von Virpazar nach Rijeka Crnojevica in Montenegro

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von vmguzzi.

  • Neulich habe ich euch ja bereits den kleinen Ort Virpazar am Skutarisee vorgestellt.


    Montenegro - Virpazar am Skutarisee


    Von dort aus gibt es eine schmale Straße durch das Gebirge nach Norden in Richtung Cetinje. Diese hat mir Elke vor der Reise empfohlen und so wollte ich mir vor Ort ansehen, ob es sich lohnt, die Straße zu befahren. Aber seht selbst.


    Diese landschaftlich schöne Strecke mit tollen Ausblicken möchte ich euch in diesem Bericht zeigen.



    Virpazar





    Bereits ein paar Kilometer nach unserem Ausgangsort hat man diesen Blick auf den südlich gelegenen Skutarisee.



    Es geht noch ein Stück nach oben.



    Hier ist die Straße noch relativ breit.





    Auch ein gemütlicher Platz mit Aussicht.





    die Kapelle Sv. Petke mit dem dazugehörigen Friedhof.



    Beinahe wäre ich auf diese harmlose Schleiche getreten.



    Und immer wieder der See. Das Gebirge im Hintergrund gehört zu Albanien.





    Nach ein paar Kilometern sehen wir den breiten Schilfgürtel um den Rijeka Crnojevica.



    Granatäpfel wachsen überall wild am Straßenrand.



    Hier hat sich jemand einen privaten Aussichtspunkt geschaffen. Aber auch gleich neben dem Zaun kann man die Schleife des Rijeka Crnojevica sehen.



    Wer nun meint, hier handele es sich um einen Fluß, der täuscht sich. Zumindest im Oktober steht dieser Bach und ist nichts anderes als ein Ausläufer des Skutarisees.



    Ein paar Kilometer weiter schaut das Gewässer so aus. Von hier aus kann man bis zum eigentlichen See mit Booten fahren.





    Ob so ein Partyschiff wohl unsinkbar ist?



    Wenige Kilometer vor dem Ort Rijeka Crnojevica geht es auf dieser Steinbrücke hinüber zum anderen Ufer.





    Der Fluß wird zum Rinnsal.



    In der Ferne erkennen wir die Steinbrücke aus osmanischer Zeit.





    Der kleine Ort besteht aus ein paar Häusern, zwei Restaurants, zwei Bars und ein paar Ständen wo Andenken bzw. Schnaps, Honig etc. verkauft werden.





    Die viele hundert Jahre alte Brücke ist schon sehenswert wie ich meine, noch dazu, wenn sie sich so schön im Wasser spiegelt. Im Jahr 1853 wurde die Brücke erneuert.



    Von hier aus kann man mit Kanu oder Kajak flußabwärts fahren.



    Weiter flußaufwärts gibt es dann nur noch eine schmale Straße und pure Natur.



    Ich kann jedem Besucher Montenegros nur empfehlen, sich auch abseits der ausgetretenen Touristenpfade umzusehen. Gut, man sollte etwas Gespür für schlechte und schmale oder auch steile Straßen haben. Zumindest die, welche uns hierher geführt haben, waren geteert. So ein Ausflug lohnt sich in jedem Fall wie ich meine.


    jürgen

  • Das ist wirklich eine traumhaft schöne Strecke, die Ihr gefahren seid. Gefällt mir sehr. :thumbsup: 
    So eine tolle Mischung, der See, die Berge und dieser Fluß- bzw. Bachlauf. Da kommt man richtig ins Schwärmen.
    Ich hätte wahrscheinlich lange auf dieser Bank in Bild 6 gesessen, um die Gegend zu genießen. ^^

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • Ich kann jedem Besucher Montenegros nur empfehlen

    Das glaube ich dir gerne, Jürgen. Deine und auch Elkes Bilder beweisen das. Aber knapp 2.000 Kilometer (x2)? Bleibt nur eine Flugreise - nicht meine Welt.


    Diesen Platz würde ich erobern, verteidigen und nie mehr verlassen. :wink:


    Herzlichen Dank,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Ich freue mich, dass es ein erfolgreicher Ausflugstipp war!
    Die Strecke von Virpazar nach Cetinje ist in MNE sicher eine der schönsten Routen mit Blicken auf eine Landschaft, wie es sie sonst nirgendwo gibt.


    Es sieht aus, als sie die Straße verbreitert worden?
    Ich war seinerzeit froh, dass ich nicht selber fahren musste.



    Wir hatten hin und wieder Gegenverkehr und die Einheimischen fahren nicht zimperlich. Da standen wir in einer Kurve plötzlich Schnauze an Schnauze mit einem uralten Golf.


    ( Es gibt allerdings eine noch schwierigere Strecke von Virpazar nach Bar über den 805m hohen Pass im Rumijagebirge - ein Tipp für's nächste Mal, falls die Straße bis dahin nicht komplett abgebrochen ist - ich meine hier nicht die Klosterroute)


    Ich würde die Strecke nach Crnojevica gleich nochmal fahren!
    Habt Ihr im Restaurant Stari Most Pause gemacht?
    ( Dort wo auch Staatsoberhäupter mit ihren Gästen bewirtet werden)



    Danke für diesen Bericht und die Auffrischung vieler positiver Erinnerungen!



    knapp 2.000 Kilometer

    Ja Klaus , das ist weit - aber Montenegro lohnt sich!!


    Liebe Grüße,
    Elke

  • Ja die Strecke kennen wir auch und machten auch Rast hier, leider wandert die Jugend ab und zurück bleiben die Alten und leider verfällt die Ortschaft langsam.

  • Jürgen, vielen Dank für diesen wunderschönen Ausflug ins sehenswerte Rijeka Crnojevica. Die Landschaft ist einmalig spannend dort und man wähnt sich doch sehr weit von der Zivilisation. Deine Fotos laden zum Abschalten und Genießen ein.


    Liebe Grüße
    Helga

  • Ja die Strecke kennen wir auch und machten auch Rast hier, leider wandert die Jugend ab und zurück bleiben die Alten und leider verfällt die Ortschaft langsam

    Das ist sehr schade, aber wie könnte man es verhindern?

    Der kleine Ort besteht aus ein paar Häusern, zwei Restaurants, zwei Bars und ein paar Ständen wo Andenken bzw. Schnaps, Honig etc. verkauft werden

    Die Verdienstmöglichkeiten für die Jugend sind da natürlich sehr bescheiden und ich kann verstehen, dass sie abwandern.


    Diese Entwicklung beobachtet man ja leider oft, auch in landschaftlichen schönen Gegenden. :(

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • Ja die Strecke kennen wir auch und machten auch Rast hier, leider wandert die Jugend ab und zurück bleiben die Alten und leider verfällt die Ortschaft langsam.

    hallo Wickerl,


    man sollte die Sache aber auch anders sehen. Die Entfernung nach Podgorica und Cetinje, wo Arbeitsplätze vorhanden sind, ist ja nicht sonderlich groß. Somit würde es sich lohnen, hier zu wohnen und dort zu arbeiten zumal die vier eigenen Wände in Rijeka Crnojevica vermutlich bezahlt sind. Nur befürchte ich, daß in manchem Winter hier aufgrund des Schnees kein Durchkommen mehr ist.




    ...Habt Ihr im Restaurant Stari Most Pause gemacht?
    ( Dort wo auch Staatsoberhäupter mit ihren Gästen bewirtet werden)



    ...

    hallo Elke,


    nein, das haben wir nicht. Eingekehrt sind wir erst danach in Cetinje. Das war jedoch im Gegensatz zu allen anderen Lokalen im Land nicht gerade ein Volltreffer weil das Essen ziemlich geschmacklos war.


    Die Info mit den 40 % russischen Touristen habe ich übrigens von unserem Vermieter in Sutomore. Die kommen jedoch in Massen nur während der Sommersaison mit dem Flieger. Klar gibt es auch wohlhabende Russen, die im Land Ferienimmobilien erwerben. Diese werden jedoch selten genutzt. Da geht es in der unteren Preisklasse nur darum, Geld aus Putins Reich in den "sicheren Westen" abfliessen zu lassen und in Euro zu transferieren. In der gehobenen Preisklasse geht es daneben darum, ein Wohnrecht und mittelfristig einen Crna-Gora-Paß zu erhalten um dadurch ein Daueraufenthaltsrecht im Land und später in der EU zu bekommen.


    до свида́ния! sagt


    jürgen

  • Ja Jürgen, es wäre nicht weit zur Arbeit, aber bei 650.000 Einwohner, wobei viele Junge Einwohner in den USA zur Arbeit sind, sind die Arbeitsplätze rar in den Städten und Industrie ?, vereinzelt größere Firmen. Hier kann man lesen wie sich Boris Madjonovic bemüht in seinem Land das Handwerk zu fördern. Ich kenne ihn schon seit vielen Jahren, ist oft in Österreich und Deutschland und sucht Lehrstellen für die Jugend, knüpft Kontakte, so ist sein Sohn ganz in der Nähe von mir und hat eine Elektrolehrstelle angetreten. Er wohnt in Kotor in einer alten Kirche direkt am Strand, sehr schön.
    Sogar in Ulcinj kenne ich einige Leute die in der Nachsaison in die USA zur Arbeit gehen, hier gibt es wenn der Tourismus vorbei ist auch keine Arbeit.


    Direktor der Handwerkskammer Boris Marjonovic


    https://translate.google.de/tr…%3Flang%3Dlat&prev=search


    Zu Elke: gegessen hatten wir auch direkt neben der Brücke, war einfach köstlich der Fisch.

  • hallo Wickerl,


    ok, dann essen wir beim nächsten Besuch hier im Ort.


    Bezüglich Arbeit habe ich in einem Lokal an der Küste mit einer Küchenhilfe gesprochen. Die stammt aus Serbien, wo sie zuvor ganze 200 € im Monat verdient hat. Nun bekommt sie hier in Montenegro 400 €, was für sie sehr viel ist. Tatsächlich war sie auch bereits in der EU beim Arbeiten und hat dort im Verhältnis dazu fürstlich verdient. Allerdings meinte sie, daß die vielen Nebenkosten, angefangen beim Wohnen und endend bei den Heimreisen den Großteil des Lohns aufgefressen haben.


    Von Montenegro aus könne sie für wenig Geld immer wieder mal heim nach Serbien fliegen. Somit ist für sie der Billigflieger Wizzair eine Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten. Was Serbien selbst betrifft, ist ihre Meinung für die Zukunft pessimistisch.


    grüsse


    jürgen

  • Die Info mit den 40 % russischen Touristen habe ich übrigens von unserem Vermieter in Sutomore.

    Das ist mit Sicherheit eine Zahl, die, auf ein einzelnes Hotel bezogen, stimmt, aber nicht auf ganz Montenegro.
    Zum veränderten Reiseverhalten der russischen Besucher habe ich hier etwas geschrieben.
    Ich bin sicher, dass Dein Vermieter sich lieber Gäste aus der EU gewünscht hätte.
    Die Touristen aus Russland, die ich vor allem als Tagestouristen ( z.B. zum gemeinsamen Rafting auf der Tara oder zum Bergsteigen im Durmitor ) im Landesinneren getroffen habe, waren eher sparsam.



    Die Verdienste in MNE sind nicht sehr hoch.
    Mancher Polizist ( Durchschnittsverdienst 400- 500 €) verdient sich ein wenig "nebenher" durch besondere Handhabung des Bußgeldverfahren bei Ausländern - 2x selbst erlebt... einfach ohne Quittung. Das muss man einfach wissen und akzeptieren.


    Andererseits gibt es in MNE nicht wenige "Gastarbeiter" aus BiH, für die jegliche Arbeit im Nachbarland eine Chance ist , weil es in BiH noch weniger Arbeit gibt.


    Liebe Grüße,
    Elke

  • Hallo Jürgen, wenn du von Cetinje kommend gleich nach dem Kreisverkehr ( https://goo.gl/maps/ZY3gsaWegvB2 ) die kleine Strasse rechts wegfährst, kommst du zu meinem Schönen Restaurant, Belvedere, man kann sichs gar nicht vorstellen das hier in der Einöde so ein schönes Hotel gibt und die Speisekarte kann sich auch sehen lassen.


    Geh mal auf dem Link ( https://goo.gl/maps/JkzV2Eq9LwB2 ) und und zieh die Leiste links runter, hier gibt es 200 Bilder und man sollte auch die Bewertun lesen. Was mich so fasziniert hat, war ja man fährt und fährt und es kommt nichts und auf einmal ist dieses Hotel vor dir.