Beiträge von claus-juergen

    hallo Johannes,


    schon ein paar mal bin ich an Piran vorbeigefahren. Dies meist, um den überlaufenen Grenzübergang Dragonje zu umgehen. Für eine Besichtigung hat die Zeit leider bisher nie gereicht. Anhand deiner Bilder sehe, ich daß ich dieses Vorhaben nicht mehr länger aufschieben sollte.


    Danke fürs Zeigen sagt


    jürgen

    hallo Klaus,


    genaugenommen sind wir von Westen (Jadranska Magistrale, Tankstelle bei Jablanac) in den Nationalpark gefahren. Etwa auf dieser Höhe endet der auch. Die größte Fläche befindet sich also nördlich und östlich der Alan Hütte.


    Neben der Alan Hütte im südlichen Bereich des Parks gibt es nördlich die Hütte Zavizan. Die ist von Krasno aus erreichbar. Wir sind jedoch mit den Motorrädern umgekehrt, weil die Schotterstraße zu schlecht wurde. Von Oltari aus kannst du auch nach Zavizan fahren. Die Beschaffenheit dieser Straße ist mir nicht bekannt. Ich war da zwar vor über zehn Jahren mal. Aber seinerzeit lag Schnee, ich war mit dem Auto da und den Nationalpark gab es damals noch nicht.


    In Krasno selbst steht neben der Kirche das Nationalpark Haus. Darin befindet sich eine Ausstellung. Wir haben das Haus jedoch nicht besucht.


    Vom Botanischen Garten bei Zavizan habe ich zwar Kenntnis. Da waren wir jedoch nicht.


    Grundsätzlich gilt für die Schotterstraßen der Region, daß sie mit normalem Pkw und damit sicherlich auch mit Mountainbikes befahrbar sind. Unsere Motorräder sind sportliche Straßenmaschinen und damit nicht für solche Schotterpisten geeignet.


    Von Vorteil ist das Rad bzw das Motorrad hingegen bei den oft nur einspurigen Straßen, weil man da immer vorbei kommt, ohne lange rückwärts fahren zu müssen, wenn wider Erwarten doch mal Gegenverkehr auftaucht.


    Fahrt nach Möglichkeit mal die Straße von Krasno über Mrkviste und Donje Pazariste nach Gospic. Die ist schmal, aber geteert und somit auch mit dem Wohnmobil befahrbar.Die Landschaft ist wirklich toll.


    Infos in deutsch gibts auf dieser Website


    http://www.np-sjeverni-velebit.hr/park/


    Was den Schnee anbelangt, solltest du wissen, daß es im Winter generell viel schneit und der Schnee trotz der im Vergleich zu den Alpen geringen Höhe länger liegen bleibt. Gestreut und gesalzen werden nur die Hauptverbindungsstraßen. Wer also im Frühjahr oder Herbst ins Velebit fährt, sollte Winterausrüstung und warme und regenfeste Kleidung dabei haben. Die Sommer sind kurz im Velebit.


    Sicherlich finde ich in den nächsten Wochen noch Zeit, euch auch Krasno selbst in einem Bildbericht vorzustellen.


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    letztendlich kostet ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrswegenetz viel Geld. Irgendwer muß das auch bezahlen. Wien schießt immerhin pro Jahr eine halbe Milliarde Euro dazu! Der MVV in München jammert seit Jahrzehnten, daß die schwarze Null nie erreicht wird. Trotzdem steigen ständig die Fahrpreise an. Somit muß das Defizit aus anderen Haushaltsmitteln der Großstadt gedeckt werden.


    Ich würde gerne für nen Appel und n'Ei öfters nach München hineinfahren. Derzeit ist es einfach viel zu teuer. Beispielsweise muß ich etwa 20 Euro pro Person bezahlen, wenn ich die einfache Strecke zum Flughafen in der S-Bahn zurücklegen möchte. Bei zwei Personen sind das 80 € hin und zurück. Für das Geld parke ich die Karre in der Nähe des Flughafens und lasse mich direkt ans Terminal bringen. Da ist dann sogar der Sprit bis zum Airport bezahlt.


    Sicher kenne ich als Vergleich nur die 60 km entfernte Stadt München. Selbst wenn ich am Sonntag zu zweit mal staufrei in die Innenstadt zum Besuch eines Museums fahre, ist das Auto einfach viel billiger.


    Wenigstens ist das S-Bahnnetz in München qualitativ besser geworden. Vor zwanzig Jahren waren die Züge im Sommer geheizt, im Winter nicht und dafür ständig dreckig. ich würde sogar sagen, teilweise extrem dreckig, so daß man sich vor dem Hinsetzen auf die schmuddeligen Sitze sogar geekelt hat. Auch die Pünktlichkeit ist wesentlich besser geworden.


    Aber auch in Wien wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Jede Stadt kann letztendlich nur das ausgeben, was an Geldern wieder hereinkommt. Vielleicht sind andere Dinge in Wien teurer als beispielsweise in München wo der Sonntagseintritt in staatliche Museen immer noch bei lediglich einem Euro liegt. Zudem sind sonntags alle Parkplätze auf der Straße gebührenfrei und man findet auch tatsächlich Parkplätze. ;)


    grüsse


    jürgen

    hallo,


    meine Jugend ist seit gestern in San Felice del Benaco am südlichen Gardasee. Wetter passt. Wieviele Touristen jetzt noch in der Gegend sind, weis ich nicht. Die beiden haben ein Ferienhaus in einer ruhigen Lage gemietet und wollen ab heute etwas auf Tour gehen.


    grüsse


    jürgen

    hallo Daniel,


    danke für deine Bilder. Ich kann mich nur noch ganz dunkel daran erinnern, daß wir seinerzeit bei der einwöchigen Bootstour in Mali Losinj im Hafen übernachtet haben. Zuvor sind wir zu Fuß weitgehend an der Küste entlang bis Veli Losinj gelaufen. Das alles war vor dem digitalen Fotografier-Zeitalter. Irgendwo müssten eigentlich noch ein paar Bilder oder Dias rumliegen.


    grüsse


    jürgen

    ...

    Schlimm, dass es dort noch so viele verminte Gebiete gibt.

    Weisst du, ob die Minenräumung überhaupt (noch) durchgeführt wird?


    Viele Grüsse, Daniel.

    hallo Daniel,


    wie immer mangelt es wohl am Geld. Es gibt natürlich in Kroatien eine staatliche Behörde die dafür zuständig ist. Dazu kommt, daß nach nun über 25 Jahren das Gelände weitgehend mit Bäumen und Sträuchern eingewachsen ist. Da müsste man gleichzeitig roden und Minen entschärfen.


    "In den bis 1995 umkämpften Gebieten besteht bis heute eine Gefährdung durch Landminen. Dies gilt insbesondere für die damaligen Frontlinien. Es wird geschätzt, dass in Kroatien noch etwa 90.000 Minen verstreut sind. Dabei sind 736 Quadratkilometer explizit als minenverseucht ausgewiesen.[35] Da keine Lagepläne über die Minenfelder angelegt wurden, ist die Minenbeseitigung sehr aufwendig. Betroffen sind folgende Gebiete:[36]

    (aus Wikipedia)


    Da dieses Gebiet kaum besiedelt ist und auch für den Tourismus keine Rolle spielt, hat man es wohl nicht eilig. Die dort lebenden Menschen müssen wohl oder übel noch über Generationen mit dieser Gefahr leben. Ich habe auch überhaupt keine Ahnung, wie lange so eine Mine explosiv sein kann.


    grüsse


    jürgen

    Die Lika ist eine Gegend in Kroatien, die deshalb bekannt ist, weil sich hier die weltberühmten Plitwitzer Seen befinden. Südlich davon ist eine Gebirgsgegend, die dünn besiedelt ist und nur mittels einer schmalen Asphaltstraße erschlossen wird. Die Berge sind mit Magerrasen oder Wald bewachsen. Nur in den fruchtbaren Tälern leben ein paar Menschen. Die betreiben kleine landwirtschaftliche Betriebe. Gewerbe und Industrie gibt es hier genausowenig wie eine Konoba, ein Cafe oder einen Laden.


    Wir sind von Sinac, das liegt südlich der Stadt Otocac über Ramljani, Canak und Kosa Janjacka bis Perusic etwa 40 Kilometer durch diese Landschaft gefahren. Erst bei Perusic beginnt wieder die "Zivilisation". Hier gibt es auch eine Autobahnausfahrt an welcher sich nach und nach Gewerbebetriebe ansiedeln.


    Hier die Region auf der Karte


    https://www.google.de/maps/pla…3d44.7354593!4d15.4898811


    Hier Bilder von Sinac, wo sich eine der Quellen des Flusses Gacka befindet.


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    Etwa zehn Kilometer dahinter liegt Otocac.


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    In dieser Ebene fließt die Gacka mit wenig Gefälle in einen Kanal, der dann in Rohre mündet, die durch das Velebit bis zur Küste verlaufen. Südlich von Senj befindet sich ein Wasserkraftwerk,


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    Auf der Gacka kann man auch mit dem Kajak fahren. Wir haben das natürlich auch machen müssen. Einen Bericht dazu findet ihr hier:


    Kajak fahren auf der Gacka


    Irgendwann unterquert man die Bahnlinie nach Gospic und kommt in eine einsame Gegend.


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    Diese Schilder weisen zum anderen Ende der Welt. Ob es hier zum Veliki Alan Pass geht, kann ich nicht sagen.


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    Andere Schilder hingegen sind in ihrer Bedeutung auch für uns Sprachunkundige eindeutig.


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    Die Minen stammen alles aus der Zeit des Bürgerkrieges. Hier verlief die Grenze der Serbischen Repjublik Krajina zu Kroatien.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_Serbische_Krajina


    Bis heute wurde nur ein kleiner Teil der Minen geräumt. Nach wie vor kommt es zu Opfern, weil die hier lebenden Menschen den Wald zur Gewinnung von Brennholz, dem Sammeln von Waldfrüchten oder zur Jagd nutzen.


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    Die hellgrünen Flächen im Tal werden landwirtschaftlich genutzt.


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    Solche Gedenkstätten für gefallene oder ermordete Zivilisten oder Polizisten sehen wir immer wieder am Straßenrand. Polizisten deshalb, bei mit Beginn der Unabhängigkeitserklärung Kroatiens das Land kein Militär hatte. So war die Polizei gefragt, das Land zu verteidigen oder die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und wurde neben Zivilisten bevorzugtes Ziel des serbischen Soldateska.


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    Da beide am selben Tag starben, ist anzunehmen, daß die Streife in einen serbischen Hinterhalt geriet und ermordet wurde.


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    Die Gegend hier war zuvor von serbischen Menschen mit orthodoxem Glauben und von Kroaten mit katholischem Glauben bewohnt. Die Serben proklamierten ihren eigenen Staat und begannen, da sie zuvor von der Jugoslawischen Volksarmee mit Waffen ausgestattet wurden, über ihre kroatischen Nachbarn herzufallen.


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    Weiter unten im Tal sehen wir die ersten Häuser von Canak.


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    Hauszisternen oder öffentliche Zisternen werden auch heute noch genutzt. Nicht jedes Gehöft ist an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen.


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    MItten im Ort wieder eine Gedenkstätte für Gefallene des Bürgerkrieges.


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    Irgendwann kommen wir heraus aus den Bergen und sehen die Autobahn vor uns. Dahinter befindet sich Perusic. Hier endlich gönnen wir uns eine Brotzeit und etwas zu trinken.


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    Gesehen haben wir auf der Strecke drei alte Männer beim Brennholz machen und ein Auto auf der Straße. Wo alle anderen Menschen waren, weis ich nicht.


    Alles in allem haben wir eine tolle Landschaft entdeckt wo jedoch die Ortschaften und befestigte Straßen wohl noch lange nicht wegen der Minengefahr verlassen werden können.


    jürgen

    Eine herrliche Wanderung mit schönem Ausblick! Ettal, Schloss Linderhof, wie oft bin ich dort schon auf meinem Weg nach Reutte vorbeigefahren. Das war immer meine Lieblingsstrecke, aber von oben sieht es noch schöner aus!


    Johannes

    hallo Johannes,


    die Strecke durch das Graswangtal und den Ammerwald über den Plansee bis Reutte ist tatsächlich landschaftlich sehr schön.


    Gibts eigentlich in Ettal noch einen Nepomuk, der uns fehlt? Da ich ja öfters in der Gegend bin würde ich den suchen und ablichten.


    grüsse


    jürgen

    Vor ein paar Tagen habe ich es noch einmal in diesem Sommer gewagt. Die Notkarspitze südlich des bekannten Klosters Ettal war mein Ziel. Der Berg ist 1889 Meter hoch. Es sind somit von der Ettaler Mühle aus etwa 1100 Höhenmeter zu überwinden.


    Anfangs geht es etwa 10 Minuten auf einem Waldweg entlang und dann sicherlich mehrere hundert Höhenmeter steil im Wald nach oben.


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    Die Steilheit des Geländes ist auf den Bildern kaum zu erkennen. Gut ein Dutzend Stellen sind mit Stahlseilen gesichert.


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    Nach einer Stunde dann dieser Ausblick auf das Graswangtal.


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    Hätte ich doch auch Flügel. Dann müsste ich beim Anstieg nicht so schwitzen.


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    Oberammergau


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    Ettal mit seinem überdimensionalen Klostergebäude


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    Die Bäume werden weniger. Dafür wird das Gelände immer schwieriger.


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    Nach eineinhalb Stunden Gehzeit habe ich diese Almwiese erreicht. Im Hintergrund erkenne ich die Notkarspitze. Bis zum Gipfel ist es schon noch eine Weile hin.


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    Anders als vor einer Woche lege ich nun gegen 13.00 Uhr eine Pause zum Essen und ausreichend Trinken ein. Der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen darf nicht unterschätzt werden. Schließlich brauche ich Kraft bis ganz nach oben.


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    Dabei geniesse ich den Blick auf Oberammergau und das Hörnle mit seinen drei Gipfeln unter mir.


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    Westlich davon das Graswangtal mit dem Pürschling, dem Hennenkopf, dem Brunnenkopf und noch ein paar Gipfeln. In diesem Tal steht auch das bekannte Schloß Linderhof welches ich von hier aus nicht sehen kann.


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    An einer Stelle neben dem Weg ist mir aufgefallen, wie der ehemalige Meeresboden extrem gefaltet wurde.


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    Knapp vier Stunden sind vergangen und ich darf endlich auf dem Gipfel der Notkarspitze mein kühles Gipfelbier geniessen.


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    Der Blick von hier oben ist schon toll. Unter mir Garmisch Partenkirchen.


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    Weil mir das Wetter Sorgen macht, möchte ich in keinem Fall bei Regen auf dem selben Weg zurück gehen. Es gibt die Alternative über diese beiden Nebengipfel, den Ochsenspitz und den Ziegelspitz runter zum Ettaler Sattel zu wandern. Das ist zwar länger aber wesentlich einfacher bei Regen. Ich sollte Recht behalten.


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    Noch sind die Blüten der Silberdisteln offen. Bei Regen schließen sie sich.


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    Heute bin ich die Raupe Nimmersatt, morgen jedoch bin ich schon ein Schmetterling.


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    Kaum zu glauben, daß der übernächste Berggipfel die Zugspitze und damit gut 1000 Meter höher ist als meine Notkarspitze.


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    Das Wetter gefällt mir nicht. Deshalb zügig runter in Richtung Ettaler Sattel. Ein kurzer Blick zurück zum Gipfel.


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    Diese beiden liegen nun direkt am Rückweg.


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    Die Notkarspitze ist schon weit weg. Rechts im Bild erkennt man den Steig, den ich nach oben gegangen bin. Den Gipfel der Ziegelspitze umgehe ich weil ich dem Wetter nicht traue. Ich muß schauen, daß ich so schnell wie möglich aus dem felsigen und damit bei Nässe glitschigen Bereich in den Wald komme.


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    Am Ochsenspitz noch ein kurzer Blick nach unten auf Ettal. Dann geht es los mit dem Regen. Zum Glück habe ich meinen Cowboyhut dabei. Der ist aus Leder und wird zwar naß, verhindert jedoch, daß mir das Wasser am Hals entlang läuft. Eine wind- und regendichte Jacke habe ich eh dabei. Die brauche ich nun, weil es mit dem leichten Regen auch zunehmend kälter wird.


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    Etwas anderes ist nun auch von Vorteil. Das ist die Bergkameradschaft. Am Weg nach oben habe ich nur einzelne Wanderer getroffen. Dabei grüßt man sich nicht nur sondern frägt bei so wenig begangenen Steigen wie auf die Notkarspitze auch nach der Beschaffenheit des Weges. Alle, die ich getroffen habe, sind auf der anderen Seite vom Ettaler Sattel aus hinaufgestiegen. Dahin will ich nun.


    Am Gipfel habe ich ein junges Ehepaar getroffen, die nun gemeinsam mit mir auf dem Weg nach unten zum Sattel sind. Dort haben die ihr Auto abgestellt. Vielleicht war es auch mein Gipfelschnaps, welchen ich den beiden kredenzt habe. Jedenfalls sind wir zusammen etwas naß unten angekommen und die beiden haben mich zu meinem an der Mühle abgestellten Pkw gefahren.


    Deshalb war ich froh, daß ich nicht noch eine weitere dreiviertel Stunde im Regen laufen mußte. Insgesamt jedoch war die Tour schön und mit gut sieben Stunden Gehzeit durchaus anspruchsvoll.


    Zuhause im warmen Pool ließ ich dann diesen sportlichen Tag ausklingen.


    jürgen

    hallo Elke,


    bei uns ist es wohl vorbei mit dem Sommer. Seit gestern regnerisch und kalt. Es soll über längere Zeit nun so bleiben. Wird Zeit, daß ich Zeit finde, endlich wieder nach Istrien abzuhauen. Dort scheint der Sommer noch eine Zeitlang zu verweilen.


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    genaugenommen sind wir wie ein paar mal in diesen Tagen von unserer Fewo in Krasno, früher nannte man den Ort Krasno Polje, über Oltari den Paß runter nach Sveti Juraj gefahren. Dort haben wir wiederholt in einem Cafe am Hafen gefrühstückt.


    Dann weiter die Küstenstraße nach Süden, vorbei an Lukovo, Starigrad kod Senja bis zur Abzweigung, wo es nach Jablanac und Stinica geht. Genau da befindet sich schon immer eine Tankstelle an der Jadranska Magistrale.


    Unmittelbar vor der geht es rauf auf den Berg. Von Krasno aus gibt es eine Teerstraße über Velika Plana und Mala Plana bis nach Donje Pazariste. Dort steht die Velebitsko Brauerei. Da sind wir zwar auch in diesen Tagen hingefahren. Die hatte jedoch wegen des Feiertages Maria Himmelfahrt am 15.08. in dieser Woche geschlossen. Sonst ist die Konoba wochentags immer bis 16 Uhr geöffnet. Schade, wie gerne hätten wir ein frisch gezapftes Helles nach Brauart entsprechend dem Bayerischen Reinheitsgebot getrunken. Das Dunkle schmeckt mir zu malzig.


    Diese Teerstraße sind wir zurück nach Norden von Mrkviste aus bis Krasno gefahren.


    Was die Via Dinarica angeht, wird die wohl nur von sehr wenigen Wanderern komplett begangen. Das Highlight der Tour scheint tatsächlich der Bereich des Velebits zu sein. Man überwindet keine großen Höhenunterschiede. Auch sind die Gipfel recht einfach zu erklimmen. Meiner Einschätzung nach sind hier überhaupt keine technischen Schwierigkeiten vorhanden. Das unterscheidet wohl diesen Weg von einer Alpenüberquerung.


    grüsse


    jürgen

    Im August waren wir mit zwei Motorrädern mehrere Tage im nördlichen Velebit. Seit vielen Jahren wollte ich schon von der Jadranska Magistrale bei Stinica zum Alan Paß hinauf fahren. Dieser Paß ist bis zur Alan Hütte asphaltiert. Danach geht es etwa acht Kilometer auf einer Schotterstraße weiter ins Hinterland.


    Die Straße auf den Paß ist fast zu übersehen. Sie ist recht schmal und geht direkt neben der Tankstelle weg ins Gebirge.


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    Ein kurzer Stopp zum Runterschauen auf das blaue Meer auf ein paar Hundert Meter Höhe.


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    Links vom Helm erkennt man die Insel Rab.


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    Wer die Jadranska Magistrale hier entlang fährt, kennt nur das öde verkarstete Gebirge. Römer und Venezianer haben vor vielen Jahrhunderten ganze Arbeit geleistet indem sie diese Hänge rigoros abgeholzt haben. Von nachhaltiger Forstwirtschaft war damals noch nicht die Rede.


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    Bereits vor der Paßhöhe sieht man in der Ferne seltsame Stahlmasten.


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    Nein, das sind keine Strommasten. Das sind die Reste der Teleferika, einer Seilbahn für den Transport von Rundholz runter zum Verladehafen Stinica.


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    Ein Detail aus der Geschichte der Anlage soll nicht verschwiegen werden. Etwa zwei Seemeilen von Stinica entfernt befindet sich die Gefängnisinel Goli Otok. Deren Insassen wurden damals täglich an Land gefahren um im Gebirge Holzarbeiten zu verrichten. Auch die Seilbahn selbst habe die Häftlinge bauen müssen. Diese Gefängnisinsel soll jedoch dem Westen ein Dorn im Auge gewesen sein. Es wurde immer wieder auf die Schließung der wohl auch damals berüchtigten Insel gedrängt. Verbunden mit Krediten auch aus Deutschland und technischen Schwierigkeiten der Teleferika kam es bereits um 1965 zur Schließung der Seilbahn und später auch der Gefängnisinsel.


    Gerade bei Bora stockte immer wieder der Holztransport, weil die Stämme sich an den Stahlträgern verfingen. Es gibt zudem eine kroatische Website, die sich mit der dortigen Teleferika befasst. Auf die hat mich Elma hingewiesen.


    http://www.zeljeznice.net/forum/ind...nteresantne-industrijske-zieare-stinica-alan/


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    Auf der Paßhöhe befindet sich die Alan Hütte.


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    Die ist zugleich der Eingang in den Nationalpark Nördliches Velebit. Wer hier wandern möchte, muß eine Eintrittsgebühr bezahlen. Für uns gilt das nicht, weil wir mit unserern Suzis nun auf einer geschotterten Straße weiter ins Hinterland fahren.


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    In der Hütte wird man verpflegt und kann Getränke kaufen. Auch wir haben hier auf eine kalte Radler Halbe eine Rast eingelegt.


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    Einfach und rustikal sind Küche, Sanitäreinrichtungen und auch die Matratzenlager. Eine Berghütte halt...


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    Die Hütte liegt zudem am Weitwanderweg Via Dinarica. Das ist eine nicht allzu schwere mehrtägige Wanderung durch eine mehr oder weniger abgelegene Gegend. Vielleicht pack ich es ja noch mal...


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    Ein paar Mitglieder des kroatischen Alpenvereins wechseln sich wöchentlich bei der Betreuung der Gäste in der Hütte ab. Kreso, der deutsch spricht, hat mir die Kontakte aller Hüttenwirte gegeben.


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    Für uns geht es nun mit unseren Straßenmaschinen auf anspruchsvollen Wegen weiter ins Landesinnere.


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    Dabei fallen dies Mauerreste neben dem Weg in einem Hochtal auf.


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    Hier stand einmal die Siedlung Mirovo. Ein Dorf welches wie viele andere von den Bewohnern nur im Sommer genutzt wurde. Hier züchtete man Weidevieh und baute auch Ackerfrüchte an. Erst vor ein paar Jahrzenten wurde diese Siedlung aufgegeben, weil es wohl unten im Tal einfacher war, sich ein Auskommen zu sichern.


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    Wer hätte gedacht, daß das Velebit Gebirge im Hinterland mit dichtem Wald bewachsen ist? Wald soweit das Auge reicht.


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    Ab und zu kommt der nackte Fels zum Vorschein. Für mich ist das eine Traumlandschaft, nur durch weit auseinanderliegende Forstwege und wenige Pfade erschlossen.


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    Nach acht Kilometern haben wir es geschafft. Hier steht die Hütte Mrkviste. Der holprige Weg liegt hinter uns. Wir haben eine Teerstraße erreicht, die uns nun etwa auf dreißig Kilometern Länge wieder bis zu unserem Ausgangspunkt Krasno zurückführt. Ein einziges Auto ist uns auf diesem Weg begegnet.


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    Der Begriff Zavizan oben steht für eine weitere bewirtschaftete Berghütte ein paar Dutzend Kilometer nördlich von der Alan Hütte. Eigentlich hätte ich da auch hinfahren wollen. Aber die Straße war uns dann doch zu kriminell.


    jürgen

    Heute war es endlich so weit. Nachmittags bin ich mit Suzi nach Rückholz gefahren um mich direkt ab meiner Käserei mit leckeren Allgäuer Milchprodukten einzudecken. Dabei habe ich extra wegen ihm einen Umweg genommen.


    Nepomuk anscheinend aus Beton oder Kunststein steht direkt an der Brücke über die Wertach, die Wald und Görisried im Ostallgäu verbindet. Spät nachmittags gibts zwar nicht mehr viel Sonne im tiefen Wertachtal. Aber ich glaube, man kann den Brückenheiligen durchaus erkennen.


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    Ich nehme an, daß die Figur im Zuge des Neubaus der Brücke geschaffen wurde. Schön, wenn auch heutzutage noch Geld für so ein traditionelles Detail übrig ist.


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    Dem Alter entsprechend ist der Zustand der Figur trotz des harten Allgäuer Klimas hervorragend.


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    Deshalb nehme ich mal an, daß sich auch meine Enkel noch an ihm erfreuen können.


    grüsse


    jürgen