meinen Bericht über einen ungwöhnlichen Friedhof beenden.


    jürgen

    Gratulation Steffi,


    ja, das Kreuz steht auf dem Soldatenfriedhof Schwabstadl. Du kennst dich in der Gegend aus. Deshalb noch ein paar Infos dazu für all die anderen.


    Schwabstadl ist ein Weiler direkt neben dem Militärflugplatz Lagerlechfeld. Hier begann vor dem Ersten Weltkrieg die Militärfliegerei der Bayerischen Armee. Aber auch zuvor war die ebene Fläche direkt neben dem Lech ideal für eine Kaserne und aller Art von militärischen Übungen bis hin zu einem Schießplatz. Bereits vor der Gründung des Deutschen Reichs nutzte also die Bayerische Armee dieses Gelände.


    Seit dem Krieg gegen Frankreich in den Jahren 1871 bis 1872 diente das Areal auch als Gefangenenlager. Dazu gab es ein Lazarett. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden hier immer wieder verstorbene Kriegsgefangene, aber auch verstorbene deutsche Soldaten, die ihren Verletzungen im Lazarett erlagen, bestattet. Insgesamt etwa 2000 Soldaten fanden hier ihre letzte Ruhestätte.


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    Dazu werde ich noch einen eigenen Bericht erstellen.


    Vielen Dank fürs Mitmachen sagt


    jürgen