Insel Rügen: Spaziergang in Groß Zicker im Mönchgut

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von waldi.

  • Das Mönchgut im Südosten der Insel Rügen, und dort speziell die Landzunge mit den Zickerschen Bergen (höchster Punkt ist der Bakenberg mit 69m ), gehört zu meinen Lieblingsplätzen .


    Ich war schon oft dort, im Frühjahr und im Herbst, habe dort schon einige lange Wanderungen kreuz und quer über die Hügel gemacht bis nach Gager, entlang der Steilküste am Nonnenloch und über den Damm bis nach Groß Zicker und habe hier im Forum darüber berichtet.


    Rügen: Sagen- und mythenreiche Wanderung bei Sonnenuntergang
    Rügen: Wanderung in den Zickerschen Bergen
    Insel Rügen: Im Mönchgut


    Dieses Jahr möchte ich von einem kurzen Spaziergang durch das kleine Dorf Groß Zicker auf der Ostseite der Halbinsel berichten.


    Es gibt dort keine großen Apartmentanlagen, aber nahezu jedes der meist reetgedeckten Häuser bietet Zimmer und Ferienwohnungen an.


    Unübersehbar zu Beginn des Ortes steht die kleine Dorfkirche aus rotem Backstein aus dem 14. Jahrhundert.
    Dorthin führt immer mein erster Weg , so auch dieses Mal.



    Auf dem Friedhof stehen zum Teil alte Grabmäler mitten in der Wiese. Alle Gräber sind als Rasengräber angelegt. Individueller Blumenschmuck scheint in dieser ohnehin idyllischen Umgebung überflüssig zu sein.



    Diese Grabstelle mit einem zum Teil polierten Naturstein und einer einfachen Tontafel fiel mir besonders auf. Ich konnte nichts darüber in Erfahrung bringen.




    Im Inneren der Kirche.
    Der schlichte Altarraum



    Die Orgel



    Nur eine Straße führt durch das Dorf.



    Vorbei ein schönen gepflegten Häusern




    Hier kam ich nicht vorbei!



    Ein Fischbrötchen musste sein




    Im Gastgarten – schon recht herbstlich



    Das Pfarrwitwenhaus



    Hier habe ich mehr darüber geschrieben über Witwenversorgung, Zwangsverheiratung in kirchlichen Kreisen.
    Insel Rügen: Im Mönchgut



    Terrasse eines Ferienhauses mit Blick auf’s Meer.



    Es gibt noch zwei oder drei Bauernhöfe in Groß Zicker.
    Fischfang und Schafwirtschaft auf den Hügeln der Zickerschen Berge spielen neben dem Fremdenverkehr noch eine gewisse Rolle.



    Dieses Haus fiel mir besonders auf. Noch nie habe ich eine solche hohe Stechpalme ( Ilex) mit den roten Beeren als Baum gesehen.




    Ein paar Meter weiter ein Gehöft mit einer uralten Esche.




    Stallungen und Scheunen



    Ein kleiner Weg führte hinauf zu einer kleinen Anhöhe.
    Der Blick nach Südwesten



    Der Himmel wurde immer dunkler. Regen kündigte sich an.
    Dennoch konnte man weit nach Süden blicken, in der Ferne das Festland.



    Eigentlich wollte ich mir im Cafe Inselwind ein Stück Sanddorntorte und einen Kaffee genehmigen.
    Ich hatte das in so guter Erinnerung.
    Aber das Cafe und das Hotel werden derzeit umgebaut.


    So fuhr ich nach Binz zurück und suchte noch meinen Lieblingsplatz am Strand ( #6 ) auf.



    Elke

  • Hallo Elke,


    das es dich immer wieder auf die Insel Rügen hin zieht, kann ich gut nach vollziehen bei dieser wunderschönen Naturlandschaft.


    Ich habe die voraus gegangen Berichte zu dieser schönen Insel auch gelesen.


    Da ich sehr Sonnenuntergänge liebe, war ich von den Bildern mit dem Sonnenuntergang fasziniert.


    In einem der reetgedeckten Häusern mit MeerblickTerrasse könnte ich mir vorstellen, den Tag mit einem Frühstück zu beginnen.


    Auch der einfache, schlichte Altarraum von der Dorfkirche in Groß Zicker wirkt auf mich Stille und Ruhe aus.


    Interessant auch diese Art von Friedhof, welche ich nicht gekannt habe.


    Bei deinem Lieblingsplatz stellte ich mir vor, selber dort zu sein und mein Buch "Ein Jahr am Gardasee" von Julia Lorenzer zu lesen.


    Zitat von Elke

    Hier kam ich nicht vorbei!
    Ein Fischbrötchen musste sein

    Da wäre es mir nicht anders ergangen :grin:


    Vielen Dank für diese schönen Berichte mir vielen Tipps und Anregungen sowie wunderschönen verschiedenen Motive bei deinen Bildern.


    Wünsche dir schöne, erholsame Tage auf der Insel Rügen und genieße es.


    Liebe Grüße
    Steffi

    Wünsche allen eine schöne Adventszeit vom Bodensee

  • Elke,


    danke für den herrlichen Bericht der Insel Rügen.
    Obwohl es schon lange her ist, dass wir auf Rügen waren
    sind wir noch immer begeistert von der Insel.

    Liebe Grüße

    Josef

  • hallo Elke,


    wieder ein wundervoller Bericht von der Insel Rügen - ich kann gut verstehen, warum Du dich immer wieder gerne im Mönchgut aufhältst, so eine schöne und friedliche Gegend. Die wunderschönen alten, reetgedeckten Häuser und die schöne Stimmung die Deine Bilder so gut wiederspiegeln, das gefällt auch mir


    Weiterhin gute Erholung und lieben Gruß.

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Hallo Elke ,


    ich versteh dich schon sehr gut warum es dich immer dort hin zieht.
    Es ist eine wunderschöne Gegend , besonders diese Reedgedeckten Häuser oder Häuschen haben es mir angetan.
    Das Pfarrwitwenhaus ist ja sowas von ,, ich weis gar nicht wie ich mich ausdrücken soll ,, kuschelig vielleicht.


    Danke für den schönen Bericht mit interessanten Bildern.


    Eines Tages werde ich auch dort aufschlagen - Bestimmt. :thumbsup:

    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • Eines Tages werde ich auch dort aufschlagen - Bestimmt.

    @Dieter
    Da bin ich wirklich gespannt - :13w: das hast doch eigentlich schon lange vor, oder nicht? Dein Auto fährt doch automatisch nach Süden bzw. Kroatien, Du wirst es nicht schaffen mal den wunderschönen Norden zu besuchen.... Es würde sich lohnen, besonders auch für Dich als Naturliebhaber. Es gibt so wunderbare Orte im Nordosten die Dir gefallen könnten und auch den Hunden.
    :welcome:
    Liebe Grüße von jemandem, dessen Lieblingsurlaubsziel sich inzwischen von Kroatien nach der Ostsee (Meck.-Pomm.) und auch Sachsen verlagert hat.


    :up:

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

    2 Mal editiert, zuletzt von tosca ()

  • Dein Auto fährt doch automatisch nach Süden bzw. Kroatien

    Schon richtig Sylvi , das kannst du aber nicht mir anlasten - schuld ist mein Auto. ;)

    Du wirst es nicht schaffen mal den wunderschönen Norden zu besuchen

    Also : Ich hab mir jetzt schon mal einen neuen Wohnwagen gekauft - dieser ist noch unbelastet und kennt diesen Kroatienvirus noch nicht.
    Es gibt mir auch zu denken das du mich so gut kennst ,, Du wirst es nicht schaffen :shock: ,, eines Tages ,, ich wette ein Bier ,, werde ich es dir beweisen. :401:

    Liebe Grüße :auto3:


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders

  • Die Ruhe, die von deinen Bildern ausgeht, überträgt sich sofort auf mich - einfach wunderschön! Darum zieht es auch uns im Herbst oder im Frühjahr oft in den Nordosten.


    Diese Grabstelle mit einem zum Teil polierten Naturstein und einer einfachen Tontafel fiel mir besonders auf. Ich konnte nichts darüber in Erfahrung bringen.

    Eines habe ich nachgeschlagen: Es scheint sich bei der Grabstelle um das Grab oder eine Grabgestaltung des im Jahr 2007 verstorbenen Steinmetzes und Steinbildhauermeisters Armin Forbrig aus Chemnitz zu handeln. Er hat individuellen Grabmale gestaltet, die er in Gesprächen mit den Angehörigen entwickelt hat. Im Jahr 2005 hatte er eine Ausstellung im Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker.


    Lieben Gruß,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Danke für den Link, Klaus .
    Er deckt sich mit den Recherchen , die auch waldi zu Armin Forbrig gemacht und mir per PN zugeschickt hat.
    DANKE Euch beiden für Eurer Interesse an dieser Sache.


    Waldi hat noch einen Zusammenhang hergestellt zu einer Bibelstelle.
    Im AT wird das "Jakobskissen " genannt.
    https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Mose28


    Ich tendiere jetzt auch mit Dir, waldi , zu der Auffassung, dass es sich gar nicht um eine Grabstelle, sondern um ein Kunstwerk handelt, das dort aufgestellt wurde. Wahrscheinlich ein Kunstwerk des Bildhauers Armin Forbrig, das er selbst "Jakobstein" betitelt hat.
    Die Gräber um die alte Kirche herum sind alle alt - es sind alles historische Grabsteine.
    Warum sollte man hier eine neue Grabstelle "erlaubt" haben? Es gibt in Groß Zicker auch noch einen zweiten , jüngeren Friedhof.)


    Einen Hinweis, dass es sich nicht um eine Grabstelle handelt, habe ich auf der Website für die Kirche gefunden.
    http://www.kirche-auf-moenchgu…oene-in-gross-zicker.html


    Auf dieser Website( aktualisiert 2017) wird der Jakobstein als eines der „Ausstattungsstücke“
    genannt, die man im Laufe der Jahrhunderte immer wieder hinzugefügt hat


    Zitat ( Quelle s.o.)


    Zu den ältesten noch aus dem Mittelalter stammenden Ausstattungsstücken gehören die Altarmensa, der Sakramentsschrein und eine Glocke. Im Verlauf der Jahrhunderte ist der Ausstattung dann 1653 die barocke Kanzel, 1864 die Orgel der Firma Grüneberg und 1868 der Leuchter der Thiessower Lotsen hinzugefügt worden. Und auch heute fügen wir gelegentlich etwas hinzu. Zu den neuesten Ausstattungsstücken gehören zwei neue Glocken, das Votivschiff, der versonnene Engel und der Jakobstein vor der Kirche.


    Es gibt in Süddeutschland einen Bildhauer, der u.a. sehr individuelle Grabsteine herstellt.
    http://www.jakobstein.de/
    An ihn hatte ich zunächst gedacht und ihn gefragt, ob er das vermeintliche Grabmal entworfen hat. Er hat sich gefreut, dass ich ihm das zutraue , hat es aber verneint.


    Ich werde den Pfarrer der Kichengemeinde Mönchgut einmal anschreiben und um Auskunft über den Jakobstein bitten.


    Liebe Grüße,
    Elke

  • Ich habe Antwort bekommen vom Pastor, Herrn Olav Metz, aus Groß Zicker



    Ich habe mich sehr gefreut über diese Antwort!
    ( Danke, falls es zufällig gelesen wird)


    Hier der Stein nochmals aus der Nähe




    Liebe Grüße,
    Elke

  • Es ist sehr erfreulich, dass Du eine solch ausführliche Antwort bekommen hast, Elke.


    Da lag ich mit dem Künstler und dem biblischen Zusammenhang richtig.
    Nur glaubte ich auf dem ersten Bild des Jakobsteines den Abdruck eines Hinterns (zwei Backen und eine Furche) zu erkennen.
    Das neuere Bild zeigt den Abdruck eines Kopfes in einem Kissen! (wenn mans weiß!)
    Er stellt also den Stein dar, auf den Jakob in Bethel sein Haupt bettete, bevor er im Traum die Himmelsleiter sah.
    Deshalb war die Vermutung einer Verbindung zum Krönungsstein zumindest teilweise ein Irrweg.

    Es wundert mich aber, dass trotz Erwähnung des Jakobsteines von Mönchgut, nichts darüber im Netz zu finden ist.
    Die Geschichte dieses Jakobsteins könnte doch auf der HP der Gemeinde/Kirche zu lesen sein, so wie es Dir geschrieben wurde. Ich fände das gut.



    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

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