WIEN für Insider

Es gibt 35 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von stefferl.

  • Wusstet Ihr, dass Beethoven in Wien in mehr als 80 Wohnungen gewohnt hat?
    ( Natürlich nicht gleichzeitig)
    Warum wohl?
    :wink:


    Gruß,
    ELMA

  • Kann ich mir vorstellen, wenn er die ganze Zeit musiziert hat. :wink::grin:


    Liebe Grüße


    Josef

    Liebe Grüße

    Josef

  • Zitat von Josef

    Kann ich mir vorstellen, wenn er die ganze Zeit musiziert hat. :wink::grin:


    Liebe Grüße


    Josef


    Ja, stimmt - aber das ist nur die halbe Wahrheit.
    Das trifft auch für andere Komponisten zu.


    Aber Beethoven wurde ja zunehmend schwerhörig und war am Ende seines Lebens gehörlos. Anscheinend haute er immer lauter in die Tasten seines Klaviers, dass es kein Vermieter mit ihm aushielt.
    Es sollen genau 86 Wohnungen gewesen sein, in denen er in Wien gewohnt hat .


    Gruß,
    ELMA

  • Habt Ihr gewusst,
    dass sich einer der reichsten noch lebenden Österreicher, der Herr Karl Wlaschek mitten im Wiener Ersten Bezirk ein Mausoleum hat bauen lassen?

    Wer kennt den Herrn?
    Wo steht das Mausoleum??


    Gruß,
    ELMA

  • *g*... das war recht einfach... Karl Wlaschek ist Gründer der österreichischen Handelskette Billa


    nur - wo sein Mausuleum steht - muss ich erst suchen *zwinker*


    liebe Grüße


    Ini

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  • Richtig, Ini!


    Karl Wlaschek, geboren 1917, war in seiner Jugend Barpianist und wurde dann Einzelhandelskaufmann. Er hat recht früh gemerkt, dass man Erfolg haben kann mit Einkauf im Großen und Verkauf im Detail in vielen kleinen Läden. Er richtete viele kleine Filialen Billiger laden = BILLA ein und hatte großen finanziellen Erfolg damit.


    Er verkaufte die Ladenkette für 1,1 Mrd DM an REWE und legte sein Geld in teuren Immobilien an, die oft er vorbildlich restaurieren ließ und jetzt teuer vermietet. Allein im ersten Wiener Bezirk gehören ihm 8 Palais, z.B. der Ferstelkomplex mit der tollen Ladenpassage.
    In ganz Österreich gehören ihm über 100 Immobilien .Sein Vermögen soll jetzt mehr als 3,4 Mrd Euro umfassen.


    In der Wiener Innenstadt steht das Palais Kinsky ( mit einem vornehmen Auktionshaus) und einem schönen Innenhof. An der Rückseite des Innenhofes befinden sich zwei große Bronzetüren, die zu dem Mausoleum führen, in dem schon die drei Frauen von Wlaschek beigesetzt sind und wo auch er einmal seine letzte Ruhe finden soll.
    Er ist sicher der einzige Mensch , der mitten in der Wiener Innenstadt beigesetzt weden darf.


    Interessant ist eine Skulptur vor den Türen. Auf einem schwarzen Marmorblock liegt die Bronzefigur eines jungen Mädchens. Es ist eine Tochter der mit Karl Wlaschek befreundeten Familie Kinsky , die sich mit Gift das Leben genommen hatte aus Kummer über den Tod eines Geliebten. Aus „Standesgründen“ hatte sie ihn nicht heiraten dürfen.


    Es wird erzählt, dass es vorkommt, dass in Grinzing in einem Heurigenlokal sich ein unscheinbarer alter Mann ans Klavier setzt und spielt. Es soll Karl Wlaschek , der ehemalige BILLA Chef und heutige Milliardär sein.


    Gruß,
    ELMA

  • interessant zu wissen...


    hat Wien keine Friedhöfe in der Stadt, weil du geschrieben hast, dass er warscheinlich der einzigste Mensch ist, der in der Innenstadt von Wien beigesetzt werden darf???


    *fragendkieck*


    liebe Grüße


    Ini

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  • Im ersten Bezirk ( Innenstadt) gibt es keinen Friedhof.


    Die Lage des Mausoleums ist schon außergewöhnlich und auch die Tasache, dass sich heutzutage noch jemand selbst aussuchen kann, an welchem Ort auf einem seiner eigenen Grundstücke er beigesetzt wird....


    Das war früher auf großen Gutshöfen vielleicht möglich, aber ich könnte es mir hier nicht mehr vorstellen.


    Gruß,
    ELMA

  • Wusstet Ihr,
    dass es im alten Wien ovale und rechteckige Hausnummernschilder gab mit unterschiedlich farbigen Rändern?


    Welche Bedeutung mag das wohlgehabt haben?


    Gruß,
    ELMA


  • Und wisst Ihr wo dieser Karl Wlaschek wohnt?


    Er wohnt in einem superkleinem Dörfchen namens Zillingtal, im Burgenland, ein paar km von mir entfernt.
    Er hat dort ein großes Anwesen mit Reitstall usw. Ob er sich dort aufhält ist eine andere Frage bei sovielen Immos die er hat.
    Er sucht ne Frau per Kontaktanzeige.


    Ich hatte die Ehre bereits ein Glas Sekt mit ihm zu trinken. Bei der länger zurückliegenden Neueröffnung des Billa Zentrallagers in Wr.Neudorf -NÖ-

    Schöne Grüße


    Tom




  • hallo Elma,


    vielleicht ist es im damaligen Wien - eine Art Erkennungszeichen gewesen - z.b. welcher Schicht die Menschen angehören?


    liebe Grüße


    Ini

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  • Zitat von ELMA

    Wusstet Ihr,
    dass es im alten Wien ovale und rechteckige Hausnummernschilder gab mit unterschiedlich farbigen Rändern?


    Welche Bedeutung mag das wohlgehabt haben?


    Gruß,
    ELMA


    Das könnten Gründe für den Verlauf der Straßen oder deren Häuser (mehrstöckig) usw. bedeuten.


    Näheres weiß ich nicht.


    Ich weiß nur so viel, dass man in Wien mal die Hausnummern in denen Juden wohnten nicht mit den deutschen "lateinischen" Ziffern schrieb, sondern römische verwenden musste.

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    Carpe Diem Annette und Hartmut


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  • Zitat von Tom

    Er sucht ne Frau per Kontaktanzeige.


    Er ist Jahrgang 1917.... man kann jetzt mal rechnen... :wink:


    Hartmut - mit "Verlauf der Straßen" denkst Du in die richtige Richtung.


    Es war so:
    Ab dem Ende des 18. Jahrhundert ( bis wann genau, weiß ich leider nicht) hatten alle Häuser in Straßen, die parallel zum Ring verliefen, ovale Nummernschilder.
    In Straßen, die zum Ring hin oder aus der Stadt hinaus verliefen, gab es rechteckige Straßenschilder.
    In jedem Bezirk hatten die Schilder einen andersfarbigen Rand, z.B. gelb(?) in der Josefstadt ( VIII. Bezirk), schwarz ( oder blau??) im ersten Bezirk, usw.
    Auf diese Weise wusste man immer, wo man sich befand und konnte sich in den engen Straßen leicht orientieren.


    Eine schlaues System, finde ich, in einer Zeit, als man noch keine Stadtpläne in der Tasche hatte.


    Heute sieht man diese Schilder nur noch an historischen Gebäuden.



    Außerdem hatten im frühen 18. Jahrhundert, bevor es Straßennamen gab, die Häuser eigene Namen.


    In den Vororten gaben die Besitzer ihren Häusern Namen. In der Josefstadt, in der ich eine Woche wohnen durfte, sieht man heute noch Häuser mit Namen wie

    Zum Bauern
    …. ( den Rest konnte ich leider nicht lesen)




    zur Jacobsleiter




    zum weißen Josef



    zum römischen Kaiser



    Ich wohnte im Leonhardhaus – das Haus daneben war das drei Katzerl Haus.


    Später war dieses System wohl nicht mehr brauchbar, weil die Stadt immer größer wurde und es wurden Straßennamen und Hausnummern vergeben.


    ELMA

  • interressant zu wissen, Elma!


    danke für die Info!


    liebe Grüße


    Ini

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  • Ja, Ini, es gibt noch einiges, was vermutlich nicht im Baedeker steht.
    Ich werde versuchen, es nach und nach hier einzustellen.


    Gruß,
    ELMA

  • Wer hat davon gehört?


    Warum gibt es die


    Echte Sachertorte und die Original Sachertorte?


    Gruß,
    ELMA

  • Eine von beiden wird es wahrscheinlich nur im Cafe Sacher geben, während die anderen Ihr mehr oder weniger entsprechen, jedoch nicht im Sacher serviert werden!

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  • Die originale Sachertorte wird im Caffee bzw. Hotel Sacher ausgegeben, und das Rezept dazu im Sacher Safe aufbewahrt.


    Die echte Sachertorte wird in der Konditorei "Demel" angeboten. Demel`s Sachertorte genannt die "echte" Sachertorte.


    Da gabs vorher viel Streit drum zwischen den beiden Häusern. Ging um Rezept, um die Schichten der Marmelade, den Ausdruck Butter oder Margarine, usw.


    Irgendwann einigte man sich dann, und so entstanden beide Torten.


    Es ging aus von Metternich, der aber das Rezept nicht fertig stellte, dann machte sein Lehrling Herr Sacher die richtige Sacher draus, dessen Sohn vervollständigte das ganze dann zum heutigen Produkt. Der Sohn arbeitete aber beim k.k. Hofzuckerbäcker Demel. Usw.


    Tja, und dann wo beide Häuser drin verwickelt waren gings um den Namen. Und dazu kams eben dann vor Gericht zum Streit.

    Schöne Grüße


    Tom




  • Genau so war ( ist ) es, Tom!!


    Das Cafe Sacher hinter der Staatsoper und das Cafe Demel in der vornehmen Kohlgasse gehören heute und gehörten auch schon früher zu den vornehmsten Kaffeehäusern.


    Anna Demel ( 1874 - 1956) und Anna Sacher waren sehr eng befreundet.


    Nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 gingen beide Geschäfte schlecht.
    Das Hotel Sacher geriet zur Zeit der Wirtschaftskrise in finanzielle Schwierigkeit und Eduard Sacher jun. bat Anna Demel um Hilfe.
    Tante Anna half.
    Sie kaufte das Rezept und die Lizenz der Sachertorte, allerdings mit der Bedingung, dass das Haus Demel auch Sachertorte verkaufen durfte.
    Eduard erhielt dann sogar noch einen kleinen Anteil am Ertrag des Tortenverkaufs.


    Als die Zeiten wieder besser wurden, vergaß man offensichtlich diese großzügige Hilfe. Nach dem 2. Weltkrieg wollten die Sachernachfahren dem Kaffehaus Demel die Benutzung des Namens Sachertorte untersagen.
    Ein Rechtsstreit zog sich hin bis zu einem Gerichtsurteil im Jahre 1962, wie Tom schon erwähnte.


    Heute führt Sacher ein rundes Siegel mit der Aufschrift: "Original Sacher Torte".
    Demel führt ein dreieckiges Siegel mit der Aufschrift: "Eduard Sacher Torte, Erzeugnis Chrisitan Demel's Söhne" - man nennt sie jedoch ganz einfach "echte Sachertorte"


    Es soll auch bei den Rezepten und der Herstellung Unterschiede geben. Da ich keine der beiden probiert habe, kann ich das nicht beurteilen.


    ELMA

  • Wusstet Ihr,
    dass sich in Wien unter dem ersten Bezirk so etwas wie eine zweite Stadt befindet?


    Wie könnte man sich das vorstellen?


    Gruß,
    ELMA

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