Beiträge von claus-juergen

    hallo Jofina,


    schön, daß ihr dieses Mal nicht nur Regen hattet. :)


    Ich bin froh, daß ich diese Mammuttour durchziehen konnte. Alleine gestern sind wir über vier Pässe und neun Stunden gefahren. Es wäre so einfach auf der Autobahn, aber das will ein Biker ja nicht. :)


    Wer weis, ob ich das überhaupt noch mal in dieser Art angreife. Obwohl, Dalmatien wartet ja auch noch auf die Entdeckung per Bike. ;)


    grüsse


    jürgen

    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0&thumbnail=largehallo,


    auf unserer Motorradtour durch das Pustertal sind wir etwas von der Straße abseits gefahren. Was entdeckt das geschulte Auge an der Wand eines Privathauses in Niederrasen? Das müsste doch ein Nepomuk sein, oder?


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    Holen wir uns den einmal etwas heran.


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    Da ist er in voller Lebensgröße


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    grüsse


    jürgen

    hallo zusammen,


    Zwölf Tage waren mein Freund Roli und ich mit unseren beiden Suzis in Kroatien unterwegs. Wir haben die Zupanjas Istrien, Primorje Gorski Kotar, Lika Senj und Zadar besucht. Wir sind nicht nur über viele Alpenpässe an- und wieder zurückgereist, wir haben auch Pässe und die Küstenstraße bis zur Maslenica Brücke in Kroatien befahren. Es hat zwei mal in der Nacht geregnet. Ansonsten hatten wir fast immer bestes Biker Wetter. Auch die berüchtigte Bora durften wir an der Jadranska Magistrale miterleben.


    Wir haben Gegenden kennengelernt, wo kaum ein Tourist hinkommt. Wir sind auf schlechten und anspruchsvollen Straßen insgesamt 2600 Kilometer gefahren. Bei der An- und Abreise haben wir jeweils eine Zwischenübernachtung eingelegt. Der höchste Punkt lag dabei auf genau 2002 Höhenmetern. Der niedrigste etwa einen Meter über dem Meeresspiegel. Wir waren nicht nur am Meer, sondern auch auf und in verschiedenen Binnengewässern.


    Beide Suzuki Motorräder, eine 1200er Bandit und meine GSX 750 F mit jeweils knapp 100 PS haben uns nicht im Stich gelassen. Zudem waren sie mit Verbräuchen von 4,3 Liter für die 750er und 4,6 Liter für die 1200er recht genügsam.


    Und nicht zuletzt sind wir unfallfrei wieder nach Hause gekommen. Es gab zudem keine gefährlichen Situtationen auf der Straße.


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    Die vielen neuen Eindrücke und hunderte von Bildern werden ausreichen, um euch in den nächsten Wochen und Monaten ein Kroatien näher zu bringen, welches die allermeisten Touristen so nicht kennen. Laßt euch überraschen...


    grüsse


    jürgen

    hallo,


    tatsächlich finde ich immer wieder mal einen Leuchtturm auf meiner Festplatte. Der hier steht in Rakalj an der Ostküste Istriens an der Einfahrt zum Rasa Kanal. Da kommt eigentlich kaum jemand hin. Ausnahme, die Seefahrer, die Holz, Lebendvieh oder Gestein am Freihafen Trget oder am Steinbruch von Rakalj laden.


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    Eigentlich ist es recht schön und einsam dort. Eigentlich sollte ich da mal wieder hinfahren...


    grüsse


    jürgen

    Zitat

    diese regional doch recht bekannte Kirche

    regional bekannt...

    damit deutest Du an, dass wir sie vermutlich nicht kennen.*6\', wenn wir nicht dort waren.


    Ist die Kirche in Norditalien zu finden?...

    hallo Elke,


    Norditalien ist richtig. Regional bekannt bedeutet jedoch nicht nur im Dorf XY, sondern in der ganzen Provinz oder Region. Tante Google verzeichnet zudem über 10.000 Treffer für das Gotteshaus, hat doch ein ziemlich bekannter Maler hier mitgearbeitet.


    grüsse


    jürgen

    hallo ihr beiden,


    die Besichtigung ist ganz einfach.


    Die Anlage gehört wohl der Gemeinde Liznjan, steht aber unter Aufsicht einer Art Nationaler Denkmalschutzbehörde für militärische Bauten. Die Gemeinde ist somit eine Art Treuhänder. Veränderungen an den Bauwerken müssen wohl genehmigt werden.


    Die oberirdischen Anlagen bestehen ein Stück abseits aus der Halle und dem Gebäude. Beides ist an verschiedene Vereine vermietet. Unter anderem ist dort ein Radlclub, ein Motorradclub, ein Steinmetz und andere Vereine untergebracht.


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    Hier die Rückseite des Gebäudes in welchem früher diejenigen Soldaten, die gerade nicht unter Tage Dienst hatten, sich aufhielten und schliefen. Dazu war dort auch die Führung der Kanonenstellung untergebracht.


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    An dieser Skulptur arbeitet der Steinmetz gerade.


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    Hier noch ein Bild der Halle für Geräte und Fahrzeuge.


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    Nun zur Frage der Öffnungszeiten.


    Wie in allen kommunistischen Staaten und auch deren Nachfolgestaaten ist der 1. Mai wohl der höchste Feiertag auch heute noch im Land. In Sisan ist es so, daß dazu der Wirt des Restaurants Bodulka die traditionelle Bohnensuppe kocht und dem Volk spendiert. Dazu gibts Wein umsonst und Bier zum Selbstkostenpreis. Das ganze ist eine Art Volksfest und wird bei der ehemaligen Unterkunft auf dem Gelände gefeiert.


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    Auch eine Hüpfburg für Kinder ist aufgebaut.


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    Hier das "Arbeiteressen". Meine Suppe war schon kalt.


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    In diesem Rahmen wird auch eine Führung durch die Bunkeranlagen angeboten. Das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Es sind also Ehrenamtliche, die zumindest dafür sorgen, daß der Zustand nach dem Verlassen durch die Jugoslawischen Armee erhalten bleibt. Das kroatische Militär hat wohl keine Verwendung mehr weil sich die militärischen Faktoren wohl verändert haben. Das riesige Areal hingegen könnte durchaus einen Wert besitzen, wenn es eines Tages touristisch genutzt wird.


    Auf Google Earth ist es recht gut zu erkennen, daß die Anlage haptsächlich aus einem großen Waldstück im Zentrum der Luftaufnahme besteht. Das Areal reicht jedoch nicht ganz bis zum Meer. Hier führt eine Straße entlang von der Kuje Bucht in Liznjan zur Kale Bucht in Sisan.


    https://www.google.de/maps/pla…3d44.8530012!4d13.9417075


    Wer also in den Bunker rein will, muß wohl nur bis zum 1. Mai 2020 warten.


    grüsse


    jürgen

    In Sisan, einem Nachbarort von Liznjan, gibt es ein altes aufgegebenes Militärgelände. Schon die Donaumonarchie nutzte den Hügel Monte Madonna für eine Befestigung und eine Geschützstellung. Zwischen 1943 und 1945 war es dann die Wehrmacht, die von hier aus mit einer Kanonenstellung die Einfahrt in den Kvarner kontrollierte. Tatsächlich versuchten auch während des Zweiten Weltkrieges meines Wissens keine feindlichen Schiffe die Einfahrt in diese Gewässer. Dieser Versuch hätte wohl angesichts der strategischen Lage an Selbstmord gegrenzt.


    Da lag es nahe, daß auch die Jugoslawische Volksarmee dieses Areal nutzte und sich tief unter die Erde eingrub. Insgesamt gab es zu dieser Zeit vier Geschützstellungen hier in Sisan. Am 1.5. dieses Jahres hatte ich nun endlich Gelegenheit, mir das unterirdische Bauwerk anzusehen.



    Hier eine der Geschützstellungen. Darüber befindet sich heute ein gerodeter Aussichtspunkt.



    Das ist der Küstenabschnitt in Richtung Liznjan und die Kuje Bucht sowei die Marlera Halbinsel. Ganz links im Bild ist die Insel Losinj zu erkennen.



    Der Verlauf der Ostküste - rechts im Bild die Insel Cres.



    Der Hintereingang. Dieser Teil wurde schon vor dem Zweiten Weltkrieg genutzt. Hier verliefen die Schienen einer Feldeisenbahn, mit welcher Munition eingefahren wurde. Aber auch mobile Scheinwerfer konnte die KuK Armee hier auf Schienen bewegen.



    Einer der beiden Flügel der Stahltüre.



    Wir steigen jedoch gleich bei der ersten Geschützstellung runter in den Bunker.





    Immer wieder Stahltüren im Gewirr der Gänge.



    Es ist kühl und muffig und feucht da unten.



    Ein paar unsortierte Schwarzweißaufnahmen aus vergangener Zeit.



    Im Drei-Schicht-Betrieb hielten sich unter Tage 24 Soldaten auf. Ich stelle mir den Dienst hier ganz schön langweilig vor.



    Den Soldaten wurde eingeredet, daß der Bunker atombombensicher sei. Wers glaubt wird selig. Wie ein atombombensicherer Bunker aussieht, konnte ich mir zuhause bei Landsberg am Lech vor kurzem ansehen. Aber auch dieses Bauwerk wäre bei einem direkten Treffer wohl kein Schutz gewesen. Der Bunker bei mir nebenan stammt auch aus den 60er Jahren, die Bunkerkuppel wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs erbaut.


    https://www.schoener-reisen.at/thread/7971-deckname-ringeltaube-der-bunker-bei-landsberg/?postID=76183&highlight=Igling+bunker#post76183


    Hier konnten diejenigen, die nicht gerade schliefen, sich die Zeit vertreiben. Ob das Essen für die Soldaten, welches oben zubereitet wurde, auch immer warm hier unten angekommen ist?





    Alarm! Vorschriftsmäßig gekleidet, satt, topfit und mit vollstem Einsatz eilt der Soldat der JNA (jugoslawische Volksarmee) zur Kanonenstellung um das Vaterland gegen den Feind, wer auch immer das sein mag, zu verteidigen.



    Ein Blick in den Kommandoraum zeigt uns die damals vielleicht nicht mehr ganz so moderne Technik.



    Die stammt auch vom Klassenfeind aus dem Westen. Der trägt den namen Grundig.





    Dieses Telefon hingegen könnte aus einem volkseigenen selbstverwalteten Betrieb Jugoslawiens stammen.



    Gleiches gilt wohl für die Trinkwasserflasche (ob da auch immer nur Wasser drin war?) und den Stahlhelm.



    Ich habe zwar in Anwesenheit meines Bekannten Vlado viele Fragen an den Bunkerchef gestellt und um Übersetzung der Antworten gebeten. Der war wohl früher dabei oder kannte jemanden, der hier mal Dienst geschoben hat. Meine Fragen zur Technik und Strategie wurden jedoch nicht beantwortet. Vielmehr ging es darum, auf welche verschiedenen Arten man sich den Dienst hier angenehmer gestaltet hat. Aber das ist wieder eine andere Geschichte...



    Damals streng geheim war der Übersichtsplan der unterirdischen Anlage. Im unteren Bereich sind die vier Geschützstellungen zu erkennen.



    Gleich neben dem Eingang zum Gelände und fast einen Kilometer entfernt stehen heute nur noch zwei Gebäude. Eine Stahlhalle für Fahrzeuge und Gerät und ein Stabs- und Unterkunftsgebäude, welches heute von verschiedenen Vereinen genutzt wird. Bilder davon findet ihr in diesem Bericht:


    HR: Sisan - die österreichische Festung auf dem Monte Madonna


    Das Areal steht im Eigentum der Gemeinde Liznjan. Mal sehen, was eines Tages daraus wird.


    jürgen

    hallo,


    tatsächlich befinden wir uns hier in Omegna am Nordende des Lago di Orta in Norditalien.


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    Da hat der Künstler Oscar Turri diese Kissen oder Zementsäcke hingeworfen.


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    Diese Skulpturengruppe ist noch relativ neu.


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    Elke hat zwar mal zu mir gesagt, daß sie Omegna als eher häßlichen Ort in Erinnerung hat. Das mag sein. Aber hier am Bootshafen Bagnella ist es doch recht nett.


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    Wir haben hier Brotzeit gemacht und in der kleinen Bar nebenan einen Cappucino getrunken.


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    Der See ist an dieser Stelle relativ schmal. Oberhalb der Häuser verläuft die Bahnlinie. Die Straße und der Tunnel sind derzeit gesperrt.


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    Hier noch Infos zum Kunstwerk in deutscher Sprache.


    https://translate.google.com/t…tegoria%3D204&prev=search


    Vielen Dank fürs Mitmachen sagt


    jürgen

    ...ist nicht nur ein Apothekenmuseum, wie es viele in Europa gibt. Nein, hier sind auch Gegenstände ausgestellt, die einstmals dazu dienten, Tabletten, Salben, Verbandsmaterial und sonstige medizinische Dinge herzustellen. Der Ort liegt am Ledrosee im Trentino.


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    Die über 100 Jahre alte Einrichtung der Apotheke blieb erhalten.


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    Dazu gibt es auch eine Sammlung von Töpfen und Behältnissen für die Medikamente.


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    In den Nebenräumen jedoch sind besondere Gerätschaften ausgestellt, die zur Herstellung von Arzneien dienten. Wie unschwer zu erkennen ist, wurden manche seinerzeit über einen Treibriemen, der mit einer Welle verbunden war, betrieben. Die Kraft kam vom vorbei fliessenden Bach.


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    Das ist eine Presse für Tabletten.


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    Hier wurde das Pulver hineingeschüttet und in Form gepresst.


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    Auch das ist eine Presse für Tabletten.


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    Das Pulver selbst wurde in solch einer handbetriebenen Mühle gemahlen.


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    "Made in Germany" war wohl auch in der damaligen Donaumonarchie gefragt.


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    Das exakte Abwiegen der Medizin gehörte natürlich auch dazu. Jedem von uns ist bekannt, daß es beim Heilungsprozeß auch auf die Dosis drauf ankommt.


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    In solchen Gefäßen wurden Wirkstoffe extrahiert. Dies geschah meist durch Erhitzen.


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    Diese wiederum wurden oft aus Pflanzen gewonnen, die "freie Mitarbeiter" den Sommer über in den umliegenden Bergen gesammelt haben.


    In dieser Apotheke, oder sagen wir besser im angrenzenden Labor wurden zudem Ampullen mit über 250 verschiedenen Wirkstoffen hergestellt. Der erste Weltkrieg war das große Geschäft für den Betrieb. Nun waren auch andere Dinge gefragt um die Verwundeten verarzten zu können.


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    Mit dieser Maschine wurde Verbandsmaterial aus Baumwolle oder Leinen hergestellt.


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    Das war wohl ab dem Kriegseintritt Italiens im Jahr 1915 ein "Bombengeschäft".


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    Die Flaschen links im Bild haben mit dem Museum direkt nichts zu tun. Darin befinden sich Liköre und andere Dinge, die im Ort Pieve di Ledro hergestellt und verkauft werden.


    Hier noch der passende link zum Museum


    https://translate.google.com/t…eofoletto.it/&prev=search


    Wer mal am Nordende des Gardasees weilt und den knapp halbstündigen Weg zum Ledrosee nicht scheut, dem empfehle ich einen Besuch in diesem Museum. Der Eintritt ist frei.


    jürgen