Beiträge von Grizzly

    Viele Jahre war es ein Ärgernis, in Würzburg umzusteigen. Es gab weder Rolltreppen noch Aufzüge.

    Irgendwann entdeckte ich das Zauberwort: "Kein Ausgang". Das war die "Postrampe" am Ende des Bahnsteigs, auf der man seinen Rollkoffer oder anderes schwere Gerät in eine nicht für den öffentlichen Verkehr bestimmte, aber zugängliche, Unterführung und am gewünschten Bahnsteig wieder nach oben bewegen konnte. Es gab sogar einen Ausgang, keiner hat mich damals am Verlassen des Bahnhofs auf diesem Weg behindert.

    Aber jetzt ist das (fast, siehe unten) Geschichte. Es gibt Aufzüge !

    Gerüchteweise hat das so lang gedauert, weil bei den Bauarbeiten eine römische Zisterne oder Badeanstalt entdeckt wurde. Da kann man natürlich nicht einfach drüber weg betonieren.

    Die Aufzüge sind allerdings (Stand: 19.8.18) erst bis Gleis 7 dh für die IC/ICE-Aristokratie benutzbar. Das Regionalzugproletariat muss erst den richtigen Tunnel finden (ich verrat's: Im Abschnitt D), der andere Tunnel ist am Gleis 7 zu Ende. Und Aufzüge gibt's da wahrscheinlich auch noch nicht, ich hoffe, sie bauen sie noch. Genug Baugerät steht herum.

    Also doch noch Umsteigen über "Kein Ausgang".

    Aschaffenburg Hauptbahnhof, Sonntagmittag.

    Ich steh am Bahnsteig, warte auf den ICE nach Würzburg, um dort in einen anderen ICE nach Hamburg umzusteigen. Am Freitag und am Sonntag, oder wenn man zu mehreren unterwegs ist, empfiehlt sich eine Platzreservierung - wenn man allein an anderen Tagen unterwegs ist, kann man die aktuell 4.50 € (pro Hin- oder Rückfahrt) meistens sparen. Aufgrund dieser Maxime habe ich sogar Reservierungen für beide Züge erstanden.

    Während ich vor mich hinträume und darauf warte, dass der Regionalexpress, der die gleiche Strecke fährt, mein Gleis verlässt, kommt eine Frau und fragt mich, warum alle Leute weggehen - ob der ICE nach Würzburg von einem anderen Gleis abfährt ? Es habe eine Ansage gegeben, die wir beide überhört haben.

    Ich gehe zur Anzeigetafel, die ein Stück weg ist, und lese: Gleis 7. Wir sind auf Gleis 6 und beide ordentlich bepackt. Also rein in den Aufzug, runter, in den nächsten Aufzug. Während die Tür schliesst, höre ich schon das rhythmische Quietschen, das bei Abfahrt eines ICE ertönt. Oben angekommen, ist der Zug bereits in Bewegung. Für die Frau ist das eine Katastrophe, weil sie Zugbindung hat, d.h. ihr Ticket gilt in keinem anderen Zug. Bei mir ist nur die Reservierung weg.

    Bis ich wieder auf Gleis 6 bin, ist der Regionalexpress auch losgefahren X(


    Also den ICE eine Stunde später. Nach einer Runde durch den Aschaffenburger Hauptbahnhof, der im wesentlichen eine Einkaufsmeile ist, steh ich wieder an Gleis 6 und überlege, wo ich die besten Chancen auf einen Sitzplatz habe.

    Der Mitteleuropäer an und für sich ist gehfaul.

    Es sei denn, er will bewusst Sport treiben, dann trägt er entsprechende Kleidung und - heutzutage, v.a. wenn jünger - auch irgendwelche Beschallungselektronik mit sich. Vor allem sucht er sich eine entsprechende Strecke aus - vom einen Ende eines Großstadtbahnhofs zum anderen ist da weniger attraktiv.

    Eingedenk dieser Erkenntnis bewege ich mich dorthin, wo ich die Zugspitze erwarte, nachdem ich mich vorher informiert habe, dass dort auch 2. Klasse ist. Also Abschnitt A oder E/F, und stehe dort einsam in der Mittagssonne, bis der Zug kommt.

    Es klappt wunderbar. Der ICE von Frankfurt nach München hat sogar mehre Plätze nebeneinander für mich zur Auswahl.

    In Würzburg wird's schwieriger. Da ist immer Hauen und Stechen um diese Zeit. Aber auch da finde ich im ersten Wagen noch einen unreservierten freien Platz.

    Alternative wär der Speisewagen, aber das wird bei einer längeren Strecke teuer.

    Ich muss mal meine Reiseberichte durchgehen. Von meinem Sansibar-Bericht fehlt der Anfang. Ich hab den noch in meinem eigenen Forum, wüsste jetzt aber nicht, wie ich den vorn drangeklebt bekomme.

    Muss auch jetzt nicht sein, weil ich gleich in die Werkstatt muss - Auto fängt mit "au" an.


    Gestern kam in 3Sat eine Reportage über Medikamentenfälschungen, was ja nicht nur in der 3. Welt, sondern zunehmend auch hier ein Riesenproblem ist. Wenn, aus perverser Gewinnabsicht, Medikamente "gepanscht" werden, so dass kein Wirkstoff mehr drin ist oder nicht die Menge, die auf der Packung steht., was fast noch schlimmer ist, grad bei Antibiotika.

    Dazu fiel mir meine Sansibar-Reise ein, die jetzt schon fast 11 Jahre her ist:

    Sansibar

    (aktuell hat das System den Anfang meines Berichts gefressen, aber das können wir später regeln).


    Jedenfalls möchte ich Euch ein Erlebnis erzählen, über das ich bisher nicht berichtet habe.

    Einige Tage nach Ankunft bekamen meine Begleiterin und ich Durchfall, was noch nicht aufregend war. Ich stellte fest, dass ich den Durchfallstopper Loperamid/Imodium in meine Reiseapotheke einzupacken vergessen hatte und fragte mich zur Apotheke in Stone Town durch. Irgendwo in dem durch keine Straßen- und Hausnummernangaben versehenen Gassengewirr fand ich auch einen kleinen Laden, in dem man alle vorhandenen Medikamente ohne irgendein Rezept kaufen konnte, meinen Arztausweis brauchte ich also nicht. Das Zeug ist nicht teuer, ich bekam eine kleine Packung Imodium zu einem geringfügig niedrigeren Preis als dem in Deutschland üblichen, Hersteller eine Firma in London (laut Packungsaufschrift). Es schien auch das drin zu sein, was drauf stand, jedenfall klang unser Durchfall schnell ab.


    Ein paar Tage später trafen wir zwei deutsche Studentinnen, die mich nach der Apotheke fragten. Ich erklärte mich bereit, ihnen die zu zeigen, wollte aber wissen, was sie denn bräuchten (berufliche Neugier). Sie wollten ihre Malaria-Prophylaxe von Lariam auf Malarone umstellen, weil sie von Lariam schlecht schlafen könnten. Nun weiss ich, dass Lariam Depressionen auslösen kann, wobei das dast immer nach der Einnahme der 1. oder 2. Tablette passiert und man dann noch umstellen kann, wenn man rechtszeitig vor der Abreise mit der Einnahme beginnt (inzwischen hat die Firma deshalb auf die . Wegen des Risikos von grad in Afrika häufigen Medikamentenfälschungen riet ich dringend von dem Plan ab, aber die beiden liessen sich nicht umstimmen, und wir zogen los. Der Apotheker hatte auch Malarone da, Preis 8 Dollar pro Stück, d.h. etwas weniger als es bei uns damals kostete (ist inzwischen billiger geworden, aktuell 12 Tabletten ca. 60€). Die beiden stimmten zu.

    Der Apotheker holte eine abgegriffenene, speckige Packung, auf der Malarone drauf stand, aus der Schublade und begann, die gewünschte Anzahlt Tabletten einzeln aus dem Blister herauszudrücken - sowas hatte ich noch nie gesehen.


    Ich riet nochmal dringend von diesem Kauf ab und verliess, nachdem man nicht auf mich hörte, die Apotheke. Wie es den beiden ergangen ist, weiss ich nicht.


    Später erzählte ich diese Geschichte bei einer Reisemedizin-Fortbildung und fragte, was man denn machen könne, wenn man, zB weil einem das Gepäck abhanden gekommen ist, gezwungen ist, sich in einer einheimischen Apotheke zu versorgen. Der Referent riet, das Medikament zu nehmen, das auch bei uns in diesem Fall das preisgünstigste wäre, da sei das Fälschungsrisiko am geringsten. Also zur Malaria-Prophylaxe z.B. Doxycyclin - 1 Tableze zu 100mg pro Tag, vorher was essen (keine Milche dazu) und verstärkt auf Sonnenschutz achten, da das Medikament eine erhöhte Sonnenempfindlichkeit verursachen kann.










    Als ich nach einer Benachrichtigung das Forum anklickte, musste ich mich erstmal zurechtfummeln. Aber jetzt geht alles. Sieht gut aus, danke für Deine Mühe, lieber Tom !

    Wahrscheinlich hat sich in der Käferszene noch nicht herumgesprochen, dass Grizzly die Schule und der Nazilehrer zumindestens seine Lehrtätigkeit (bei der er "Böhmen und Mähren" mal eben zwischen west- und ostdeutsche Bundesländer eingegliederte) beendet wenn nicht das Zeitliche gesegnet hat, somit aus diese Richtung keine Gefahr mehr droht.

    So ähnlich wie Max und Moritz hab ich das als 12jähriger Schüler gemacht. Nachmittags Käfer gesammelt und mit ein bissl Gras in eine mit Luftlöchern versehene Pappschachtel gepackt. Anderntags mit in die Schule genommen und einen nach dem andern auf die Anzugjacke eines als Choleriker bekannten Lehrers gepackt (alter Nazi übrigens, später NPD-Kandidat - wobei mir das, ehrlich gesagt, als 12jähriger noch nicht klar war). Die begannen den Aufstieg Richtung pädagisches Genick, eine braune Kleckerspur auf dem grauen Jackett hinterlassend.


    Der erste Krabbler, der das Genick erreichte, hatte Pech, denn der wurde vom Lehrer gepackt, gequetscht und mit einem Brüllerer unsanft aus dem Fenster geworfen, unter Pfiffen und "Pfui, Mörder"-Rufen. Die andern wurden abgeschüttelt und hatten, von behutsamen Mitschülern geborgen, gewisse Überlebenschancen, es sei denn, sie landeten ihrerseits auf dem grauen Jackett. Aber das funktionierte meist nur einmal pro Unterrichtsstunde.


    Die "Grünen", die mich dafür hätten rügen können, gab's auch noch nicht.

    Rost war ein Dauerproblem, an bestimmten Ecken besonders.




    Wer nicht, wie hier, einen Dachgepäckträger hatte, konnte mit seinem auf einen Heckskihalter befestigten Wintersportgerät in den Urlaub fahren.




    Ohne Dachgepäckträger standen die Skier natürlich über die Wagenhöhe hinaus, was einem Hofer - laut dem Mundartartglossisten "Gerch" von der Frankenpost - Ende der Sechziger zum Verhängnis wurde. Zu viert im Fichtelgebirge über die Pisten gewedelt, fuhr der Urlauber daheim mit Schwung in die niedrige, nur auf Käferhöhe ausgerichtete Garage, und - kracks - gab's viermal Spitzensalat.




    So sah meiner mal aus. 69er Baujahr, ebenfalls weiss, 1976 von der Patentante geerbt, und in den dreieinhalb Jahren, die ihm der Rost dann noch liess, kam ich bis nach Portugal damit und zurück.






    Was diesen Menschen dazu bewogen hat, seinen Wartburg, der ein DDR-Kennzeichen des Bezirks Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) trägt, mit einem Käfermotor auszustatten, weiss ich nicht.





    Die letzten Wartburgs waren keine Zweitakter mehr, sondern hatte Golfmotoren, was man an dem "halbierten" Kühlergrill sieht. Im Heckraum eines Wartburg hat ein Käfermotor natürlich viel mehr Platz als im Orgininalgehäuse, da passt die Batterie noch mit dazu (beim Käfer unter dem Rücksitz) und ein Benzinkanister.
    Was die

    dazu sagt ?

    Oldtimertreffs haben gegenüber Automuseen den Vorteil, dass man die Autos auch in Aktion sieht, hört, riecht. Wenn man, wie ich, dann noch den Bruder dabei hat, der die gleiche Zeit erlebt und zudem mehr Ahnung von Technik hat als man selber, ist das Vergnügen doppelt. Da steht man schon mal früher auf und nimmt, incl. Nahverkehr, drei Stunden Bahnfahrt auf sich.


    Keine Angst, ich lichte jetzt nicht alle Brezelfenster-Käfer ab, dazu sind's zu viele.



    Das Innere ist ziemlich original, einschliesslich Blumenvase.





    Der T2-Campingbus-Besitzer hat, wie viele, das Ersatzrad vorn untegebracht,



    wohl damit er leichter drankommt.



    Ein 412 Variant - eine Rarität.




    Gelbe Scheinwerfer waren hier eine Zeitlang Mode, in Frankreich waren sie bis 1993 Pflicht.




    Als, nach Angaben des Wohnmobilisten, seine Tochter zu groß wurde,


    bekam sie ihr eigenes Schlafzimmer.



    Motorblock - einer reicht - und ein bissl Blech: Jetz müssen wir's nur noch zusammen schrauben.




    Naja, ein bissl was fehlt noch. Aber nicht mehr viel.


    Und jemand, der/die die Häkelkunst beherrscht, denn eine nackte Klopapierrolle schickt sich ja nicht.




    Der Ovali, Nachfolger des Brezelfensterkäfers, wurde nur 1953 bis 1957 gebaut. Die vergrößerte Rücksicht erfreute sich so großer Beliebtheit, dass manche Brezelfensterbesitzer den Mittelsteg heraussägten und so einen Selfmade-Ovali schufen. Die fünf PS mehr, die der neue hatte, liessen sich nicht so leicht herbeizaubern.
    Mehr hier: http://www.kaeferwissen.de/html/_ovali_.html


    Die folgenden Bilder sind vom Herbst 2015. Der schon bekannte stillgelegte Güterbahnhof wird Wanderweg, und eine weitere US-Kaserne (Patton Barracks) wird dem Verfall preisgegeben (Ausnahme: Ein Gebäude als Flüchtlingsunterkunft), um irgendwann alles platt zu machen und einen Heidelberg Innovation Park hinzuklotzen mit dem Effekt, dass sich Bauunternehmer, Makler und Spekulanten dick und fett fressen und die Mieten ins Astronomische steigen können.


    Die Bahnbrücken sind alt, die Straßenbahnlinie 26 nach Kirchheim neu.



    Links die Flüchtlingsunterkunft, der Rest steht leer.



    Kontrolliert wird nicht mehr. Könnte aber (siehe Horst/Mecklenburg).


    Der Rest des Geländes ist abgezäunt - wenigstens kann man dort seine Fahrräder anlehnen und sichern.


    Keine Ahnung, warum der NATO-Draht hier noch steht - vielleicht für Fluchthelfer,
    um das Überwinden solcher Hindernisse zu trainieren ?



    Verlassen wir dieses gastliche Gelände und betreten die Bahnanlagen, was früher verboten war.



    Achtung - Brücke in hundert Metern.



    Wo kämen wir denn da hin, wenn hier jeder Hund in die Bahnanlagen kackt ?
    Ordnung muss sein !



    So, wo sind wir denn eigentlich ?


    Mittlerweile im Hauptbahnhof



    die Treppe runter,



    wo zwei Jahre später eine riesige Baustelle sein wird.



    In der Nähe der Czerny-Brücke das nächste leer stehende US-Gebäude.





    Für fast alle. Natürlich mit Bürgerbeteiligung. Es lebe der Innovation Park.

    LIeber Jürgen,
    das mit der historischen Erinnerung seh ich auch so.


    Ansonsten finde ich dieses jahrelange Gehacke um Eigentumsverhältnisse unerträglich - ob Bund, Land oder Kommune ist doch wurscht, alles Staat, und der Steuerzahler hat dafür mindestens schon einmal abgedrückt. Wenn's nach mir ginge, würde ich für Selbsthilfe plädieren, auch in folgendem Fall.

    Leider dauert das, die Kasernenflächen und-gebäude stehen jahrelanmg leer und könnten noch genutzt werden. In einer Stadt mit akuter Wohnungsnmot wie Heidelberg ist das vollkommen unerträglich.


    Vor über drei Jahren hab ich, ein Jahr nach dem Abzug der US-Armee, diese Aufnahmen gemacht. Und trotz Riesenwohnungsnot lässt man diese Häuser verrotten, die Planer sehen weitestgehend Neubauten vor (irgendwann in ferner Zukunft, kostet einen Haufen Geld und fördert Wuchermieten), wenn ich deren HP richtig verstehe. Wenn man das Gelände besichtigt - soweit das geht und nicht verriegelt und verrammelt ist - sieht man fast nur Leerstand.




    Der frühere Haupteingang.
    Dort haben wir 1983, vor einer dichten Polizeikette, gegen die Atomraketennachrüstung demonstriert.




    Die ursprüngliche Kaserne stammt aus den 30er Jahren, über dem US-Wappen hing damals ein Vogel mit Kreuz



    Hier könnten Kinder spielen



    aber es ist alles verriegelt und verrammelt und wächst langsam zu.






    Die Kirche gäbe eine Versammlungshalle ab,




    wäre sogar barrierefrei - die Army hat offensichtlich auch an die Kriegsverletzten gedacht.




    Ein Lichtblick, als Alibiveranstaltung - bisher.

    Das wusste ich auch noch nicht. Wobei es in Schweden immer schwieriger wird, ausser am Automaten oder per Direktkartenzahlen Geld zu bekommen bzw. zu zahlen. Bargeldwechseln geht nur noch in großen Städten.

    Früher war es in Osteuropa eine klare Sache. Man hatte einen Tagespflichtumtausch zu entrichten, den man nicht zurücktauschen konnte, in der DDR zuletzt 23 DM, in der Tschechoslowakei 20 DM (70er, später vielleicht mehr). Schwarz tauschen war streng verboten, war aber Volkssport. In der CSSR zB DM-Krone 1:4 offiziell, 1:8 schwarz (70er), später mehr.


    Ab 1990 oder 91 war die Krone frei konvertierbar, und man konnte auf der Bank oder in Wechselstuben tauschen, der Kurs war überall ähnlich, auch war es nicht mehr verboten, persönlich bzw. schwarz zu tauschen, aber eigentlich hatte niemand mehr etwas davon. Oder doch ?


    In den 2000er Jahren wurde mir in Prag immer wieder Schwarztausch angeboten, ich bin nie drauf eingegangen, weil ich annahm, dass da etwas faul ist. Aber was ? Bei einem offiziellen Kurs von 1:25 bis 1:30 wurden mir 1:30 angeboten, dh 4000 Kronen für 100 Euro. Ich hab die Scheine auch gezeigt bekommen, wenngleich nicht alle - die ich sah schienen echt zu sein. Wahrscheinlich waren falsche dazwischen, zB alte tschechoslowakische Kronen, oder ähnliches Zeug.
    Hinter den Trick bin ich nie gekommen. Aber irgendwie müssen die ja vom Schwarztausch profitieren, sonst zahlen sie bei 1:40 drauf.


    In Polen, Kroatien oder Bosnien wurde mir Derartiges nie angeboten.

    Im Ausland, aber nicht nur dort, bekommen unbedarfte Touristen Angebote, die verlockend klingen, von denen aber letztendlich nicht der Tourist, sondern der Anbieter profitiert. Falls es hier im Forum noch keine derartige Warn-Sammlung gibt, möchte ich hier eine anlegen.

    In den 70ern horteten Tschechen und Slowaken mit Begeisterung 3-Kronen-Stücke. Die passten nämlich anstatt einer Mark in bundesdeutsche Automaten. Ähnliches soll mit französischen 20-Centime-Münzen gegangen sein, bis technische Nachrüstung dem Spaß ein Ende bereitete.