Beiträge von claus-juergen

    hallo Elke,


    hier noch ein paar Bilder der Örtlichkeit.


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    Blickrichtung Brennerpaß


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    Wie damals üblich wurde die Inschrift in Latein verfaßt.


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    1765 - das Jahr des wiederhergestellten Heils - mit dem Begriff kann ich nichts anfangen. Vielleicht kann uns ja Waldi helfen, diesen Kauderwelsch zu übersetzen?


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    Blickrichtung Innsbruck mit der Bergisel Schanze im Hintergrund. Rechts nach dem blauen Wegweiser kann man parken.


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    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    ja, ich glaube in deinem und meinem Sinne ist die Welt auf dieser und vielen anderen Alpen im Allgäu noch in Ordnung. Ein Ehepaar oder eine ganze Familie leben den Sommer über dort oben und kümmern sich in erster Linie ums Vieh. Das ist bei Wind und Wetter draußen und frisst fast alles was auf den Weiden gedeiht. Gedüngt wird ausschließlich durch das Vieh selbst. Disteln und Sauerampfer bleiben stehen, weil die das Vieh nicht mag. Niemand spritzt diese scheinbar nutzlosen Pflanzen tot. Das ist enorm wichtig für die Arten- und Biotopvielfalt in den Bergen.


    Das Jungvieh ist meist zwei, manchmal auch drei Sommer auf den Weiden am Berg. Danach ist es abgehärtet und darf kalben. Erst danach gibt die Kuh Milch für viele Jahre. Das weitere Leben verbringt die Kuh allerdings hauptsächlich im Laufstall. Das ist wohl wirtschaftlicher als auszutreiben.


    Alleine auf den Allgäuer Alpen befinden sich in jedem Sommer zigtausende Jungrinder am Berg.


    Die dort oben lebenden Menschen müssen Monate in der Abgeschiedenheit miteinander auskommen, oft ohne Whattsapp oder Fernsehen, oft auch ohne Strom. Vorbeikommende Wanderer bringen nur teilweise etwas Geld in die Kasse. Ist das Wetter mal eine Woche schlecht, auch das kommt vor, dann wird es wohl einsam dort oben.


    Die Verbauung der Berge durch allen möglichen modernen Schickschnack und "Pseudo-Alpen" ist glaublich zumindest in unserer Region vorläufig gestoppt. So einfach ist es nicht mehr, eine Sommerrodelbahn, eine Zip-Line oder ein Hotel auf den Berg zu stellen. Natur- und Landschaftsschutz haben heute einen größeren Stellenwert als noch vor ein paar Jahrzehnten. Was den Skitourismus angeht, stagniert der eh seit langem. Die Top-Destinationen liegen eh viel höher als hier bei Balderschwang.


    grüsse


    jürgen

    Vor zwei Tagen war ich auf einer Wanderung oberhalb von Balderschwang im Oberallgäu. Mein Ziel war dieses Mal kein Berggipfel, sondern eine Tour, die mich an verschiedenen Alpen vorbeiführt. Eine dieser Alpen, die nur im Sommer bewirtschaftet werden ist die Spicher Halde Alpe auf 1478 Meter Höhe, etwa eine Stunde Gehzeit von Balderschwang entfernt.


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    Die Alpe ist die größte der Gegend, hat sie doch ausgedehnte Weideflächen für das Jungvieh und sogar einige Kühe. Dazu ist sie auf einer befestigten Straße erreichbar.


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    An verschiedenen Stellen gibt es Tränken für das Vieh. Das Wasser stammt aus Brunnen, die in unmittelbarer Nähe gebohrt wurden.


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    Auch für mich war am Mittwoch die Möglichkeit, den mitgeführten Trinkwasservorrat zu ergänzen, enorm wichtig. Der Tag war ziemlich heiß und so habe ich für die fünfeinhalbstündige Wanderung drei Liter Flüssigkeit, davon ein halber Liter Bier, der Rest war Wasser, benötigt.


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    Auf der Alpe wird nicht nur das Vieh und die dort wohnenden Menschen, in diesem Fall ist es eine Familie von der Oma bis zum Enkel, versorgt, sondern auch alles notwendige an Arbeiten erledigt. Die dünnen Stämme werden zu Zaunpfählen verarbeitet, der Rest wird Brennholz.


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    Die Geiß namens Trixie gehört natürlich zur Familie.


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    Die Dame riecht etwas streng, lässt sich jedoch von jedem Besucher gerne streicheln. Mein Vollkornbrot mit Leberkäse wollte sie nicht. Aber die dazugehörige Tomate durfte ich mit Trixie teilen.


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    Ein Blick in den Stall zeigt uns, daß da nur zwei Kälber im Heu liegen, die wohl noch zu klein für die Weide sind.


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    Auf der Wäscheleine hängen Kleidungsstücke der Bewohner der Alpe.


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    Dahinter erkennt man das Tal von Balderschwang.


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    Auch Käsetücher werden zum Trocknen auf die Leine gehängt. Diese benötigt man zur Herstellung des Käses. In die kommt der Käsebruch, wie der Senn sagt. Durch das Gewebe läuft das Käswasser ab und es entsteht eine feste Masse. Die wird vor allem gesalzen und meist in runde Holzformen gedrückt. Im Laufe der Zeit trocknet der Käse aus. Er reift. Dabei muß er immer wieder gewendet und gewaschen werden. Eigentlich nicht schwer...


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    Im Westen geht das Tal von Balderschwang in den Bregenzer Wald über. Die angrenzende Gemeinde Hittisau gehört schon zu Vorarlberg.


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    Im Osten erkennt man rechts im Bild das Riedberger Horn. Um den herum schlängelt sich der Riedbergpaß. Sind dort mal wieder Bauarbeiten wie in diesem Sommer, dann kann man Balderschwang und diese Alpen nur von Österreich aus erreichen.


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    Natürlich kann man hier auch Käse kaufen und gleich vor Ort zusammen mit Milch verköstigen. Mehr gibts nicht auf dieser Alpe. Das muß auch nicht unbedingt sein, wie ich meine. Nicht jede Alpe muß zur Gaststätte mit allen möglichen Speisen und Getränken ausgebaut werden. Dafür ist hier dann auch weniger Andrang als bei anderen Häusern in den Bergen wo vielleicht noch dazu ein Lift steht.


    HIer habe ich euch noch ein paar Infos zu dieser ehemals "kriminellen Alpe". ;)


    https://www.hoernerdoerfer.de/…picherhalde-balderschwang


    Vielleicht gefällt es euch dort oben auch so gut wie mir.


    jürgen

    Hallo Freunde alpenländisch hergestellten Käses,


    Genauso ist es wie Evelyn und Karl meinen. Ich habe gestern eine Wanderung über mehrere Alpen, so nennt man die Almen im Allgäu gemacht. Oberhalb von Balderschwang gibt es noch ein paar, die auf traditionelle Art relativ kleine Mengen von Käse erzeugen und an Wanderer, die gerade vorbeikommen, verkaufen.


    Nach dem Käsen hängt der Senner oder auch Käser genannt die Käsetücher zum Trocknen auf. Im Hintergrund erkennt man die Allgäuer Alpen im Süden von Balderschwang.


    Wenn ich demnächst Zeit und Lust habe, zeige ich euch noch ein paar Bilder dieser Gegend. Die bleibt zum Glück noch eine Weile so, weil das Riedberger Horn, links im Bild, nun doch nicht mit einer "Schischaukel" verbaut wird.


    https://www.alpenverein-muenchen-oberland.de/riedberger_horn


    Vielen Dank fürs Mitmachen sagt


    Jürgen

    Vor ein paar Tagen war ein idealer Tag für eine relativ einfache und nicht allzu anstrengende Wanderung auf einen nur 1700 Meter hohen Berg. Es war weder zu heiß, noch regnete es. Der Schönkahler hat es mir angetan. Er befindet sich direkt an der Grenze vom Ostallgäu zum österreichischen Tannheimer Tal im Außerfern. Obwohl an einem Sonntag, war fast niemand unterwegs. Kein Wunder - es gibt weder eine Einkehrmöglichkeit noch einen Lift und auch höhere Berge in unmittelbarem Umfeld.


    Ich habe mir die Streckenvariante von der Eng ausgesucht. Man fährt dazu von Pfronten aus über die Fallmühle ins Tannheimer Tal. Kurz vor der Grenze nach Austria befindet sich rechts ein kleiner Parkplatz. Von dort aus muß man knapp zwei Stunden Zeit für den Aufstieg einplanen und etwa 700 Höhenmeter überwinden.


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    Diese Tour war gerade richtig um etwas warm zu werden und abseits vom Trubel abschalten zu können.


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    Die violette Markierung ist die Grenze zwischen Bayern (oben) und Österreich (unten).


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    In der Bildmitte erkennt man den Aggenstein, ein sehr beliebter Berg vor allem bei Gästen aus Ba-Wü.


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    Zuerst auf einem Forstweg, dann auf einem Steig gehts durch den Wald ohne Formalitäten rüber nach Austria.


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    Der Schönkahler erhebt sich knapp über die Baumgrenze. An dieser sieht man vereinzelt Wildfütterungsanlagen. Diese werden im Winter genutzt.


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    ...und wieder der Aggenstein. Rechts am Bildrand Gimpel und Rote Flüh. Alle sind um die 2000 Meter hoch.


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    Kurz unterhalb des Gipfels befindet sich eine Alpe die nicht bewirtschaftet ist. Sie dient alleine zum Wohnen für den Alphirten und seine Familie.


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    Bestimmte Bereiche der Alpwiesen sind mit Elektrozaun versperrt.


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    Um Verunreinigungen durch Dung vorzubeugen, ist auch diese Quelle vor dem Jungvieh gesichert. Das Wasser dient als Tränke für das Vieh und als Brauch-, möglicherweise auch als Trinkwasser für die unterhalb gelegene Alpe.


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    Dieser unscheinbare Hügel ist der Schönkahler.


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    Nach knapp zwei Stunden war ich schon oben. Nun eine Brotzeit und eine halbe Bier, die, eingewickelt ich eine Jacke kühl geblieben ist und - die Welt ist in Ordnung!


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    Blick ins Ostallgäu mit Hopfensee und Forggensee. Links unten im Bild erkennt man die Bärenmoosalpe. Auf der war ich natürlich auch schon und habe euch dabei mitgenommen.


    Allerheiligen auf der Bärenmoosalpe bei Pfronten


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    Blickrichtung Oberjoch und Unterjoch. Der Eintrag ins Gipfelbuch gehört natürlich dazu.


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    Neben dem Gipfelkreuz steht der Grenzstein. Das "B" steht für Bayern. :thumbsup:


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    Anscheinend ist der Grenzverlauf, markiert durch die schwarze Linie, wichtig.


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    So ganz alleine war ich bei meiner Brotzeit dann doch nicht da oben. Dieser Schwalbenschwanz hat mich ein paar mal aufgescheucht und ließ sich erst nach mehreren Versuchen von mir ablichten. Ich soll euch schöne Grüße von ihm ausrichten. Vielleicht kommt ihr ja mal bei ihm zuhause auf einen Besuch vorbei.


    Wo ich morgen bin? Natürlich in den Bergen. Diesmal im Oberallgäu...:)


    jürgen

    hallo Daniel,


    danke für den nächsten Teil deiner Vorstellung der Stadt Cres.


    Ich habe mal Tante Google gefragt, wer denn dieser Pater Placido Cortese war. Hier die etwas holprige Übersetzung des Kirchenmannes und Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung ab 1943. Nach Verrat wurde er von der Gestapo ermordet.


    https://translate.google.com/t…acido_Cortese&prev=search


    Was dieses Ei betrifft, habe ich ein ähnliches auf der Insel Visovac in einem See der Krka gesehen. Schau mal hier:


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    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    Mir ist schon klar, das dieses Rätsel um den Dialekt ging. Als Bayer habe ich natürlich keine Probleme, niederbayerischen Dialekt zu verstehen.


    Was Holzpellets zum Heizen angeht ist das was anderes. Diese Pellets werden in der Regel aus Abfällen der Holzindustrie hergestellt. Dazu ist nur Druck und nicht Wärme erforderlich. Die Kosten hierfür zahlt der Kunde und nicht der Steuerzahler. ;)


    Grüsse


    Jürgen

    Landwirtschaftspolitik im 21. Jahrhundert...

    Servus Jürgen ,


    darf ich dich mal was fragen : Wieso bist du auf alles und jeden immer so negativ eingestellt.

    ....

    hallo Dieter,


    Ich bin nicht auf alles und jeden immer negativ eingestellt. Ich lebe jedoch auf einem Dorf und kenne deshalb mehr Details der Landwirtschaft als der Stadtbewohner. Was die Futtertrocknungsanlagen anbelangt, bin ich "eher" negativ eingestellt. ;)


    Grüsse


    Jürgen

    Hallo,

    Bei uns gibt es zwei Futtertrocknungsanlagen in der näheren Umgebung. Eine in Lamerdingen und eine in Ketterschwang. Die gehören einem landwirtschaftlichen Maschinenring oder einer Genossenschaft. Beide werden mit Erdgas betrieben. Die Kosten der Trockung des Grases zahlt praktisch zu 100 Prozent die EU. Ökologisch gesehen ist diese Trocknung meist Schwachsinn weil fast immer eine Trocknung auf herkömmliche Art direkt nach dem Schnitt auf der Wiese auch möglich wäre. Aber das ist eine Mehrarbeit.


    Landwirtschaftspolitik im 21. Jahrhundert...


    Grüsse


    Jürgen

    Hallo Dieter,


    Da können Sie meinetwegen bleiben, die Ratten der Lüfte. Ich habe seit Monaten ein Problem, weil die Tauben sich unter die Photovoltaikanlage eingenistet haben und vom Dachrand runter die Einfahrt versch....


    Wir haben schon mit Stachelbändern die Module verschlossen. Jetzt hocken die Viecher an den Ortgangziegeln zu beiden Seiten und lassen ihre Exkremente fallen. Sehr ärgerlich!


    Grüsse


    Jürgen

    hallo Daniel,


    warst du später mal bei der Werft und kannst du uns sagen, welche Größe dieses Schiff in etwa hatte? Aus der Ferne schaut das alles etwas dubios aus.


    Wie lang ist denn deiner Einschätzung nach das Trockendock?


    grüsse


    jürgen