Ostern 2020

Es gibt 66 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Susanne M.

  • wenn es kein Dessert ist....

    Na ja, es könnte natürlich auch als Dessert dienen, für uns war es heute gestern die Hauptspeise.


    Gruß,

    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Erna und ich wünschen allen ein frohes

    Osterfest und bleibt gesund.


    Alle dürfen sich ein Osterpiperl nehmen.

    Haben wie jedes Jahr genügend Piperl gekauft.


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    Liebe Grüße

    Josef

  • Alle dürfen sich ein Osterpiperl nehmen.

    Haben wie jedes Jahr genügend Piperl gekauft.

    Oh danke Josef


    Schön das du jedes Jahr an uns denkst.

    Liebe Grüße :auto3:Dieter


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders


    Und deshalb bleibt bitte gesund.

  • Am Donnerstag hatte ich geschrieben:

    Karfreitag sollte es eigentlich eine Herrenspeise à la Klaus geben. Wahrscheinlich wird es doch wieder Fisch, weil heute nach der Suppe aus den Abfällen des gestrigen Tages die für morgen geplante Mahlzeit auf den Tisch kam.


    Frage: Was haben wir heute gegessen?

    Die Spargelcremesuppe hat Sylvi ja schon richtig genannt. Aber die Herrenspeise scheint euch unbekannt zu sein. Dabei kennt dieses uralte Gericht eigentlich jeder.


    Schon im ältesten erhaltenen Kochbuch aus der römischen Antike ist es aufgezeichnet, auch im Würzburger Kochbuch dem Bůch von gůter spîse ist es erwähnt. In eben dieser Zeit hielt in Österreich es ein jeder – ob dumm oder weise – für eine Herrenspeise.


    Man kennt das Gericht unter den unterschiedlichsten Namen, in der Deutschschweiz klingt die Bezeichnung etwas unanständig.


    Es war für uns am Gründonnerstag ein sehr preiswertes Essen, das dem Karfreitag durch seine Einfachheit alle Ehre gereicht hätte.


    Ihr kennt es, bleibt gesund,

    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Zuerst habe ich an Spinat gedacht. Der ist in Österreich am Gründonnerstag sehr verbreitet... Darauf passt aber Deine Beschreibung nicht, lieber Klaus.


    Herrengröstl kenn ich aus Tirol. Aber ich glaub, das passt auch nicht.


    So passe ich also!

    Susanne

  • Spinat war es nicht, den habe ich aber gestern im Garten ausgesät. Auch ein Kartoffelgericht ist es nicht.


    Lieben Gruß,

    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Herzlichen Glückwunsch, Tom. Bei uns nennt man es "Arme Ritter", die Deutschschweizer sagen "Fotzelschnitten". In Österreich wohl "Klemmschnitte", denn von dort ist dieser Spruch überliefert:

    „datz Ôsterrîche clamirre, ist ez jener, ist ez dirre, der tumbe und der wîse hant ez dâ für herren spîse“


    Mein selbst gebackener Rosinenstuten (die Rosinen waren mir zuvor versehentlich in Rum gefallen), der nach einigen Tagen etwas trocken wurde, ergab mit Ei, Milch, Butter und Vanillinzucker ein köstliches Mahl.


    Lieben Gruß,

    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • datz Ôsterrîche clamirre, ist ez jener, ist ez dirre, der tumbe und der wîse hant ez dâ für herren spîse“

    die solt du ezzen, liebez kint


    In Österreich hält jeder, ob Dumm- oder Schlaukopf, sein Klamirre für einen Gaumenschmaus. Das solltest du essen, liebes Kind!


    https://tavelrun.de/tavelrunde/projekt-smackelich

  • Also von all den "Sprachwirren" kenn ich nur den Armen Ritter. Ich würde daher denken, das sei österreichisch. Oder auch bayrisch....

    Ich hoffe, er hat Euch geschmeckt, wie immer Ihr ihn genannt habt....

    Susanne

  • Liebe Alle,


    ich habe gestern eine "Themenverfehlung" begangen, in dem ich meine Osterwünsche und die beiden Bilder von Rojen in diesen Strang gestellt habe - ich habe nur Ostern 2020 gelesen - und "Ostern ist anders". Und schon vergessen, dass der Untertitel "Kulinarisches" war.


    So biete ich zur Klärung und "Versöhnung" ;) nur ein kleines Bildchens von Osterei und Osterschinken. Allenfalls wird Elke, wenn nötig, meinen Beitrag in einen eigenen Strang stellen. Oder Ihr wißt eben, ich habe zwar ein wenig Kulinarik beigetragen, aber dann hat es mich doch wieder in den Vinschgau gezogen. Wo es im übrigen Osterschinken in Hülle und Fülle zu den Feiertagen geben wird....



    Alles Liebe noch einmal - und: frohe Ostern!

    Susanne


  • Herzlichen Glückwunsch, Tom. Bei uns nennt man es "Arme Ritter", die Deutschschweizer sagen "Fotzelschnitten".

    Arme Ritter, das ist mir zwar namentlich bekannt, allerdings habe ich das noch nie zubereitet oder auch nur gegessen.


    Unter Herrenschnitten genauer gesagt Rotterdamer Herrenschnitten kenne ich einen Toast, bestrichen mit Senf, belegt mit Tomate, Käse und rohem Schinken, der wird dann im Ofen überbacken (also wie Toast Hawaii nur in herzhaft). Wir haben das in der Schule im Fach Hauswerk/Kochen als erste Kochstunde gelernt. Das ist gefühlt 100 Jahre her....8o


    Chefkoch zeigt mir unter Herrenschnitten einen Kuchen vom Blech:

    https://www.chefkoch.de/rs/s0/herrenschnitte/Rezepte.html




    Zu Fotzelschnitten:


    in der Deutschschweiz klingt die Bezeichnung etwas unanständig.

    Ich würde das Wort nicht unbedingt unanständig einordnen, obwohl es für uns Deutsche schon so klingt.

    Ich denke, bin allerdings nicht sicher, daß dieses Wort von Fötzel abgeleitet wurde - Fötzel bedeutet Lappen, Fetzen oder auch Dahergelaufener, liederlicher Mensch.....

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

    Einmal editiert, zuletzt von tosca ()

  • Heute habe ich noch einen Schmandkuchen gemacht - dieser wird morgen

    statt eines Desserts unser Menue vervollständigen.



    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Heute habe ich noch einen Schmandkuchen gemacht

    Einer meiner wenigen Lieblingskuchen ...


    Leckerschmecker Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Am Karfreitag sind wir raus aus der einsamen Stadt und in unseren Garten gezogen.




    Hinter mir schloss sich die Gartentüre wie eine unsichtbare Wand. Auf meinem Nachtkästchen lag noch das Buch von Marlen Haushofer, welches ich letztes Jahr verschlungen hatte in der Vorstellung, den Rest meines Lebens in meinem Garten zu verbringen.


    Nun war es so weit: Quarantäne in meinem Garten in Klosterneuburg. Zumindest kann ich hier ungestraft spazieren gehen und die sich laufend verändernde Natur betrachten.



    Die Kerrie, bei mir mit nicht gefüllten Blüten, hat ihre kurze, gelbe Blüte geöffnet und gleich daneben verströmt der Duft-Schneeball seinen betörenden Duft.



    An der Wand zum Nachbarn, wo sich die Kiwis und Schisandra ranken, blüht heuer zum ersten Mal der Rosmarin. Den warmen Winter hat er unbeschadet überstanden.



    Die letzten Tulpen sind nun auch aufgeblüht.



    Und die unsichtbare Wand trennt mich vom Gartenteich meines Nachbarn. Sehnsüchtiger Blick hinüber, wo das Leben scheinbar innehält:



    Meine Kübelpflanzen dürfen nun auch ins Freie und der Lorbeer hat heuer zum ersten Mal Blüten angesetzt:



    Von meinem Gartenhaus habe ich einen schönen Blick auf Nachbars Garten und an einigen Stellen gibt es einen Durchgang, sodass ich auch auf seine Wiese gelangen kann:




    Der Gundermann hat seine blaue Blüte über die ganze Wiese gestreut und lockt tausende an Hummeln und Wildbienen an:




    Von hier hat man einen schönen Blick auf den Buchberg und Weidling, wo das Leben still zu stehen scheint. Kein Motorenlärm, der sonst aus dem Tal nach oben dringt, ist zu vernehmen, keine Ratschen der Kinder zu Ostern, nur die Kirchenglocken durchbrechen die Stille.



    Es scheint mir wie fast verboten, diese Lücke in Nachbars Garten zu benutzen, deshalb gehe ich nun zurück in meinen Garten:



    Durch den kleinen Wald gelange ich zur Aussicht in den Garten des unteren Nachbarn:





    Dann der Blick hinauf in meinen Garten. Der Speierling hat noch nicht ausgetrieben, er steht seit etwa hundert Jahren hier:





    Der Weichselbaum blüht zeitgleich mit Kirsche, Traubenkirsche und Zwetschge und der Apfelbaum hat auch schon begonnen, zu blühen.







    Der Spargel treibt aus und auch die Rote Kastanie wird bald blühen.




    Der große Bergahorn wird der Letzte sein, der seine Blüten und Blätter austreibt und im Sommer dann einen herrlichen Schatten wirft.



    Bis dahin werde ich ich es in meinem Garten aushalten und mich ab und zu durch ein Loch in der Wand zwängen.


    Johannes

  • Ist das ein schöner, eindrucksvoller, fast literarischer Gang durch Deinen Garten, lieber Johannes! Ein kleines Paradies habt Ihr da schon!!!!


    Herzlich!

    Susanne

  • Vorstellung, den Rest meines Lebens in meinem Garten zu verbringen

    Bei solch einem herrlichen Garten ist das eEine gut nachvollziehbare Vorstellung!


    Frohe Ostern,

    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

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