Beiträge von claus-juergen

    Eine herrliche Wanderung mit schönem Ausblick! Ettal, Schloss Linderhof, wie oft bin ich dort schon auf meinem Weg nach Reutte vorbeigefahren. Das war immer meine Lieblingsstrecke, aber von oben sieht es noch schöner aus!


    Johannes

    hallo Johannes,


    die Strecke durch das Graswangtal und den Ammerwald über den Plansee bis Reutte ist tatsächlich landschaftlich sehr schön.


    Gibts eigentlich in Ettal noch einen Nepomuk, der uns fehlt? Da ich ja öfters in der Gegend bin würde ich den suchen und ablichten.


    grüsse


    jürgen

    Vor ein paar Tagen habe ich es noch einmal in diesem Sommer gewagt. Die Notkarspitze südlich des bekannten Klosters Ettal war mein Ziel. Der Berg ist 1889 Meter hoch. Es sind somit von der Ettaler Mühle aus etwa 1100 Höhenmeter zu überwinden.


    Anfangs geht es etwa 10 Minuten auf einem Waldweg entlang und dann sicherlich mehrere hundert Höhenmeter steil im Wald nach oben.


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    Die Steilheit des Geländes ist auf den Bildern kaum zu erkennen. Gut ein Dutzend Stellen sind mit Stahlseilen gesichert.


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    Nach einer Stunde dann dieser Ausblick auf das Graswangtal.


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    Hätte ich doch auch Flügel. Dann müsste ich beim Anstieg nicht so schwitzen.


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    Oberammergau


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    Ettal mit seinem überdimensionalen Klostergebäude


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    Die Bäume werden weniger. Dafür wird das Gelände immer schwieriger.


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    Nach eineinhalb Stunden Gehzeit habe ich diese Almwiese erreicht. Im Hintergrund erkenne ich die Notkarspitze. Bis zum Gipfel ist es schon noch eine Weile hin.


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    Anders als vor einer Woche lege ich nun gegen 13.00 Uhr eine Pause zum Essen und ausreichend Trinken ein. Der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen darf nicht unterschätzt werden. Schließlich brauche ich Kraft bis ganz nach oben.


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    Dabei geniesse ich den Blick auf Oberammergau und das Hörnle mit seinen drei Gipfeln unter mir.


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    Westlich davon das Graswangtal mit dem Pürschling, dem Hennenkopf, dem Brunnenkopf und noch ein paar Gipfeln. In diesem Tal steht auch das bekannte Schloß Linderhof welches ich von hier aus nicht sehen kann.


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    An einer Stelle neben dem Weg ist mir aufgefallen, wie der ehemalige Meeresboden extrem gefaltet wurde.


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    Knapp vier Stunden sind vergangen und ich darf endlich auf dem Gipfel der Notkarspitze mein kühles Gipfelbier geniessen.


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    Der Blick von hier oben ist schon toll. Unter mir Garmisch Partenkirchen.


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    Weil mir das Wetter Sorgen macht, möchte ich in keinem Fall bei Regen auf dem selben Weg zurück gehen. Es gibt die Alternative über diese beiden Nebengipfel, den Ochsenspitz und den Ziegelspitz runter zum Ettaler Sattel zu wandern. Das ist zwar länger aber wesentlich einfacher bei Regen. Ich sollte Recht behalten.


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    Noch sind die Blüten der Silberdisteln offen. Bei Regen schließen sie sich.


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    Heute bin ich die Raupe Nimmersatt, morgen jedoch bin ich schon ein Schmetterling.


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    Kaum zu glauben, daß der übernächste Berggipfel die Zugspitze und damit gut 1000 Meter höher ist als meine Notkarspitze.


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    Das Wetter gefällt mir nicht. Deshalb zügig runter in Richtung Ettaler Sattel. Ein kurzer Blick zurück zum Gipfel.


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    Diese beiden liegen nun direkt am Rückweg.


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    Die Notkarspitze ist schon weit weg. Rechts im Bild erkennt man den Steig, den ich nach oben gegangen bin. Den Gipfel der Ziegelspitze umgehe ich weil ich dem Wetter nicht traue. Ich muß schauen, daß ich so schnell wie möglich aus dem felsigen und damit bei Nässe glitschigen Bereich in den Wald komme.


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    Am Ochsenspitz noch ein kurzer Blick nach unten auf Ettal. Dann geht es los mit dem Regen. Zum Glück habe ich meinen Cowboyhut dabei. Der ist aus Leder und wird zwar naß, verhindert jedoch, daß mir das Wasser am Hals entlang läuft. Eine wind- und regendichte Jacke habe ich eh dabei. Die brauche ich nun, weil es mit dem leichten Regen auch zunehmend kälter wird.


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    Etwas anderes ist nun auch von Vorteil. Das ist die Bergkameradschaft. Am Weg nach oben habe ich nur einzelne Wanderer getroffen. Dabei grüßt man sich nicht nur sondern frägt bei so wenig begangenen Steigen wie auf die Notkarspitze auch nach der Beschaffenheit des Weges. Alle, die ich getroffen habe, sind auf der anderen Seite vom Ettaler Sattel aus hinaufgestiegen. Dahin will ich nun.


    Am Gipfel habe ich ein junges Ehepaar getroffen, die nun gemeinsam mit mir auf dem Weg nach unten zum Sattel sind. Dort haben die ihr Auto abgestellt. Vielleicht war es auch mein Gipfelschnaps, welchen ich den beiden kredenzt habe. Jedenfalls sind wir zusammen etwas naß unten angekommen und die beiden haben mich zu meinem an der Mühle abgestellten Pkw gefahren.


    Deshalb war ich froh, daß ich nicht noch eine weitere dreiviertel Stunde im Regen laufen mußte. Insgesamt jedoch war die Tour schön und mit gut sieben Stunden Gehzeit durchaus anspruchsvoll.


    Zuhause im warmen Pool ließ ich dann diesen sportlichen Tag ausklingen.


    jürgen

    hallo Elke,


    bei uns ist es wohl vorbei mit dem Sommer. Seit gestern regnerisch und kalt. Es soll über längere Zeit nun so bleiben. Wird Zeit, daß ich Zeit finde, endlich wieder nach Istrien abzuhauen. Dort scheint der Sommer noch eine Zeitlang zu verweilen.


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    genaugenommen sind wir wie ein paar mal in diesen Tagen von unserer Fewo in Krasno, früher nannte man den Ort Krasno Polje, über Oltari den Paß runter nach Sveti Juraj gefahren. Dort haben wir wiederholt in einem Cafe am Hafen gefrühstückt.


    Dann weiter die Küstenstraße nach Süden, vorbei an Lukovo, Starigrad kod Senja bis zur Abzweigung, wo es nach Jablanac und Stinica geht. Genau da befindet sich schon immer eine Tankstelle an der Jadranska Magistrale.


    Unmittelbar vor der geht es rauf auf den Berg. Von Krasno aus gibt es eine Teerstraße über Velika Plana und Mala Plana bis nach Donje Pazariste. Dort steht die Velebitsko Brauerei. Da sind wir zwar auch in diesen Tagen hingefahren. Die hatte jedoch wegen des Feiertages Maria Himmelfahrt am 15.08. in dieser Woche geschlossen. Sonst ist die Konoba wochentags immer bis 16 Uhr geöffnet. Schade, wie gerne hätten wir ein frisch gezapftes Helles nach Brauart entsprechend dem Bayerischen Reinheitsgebot getrunken. Das Dunkle schmeckt mir zu malzig.


    Diese Teerstraße sind wir zurück nach Norden von Mrkviste aus bis Krasno gefahren.


    Was die Via Dinarica angeht, wird die wohl nur von sehr wenigen Wanderern komplett begangen. Das Highlight der Tour scheint tatsächlich der Bereich des Velebits zu sein. Man überwindet keine großen Höhenunterschiede. Auch sind die Gipfel recht einfach zu erklimmen. Meiner Einschätzung nach sind hier überhaupt keine technischen Schwierigkeiten vorhanden. Das unterscheidet wohl diesen Weg von einer Alpenüberquerung.


    grüsse


    jürgen

    Im August waren wir mit zwei Motorrädern mehrere Tage im nördlichen Velebit. Seit vielen Jahren wollte ich schon von der Jadranska Magistrale bei Stinica zum Alan Paß hinauf fahren. Dieser Paß ist bis zur Alan Hütte asphaltiert. Danach geht es etwa acht Kilometer auf einer Schotterstraße weiter ins Hinterland.


    Die Straße auf den Paß ist fast zu übersehen. Sie ist recht schmal und geht direkt neben der Tankstelle weg ins Gebirge.


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    Ein kurzer Stopp zum Runterschauen auf das blaue Meer auf ein paar Hundert Meter Höhe.


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    Links vom Helm erkennt man die Insel Rab.


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    Wer die Jadranska Magistrale hier entlang fährt, kennt nur das öde verkarstete Gebirge. Römer und Venezianer haben vor vielen Jahrhunderten ganze Arbeit geleistet indem sie diese Hänge rigoros abgeholzt haben. Von nachhaltiger Forstwirtschaft war damals noch nicht die Rede.


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    Bereits vor der Paßhöhe sieht man in der Ferne seltsame Stahlmasten.


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    Nein, das sind keine Strommasten. Das sind die Reste der Teleferika, einer Seilbahn für den Transport von Rundholz runter zum Verladehafen Stinica.


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    Ein Detail aus der Geschichte der Anlage soll nicht verschwiegen werden. Etwa zwei Seemeilen von Stinica entfernt befindet sich die Gefängnisinel Goli Otok. Deren Insassen wurden damals täglich an Land gefahren um im Gebirge Holzarbeiten zu verrichten. Auch die Seilbahn selbst habe die Häftlinge bauen müssen. Diese Gefängnisinsel soll jedoch dem Westen ein Dorn im Auge gewesen sein. Es wurde immer wieder auf die Schließung der wohl auch damals berüchtigten Insel gedrängt. Verbunden mit Krediten auch aus Deutschland und technischen Schwierigkeiten der Teleferika kam es bereits um 1965 zur Schließung der Seilbahn und später auch der Gefängnisinsel.


    Gerade bei Bora stockte immer wieder der Holztransport, weil die Stämme sich an den Stahlträgern verfingen. Es gibt zudem eine kroatische Website, die sich mit der dortigen Teleferika befasst. Auf die hat mich Elma hingewiesen.


    http://www.zeljeznice.net/forum/ind...nteresantne-industrijske-zieare-stinica-alan/


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    Auf der Paßhöhe befindet sich die Alan Hütte.


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    Die ist zugleich der Eingang in den Nationalpark Nördliches Velebit. Wer hier wandern möchte, muß eine Eintrittsgebühr bezahlen. Für uns gilt das nicht, weil wir mit unserern Suzis nun auf einer geschotterten Straße weiter ins Hinterland fahren.


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    In der Hütte wird man verpflegt und kann Getränke kaufen. Auch wir haben hier auf eine kalte Radler Halbe eine Rast eingelegt.


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    Einfach und rustikal sind Küche, Sanitäreinrichtungen und auch die Matratzenlager. Eine Berghütte halt...


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    Die Hütte liegt zudem am Weitwanderweg Via Dinarica. Das ist eine nicht allzu schwere mehrtägige Wanderung durch eine mehr oder weniger abgelegene Gegend. Vielleicht pack ich es ja noch mal...


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    Ein paar Mitglieder des kroatischen Alpenvereins wechseln sich wöchentlich bei der Betreuung der Gäste in der Hütte ab. Kreso, der deutsch spricht, hat mir die Kontakte aller Hüttenwirte gegeben.


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    Für uns geht es nun mit unseren Straßenmaschinen auf anspruchsvollen Wegen weiter ins Landesinnere.


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    Dabei fallen dies Mauerreste neben dem Weg in einem Hochtal auf.


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    Hier stand einmal die Siedlung Mirovo. Ein Dorf welches wie viele andere von den Bewohnern nur im Sommer genutzt wurde. Hier züchtete man Weidevieh und baute auch Ackerfrüchte an. Erst vor ein paar Jahrzenten wurde diese Siedlung aufgegeben, weil es wohl unten im Tal einfacher war, sich ein Auskommen zu sichern.


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    Wer hätte gedacht, daß das Velebit Gebirge im Hinterland mit dichtem Wald bewachsen ist? Wald soweit das Auge reicht.


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    Ab und zu kommt der nackte Fels zum Vorschein. Für mich ist das eine Traumlandschaft, nur durch weit auseinanderliegende Forstwege und wenige Pfade erschlossen.


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    Nach acht Kilometern haben wir es geschafft. Hier steht die Hütte Mrkviste. Der holprige Weg liegt hinter uns. Wir haben eine Teerstraße erreicht, die uns nun etwa auf dreißig Kilometern Länge wieder bis zu unserem Ausgangspunkt Krasno zurückführt. Ein einziges Auto ist uns auf diesem Weg begegnet.


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    Der Begriff Zavizan oben steht für eine weitere bewirtschaftete Berghütte ein paar Dutzend Kilometer nördlich von der Alan Hütte. Eigentlich hätte ich da auch hinfahren wollen. Aber die Straße war uns dann doch zu kriminell.


    jürgen

    Heute war es endlich so weit. Nachmittags bin ich mit Suzi nach Rückholz gefahren um mich direkt ab meiner Käserei mit leckeren Allgäuer Milchprodukten einzudecken. Dabei habe ich extra wegen ihm einen Umweg genommen.


    Nepomuk anscheinend aus Beton oder Kunststein steht direkt an der Brücke über die Wertach, die Wald und Görisried im Ostallgäu verbindet. Spät nachmittags gibts zwar nicht mehr viel Sonne im tiefen Wertachtal. Aber ich glaube, man kann den Brückenheiligen durchaus erkennen.


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    Ich nehme an, daß die Figur im Zuge des Neubaus der Brücke geschaffen wurde. Schön, wenn auch heutzutage noch Geld für so ein traditionelles Detail übrig ist.


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    Dem Alter entsprechend ist der Zustand der Figur trotz des harten Allgäuer Klimas hervorragend.


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    Deshalb nehme ich mal an, daß sich auch meine Enkel noch an ihm erfreuen können.


    grüsse


    jürgen

    hallo Johannes,


    hier habe ich vor ein paar Jahren schon mal in einem Rätsel den Berliner Mauerweg vorgestellt.


    1542 BERLIN > Mauerweg


    Hast du schon mal etwas von "Klein Berlin" Mödlareuth gehört?


    Mödlareuth - Klein Berlin mitten in Deutschland


    Danke jedenfalls fürs Vorstellen eines Teils unserer Geschichte. Es soll tatsächlich Menschen geben, die anzweifeln, daß die Mauer in Berlin je existiert hat. :(


    grüsse


    jürgen

    hallo Daniel,


    danke fürs Vorstellen von Osor. Kaum zu glauben ist, daß hier einmal 30.000 Menschen gelebt haben sollen. Von was haben die denn alle gelebt und vor allem, warum ist Osor heute so ein kleines Dorf geworden?


    Was die Insel Zeca angeht, sehe ich die sogar von meinem Haus in Liznjan aus. Nur verschwimmen deren Konturen vor dem Osorcica so daß sie nicht als Insel wahrgenommen werden kann.


    grüsse


    jürgen

    hallo Johannes,


    ich bin doch da wie üblich durch alle Tunnel gelaufen und teilweise auch in den Schützengräben. Dabei war vom "Feind", der sich in unmittelbarer Nähe befand tatsächlich Kanonendonner oder ein Donnergrollen zu hören. Seltsamerweise grollt es manchmal auch an Orten wo nie eine kriegerische Auseinandersetzung stattfand. ;)


    Wie oben gesagt, gibts demnächst noch mehr Bilder von dem durchlöcherten Berg.


    grüsse


    jürgen

    hallo Elke,


    die Gacka ist früher tatsächlich im Karst versickert.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Gacka


    Das Wasserkraftwerk Senj, betrieben ausschließlich durch den Fluß Gacka, hat immerhin eine Leistung von 216 MW.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…n_Kraftwerken_in_Kroatien


    Anscheinend ist die Wasserschüttung für das Kraftwerk relativ konstant. Da ich vor drei Wochen drei mal in Sveti Juraj am Meer gefrühstückt habe, lernte ich einen deutsch sprechenden älteren Bewohner des Ortes im Cafe kennen. Der erzählte mir, daß dieses Kraftwerk zur Titos Zeiten gebaut wurde. Bis in die 50er Jahre hatten nur Orte wie z. B. Senj und Karlobag an der Küste Strom! Nach dem Bau des Wasserkraftwerkes wurden die Kvarner Inseln und Istrien mit dem hier erzeugten Strom versorgt. Das Kraftwerk ist mit sogenannten Francis Turbinen ausgestattet und laut dessen Aussage auf dem neuesten Stand der Technik.


    Die von dir angesprochenen Überschwemmungen gibt es tatsächlich auch heute noch. Ich nehme mal an, daß das überschüssige Wasser im alten Flußbett abfliest bis es versickert. Bei Gelegenheit zeige ich dir noch Bilder davon.


    grüsse


    jürgen

    hallo Johannes,


    richtig! Es handelt sich hier um eine Gedenkstätte der Schlacht bei Bezzecca.


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    https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Bezzecca


    Das blöde daran ist, daß Garibaldi diese Schlacht zwar gewonnen hat, sich dann jedoch wieder auf Anordnung der Obrigkeit zurückziehen mußte.


    In die italienische Geschichte ging dabei dieses Telegramm Garibaldis ein. Wir könnten es mit dem Stellenwert der Emser Depesche vergleichen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Emser_Depesche



    (Bild aus Wikipedia)


    Bezzacca war dann im Ersten Weltkrieg erneut Schauplatz von Kämpfen zwischen Italien und Österreich. Der nahe Hügel ist heute noch mit Tunneln und Stellungen versehen. Bei Gelegenheit zeige ich euch diese Anlagen und auch den meiner Meinung nach sehenswerten Ort.


    Vielen Dank fürs Mitmachen sagt


    jürgen

    Die Gacka ist ein seltsamer Fluß. Sie entspringt an mehreren kilometerweit voneinander entfernten Quellen in der Zupanja Lika Senj in Kroatien. Dann fließt sie heute gerade noch 11 Kilometer gemächlich durch die Ebene südlich von Otocac um dann in großen Rohren zu verschwinden. Von dort aus gehts 450 Höhenmeter runter bis zum Meer wo ein Wasserkraftwerk südlich von Senj Strom produziert.


    Acht dieser Flußkilometer sind mit dem Kajak zu befahren. Das ist nicht schwer und auch nicht gefährlich. Ich habe dazu einfach Denis unter 00385 912222397 angerufen und einen Termin vereinbart. Denis betreibt einen gewerblichen Bootsverleih in Prozor südlich von Otocac. Also ging es mit unseren Motorrädern vor knapp drei Wochen nach Prozor. Dort zieht man sich leichte Kleidung oder gleich Badebekleidung an und wird dann von Denis oder einem Mitarbeiter an die Gacka gefahren.


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    Eine kurze Einweisung und schon sitzen wir beide im Boot und paddeln gemütlich flußabwärts.


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    Der Herr rechts im Bild ist Denis. Es gibt Boote aus Polycarbonat. Die sind durchsichtig so daß man bei Sonnenschein gut den Bewuchs und die Fische im Fluß sehen kann. Andere Boote sind aus Kunststoff. Der Preis für so eine Tour beträgt 150 bis 200 Kuna pro Person.


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    Und schon gehts los...


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    Die Brücken sehen alle gleich aus und tragen deshalb die Nummern eins bis sechs.


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    Das Wasser ist augenscheinlich glasklar. Denis meint, daß wir bei Durst ohne weiteres aus dem Fluß trinken könnten.


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    Beide Ufer sind meist von Schilfgürteln gesäumt.


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    Von Dörfern am Flußufer kann man eigentlich nicht sprechen. Es sind eher kleine Siedlungen und einzelne Häuser und Gehöfte.


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    Der Fluß ist auch für seinen Fischreichtum bekannt. Gelegentlich sieht man Fliegenfischer am Ufer.


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    Hier eine der immer gleichen Brücken.


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    Natürlich kann man in der Gacka auch baden. Da jedoch die Quellen recht nahe sind, hat das Wasser auch jetzt im Hochsommer kaum Zeit sich aufzuheizen. 16 Grad Celsius Mitte August lockt nicht unbedingt jeden zum Schwimmen ins Wasser.


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    Am Ufer sieht man ab und zu Kühe oder Schafe und Ziegen.


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    Ganz selten ragen große Steine aus der Wasseroberfläche. Die sind jedoch nicht scharfkantig, so daß eigentlich auch bei einer Kollision nichts passieren kann.


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    Auch eine schöne Wohnlage wie ich meine. Ob der Fluß im Winter zufrieren kann, weis ich nicht. Kalt wird es jedenfalls hier im Licko Polje schon. Schnee gibt es in jedem Winter.


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    Am und auf dem Fluß leben verschiedene Gänse- und Entenarten. Die lassen sich durch uns Kajakfahrer eigentlich nicht stören.


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    Es ist kaum zu glauben, daß uns die ganze Zeit eine Ruhe begleitete. Außer uns oder den Wasservögeln hat niemand Geräusche verursacht.



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    Nach zwei Stunden auf dem Fluß ist der Spaß schon wieder vorbei. Kurz vor der vierten Brücke ein Telefonat mit Denis und schon holt er uns an der vereinbarten Stelle wieder ab.


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    Natürlich bin ich naß geworden. Dies deshalb weil man mit der Zeit mit den Paddeln Wasser ins Boot schöpft. Dazu bin ich wohl schwerer als mein Begleiter Roli und so floß das Wasser im Kajak zu mir.


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    Dann gehts wieder mit dem Pkw zurück zur Basis. Dort besteht die Möglichkeit zum Duschen und natürlich wartet da auch eine Halbe Bier auf uns. Schließlich macht Boot fahren auch durstig. Probiert es einfach mal aus wenn ihr in der Gegend seid.


    jürgen