Eine Woche im März auf der Insel Korcula

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von ELMA.

  • Eine Woche im Frühling am westlichen Ende der Insel Korcula:


    Blauer Himmel mit fast vorsommerlichen Tagestemperaturen– keine Bura in Sicht, auch kein Regen.


    Eine Woche weit weg von Autoverkehr, geschäftigem Treiben. Das Auto wurde nicht bewegt.


    Ich war nur zu Fuß unterwegs auf schmalen Wegen undPfaden, kreuz und quer durch die Olivenhaine .


    Wir waren schon sehr oft hier, ich kenne inzwischen viele der Wege– aber es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Immer wieder sehe ich Veränderungen .


    Auch in dieser paradiesischen, abgelegenen Ecke Kroatiens entstehen immer mehr Ferienhäuser. Und das, obwohl immer noch keine Wasserleitungen auf diese abgelegene Halbinsel führen und alle Häuser mit Zisternen versorgt werden müssen. Auch Swimmingpools scheinen zunehmend gefragt zu sein.


    Camp Mindel ist immer noch ein einfacher, ruhigerCampingplatz mit allem Notwendigen, mitten in einem großen Olivenhain. Das wird wohl auch so bleiben. Es kommen vor allem Gäste, die die Natur lieben.


    Das ist ganz so wie wir es mögen.


    Elke

  • Hier ein kleiner Rückblick auf die letzten Tage:



    Wir waren die einzigen Gäste auf Camp MIndel .


    Der Campingplatz war noch leer.




    Marija und Sylvana ließen es sich nicht nehmen und verwöhnten uns jeden Tag.


    Sarma, gegrillte Dorade ( frisch gefangen),wilder Spargel, Palacinken…..


    Unser Platz unter Oliven- und Mandelbäumen, mitten in einer Blumenwiese.



    Sylvana war etwas traurig. Im Januar gab es eine Nacht mit minus 5 Grad- dazu eine eisige Bura.


    Das gab es seit Jahrzehnten nicht mehr.


    Viele ihrer Pflanzen sind erfroren .Hibiscus, Agaven, Lilien, Yucca u.a. haben den Winter nicht überstanden. Die Palmen und die Zitrusbäumchen sehen mitgenommen aus. Auch die Oliven haben braune Blattränder.


    Dazu war es seit längerer Zeit sehr trocken, so dass in diesem Jahr von der Frühlingsblütenpracht, die ich in den letzten Jahren immer bewundert habe, wenig zu sehen war.


    Aber ich machte mich auf die Suche !



    Es war warm geworden . Tagsüber waren es nahezu 25 Grad.


    Petars Schildkröten waren schon aufgewacht und aktiv.



    Acht habe ich in dem großen Gehege schon gezählt.



    Im Kampf um die Weibchen gingen die ausgewachsenen Tiere mit eingezogenem Kopf aufeinander los und behaupteten ihre Plätze.



    Diese Hübsche wartete jeden Morgen vor der Campertür auf einpaar Streicheleinheiten ( und ein Schälchen MIlch )



    Bei einbrechender Dunkelheit und nachts hörte man die Rufe eines Uhus. Sehen konnte ich noch keinen .


    Goran meinte es seien wohl zwei, da die Rufe aus unterschiedlichen Richtungen kamen.


    Blick vom Campingplatz hinüber zur Insel Hvar.



    Jeden Tag machte ich lange Spaziergänge durch die Olivenhaine .


    Typisch für Korcula sind die vielen zum Teil jahrhundertealten Steinmauern.




    Sie stehen inzwischen unter Schutz und dürfen nicht mehr ohne weiteres eingerissen werden, um z. B. einem neuen Ferienhaus zu weichen.



    Diese schmale Terrassen mit den Olivenbäumen sind wenig geeignet für den Einsatz von großen Maschinen. Die Olivenernte auf der Insel Korcula ist immer noch viel Handarbeit.



    Die Feigen haben die kalten Januarnächte gut überstanden. Sie treiben bereits aus.




    Oft stehen in den Olivenhainen noch die alten, mit Steinplatten gedeckten Steinhäuser mit offenen Feuerstellen und Zisternen.
    Heute werden sie meist nur noch als Geräteschuppen genützt.
    Viele sind leider dem Verfall ausgesetzt, weil sich niemand mehr drum kümmert.



    Zwischen den Steinmauern entdeckte ich viele der Frühlingsblumen , die ich am Camp schon vermisst hatte.


    Anemonen




    Die gelben Blüten des Blasenstrauchs



    Große blühende und duftende Strauchheide



    Wilde Fresien




    Hier musste ich zwei Mal hinschauen - die kleinen brauen Punkte weckten meine Neugier.



    Eine Spinnenragwurz ! Für mich ein seltenes Glück , so etwas zu entdecken.





    Jeden Tag führte mein Weg in eine der Buchten.





    Hier die Bucht Stracincica auf der Südseite von Korcula. Ein ideale Bade- und Schnorchelbucht ,wenn die Bura vom Nordosten her pfeift.






    Fortsetzung folgt

  • Hallo Elke,


    danke für die wunderschönen Bilder von der Natur auf deiner Reise im März.


    Wie auf den Fotos zu sehen ist, eine Ruhe der Oase.


    Freue mich auf die Fortsetzung.


    Schönen Sonntag vom Bodensee
    Steffi

  • Hallo Elke,


    Es freut mich, dass bei eurem Kurzurlaub alles gepasst hat. Danke für die Bilder.


    https://www.schoener-reisen.at…ge/1604-spinnenragwurz-8/


    Ist das nicht eine Orchideenart? Helmut und ich haben glaublich das selbe Gewächs letztes Jahr im Mai in Istrein bei der Küstenbatterie Benedetto gesehen.



    Grüße


    Jürgen

  • Oooh wie schön, Elke. :wink: Da konnte man sich ja nur wohlfühlen, in dieser herrlichen Umgebung und bei dem schönen Wetter. :thumbsup:


    Mir fällt auf, völlig andere wild blühende Frühlingsblumen als bei uns an der südl. Costa Blanca.

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página. (Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • Ist das nicht eine Orchideenart?

    Ja , Jürgen, die Ragwurz ist eine Orchidee.
    Sicher gibt es in Istrien auch Standorte.
    Sie haben einen besonderen Anspruch an ihren Standort. Oft sind es trockene, brachliegende Flächen, die weder gemäht noch gedüngt werden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ragwurzen
    Es gibt über 100 Arten.
    Man übersieht sie leicht, weil die Blüten klein und nicht auffallend gefärbt sind.


    Ich habe sie auch schon an der Makarskariviera und auf dem Peljesac gefunden - Nähe Orebic.
    Seltene Orchideen > Ragwurz


    Viele Grüße,
    Elke

  • Hallo Elke ,


    ein toller Bericht mit herrlichen Naturaufnahmen.


    Man spürt förmlich das ihr euch sehr wohl gefühlt habt.


    **\'6

    Liebe Grüße :auto3:




    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.

  • Man spürt förmlich das ihr euch sehr wohl gefühlt habt.

    Ja, Dieter - das gilt ohne Einschränkung.



    Was gibt es Schöneres als ohne Zeit- und Erwartungsdruck stundenlang querfeldein zu streunen,
    sich immer wieder überraschen zu lassen von einem schönen Ausblick auf's Meer und zu den Nachbarinseln,
    von Blüten und Pflanzen, die von der warmen Sonne hervorgelockt wurden,
    Eidechsen und auch Mungos zu beobachten, die sich auf Steinplatten sonnen, aber blitzschnell verschwinden, sobald sie eine Bewegung wahrnehmen,
    von meist älteren Einheimischen , die in ihren Olivenhainen arbeiten,freundlich gegrüßt zu werden,
    usw.


    Hier noch ein paar Eindrücke von einem weiteren Tag mit Streifzügen über die Halbinsel .


    Mein Ziel war die Martina Bok auf der Nordostseite der Insel Korcula.
    Auf dem Weg ein Ausblick zur Insel Hvar.




    Milchstern



    Eine klug gebaute Zisterne mitten in einem Olivenhain.



    Duftende wilde Fresien an den Steinmauern.



    BlaueTraubenhyazinthen



    Auf einer trockenen , brachliegenden Fläche:
    Gelber Affodill





    Besucht von einem grünen Falter



    Der Weg hinunter zum Meer.



    Große Sträucher mit duftenden gelben Blüten des Blasenstrauches




    Überall im Halbschatten der Kiefern und sogar mitten auf demWeg eine Vielzahl an Cyclamen, den Frühlingsalpenveilchen.






    Martina Bok - nach Nordosten ausgerichtet und zeitweise der Bura ausgesetzt, was an den scharfkantigen Felsen zu erkennen ist.



    Dazwischen gibt es immer wieder kleine Buchten , wo man bequem ins Wasser gelangen kann.



    Im Sommer ist es ein beliebter Badeplatz mit Ausblick auf die Insel Hvar und mit einer Felsküste mit glasklarem Waser, das zum Schnorcheln einlädt.


    Im März war ich dort allein.


    Auf dem Rückweg zum Camp Mindel.


    Noch ein Blick zurück zum Meer.



    Wie an jedem Abend in dieser Woche:
    Irgendwo dort hinten,wo die Sonne im Meer verschwindet,ist Italien…



    Vielleicht sind wir dort im Sommer?


    Im Moment sind wir daheim - es war eine wunderschöne Woche, aber ich freue mich auf den Frühling hier in Bayern!


    Es ist erstaunlich ,was in dieser Woche daheim alles gewachsen ist.
    Am Waldrand blühen sogar schon Wildkirschen und in den Gärten sind Narzissen, Hyazitnhen,Primeln nicht mehr aufzuhalten.


    Gruß,
    Elke

  • Bei deinen Bildern kommt sofort Sehnsucht auf, liebe Elke. Diese Abgeschiedenheit inmitten der Natur lässt uns träumen.


    Danke dafür,
    Irmgard und Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Elke, wirklich beeindruckend der Frühling in Kroatien. Wilde Alpenveilchen - ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt. :wink: Schade, dass viele Pflanzen den - für kroatische Verhältnisse - recht harten Winter nicht überstanden haben. Vielleicht erholt sich ja noch das eine und andere.


    Wenn ich Deine Fotos betrachte, dann denke ich, dass ich Dich gerne auf einigen Deiner Spaziergänge begleitet hätte.


    Liebe Grüße
    Helga

  • Camp Mindel muss wirklich der herrlichste Platz sein um die Ruhe zu genießen.


    Elke, danke für die herrlichen Aufnahmen.
    Diese Fotos strahlen alle so viel Ruhe aus, dass man neidisch werden könnte.

    Liebe Grüße

    Josef

  • Camp Mindel ist immer noch ein einfacher, ruhigerCampingplatz mit allem Notwendigen, mitten in einem großen Olivenhain. Das wird wohl auch so bleiben. Es kommen vor allem Gäste, die die Natur lieben

    Ich durfte den Platz ja auch schon kennen lernen und bei allen Abwägungen dürfte sich diese Voraussicht erfüllen!!!!


    Aber, liebe Elke, auch du weist, wie schnell es gehen kann, Raumordnungen durcheinander zu wirbeln, wenn wirtschaftliche oder


    persönliche Interressen einflussreicher Magnaten in den südlichen Ländern in den Vordergrund gespielt werden.



    Lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Aber, liebe Elke, auch du weist, wie schnell es gehen kann, Raumordnungen durcheinander zu wirbeln, wenn wirtschaftliche oder


    persönliche Interressen einflussreicher Magnaten in den südlichen Ländern in den Vordergrund gespielt werden.

    Helmut- ich weiß ja nicht, ob Du die Familie kennengelernt hast, die dort wohnt und dort ihren Lebensmittelpunkt hat, und ob Du Dir den PLatz, seine Lage, seine Umgebung usw. genau angeschaut hast.


    So ganz verstehe ich nicht, was Du mit "persönliche Interessen einflussreicher Magnaten" in Bezug auf diese Ecke von Kroatien gemeint hast.


    Die Gegend um Vela Luka wird immer eine Ecke bleiben für Ruhesuchende und solche , die abseits vom Rummel Urlaub machen wollen.
    Möglich, dass es die eine oder andere 4 und 5 Sterne Anlage geben wird- aber dann doch eher im Radius von Dubrovnik , z.B. hier.
    Auf den süddalmatinischen Inseln ( Elaphiten , Mljet, Lastovo, Korcula) sind es auch in Zukuft sicher eher kleine Anlagen. (Apartmenthäuser und Hotels)
    Der Wunsch nach einem Swimmingpool ( trotz Meernähe) und einer Klimaanlage ist allerdings für viele Urlauber inzwischen "Standard", das kann man immer wieder bei Anfragen lesen. ( Auch bei Campingplätzen) Da müssen die Vemieter sich anpassen- oder "Robisonurlaub " anbieten ( z.B. auf Korcula)


    Auch in der Stadt Korcula wurde das Angebot den Wünschen der Touristen "angepasst".
    Beispiel:
    Das in die Jahre gekommene Hotel "Bon Repos" wurde komplett renoviert und wird jetzt als Port 9 Resort angeboten. Anders hätte das Hotel keine Zukunft mehr gehabt.


    Wer der Betreiber ist , konnte uns Goran nicht sagen.


    Die süddalmatinischen Inseln sind nicht vergleichbar mit Istrien oder mit der inzwischen zunehmend mehr verbauten Kvarner Bucht
    (Urlaub in Crikvenica oder Novi Vinodolski wäre für mich Alptraumurlaub - wir haben es vor 2 Wochen wieder gesehen: da stehen die Apartmenthäuser enger als in einer Großstadt)


    Ich bin gespannt, wie die diesjährige Tourismussaison in HR verlaufen wird- die Türkei wird für manche in diesem Jahr nicht in Frage kommen - Italien, Frankreich sind sehr teuer , Griechenland sehr weit,
    Kroatien und Spanien werden profitierien.
    Es wird dort voll und eng werden.
    Nicht auszudenken, wie es im Juli und August an den Pltivicer Seen und den Krkawasserfällen zugehen wird... ;(


    Liebe Grüße,
    Elke

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