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  2. claus-juergen

Beiträge von claus-juergen

  • KREISVERKEHRE

    • claus-juergen
    • 22. Dezember 2025 um 10:33

    Der hier befindet sich am Rande der Altstadt von Takua Pa in Thailand. Am späten Sonntag Vormittag war da noch nicht viel los. Erst am Nachmittag findet dort ein bekannter Markt statt. Und was passiert dem Jürgen da als er mit dem Roller unterwegs ist? Der fährt doch glatt verkehrt in den Kreisverkehr ein und umrundet den auch in der falschen Richtung. Eigentlich habe ich keine Probleme mit dem Linksverkehr in diesem Land. Aber beim Kreisverkehr muss man halt auch umdenken.

    Meine Begleiter Otto und Gerti haben mit ihrem Roller gehupt und mir Zeichen gegeben. Ich wusste erst gar nicht, was die wollen. Erst beim Anhalten wurde ich aufgeklärt. Wie gut, dass bei der Polizeikontrolle in der Neustadt von Takua Pa die beiden Beamten nur unsere Führerscheine sehen wollten. Otto hat einen neuen internationalen Führerschein und ich meinen alten grauen Lappen, der bereits 48 Jahre auf dem Buckel hat. Mit beiden Papieren waren die Beamten zufrieden. Allerdings haben die Polizisten Otto gefragt, ob der junge langhaarige Typ auf dem Foto wirklich ich bin. Otto hat mich Gott sei Dank nicht im Stich gelassen. Dazu hatte ich ein anderes Ausweis Dokument dabei welches auf meinen Namen lautet.

    Grüße

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 22. Dezember 2025 um 05:46

    Ein paar Worte zum Thema Cannabis sind an dieser Stelle auch angebracht. Thailand hat im Jahr 2022 als einziges Land in Süd Ost Asien Cannabis legalisiert. Folglich sind vor allem in den Touristengebieten Shops für dessen Verkauf wie Pilze aus dem Boden geschossen. Natürlich gibt es deshalb auch in dieser Gegend solche Shops. Einen hab ich mir mal genauer angeschaut.

    Eigentlich ein ganz nettes Ambiente für den Verkauf von Drogen deren Besitz bis vor kurzem noch mit hohen Strafen belegt war.

    Ich bezweifle, dass sich jeder Konsument an diese Regeln hält. Dazu kommt, dass im Sommer 2025 die Gesetzeslage verschärft wurde. Eigentlich darf Cannabis nur noch zu medizinischen Zwecken und somit auf ärztliches Rezept abgegeben werden. Die Kunden die ich in solche Läden gehen sah und die sich mit diesem Stoff versorgt haben hatten ein Rezept in Form von thailändischen Banknoten vorgelegt. Das zeigt uns wieder mal, dass sich gesetzliche Vorschriften in Thailand vom Alltag unterscheiden.

    Im Laden herrscht übrigens wie auch in den Gaststätten in Thailand Rauchverbot.

    Das deutsche Autokennzeichen passt auch zur Dekoration des Shops.

    Der Inhaber ist stolz auf seine sieben verschiedenen Lizenzen.

    Und dann wären da noch einige Bilder aus dem Leben von Südamerikas bekanntestem Drogenhändler Pablo Escobar.

    Auf dem Bild macht er doch einen ganz netten Eindruck, oder?

    Fragt mich bitte nicht worin die Unterschiede in Qualität, Geschmack oder Wirkung zwischen den einzelnen Sorten bestehen. Ab 57 Baht pro ??? ist man dabei. Das sind gerade mal knapp zwei Euro.

    Natürlich öffnete der Inhaber für mich eine Dose und ließ mich daran riechen. Naja, zumindest vom Geruch her ist das nicht mein Ding.

    Ob es Thailand bezüglich dieser Droge richtig macht oder die Nachbarn in Süd Ost Asien mag ich mangels Kenntnis dieser Materie nicht beurteilen. Was die Freigabe von Cannabis in Deutschland anbelangt, war ich schon immer dagegen. Aber mich hat ja niemand gefragt.

    Grüße

    Jürgen

  • TH 1917 Kleinkläranlage

    • claus-juergen
    • 20. Dezember 2025 um 07:16

    Hier erkennt man wie diese Kleinkläranlage funktioniert.

    Das Abwasser aus Dusche, Waschbecken und WC wird in den Kunststoffbehälter geleitet. Dort verbleiben und verrotten „feste organische Stoffe“. Das mehr oder weniger gereinigte Wasser fließt in ein gemauertes und geschlossenes Becken und kann von dort durch die Lochziegel im Erdreich versickern.

    Um diesen Ziegelbehälter ist ein Nylonnetz gespannt welches verhindern soll, dass bei Starkregen Erdreich oder Sand in dieses Mauerwerk eindringen kann. Ob das in der Praxis auf Dauer auch so funktioniert kann ich nicht sagen.

    Grüße

    Jürgen

  • Im Land der Pharaonen

    • claus-juergen
    • 19. Dezember 2025 um 05:32

    Ganz große Klasse, Heiko! So habe ich die Sehenswürdigkeiten von Kairo noch nicht gesehen. Insbesondere die Details vom Inneren der Pyramide sind uns unbekannt. Man sieht vielleicht noch diese Bauwerke genauso wie die Sphinx von außen und noch dazu aus weiter Entfernung. Dann gibt es noch Detail Aufnahmen von Millionen Touristen, wie sie auf den unteren Stufen der Pyramiden herum kraxeln. Dass es jedoch so beschwerlich ist bis zur Grabkammer vorzustoßen wusste ich auch nicht. Diese Art der Besichtigung ist also nicht für jeden Touristen geeignet.

    Dazu deine detaillierte Kenntnis der altägyptischen Geschichte. Respekt! Und natürlich wäre es kein Bericht von Heiko wenn Heiko nicht in das Leben der Ägyter eintauchen würde und uns Details schildert. Die Bakschisch Mentalität ist anscheinend doch nur zu 99 % und nicht zu 100 % in Ägypten verbreitet.

    Dazu deine Bilder vom neuen ägyptischem Museum. Toll haben die das gemacht. Was schätzt du eigentlich wie groß der Teil der gesamten Museumsanlage ist, die du bei deinem Besuch besichtigen konntest? Was wird den Touristen dort künftig noch erwarten? Vermutlich auch eine Art Schatzkammer mit all dem Gold und Geschmeide und den wertvollen Funden aus diversen Gräbern. Allen voran natürlich die Funde aus dem Grab von Tut Anch Amun. Vor Jahrzehnten habe ich in München eine Sonderausstellung besucht, wo alle diese Funde im Maßstab eins zu eins nachgebaut wurden. Diese Sonderausstellung ging dann um die Welt. Das hat mich damals schon sehr beeindruckt.

    Was ist eigentlich an dem Gerücht dran, dass Napoleons Truppen vor gut 200 Jahren ihre Kanonen auf die Sphinx gerichtet haben um Zielübungen zu veranstalten? Angeblich sei dabei ja die Nase das Hauptziel gewesen.

    Grüße

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 18. Dezember 2025 um 09:16

    Seit Dienstag sind Freunde von mir aus Oberösterreich hier in Khao Lak. Wir haben uns nun zweimal am Abend getroffen um gemeinsam zum Essen zu gehen. Gestern waren wir dazu noch bei Mister Chay in der Bar um Livemusik genießen zu können. Dort belegen wir auch anhand dieser Tafel jeden Abend einen Crashkurs in thailändisch.


    So soll es die nächsten Tage auch sein. Tagsüber sind wir getrennt unterwegs und abends lassen wir bei zwei Bier den Tag ausklingen. Am Sonntag wollen wir einen Ausflug ins Hinterland machen. Auf dem Plan steht vor allem ein Markt wo nur Einheimische einkaufen. Ich habe den zwar vor zwei Jahren schon mal anvisiert. Damals hat es allerdings geregnet und ich musste umkehren. Den Motorroller habe ich mir im Hotel bereits für Sonntag reserviert.

    Die Baustelle bei mir ums Eck schreitet auch voran. Das ist ja kein Wunder. Schließlich sind viele Arbeiter und Arbeiterinnen sieben Tage die Woche bis zum Einbruch der Dunkelheit beschäftigt. Die Maurerarbeiten erledigen übrigens Frauen. Alle sind mit langen Shirts und langen Hosen und auch Hüten mit Krempe und Halstuch vor der Sonne geschützt. Die Arbeit ist sicherlich schwer. Was nützen 30° Celsius im Schatten wenn man teilweise in der Sonne arbeiten muss?

    Hier Beispiele von Ferienhäusern wo Europäer wohnen. Ob die in deren Eigentum stehen oder die für längere Zeit gemietet wurden weiß ich nicht.

    Das Haus hat ja wenigstens noch einen großzügigen Garten mit Pool. Da kann man sich durchaus wohl fühlen.


    Auch dieses Beispiel ist ein durchaus schmuckes Anwesen von einem Deutschen bewohnt. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass dieser Teil von Bang Niang fest in deutscher, österreichischer oder Schweizer Hand ist. Ich nehme fast täglich im Jade mein Frühstück ein. Dieses Haus ist ein kleines Hotel mit lediglich sechs Zimmern und Pool. Die Gäste stammen alle aus dem deutschsprachigen Raum und kennen sich wohl schon seit vielen Jahren. Dazu sind sie meist mehrere Wochen oder gar Monate hier.

    Seit etwa einem Jahr können wir Angehörige der europäischen Union ja ohne kostenpflichtiges Visum bis zu zwei Monate in Thailand bleiben. Dieses Angebot wird durchaus genutzt. Meist sind es Rentner die dem kalten Winter daheim entfliehen wollen. Ich kenne auch so einen. ;)


    Auch das Haus wird von einem deutsch sprechenden Farang bewohnt. Die hohe Mauer ist fast überall gerade mal 1,50 Meter vom Haus entfernt. Lediglich hinter dem Tor wo das Auto geparkt ist, gibt es etwas mehr Platz. Ich würde mir in so einem Ferienhaus vorkommen wie im Gefängnis.

    Aber auch ganz normale Thailänder leben hier in unmittelbarer Nähe. Ich nehme sogar an, dass die Familie die dieses einfache Haus bewohnt eher aus einer unteren Gesellschaftsschicht stammt.

    Der am Straßenrand angelegte Gemüsegarten ist ein Indiz dafür.

    Wenn ich schon mal hier bin und viel Zeit habe schaue ich mir auch gerne andere Hotels an, die vielleicht bei einem künftigen Aufenthalt für mich in frage kommen könnten. Das „The Waters“ kenne ich nun recht gut. Schließlich war ich gestern erneut von der Hotel Chefin Mata dort zum Frühstück eingeladen. Aktuell sind die 258 Zimmer dieses Luxus Hotels, fast alle haben direkten Zugang zum Pool, ausgebucht. In der Nebensaison sind die Preise jedoch erheblich niedriger. Wenn ich dieses Hotel einmal als Unterkunft wählen würde, hätte ich natürlich durch meinen Kontakt die Chance ein entsprechendes Upgrade beim Zimmer zu erhalten.

    Die großen Luxus Hotels direkt am Strand in welchen wir in der Vergangenheit öfters waren, haben zwar viele Vorteile wie beispielsweise die Ruhe und Strandlage. Dafür ist man dort abgelegen und braucht entweder ein Taxi oder einen Roller um ins Zentrum von Bang Niang oder Khao Lak zu gelangen. Dazu kommt, dass es meist in fußläufiger Entfernung lediglich ein paar Gaststätten gibt deren Preisniveau sich natürlich an die Kundschaft in den Luxus Hotels angeglichen hat. Grob gesagt kann man an den einfachen Gaststätten an der Landstraße von Phuket nach Takua Pa um die Hälfte des Geldes oder zwei drittel der Preise Essen und Trinken als dort.

    Ein sehr schönes Hotel welches auch über eine kleine Anzahl von Zimmern mit direktem Zugang zum Pool verfügt, ist das Forest Resort. Es liegt in zweiter Reihe hinter der Straße Nummer vier und trotzdem dort herrschenden Verkehr ist es ziemlich ruhig. In wenigen Minuten ist man zu Fuß im Zentrum und kann dort auch ins Nachtleben eintauchen.

    Das sind die so genannten Pool Villen. Direkt hinter diesem Hotel beginnt der Urwald. So ist es durchaus denkbar, dass manches Tierchen sich vor allem in der Nacht in die Hotelanlage verirrt. Ich kenne das ja vom Apsara Resort wo ich in den letzten beiden Jahren meinen Pool auch immer wieder mit einem Waran teilen musste. Daran kann man sich gewöhnen. Bei Schlangen ist es etwas anderes.

    Gerade die Pool Villa verströmt schon einen Hauch von Privatsphäre.

    Aber auch die Zimmer mit direktem Pool Zugang sind durchaus akzeptabel.

    In der Nebensaison also bis Anfang Dezember und ab Ende März ist in dem Hotel ein Zimmer mit Frühstück für etwa 50 € zu haben. Es gibt in Thailand ja nur Doppelzimmer. Der Preis gilt also für zwei Personen. Das finde ich durchaus angemessen für dieses Hotel. Nutzt man das Zimmer alleine zahlt mit den selben Preis.

    Ich war am frühen Nachmittag da und habe mir natürlich auch ein Zimmer zeigen lassen. Auch in diesem Hotel ist es so wie in ähnlichen dieser Art und Größe, dass die Gäste tagsüber meist mit dem Roller unterwegs sind. Wer also nur seine Ruhe, warmes Wasser und Sonne oder Schatten will, hat tagsüber so wie ich hier auch in meinem kleinen Hotel in Strandnähe das Hotel fast für sich alleine.

    Kommt doch herein in die gute Stube.

    Das Hotel hat „nur drei Sterne“. Folglich sind die Zimmer etwas kleiner als in den Hotels, in welchem wir in Thailand in den letzten Jahren abgestiegen sind.

    Die Größe der Zimmer ja nicht wichtig weil man sich dort eh nur zum schlafen aufhält. Auch der Fernseher spielt in Thailand für uns Europäer keine Rolle weil wir keine deutschen Sender empfangen können.

    Auch das Bad ist durchaus ansprechend.

    Wenn man so wie ich manchmal auch nachts noch unterwegs ist, weil die Musikgruppe in der Kneipe halt erst um Mitternacht ihr Konzert beendet sieht man auch die Müllabfuhr, die fast täglich den unsortierten Müll einsammelt.

    Die Säcke links und rechts am Heck des Müllwagens haben durchaus eine Bedeutung. Der Müll wird in Thailand ja kaum sortiert. Allerdings gibt es durchaus ein System der sortenreinen Erfassung von Wertstoffen. Das übernehmen vor allem Privatleute mit ihren Rollern mit Anbauten oder Pick-up PKW. Die Müllmänner, die die Tonnen in das Fahrzeug leeren, verdienen sich auch etwas Geld dazu, indem sie Dosen in den einen Sack werfen und Plastikflaschen in den andern. Das muss natürlich schnell gehen, weil das Fahrzeug sonst seine Tour nicht schafft. Die Tonne an sich wird deshalb nicht durchwühlt. Lediglich oben liegendes Material oder danebenstehende Dosen werden genommen. Flaschen gibt es fast ausschließlich nur im Einwegsystem. Die nehmen die Müllmänner nicht, weil das wohl zu schwer wäre. Im Hotel werden übrigens meist Flaschen und Dosen, aber auch Plastikflaschen von den Putzfrauen getrennt und verkauft. Bezahlt wird immer nach Gewicht.

    So ungefähr wie diese Figur in der Bar Mr Chay habe ich den Besitzer gestern Nacht erlebt. Vermutlich war der letzte Mojito und der letzte Joint schlecht. Nachdem wir heute nach dem Abendessen erneut in diese Musikkneipe wollen werden wir sehen, ob sich der Herr wieder von der gefährlichen „Krankheit“ erholt hat.

    Grüße

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 17. Dezember 2025 um 08:38

    An dieser Stelle möchte ich euch etwas über Autos in Thailand erzählen. Aufgrund der Tatsache, dass für importierte PKW ein Zoll von sage und schreibe 200 Prozent fällig ist bauen die großen Pkw Hersteller ihre Fahrzeuge in Thailand. Das Automobilzentrum liegt in und um die Stadt Rayong. Marktführer ist seit Jahrzehnten der Hersteller Toyota. Auch andere Japaner wie Nissan und Honda sind stark vertreten. Kleinere Hersteller haben Montagewerke und importieren folglich für viel niedrigere Zölle die Autos in Teilen. Das gilt im übrigen auch für Motorräder. Man kann also in Thailand einen Porsche oder einen BMW oder Mercedes kaufen. Natürlich sind diese Fahrzeuge erheblich teurer als in Deutschland. Allerdings werden diese PKW dann auch aus importierten Teilen in Thailand zusammen geschraubt.

    Beliebt sind vor allem so genannte Pick-up PKW. Das hier ist der Nissan Navara Diesel eines ausgewanderten Deutschen der seit drei Jahren in Thailand lebt. Michael hat für diesen Pkw mit einer sieben Gang Automatik und 2,3 l Turbo Diesel Motor mit hochwertiger Ausstattung 22.500 € einschließlich der thailändischen Umsatzsteuer bezahlt. Dieses Fahrzeug hätte vor drei Jahren in Deutschland in etwa das Doppelte gekostet.

    Warum fahren sowohl einheimische als auch hier lebende Ausländer solche aus unserer Sicht spritschluckende PKW? Ganz einfach. Man kommt mit diesen Autos auch auf schlechten Wegen zurecht und kann damit alles mögliche transportieren. Michael hat beispielsweise eine Rampe und nimmt ab und zu seinen großen Motorroller mit wenn er woanders für mehrere Tage einen Standort hat.

    Einheimische nutzen diese Fahrzeuge sowohl privat als auch für Geschäfte aller Art. Es gibt Spezialaufbauten für das Heck. Aber auch Personen werden auf dieser Ladefläche legal transportiert.

    Das Auto hat auf jeder Seite 2 Türen. Die eine Türe öffnet sich nach vorne und die andere nach hinten. So hat man einen sehr großen Bereich zum einsteigen. Dieser PKW hat allerdings hinten nur so eine Art Notsitze.

    Laut Auskunft meines Bekannten ist dieser PKW sehr sparsam. Das will mal auf Anhieb gar nicht glauben. Tatsächlich ist es aber so, dass in Thailand praktisch nie über 100 Km/h schnell gefahren wird. Folglich spielt es gar keine große Rolle ob der Pkw windschnittig und wie bei uns in Europa der Unterboden verkleidet ist. Die die Drehzahl des Motors ist natürlich bei einer sieben Gang Automatik extrem niedrig, was den Verbrauch drückt.

    Diese Plakette an der stark getönten Windschutzscheibe ist der Nachweis, dass das Auto versichert und versteuert ist. In Thailand schreiben wir das Jahr 2569 ab der Geburt von Buddha. Solch eine Versicherungsbescheinigung sollte auch jeder Roller haben. Allerdings ist das bei einem sehr hohen Anteil der Motorbikes nicht der Fall. Die Besitzer fahren also unversichert auf den Straßen. Es gilt übrigens in ganz Thailand eine Helmpflicht. An die halten sich zumindest hier in der Gegend die meisten Touristen. Und doch kontrolliert die Polizei diese Helmpflicht nicht.

    Für den Nissan zahlt Michael im Jahr etwa 500 € an Versicherung einschließlich Vollkasko inklusive der Kraftfahrzeugsteuer. Die Versicherung schließt man oft wie auch in diesem Fall direkt beim Neukauf des Pkw beim Hersteller ab. Dies deshalb, weil die Versicherungsbedingungen sehr unterschiedlich sind. Wenn man einen PKW neu erwirbt hat man vielleicht nicht immer die billigste Versicherung über den Hersteller, aber dafür die mit den besten Leistungen. Eine Vollkasko Versicherung ist schon deshalb fast obligatorisch, weil man durchaus in einen Unfall mit einem nicht versicherten Kraftfahrzeug verwickelt werden kann.

    Grüße

    Jürgen

  • TH 1917 Kleinkläranlage

    • claus-juergen
    • 16. Dezember 2025 um 08:10
    Zitat von Tom

    Ne Thailändische Kläranlage.

    Du bist gemein Tom! Wie kannst du als Farang dieses Rätsel so schnell lösen? ;)

    So sieht dieser Behälter aus Kunststoff aus welcher für ein normales Haus hier in Thailand als Kleinkläranlage dient.

    Im Inneren befindet sich erst mal dieses Plastikgitter als Grobfilter und dann zwei Kammern.

    Eingebaut schaut dieser Behälter dann so aus. Der Arbeiter ist gerade dabei mit Sand dieses Ding zu stabilisieren.

    So einen Behälter gibt es in verschiedenen Größen. Das ist wohl die Nummer vier.

    Grüße

    Jürgen

  • TH 1917 Kleinkläranlage

    • claus-juergen
    • 16. Dezember 2025 um 06:28

    Hallo Rätselfreunde,

    Wer kann mir sagen, was das ist?

    Viel Spaß wünscht

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 16. Dezember 2025 um 05:43

    Was wäre ein Urlaub in Thailand ohne einen buddhistischen Tempel zu besuchen? Etwa 3 km von meinem Hotel entfernt liegt so eine Tempelanlage verbunden mit einem Kloster.

    Durch dieses Tor betritt man die Anlage.

    An der Straße draußen steht noch diese mobile Pumpe. Ich habe auch an anderen Stellen ähnliche Geräte gesehen. Wie ich gestern Abend von einer Einheimischen erfahren habe war die Überschwemmung gerade hier im Bereich von Khao Lak im Oktober besonders stark. Da haben es die Ablaufrohre und Kanäle nicht geschafft all das Wasser abfließen zu lassen, welches da in kürzester Zeit vom Himmel regnete.

    Die Mauer ist links und rechts vom Eingangsportal mit diesen Figuren verziert.

    Unter der weißen Pagode, rechts im Bild befindet sich eine Glocke.

    Die Glocke wird angeschlagen beim Beginn und beim Ende von Sitzungen, Gebeten oder Lesungen. Auch wird sie morgens, mittags und abends geläutet, so dass die Mönche ein Zeitgefühl gewinnen.

    In der Pagode links im Bild sitzt dieser goldene Buddha.

    An der Treppe vor diesem Tempel sind große Figuren aufgestellt.





    Im Inneren dieses Tempels befindet sich ein Altar mit einer Buddhafigur.

    An den Wänden sind Bilder die das Leben des Erleuchteten zeigen.

    Buddha als Kind

    Auch Buddha kann anscheinend über das Wasser gehen.

    Zum Kloster gehört auch diese große Versammlungshalle.

    In dem und einem weiteren Gebäude wohnen die Mönche.

    Eine weitere große Buddhafigur befindet sich im Freien.

    Während meines Besuchs traf ich hier lediglich noch vier weitere Besucher an. Nachdem die Sonne mittlerweile kaum mehr durch Wolken verdeckt war wurde es Zeit, dass ich mir etwas zu trinken besorgte.

    Grüße

    Jürgen

  • Ein Monat in Thailand

    • claus-juergen
    • 15. Dezember 2025 um 07:13

    Gestern war es viele Stunden relativ bewölkt, so dass die Sonne nicht so stark vom Himmel brannte. So entschloss ich mich gegen 15 Uhr kurzfristig etwa 3 km zum Tempel Somdet Ong Patom zu laufen. Dorthin führt eine fast überdimensionierte vierspurige Straße mit Gehwegen auf beiden Seiten. Das verwundert augenscheinlich grundsätzlich den Betrachter. Vor allem auch deshalb, weil diese breite Straße in eine schmale Brücke mündet. Diese Brücke überspannt einen Khlong wie man die Wasserwege hier nennt.

    So ein Khlong ist manchmal ein breiter viel Wasser führender Fluss und manchmal nur ein Rinnsal. Das hängt damit zusammen, dass es in Thailand oft extrem starke und anhaltende Regenfälle gibt. Die Regensaison dauert meist von April bis in den November.

    Aktuell ist kaum Wasser in diesem Flussbett. Es ist sogar so, dass bei Flut Meerwasser aufgrund des flachen Areals weit ins Landesinnere strömen kann.

    Warum diese Straße so breit und damit überdimensioniert gebaut ist obwohl sie heute eigentlich nur wenig Verkehr aufnehmen muss, weiß ich nicht. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass eine große Hotelanlage nahe dem Strand am Tiki Beach anscheinend nie fertig wurde. Dort steht lediglich ein Betonskelett.

    Nun meint vielleicht mancher beim genauen Betrachten dieses Bildes, dass die Thai ganz schön schlampig sind, weil sie es nicht zustande bringen links und rechts der Fahrbahn liegengebliebenes Blattwerk und Zweige zu entfernen. Das hat allerdings vermutlich einen anderen Grund. Im Oktober hat es kurzzeitig so stark geregnet, dass Khao Lak und Bang Niang in weiten Teilen bis zu einem Meter unter Wasser stand! Es handelt sich dabei um eine reine touristische Siedlung. Die musste dann nach dem Ende dieser Regenfälle in kurzer Zeit wieder instand gesetzt werden weil die Touristensaison ganzjährig ist. Es regnet also so lange und intensiv, dass all die angelegten Kanäle und Wasserläufe dieses Wasser nicht schnell genug ableiten können. Selbst der Boden kann diese Regenmenge nicht aufnehmen. Das ist auch der Grund dafür, dass die Betonmasten für Stromkabel und Datenkabel oftmals schief stehen. Sicherlich können die Arbeiter hier mit Lot und Wasserwaage umgehen. Wenn aber der Boden stark durchnässt ist und noch dazu ein Wind weht kommt es einfach vor, dass Masten in Schräglage geraten. Das stört erst dann, wenn so ein Mast umfällt und die Kabel reißen.

    Die Gehwege auf beiden Seiten dieser Straße hat man nicht für eine hohe Anzahl zu erwartender Fußgänger angelegt. Vielmehr dienen die dazu Rohre von knapp ein Meter Durchmesser aufzunehmen. Es verläuft also links und rechts dieser Straße unter beiden Gehwegen eine Rohrleitung. In bestimmten Abständen sind diese Rohre unterbrochen. Von der Straße kann dann das Wasser in diese Rohrleitungen fließen und weiter zum Khlong. Um Verstopfungen zu beheben hat man immer wieder große Gitter auf diesen Gehwegen angebracht wo man das eingeschwenkte Gestrüpp entfernen kann. Hätte man diese Rohre unter der Straße verlegt, wäre die Wartung in dieser Form nicht möglich. Der Gehweg ist also praktisch nichts anderes als eine Befestigung dieser Entwässerungsleitungen.

    Die Straßenlampen sind wie bei uns auch nummeriert. Natürlich handelt es sich dabei um LED Strahler deren Stromversorgung lediglich ein Fotovoltaik Modul gekoppelt mit einer Batterie übernimmt. Die verzinkten Masten stehen fast alle gerade weil sie mit viel Beton in diesen Gehwegen verankert sind. Die Thailänder haben sich also durchaus etwas gedacht beim Bau dieser Straße die nicht nur die Funktion hat, den Verkehr zu bewältigen.

    Dann kam ich zwar beim Tempel nach einer knappen halben Stunde Gehzeit an. Ich möchte euch die Bilder dieses Tempels allerdings in einem eigenen Beitrag zeigen. Während der Besichtigung verschwanden übrigens die Wolken und damit kam bei mir der Durst. Ich lief zur sechsspurigen Überlandstrasse Nummer vier und entdeckte glücklicherweise nach wenigen 100 Metern einen Stand wo es nichts anderes als Kocos Shake mit Eis gab. Nachdem der Fahrer dieses Dreirads und seine Beifahrerin mit Getränken versorgt waren kam ich an die Reihe.

    So ein Kokos Shake besteht aus nichts anderem als aus zerkleinerten Eis und dem Mark von Kokosnüssen sowie der darin befindlichen Kokosmilch. Wer das noch nie probiert hat, dem entgeht wirklich etwas.

    Es werden nur so viele Kokosnüsse geöffnet wie man gerade braucht. Frischer geht’s also nicht mehr. Nur nebenbei erwähnen möchte ich, dass der Kocos Shake hier 30 Baht, also knapp einen Euro gekostet hat wohingegen man am Strand wo sich die Touristen aufhalten 80 Baht bezahlt. Die Kunden an diesem Stand sind aber auch fast ausschließlich Thailänder, die mit dem Roller, dem Dreirad, ihrem Taxi, dem LKW oder dem PKW halten, um sich diese Erfrischung mitzunehmen.

    So ein Kocos Shake hält zumindest bei mir mehr als eine halbe Stunde ohne bei 30° warm zu werden. Das wiederum ist logisch, weil da ja einige zerkleinerte Eiswürfel drin sind. Anfangs trinkt man mit dem Strohhalm aus einem Plastikbecher die Milch mit dem Eis. Später ist das grob abgeschälte Kokos Mark dran welches man dann mit den Fingern aus dem Becher holt.

    Nun mag mancher vielleicht denken, dass es öde ist an dieser verkehrsreichen Landstraße entlang zu gehen. Ich finde das nicht weil ich wenige hundert Meter weiter trotz mittlerweile elf Aufenthalten in Thailand etwas Neues entdeckt habe. Diese Frau bietet an vorbeifahrende eine Frucht an, die ich bisher wieder gesehen habe und die ich auch überhaupt nicht kannte. Johannes56 hat dieses Rätsel für mich gelöst. Es handelt sich hierbei um eine Frucht namens Salak, auch Schlangenfrucht genannt. Und wie es in Thailand üblich ist, versucht der Jürgen mit der Dame ins Gespräch zu kommen. Sie schält eine Frucht und gibt sie mir zum Essen.

    Die Frucht hat in etwa die Größe einer Pflaume. Allerdings ist der Kern im Vergleich dazu noch größer. Die stachelige Haut lässt sich einfach mit den Fingern ablösen.

    Genaugenommen befinden sich unter der Schale zwei Früchte.


    „Früchte sind meist Ei- oder birnenförmig undmeist braun bis rot. Die Fruchtschale glänzt, ist schuppig überlappend und erinnert an eine Schlangenhaut. Das Fruchtfleisch ist hellgelb oder rosa und in zwei bis vier (meist drei) Segmente geteilt. Der Geschmack des Fruchtfleisches erinnert an Birne, Litschi und Jackfrucht. Beliebt sind Salaks als Beilage zu Obstsalaten. Eine andere Variation ist es, das Fruchtfleisch mit etwas süßem Sirup zu essen. Die roh ungenießbaren Kerne in der Mitte des Fruchtfleisches sind braun bis schwarz. Die Kerne werden in Südostasien in Salzwasser gekocht. Dabei entsteht eine Schleimschicht, die entfernt wird. Danach sind die Kerne ohne Schale genießbar. Die Früchte werden auf lokalen Märkten angeboten. In Europa werden sie im Handel unter der Bezeichnung „Schlangen(haut)frucht“ (englisch: snake fruit) oder „Salak“ angeboten.“

    (aus Wikipedia)

    Tatsächlich hat mir die Frucht durchaus geschmeckt. Es ist halt viel Arbeit, wenn man diese kleinen Dinger erst mal schälen muss und dann das meiste der große Kern ist den man nicht roh essen kann.

    So war ich etwa eineinhalb Stunden zu Fuß unterwegs und froh nach der Rückkehr ins Hotel in den Pool zur Abkühlung schwimmen gehen zu können. Um im Meer zu schwimmen und den Sonnenuntergang zu genießen, war ich nach dieser Tour einfach zu faul.

    Abends war ich nun bereits das dritte Mal in einem einfachen Lokal an der Landstraße beim Essen. Dazu gibt es folgendes anzumerken:

    Beim ersten Besuch vor ein paar Tagen kam ich kurz mit der Wirtin ins Gespräch weil die Frau sich dann an den Nebentisch setzte und in relativ kurzer Zeit zwei Bier trank. Dabei saß ihr eine Thailänderin gegenüber, die ebenfalls zwei Bier trank. Das hatte ich so bisher noch nie gesehen. Heute Abend nun eine neue Erfahrung.

    Ich hatte bereits aufgegessen als plötzlich ein junger Bediensteter dieses Lokals mir ein Bier auf den Tisch stellte obwohl ich meins noch gar nicht ausgetrunken hatte. Er verwies nur bei meinem fragenden Blicke auf die Wirtin die hinter mir saß und lächelte. So setzte ich mich mit meinen zwei Flaschen Bier an ihren Tisch um mich zu bedanken. Ihr gegenüber saß ein Thailänder mittleren Alters. Es begann ein Gespräch auf Englisch zwischen uns dreien, wobei die Wirtin immer wieder mal den Tisch verließ, um in der Küche auszuhelfen oder Gäste zu bedienen.

    Der Thailänder erklärte, dass er Tierarzt sei und auch bereits Deutschland Frankreich, die Schweiz und Belgien bei einer Reise besichtigt habe. Das war wohl eine Art Studienreise. So blieb ich doch länger in dieser einfachen Kneipe als ich mir gedacht hatte. Weil ich im Laufe des Gesprächs erzählt habe wo sich mein Hotel am Strand befindet, haben sowohl die Wirtin als auch ihr Verwandter mit dem Kopf geschüttelt weil ein Thailänder nie so weit läuft wie ich. Schließlich hat jeder Jugendliche in Thailand bereits einen Roller und da fährt man selbst die 100 m bis zum Supermarkt mit dem Fahrzeug.

    Nun wollten die beiden auch nicht zulassen, dass ich bei Dunkelheit wieder zurück zum Hotel laufe. Also wurde ein junger Angestellter oder Verwandter dieser Gaststätte beauftragt mich mit dem Roller zu meiner Unterkunft zu fahren. Natürlich weis ich diese Geste zu schätzen und werde folglich noch öfters bei meinem Aufenthalt dort essen zumal im übrigen das Preisniveau sich deutlich von den Touristenlokalen in Bang Niang unterscheidet. Schließlich ist die Konkurrenz groß und keines dieser einfachen Lokale an der Straße ist am Abend vollbesetzt.

    Gegessen habe ich ein Penang Curry mit Ente und Reis. Das Curry war tatsächlich scharf wie esdie Thailänder mögen und ich gerade noch vertrage. Hinterher gab’s auf Kosten des Hauses die weihnachtliche Melone. Bezahlt habe ich für dieses Essen einschließlich einem großen Chang Bier von 0,62 Liter 210 Baht was in etwa sechs Euro entspricht. Natürlich fiel das Trinkgeld anlässlich dem Freibier etwas höher aus als gewohnt.

    Grüße

    Jürgen

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