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  1. Schoener Reisen » Forum » Sehen, erleben und berichten
  2. claus-juergen

Beiträge von claus-juergen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 18. Dezember 2025 um 09:16

    Seit Dienstag sind Freunde von mir aus Oberösterreich hier in Khao Lak. Wir haben uns nun zweimal am Abend getroffen um gemeinsam zum Essen zu gehen. Gestern waren wir dazu noch bei Mister Chay in der Bar um Livemusik genießen zu können. Dort belegen wir auch anhand dieser Tafel jeden Abend einen Crashkurs in thailändisch.


    So soll es die nächsten Tage auch sein. Tagsüber sind wir getrennt unterwegs und abends lassen wir bei zwei Bier den Tag ausklingen. Am Sonntag wollen wir einen Ausflug ins Hinterland machen. Auf dem Plan steht vor allem ein Markt wo nur Einheimische einkaufen. Ich habe den zwar vor zwei Jahren schon mal anvisiert. Damals hat es allerdings geregnet und ich musste umkehren. Den Motorroller habe ich mir im Hotel bereits für Sonntag reserviert.

    Die Baustelle bei mir ums Eck schreitet auch voran. Das ist ja kein Wunder. Schließlich sind viele Arbeiter und Arbeiterinnen sieben Tage die Woche bis zum Einbruch der Dunkelheit beschäftigt. Die Maurerarbeiten erledigen übrigens Frauen. Alle sind mit langen Shirts und langen Hosen und auch Hüten mit Krempe und Halstuch vor der Sonne geschützt. Die Arbeit ist sicherlich schwer. Was nützen 30° Celsius im Schatten wenn man teilweise in der Sonne arbeiten muss?

    Hier Beispiele von Ferienhäusern wo Europäer wohnen. Ob die in deren Eigentum stehen oder die für längere Zeit gemietet wurden weiß ich nicht.

    Das Haus hat ja wenigstens noch einen großzügigen Garten mit Pool. Da kann man sich durchaus wohl fühlen.


    Auch dieses Beispiel ist ein durchaus schmuckes Anwesen von einem Deutschen bewohnt. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass dieser Teil von Bang Niang fest in deutscher, österreichischer oder Schweizer Hand ist. Ich nehme fast täglich im Jade mein Frühstück ein. Dieses Haus ist ein kleines Hotel mit lediglich sechs Zimmern und Pool. Die Gäste stammen alle aus dem deutschsprachigen Raum und kennen sich wohl schon seit vielen Jahren. Dazu sind sie meist mehrere Wochen oder gar Monate hier.

    Seit etwa einem Jahr können wir Angehörige der europäischen Union ja ohne kostenpflichtiges Visum bis zu zwei Monate in Thailand bleiben. Dieses Angebot wird durchaus genutzt. Meist sind es Rentner die dem kalten Winter daheim entfliehen wollen. Ich kenne auch so einen. ;)


    Auch das Haus wird von einem deutsch sprechenden Farang bewohnt. Die hohe Mauer ist fast überall gerade mal 1,50 Meter vom Haus entfernt. Lediglich hinter dem Tor wo das Auto geparkt ist, gibt es etwas mehr Platz. Ich würde mir in so einem Ferienhaus vorkommen wie im Gefängnis.

    Aber auch ganz normale Thailänder leben hier in unmittelbarer Nähe. Ich nehme sogar an, dass die Familie die dieses einfache Haus bewohnt eher aus einer unteren Gesellschaftsschicht stammt.

    Der am Straßenrand angelegte Gemüsegarten ist ein Indiz dafür.

    Wenn ich schon mal hier bin und viel Zeit habe schaue ich mir auch gerne andere Hotels an, die vielleicht bei einem künftigen Aufenthalt für mich in frage kommen könnten. Das „The Waters“ kenne ich nun recht gut. Schließlich war ich gestern erneut von der Hotel Chefin Mata dort zum Frühstück eingeladen. Aktuell sind die 258 Zimmer dieses Luxus Hotels, fast alle haben direkten Zugang zum Pool, ausgebucht. In der Nebensaison sind die Preise jedoch erheblich niedriger. Wenn ich dieses Hotel einmal als Unterkunft wählen würde, hätte ich natürlich durch meinen Kontakt die Chance ein entsprechendes Upgrade beim Zimmer zu erhalten.

    Die großen Luxus Hotels direkt am Strand in welchen wir in der Vergangenheit öfters waren, haben zwar viele Vorteile wie beispielsweise die Ruhe und Strandlage. Dafür ist man dort abgelegen und braucht entweder ein Taxi oder einen Roller um ins Zentrum von Bang Niang oder Khao Lak zu gelangen. Dazu kommt, dass es meist in fußläufiger Entfernung lediglich ein paar Gaststätten gibt deren Preisniveau sich natürlich an die Kundschaft in den Luxus Hotels angeglichen hat. Grob gesagt kann man an den einfachen Gaststätten an der Landstraße von Phuket nach Takua Pa um die Hälfte des Geldes oder zwei drittel der Preise Essen und Trinken als dort.

    Ein sehr schönes Hotel welches auch über eine kleine Anzahl von Zimmern mit direktem Zugang zum Pool verfügt, ist das Forest Resort. Es liegt in zweiter Reihe hinter der Straße Nummer vier und trotzdem dort herrschenden Verkehr ist es ziemlich ruhig. In wenigen Minuten ist man zu Fuß im Zentrum und kann dort auch ins Nachtleben eintauchen.

    Das sind die so genannten Pool Villen. Direkt hinter diesem Hotel beginnt der Urwald. So ist es durchaus denkbar, dass manches Tierchen sich vor allem in der Nacht in die Hotelanlage verirrt. Ich kenne das ja vom Apsara Resort wo ich in den letzten beiden Jahren meinen Pool auch immer wieder mit einem Waran teilen musste. Daran kann man sich gewöhnen. Bei Schlangen ist es etwas anderes.

    Gerade die Pool Villa verströmt schon einen Hauch von Privatsphäre.

    Aber auch die Zimmer mit direktem Pool Zugang sind durchaus akzeptabel.

    In der Nebensaison also bis Anfang Dezember und ab Ende März ist in dem Hotel ein Zimmer mit Frühstück für etwa 50 € zu haben. Es gibt in Thailand ja nur Doppelzimmer. Der Preis gilt also für zwei Personen. Das finde ich durchaus angemessen für dieses Hotel. Nutzt man das Zimmer alleine zahlt mit den selben Preis.

    Ich war am frühen Nachmittag da und habe mir natürlich auch ein Zimmer zeigen lassen. Auch in diesem Hotel ist es so wie in ähnlichen dieser Art und Größe, dass die Gäste tagsüber meist mit dem Roller unterwegs sind. Wer also nur seine Ruhe, warmes Wasser und Sonne oder Schatten will, hat tagsüber so wie ich hier auch in meinem kleinen Hotel in Strandnähe das Hotel fast für sich alleine.

    Kommt doch herein in die gute Stube.

    Das Hotel hat „nur drei Sterne“. Folglich sind die Zimmer etwas kleiner als in den Hotels, in welchem wir in Thailand in den letzten Jahren abgestiegen sind.

    Die Größe der Zimmer ja nicht wichtig weil man sich dort eh nur zum schlafen aufhält. Auch der Fernseher spielt in Thailand für uns Europäer keine Rolle weil wir keine deutschen Sender empfangen können.

    Auch das Bad ist durchaus ansprechend.

    Wenn man so wie ich manchmal auch nachts noch unterwegs ist, weil die Musikgruppe in der Kneipe halt erst um Mitternacht ihr Konzert beendet sieht man auch die Müllabfuhr, die fast täglich den unsortierten Müll einsammelt.

    Die Säcke links und rechts am Heck des Müllwagens haben durchaus eine Bedeutung. Der Müll wird in Thailand ja kaum sortiert. Allerdings gibt es durchaus ein System der sortenreinen Erfassung von Wertstoffen. Das übernehmen vor allem Privatleute mit ihren Rollern mit Anbauten oder Pick-up PKW. Die Müllmänner, die die Tonnen in das Fahrzeug leeren, verdienen sich auch etwas Geld dazu, indem sie Dosen in den einen Sack werfen und Plastikflaschen in den andern. Das muss natürlich schnell gehen, weil das Fahrzeug sonst seine Tour nicht schafft. Die Tonne an sich wird deshalb nicht durchwühlt. Lediglich oben liegendes Material oder danebenstehende Dosen werden genommen. Flaschen gibt es fast ausschließlich nur im Einwegsystem. Die nehmen die Müllmänner nicht, weil das wohl zu schwer wäre. Im Hotel werden übrigens meist Flaschen und Dosen, aber auch Plastikflaschen von den Putzfrauen getrennt und verkauft. Bezahlt wird immer nach Gewicht.

    So ungefähr wie diese Figur in der Bar Mr Chay habe ich den Besitzer gestern Nacht erlebt. Vermutlich war der letzte Mojito und der letzte Joint schlecht. Nachdem wir heute nach dem Abendessen erneut in diese Musikkneipe wollen werden wir sehen, ob sich der Herr wieder von der gefährlichen „Krankheit“ erholt hat.

    Grüße

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 17. Dezember 2025 um 08:38

    An dieser Stelle möchte ich euch etwas über Autos in Thailand erzählen. Aufgrund der Tatsache, dass für importierte PKW ein Zoll von sage und schreibe 200 Prozent fällig ist bauen die großen Pkw Hersteller ihre Fahrzeuge in Thailand. Das Automobilzentrum liegt in und um die Stadt Rayong. Marktführer ist seit Jahrzehnten der Hersteller Toyota. Auch andere Japaner wie Nissan und Honda sind stark vertreten. Kleinere Hersteller haben Montagewerke und importieren folglich für viel niedrigere Zölle die Autos in Teilen. Das gilt im übrigen auch für Motorräder. Man kann also in Thailand einen Porsche oder einen BMW oder Mercedes kaufen. Natürlich sind diese Fahrzeuge erheblich teurer als in Deutschland. Allerdings werden diese PKW dann auch aus importierten Teilen in Thailand zusammen geschraubt.

    Beliebt sind vor allem so genannte Pick-up PKW. Das hier ist der Nissan Navara Diesel eines ausgewanderten Deutschen der seit drei Jahren in Thailand lebt. Michael hat für diesen Pkw mit einer sieben Gang Automatik und 2,3 l Turbo Diesel Motor mit hochwertiger Ausstattung 22.500 € einschließlich der thailändischen Umsatzsteuer bezahlt. Dieses Fahrzeug hätte vor drei Jahren in Deutschland in etwa das Doppelte gekostet.

    Warum fahren sowohl einheimische als auch hier lebende Ausländer solche aus unserer Sicht spritschluckende PKW? Ganz einfach. Man kommt mit diesen Autos auch auf schlechten Wegen zurecht und kann damit alles mögliche transportieren. Michael hat beispielsweise eine Rampe und nimmt ab und zu seinen großen Motorroller mit wenn er woanders für mehrere Tage einen Standort hat.

    Einheimische nutzen diese Fahrzeuge sowohl privat als auch für Geschäfte aller Art. Es gibt Spezialaufbauten für das Heck. Aber auch Personen werden auf dieser Ladefläche legal transportiert.

    Das Auto hat auf jeder Seite 2 Türen. Die eine Türe öffnet sich nach vorne und die andere nach hinten. So hat man einen sehr großen Bereich zum einsteigen. Dieser PKW hat allerdings hinten nur so eine Art Notsitze.

    Laut Auskunft meines Bekannten ist dieser PKW sehr sparsam. Das will mal auf Anhieb gar nicht glauben. Tatsächlich ist es aber so, dass in Thailand praktisch nie über 100 Km/h schnell gefahren wird. Folglich spielt es gar keine große Rolle ob der Pkw windschnittig und wie bei uns in Europa der Unterboden verkleidet ist. Die die Drehzahl des Motors ist natürlich bei einer sieben Gang Automatik extrem niedrig, was den Verbrauch drückt.

    Diese Plakette an der stark getönten Windschutzscheibe ist der Nachweis, dass das Auto versichert und versteuert ist. In Thailand schreiben wir das Jahr 2569 ab der Geburt von Buddha. Solch eine Versicherungsbescheinigung sollte auch jeder Roller haben. Allerdings ist das bei einem sehr hohen Anteil der Motorbikes nicht der Fall. Die Besitzer fahren also unversichert auf den Straßen. Es gilt übrigens in ganz Thailand eine Helmpflicht. An die halten sich zumindest hier in der Gegend die meisten Touristen. Und doch kontrolliert die Polizei diese Helmpflicht nicht.

    Für den Nissan zahlt Michael im Jahr etwa 500 € an Versicherung einschließlich Vollkasko inklusive der Kraftfahrzeugsteuer. Die Versicherung schließt man oft wie auch in diesem Fall direkt beim Neukauf des Pkw beim Hersteller ab. Dies deshalb, weil die Versicherungsbedingungen sehr unterschiedlich sind. Wenn man einen PKW neu erwirbt hat man vielleicht nicht immer die billigste Versicherung über den Hersteller, aber dafür die mit den besten Leistungen. Eine Vollkasko Versicherung ist schon deshalb fast obligatorisch, weil man durchaus in einen Unfall mit einem nicht versicherten Kraftfahrzeug verwickelt werden kann.

    Grüße

    Jürgen

  • TH 1917 Kleinkläranlage

    • claus-juergen
    • 16. Dezember 2025 um 08:10
    Zitat von Tom

    Ne Thailändische Kläranlage.

    Du bist gemein Tom! Wie kannst du als Farang dieses Rätsel so schnell lösen? ;)

    So sieht dieser Behälter aus Kunststoff aus welcher für ein normales Haus hier in Thailand als Kleinkläranlage dient.

    Im Inneren befindet sich erst mal dieses Plastikgitter als Grobfilter und dann zwei Kammern.

    Eingebaut schaut dieser Behälter dann so aus. Der Arbeiter ist gerade dabei mit Sand dieses Ding zu stabilisieren.

    So einen Behälter gibt es in verschiedenen Größen. Das ist wohl die Nummer vier.

    Grüße

    Jürgen

  • TH 1917 Kleinkläranlage

    • claus-juergen
    • 16. Dezember 2025 um 06:28

    Hallo Rätselfreunde,

    Wer kann mir sagen, was das ist?

    Viel Spaß wünscht

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 16. Dezember 2025 um 05:43

    Was wäre ein Urlaub in Thailand ohne einen buddhistischen Tempel zu besuchen? Etwa 3 km von meinem Hotel entfernt liegt so eine Tempelanlage verbunden mit einem Kloster.

    Durch dieses Tor betritt man die Anlage.

    An der Straße draußen steht noch diese mobile Pumpe. Ich habe auch an anderen Stellen ähnliche Geräte gesehen. Wie ich gestern Abend von einer Einheimischen erfahren habe war die Überschwemmung gerade hier im Bereich von Khao Lak im Oktober besonders stark. Da haben es die Ablaufrohre und Kanäle nicht geschafft all das Wasser abfließen zu lassen, welches da in kürzester Zeit vom Himmel regnete.

    Die Mauer ist links und rechts vom Eingangsportal mit diesen Figuren verziert.

    Unter der weißen Pagode, rechts im Bild befindet sich eine Glocke.

    Die Glocke wird angeschlagen beim Beginn und beim Ende von Sitzungen, Gebeten oder Lesungen. Auch wird sie morgens, mittags und abends geläutet, so dass die Mönche ein Zeitgefühl gewinnen.

    In der Pagode links im Bild sitzt dieser goldene Buddha.

    An der Treppe vor diesem Tempel sind große Figuren aufgestellt.





    Im Inneren dieses Tempels befindet sich ein Altar mit einer Buddhafigur.

    An den Wänden sind Bilder die das Leben des Erleuchteten zeigen.

    Buddha als Kind

    Auch Buddha kann anscheinend über das Wasser gehen.

    Zum Kloster gehört auch diese große Versammlungshalle.

    In dem und einem weiteren Gebäude wohnen die Mönche.

    Eine weitere große Buddhafigur befindet sich im Freien.

    Während meines Besuchs traf ich hier lediglich noch vier weitere Besucher an. Nachdem die Sonne mittlerweile kaum mehr durch Wolken verdeckt war wurde es Zeit, dass ich mir etwas zu trinken besorgte.

    Grüße

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 15. Dezember 2025 um 07:13

    Gestern war es viele Stunden relativ bewölkt, so dass die Sonne nicht so stark vom Himmel brannte. So entschloss ich mich gegen 15 Uhr kurzfristig etwa 3 km zum Tempel Somdet Ong Patom zu laufen. Dorthin führt eine fast überdimensionierte vierspurige Straße mit Gehwegen auf beiden Seiten. Das verwundert augenscheinlich grundsätzlich den Betrachter. Vor allem auch deshalb, weil diese breite Straße in eine schmale Brücke mündet. Diese Brücke überspannt einen Khlong wie man die Wasserwege hier nennt.

    So ein Khlong ist manchmal ein breiter viel Wasser führender Fluss und manchmal nur ein Rinnsal. Das hängt damit zusammen, dass es in Thailand oft extrem starke und anhaltende Regenfälle gibt. Die Regensaison dauert meist von April bis in den November.

    Aktuell ist kaum Wasser in diesem Flussbett. Es ist sogar so, dass bei Flut Meerwasser aufgrund des flachen Areals weit ins Landesinnere strömen kann.

    Warum diese Straße so breit und damit überdimensioniert gebaut ist obwohl sie heute eigentlich nur wenig Verkehr aufnehmen muss, weiß ich nicht. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass eine große Hotelanlage nahe dem Strand am Tiki Beach anscheinend nie fertig wurde. Dort steht lediglich ein Betonskelett.

    Nun meint vielleicht mancher beim genauen Betrachten dieses Bildes, dass die Thai ganz schön schlampig sind, weil sie es nicht zustande bringen links und rechts der Fahrbahn liegengebliebenes Blattwerk und Zweige zu entfernen. Das hat allerdings vermutlich einen anderen Grund. Im Oktober hat es kurzzeitig so stark geregnet, dass Khao Lak und Bang Niang in weiten Teilen bis zu einem Meter unter Wasser stand! Es handelt sich dabei um eine reine touristische Siedlung. Die musste dann nach dem Ende dieser Regenfälle in kurzer Zeit wieder instand gesetzt werden weil die Touristensaison ganzjährig ist. Es regnet also so lange und intensiv, dass all die angelegten Kanäle und Wasserläufe dieses Wasser nicht schnell genug ableiten können. Selbst der Boden kann diese Regenmenge nicht aufnehmen. Das ist auch der Grund dafür, dass die Betonmasten für Stromkabel und Datenkabel oftmals schief stehen. Sicherlich können die Arbeiter hier mit Lot und Wasserwaage umgehen. Wenn aber der Boden stark durchnässt ist und noch dazu ein Wind weht kommt es einfach vor, dass Masten in Schräglage geraten. Das stört erst dann, wenn so ein Mast umfällt und die Kabel reißen.

    Die Gehwege auf beiden Seiten dieser Straße hat man nicht für eine hohe Anzahl zu erwartender Fußgänger angelegt. Vielmehr dienen die dazu Rohre von knapp ein Meter Durchmesser aufzunehmen. Es verläuft also links und rechts dieser Straße unter beiden Gehwegen eine Rohrleitung. In bestimmten Abständen sind diese Rohre unterbrochen. Von der Straße kann dann das Wasser in diese Rohrleitungen fließen und weiter zum Khlong. Um Verstopfungen zu beheben hat man immer wieder große Gitter auf diesen Gehwegen angebracht wo man das eingeschwenkte Gestrüpp entfernen kann. Hätte man diese Rohre unter der Straße verlegt, wäre die Wartung in dieser Form nicht möglich. Der Gehweg ist also praktisch nichts anderes als eine Befestigung dieser Entwässerungsleitungen.

    Die Straßenlampen sind wie bei uns auch nummeriert. Natürlich handelt es sich dabei um LED Strahler deren Stromversorgung lediglich ein Fotovoltaik Modul gekoppelt mit einer Batterie übernimmt. Die verzinkten Masten stehen fast alle gerade weil sie mit viel Beton in diesen Gehwegen verankert sind. Die Thailänder haben sich also durchaus etwas gedacht beim Bau dieser Straße die nicht nur die Funktion hat, den Verkehr zu bewältigen.

    Dann kam ich zwar beim Tempel nach einer knappen halben Stunde Gehzeit an. Ich möchte euch die Bilder dieses Tempels allerdings in einem eigenen Beitrag zeigen. Während der Besichtigung verschwanden übrigens die Wolken und damit kam bei mir der Durst. Ich lief zur sechsspurigen Überlandstrasse Nummer vier und entdeckte glücklicherweise nach wenigen 100 Metern einen Stand wo es nichts anderes als Kocos Shake mit Eis gab. Nachdem der Fahrer dieses Dreirads und seine Beifahrerin mit Getränken versorgt waren kam ich an die Reihe.

    So ein Kokos Shake besteht aus nichts anderem als aus zerkleinerten Eis und dem Mark von Kokosnüssen sowie der darin befindlichen Kokosmilch. Wer das noch nie probiert hat, dem entgeht wirklich etwas.

    Es werden nur so viele Kokosnüsse geöffnet wie man gerade braucht. Frischer geht’s also nicht mehr. Nur nebenbei erwähnen möchte ich, dass der Kocos Shake hier 30 Baht, also knapp einen Euro gekostet hat wohingegen man am Strand wo sich die Touristen aufhalten 80 Baht bezahlt. Die Kunden an diesem Stand sind aber auch fast ausschließlich Thailänder, die mit dem Roller, dem Dreirad, ihrem Taxi, dem LKW oder dem PKW halten, um sich diese Erfrischung mitzunehmen.

    So ein Kocos Shake hält zumindest bei mir mehr als eine halbe Stunde ohne bei 30° warm zu werden. Das wiederum ist logisch, weil da ja einige zerkleinerte Eiswürfel drin sind. Anfangs trinkt man mit dem Strohhalm aus einem Plastikbecher die Milch mit dem Eis. Später ist das grob abgeschälte Kokos Mark dran welches man dann mit den Fingern aus dem Becher holt.

    Nun mag mancher vielleicht denken, dass es öde ist an dieser verkehrsreichen Landstraße entlang zu gehen. Ich finde das nicht weil ich wenige hundert Meter weiter trotz mittlerweile elf Aufenthalten in Thailand etwas Neues entdeckt habe. Diese Frau bietet an vorbeifahrende eine Frucht an, die ich bisher wieder gesehen habe und die ich auch überhaupt nicht kannte. Johannes56 hat dieses Rätsel für mich gelöst. Es handelt sich hierbei um eine Frucht namens Salak, auch Schlangenfrucht genannt. Und wie es in Thailand üblich ist, versucht der Jürgen mit der Dame ins Gespräch zu kommen. Sie schält eine Frucht und gibt sie mir zum Essen.

    Die Frucht hat in etwa die Größe einer Pflaume. Allerdings ist der Kern im Vergleich dazu noch größer. Die stachelige Haut lässt sich einfach mit den Fingern ablösen.

    Genaugenommen befinden sich unter der Schale zwei Früchte.


    „Früchte sind meist Ei- oder birnenförmig undmeist braun bis rot. Die Fruchtschale glänzt, ist schuppig überlappend und erinnert an eine Schlangenhaut. Das Fruchtfleisch ist hellgelb oder rosa und in zwei bis vier (meist drei) Segmente geteilt. Der Geschmack des Fruchtfleisches erinnert an Birne, Litschi und Jackfrucht. Beliebt sind Salaks als Beilage zu Obstsalaten. Eine andere Variation ist es, das Fruchtfleisch mit etwas süßem Sirup zu essen. Die roh ungenießbaren Kerne in der Mitte des Fruchtfleisches sind braun bis schwarz. Die Kerne werden in Südostasien in Salzwasser gekocht. Dabei entsteht eine Schleimschicht, die entfernt wird. Danach sind die Kerne ohne Schale genießbar. Die Früchte werden auf lokalen Märkten angeboten. In Europa werden sie im Handel unter der Bezeichnung „Schlangen(haut)frucht“ (englisch: snake fruit) oder „Salak“ angeboten.“

    (aus Wikipedia)

    Tatsächlich hat mir die Frucht durchaus geschmeckt. Es ist halt viel Arbeit, wenn man diese kleinen Dinger erst mal schälen muss und dann das meiste der große Kern ist den man nicht roh essen kann.

    So war ich etwa eineinhalb Stunden zu Fuß unterwegs und froh nach der Rückkehr ins Hotel in den Pool zur Abkühlung schwimmen gehen zu können. Um im Meer zu schwimmen und den Sonnenuntergang zu genießen, war ich nach dieser Tour einfach zu faul.

    Abends war ich nun bereits das dritte Mal in einem einfachen Lokal an der Landstraße beim Essen. Dazu gibt es folgendes anzumerken:

    Beim ersten Besuch vor ein paar Tagen kam ich kurz mit der Wirtin ins Gespräch weil die Frau sich dann an den Nebentisch setzte und in relativ kurzer Zeit zwei Bier trank. Dabei saß ihr eine Thailänderin gegenüber, die ebenfalls zwei Bier trank. Das hatte ich so bisher noch nie gesehen. Heute Abend nun eine neue Erfahrung.

    Ich hatte bereits aufgegessen als plötzlich ein junger Bediensteter dieses Lokals mir ein Bier auf den Tisch stellte obwohl ich meins noch gar nicht ausgetrunken hatte. Er verwies nur bei meinem fragenden Blicke auf die Wirtin die hinter mir saß und lächelte. So setzte ich mich mit meinen zwei Flaschen Bier an ihren Tisch um mich zu bedanken. Ihr gegenüber saß ein Thailänder mittleren Alters. Es begann ein Gespräch auf Englisch zwischen uns dreien, wobei die Wirtin immer wieder mal den Tisch verließ, um in der Küche auszuhelfen oder Gäste zu bedienen.

    Der Thailänder erklärte, dass er Tierarzt sei und auch bereits Deutschland Frankreich, die Schweiz und Belgien bei einer Reise besichtigt habe. Das war wohl eine Art Studienreise. So blieb ich doch länger in dieser einfachen Kneipe als ich mir gedacht hatte. Weil ich im Laufe des Gesprächs erzählt habe wo sich mein Hotel am Strand befindet, haben sowohl die Wirtin als auch ihr Verwandter mit dem Kopf geschüttelt weil ein Thailänder nie so weit läuft wie ich. Schließlich hat jeder Jugendliche in Thailand bereits einen Roller und da fährt man selbst die 100 m bis zum Supermarkt mit dem Fahrzeug.

    Nun wollten die beiden auch nicht zulassen, dass ich bei Dunkelheit wieder zurück zum Hotel laufe. Also wurde ein junger Angestellter oder Verwandter dieser Gaststätte beauftragt mich mit dem Roller zu meiner Unterkunft zu fahren. Natürlich weis ich diese Geste zu schätzen und werde folglich noch öfters bei meinem Aufenthalt dort essen zumal im übrigen das Preisniveau sich deutlich von den Touristenlokalen in Bang Niang unterscheidet. Schließlich ist die Konkurrenz groß und keines dieser einfachen Lokale an der Straße ist am Abend vollbesetzt.

    Gegessen habe ich ein Penang Curry mit Ente und Reis. Das Curry war tatsächlich scharf wie esdie Thailänder mögen und ich gerade noch vertrage. Hinterher gab’s auf Kosten des Hauses die weihnachtliche Melone. Bezahlt habe ich für dieses Essen einschließlich einem großen Chang Bier von 0,62 Liter 210 Baht was in etwa sechs Euro entspricht. Natürlich fiel das Trinkgeld anlässlich dem Freibier etwas höher aus als gewohnt.

    Grüße

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 14. Dezember 2025 um 07:34

    Das Wetter ist hier an der Andamanensee in Thailand abgesehen vom kurzen Starkregen vor zwei Tagen stabil. Nach wie vor Sonne mit ein paar Wolken am Himmel. Luft und Meer haben um die 30 °C. Nachdem ich in der Gegend ja schon das allermeiste in den vergangenen Jahren erkundet habe, schaut mein Tagesablauf eigentlich fast immer gleich aus. Ich gehe ein paar 100 m zum Frühstück mal links und einmal rechts aus dem Haus und dann verbringe ich mehrere Stunden am Hotelpool und das dazu meistens alleine.

    Ab etwa 15:00 Uhr Ortszeit, dann ist es bei euch in Europa 9:00 Uhr telefoniere ich mit zuhause. Nach 17:00 Uhr wenn die Sonne schon viel niedriger steht, gehe ich ein paar Minuten zum Tiki Beach um dort eine Runde im Meer zu schwimmen und beim Betrachten des Sonnenuntergangs ein Bier zu trinken. Nun könnte mancher meinen, dass das langweilig ist. Der Sonnenuntergang ist auf jeden Fall aufgrund der Wolken jeden Tag anders. Online kann ich noch dazu verschiedene Zeitungen lesen. Die Zeit dafür fehlt mir meistens zu Hause oder die nehme ich mir nur, wenn wir Sauwetter haben und ich nicht außer Haus muss.

    Am Abendessen gehe ich mal ein Stück weiter bis zur Nationalstraße und mal nur zwei Straßen weiter. Die Touristenlokale in der Chai Hat Bang Niang Road habe ich bisher gemieden. Dort gibt es Thai food europäisiert, Pizza, Schnitzel mit Pommes, Bars, Massage Gelegenheiten und Geschäfte aller Art, einschließlich dem in Thailand allgegenwärtigen und 24 Stunden geöffneten 7Eleven.

    Dann esse ich zum Beispiel in einem der einfachen Lokale an der Landstraße Nummer vier. Dort kehren Thailänder und nur wenige Ausländer ein. Dafür geht es dort etwas rustikaler zu. Das Essen ist authentisch und die Preise niedriger. Dort steht dann immer dieser Kunststoffbehälter mit Trinkwasser auf dem Tisch und ungefragt wird einem ein Glas mit Eiswürfeln hingestellt. Hier aber gilt für uns Europäer, die Grundregel: bloß nicht trinken!

    Warum ist ganz einfach erklärt. Die Eiswürfel sind vermutlich oder auch das Trinkwasser mit Keimen versetzt. Der Durchfall ist beim Genuss dieses Wassers garantiert. Die Thailänder vertragen das, wie Farang hingegen nicht.

    Aufpassen auch beim Würzen . Das links in der Box sind dünn geschnittene Chilischoten in verschiedenen Farben die in einer Flüssigkeit schwimmen. Die beiden mittleren Behälter enthalten pulverisiertes Chili und rechts Salz. Vorsicht beim nachwürzen, weil thailändische Gerichte von Haus aus scharf sind.

    Auch das hier ist teuflisch scharf.

    An so einem Stand lasse ich mir gerne dann auf dem Rückweg zum Hotel einen Bananenroti frisch zubereiten. Das ist ein dünner Pfannkuchen gefüllt mit zum Beispiel Banane oder Mango oder Kocos oder für uns Europäer Nutella. Der kostet hier übrigens 40 Baht und in der Touristenmeile das Doppelte.

    Kokosfett verhindert, dass der dünne Pfannkuchen anbrennt.

    Ich liebe es, wenn man anschließend gezuckerte Kondensmilch darüber gießt.

    An so einem Stand habe ich auch schon mal gegessen. Es handelt sich hier wohl um eine Art mobile Verpflegungskette die ausschließlich einfache Gerichte mit Schweinefleisch anbietet. Dazu dann in der Regel Nudeln oder Reis. Das Essen hier kostet weniger als 100 Baht, also unter drei Euro.

    An solchen Ständen kann man bis in die Nacht hinein Spiesse mit Hühnerfleisch, eine Art Brätknödel oder Würste kaufen. Das meiste ist vorgegart und wird dann nur kurz über dem Holzkohlengrill erhitzt.,

    So ein Spieß kostet dann zwischen zehn und 20 Baht. Das entspricht 0,25-0,50 €.

    Ärmere Thailänder haben keine eigene Waschmaschine. Die nutzen dann die Dienste eines Waschsalons. Der ist 24 Stunden zugänglich und lediglich überdacht.

    Dort gibt es nicht nur Waschmaschinen in allen Größen, sondern auch kleine Packungen von Waschmittel zu kaufen. Alles natürlich mit Münzen am Automaten.

    Waschpulver und Weichspüler kosten hier in der kleinen Packung zwischen fünf und zehn Bath was wiederum 15 bis 25 Cent entspricht.

    Je nach Fassungsvermögen der Maschine zahlt man dann am Automaten neben dem Gerät mit Münzen.

    Wer selbst keine Zeit hat in so einem Waschsalon seine Wäsche zu waschen kann die hier auch waschen lassen. Die Textilien werden gewogen. Abgerechnet wird in Kilogramm.

    Bei dieser Maschine kostet der Waschgang beispielsweise 30 Bath, also etwa 0,85 €.

    Im Eifer des Gefechts kann es natürlich vorkommen, dass man mal ein Wäschestück vergisst. Wer seinen Schlüpfer oder seinen BH vergisst muss keine Angst haben, dass den jemand klaut. Der wird dann im Waschsalon aufgehängt mit einem Zettel und Fragezeichen dahinter.

    Wie viele Privathäuser, Hotels und auch Geschäfte hat natürlich auch dieser Waschsalon seinen buddhistischen Hausaltar.

    Seit zwei Wochen will ich eigentlich auch mal bei der Aufführung einer Band in der Tiki Bar anwesend sein. Bisher war da nie viel los. Gestern am Samstagabend war das anders. Allerdings wollte ich dann doch nicht da hinein. Der Grund liegt darin, dass die örtliche Niederlassung der „Bandidos“ an dem Abend dort war.


    „Die Bandidos Motorcycle Club (MC) sind eine international bekannte Biker-Gang, die auch in Thailand aktiv ist, vor allem durch ihre Support-Clubs wie den Diablos MC, der als lokaler Ableger fungiert und die Farben der Bandidos in Rot und Gold trägt, aber mit gelben Schriftzügen auf rotem Grund, um sich von den Originalen zu unterscheiden. Diese Gruppierungen agieren oft im Umfeld der organisierten Kriminalität und sind in Deutschland verboten, da ihre Aktivitäten gegen Strafgesetze verstoßen, während die thailändischen Ableger lokale Strukturen nutzen“

    Dies habe nicht ich mir ausgedacht, sondern die viel geschätzte KI. ;)

    Beim schlendern zu meinem Hotel blieb ich dann doch noch in der Lion Bar hängen. Dort gab es auch Livemusik und so bestellte ich mir noch ein Bier.

    Hier verkehren vor allem Engländer weil dort auch gestern Abend wieder neben der Musik im Fernsehen ein Fußballspiel eines englischen Clubs übertragen wurde.

    Ich hatte noch nicht ausgetrunken als Michael und sein Sohn mit ihren thailändischen Lebensgefährtinnen vorbei kamen. Die beiden kenne ich vom Hotel. So sind wir kurz darauf zurück zum Hotel mit den Rollern gefahren und haben am Pool nach Mitternacht noch ein Bier getrunken. Dort konnten Michael und ich uns wenigstens ohne laute Musik im Hintergrund unterhalten.

    Nach wie vor verspüre ich nicht das Bedürfnis irgendwelche Ausflüge zu machen. Ich kenne ja das allermeiste in der Gegend schon und bin mit diesem völlig entspannten und ruhigen Tagesablauf vollauf zufrieden. Morgen Abend habe ich einen Termin, weil die Hotelchefin des „the Waters“ mit mir essen gehen will. Ab Dienstag sind Freunde aus Oberösterreich hier mit denen ich auch den ein oder anderen Abend verbringen werde.

    Grüße aus dem Land des Lächelns von

    Jürgen

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    • claus-juergen
    • 14. Dezember 2025 um 06:36

    Den da habe ich in Bang Niang in Thailand gesehen.

    Grüße

    Jürgen

  • Im Land der Pharaonen

    • claus-juergen
    • 14. Dezember 2025 um 05:11

    Hallo Heiko,

    Du zeigst uns allen ein nicht nur mir unbekanntes Kairo. Die seit Jahrzehnten angebotenen Nil-Kreuzfahrten haben ja alle nicht Kairo zum Ziel. Wer in Kairo ist schaut meistens die Pyramiden an und dann noch das nun völlig neue ägyptische Museum und das war’s dann. Es ist schön wie du in die Mischung von historischen Bauten und Basaren eintauchst. Was den Tanz der Derwische anbelangt nehme ich an, dass du dich vorab sehr lange intensiv auf diese Reise vorbereitet hast. So eine Aufführung entgeht wohl den meisten Touristen.

    So lernt man natürlich ein Land ganz anders kennen als in den geführten Touristengruppen wie sie wohl von der überwiegenden Mehrheit der Besucher in Ägypten gewählt wird. Es ist ja auch nicht ganz einfach sich alleine ohne Sprachkenntnisse nur mit Google Maps in so einer Mega Stadt zu bewegen.

    Ich bin gespannt wie es weitergeht.

    Grüße

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 13. Dezember 2025 um 06:02

    Hallo ihr beiden,

    Eingangs habe ich euch ja nicht weit entfernt von dieser Strandbude zwei abgestürzte Häuser gezeigt. Auf der anderen Seite des ehemaligen Strandes könnt ihr auch aus meinen Bildern erkennen wie der Beton großflächig unterspült wurde und folglich einbrach. Das ist im letzten Sommer in diesem Jahr während der Regenzeit geschehen. Da muss wohl nur starker anhaltende Regen und entsprechender Wind zusammenkommen, so dass der Wellengang extrem wird und alles, was am Ufer nicht gut befestigt ist ins Meer zieht.

    Das hier ist Tiki. Ich nenne ihn einfach so, weil der Strandabschnitt am nördlichen Ende des Bang Niang Beach von ihm als Tiki Beach getauft wurde. Fast jeden Tag bin ich am späten Nachmittag an diesem Strandabschnitt um hier im Meer zu schwimmen und bei einem Bier den Sonnenuntergang zu genießen. Dann sprechen wir beide in Englisch über Gott und die Welt. Tiki wohnt in den beiden euch bereits gezeigten Baumhäusern. Ich nenne ihn übrigens Tiki, weil ich mir seinen langen Vornamen eh nicht merken kann. Alle nennen ihn hier nur Tiki.

    Er hat mir erklärt, wie vor einem Jahr der Strand noch an genau dieser Stelle erheblich breiter gewesen ist. Ob das nun daran liegt, dass der Meeresspiegel gestiegen ist oder einfach die Kraft der Wellen den Sand abgetragen hat können wir natürlich nicht sagen. Tiki ist jedenfalls der Meinung, dass die Strandbude Bobbies Bar maximal noch die regenarme Wintersaison 2025 2026 übersteht. Da mag man noch so viele Sandsäcke anhäufen. Das bringt auf Dauer nichts.

    Gestern Nachmittag hat es plötzlich eine knappe Viertelstunde heftig geregnet. Entweder regnet es hier nur ganz wenige Tropfen oder es gießt wie aus Kübeln. In den letzten 14 Tagen war es bisher fast nur trocken und meist kaum bewölkt am Himmel.

    Also wartet man den Regen ab und setzt sich an eine trockene Stelle um anschließend gemütlich ein Bier zu trinken. Bei mir wurde es mehr als ein Bier weil ich mich mit Michael sehr angenehm unterhielt. Michael ist ein ausgewanderter Deutscher, der hier in Thailand im Ruhestand mit einer Thailänderin zusammen lebt und derzeit mit dem eigenen PKW eine Rundreise durch das Land macht. Ein paar Tage bleiben die beiden nun im selben Hotel wie ich. So kamen wir ins Gespräch.

    Anfangs probierten wir dieses Bier einer thailändischen Brauerei, die sich auf ihre deutschen Wurzeln oder Braukunst besinnt. Es gibt ein helles Lagerbier und ein dunkles Bier. Ehrlich gesagt, schmeckt mir das bayerische Bier besser. Als dieses Bier dann vernichtet war, sind wir zum traditionellen landesweit bekannten Chang gewechselt.

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    Noch ein paar Worte zum Hochbau in Thailand. Vor ein paar Tagen habe ich gegen 21:00 Uhr in einem Betrieb an der Hauptstraße Nummer vier gesehen, wie man dort aus Aluminium Profilen Fenster und Schiebetüren baut. Es gibt zwar CNC Maschinen aus China. Die werden wohl auch genutzt, aber so ein Fenster hat halt auch nur eine einfache Verglasung und ein relativ dünnes Alu Profil. Eine Isolierung ist hier sowohl bei Fenstern als auch beim gesamten Bauvorhaben unbekannt. Man lässt die Klimaanlage laufen und damit hat es sich. Michael hat mir übrigens erzählt, dass er in seinem Haus im Norden Thailands vier Klimaanlagen hat und im Monat auf etwa 30 € Stromkosten kommt.

    Es wird einfach und damit auch billig, aber überhaupt nicht nachhaltig gebaut. Die Wasserleitungen bestehen aus verklebten blauen Plastikrohren. Die Hauptleitungen sind natürlich entlang den Straßen wie bei uns auch vergraben. Unter diesem Deckel verbirgt sich vermutlich ein Wasserschieber.

    Jeder Hausanschluss verfügt natürlich auch über eine einfache Wasseruhr wie wir sie von unserem Heimatland auch kennen.

    Die ist genauso verplombt wie bei uns. Die einfachen Wasserleitungen aus blauen Plastikrohren sind sehr gut zu erkennen.

    Bei Bobbys Bar ist das wieder anders. Ich gehe davon aus, dass die einfach vor einiger Zeit ohne irgendwelche Bauvorschriften oder gar einer Genehmigung aufgebaut wurde. Den Stromanschluss bekommt man relativ schnell weil ja alle Leitungen an Betonmasten hängen. Mit dem Wasser ist das schwieriger. Deshalb hat man bei dieser Bar zwei große Wasserbehälter von jeweils circa 2 m³ Fassungsvermögen. Da kommt dann halt alle paar Tage der Wasserwagen um die kostenpflichtig aufzufüllen.


    Für die Elektroinstallation gibt es eine einzige Sicherung für das ganze Haus. Der so genannte Null Leiter ist unbekannt.

    Grüße

    Jürgen

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