Wie wäre es mit einem Hausboot?

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von ELMA.

  • In Holland gibt es welche, auch auf nord- und ostdeutschen Seen habe ich schon welche gesehen. Nun also auch in Kroatien.


    Ein slowenischer Hersteller baut Hausboote als Ferienwohnung oder zur Dauernutzung. Ab etwas über 63.000 € ist man dabei. Im Hafen Veruda von Pula habe ich neulich diese Hausboote gesehen.


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    Ich bezeichne die mal als schwimmende Schuhschachteln mit einer großen Terrasse auf dem Oberdeck.


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    Sicherlich benötigt man einen sturmsicheren Hafen für so ein Ding. Schwimmt es doch lediglich auf röhrenförmigen Pontons. Strom und Wasser müssen ja auch irgendwo her kommen. Wie verhält es sich eigentlich mit dem Abwasser so einer schwimmenden Wohnung?


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    Nachdem niemand da war der mir das Innere zeigen konnte, mußte ich notgedrungen durch die Glastüre fotografieren.


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    Das ganze Interieur besteht mehr oder weniger aus Plastik und ist somit künftiger Sondermüll. Aber ist nicht auch ein Wohnwagen am Lebensende Sondermüll?


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    Die Terrasse oberhalb der Räume ist ausreichend groß. Der Blick aufs Meer hat schon was für sich.


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    Wem es zu heiß wird dort oben, der kann elektrisch zwei Markisen zur Beschattung ausfahren.


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    Platz ist also ausreichend vorhanden auf der Dachterrasse.


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    Sollte jemand von euch das nötige Kleingeld haben und so etwas wollen, habe ich hier die Erreichbarkeit der Firma und der Verkäufer.


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    Hier noch die Website, die es auch auf englisch gibt.


    https://www.3maran.eu/en/


    Ich persönlich weis nicht so recht, was ich davon halten soll. Sicherlich ist so eine Unterkunft dazu geeignet, heute hier und morgen da verankert zu sein. Mobilität ist also das Schlagwort. Aber man benötigt ja auch eine entsprechende Infrastruktur um das Ding dauerhaft fest zu befestigen. Wie verhält sich so ein Ponton bei einer starken Bora? Wie lange hält so etwas überhaupt? Der Begriff Nachhaltigkeit hat ja heute einen anderen Stellenwert als noch vor ein paar Jahren.


    Ich meine, daß hier viel Geld für wenig "Etwas" ausgegeben werden kann. Sicherlich gibt es ein Kundenpotential für diese Dinger. Ansonsten geht das Unternehmen halt pleite.


    jürgen

  • MIr gefällt diese Idee, fast hätten wir mal so ein "Bunbo" (Bungaloboot) in der Mecklenburgischen Seenplatte gemietet, bzw. haben mit dem Gedanken gespielt, irgendwie ist es dann doch nur beim Geanken geblieben. Aber was nicht ist, kann noch werden.


    Vor zwei Jahren haben wir uns vor Ort an der Müritz ein (normales) Motorboot gemietet und dort einige Hausboote unterwegs gesehen. Sah sehr gemütlich aus.


    Ob es allerdings im Meer Sinn macht, wird sich zeigen. Ganz ungefährlich ist das in der Tat nicht, das ist ja nochmal eine ganz andere Hausnummer wie auf den Seen.


    Ich habe die HP nur überflogen, gehe aber davon aus, daß die Dinger für Urlauber zu mieten sind, oder sie werden an Bootsvermieter verkauft die sie dann wiederum vermieten. Für Privatleute ist das ja eher uninteressant zur Selbstnutzung.


    Es sei denn, sie bleiben dauerhaft, also als Ferienwohnung, im Hafen. Dort bekommt Strom und Wasser her, wie die Motorboote die dort liegen


    Die in der Meckl. Seenplatte jedenfalls, sind mit allem ausgestattet, Motor, Strom, Heizung sogar, Wasser zum Duschen etc.


    .https://bunbo.de/hausboote.html


    Mal sehen, wie es mit den Hausbooten in Kroatien gehandhabt wird, und ob es sich lohnt für den Verkäufer/Betreiber - Du wirst sicher berichten Jürgen.




    PS:

    Aber ist nicht auch ein Wohnwagen am Lebensende Sondermüll?

    ein klassischer Wohnwagenaufbau besteht normalerweise aus einem Sandwich aus Holz, Styropor, Glasfaser, manche aus dem Hochpreissegment haben GkF-Dächer und/oder Boden. Das Interieur ist Holz, Polster, Leder, der Bodenbelag Vinyl oder einfacher PVC.

    Also kein Sondermüll, normaler Müll ;-) aber wenn man bedenkt, daß so ein Wohnwagen bis zu 40 Jahren halten kann.....




    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

    3 Mal editiert, zuletzt von tosca () aus folgendem Grund: PS

  • hallo Sylvie,


    danke für deine Gedanken und Infos.


    Was die Verwertung von Dingen, die groß sind und aus vielen verschiedenen stofflichen Komponenten bestehen, angeht wissen wir Verbraucher wohl wenig darüber.


    Beim Auto ist die Sache einfach. Da gibt es zertifizierte Verwerter, die alle Bestandteile zumindest im Inland ordentlich trennen und entsorgen müssen. Das wird glaublich ganz gut überwacht.


    Wie aber verhält es sich bei alten Wohnwägen oder Booten? Ich kenne nur Dutzende, die beispielsweise in Kroatien kaputt und ausgeschlachtet irgendwo in der Landschaft vor sich hin rotten. Liegt so ein Ding dann noch zur Hälfte im Meer sorgt dieses schon mit der Zeit dafür, daß sich das Wrack in kleinere Bestandteile auflöst.


    Alte Pkw in Deutschland werden natürlich auch zu einem erheblichen Teil ins Ausland verkauft und dienen den dortigen Besitzern je nach Pflege noch viele Jahre. Was danach damit geschieht, ist wieder eine andere Sache.


    Gibt es aber auch einen Zweitmarkt im Ausland für hier ausgediente Wohnwägen oder solche Hausboote?


    Sicherlich können die meisten Komponenten stofflich wiederverwertet werden. Es stellt sich jedoch die Frage, ob eine Trennung der Materialien möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist? Vielleicht ist es aber das billigste und einfachste, so ein Ding am Ende der Lebenszeit zu schreddern und thermisch zu verwerten wie man neudeutsch zur Müllverbrennung sagt. ;)


    Was die hier vorgestellten schwimmenden Ferienwohnungen angeht, werde ich sicherlich in nächster Zeit vor Ort erfahren, ob und in welcher Form die der Vermietung dienen sollen oder ob es sich um Kaufobjekte handelt. Ich komme ja immer wieder mal in der Veruda vorbei. ;)


    grüsse


    jürgen

  • Wirklich neu ist diese Idee mit den Hausbooten nicht.

    Schuhschachteln müssen es auch nicht sein.

    Ich habe vor 30 Jahren in Kaschmir auf dem Dalsee schon ein paar Tage auf einem Hausboot gewohnt... das war komfortabler als manches Hotel.

    Es gibt sie auf der ganzen Welt, in Hamburg habe ich sie gesehen, in Holland, in Florida usw, aber immer fest verankert mit festem Anschluss an das Land. Manchmal waren es umgebaute Schiffe, manchmal auch einfach "schwimmende Häuser", Teilweise sehr schön.

    Solche Hausboote haben keinen Motor und müssen bei Ortswechsel geschleppt wErden.


    Anders die Hausboote wie ich sie von Frankreich (Burgund und Südfrakreich) kenne, Sylvi hat sie in Meck Pomm gesehen. Das sind " Wohnboote", die ähnlich wie Yachten oder auch Wohnmobile mit Batterien, Wassertanks (für Frisch -und Brauchwasser) und einem Treibstofftank ausgestattet sein müssen. Man braucht ,wie bei einem Wohnmobil,immer mal wieder Ver-und Entsorgungsmöglichkeiten. Aber das ist nicht neu.


    Was nun in HR geplant ist, weiss ich nicht.

    Hausboote ohne diese Ausstattung brauchen feste Verankerungen und feste Liegeplätze.

    Ich denke nicht, dass man in beliebigen Buchten einfach Urlaub machen darf.

    Die Vorschriften für Boote sind in HR strenger als anderswo.

    Hoffentlich stellen etliche Kommunen gegen viel Geld ihre geschützten, schönen Buchten nicht aus Geldgier für stationäre Hausboote einfach zur Verfügung. Ein Hausboot in einem Hafen wäre nicht mein Traum.


    Was das Argument Sondermüll betrifft, Jürgen. Woraus sind denn Glampingzelte, Mobilhomes und deren Einrichtungen gemacht?

    Wenn schon vergleichen , dann differenziert.


    Liebe Grüße,

    Elke

  • hallo Elke,


    ein Mobilhome ist im Prinzip das selbe nur fest an Land verankert. Diese Dinger werden scheinbar jedoch immer beliebter bei den Urlaubern und so nehmen sie auch ständig mehr Raum auf den Campingplätzen ein.


    Tatsächlich ist die Haltbarkeit der Mobilhomes durch die wechselnde Dauervermietung über ein paar Monate recht gering. Die Ausstattung wird vielleicht ein paar Mal erneuert und nach einigen Jahren ist das Ding dann so marode, daß es nicht mehr vermietet werden kann. Hinzu kommt, daß sich wohl die Ansprüche an Komfort verändert haben. Die neueren Schachteln sind viel größer und mit Glasschiebetüren ausgestattet.


    Die Zukunft wird es zeigen, ob Hausboote in dieser Art überhaupt gefragt sind. Wir werden es auch sehen, wo die letztendlich verankert werden.


    grüsse


    jürgen

  • Hallo Jürgen,


    um mal auf deine Eingangsfrage einzugehen, warum nicht?

    Muss mal mit meinen Kindern reden, ob die nicht als Gemeinschaftsprojekt so einen Schuhkarton (für mich sieht das eher aus, wie ein ungelenker Einkauftswagen) kaufen wollen.

    Mein Mann und ich konnten dann als Facility-Manager fungieren 8o.

    Ob das Ding seetauglich ist, wage ich zu bezweifeln, hat das überhaupt einen Antrieb?

    Die Pontons dienen doch bestimmt nur dazu, das Hausboot von A nach B zu schleppen und dann zu vertäuen, um es dann stationär einzurichten.


    Im übrigen bin ich schon seit längerem eine Freundin der "thermischen Verwertung", wenn die Filter stimmen.


    Viele Grüße Evelin

  • hallo Evelin,


    nein, einen Motor hat so ein Ding nicht. Entweder wird es wohl von A nach B geschleppt oder es verbleibt wohl fest vertäut in einem Hafen oder an einer Mole. Was Kroatien angeht, sind da die Winde ja manchmal extrem stark. Es bleibt abzuwarten, wie sich so ein Ding bei Bora mit über 100 km/h verhält. Sinken wird es wohl nicht gleich, aber doch etwas stark schaukeln.


    grüsse


    jürgen

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