Reise durch Aserbaidschan, Georgien, Armenien

Es gibt 48 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Steffi.

  • Daniel_567 , ja anstrengend, 6 bis 14 km hattn wir täglich auf der Uhr, viele Treppen. Die Busfahrten warenen km-mäßig gar nicht so lang, zogen sich aber, viel Schwerlastverkehr, z.T. schlechte Straßen.


    claus-juergen , von der Ölförderung sahen wir nichts, man wollte uns doch das schöne Aserbaidschan zeigen. Wir bekamen auf unserer Fahrt nach Sheki allerdings einen guten Eindruck über die verschiedenen Klimazonen. Von mediterran, halbwüstenartig, alpin, kurz sehr vielseitig.

  • Tiflis (Tbilisi), Hauptstadt von Georgien


    Ich verlasse jetzt die Chronologie unserer Reie und stelle euch Tiflis vor. Für mich persönlich die anziehenste Großstadt unserer Reise. Schon die Lage an der Kura nach beiden Seiten hangaufwärts strebend ist sehr schön. Von Oben, an der Festung stehend, hat man einen phantastischen Blick auf das Altstadtgebiet, auf Kirchen, moderne Bauten und die neue Friedensbrücke.



    Blick auf Tiflis





    Schöne Parks und sogar ein innerstädtischer Wasserfall machen Tiflis zu einer lebenswerten Metropole, zumindest für Touristen. Tiflis bedeutet "Warme Quelle", es gibt ein Bäderviertel, in's Schwefelbad haben wir es aber leider nicht geschafft.





    Es gibt sehr viel Altbausubstanz, schöne Häuser, viele romantische Holzbalkone. Sieht zwar schön aus, die Restaurierung verschlingt aber Unsummen, die leider nicht vorhanden sind, so verfällt manches Kleinod.




    In Tiflis gibt es eine Vielzahl von Skulpture.. Auch der schiefe Uhrenturm ist ein Wahrzeichen der Stadt. Ebenso wie der Heilige Georg, der Schutzpatron des Landes und Mutter Georgien mit Schwert und Wein.





    Eine Institution in Georgien, wer weiß wie er heißt und welche Funktion er ausübt?



    Womit wir beim Thema wären, es gibt regelrechte Lokalmeilen in der Altstadt und auch viele Clubs bereichern das Nachtleben..



    Hier noch einige Bilder von unserem abendlichen Streifzug durch Tiflis.

    Baum des Lebens.





    Aber auch hier fanden wir repräsentative Bauten, die nichts als Hülle sind. So z.B. die Röhren der Galerie und der Konzerthalle, mehr Schein, als Sein.



    Trotzdem, Tiflis hat uns sehr gefallen. Georgien ist leicht und schnell zu erreichen, man braucht kein Visum und in Kombination mit Batumi am Schwarzen Meer bestimmt sehr empfehlenswert, wir trafen viele Individualreisende. Auf Wiedersehen Georgien.


  • hallo Evelin,


    wunderbar hast du uns die Hauptstadt Georgiens nahe gebracht. Eigentlich könnte ich wirklich schnell mal da hin fliegen, weil vom benachbarten Flughafen Memmingen aus gibt es eine Verbindung nach Kutaissi. Das liegt etwas westlich von Tiflis. Mal sehen, ob ich so eine Reise in Angriff nehme. Wenn, dann schlage ich mich wie üblich auf eigene Faust durch. Das düfte ich Georgien relativ einfach sein.


    Hast du eigentlich vor Ort irgendwelche Infos erhalten, wie es mit Abchasien und Südossetien weitergeht?


    https://de.wikipedia.org/wiki/Abchasien


    https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdossetien


    grüsse


    jürgen

  • Danke für Deine herrlichen Berichte und wunderschönen Fotos.

    Ja der Osten bietet herrliche Bauten und vieles mehr.

    Leider haben wir es nie soweit in den Osten geschafft. ;(;(;(

    Liebe Grüße

    Josef

  • Eine Institution in Georgien, wer weiß wie er heißt und welche Funktion er ausübt?

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    Dazu finde ich nur den Namen: the Toaster.

    Einen anderen Namen für diese Figur habe ich auch noch gefunden = Tamada.

    Unter Tamada gibt es auch einen Wikipedia-Bericht:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tamada_(Trinkkultur)

    Es ist also ein (Wein)trinker, der vor allem auch die traditionellen Trinksprüche beherrscht.



    Ich liebe es durch fremde Städte zu streifen. Die Stadt Tiflis würde mir auch sehr gefallen.

    Danke für die Fortsetzung, Evelin. :)

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página. (Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

    Einmal editiert, zuletzt von Jofina ()

  • Hallo Jofina, gelöst :thumbsup:. Genau so, wie es in Wiki steht, wurde uns die Funktion eines Tamada auch beschrieben. Und es musste nach jedem Trinkspruch immer ausgetrunken werden, Männer, wie Frauen. Durch die Länge seiner geistreichen Sprüche konnte er auch den Alkoholkonsum während eines Festes etwas bestimmen.:379::379::379:

    Jürgen, du sprichst ein sehr komplexes Thema an. Ja, es wurde darüber gesprochen, natürlich subjektiv aus der Sicht eines Betroffenen. Unser Reiseleiter hat seinen Vater beim Kaukasuskrieg von 2008 verloren (ich hatte nie vorher davon gehört) und kam mit seiner Mutter als Flüchtling im eigenen Land nach Tiflis. Der Konflikt schwelt weiter, Lösung nicht in Sicht.

    Die Russen unterstützen Ossetien und Abchasien und deren Unabhängigkeitsbestrebungen. Aus meiner simplen Sicht, späte Rache für den Verlust der ehemaliegen Sowjetrepublik.


    Grüße Evelin


    Danke für eure positiven Rückmeldungen, ein Ansporn weiter zu machen.:)

  • Heute widme ich mich einem simplen, aber nicht unwichtigem Thema: Essen und Trinken. Generell ist der Besuch eines Restaurants nach unseren Maßstaben preiswert, ein Glas Wein kostet umgerechnet ca. 1 €, Bier ebenso. Wir aßen in der Gruppe an langen Tischen, meistens schon eingedeckt mit den zahlreichen Vorspeisen, das Hauptgericht kam später. Suppen oder Eintöpfe gab es selten, was ich schade fand, bin ein absoluter Fan davon.



    Weißbrot dagegen gab es immer, das in Georgien und Armenien angebotene Käsebrot (Chatschapuri) ist sehr gehaltvoll, fast eine kleine Mahlzeit für sich.



    Trockener Ziegenkäse und Brot, Snack am Straßenrand.



    Brot Backen, sehr simpel in der Tonne, trotzdem hat es von uns keine geschafft, den Teig an die Innenseite zu kleben.




    Einige Vorspeisen, Kräutersträuße waren immer dabei, und Käse und Joghurt in allen Variationen.





    Hauptgerichte:

    Die Flüssigkeit aus den Teigtaschen muss laut geschlüft werden, sonst taugt es nicht.





    Wir aßen drinnen und draußen, mal sehr urig, mal etwas gediegener.




    Unser einziges 5* Hotel auf der Reise wartete natürlich mit einem breiten Angebot auf, so. z.B. auch Honig direkt von der Wabe.




    Insgesamt eine gesunde Küche, viel Grünzeug und Milchprodukte, Fleisch eher sparsam, allerdings viel Weißbrot, Kartoffeln seltener. Nudeln und Reis bot man uns gar nicht an.


    Zum Essen gab es Musik und Tanz, mitunter sehr laut, wer's mag.




    Zum Dessert noch was Süßes, wohl bekomms.





    Viele Grüße Evelin

  • Hallo Evelin,


    Das was du uns eben zeigst, sind Dinge, die man nicht aus Reiseführern welcher Art auch immer entnehmen kann. Deine Bilder zeigen uns zudem, dass es wohl hier nicht nur um das Essen an sich geht, sondern auch um das Ganze Drumherum von der Zubereitung bis zum musikalischen Beiwerk. Ob das nur für euch Touristen so veranstaltet wurde? Das mag sein. Und doch wird das Essen im Land wohl anders als bei uns zelebriert.


    Schade, dass das www Geschmäcker nicht übertragen kann. Sicher schmeckt manches für unseren Gaumen recht fremdländisch.


    Eben habe ich gesehen, dass es im Herbst Flüge mit Air France ab Stuttgart für unter 200€ nach Eriwan gibt. Klingt preislich interessant. :)


    Grüsse


    Jürgen

  • Evelin, sehr interessant, was Du uns über die regionale Küche berichtest. :)

    War das Essen scharf gewürzt (wie z.B. in Südostasien) ?

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    Gruß Jofina

  • @clausjuergen , in den Lokalen, in denen wir aßen, waren auch immer Einheimische, das eine Bild zeigt ein ausgelassenes Tänzchen. Den Protagonisten schlossen sich dann auch Tänzer unserer Reisegruppe an.


    Jofina , es wurde ganz und gar nicht scharf gekocht (für uns jedenfalls nicht), im Gegenteil, die Würzungen waren eher kräuterlastig, ich brauchte ab und zu noch etwas Salz.


    So, nun zur Fortsetzung:


    Jerewan, die dritte und letzte Hauptstadt unserer Reise


    Schon als wir nach einem langen Besichtigungstag auf dem Weg zu unserem Hotel waren, ahnten wir, mit Baku und Tiflis kann es Jerewan nicht aufnehmen. Diese Beurteilung meinerseits ist natürlich subjektiv. Aber wer aus Tiflis kommt, der ist nicht mehr so leicht zu beeindrucken. Viele Zweckbauten, und viele Gebäude, die einen unfertigen Eindruck machen, als ob den Investoren das Geld augegangen ist.


    Bei einem ausgiebigen Stadtspaziergang zeigte uns unsere Reiseleiterin doch noch einige schöne Plätze der Stadt.

    Auffällig sind die vielen Skulpturen, die in einem Park vor den Kaskaden ihren Platz fanden.


    Blick über die Stadt:




    Kaskaden.....





    .....und Skulpturenpark





    Der Stadtplaner



    Auch ein Besuch der Skriptensammlung mit uralten Schriften durfte nicht fehlen.



    Grünflächen am Schwanensee, im Winter Eislauffläche. Springbrunnen mit den Tierkreiszeichen.




    2 der vielen Kirchen Jerewans.



    Oper/Theater, hier erlebte ich eine Aufführung des Ballets "La Boheme", nach Chansons von Charles Aznavour, dessen Eltern Exilarmenier waren und der sich diesem Land stets verbunden fühlte.





    Den letzten Abend unserer Reise verbrachten wir auf dem Platz der Republik, wo es allabendlich die Licht und Wassershow gibt, zu der Lieder unterschiedlicher Genres gespielt werden, von modern bis klassisch. Es herrscht eine tolle Atmosphäre.






    Abschließender Blick aus unseren Hotelfenster.




    Eine äußerst interessante Reise geht zu Ende.




    Viele Grüße Evelin

  • hallo Evelin,


    die ganze Zeit dachte ich an den Spruch "Frage an Radio Eriwan..." :)


    Meine Frage hast du im letzten Bild beantwortet: Ja, man sieht den Ararat und seinen kleinen Bruder scheinbar sogar vom Flughafen aus.


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    Kann man den eigentlich erklimmen? Wo genau verläuft die Grenze zur Türkei?


    Wie stehen die Armenier eigentlich zur leidlichen Geschichte mit den osmanischen Großvätern der Türkei und dem Genozid an den Armeniern? Du zeigst uns beeindruckende Denkmäler oder Skulpturen. Gibt es so etwas wie eine nationale Gedenkstätte zu dieser Tragödie? Ist die Grenze zur Türkei immer noch geschlossen?


    Vielen Dank für deine Eindrücke aus Eriwan.


    grüsse


    jürgen

  • Hallo Evelin.


    Ihr habt sehr viel Interessantes auf Eurer Reise gesehen. Super, dass Du uns daran teilhaben lässt.

    Dadurch habe ich etliche neue Eindrücke einer mir unbekannten Region gewonnen.

    Vielen Dank für das Zeigen und Mitnehmen. Super.:thumbsup:


    Liebe Grüsse, Daniel.

  • Hallo Evelin,


    danke für die Fortsetzung des anschaulichen und interessanten Reiseberichtes. :)


    Schön, dass wir nun einen Einblick der 3 Hauptstädte erhalten haben.

    Das Essen hätte mir sicherlich auch geschmeckt.


    Welches Land hat Dir denn landschaftlich am besten gefallen?

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    Gruß Jofina

  • Guten Abend und danke für euer Interesse.

    Der Ararat liegt ja in der Türkei, ca. 10 km von der armenisch-türkischen Grenze entfernt. Meines Wissens ist er gegenwärtig nicht zu besteigen.

    Auf dem Bild sieht man den kleinen Ararat, die Ebene davor ist schon türkisches Staatsgebiet. Es gibt keinen Grenzübergang, wenn man von Armenien in die Türkei will, muss man über Georgien.



    Jerewan hat eine beeindruckende Genozid Gedenkstätte, wir hatten eine Führung im angeschlossenen Museum, sehr bedrückend und eindringlich. Ich hab zwar Bilder gemacht, die sind aber nichts für ein Reiseforum.





    Das Leid, das den Armeniern angetan wurde, ist nicht vergessen und die Situation nach wie vor angespannt.


    Jofina , deine Frage ist schwer zu beantworten, ich glaube, in Armenien ist es am ursprünglichsten und der Sewan See auf 1900 m Höhe ist besonders schön.


    Abschließend zeige ich euch noch Bilder von den Fahrten durch den Kaukasus, dann könnt ihr selber entscheiden.


    Viele Grüße Evelin

  • Reise durch den Kaukasus , die 3 K's : Kirchen Klöster, Karawansereien

    Und gaaanz viel Natur.

    Das Bild schlechthin, wenn man Reiseprospekte sieht, ist die Gergeti Kirche in Georgien.



    Um dorthin zu gelangen, bedarf es einer Tagesfahrt hin - Übernachtung - und einer Tagesfahrt zürück nach Tiflis. Aber Gergeti Kirche muss sein, sonst ist eine Reise in den Kaukasus nicht komplett.


    Also fahren wir los: Nun der Reihe nach.



    Wir verlassen Baku und machen uns auf, Richtung Sheki. Auf dem Weg besuchen wir die Juma Moschee und das Diri Baba Mausoleum.




    Sheki ist unsere letzte Station in Aserbaidschan. Der Sommerpalast des Khan und wunderschöne Landschaft stehen auf dem Programm. Außerdem genießen wir unser komfortables Hotel, das Beste unserer Reise.







    Auch die Karawanserei von Sheki ist sehenswert, aber dann geht es Richtung Georgien, Kirchen lösen die Moscheen ab.




    Weil wir die Kirche von Kish mit unserem Bus nicht erreichen konnten,

    fuhren wir mit diesem formschönen Modell.





    Grenzübertritt nach Geogien. Der hatte es wirklich in sich, ca. 300 m immer bergauf, bei sengender Hitze und den 20 kg Koffer immer hinterher gezerrt. Männer und Frauen getrennt.




    Nach dem Empfang durch unseren neuen Reiseleiter ging's gleich weiter mit dem Besichtigungsprogramm.

    Wir reisten durch die fruchtbare Ebene von Kachetien, besuchten das Kloster Bodbe und statteten dem Städtchen Signagi einen Besuch ab.





    Nach einem Tag Tiflis ging es dann los in den wilden Kaukasus, wie schon geschrieben, unser Ziel war Stepansminda (Kasbeki), um die Gergeti Kirche zu besichtigen. Eine abenteuliche Fahrt auf der Heerstraße erwartete uns, die einzige Landverbindung nach Russland, Schwerlastverkehr inklusive. Ich hatte kurz vor unserem Abflug eine Reportage über die gefährlichsten Straßen der Welt gesehen. So ähnlich kam ich mir auch vor.






    Ein ländliches Idyll erwartete uns, den Kasbek (dritthöchster Berg Georgiens) konnten wir leider nicht sehen, der lag in den Wolken.




    Auf dem Kreuzpass auf rund 2400 m Höhe machten wir noch mal an einem riesigen Monument aus vergangenen Tagen halt, das der Freundschaft zwischen den sowjetischen Völkern gewidmet ist, heutzutage nicht mehr ganz aktuell.





    Was sahen wir noch in Georgien? Eine Höhlenstadt, bei deren Besuch wir von einem mächtigen Regenschauer erwischt und nass bis auf die Haut wurden.





    Und Mzcheta, das religiöse Zentrum von Georgien, am Zusammenfluss von Kura und Aragwi.





    Auf dem Rückweg nach Tiflis kamen wir an der Wehrkirche Ananuri an einem Stausee vorbei.




    Mir schwirrt schon der Kopf von den ganzen Kirchen und Klöstern und in Armenien wurde es nicht besser, nur die Straße schlechter, sinnigerweise Klosterstraße genannt.

    Hier noch mal eine Auswahl.


    Kloster Haghpat mit Gesangseinlage.






    Wir hofften am Sewansee auf etwas Erholung, aber nichts da, das Sewankloster, zugegebenermaßen sehr schön gelegen, musste erkundet werden.





    Abschließend noch eine sehr alte Karawanserei an der Seidenstraße (Selimpass) mit herrlichem Panoramablick.






    An der Stelle mach ich erstmal Schluss, solltet ihr an weiteren religiösen Zentren, Klöstern, Kirchen interessiert sein, lasst es mich wissen oder schaut einfach in mein Kaukasus Album.


    Vielen Dank für eure Geduld.

    Evelin


    Wer bis hierher durchgehalten hat, hier nochmal ein (gedachter) Blick auf den Ararat mit dem Kloster

    Chor Virap im Vordergrund.


    Einmal editiert, zuletzt von papnik ()

  • solltet ihr an weiteren religiösen Zentren, Klöstern, Kirchen interessiert sein, lasst es mich wissen oder schaut einfach in mein Kaukasus Album.

    Vielen Dank Evelin für Deinen anschaulichen und schönen Fotobericht. :)

    Ich fände es schön, wenn Du den Thread noch fortsetzt. :)

    Mit Erklärung, wie Du es im Thread machst, ist es anschaulicher, so als wenn man auch ein wenig dabei war. So habe ich auch eine Vorstellung davon, dass die Urlaubsreise ganz schön anstrengend war, aber doch sehr sehenswert und äußerst interessant.


    oder schaut einfach in mein Kaukasus Album.

    Wenn ich einen längeren Fotobericht ins Forum gestellt habe, dann schicke ich den Link immer an einige reisefreudige Freundinnen, damit sie wissen, wie unsere Urlaubsreise war. In die Medienverwaltung (ins Album) können ja nur angemeldete Foristen reinschauen.

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    Gruß Jofina

  • Evelin, danke für diesen weiteren herrlichen Bericht.

    Liebe Grüße

    Josef

  • hallo Evelin,


    nun also Georgien. Danke erst mal für die vielen Bilder.


    Ich erkenne aus diesen Bildern, daß das Land wohl wesentlich ärmer ist als Aserbaidschan. Wie verhält es sich deiner Einschätzung nach mit Armenien im Vergleich zu Georgien? Georgien strebt wohl nicht nur in die NATO, sondern auch in die EU. Dies wohl aus Angst vor dem großen gefährlichen Nachbarn Russland.


    Russland war jedoch in der Vergangenheit eher ein Verbündeter Armeniens. Dies insbesondere im Hinblick auf den Dauerkonflikt mit der Türkei. Wie schätzt du denn die Situation und die Entwicklungsmöglichkeiten dieser beiden kleinen armen Kaukasusrepubliken ein? Wohin führt der Weg in Armenien? Will das Land auch in die EU?


    grüsse


    jürgen

  • Hallo Jürgen,

    nach meinen Beobachtungen, die ja wirklich nur Momentaufnahmen sind, ist natürlich Aserbaidschan durch die Ölvorkommen das reichste der 3 bereisten Länder.


    Georgien ist reich an Bodenschätzen und es herrscht eine Aufbruchstimmung, so habe ich es jedenfalls empfunden. Unser Reiseleiter sprach von vielen Start-Ups und Kleinstunternehmern.

    Die Sowjetzeit möchte man hinter sich lassen und orientiert sich westlich. Ein häufig gehörter Spruch: "Geographisch gehören wir zu Asien, aber geopolitsch zu Europa".

    Das Bild aus Tiflis sagt alles.



    Armenien fällt da schon sehr ab. Sie befinden sich in einem Interessenskonflikt, Den Schutz Russlands möchte man nicht missen, sich aber trotzdem westlich orientieren, auch hier Symbole der EU.



    Aber die Industrie liegt am Boden, auf unserem Weg durch das Land sahen wir viele Industrieruinen.



    Da wurden wohl mal Bodenschätze abgebaut und verarbeitet, aber der gesamte Komplex ist verkommen und liegt brach.


    Aber, alles hat zwei Seiten, die Natur sieht in Armenien am unberührtesten aus.

    Unsere Reiseleiterin erzählte uns, dass vor allem junge Männer das Land verlassen und in Europa Asyl beantragen, das aber regelmäßig abgelehnt wird. Das ist dann schon mal eine Pressemitteilung wert, zur Abschreckung nehme ich an.

    Mal sehen, wie es mit dem Land weiter geht.


    Grüße Evelin

  • Vielen Dank Evelin für Deinen anschaulichen und schönen Fotobericht. :)

    Ich fände es schön, wenn Du den Thread noch fortsetzt. :)

    Also auf Wunsch einer einzelnen Dame, gell Jofina, jetzt noch die letzten Besichtigungspunkte unserer Reise.

    Zur besseren Einordnung: Ab dem Kloster Haghpat sind wir in Armenien.

    Wie ich schon schrieb, besuchten wir jede Menge Klöster und Kirchen, alle sehr sehenswert, manche etwas marode, andere schön restauriert und hergerichtet. Unsere nette, junge Reiseleiterin gab sich sehr viel Mühe und überfrachtete uns nahezu mit Informationen. Zum Glück gibt es das Internet und man kann nochmal nachlesen, wenn das Gedächtnis streikt.


    Auf dem Besichtigungsprogramm stand auch die sehr schöne Kuppelbasilika in Odzun, stark durch diverse Erdbeben beschädigt, aber jetzt wieder sehr imposant anzusehen. Viele Gebäude sind ja aus diesem orange, gelblichen Gestein des Kaukasus errichtet, das vor allem am Morgen und Abend richtig leuchtet und eine warme Atmosphäre verbreitet.




    Unser vorletzter Reisetag war dem religiösen Zentrum von Armenien gewidmet: Etschmiadsin, einer kleinen Stadt mit reicher Geschichte unweit von Jerewan.

    Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch die Hripsime Kirche, wo eine Märtyrerin mit diesem Namen ihre Begräbnisstätte fand.





    Dann Etschmiadsin, ein sehr großer Komplex mit der Kathedrale, die gerade eingerüstet war, einer neuen Kirche, einer riesigen Bibliothek und vielen Gebäuden für den Priesternachwuchs. Besonders hat mir der Freiluftaltar für Veranstaltungen mit vielen Gläubigen gefallen.






    Der letzte Tag brachte für mich noch mal ein richtiges Highlight, das Felsenkloster Geghard, gelegen in prachtvoller Kulisse. Viele der reich verzierten Räume wurden direkt in den Fels gehauen. Einerseits konnten wir sehr schönen Gesangseinlagen mit phantastischer Akustik lauschen, andererseits waren wir staunende Zaungäste eines orthodoxen Gottesdienstes, sehr eindrucksvoll.






    Der Heidentempel Garni war am Ende noch mal ganz was anderes, wollte aus meiner Sicht nicht so recht nach Armenien passen. Aber auch die Herrscher vergangener Tage haben in anderen Ländern und Epochen gespitzt, und sich was ganz besonderes hinbauen lassen. Der Tempel Garni liegt sehr schön in einem grünen Tal des Kaukasus.




    So, das war nun aber endgültig der letzte Teil meines Mammutberichtes. Und da kommt ja auch schon unser Flieger von Austrian Airlines, allerding mit 90 min Verspätung.



    In Folge verpassten wir unseren Anschlussflug in Wien und waren 4 Stunden später, als geplant in Frankfurt. Aber - Ende gut, alles gut. Die bereits gezahlte Entschädigung trug in erheblichen Teilen zur Refinanzierung der Reise bei.8o


    Viele Grüße Evelin


    ELMA , der Bericht firmiert ja immer noch als Rätsel, vielleicht könntest du ihn nach Asien verschieben? Danke!

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