Beiträge von claus-juergen

    Ich gehe davon aus, dass dadurch Großbritannien zu Kleinbritannien wird. Die Abspaltung von Nordirland und Schottland ist nur eine Frage der Zeit.


    Entscheidend ist, wie die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren auf der Insel aussieht. Bleibt die merkbar hinter der EU zurück, werden wohl die Stimmen pro EU lauter werden.


    Läuft die Wirtschaft sind die Menschen zufrieden. Allerdings glaube ich nicht, dass ein Land welches nur die halbe Wirtschaftsleistung von Deutschland hat bei den BRIC Staaten, den USA, Kanada und Australien mit offenen Armen als Handelspartner aufgenommen wird wie von Boris Johnson versprochen.


    Deshalb befürchte ich, dass sich der Niedergang der ehemaligen Weltmacht fortsetzen wird. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Industrie kaum wettbewerbsfähig ist. Entgegen früherer Meinung kann eine Volkswirtschaft in einem Land von der Größe nicht ausschließlich von (Finanz)Dienstleistungen leben. Das klappt nur in Kleinstaaten wie Liechtenstein, Luxemburg, Andorra, Monaco oder diversen Karibikinseln.


    Grüsse


    Jürgen

    hallo Elke,


    das Wappen ist das der Marktgemeinde Türkheim.


    https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrkheim


    Da die Brücke eine innerörtliche Brücke ist, dürfte der Markt Türkheim die auch gebaut und ein paar Euro für Nepomuk übrig gehabt haben.


    https://www.google.de/maps/pla…3d48.0396236!4d10.6256793


    Ein paar hundert Meter flußaufwärts an der Verbindungsstraße nach Wiedergeltigen steht zwar auch eine Wertachbrücke. Die ist Teil der Staatsstraße und somit dürfte der Lastenträger der Landkreis Unterallgäu sein. Da steht kein Nepomuk.


    grüsse


    jürgen

    Heute habe ich den wunderschönen Tag bei fast frühlingshaften Temperaturen für einen größeren Spaziergang entlang der Wertach in Türkheim im Unterallgäu genutzt. Und was entdecke ich da an der Brücke über die Wertach? Richtig, einen Nepomuk. Da ist er.


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    Fazit: Manchmal wird man gar nicht weit entfernt von zuhause noch fündig...


    grüsse


    jürgen

    ..

    ... Fast kann man die kühle herbstliche Brise vom Meer her riechen!...

    hallo Susanne,


    nix war es mit kühler Brise Mitte Oktober. Wie meistens aber nicht immer herrschte zu diesem Zeitpunkt wunderbar warmes Spätsommerwetter. Ich war zwar nicht jeden Tag im noch 20 Grad Celsius warmen Meer schwimmen, aber wandern und radeln war durchaus möglich.


    ...

    Die Beschreibungen dieser Seite und Deine Bilder von der historischen Stätte regen die Phantasie an und ich versuche mir das luxuriöse Leben der römischen Prinzen , Senatoren und von all den unermesslich Reichen jener Zeit vorzustellen.

    Sie hatten sich wahrlich kein schlechtes Plätzchen zum Leben ausgesucht.

    ...

    Die Investition für diesen archäologischen Park bei Medulin hat sich gelohnt, vor allem auch die gründliche Aufbereitung der Geschichte .

    Ein lohnendes Ausflugsziel, wenn man in Südistrien ist...

    hallo Elke,


    auch ich finde diesen archäologischen Park eine ganz tolle Sache. Zudem befindet sich diese Halbinsel ja direkt im Ort Medulin. Wenn auch die Touristenmeile ein Stück davon entfernt ist, so wird es sich wohl mit der Zeit herumsprechen, daß es hier was zu sehen gibt.


    Was das Leben damals bei so einer Anlage reicher Römer angeht, waren es ja nicht nur die Adeligen oder Reichen, die hier im Luxus schwelgten. Deren oft verschwenderisches Leben ermöglichte ganzen Hundertschaften von Bewohnern des Anwesens und des Umlands ein gesichertes Auskommen. Seien es Handwerker, Fuhrleute, Bauern und Viehzüchter, Holzfäller, Seefahrer und Fischer oder Dienstboten aller Art. Selbst die Sklaven und ehemaligen Sklaven, sogenannte Freigelassene hatten Rechte, die verbrieft waren. Dazu kam eine uns heute unvorstellbare Anzahl von Feiertagen an denen nicht gearbeitet wurde. Die Eintrittsgelder in Thermen und Arenen, hier wohl hauptsächlich in Pula waren sehr gering, wenn man die Preise mit den heutigen Fußball-Bundesligaspielen vergleicht. Im Colosseum in Rom hatten die freien Bürger beispielsweise kostenlosen Eintritt. Aber auch Sklaven durften solche Veranstaltungen besuchen. ;)


    https://de.wikipedia.org/wiki/…e_im_R%C3%B6mischen_Reich


    Das Satz "Brot und Spiel" galt im römischen Reich über Jahrhunderte hinweg in dem Sinne, daß das Volk zufrieden ist, wenn Nahrungsmittel bezahlbar sind und für die Unterhaltung gesorgt wird.


    Natürlich ging es damals auch grausam zu, wie das Schicksal von Crispus zeigt. Trotz allem bestand eine gewisse Rechtssicherheit für die Bürger und auch ein für die damaligen Verhältnisse großer Komfort, wenn man diese Anlage mit dem Hinterland vergleicht.


    grüsse


    jürgen

    Als jemand, der seit gut zwei Jahrzehnten Medulin und damit auch die Halbinsel Vizula kennt, wußte ich natürlich, daß hier vor kurzem ein archäologischer Park entstanden ist. Der Grund darin liegt in Ausgrabungen die belegen, daß hier zu Zeiten des römischen Kaisers Konstantin und ein paar Jahrhunderte danach eine römische Villa stand.


    Nun hat die Gemeinde Medulin mit erheblichen Zuschüssen seitens der EU eine Einrichtung geschaffen, die die Vergangenheit dieser Insel hervorragend darstellt. Dazu gibt es eine Website in deutscher Sprache, die meiner Einschätzung nach so gut ist, daß ich euch eigentlich nur noch den Park anhand von Fotos vorstellen muß. Nehmt euch in jedem Fall die Zeit und lest diese Website durch.


    http://www.medulinriviera.info…ide-medulin/villa-vizula/


    Nun also zum archäologischen Park. Die Halbinsel Vizula kennt eigentlich jeder in Medulin. Damit erübrigt sich eine Wegbeschreibung.


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    Die Insel ist zwar ganzjährig zugängig. Info-Material und die virtuellen Brillen gibt es jedoch nur während der Sommersaison rechts im Gebäude.


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    Als ich im Oktober die Halbinsel besuchte, war ich fast alleine da.


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    Blick auf den alten Hafen von Medulin


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    Hier der neue Yachthafen von Medulin


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    Infotafeln geben Auskunft darüber, welche Gebäude sich hier einst befanden.


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    Teilweise liegen die Fundamente im Meer weil der Meeresspiegel seit damals gestiegen ist.


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    Derzeit ist es wohl modern alles mögliche aus rostendem Stahl zu errichten.


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    Allerdings hat dieses Material den Vorteil, daß es von "Hobbykünstlern" nicht mit der Spraydose verunziert werden kann. Die Farbe hält einfach nicht auf diesem Untergrund. ;)


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    In der Ferne erkennt man den Yachthafen von Pomer


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    In der Nähe kann man auf den Spuren des Sohnes von Kaiser Konstantin Crispus wandeln. Der hat, wenn man der Legende Glauben schenkt hier auf Vizula sein Leben unfreiwillig beendet.


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    Im Hintergrund liegt der Meduliner Ortsteil Burle. Dort befand sich eine Nekropole die wohl über Jahrhunderte hinweg als Friedhof für die Bewohner von Vizula genutzt wurde.


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    Auf der Luftaufnahme ist heute noch im Meer zu erkennen, wo sich die Verbindungstraße zwischen Vizula und Burle befand.


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    In diesem flachen Teil der Bucht von Medulin befinden sich die Reste der Römerstraße.


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    Die Bilder zeigen die schönsten Gegenstände, die in den Ruinen und Gräbern hier gefunden wurden.


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    Vielleicht ist das für die Kinder etwas zu viel Geschichte auf einem Fleck. So haben die Gestalter des Parks auch daran gedacht, daß sich die Kids in einem Spielplatz austoben können.


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    Ich finde, die Gemeinde Medulin hat hier etwas tolles geschaffen, um den Besuchern die Vergangenheit zu zeigen. Als jemand, der die Gegend kennt, meine ich, daß so ein Park auch eine Idee für Nesactium bei Valtura wäre. Die Ruinen dort stammen von der Hauptstadt der Histrier, die den römischen Eroberern in einem Krieg 177 v. Chr. unterlegen waren. Nach diesem Volk ist die Halbinsel Istrien benannt. Die Fundstücke aus dieser Anlage befinden sich im Archäologischen Museum in Pula. In Nesactium ist nur ein kleines Museum neben den Mauerresten der Stadt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Nesactium


    Obwohl die Zuschüsse aus Brüssel für solch ein kulturelles Infrastrukturprojekt sehr hoch sind, fehlt wohl in der Gemeinde Liznjan das Geld und der Wille, etwas ähnliches auf die Beine zu stellen. Schön wäre es schon...:)


    jürgen

    hallo Elke,


    hier in Khao Lak gibt es einige Wasserfälle die wohl im Gegensatz zur Insel Koh Chang während der Trockenzeit, also in unserem Winter nicht austrocknen. Manche sind für den Tourismus erschlossen. Bei ganz wenigen zahlt man ein geringes Eintrittsentgelt. Manche jedoch sind bei uns Touristen kaum bekannt.


    Ich kenne natürlich nur wenige Stellen in Thailand. Allerdings nehme ich schon an, daß es Gegenden gibt, die vom Tourismus weitgehend verschont sind. Manche Regionen sind nun mal nicht attraktiv weil sie weit abseits liegen oder nur der Agrarproduktion dienen.


    Vor einigen Jahren habe ich euch dieses Dorf im Norden in der Region von Chiang Mai vorgestellt. In dieser dünn besiedelten bergigen Gegend konzentriert sich der Tourismus nur auf wenige bekannte Destinationen.


    Das Dorf Doi Pui im Norden Thailands bei Chiang Mai


    Die Gebiete im Norden an den Grenzen Thailands zu Myanmar oder Laos sind sicherlich noch solche "Geheimtipps".


    grüsse


    jürgen

    Zuletzt waren wir in der Provinz Khao Lak in Thailand in einem Hotel direkt am Strand um uns zu erholen. Sieht man von drei Tagen ab, wo wir mit einem gemieteten Roller unterwegs waren, haben wir schlicht und einfach nicht viel unternommen.


    Manchmal genügt es schon, direkt von der Hotelanlage aus auf Erkundungstour zu gehen um Neues zu entdecken. Das ist natürlich im städtischen Bereich anders als da wo wir vor kurzem waren. Die kleine Feriensiedlung liegt am Merlin Beach und besteht aus ein paar Hotels und der dazugehörigen touristischen Infrastruktur. Direkt daran schließt sich der Khao Lak - Lamru National Park an. Man überquert die Regionalstraße die die Siedlungen verbindet und ist schon im üppigen Grün.


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    Auch im Nationalpark gibt es schmale befestigte Wege oder Straßen wo Menschen leben.


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    Man kann dort zu Fuß gehen oder manchmal auch mit dem Pkw fahren. Mit dem Roller kommt man eh fast überall durch.


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    Manche einheimische Familien leben sehr bescheiden. Keinen Kilometer entfernt befinden sich Hotels mit vier und fünf Sternen.


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    Andere Familien nennen immerhin schon einen Pickup ihr eigen und sind so nach und nach dabei, die Wohnverhältnisse zu verbessern.


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    Für mich ist oft gar nicht erkennbar, ob ich mich im Urwald oder bereits in einer Landschaft befinde, die der Mensch verändert hat. Das Grün ist einfach überall. Selbst wenn ein Wald gerodet wird, wächst er in sehr kurzer Zeit wieder zu.


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    Manche Bambussorte soll sogar bis zu 30 cm pro Tag wachsen. Das kann man sich kaum vorstellen.


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    Ich sehe Früchte die ich nicht kenne und weis auch gar nicht, ob man die vielleicht sogar essen kann.


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    Manche jedoch kennt jeder Europäer. Hingegen kann ich nicht sagen, ob die Ananas wild wächst oder angepflanzt wurde.


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    Diese Frucht hingegen dürfte wohl von den nebenan wohnenden Einheimischen angepflanzt worden sein.


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    Auch die ärmlich aussehenden Häuser verfügen über Stromanschluß. Mit dem Wasser ist das anders. Sicherlich gibt es Fließgewässer, die in der Trockenzeit kein Wasser führen. Die meisten jedoch haben wohl so viel Wasser, daß die Einheimischen einfach Plastikleitungen verlegen und so einen fast kostenfreien Wasseranschluß im Haus haben. Ob das Wasser nur zum Waschen und Kochen oder auch als Trinkwasser verwendet wird, weis ich nicht. Bei früheren Aufenthalten habe ich immer wieder mal Eiswasser an Imbißständen probiert. Das mache ich heute nicht mehr, weil der "flotte Otto" wohl immer dabei ist.


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    Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit sind wir schon am Wasserfall. Da baden gerade ein paar einheimische Mädchen. Natürlich mit vollständiger Kleidung. Ein Bikini oder ein Badeanzug ist bei den Einheimischen verpönt.


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    Das Wasser ist etwas kühler als das Meer. Ich schätze die Temperatur auf etwa 26 Grad Celsius.


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    Die Straße, die zu diesem Wasserfall führt ist relativ breit. So bleibt es nicht aus, daß plötzlich ein Bus mit russischen Urlaubern ankommt. Da wird es schnell voll im Naturpool.


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    Wir gehen zu Fuß auf dem nun schmalen Weg noch ein Stück weiter in den Wald.


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    Scheinbar wachsen hier sogar Strelitzien wild.


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    Weiter oben noch ein Wasserfall. Da ist nun jedoch kein Besucher mehr. Allerdings gibt es hier Stechmücken, die uns umkehren lassen.


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    Nach einer Dreiviertel Stunde gemütlichem Fußweg sind wir wieder in unserer Hotelanlage und erholen uns vom Ausflug beim Schwimmen im Meer.


    Zuvor haben wir sogar noch einen kapitalen Waran in einem Sumpfgelände gesehen, der wohl hinter einem Reiher her war. Diese Beute hat er jedoch nicht erwischt. Ich habe den Waran leider auch nicht mit meiner Kamera erwischt. Man kann halt nicht alles haben bei einem kleinen Spaziergang in den Urwald...


    jürgen

    Fast so ein bissel wie Angkor Wat! Danke, Jürgen!

    hallo Heiko,


    eigentlich wollte ich mir schon jahrelang Angkor Wat im benachbarten Kambodscha anschauen. Nun, nachdem ich Ayutthaya zumindest etwas kenne, habe ich aus folgenden Gründen davon Abstand genommen:


    In Angkor Wat ist es genauso heiß wie hier. Dazu kommt, daß die gesamte Anlage viel größer ist und damit auch viel weitere Strecken zurückgelegt werden müssen. Auch ist die Besucherzahl dort immens hoch. Ich würde eh nicht während der Regensaison dort sein wollen so wie die meisten anderen auch. Folglich sind all diese Faktoren nun für mich persönlich Ausschlußgründe für den Besuch von Angkor.


    Dazu kommt, daß Kambodscha eben nicht Thailand ist. Das Land ist wesentlich ärmer als Thailand. Damit verbunden sind nicht nur Korruption auf allen Ebenen, sondern viel Dreck in der Landschaft und eine schlecht funktionierende Infrastruktur.


    Dem könnte ich zumindest zum Teil entgehen, wenn ich eine organisierte Busreise mit Führung nach Angkor Wat buche. Aber dafür bin ich nicht der Typ. ;)


    grüsse


    jürgen

    Vor wenigen Monaten bin ich von Bangkok aus mit dem Zug nach Ayutthaya, einer nicht allzu großen Stadt 70 Kilometer nördlich davon gefahren. Allein schon die Zugfahrt war für mich ein Erlebnis, weil ich diese selbst organisiert habe und so einmal zweiter Klasse und einmal dritter Klasse gefahren bin. Wer sich für diese Anreise interessiert, dem habe ich dazu folgenden link.


    Fahrt mit dem Bummelzug von Bangkok nach Ayutthaya


    Ayutthaya war vom 14. bis zum 18. Jahrhundert die Residenz des Königs von Siam. Dieses Königreich lag immer wieder mal im Krieg mit den Nachbarn aus Birma, dem heutigen Myanmar, aber auch den Khmer im heutigen Kambodscha. 1767 wurde die Stadt im siamesich-burmanischen Krieg so stark zerstört, daß eine neue Hauptstadt mit dem Namen Bangkok flußabwärts gegründet wurde. Heute im 21. Jahrhundert ist Thailand sowohl wirtschaftlich als politisch wesentlich bedeutender als die beiden Nachbarstaaten.


    Ayutthaya ist seit jeher das kulturelle Erbe des Königreichs Thailand auch wenn Tempel und Paläste nur noch als Ruinen vorhanden sind. Näheres zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten der Stadt findet ihr in Wikipedia:


    "Nach einer frühen Gründung durch die Khmer erweiterte der Fürst U Thong die Stadt und machte sie im Jahr 1351 zur Hauptstadt seines Königreiches, nachdem er auf der Flucht vor einer Windpockenepidemie aus Lop Buri hierher geflohen war. Bereits Anfang des 15. Jahrhunderts war Ayutthaya eine ernst zu nehmende Macht. Darauf folgte eine mehr als 400-jährige Periode der Herrscher von Ayutthaya. Insgesamt 35 Könige beherrschten mehr oder weniger große Gebiete Siams und erweiterten die Hauptstadt stetig.

    Sanphet Prasat (königlicher Palast), Modell in Ancient City, Bangkok


    Seit dem 16. Jahrhundert kamen auch europäische Kaufleute in die Stadt und berichten voller Begeisterung vom Glanz und der Pracht der Architektur. In ihrer Blütezeit war Ayutthaya eine Weltstadt mit den drei Königspalästen, 375 Tempelanlagen und 94 Stadttoren, die von 29 Verteidigungsforts geschützt wurde. Franzosen, Portugiesen, Briten, Holländer und Japaner wohnten in ihren Stadtbezirken, abgesondert von den etwa 1 Million Siamesen der Hauptstadt. Die Europäer besaßen eigene Kirchen, von denen die Kathedrale St. Joseph aus dem 18. Jahrhundert noch erhalten ist.


    Der Reichtum gründete auf den reichen Ernten der fruchtbaren Zentralebene sowie auf Steuern und Abgaben, die auf Handel und Transport erhoben wurden. Handelsbeziehungen bestanden mit China, Java, Malaysia, Indien, Ceylon, Persien, Japan, Portugal, Frankreich, Holland und England. Die enorme Entwicklung in der Architektur, Malerei und Literatur verdeutlicht den Wohlstand. Gold war ein vielbenutztes Metall, als Blattgold verwendet bei Buchbindern, Gemälden und ganzen Gebäuden (viele Chedis zum Beispiel waren goldüberzogen).


    Zunächst von Erdwällen und Palisaden geschützt, wurde sie um 1550 mit einer Ziegelmauer befestigt. Mehrere Belagerungen durch die Birmanen konnte sie im Laufe der Geschichte überstehen, ehe sie am 7. April 1767 erobert, geplündert und fast vollständig zerstört wurde. Ayutthaya erholte sich von dieser Katastrophe nicht mehr, 15 Jahre später gründete König Rama I. (Phra Phutthayotfa Chulalok) circa 80 Kilometer flussabwärts die neue Hauptstadt Bangkok (bzw. dessen historisches Zentrum Rattanakosin), wobei er die Struktur und wichtige Gebäude der alten Hauptstadt kopierte (unter anderem mit dem Großen Palast) und dabei sogar Steine aus dem alten Ayutthaya verwendete, um die Kontinuität der Macht und Ruhms der früheren Metropole fortzuführen.[2][3]" 


    (aus Wikipedia)


    In Ayutthaya gibt es einen sogenannten Geschichtspark. Eine große Zahl von Tempel- und Palastanlagen mit ehemaligen Nebengebäuden sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Wer alle sehen will, muß sich wohl mehrere Tage Zeit dafür nehmen. Ich war nur einen Nachmittag in der Stadt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtspark_Ayutthaya


    In diesem Bericht stelle ich euch nur zwei Tempelanlagen vor, die ich im letzten März besichtigt habe. HIer an der Straße befindet sich die Ruine eines weniger bedeutenden Tempels mit dem Namen Wat Khok Muang. Der Begriff Wat steht für Tempel.


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    Wir kommen zu einer der bedeutendsten Tempelanlagen.


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    Der Wat Mahathat ist einer große Anlage im Zentrum der Stadt. Gegen ein geringes Eintrittsgeld kam man die Ruinen besichtigen.


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    Das Schaubild zeigt die Anlage vor der Zerstörung.


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    Auch dieser Prang links und der Chedi rechts gehören zur Anlage, befinden sich jedoch außerhalb des Geländes.


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    Alle Gebäude sind aus gebrannten Lehmziegeln errichtet. Der Fluß Chao Phraya bildet hier eine Insel auf welcher die alte Königsstadt vor etwa einem Jahrtausend erbaut wurde. Die Ablagerungen des Flusses sind zum großen Teil Lehm.


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    Der Rasen wird außerhalb der Regensaison bewässert.


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    An diesem Baum erkennt man sehr gut, wie der Urwald wohl schon bald alles verschlingen würde wenn der Mensch dem nicht Einhalt gebietet.


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    Die dunklen Steine sind Fragmente von Buddha Figuren.


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    Hier sind sie in besserem Zustand


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    Der Prang links im Bild steht tatsächlich schief. Aus Lehm ist fast alles gebaut auf dem instabilen Schwemmland des Chao Phraya. Der Untergrund ist folglich kein ideales Fundament für schwere und große Bauten.


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    Nicht für alle Schülerinnen ist der Geschichtsunterricht im Freien interessant. Manchen Mädels macht es mehr Spaß einem fotografierenden Farang (bleichen Ausländer) zuzulächeln.


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    Viele alte Steine und Ziegel und wenige Besucher. Kein Wunder, gefroren habe ich nicht in der Anlage im März. ;)


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    Tatsächlich ist es schon anstrengend bei hoher Luftfeuchtigkeit und ziemlicher Hitze über das Gelände zu laufen.


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    Buddhafiguren wie diese gab es wohl hunderte wenn nicht gar tausende in der damaligen Königsstadt.


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    Eine Buddha Figur gilt auch noch als heilig, wenn sie beschädigt ist. Die Buddhisten schmücken sie mit Blumen oder farbigen Stoffen.


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    Bei aller Liebe zur Kultur würde ich nicht zwei Tage hier bleiben um jeden Tempel oder jede Palastanlage gesehen zu haben. Man kann natürlich auch Roller oder Fahrräder ausleihen. Wer zu bequem dazu ist, kann sich auf einem Elefanten durch die Stadt tragen lassen. Aber auch dabei sieht man nur einen Bruchteil der Anlagen.


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    Ich habe mir nach der anstrengenden Besichtigung eine Original Thai-Cola und einen kleinen Imbiß gegönnt und bin zurück zum Bahnhof gelaufen. Wer mich begleiten will klickt einfach diesen link an.


    Rundgang durch Ayutthaya in Thailand


    jürgen

    Weiter gehts mit dem Teil 2 meines Berichts von San Daniele.


    Hinter dem Dom komme ich zu einem Museum.


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    Ich weis nicht ob es an der Gegend bzw. der Provinz oder Region liegt die ja doch vor gut 100 Jahren unter den Auseinandersetzungen gelitten hat, oder an der italienischen Mentalität schlechthin. Auch in San Daniele del Friuli gibt es ein kleines Museum wo alles Mögliche aus dem Ersten Weltkrieg ausgestellt ist. Vielleicht ist so ein kleines Museum auch ein Stück regionaler Stolz auf den "gewonnenen Krieg" wohingegen ich solche Museen im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg in Italien nicht kenne.


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    Also schaue ich mich drinnen mal um. Dies schon deshalb, weil die älteren Herren die wohl ehrenamtlich das Museum betreuen, sich über mich als Tourist und Besucher freuen.


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    Natürlich gehören ein Maschinengewehr und die Karabiner im Hintergrund in so ein Museum.


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    Auch Säbel und Bajonette sind Kriegsgerät. Schließlich hatten damals alle beteiligten Armeen ja auch noch eine Kavallerie.


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    Stahlhelme wurden in diesem Krieg hingegen das erste Mal in großer Stückzahl verwendet. Sicherlich hat so ein Stahlhelm auch manches Leben gerettet.


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    Alles benötigte Gerät wurde mit Tragtieren wie Esel, Maulesel, Muli oder Pferd transportiert. Dazu brauchte man solch ein Geschirr.


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    Ein eigenes Geschirr hatte jeder Soldat. Meist war es aus Blech oder Aluminium. Es lag im eigenen Interesse, es selbst sauber zu halten, so weit dies überhaupt an der Front möglich war. Wassermangel dürfte in den Stellungen Alltag gewesen sein.


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    Welches Glückgefühl muß den einfachen Soldaten überkommen haben, wenn er ein warmes Essen in so einer Warmhaltekiste erhielt?


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    Auf der Luftaufnahme ist gut zu erkennen, daß die Alpen eigentlich gar nicht weit entfernt sind von San Daniele. Nicht weit entfernt ist auch der Fluß Tagliamento.


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    Am östlichen Ortsrand schaue ich mir eine bauliche Besonderheit an.


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    Dieses Tor ist zwar verschlossen, aber rechts davon komme ich hinein, auch wenn ich kein Gast bin im Schloß Vile Masetti de Concina. Das Schloß ist heute ein Hotel.



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    ein Nebengebäude


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    Darin befindet sich unter anderem die Schloßkapelle.



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    Im anderen Nebengebäude hat man die alten Pferdeställe restauriert.


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    Hier der Haupttrakt des Schlosses welches als Hotel genutzt wird.


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    Am Ende des Parks gibt es eine kleine Terrasse die einen Blick über das flache Land gewährt.


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    Hier geht es hinab in darunterliegende Etagen des Schloßgartens.


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    Auf der Weiterfahrt nach Istrien halte ich noch einmal an um zurückzublicken auf San Daniele del Friuli. Von hier aus erscheint die auf einem Hügel erbaute Kleinstadt nicht besonders sehenswert.


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    "So kann man sich täuschen" ist nun nach gut zwei Stunden Aufenthalt meine Meinung zu San Daniele del Friuli.


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    Was die Schinkenproduktion hier angeht, habe ich die euch ja bereits in diesem Rätsel gezeigt.


    I - 1840 > Friaul > SAN DANIELE > Schinkenproduktion


    jürgen

    Da ich ja ein paar mal im Jahr nach Kroatien fahre und mein Ziel dort nicht allzu weit vom Zuhause in Deutschland entfernt liegt, nehme ich mir meist die Zeit, irgend etwas am Weg anzuschauen, was mir bis dato unbekannt war. So auch vor knapp zwei Jahren in der Region Friaul Julisch-Venetien.


    Etwa 25 Kilometer nordwestlich von Udine liegt San Daniele del Friuli, Feinschmeckern als Schinkenstadt bekannt. In diesem Bericht möchte ich euch den schmucken Ort vorstellen.


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    Schon beim Betrachten dieser wenigen Bilder fällt auf, daß die Häuser in einem Top-Zustand sind. Eigentlich ist das in Italien nicht immer so. Bröckelt hier und da mal der Putz oder die Farbe ab, stört das viele Bewohner gar nicht. Hauptsache, daß im Gebäudeinneren alles in Ordnung ist.


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    San Daniele teilt das Schicksal des nicht weit entfernten Venzone. Auch hier gab es in der Vergangenheit zwei schwere Erdbeben in den Jahren 1348 und 1976. Letzteres dürfte wohl der Grund dafür sein, daß der Ort nach dem Wiederaufbau heute so herausgeputzt wirkt.


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    Die Loggia im Palazzo Comunale...



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    ...hat eine massive Holzdecke.


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    Im HIntergrund sehen wir den Campanile des Doms San Michele Arcangelo aus dem Jahr 1725.



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    Ich war an einem Sonntag mittag da und konnte mir folglich nach der heiligen Messe das Innere in Ruhe ansehen.


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    Die Orgel befindet sich nicht wie bei uns üblich über dem Haupteingang sondern im Seitenschiff.


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    In dem gerade mal 8000 Einwohner zählenden Städtchen gibt es auch ein Theater.


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    Benannt ist es nach dem Dichter Teobaldo Ciconi. Der stammt aus San Daniele und war ein leidenschaftlicher Verfechter des Risorgimento.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Risorgimento


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    Hier haben wir keine normale Gaststätte, sondern eine Prosciutteria, also einen Gastronomiebetrieb, der vor allem den hier produzierten Schinken im Angebot hat.


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    Gleich daneben wieder eine


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    Schauen wir doch mal rein in die geschmackvoll eingerichtete Gaststätte.


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    Den Schinken ißt man nicht unbedingt als Hauptgericht, sondern als Teil des Hauptgerichts oder zum Glas Wein oder Bier einfach dazu.


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    MIr gefällt es hier wirklich gut. San Daniele ist ein schmucker Ort.


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    Es wird Zeit für einen Cappucino zwischendurch. Ja, mir ist schon bekannt, daß der Italiener bereits ab dem späten Vormittag keinen mehr trinkt. Aber ich bin ja auch nur ein Tourist. Oder soll ich mir doch einen Aperol Spritz gönnen?


    Ende von Teil 1.


    jürgen

    Hallo Michael,


    Wenn ich mit den alten Jugo Koral, die Bauweise der Häuser und das halb abgesoffene Boot anschaue, tippe ich auf Slowenien, Kroatien oder bzw. und Montenegro.


    Grüsse


    Jürgen

    Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Pula zum Hauptkriegshafen der Donaumonarchie ausgebaut. Die Stadt wuchs sehr schnell von etwa 500 Einwohnern bis auf 50.000 Einwohner Anfang des 20. Jahrhunderts. Neben der üblichen Infrastruktur für den neuen Hafen benötigte man auch ein Krankenhaus für die Marineangehörigen. Im Jahr 1861 wurde es eröffnet und ist seitdem immer noch ein Krankenhaus. Meines Wissens soll es nun aufgelöst werden, weil in Pula am Standort des Allgemeinen Krankenhauses ein neues gebaut wurde. Wie das alte Gebäude künftig verwendet wird, kann ich euch nicht sagen.


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    "Das Militärhospital in Pula ist auch als Marinehospital bekannt, und wurde 1861 für die österreichisch-ungarische Militärflotte gebaut. Der damalige offiziele Name des Hospitals lautete K. u. k. Marinespital in Pola, und dort wurden vor allem Matrosen, Angehörige der Infanterie, Regruten aber auch Studenten an der Marineingenieurschule und anderen Militärinstitutionen versorgt. Die Arbeiten überwachte der technische Kapitän Viktor Damaševski, der zugleich auch Projektant war. Das Militärhospital verfügte über etwa 500 Betten, die für die medizinische Vorsorge von 5 bis 10 tausend Menschen genügten. Im Lauf seiner turbulenten Geschichte änderte sich der Name des Krankenhauses, wie auch die Regierungen; nach dem Ersten Weltkrieg übernahm es die italienische königliche Flotte und nannte es Ospedale Regio Marina, und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zum Militärkrankenhaus für die Jugoslawische Volksarmee, aber auch für die zivile Bevölkerung und Kriegsveterane. Obwohl man es zunächst abschaffen wollte, wurde das Krankenhaus in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts revitalisiert und modernisiert; im Jahr 1981 wurde es schließlich ein modernes Krankenhaus. Das Militärkrankenhaus in Pula ist ein Beispiel historizistischer Arhitektur aus der Donaumonarchie. Der Grundriss ist in U-Form, deren Enden leicht hervorstehen. Auch der zentrale Teil der Hauptfassade steht ein wenig hervor, womit die Symmetrie des Bauwerks betont wird. Das Hauptportal ist halbkreisförmig, und die Hauptachse zusätzlich durch einen Balkon im ersten Stock betont, der ein Dreifach-Bogenfenster hat, wie auch jener im zweiten Stock. Die anderen Fenster der Außenfassade sind Doppelfenster. Die innere Fassade ist viel einfacher, und die Fenster von einfacher, rechteckiger Form."


    (aus http://www.istria-culture.com/de/militarhospital-i136)



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    Ich habe mir das Gebäude schon früher einmal angesehen und war nun im Oktober zuletzt im Marinekrankenhaus, weil ein Freund dort stationär behandelt wurde.


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    Für ein Gebäude welches über 150 Jahre alt ist macht das Krankenhaus zumindest von außen keinen schlechten Eindruck.


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    Im Innenhof steht noch das alte Heizwerk mit Kamin. Früher wurde das Krankenhaus mit Kohle beheizt.


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    Hier gibt es auch einen schattigen Park wo sich die Patienten, sofern sie nicht bettlägerig sind, tagsüber aufhalten können.


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    Was sich wohl unter dem Hügel im Park befindet?


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    Das sind scheinbar Abluftschächte. Oder waren es früher einmal Kamine?


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    Irgendwie ist es verständlich, daß in ein Gebäude, dessen Nutzung als Krankenhaus endet, nicht mehr investiert wird.


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    Im Gegensatz zum Feuerlöschsystem schaut das Treppenhaus noch recht passabel aus.


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    Auch gibt es Aufzüge, die wohl irgendwann im 20. Jahrhundert eingebaut wurden.


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    Hier ein Blick in die Station auf welcher mein Freund ein paar Tage stationär auf einem Dreibettzimmer lag. Im Zimmer gibt es ein Waschbecken und einen Röhrenfernseher in welchen jedoch nur der Patient aus dem mittleren Bett etwas sehen kann. Die Zimmer selbst sind recht groß. Vermutlich waren die Räume früher für viel mehr Patienten ausgelegt. Am Ende des Flurs befinden sich zwei WC und zwei Duschen. Die WC werden von den Patienten und dem Krankenhauspersonal genutzt. Die Zimmertüren stehen den ganzen Tag offen. Wie auch in einem Krankenhaus in Deutschland gibt es eine Stationsschwester. Deren Zimmer liegt ebenfalls am Flur.


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    Weil mein Freund nicht bettlägerig war, sind wir bei meinem Besuch in die Cafeteria im Erdgeschoß gegangen um einen Cappucino zu trinken.


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    Angegliedert ist auch ein Laden wo sich Patienten das kaufen können was man entweder vergessen hat mit ins Krankenhaus zu nehmen oder wo sie sich selbst verpflegen können. Neben Brot gibt es Frischwurst und Käse, aber auch haltbare Lebensmittel und Zeitschriften.


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    Natürlich gibt es auch verschiedene Sorten von Getränken einschließlich Bier zu kaufen.


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    In der Cafeteria hängt dieses alte Schwarzweißbild. Allerdings zeigt es meines Erachtens nicht das ehemalige KuK Marinekrankenhaus.


    Es bleibt zu hoffen, daß der alte Kasten Marinekrankenhaus eine Folgenutzung erfährt und das schöne Gebäude der Nachwelt erhalten werden kann.


    jürgen

    hallo Elke,


    unser Nachbarort Ettringen im Unterallgäu hat seit einigen Jahren eine russisch orthodoxe Kirche. Wieso Ettringen und wie kam es dazu?


    Das ist eigentlich schnell erklärt. Wie viele Orte in der Region hatte Ettringen auch nach dem Zweiten Weltkrieg einen starken Zuzug von Vetriebenen aus den deutschen Ostgebieten. Darunter waren viele mit evangelischem Glauben. So wurde im bisher katholischen Ettringen eine evangelische Kirche gebaut.


    Im Laufe der Jahrzehnte wurde die nicht mehr gebraucht, weil die Lutheraner wie die Einheimischen sie nannten oder deren Nachkommen wegzogen oder deren Kinder katholisch getauft wurden oder was auch immer. Viele Jahre war damit diese relativ neue Kirche verwaist.


    In Augsburg und Umgebung hingegen zogen ab der Aera Gorbatschow viele Menschen aus der ehemaligen Sowjetuntion und deren Nachfolgestaaten zu. Heute wohnen alleine in Augsburg mehr als 30.000 sogenannte "Russlanddeutsche". Viele von denen sind Anhänger des orthodoxen Glaubens. So bot es sich an, daß die evangelische Kirche dieses Gotteshaus an die russisch orthodoxe Kirche verpachtete. In der Folgezeit wurden Umbauten vorgenommen und das Gebäude anders geschmückt.


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    Wenn schon der Kirchturm keine goldene Zwiebelhaube bekommen konnte, dann muß es die zumindest in Miniaturform sein.


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    Leider konnte ich bisher nicht das Innere der Kirche besichtigen.


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    Die Website der Kirche ist leider nur teilweise in deutscher Sprache einsehbar.


    http://rocor-ettringen.de/?attachment_id=1168


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    zu deinen Fragen bezüglich des Schaubildes kann ich folgendes anmerken.


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    Der Begriff Duzina bedeutet Länge und der Begriff Dubina Tiefe.


    Ich vermute, daß du hier oben einen Schnitt durch den Verlauf der Wasserader bis zum Quelltopf links im Bild hast und die selbe auf dem unteren Bild als Draufsicht von oben gezeigt wird. Vermutlich haben Taucher ähnlich wie im Blautopf bei Blaubeuren versucht, die Herkunft des Wassers unter der Erde nachzuvollziehen. Dort, wo du am rechten Bildrand das Fragezeichen siehst kommt wohl das Wasser von oben und die Höhlentaucher konnten bisher nicht weiter in das unterirdische Labyrinth eindringen.


    grüsse


    jürgen