Gestern war Sonntag und da sollte eigentlich in einem Kaff hinter den Bergen im Distrikt Amphoe Kapong ein Markt stattfinden wo keine Ausländer anzutreffen sind. Dort wird alles gehandelt was Thailänder so benötigen und natürlich gibt es auf derartigen Märkten immer viele Stände wo man Sachen zu essen bekommt, die es in den Touristengebieten nicht gibt. Also wäre das doch ein ideales Ziel für uns. Roller ausgeliehen, in Takua Pa getankt, dort eine Polizeikontrolle unbeanstandet passiert und ab zusammen mit Otto und Gert in die abgelegene Gegend in den Bergen.
Auf dem Weg befindet sich ein See mit einem schwimmenden Café darauf. Das Gewässer nennt sich Khangkhao Swamp. Im Vorjahr bin ich bereits dort vorbei gekommen. Dieses Mal wollten wir hier etwas kaltes trinken. Tatsächlich hatte die Einrichtung geöffnet.
Die Lage auf dem Gewässer ist aber auch wirklich schön.
Da freut sich der Farang.
Aufblasbare Weihnachtsmänner sind anscheinend in Thailand in diesem Jahr der Renner. Überall sieht man sie. In und an Geschäften, in Hotels und Gaststätten.
Auf der Ducati durfte ich Probesitzen. Im Café waren drei Biker aus Phuket die einen Sonntagsausflug gemacht haben. Natürlich unterhielten wir uns über Motorräder. Dabei erfuhr ich, dass auch der italienische Motorradhersteller ein Montagewerk in Rayong hat wo diese Motorräder aus importierten Teilen zusammengeschraubt werden. Dies um den Zoll von 200 % zu umgehen. Das thailändische Werk beliefert ganz Südost Asien und Australien. Die im Bild zu sehende Maschine kostet in Thailand etwa 18.000 €. Das ist erheblich billiger als in Deutschland. Die niedrigen Löhne machen es wohl aus.
Otto gefiel es hier so gut, dass er gleich drei Eiscafe trank. Der Eiscafe in Thailand hat aber mit dem Eiscafe wie wir ihn kennen nichts zu tun. Im Becher befindet sich kein Vanilleeis mit Sahne. Vielmehr handelt es sich um einen schwarzen Kaffee der mit Eiswürfeln versetzt wird. Da kann man nun Zucker und Milch rein geben oder auch nicht. Ideal bei dieser Hitze.
Im trüben Wasser tummelten sich eine Menge dieser Fische.
Und dann war da noch etwas bezüglich unserem Markt. Die Mädels in diesem Café waren äußerst freundlich und sprachen auch gar nicht mal so schlecht englisch. Die Chefin erklärte uns, dass das mit dem Markt nichts wird, weil der von morgens um 5:00 Uhr bis um 9:00 Uhr stattfindet und wir hatten jetzt Mittag.
Und doch fuhren wir da noch hin um uns persönlich von diesem Reinfall zu überzeugen. Die verlassenen Marktstände bestätigen die Aussage der Frau.
Einen Markt wo praktisch nur Einheimische sind und Waren für deren Bedürfnisse angeboten werden haben wir dann doch noch zufällig entdeckt.
Ein Ortsschild mit lateinischen Buchstaben habe ich nicht gesehen. Aber aus der Karte oben ist ja eindeutig erkennbar, wo wir genau waren. ![]()
Jetzt wartet der Strand und das Schwimmen im Meer sowie das anschließende kalte Bier beim Betrachten eines mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr schönen Sonnenuntergangs. Deshalb folgt die Fortsetzung vermutlich morgen.
Grüße
Jürgen