Zwischen Hofburg und Hermesvilla

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  • Zwischen Hofburg und Hermesvilla


    Unterwegs in Wien auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth



    Teil 1



    Am Pfingstwochenende 2013 war ich mit meinen Freunden/Innen vom Sissi-Forum in Wien unterwegs
    um einige Orte mit Bezug zur Kaiserin Elisabeth zu besuchen.
    Da Wien ein ausgezeichnetes Netz mit öffentlichen Verkehrsmitteln besitzt, waren fast alle Teilnehmer mit der Bahn oder dem Flieger angereist.
    Ich kam mit dem ICE mit einem Ticket für 39 Euro von Aschaffenburg nach Wien.
    Wir wohnten im Hotel Kongress...


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    Von meinem Zimmer im obersten Stockwerk hatte ich eine herrliche Aussicht auf die Großbaustelle des neuen Hauptbahnhofs.
    Leider waren die Fenster nur zu kippen. Deshalb konnte ich nur durchs Fensterglas fotografieren.


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    Der "Bahnhof für Fahrräder" ist schon in Betrieb.


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    Zitat von Wikipedia

    Mit der Fertigstellung des derzeit in Bau befindlichen und schon teileröffneten Wiener Hauptbahnhofs,
    eines Durchgangsbahnhofs, wird der Westbahnhof ab Dezember 2014 an Bedeutung verlieren, da internationale Fernzüge,
    vor allem solche, die nach Osten weiterführen, dann durch den Lainzer Tunnel,
    einem Verbindungstunnel unter dem 13. Bezirk, direkt zum Hauptbahnhof geführt werden sollen.

    Zitat von Wikipedia


    Unser Programm war prall gefüllt und nach unserer Ankunft im Hotel fuhren wir mit der U-Bahn zum Westbahnhof.


    Der "Kaiserin Elisabeth-Bahnhof" wurde als Kopfbahnhof der "k.k. priv. Kaiserin Elisabeth-Bahn",
    die damals von Wien bis Linz führte, am 15. Dezember 1858 feierlich eröffnet.


    Wien_Westbahnhof_1862.jpg
    Zeichnung von 1868



    Er dient heute noch als Ausgangspunkt für Bahnfahrten ins westliche Europa.
    Im April 1945, also am Ende des zweiten Weltkrieges wurde der Westbahnhof von Bomben getroffen und brannte aus.
    Nach ersten Versuchen der Instandsetzung entschloss man sich 1949 für den Abriss und einen Neubau.
    Dieser wurde zwischen 2008 und 2011 erneut umgebaut.
    Er ist so interessant dass ich ihn nicht fotografiert habe!


    Beim Bombenangriff 1945 wurde auch die erste Statue von Kaiserin Elisabeth die vor dem Bahnhofsgebäude stand schwer beschädigt.
    Die Statue wurde 1860 vom Bildhauer Hans Gasser geschaffen. Sie ist heute im ersten Stock der Bahnhofshalle zu finden.


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    Sie wurde zwar für die Niederösterreichische Landesausstellung 1984 restauriert, aber ihr Zustand macht mich traurig.


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    Unser zweiter Programmpunkt war das Hofmobiliendepot in der Andreasgasse 7 im 7. Wiener Gemeindebezirk Neubau


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    Auf dem Weg dahin habe ich noch diese Bilder gemacht.


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    Was ist ein Hofmobiliendepot?


    Zitat von Hofmobiliendepot

    Das Hofmobiliendepot, ehemals k. k. Mobilienmagazin und später k. k. Hofmobilien- und Materialdepot, stellt heute jene einzigartige Mischung aus Lager,
    Werkstätte, Verwaltung und Museum dar, wie sie sonst nirgendwo zu finden ist.
    Das Depot widmet sich der Renovierung, Erhaltung und Verwaltung der Bestände, die als Museum für alle Interessenten offenstehen.
    Aus der einstigen "Rumpelkammer der Monarchie" wurde im Lauf der Jahrhunderte eine der bedeutendsten Möbelsammlungen der Welt.


    Wozu braucht man sowas?


    Zitat von wikipedia

    Alle Bundesminister der Republik Österreich können, um ihre Kanzlei auszustatten, für die Dauer ihrer Amtszeit Möbel aus dem Depot beziehen.
    Auch in Botschaften wird Mobiliar aus diesem Depot bezogen, ebenso nutzen Filmgesellschaften Originalmöbel für Aufnahmen.


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    Es empfing uns diese "schöne Liegende".


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    1747 wurde der erste Hofmobilieninspektor mit der Inventarisierung, der Pflege und dem Transport
    des höfischen Möbelbestandes von Kaiserin Maria Theresia betraut.
    Ab 1809 erhielt dieser Hofdienst die Bezeichnung Hofmobiliendirektion und war auch für den Neuankauf des kaiserlichen Mobiliars zuständig.
    1901 wurde das heutige Gebäude des k. k. Hofmobiliendepots auf der Mariahilfer Straße 88 als zentrales Lager
    für das gerade nicht in Gebrauch befindliche Mobiliar mit angeschlossenen Werkstätten und Wagenremisen auf Anweisung von Kaiser Franz Joseph gebaut.


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    Die unzähligen Kerzenständer, Kronleuchter, Stühle, usw. waren für mich Nebensache.
    Mein Interesse galt der Kaiserfamilie mit Bildern und Büsten von Kaiser Franz Joseph…


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    ... und der Kaiserin Elisabeth wie man sie kennt...


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    ... im Alter von 7 Jahren und mit 15 Jahren.


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    Dort hängt auch eines der bekanntesten Bilder von Kaiserin Elisabeth, gemalt von Franz Xaver Winterhalter im Jahre 1865:
    "Kaiserin Elisabeth im Sternenkleid" mit den berühmten Diamantsternen in ihrer kunstvollen Frisur.


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    Der kaiserliche Thron.


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    Ein kaiserliches Bett.


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    Der Schreibtisch von Erzherzog Rudolf.


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    Das Bett in dem er in Mayerling tot aufgefunden wurde.


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    Einer der berühmten Schirme von Kaiserin Elisabeth mit dem sie sich vor neugierigen Blicken schützte.


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    Auf dem Weg zum Abendessen kamen wir an bekannten alten Häusern vorbei.
    Das Hotel Kummer und das Café Ritter.


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    Dieser Spruch an dem Gebäude machte mich neugierig.


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    Es handelt sich dabei um einen von Satz von Lawrence Weiner, einem amerikanischen Künstler, der diesen 1991 anbrachte.
    Bei dem Gebäude in dem heute das Haus des Meeres untergebracht ist, handelt es sich um einen von 6 Wiener Flaktürmen,
    sechs großen, aus Stahlbeton errichteten Abwehr- und Schutzbauten in Wien,
    die in den Jahren 1942 bis 1945 als riesige Luftschutzanlagen mit aufmontierten Flugabwehrgeschützen und Feuerleitanlagen erbaut wurden.


    Wir gingen die Mariahilfer Straße, die "Straße der Sieger" weiter.
    Dabei sind mir die Messingplatten in den Gehsteigen aufgefallen über die Ini und Micha schon berichtet haben.


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    Wir kamen zur Mariahilfer Kirche (Barnabitenkirche).


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    Der Herr auf dem hohen Sockel vor der Kirche ist übrigens der bekannte Komponist Joseph Haydn der 1797 die Melodie zur Kaiserhymne komponierte.
    Wir kennen diese Melodie und singen sie zum Text von Hoffmann von Fallersleben als deutsche Nationalhymne.


    Die Straßenlaternen gefielen mir besonders gut.


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    Wir beschlossen den Tag in der Pizzeria Frascati.
    Die befindet sich gleich hinter der Mariahilferkirche und dort gibt es die größte Pizza Wiens.
    Leider haben mich der Geschmack der Pizza und das Ambiente nicht überzeugen können.




    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

    Einmal editiert, zuletzt von waldi ()

  • Jetzt war ich schon so oft in Wien- aber das Hofmobiliendepot kannte ich nicht-
    interessant- und irgendwie typisch - wieder etwas gelernt-
    Danke, Waldi!


    Gruß,
    Elke

  • Lieber Waldi,


    es bleibt spannend. Eigentlich unglaublich, deine sehr ausführlichen Reisen , gespickt mit gewissenhaft recherchierten Geschicht`s trächtigen Hintergründen.


    Gleichzeitig wieder ein Puzzle zum Kennen lernen von Wien, das hier im Forum schon wunderbar ausführlich immer wieder ergänzt wird.


    Bin neugierig , wie du diese Suche weiter ergänzt.


    Ganz lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Hallo Waldi,


    schöne, interessante Bilder aus einer vergangenen Epoche, für dich als Sissi Fan sicherlich sehr lehrreich ..............


    sehr gut recherchierter Bericht und wieder etwas dazugelernt, danke fürs zeigen ....................

  • hallo waldi,


    danke fürs zeigen von unbekannten dingen und einrichtungen aus wien. die stadt selbst ist mir bis heute unbekannt geblieben. wird langsam zeit, daß ich da auch mal hinfahre.


    grüsse


    jürgen

  • Zwischen Hofburg und Hermesvilla


    Unterwegs in Wien auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth



    Teil 2



    Der nächste Tag führte uns zum U-Bahnhof Stephansplatz und wir spazierten in Richtung Hofburg.




    Rechts hinter unseren Damen die teilweise in "Gala" zur Hofburg gehen wollten steht der Leopoldsbrunnen.
    Hier entrollt ein Knabe vor dem hl. Leopold (dem Babenberger Markgrafen Leopold III.) den Kirchenplan von Klosterneuburg.
    Am Sockel befinden sich Reliefs, die die Auffindung des Schleiers der hl. Agnes, Leopolds Gattin, sowie die Gründung des Stifts Klosterneuburg zeigen.


    In der linken Bildhälfte sieht man die prächtige Pestsäule der Wiener Inneren Stadt.




    1679 wütete in Wien eine der letzten großen Pestepidemien.
    Auf der Flucht aus der Stadt gelobte Kaiser Leopold I. die Errichtung einer Gnadensäule bei Beendigung der Pestepidemie.
    Er ist darauf auch verewigt: in einer ihm sonst nicht eigenen, demütigen Haltung.
    Auf meinem Bild kann man ihn nur erahnen. Deshalb rechts eine extreme Vergrößerung.


    .....



    Bekanntlich hatte Leopold I. eine ungewöhnlich dicke Unterlippe.
    Er wird auf der Säule mit angeblich übertrieben missgestalteter Mundpartie dargestellt
    weil er dem Erbauer der Wiener Pestsäule nicht den ausgemachten Lohn bezahlen wollte.
    Im Volksmund nennt man ihn wegen der Missbildung "Fotzenpoidl"!
    Das ist ein extrem unschönes Wort, finde ich. Sind die Wiener so hart oder empfinde nur ich das so?


    Dieser westliche Flügel ist Gottvater gewidmet (DEO PATRI CREATORI - Gott Vater Schöpfer)
    und trägt einen Doppeladler, das Wappen des Heiliges Römisches Reiches,
    sowie die Wappen der innerösterreichischen Länder, Herzogtümer Steiermark, Kärnten und Krain.



    Der östliche Flügel ist dem Gottessohn (DEO FILIO REDEMP TORI - Gott Sohn Erlöser) zugeordnet
    und trägt die Wappen der Königreiche Ungarn, Kroatien und Dalmatien, sowie Bosnien.
    REDEMP TORI ist normalerweise ein Wort, aber wenn ich es zusammenschreibe passiert folgendes: REDEMPTORI




    Die vergoldete Spitze der Säule zeigt noch einmal die Symbole der Dreifaltigkeit.




    Der obere Teil des Generali Hofes mit seinen reichen Verzierungen und schmucken Giebelfiguren.




    Am Gebäudekomplex des Julius Meinl kamen wir vorbei.
    Der rechte Teil davon...




    ... mit seinen anmutigen Karyatiden...




    ... und am linken Gebäudeeck der "Meinl-Mohr". (oder muss ich jetzt "kleine dunkelhäutige orientalisch gekleidete Figur" schreiben ?)




    Bei Julius Meinl gibt es übrigens nicht nur Kaffee in "Meinls Café"- wie ich irrtümlich annahm.
    Meinls Restaurant im ersten Stock ist eine erstklassige Adresse mit drei Gault-Millau-Hauben!
    Bei "Meinl To Go" findet man ein schönes Angebot an feinen Gerichten zum Mitnehmen
    und im gut bestückten Weinkeller ist "Meinls Weinbar" zu einem Treffpunkt der Weinliebhaber geworden.


    Durch den Kohlmarkt sehen wir unser erstes heutiges Ziel: das Michaelertor der Hofburg.




    Davor kommen wir noch am "k. u. k. Hofzuckerbäcker" Demel vorbei.




    Ganz Neugierige (wie ich) werfen natürlich einen Blick auf die Zubereitung der süßen Leckereien!



    Eine der bekanntesten Spezialitäten des Hauses ist "Demels Sachertorte".
    Die weltberühmte Sachertorte wurde von Franz Sacher erfunden, in ihrer heute bekannten Form jedoch
    erst von seinem Sohn Eduard Sacher während dessen Ausbildung im Hause Demel vollendet.
    Nach dem zweiten Weltkrieg kam es zu einem Rechtsstreit zwischen den Häusern Sacher und Demel
    über die Verwendung der Bezeichnung "Sacher-Torte" der sich bis 1965 hinzog.
    Die "Original-Sacher-Torte" gibts demnach nur bei Sacher und bei Demel gibts nur "Demels Sachertorte".
    Während sich bei der "Original Sacher-Torte" eine Schicht Marillenmarmelade unter der Schokoladenglasur
    und eine weitere in der Mitte der Torte befindet, wird bei "Demel's Sachertorte" auf die Schicht in der Tortenmitte verzichtet.
    Mir schmeckt das Original besser weil sie nicht so trocken ist.
    Das muss aber jeder für sich selbst aus-"probieren".


    Das Michaelertor bildet den Durchgang zur "alten" Hofburg.
    Erst nach dem Ende der Monarchie im Jahr 1919 wurde der Durchgang für die Öffentlichkeit freigegeben.




    Unmittelbar über dem Haupttor sind das von zwei Genien getragene kaiserliche Wappenschild von Johann Silbernagel sowie eine Bauinschrift angebracht.




    Das Hauptgesims des Portalbaues wird von vier kannelierten Säulenpaaren getragen.
    Die großen Figurengruppen auf der darüber befindlichen Attika schuf der Bildhauer Johann Benk.




    Sie symbolisieren die drei Tugenden, die jeder Herrscher haben sollte – Gerechtigkeit, Weisheit und Stärke.


    Die mächtige, mit Kupferblech gedeckte Kuppel über der Rotunde wirkt wie ein riesiger Kaiserbaldachin.




    Die Eingänge in die Rotunde werden von vier riesigen Heraklesfiguren flankiert, die von verschiedenen Bildhauern stammen
    (Edmund Hofmann, Anton Paul Wagner, Johann Scherpe und Josef Lax).
    Dieser hier vom Bildhauer Antonin Pavel Wagner geschaffene "Herkules der mit dem Höllenhund Cerberus kämpft" steht direkt rechts neben dem Tor.




    Am linken Ende des konkaven Michaelertraktes wurde der von Rudolf Weyr aus Laaser Marmor
    geschaffene Brunnen mit dem Titel "die Macht zur See" in eine Nische eingebracht.
    Eine Figurengruppe mit Giganten und einem Seeungeheuer, darüber die Figur der Austria auf einem Schiffsbug.




    Aber wir wollten ja ins...




    Dieses Schattenbild der "schwarzen Frau" zeigte uns den Weg zur Kassa.




    Bis zum Beginn unserer Führung hatten wir noch reichlich Zeit um uns umzusehen.


    Das Michaelertor wird auch an der Innenseite...




    ... von einer Herkulesgruppe, geschaffen von Lorenzo Mattielli (1727 bis 29), eingerahmt.




    Links kämpft Herakles mit dem ägyptischen König Bursiris. Rechts kämpft Herakles gegen Antaios, Sohn von Poseidon und der Gaia.
    Natürlich siegt immer der (oder das) Gute in Gestalt des Herkules!


    In der Mitte des Innenhofes befindet sich ein 1846 errichtetes bronzenes Standbild des Kaiser Franz II./I.
    von der Hand des italienischen Bildhauers Pompeo Marchesi, der den Kaiser wie einen römischen Caesaren darstellte (1846).


    Warum II./I. werden jetzt vielleicht einige sich wundern.
    Er war Kaiser Franz II. des Heiligen rümischen Reiches und nach der eigenmächtigen Ernennung Napoleons
    zum Kaiser von Frankreich im Jahr 1804 errichtete Karl das erbliche Kaisertum Österreichs.
    Somit war er gleichzeitig Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und als Franz I. der erste Kaiser von Österreich.




    "AMOREM MEUM POPULIS MEIS" ist an der Vorderfront zu lesen.
    "Meine Liebe meinen Völkern" ist ein Zitat aus seinem Testament.


    Die vier sitzenden weiblichen Allegorien an den Ecken symbolisieren Gerechtigkeit, Stärke (Macht), Friede und Glaube/Religion.


    Dahinter kann man den Hofkanzleitrakt erkennen.
    Den hab ich versucht in einem Panoramabild festzuhalten.




    Das werde ich in Zukunft lieber lassen. Das Gebäude ist nicht gebogen!
    So sieht es tatsächlich aus.




    Im Reichskanzleitrakt befinden sich die Kaiserappartements, das Sisimuseum und die Hofsilberkammer.
    Bei der Führung durch die Kaiserappartments und das Sisimuseum ist das Fotografieren nicht erlaubt.
    Deshalb kann ich Euch davon keine Bilder zeigen.
    Vom Gang durch die Silberkammer werde ich später berichten


    Die Figurengruppe auf dem Dach des Hofkanzleitraktes mit der achteckigen Krone des Heiligen römischen Reiches.
    (Die hatte ich auf dem Panoramafoto abgeschnitten.)




    Die Ausstellungsräume erstrecken sich auch über die im rechten Winkel angebaute Amalienburg.
    Gegenüber dem Reichskanzleitrakt steht der leopoldinische Trakt der die Arbeitsräume des Bundespräsidenten begerbergt.
    Auf dem Dach weht die österreichische Fahne. Ob er wohl anwesend ist?




    Die vierte Seite des Innenhofes wird durch den ältesten Teil der Hofburg, dem Schweizertrakt, gebildet.
    Der Name stammt von der aus Schweizer Söldnern gebildeten Truppe, die zur Zeit des Kaiserpaares
    Franz I. Stephan (von Lothringen) und Maria Theresia die Torwache stellte.
    1552 entstand das von Pietro Ferabosco gestaltete Schweizertor, eines der wenigen Renaissancedenkmäler in Wien.
    In diesem Trakt befindet sich die Schatzkammer, in der die Insignien des Heiligen Römischen Reiches
    sowie jene des österreichischen Kaisertums aufbewahrt werden.
    In der 1449 errichteten Burgkapelle singen bis zum heutigen Tag die Wiener Sängerknaben bei der Sonntagsmesse.




    Vor der einstigen Zugbrücke über den Graben stehen zwei steinerne Wappenlöwen aus dem 18. Jh.
    Der linke Löwe hält den österreichischen Bindenschild in seinen Pranken, während der rechte den ich fotografiert habe
    einen Schild mit fünf Adlern zeigt, die heute das Wappen von Niederösterreich bilden.




    Eine Gedenktafel am Schweizerhof die an Ferdinand I. Kaiser des Heiligen römischen Reiches (1558 - 1564) erinnert.
    Nach der Vertreibung der Türken beschloss Kaiser Ferdinand I seinen Hof endgültig von Prag nach Wien zu verlegen.
    Er ließ die schweren Schäden an der Burg beseitigen und die Residenz repräsentativ ausstatten.
    Die schwer in Mitleidenschaft gezogene Hauptmauer im Westtrakt musste unterfangen werden.
    Es wurden neue Stallungen erbaut, ein neues Ballhaus geschaffen und ein großer Lustgarten angelegt.
    Zur Erinnerung an seine Entstehung wurde eine Wappentafel beim Eingang in die Gärten angebracht,
    die im 18. Jh. an die Nordseite des Burggrabens übertragen wurde, wo sie sich heute noch befindet.




    Durch das Tor im Leopoldinischen Trakt trete ich hinaus auf den Heldenplatz und blicke zu meiner Linken auf die "Neue Burg".




    Die Neue Hofburg beherbergt heute das Ephesos-Museum, die Sammlung alter Musikinstrumente,
    das Museum für Völkerkunde Wien, die Hofjagd- und Rüstkammer sowie den Hauptteil der Österreichischen Nationalbibliothek.
    Davor in der Mitte hat man das Denkmal von Eugen Franz, Prinz von Savoyen-Carignan aufgestellt.


    Der Haupteingang wird gekrönt von einem Doppeladler und der Kaiserkrone.




    Rechts der Neuen Burg verläßt man die Hofburg durch das Äußere Burgtor.




    Dahinter, außerhalb der Burgrings, sehen wir die Kuppeln des Naturhistorischen und des Kunsthistorischen Museums.


    An den Heldenplatz schließt sich der Wiener Volksgarten an.




    An einem Brunnen beäugten mich die Enten recht misstrauisch.




    Diese Entenmutter passt besonders gut auf ihren Nachwuchs auf.





    Mein Ziel im Volksgarten war natürlich das Kaiserin Elisabeth Denkmal.




    Den Platz für das Denkmal im Volksgarten hat zwar Kaiser Franz Joseph selbst ausgesucht,
    doch erstmals kam der Auftrag zu einem Elisabeth-Denkmal nicht vom Hof selbst,
    sondern von einer Gruppe von Privatleuten, unter ihnen Hofjuwelier Mayer.
    Vier Jahre nach Elisabeths Ermordung wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben.
    67 Einsendungen gab es, doch das Preisgericht wählte keinen Sieger aus. Die Künstler protestierten und reichten Klage ein.
    1904 gab es eine neuerliche, begrenzte Ausschreibung. Hans Bitterlich und Friedrich Ohmann bekamen den Zuschlag.
    Drei Jahre später war das Werk vollendet und das Monument wurde am 4. Juni 1907 enthüllt.




    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es renoviert.
    Auf der Rückwand des Marmorsockels steht zu lesen:
    "Ihrer unvergeßlichen Kaiserin Elisabeth errichteten dieses Denkmal in unwandelbarer Liebe und Treue Österreichs Völker 1907".




    Mit diesem Bild eines Springbrunnens am Kaiserin Elisabeth-Denkmal im Volksgarten beende ich den zweiten Teil meines Wienbesuches.


    Fortsetzung folgt!






    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Schöner Bericht Waldi.


    ich seh schon Ihr kennt euch alle besser bald aus in Wien als ich.


    Freut mich dies alles in Bildern hier im Forum zu sehen. wo ich wenn dann höchstens mal vorbei fahre aber eher nicht fotografiere.


    Vielleicht interessant dazu, weil du Mayerling erwähntest:


    https://www.schoener-reisen.at…st%E4tte-Kronprinz-Rudolf

    Schöne Grüße


    Tom




  • Hallo Waldi,


    du wandelst weiter auf den Spuren von Sissi, weiter so, wunderschöne Bilder aus Wien, die du uns in deinem


    Bericht zeigst, danke fürs mitnehmen ........................

  • Jetzt war ich schon so oft in Wien-
    aber Du hast bei diesem Rundgang Details genannt und historische Zusammenhänge erstellt, die ich bisher nicht wusste, bzw. auf die ich nicht geachtet habe.


    Respekt und DANKE, waldi , für diese ausgezeichnete Wienführung!


    Lieben Gruß,
    Elke


    P.S. Zur Sachertorte und Demel hier noch etwas
    https://www.schoener-reisen.at…?1198-WIEN-f%FCr-Insider/
    ab #16

  • Gott sei Dank bist du ein Sissi Fan, lieber Waldi,


    so erfahren wir lehrreiche Auszüge aus reichhaltiger Kunst und bewegter Geschichte aus dem herrlichen Wien.


    Und deine neue Kamera zeigt uns durch die kluge Motiv Wahl gestochen scharfe Bilder.


    Und auch ein Objekt der Begierde wird wieder gezeigt, herrlich.


    Vielen Dank für die Mühe, auch diesen aufwändigen Bericht hier einzustellen. Freue mich auf die Fortsetzung.



    Ganz lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Hallo Tom!


    Danke für den Hinweis auf Deinen Beitrag über Mayerling!
    Den hatte ich noch nicht entdeckt.
    Natürlich ist er für mich besonders interessant. Schließlich war Rudolfs (angeblicher) Selbstmord ein einschneidendes Ereignis im Kaiserhaus.
    Danach wähnte Kaiserin Elisabeth ihr Leben als nutzlos und ging nur noch in schwarzer Kleidung.
    Es war ihre Aufgabe zu repräsentieren und dem Hause Habsburg einen Thronfolger zu schenken.
    Das hatte sie zwar getan, aber der Tod Rudolfs machte eine direkte Nachfolge aus der Ehe mit Franz Joseph unmöglich.
    Sie redete sich ein, dass ihr Leben zwecklos und vergebens war. Sie hatte als Mutter versagt weil sie das Drama nicht kommen sah.
    Die Folge davon war, dass sie sich völlig in sich zurückzog und das Repräsentieren - was sie nie gerne gemacht hat - ganz aufgab.
    Dies nahm ihr der Hof und auch das Volk recht übel.


    Ich war zwar schon vor dem Kloster in Mayerling gestanden, aber drin war ich noch nicht. Das kommt aber noch!



    Hallo Elke!


    Ich dachte, dass ich was Neues über Wien und seine Sachertorte zum Besten gebe. Nix wars. Du warst mal wieder schneller.
    Was es in den Katakomben dieses Forums alles gibt. kopfschüttel...
    Eine sehr interessante Beitragsreihe hast Du da aufgemacht.
    Das muss ich mal in Ruhe alles durchlesen.



    Danke Euch allen für den Zuspruch!
    Das spornt an zur Fortsetzung.



    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Hallo Waldi,


    mir gefallen sie einfach, Deine auserlesenen Bilder. Viele sind dabei, die es Wert wären, einen Kunstband zu bestücken.
    Und so ganz nebenbei lerne ich auch immer wieder etwas, was ich sehr zu schätzen weiß.


    Danke und liebe Grüsse
    Gabi

    „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“
    Aurelius Augustinus (354 - 430)

  • Zwischen Hofburg und Hermesvilla


    Unterwegs in Wien auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth



    Teil 3




    Nach dem Besuch des Elisabeth-Denkmals im Volksgarten stand die Führung durch das Sisi-Museum und die Kaiserappartements auf dem Programm.


    Durch das Kaisertor im Hofkanzleitrakt…




    … kommen wir über die Kaiserstiege...




    ... in die Ausstellungsräume im ersten Stock.
    Leider ist in diesen Räumen das Fotografieren verboten.


    Schon während der Führung vernahmen wir die Klänge einer Blasmusikkapelle.
    Leider sahen wir die Kaiserjäger nur noch abziehen. (im Hintergrund der Leopoldinische Trakt)




    So eine gute Blasmusik höre ich immer wieder gerne! (im Hintergrund die Amalienburg)




    Aus einem vergitterten Fenster des Teils des Hofkanzleitraktes in dem sich die Ausstellung der Silberkammer befindet
    habe ich den Michaelerplatz fotografiert der inzwischen vor Leuten und Fiakern wimmelte.




    Links steht das nach seinem Architekten benannte Looshaus, einst wegen seiner Moderne umstritten,
    erbaut 1909 als Nobelgeschäft Goldman & Salatsch, eines der vornehmsten und bedeutendsten Kundengeschäfte
    für Herrenkleider, Wäsche- und Modewaren allerfeinsten Genres. Heute gehört es Raiffeisen.


    Gegenüber des Reichskanzleitraktes sehen wir die Michaelerkirche die wir später noch besuchen werden.




    Bei der anschließenden Besichtigung der Hofsilberkammer durften Bilder gemacht werden.
    Nur ein paar davon möchte ich Euch zeigen damit Ihr Euch vorstellen könnt was hier zu sehen ist.


    Ich rätsele immer noch wie diese Serviette gefaltet wird.




    Meine bisherigen Versuche sind alle misslungen.



    Zitat

    Die Bekrönung des Gedecks ist die Serviette, in kunstvoller "Kaiserfaltung", bei der in jedem Hohlraum je ein Jourgebäck Platz findet.
    Diese Faltung durfte nur bei Hoftafeln in Anwesenheit des Kaisers verwendet werden und war ein gut gehütetes Geheimnis,
    das nur mündlich an ausgewählte Personen weitergeleitet wurde.


    Auch heute darf diese Faltung nur bei Staatsbesuchen von gekrönten Häuptern und Präsidenten verwendet werden und es gibt nur zwei Personen,
    die das Geheimnis der Faltung kennen – und bewahren!


    Quelle: https://www.hofburg-wien.at/ue…ammer/der-hof-auf-reisen/




    Falls jemand diese Falttechnik beherrscht möge er (oder sie) es mir verraten.
    Die dafür geeignete Kaiserserviette hatte übrigens das Format von 1 x 1 m.


    Diese Vase zeigt das "Delphin"-muster von Kaiserin Elisabeth.
    Der gekrönte Delphin zierte im Achilleion auf Korfu alle Besteckteile und viele Accesoires.




    Auch die Tischdekoration auf der kaiserlichen Yacht Miramare verwendete den Delphin.





    Zitat

    Für die Reise zu der für sie auf der griechischen Insel Korfu gebauten Villa "Achilleion" pflegte Kaiserin Elisabeth das Schiff "Miramare" zu benützen.
    Auf dieser Yacht gab es eigens angefertigtes Tafelgeschirr und Besteck aus Alpacca, das heißt Ware aus versilbertem Metall;
    die Serviceform stammt aus dem um 1890 gängigen Angebot der Metallwarenfabrik Arthur Krupp in Berndorf.
    Einziger Hinweis auf die hohe Bestimmung ist ein gravierter Wappenschild mit dem von der Kaiserkrone bekrönten Delphin.



    Quelle: https://www.hofburg-wien.at/fi…-text_print_DE_130724.pdf Absatz 16


    Ein Silberbesteck mit dem gekrönten Delphin.




    Eine Ausschnittvergrößerung zeigt ihn.




    Auch auf dieser Kanne ist er zu sehen.




    Eine Kanne mit dem gekrönten E für Elisabeth.




    Der altfranzösische Tafelaufsatz wurde 1838 anlässlich der Krönung Kaiser Ferdinands zum lombardisch-venetianischen König in Mailand in Paris bestellt.




    Allerdings ist der Hersteller nicht bekannt.
    Man pflegte bei Hof große Bestellungen im Ausland geheimzuhalten oder über den Obersthofmeister abzuwickeln,
    um die Wiener Kunsthandwerker nicht vor den Kopf zu stoßen.
    Der figurale Schmuck und die weichen, geschwungenen Ranken erzeugen den Eindruck von elegantem Prunk.


    Eine Entenpresse mit der für Kaiserin Elisabeth Fleisch ausgepresst wurde.
    Sie soll den Saft gerne getrunken haben.




    Einer der 60 "Ruinenteller" mit Burgen und Schlössern der Monarchie.




    Die Habsburg als Stammburg der Habsburger lag zum Zeitpunkt der Herstellung der Teller allerdings auch schon in der Schweiz.


    Eine Miniatur des Elisabeth-Denkmals in Salzburg.




    Das junge Kaiserpaar in Biskuitporzellan.




    Bei dieser "edelsüßen" Darstellung zeigt sich das Denken der damaligen Zeit um 1855.
    Tatsächlich musste der Kaiser zu seiner Gemahlin aufschauen, denn sie war 172 cm groß und er war 4 cm kleiner!
    Dieser Größenunterschied durfte aber auf keinem Bild erscheinen.
    Der Kaiser war immer der Größte!



    Nach einer Stärkung im Hofburg-Café begaben wir uns auf die Fahrt zur Hermesvilla im Lainzer Tiergarten.


    Weil zu diesem Zeitpunkt der Wiener Himmel weinte, hatte dieser Fiaker einen trockenen Platz im Michaelertor gefunden.




    Der Regen hörte bald auf und es lachte die Sonne.


    Durch das Lainzer Tor gingen wir in den Lainzer Tiergarten um die Hermesvilla zu besuchen.







    Quelle: http://www.wienmuseum.at/de/standorte/hermesvilla.html
    Mehr über die Entstehung der Hermesvilla.



    Der Götterbote von Ernst Herter aus der Nähe.




    Vor der Hermesvilla steht der Tilgnerbrunnen, benannt nach seinem Bildhauer, Victor Tilgner.




    Auf einer runden Brunnenschale erkennt man die Figuren eines Putto und eines Krokodils.




    Ein paar Gebäudedetails.














    Die Giebelgruppen von Rudolf Weyr sind mit dem E für Kaiserin Elisabeth gezeichnet.




    Das E erscheint öfter an und in der Hermesvilla,
    auch über dem Zugang zum Innenhof durch den Laubengang...




    ... ist es verschlungen mit den Initialen des Kaisers.




    Der Laubengang erlaubte es Kaiserin Elisabeth trockenen Fußes ihre geliebten Pferde in den Stallungen zu besuchen.




    Pferde- und Fuchsköpfe an den Stallungen.


    ...



    Die Ansicht der Hermesvilla aus dem Innenhof.




    Wenn man sich umdreht sieht man den herrlichen Park...




    ... mit dem Genovevabrunnen im Vordergrund.




    Genoveva mit dem Reh geht wahrscheinlich zurück auf die Sage von Genoveva von Brabant.


    Über dem Genovevabrunnen steht in der Mitte des von der Hermesvilla und ihrer Nebengebäude gebildeten Hofes ein Pavillon
    mit vier Steinsäulen und einem Pyramidendach in dem sich ein runder Brunnen mit dem Relief eines Frauenkopfes befindet.




    Durch die Zweige des Strauches am Brunnen machte ich dieses Bild vom dahinter liegenden Wirtschaftsgebäude.




    Nun war es Zeit für einen Gang durch das Museum in der Hermesvilla.




    Nach Betreten des Schlosses gelangt man in das achteckige Vestibül,
    das mit seiner schweren Eichenholztäfelung im Renaissancestil gehalten ist.



    Im Zentrum steht die Skulptur der Lichtfee
    "Peri, die auf den Flügeln eines Schwanes über die Wellen gleitet und ein schlafendes Menschenkind an den Busen drückt".
    Ursprünglich war sie im Achilleion, Elisabeths griechischem Schloß auf Korfu, platziert.
    Bildhauer: Charles Francis Fuller


    Im Erdgeschoss sind die zu besichtigenten Gesellschaftsräume fast leer.




    Über ein Treppenhaus mit einem prachtvollen schmiedeeisernen Treppengeländer...




    ... vorbei am Gobelin "Diana mit Nymphen" aus dem 17. Jahrhundert...




    ... kommen wir in den ersten Stock der Villa wo sich die Privatgemächer der Kaiserin befinden.


    Vorbei an Kaiser und Kaiserin...


    ...



    ... gelangen wir ins Schlafzimmer von Kaiserin Elisabeth.




    Es wurde nach einem Entwurf von Hans Makart mit Malereien aus Shakespeares "Sommernachtstraum" geschmückt.
    Die ausführenden Künstler waren u. a. Julius Berger, Hugo Charlemont, Franz Matsch sowie Georg und Gustav Klimt.
    Das imposante Prunkbett stammt noch aus der Zeit Maria-Theresias.
    Das Heiligenbild rechts gehörte zur Originalausstatung des Zimmers.
    "Madonna mit Kind" wurde von Fernand Jaques Francois Lematte gemalt.


    Das Deckengemälde "Titania vor Oberons Wagen" aus der Hand von Hugo Charlemont.




    Trotz Elisabeths Faible für die griechische Mythologie empfand sie ihr Schlafzimmer als überladen.


    Das E der Kaiserin über einem Spiegel.




    Was in den Beschreibungen schlicht als Wandschrank bezeichnet wird erinnert mich stark an einen Altar.




    Im Salon hing früher über dem Kamin ein Gemälde von Georg Raab das leider verschwunden ist.
    2007 schuf Katrin Plavcak dieses Werk.




    Ob die Kaiserin diesen Waschtisch benutzt hat weiß ich nicht.




    Dabei möchte ich es bewenden lassen.
    Nur noch eine Info über die wenige Zeit die die Kaiserin in der Hermesvilla zugebracht hat.




    Nach dem Gang durchs Museum stärkten wir uns im Biergarten vor der Hermesvilla.
    Da entdeckte ich dann auch ein Pferd...




    ... und ein Wildschwein!




    Auf dem Weg zurück zur Strassenbahn kamen wir an einem neueren Denkmal für Kaiserin Elisabeth vorbei.




    Zum 100. Todestag der Kaiserin Elisabeth entstand 1998 die Skulptur "Elisabeth: Zwang, Flucht, Freiheit" aus Cararra-Marmor,
    geschaffen von Ulrike Truger.
    1999 wurde sie erstmals am Karlsplatz vor dem Künstlerhaus präsentiert.
    2001 kam es zum Ankauf durch die Stadt Wien.
    Ohne Wissen der Künstlerin hat dann die Stadt Wien die Statue 2006 vom Karlsplatz in den Lainzer Tiergarten verfrachtet.
    "Der Mantel steht für den Schutz.
    Der Fächer ist die Zucht. Das Verhaftet sein, sich selbst in die Zucht nehmen, wie es bei der Kaiserin Sissi war.
    Der Flügel ist die Freiheit." erklärte die Künstlerin ihr Werk.



    Passend zur Vorliebe Elisabeths für die griechische Mythologie krönten wir den Tag durch ein Abendessen in einem griechischen Restaurant namens Odysseus.
    Fortsetzung folgt!






    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

    6 Mal editiert, zuletzt von waldi ()

  • Dein Beitrag ist ein weiterer Höhepunkt unserer Wienbeiträge.
    Ich habe ihn jetzt zwei Mal gelesen und die wiederum hervorragenden Bilder ( was die Auswahl und die Qualiät der Bilder betrifft) betrachtet.


    Ich stelle fest:
    Mal sieht viel mehr Einzelheiten , wenn man Hintergründe und Zusammenhänge kennt. Das fiel mir vor allem bei den Bildern der Hofsilberkammer auf, die ich auch besucht habe - aber nur einen Bruchteil von dem wahrgenommen habe, was Du alles gesehen hast.
    Danke, waldi!


    Liebe Grüße,
    Elke

  • Wieder mal ein äußerst aufwändiger Bericht, höchsten Respekt, lieber Waldi,


    Zum einen sind die gestochen scharfen Bilder in der Hofsilberkammer höchst aufschlussreich, zum anderen sieht man schon diesen geradezu verschwenderischen Luxus dieser Essenskultur, pardon Speisen Kultur.


    Mit deinem "Auftrag", wie die Faltentechnik dieser Damast Decke zu lösen sei, werden wir hier nicht weiterkommen. Habe da mal ein bisschen nachgesehen,


    und da heißt es:


    "Wie der Damast von einem Quadratmeter Fläche für die Tafel des Monarchen gefaltet wurde, ist bis heute ein streng gehütetes Geheimnis, in das nur wenige Mitarbeiter der Silberkammer eingeweiht sind."


    Also O Chancen. lach.


    Danke für die ausführlichen Kommentare , so macht das richtig Spaß , sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen.


    Ich habe da mal noch was Anderes bei dieser Gelegenheit:


    Man ist ja schon fast infiziert vom Sisi Virus. Warst du eigentlich schon im Sisi Schloss in Aichach, sprich in eigenen Landen?


    Oder detaillierter in Unterwittelsbach, dort wo Sisi (auch) ihre Kindheit verbracht hat. Hier steht das hübsche Wasserschloss.


    Wurde ja 1999 von der Stadt Aichach gekauft und steht heute für Ausstellungen offen. Nach einem aktuellen Zeitungsbericht besteht im Sisi-Schloss bis 6. Januar immer Sa/So von 14-18 Uhr Besichtigungsmöglichkeit im Rahmen der Ausstellung des Kunstvereins.


    Kann natürlich sein, dass ich das irgendwo hier übersehen habe.


    Danke nochmal für diesen hervorragend illustrierten und Wort gewandten 3. Teil


    Ganz lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Hallo Waldi,


    ein umfangreicher, gut gemachter und kommentierter Bericht mit tollen Bildern, danke dir fürs zeigen und


    mitnehmen bei deinem Ausflug, den du Dank deiner Sissi Leidenschaft gemacht hast ...................

  • Wieder mal ein äußerst aufwändiger Bericht, höchsten Respekt, lieber Waldi,...


    Danke Helmut!


    Warst du eigentlich schon im Sisi Schloss in Aichach, sprich in eigenen Landen?


    Ja aber sicher doch!
    In Aichach wechselt das Thema der Ausstellung jährlich, deshalb muss ich jedes Jahr hin.
    In Possenhofen ist das Schloss leider nicht zugänglich weil es Privatwohnungen sind.
    Aber im Museum im alten Bahnhof bin ich auch schon gewesen und auch Mitglied im Museumsverein.
    Mein letzter Besuch in Aichach und Unterwittelsbach (leider bei Sauwetter)...




    und in Possenhofen war Anfang Oktober.
    Da wurde vor dem Kaiserin Elisabeth Museum in Possenhofen ein neues Elisabeth-Denkmal enthüllt.




    Kann natürlich sein, dass ich das irgendwo hier übersehen habe.


    Dem ist so, Helmut. Aber es wird sooooviel geschrieben hier im Reiseforum, da kann man sich nicht alles merken.
    Zwischen Roseninsel und Lechfall



    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Hallo Waldi,


    ich war immer der Meinung über Sissi schon viel zu wissen. Seit ich deine Berichte lese weiß ich, dass ich gar nichts weiß.
    Danke für die vielen Informationen und Bilder.

    Lieben Gruß Karin
    Wer der Sonne entgegen wandert lässt den Schatten hinter sich. (Bruno Hans Bürgel)

  • Zwischen Hofburg und Hermesvilla


    Unterwegs in Wien auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth



    Teil 4




    Der Pfingstsonntag war für Schloss Schönbrunn reserviert.


    Der allmorgendliche Blick aus dem Hotelzimmer ließ Kaiserwetter erwarten!




    Wir kamen durch den "Hintereingang" Maxingtor zur Gloriette.






    Es bot sich ein herrlicher Blick auf Schönbrunn und Breitensee.




    Die Breiteseer Laurentiuskirche von der Gloriette aus fotografiert.




    Da erblickte ich "meine" Kaiserin im berühmten Sternenkleid.




    Das Schloss von der Gloriette aus - ohne Kaiserin.




    Wir "wandelten" in Richtung Schloss und ich drehte mich um.




    Doppelsäulen und Kapitel mit Bukranien vom Schloss Neugebäude in Simmering wurden in Maria Theresias Auftrag 1775 hier wiederverwendet.
    Die Gloriette diente in der Monarchie als Speise- und Festsaal.
    Kaiser Franz Joseph, der meist schon um 4 Uhr morgens auf den Beinen war, nahm gerne hier sein Frühstück ein.
    Heute dient der ehemalige Speisesaal als Café.


    An der Frontseite befindet sich folgende Inschrift:
    IOSEPHO II. AVGVSTO ET MARIA THERESIA AVGVSTA IMPERANTIB. ERECT. CIƆIƆCCLXXV
    ("Unter der Regierung von Kaiser Joseph II und Kaiserin Maria Theresia errichtet 1775".
    Die Jahreszahl ist ungewöhnlich mit dem griechischen Buchstaben CIƆ (Phi) für das gewohnte M für 1000
    und das halbe Phi = IƆ für das D für 500 geschrieben.)


    Vom Dach der Gloriette hat man einen herrlichen Blick auf Wien.
    Wer genau hinguckt, der kann einige Besucher auf dem Dach erkennen.



    Das Schloss vom gleichen Platz aus.




    Meine Kaiserin auf der Schlosstreppe.





    Die Gloriette von der Schlossterrasse aus.





    Der Neptunbrunnen am Hang zur Gloriette.




    Mittelpunkt ist der Meeresgott Neptun auf einem Muschelwagen, gestützt auf seinen Dreizack.


    Der Vormittag verging sehr schnell mit dem vielen Fotografieren unserer Damen und es meldete sich der Magen.
    Im "Schönbrunner Stöckl" am Meidlinger Tor hatten wir reserviert.




    Die Logistik ließ zu wünschen übrig, aber dafür hat sich der Chef bei uns entschuldigt.
    Meine böhmische Spezialität "Zbojnik" war hervorragend!
    (slowakisches pikantes Geschnetzeltes, eingeschlagen im Kartoffelpuffer)
    Auch der Preis war erträglich. Ist zu empfehlen!


    Zwischen Hauptspeise und Nachtisch machte ich einen kleinen Ausflug in ein Seniorenheim das nur zweihundert Meter entfernt ist.
    Das "Haus Schönbrunn" der Caritas in der Bischoffgasse.




    Im Foyer des Altenheimes steht eine wunderschöne Elisabethstatue von Johannes Benk.




    Nach dem Mittagessen stand die Führung durch Schloss Schönbrunn auf dem Programm.
    Nur 50 der 1441 Zimmer sind zu besichtigen.
    Leider durfte auch hier nicht fotografiert werden.
    Da müsst Ihr also selber mal hin.


    Der Haupteingang zum Schloss Schönbrunn.




    Auf der Schlossbrücke über den Wienfluss vor dem Haupteingang stehen u.a. zwei Sphinx-Skulpturen
    von Johann Christian Wilhelm Beyer der viele Statuen für Schönbrunn geschaffen hat.




    Die beiden Sphingen und die benachbarten beiden Löwen wurden aus Sandstein gefertigt
    und mit einem weißem Schutzanstrich versehen der gleichzeitig den Eindruck von Marmor hervorrufen sollte.


    Im Ehrenhof hatte man vier Brunnen geplant.
    Davon wurden aber nur zwei verwirklicht.
    Vor einem dieser Brunnen posierte wieder meine Elisabeth.




    Der Brunnen ist die erste größere Wiener Arbeit des Bildhauers Franz Zauner.
    Die drei Hauptfiguren stellen Donau, Inn und Enns dar.


    Die Frontseite des Schlosses.




    Der Blick vom Schloss zum Haupteingang.




    Nach der Führung durch die Innenräume des Schönbrunner Schlosses war unser nächstes Ziel die




    Der Eingang.




    1922 wurden 70 ehemalige Hofpferde im Schloss einquartiert, weil man die früheren Hofstallungen zum Messepalast umbaute.
    Als im Frühjahr 1923 die Messe eröffnet wurde, war die Sammlung der Reste des kaiserlichen Fuhrparks bereits in der
    ehemaligen Schönbrunner Winterreitschule untergebracht, die seither als Wagenburg bezeichnet wird.


    Die kaiserliche Wagenburg mit Sisi-Pfad.




    Diese Gemälde zeigt das frisch verlobte Paar Franz Joseph und Elisabeth auf einer Kutschfahrt in Ischl, gemalt von Gottlieb Prestel um 1853/54.




    Bei ihrer Hochzeit am 24. April 1854 trug Elisabeth ein weißes Seidenkleid mit reicher Stickerei
    in Gold und Silber sowie eine lange goldbestickte „Courschleppe“ die als selbständiges Element über dem Kleid fixiert war.




    Diese Schleppe wurde als besonderes Erinnerungsstück von ihrer Lieblingstochter Marie Valerie aufbewahrt.
    1989 konnte sie aus dem Besitz der Nachfahren der Erzherzogin für das Monturdepot des Kunsthistorischen Museums erworben werden.
    Diese Detailbild zeigt die kunstvolle Stickerei.




    Eines der wenigen erhaltenen Originalkleider von Kaiserin Elisabeth.




    Ein schwarzes Kleid mit Schleppe.




    Ein Original-Damensattel der Kaiserin.



    Um diesen Damensattel herum hängen etwa 30 Bilder von Pferden die von Kaiserin Elisabeth geritten wurden.
    Sie war wohl die beste Reiterin ihrer Zeit.
    Das zeigte sie über viele Jahre bei Fuchsjagden in England.


    Reitpeitschen des Kaiserpaares,




    jeweils geschmückt mit dem Bild des Partners.


    .....



    Einige prächtige Kutschen sind hier ausgestellt.






    Prächtige Wappen auf den Kutschen.








    Ein zweisitziger Leib-Stadtwagen (Coupé) der Kaiserin Elisabeth.




    Der außergewöhnlich elegante Wagen wurde 1857 beim Mailänder Wagenfabrikanten Cesare Sala angekauft.
    Mit dem ungewöhnlich hohen Kaufpreis von 15.000 Gulden war er bei weitem
    der teuerste Personenwagen der im 19. Jahrhundert für den Wiener Hof entstand.
    Das reich skulptierte Langwiedgestell mit doppelter Federung betont ebenso wie die
    aufwändige Ausstattung mit fünf Fenstern, 4 prächtig verzierten Laternen, Dachgalerie
    und vergoldeten Ornamentleisten an Oberkasten und Bodenschwellen
    den besonders hohen zeremoniellen Rang des Fahrzeugs.
    Seiner Bedeutung entsprechend wurde es mit acht weißen Kladruber Hengsten bespannt.
    Der prunkvolle Wagen wurde bei Staatsangelegenheiten von Kaiserin Elisabeth benutzt.
    Erst nach ihrem Tod verwendeten ihn auch andere Mitglieder des Kaiserhauses.


    Das Wappen auf dieser Kutsche.




    Der Imperialwagen,




    der vermutlich für die Krönung Josephs II. im Jahre 1764 gebaut und ab diesem Zeitpunkt
    für verschiedene Kaiser- und Königskrönungen der Habsburger verwendet wurde.
    Der mit vergoldeten Schnitzereien und Malereien von Franz Xaver Wagenschön reich verzierte Prunkwagen
    wurde von acht Schimmeln gezogen - allerdings war bei einem Gesamtgewicht von über 4000 kg
    nur eine Fortbewegung in Schrittempo möglich.
    Für den Transport wurde der Prunkwagen zerlegt, meist auf dem Wasserweg befördert und erst vor Ort wieder zusammengesetzt.





    Die aufwändige Ausführung dieser Kutsche sieht man im Detail noch besser.






    Der "Trauer-Huldigungswagen"




    Die ursprünglich vergoldete Karosse des Prunkwagens von 1730/35 auf dem Fahrgestell von ca. 1705
    wurde vermutlich um 1800 als "Galawagen während einer Hoftrauer" schwarz lackiert und staffiert.
    Die von Michelangelo Unterberger geschaffene allegorische Malerei wurde erst 1930 freigelegt.




    Dieser große und gefederte Leibschlitten…




    … war für winterliche Lustfahrten der kaiserlichen Familie bestimmt.
    Zur größeren Bequemlichkeit ist der zweisitzige Kasten für die Herrschaft mit Hilfe von Lederriemen in C-Federn eingehängt.
    Die an Vorder-und Rückseite angebrachten Sitzbänke für Kutscher zund Lakaien sind hingegen ungefedert.
    Als Hoffahrzeug ist der Schlitten grün lackiert, goldbeschnitten und mit rudolfinischen Kronen verziert.
    Um auch nachts ausfahren zu können ist er mit zwei Laternen ausgestattet.
    Kaiserin Elisabeth liebte es schon als junge Frau, im Winter mit Schlitten im Schönbrunner Schlosspark auszufahren,
    wobei sie auch gerne selbst kutschierte.
    In späteren Jahren benutzte sie vorwiegend große Schlitten wie diesen, die von ihrem Leibkutscher gelenkt wurden.


    Der imposante "schwarze Leichenwagen"…




    … des Wiener Hofes wurde 1876/77 für die gekrönten Häupter des Kaiserhauses in der Hofsattlerei gebaut.
    Nur für sie galt nach dem spanischen Hofzeremoniell die "große Trauer" mit der Trauerfarbe schwarz.
    Für alle übrigen Familienmitglieder gab es die "kleine Trauer" mit der Trauerfarbe rot und einem eigenen roten Leichenwagen.
    Als Gemahlin des regierenden Kaisers wurde Elisabeth am 17. September 1898 mit dem schwarzen Leichenwagen zu Grabe getragen.
    Bei dieser letzten Fahrt war der Wagen mit acht Rappen bespannt und wurde von Edelknaben und Laternenträgern in schwarzer Kleidung flankiert.
    Achtzehn Jahre später (1916) wurde auch ihr Gemahl Kaiser Franz Joseph in diesem Wagen zur Kapuzinergruft gefahren.
    1989 fand der schwarze Leichenwagen beim Begräbnis der im Exil in der Schweiz verstorbenen Kaiserin Zita zum letzten Mal Verwendung.


    Einige Details des schwarzen Leichenwagens.





    Zu guter Letzt steht auch noch ein Automobil in der Wagenburg.




    Der Wagen von Kaiser Karl, dem letzten Kaiser von Österreich und König von Ungarn,
    wurde 1914 von der Firma Gräf & Stift erbaut.
    1897 bis 1899 bauten die Brüder Carl, Heinrich und Franz Gräf das erste Auto der Welt mit Vorderradantrieb.


    Gräf & Stift gehörte schon bald zu den exklusiven Lieferanten des Kaiserhauses und des europäischen Hochadels.
    Der Wagen von Kaiser Karl wurde vom Oberstallmeisteramt in Schönbrunn bestellt und am 14. August 1914 geliefert.




    Zunächst diente er Erzherzögen und hochrangigen Militärs als Dienstwagen.
    Erzherzog Karl Franz Josef, ab 1916 Kaiser von Österreich,
    setzte ihn danach für seine Truppenbesuche an allen Fronten des Ersten Weltkriegs ein.


    Nach Ende des Krieges nahm Kaiser Karl das Auto mit nach Nyon am Genfer See in sein Schweizer Exil.
    Bis zu einer Auktion 1974 in Genf blieb der Wagen in der Schweiz,
    dann ersteigerte Gräf & Stift das Unikat für 190'000 Franken und brachte es wieder nach Österreich zurück.


    In den vergangenen Jahren wurde der Wagen aufwändig restauriert.
    Insgesamt wurden mehr als 2000 Arbeitsstunden von Handwerkern und Lehrlingen der Gräf & Stift Lehrwerkstätte eingesetzt.
    Die Gesamtkosten beliefern sich auf 1,6 Millionen Schilling (170'000 Franken).


    Im November 2001 fuhr der historische Kaiserwagen als Dauerleihgabe in die Wagenburg des Kunsthistorischen Museums in Schönbrunn ein.



    Damit verabschiedeten wir uns von der Wagenburg und von Schönbrunn.
    Den Abend wollten wir in einem Weinlokal in Grinzing verbringen.
    Wir wollten uns in der...




    wie im Himmel fühlen.




    Ein Foto vom Innenhof des Passauer Hofes.




    Nach einem wunderschönen sonnigen Tag fing es leider an zu regnen.
    Es war also nichts mit Draußensitzen.


    Wir fühlten uns drinnen aber auch recht wohl, obwohl...
    die Musik so richtig auf die Touris zugeschitten war und man grölte lauthals:
    "Warum ist es am Rhein so schön..."
    statt bei der Reblaus vom unvergessenen Hans Moser zu bleiben,




    oder das berühmte Fiakerlied von Paul Hörbiger zu spielen,




    oder uns zu erzählen was passiert wenn d'Engerln auf Urlaub nach Wien kommen.




    Aaaach ja! Wien ist halt auch nicht mehr das was es mal war.


    Ich ging mal raus aus dem Lokal um in der Umgegend meine neue Kamera zu testen.
    Der Heilige Nepomuk vor der Pfarrkirche von Grinzing.




    Die Himmelstraße bei Nacht.




    Im Rudolfshof soll Kronprinz Rudolf einige Nächte zugebracht haben.




    Eine "elektrifizierte" Gaslaterne in der Himmelstraße in Grinzing.





    Diese war der vierte Streich, doch der fünfte folgt nicht gleich.
    Ich mache jetzt erst mal Weihnachtspause.








    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Hallo Waldi,


    wieder ein wunderschöner Bericht aus Wien von " deiner " Sissi ....................


    supertolle, informative Bilder, ein wirklich gut gemachter und interessanter Bericht. Danke fürs zeigen ............

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