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  3. Spezialthema : Heiliger Nepomuk, der Brückenheilige
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(14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

  • waldi
  • 23. Januar 2025 um 21:16
  • Unerledigt
  • claus-juergen
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    • 15. Juni 2026 um 13:09
    • #301

    Bezirk Zell am See - Saalbach Hinterglemm - Pfarrhof:

    In Saalbach steht zwischen all den touristisch geprägten monströsen Bauten noch seit weit über 100 Jahren der historische Pfarrhof.

    Saalbach

    An dessen Fassade befindet sich ein Nepomuk.

    Saalbach

    Ostseite und damit geschützt vor der Witterung.

    Saalbach

    Der Bach daneben wurde in einen tiefen Kanal gezwängt.

    Saalbach


    Saalbach


    Saalbach


    Saalbach

    grüsse

    jürgen

  • claus-juergen
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    • 5. Juli 2026 um 17:06
    • #302

    Landkreis Donau-Ries - Stadt Oettingen:

    Oettingen ist vor allem bundesweit bekannt wegen seinem Bier. Aber da gibt es noch viel mehr was ich euch demnächst mal zeigen möchte. Durch den Ort fließt der Fluss Wörnitz. Über den verläuft eine Brücke. Auf der einen Seite ist eine Darstellung des Christophorus zu sehen und auf der anderen ein Nepomuk aus Sandstein.

    Die Verstärkung aus Eisen hat vielleicht verhindert, dass er umfällt. Die Verwitterung ist der Figur deutlich anzusehen, wenn man sie aus der Nähe betrachtet.

    Die Kapelle daneben ist übrigens dem heiligen Leonhard geweiht. Was es mit dieser Kapelle auf sich hat erklärt die Tafel.



    Doch nun ein paar Detailaufnahmen des Heiligen.

    Am Sockel kann man leider auch keine Inschrift mehr erkennen.


    Grüße

    Jürgen

  • waldi
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    • 6. Juli 2026 um 08:09
    • #303

    Der arme Kerl hätte wirklich eine Renovierung verdient!

    Zitat von Schild an der Kapelle St. Leonhard

    "...Anbringung von Tafeln zum Gedenken an die katholischen Opfer des Bombenangriffs..."

    Und wo gedenkt man den "Falschgläubigen"?
    Als Evangelisch-lutherischer fühle ich mich diskriminiert. :(


    Liebe Grüße von waldi aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • claus-juergen
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    • 22. Juli 2026 um 22:32
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    • #304

    Bezirk Reutte - Häselgehr - Brücke über den Lech zum Steinbruch:

    Da fährt nur der Lkw hin um Gestein abzuholen. Die Straße ist ja auch gesperrt. Weil wir auf unserer Wanderung zum Doser Wasserfall bei Häselgehr vom Weg abgewichen sind ist uns dieser anscheinend privat vom Betreiber des Steinbruchs aufgestellte Nepomuk begegnet.

    Häselgehr

    Aufpassen. Die Brücke gehört dem Lkw und nicht neugierigen Wanderern wie wir es sind.

    Häselgehr

    Seltsam, daß hier ein Nepomuk steht. Ein solcher fehlt an der Lechbrücke im Ort selbst und in der dort stehenden Dorfkirche, ebenfalls direkt am Lech.

    Häselgehr


    Häselgehr

    Eine einfache geschnitzte Holzfigur wurde hier platziert.

    Häselgehr

    Natürlich ist er vom Staub etwas gepudert.

    Häselgehr

    Regen und Wind sorgen ab und zu für eine natürliche Reinigung.

    grüsse

    jürgen

  • Johannes56
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    • 11. August 2026 um 09:52
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    • #305

    Deutschland, Bayern, München

    St. Johann Nepomuk, Asamkirche, Filialkirche der Stadtpfarrei St. Peter

    Präambel

    1729, im Jahr der Heiligsprechung von Johannes Nepomuk, begann Egid Quirin Asam sein Projekt in München, nachdem sein Bruder Cosmas Damian bereits 1724 vor den Toren Münchens sein Projekt eines Landsitzes in Thalkirchen begonnen hatte. Egid Quirin Asam gelang es mit Hilfe der Karmeliterin Maria Anna Lindmayr, welche die Impulsgeberin der Dreifaltigkeitskirche war, die Cosmas Damian Asam freskiert hatte, seinen Plan einer Privatkirche und angrenzendem Wohnhaus umzusetzen. Egid Quirin Asam gelang 1729/1730 der Erwerb zweier spätmittelalterlicher Häuser in der Sendlinger Straße. Er baute sie zu seinem Wohnhaus um und versah sie mit einer einzigartigen Stuckfassade, die 1735 vollendet wurde. Im Haus wurden Wohnungen vermietet und der Künstler bezog mit seiner Bildhauerwerkstatt das dritte Obergeschoss. Gegen den Widerstand der Pfarrei St. Peter begann er den Genehmigungsprozess für eine kleine Privatkapelle mit Grablege für ihn selbst und seinen Bruder. Dies und die geplanten Fenster seines Wohnhauses, die einen direkten Blick in die Kapelle ermöglichen würden, stießen auf Bedenken. Der Kompromiss, der dann umgesetzt wurde, legte 1733 fest, dass die Privatkirche öffentlich zugänglich und hinreichend groß sein, aber auf Egid Quirin Asams Kosten errichtet werden musste. Sein Bruder half finanziell und vor allem mit der malerischen Ausgestaltung tatkräftig mit. So konnte Egid Quirin Asam 1733 den an sein Wohnhaus angrenzenden Bauplatz für die Kirche und ein Priesterhaus kaufen, und der bayerische Kurfürst legte am 16. Mai den Grundstein. Bezeichnend ist dies der Namenstag des damals bereits heiliggesprochenen Johannes v. Nepomuk. Die erste Messe in der Kirche konnte bereits 1734 gelesen werden. Doch selbst nach seinem Tod im Jahr 1750 – während der Stuckierung und Ausmalung der Jesuitenkirche in Mannheim, die er nicht mehr vollenden konnte – war seine Kirche in München noch immer nicht fertiggestellt. Nachdem er sein gesamtes Vermögen in die Johannes Nepomuk Kirche in München gesteckt hatte, waren für seine kümmerliche Beisetzung in Mannheim kaum noch Mittel vorhanden.

    Die gesamte Kirche steht im Einfluss des Kults um den hl. Johannes Nepomuk, den auch die Kurfürstin Maria Amalie Josefa Anna von Österreich, jüngste Tochter Kaiser Josephs I. und der Wilhelmine Amalie von Braunschweig-Lüneburg, gefördert hatte. Sie war die Gemahlin des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht, der als Karl VII. Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation wurde. Die Kirche ist voller Darstellungen aus dem Leben des Johannes Nepomuk gemäß der Vita von Bohuslav Balbín. Als Berater für die umfassende Programmatik gilt der Kirchenhistoriker Karl Meichelbeck, der auch für das Ausstattungsprogramm des von den Brüdern Asam neu gestalteten Freisinger Doms verantwortlich und mit den Brüdern befreundet war. Auch Ignaz Franz Xaver von Willhelm, hochgebildeter Jesuitenzögling und Kabinettssekretär und Kunstberater von Kurfürst Max Emanuel stand in Beziehung zu den Brüdern und stand vermutlich beratend bei. Beim Betreten der Kirche eröffnet sich dem Besucher eine überwältigende Fülle an prächtiger Ausstattung auf engstem Raum. Den meisten Besuchern verschlägt es zwar den Atem, aber nur wenigen wird es gelingen, das gesamte Bildprogramm zu entschlüsseln.

    Mit Genehmigung des Erzbischöflichen Ordinariats der Erzdiözese München und Freising, und Hilfe von Matthias Mehnert, Mesner der Sakristei der Asamkirche, hatten wir freien Zugang zu allen Bereichen der Kirche, auch in den Altarraum und auf die Galerie, von wo aus wir Fotos machen konnten, die wir auf dem Forum Schöner Reisen exklusiv zeigen dürfen. Alle Fotos sind nur für diesen Zweck genehmigt und dürfen nicht anderweitig verwendet werden.

    Unsere Besuchergruppe bestand neben mir und meiner Frau aus meinem Bruder und seiner Gattin, die ebenfalls vom Nepomukfieber angesteckt wurden, Jürgen, der dazu kam und mit dem wir nachher noch auf ein Bier im Hirschgarten waren, und einer Bekannten die wir in einer anderen Mission trafen.


    Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die Fotos, die sie beigesteuert haben. Leicht übersieht man ein Detail, aber gemeinsam haben wir es geschafft, die wesentlichen Darstellungen, zumindest, was den hl. Johannes v. Nepomuk betrifft, zu erfassen.


    Im Folgenden wird mein Bericht sechs bebilderte Teile umfassen.

    1. Die Außenfassade und das Eingangstor
    2. Die Vorhalle vor dem Gitter
    3. Der Kirchenhauptraum bis zum Altarraum
    4. Der Altarraum
    5. Das Deckenfresko
    6. Die 10 Silberreliefs mit Darstellungen aus dem Leben des hl. Nepomuks und die beiden Wandfresken, von der Galerie aus betrachtet

    Johannes

  • Johannes56
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    • 11. August 2026 um 10:10
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    • #306

    München, St. Johann Nepomuk, Asamkirche

    Teil 1 von 6: Die Außenfassade und das Eingangstor

    004_Asamkirche mit Asamhaus_Asamkirche

    Vom Sendlinger Tor stadteinwärts gehend befindet sich an der Adresse Sendlinger Straße 32 die Asamkirche mit ihrer beeindruckenden, reich verzierten, schmalen Fassade.

    Daneben, an der Adresse Sendlinger Straße 34, steht das Asamhaus dessen Stuckbilder eine eigene Geschichte erzählen. Ich habe hier nur ein Detail oberhalb des Eingangstors herausgegriffen.

    003_Asamhaus Tafel_Asamkirche

    002_Asamhaus_Asamkirche

    005_Asamhaus Detail._Asamkirche

    Zwei Hermen - links eine weibliche mit Füllhorn, rechts eine männliche mit Harfe - flankieren zwei Genien mit Werkzeugen des Malers (Pinsel und Palette) und des Architekten (Waage, Lot und Plan). In der Mitte über dem Tor sitzt ein kleiner Genius, der mit Meißel und Schlägel an einer Stadtkrone arbeitet. Die Botschaft: Hier hinein geht es zum Bildhauer, dem die Stadt ihre Zier verdankt. Vom Wohnhaus aus hatte Egid Quirin Asam Zugang zur Empore der Kirche, und von seinem Schlafzimmer hatte er durch ein Fenster, das auch heute noch erhalten ist, direkten Blick auf den Altar mit dem hl. Nepomuk.

    Rechts von der Kirche befindet sich das Priesterhaus. Über dem Eingang ist der hl. Johannes Nepomuk in Form eines Stuckreliefs zu sehen.

    006_Priesterhaus mit Nepomuk_Asamkirche

    007_Priesterhaus mit Nepomuk_b_Asamkirche

    Wenden wir uns der Fassade der Kirche zu. Im Mittelpunkt steht über dem Portal der hl. Johannes v. Nepomuk auf Wolken himmelwärts schwebend, sein Haupt mit fünf Sternen umkränzt, welche TACUI, ich habe geschwiegen, bedeuten.

    008_Eingangsportal mit Nepomuk_Asamkirche

    Er wird von zwei Engeln begleitet. Der linke zeigt die Schweigegeste und hält eine Märtyrerpalme, der rechte trug früher sein Hauptattribut, das Kreuz, als Zeichen seines Gottvertrauens im Martyrium. Bei unserem Besuch im Juni 2026 hält er allerdings einen Siegeskranz in der rechten und ein Buch in der linken Hand. Dies ist die Originalversion, die bei der letzten Renovierung wieder hergestellt wurde. Herrn Matthias Mehnert fiel das auf, und er konnte den Siegeskranz auffinden, der in Abstimmung mit dem Denkmalamt wieder anstelle des Kreuzes angebracht wurde.

    Oberhalb des Fensters sehen wir ein großes flammendes Herz mit der Inschrift FIDES SPES ET CARITAS IN JOANNES UNITAS (Glaube, Hoffnung und Liebe sind Einheit in Johannes).

    009_Portal oben:Asamkirche

    Flankiert wird diese Darstellung von Glaube und Hoffnung, die durch ihre Attribute Kelch und Anker versinnbildlicht werden. Durch das Netz, das als Taubenschutz vorgespannt wurde, kann man die Details leider schlecht erkennen. Was man erahnen kann, sind zwei Portalreliefs in den Kapitellen der Kolossalpilaster. Links ist Papst Benedikt XIII. dargestellt, der Johannes Nepomuk 1729 heiliggesprochen hat, und rechts der Fürstbischof Johann Theodor von Freising, der jüngere Bruder des Kurfürsten, der den Bau der Kirche genehmigt und gefördert hatte. Nepomuk in der Himmelfahrt steht auf einem Bogen des Vordaches, welches mit Kassetten und Sternen geschmückt ist und einen Baldachin über dem Portal bildet.

    Eine Stuckgirlande mit Rosen, Früchten und Blumen als Mariensymbol verbindet das Asamhaus mit der Kirche und führt durch den gesamten Innenraum der Kirche bis zum Emporenaltar.

    001_Asamkirche Fassade ganz_Asamkirche

    Das Eingangstor zur Kirche zeigt auf vier Holzfüllungen folgende Szenen:

    010_Eingangstor mit Reliefs_Asamkirche

    Links oben: Johannes Nepomuk betet im Kerker:
    011_Tor1 Johannes betet im Kerker_Asamkirche

    Rechts oben: Johannes Nepomuk wird mit Fackeln gefoltert:
    012_Tor2 Johannes Nepomuk wird mit Fackeln gefoltert_Asamkirche

    Links unten: Der Versuch von Calvinisten 1619 das Grab im St. Veits Dom in Prag zu zerstören und die wundersame Abwehr:
    013_Tor3 Der Versuch 1619 das Grab von Calvinisten zu zerstören_Asamkirche

    Rechts unten: Wallfahrer am Grab des Heiligen. Hier wird Johannes Nepomuk in einem Glassarg dargestellt, wie wir ihn auch am unteren Choraltar sehen werden, und ladet damit die Besucher ein, ebenfalls als Wallfahrer einzutreten, was wir nun auch machen:
    014_Tor4 Wallfahrer am Grab des Heiligen_Asamkirche

    Fortsetzung im Teil 2

    Einmal editiert, zuletzt von waldi (11. August 2026 um 17:57)

  • Johannes56
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    • 11. August 2026 um 10:20
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    • #307

    München, St. Johann Nepomuk, Asamkirche

    Teil 2: Die Vorhalle vor dem Gitter

    Beim Betreten des Vorraums stößt der Blick auf ein 1776 nachträglich eingefügtes Gitter, welches das ikonographische Programm Asams durchbricht.

    015_Gitter mit Zunge_Asamkirche

    Die hiesigen Beichtstühle sind konzeptionell mit jenen im Hauptraum verknüpft; die barriereartige Trennung stört diesen Bezug und mindert zudem den Lichteinfall bei geöffnetem Portal. Die Darstellung einer Zunge im Fünfsternekranz auf dem Gitter mahnt die Gläubigen zum Schweigen und unterstreicht die Funktion der Kirche als Ort der Kontemplation und Stille.

    Schaut man an die Decke des Vorraums, entdeckt man in der Mitte ein Sonnengesicht. Direkt daneben fallen zwei vergoldete Öffnungen auf – durch sie führten früher die Seile hinauf zum Glockenturm.

    016_Vorraum Decke_Asamkirche

    017_Sonnenmaske Decke Vorraum_Asamkirche

    Auf der rechten Seite, oberhalb eines Beichtstuhls, ist der Kirchenvater Hieronymus dargestellt, dem ein Putto Buch und Tintenfass reicht. Im Buch wird auf einen Vers aus dem Hymnus vom Jüngsten Tag, dem „Dies irae“ aus dem Mittelalter verwiesen. Auf dem Spruchband oberhalb ist zu lesen: „Surgite, venite“, „steht auf (ihr Toten), kommt herbei“, ein Hinweis auf das Jüngste Gericht.

    018_Beichtstul Hieronymus und Grabmal Zech Eingangsbereich rechts_Asamkirche

    Links vom Hieronymus fand nach 1757 das Grabmal von Johannes Nepomuk Baron Zech seinen Platz. Ein Skelett schneidet einem Kind, das goldene Fäden spinnt, den Faden ab.

    019_Grabmal des Barons Johann Nepomuk von Zech_Asamkirche

    020_Grabmal Zech_Asamkirche

    021_Der Tod schneidet den Lebensfaden durch_Asamkirche

    Oberhalb des Grabmals präsentiert ein Engel ein Herz und ein Votivbild. Das Votivbild zeigt ein betendes Paar vor dem Choraltar. Es stammt aus 1746, dem Jahr in dem die Kirche geweiht wurde.

    022_Detail Grabmal Baron_Asamkirche

    023_Bild oben Grabmal Baron_Asamkirche

    Gegenüber, auf der Evangeliumsseite befindet sich ein Beichtstuhl mit dem hl. Petrus darüber, der den Himmelsschlüssel in der Hand hält. Er ist der Patron der Kirche, die zur Pfarre St. Peter gehört.

    024_Beichtstuhl St. Peter links_Asamkirche

    Im Beichtstuhl sind Reste einer Malerei erhalten: Jesus’ Gebet am Ölberg und seine Gefangennahme. Die kindlichen weißen Köpfe an den Beichtstühlen sollten mit barocker Promotion Gefühle im Gemüt bewegen.

    025_Beichstuhl St. Peter Gemälde 1_Asamkirche

    026_Beichstuhl St. Peter Gemälde 2_Asamkirche

    Auf kleinstem Raum sind so viele Details an Bildbotschaften untergebracht, dass man leicht etwas übersieht. Insgesamt kann man die 29 Bilder über den hl. Nepomuk wie ein Buch lesen, und darüber hinaus gibt es zahlreiche andere Bildbotschaften und lateinische Schriftzitate aus der Bibel, auf die ich hier im Detail gar nicht eingehen kann. Betreten wir also den Gemeinderaum.

    Fortsetzung im Teil 3

    Einmal editiert, zuletzt von waldi (11. August 2026 um 12:02)

  • Johannes56
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    • 11. August 2026 um 10:36
    • Neu
    • #308

    München, St. Johann Nepomuk, Asamkirche

    Teil 3: Der Kirchenhauptraum bis zum Altarraum

    027_Chorraum Gesamtansicht_Asamkirche

    Wer den Kirchenraum hinter dem Gitter betritt, wird sofort von der Fülle der Darstellungen und der vertikalen Dynamik überwältigt. Die Raummaße (28,2 m Tiefe, 8,8 m Breite, 18,5 m Höhe) erzeugen trotz der geringen Breite eine monumentale, mehrgeschossige Wirkung. Eine umlaufende Balustrade gliedert das Innere in eine untere, dunklere Zone und einen lichteren oberen Bereich, der sich zur Decke hin öffnet – eine bewusste Symbolik für den Übergang vom Irdischen zum Himmlischen. Das Deckenfresko mit Szenen aus dem Leben und der Himmelfahrt des heiligen Nepomuk schafft durch seine Scheinarchitektur eine visionäre dritte Ebene. Der Blick des Betrachters wird unweigerlich von unten nach oben geleitet: Er verweilt zuerst im Altarraum, steigt dann zum oberen Altar empor und findet seinen Kulminationspunkt in der thronenden Dreifaltigkeit. Hier dominiert der am Kreuz gen Himmel schwebende Gott Sohn, gehalten von Gott Vater, und bekrönt von der Taube des Heiligen Geistes.

    028_Blick in den Chorraum_Asamkirche

    Die Lichtführung im Kirchenraum wird maßgeblich durch das große Portalfenster bestimmt. Ein oberes Fenster beleuchtet das Deckenfresko, während verdeckte Seitenfenster, die in der Längsansicht nicht sichtbar sind, für zusätzlichen Lichteinfall sorgen.

    Von der Empore aus bot sich uns ein hervorragender Überblick über den gesamten Gemeinderaum. Auf der Evangeliumsseite – linke Seite, die sich aus dieser Perspektive mit Blick zum Eingang auf der rechten Seite befindet – fallen ein weiterer Beichtstuhl, der derzeit geschlossene Zugang zur Krypta sowie verschiedene Gemälde ins Auge.

    029_Blick in den Hauptraum_Asamkirche

    Auf der Epistelseite, der rechten Seite, hier links im Bild, befinden sich zwei weitere Beichtstühle und Gemälde. Die Kanzel ist bereits architektonisch dem Altarraum zuzurechnen.

    030_Blick Hauptraum rechts_Asamkirche

    Beginnen wir unseren Rundgang im Gemeinderaum mit der linken Seite (Evangeliumsseite).

    031_Beichtstuhl mit Seligem links_Asamkirche

    Hier steht der Beichtstuhl mit dem Seligen, der in das ewige Leben eingeht. Der Lichteinfall beleuchtet die weißen Engelsköpfe derart, dass eine positive Stimmung vermittelt wird.

    032_Beichtstuhl mit Seligem links Engel_Asamkirche

    033_Detail Beichtstuhl mit Seligem_Asamkirche

    Gleich daneben sehen wir das Gemälde „Der Schutzengel Raphael führt den kleinen Tobias“.

    034_Der Schutzengel Raffael führt den kleinen Tobias links_Asamkirche

    Im Anschluss daran befindet sich der Abgang zur Gruft. Diese ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Hier hatte Equid Quirim Asam seine eigene Beisetzung geplant, aber nachdem er nahezu mittellos in Mannheim verstorben war, wurde er dort beigesetzt.

    035_Abgang zur Unterkirche Christus in der Rast und Vertreibung der Wechsler aus dem Tempel links_Asamkirche

    036_Hinweis Krypta_Asamkirche

    Danach folgt das Gemälde „Maria Magdalena wäscht Christus die Füße“.

    037_Christus und Maria Magdalena links vorne_Asamkirche

    Auch auf der rechten Seite beginnen wir mit der Ansicht eines bemerkenswerten Beichtstuhls, der mit zwei Totenköpfen und zwei geflügelten Kindsköpfen geschmückt ist.

    038_Beichtstuhl mit Cenodoxus rechts_Asamkirche

    Rechts ist der Tod dargestellt, daneben die demütige Erwartung des Gerichtes, der Kindskopf mit Lorbeerkranz und Medaille stellt die himmlische Freude dar (im ersten Korintherbrief wird das Leben der Christen mit einem Wettkampf verglichen), und der Totenkopf links daneben symbolisiert das Feuer der Hölle.

    039_Beichtstuhl mit Cenodoxus Engel.j_Asamkirche

    040_Detail Beichtstuhl mit Leichnam Cenodoxux ermahnt den hl, Bruno von Köln_Asamkirche

    Über dem Beichtstuhl streckt sich ein Toter aus einem Sarg und ein Mönch steht mit abwehrender Hand über ihm. Auf dem Schriftband über ihm steht: „Mors pecatorum pessima“ – der Tod der Sünder ist das Schlimmste. Die Szene bezieht sich auf das Barockdrama Cenodoxus von Jacob Biedermann.

    Cenodoxus – Wikipedia

    Das Drama gilt als eine der Quellen für Goethes Faust I und schildert den Kampf des Gewissens, des Egoismus, der Heuchelei, des Schutzengels und des Teufels um die Seele des Arztes Cenodoxus in Paris. Die Geschichte basiert auf der Legende des hl. Bruno von Köln, der den Arzt bewunderte, von ihm enttäuscht wurde, und sich schließlich in eine Kartause zurückzog.

    Wenn man vor diesem Beichtstuhl steht und die ganze Geschichte, die Asam hier hineingepackt hat, recherchiert, wird einem klar, dass die Besichtigung der Kirche und das Eintauchen in die barocken Botschaften nicht in einer halben Stunde vonstattengehen kann. Und noch sind wir nicht beim hl. Nepomuk, dem Hauptakteur der Asamkirche, angekommen. Das ist durchaus gewollt, denn erst geht man durch den irdischen Raum, bevor man zur Verehrung des Hauptheiligen bei den zwei Altären und im Deckengewölbe sowie in der Hohlkehle gelangt.

    041_Madonna des Rosenkranzes Rosenkranzspende an den hl. Dominikus rechts_Asamkirche

    Wir nähern uns mit dem Bild neben Cenodoxus , welches die Madonna des Rosenkranzes zeigt (Rosenkranzspende an den hl. Dominikus) dem Altarraum. Auf dem Gemälde finden wir schon einmal einen Hinweis auf den hl. Nepomuk.

    042_Detail aus Bild Madonna des Rosenkranzes_Asamkirche

    Auf einer Tafel steht: „Hl. Dreifaltigkeit & St.Joh.Nep. Verbündnis“. Es folgt noch ein weiterer, fünfter Beichtstuhl gemäß der 5-Sterne Symbolik, mit zwei Engeln und dem Bild darüber, welches die Fußwaschung Petri zeigt.

    043_Beichtstuhl rechts vorne mit Fußwaschung Petri_Asamkirche

    044_Beichtstul und Fußwaschung Pertri rechts vorne_Asamkirche

    Mit zwei weiteren, unauffälligen Beichtgittern rechts und links vor dem Altarraum auf der Brüstung der Kommunionbank, die auch als Beichtstühle interpretiert werden können, sind es insgesamt sieben Beichtgelegenheiten, den sieben Sakramenten entsprechend. Diese Beichtgitter kann man auf den Ausschnitts-Vergrößerungen der zwei Ansichten von der Galerie sehen.

    045b_Blick in den Hauptraum Ausschnitt links_Asamkirche

    045c_Blick in den Hauptraum Ausschnitt links_Asamkirche

    Hier, mit Blick auf die Kanzel, ist für die touristischen Besucher abgesperrt.

    045_Kanzel mit Predigt Johannes d. Täufer_Asamkirche

    Wir durften in den Altarraum eintreten und dann weiter auf die Galerie hinauf gehen, von wo aus wir die vielen Bilder aus dem Leben des hl. Nepomuk betrachten durften.

    Fortsetzung im Teil 4

  • Johannes56
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    • #309

    München, St. Johann Nepomuk, Asamkirche

    Teil 4: Der Altarraum

    046_Johannes vor Altarraum_Asamkirche

    Da stehe ich nun, mit längst gezogenem Hut, voller Staunen vor dem Altarraum. Welch ein Meisterwerk entfaltet sich hier und reicht bis hinauf in himmlische Sphären!

    Der Blick wandert über den Altar zur Emporenbalustrade und den gewundenen Säulen, die an Berninis berühmten Altar über dem Petrusgrab im Petersdom zu Rom erinnern. Darüber öffnet sich der obere Altarbereich mit einem Ovalfenster aus den 1970er-Jahren. Ganz oben schwebt die Dreifaltigkeit mit dem großen Kreuz und lenkt den Blick direkt in den Himmel. Wir dürfen nun nähertreten, um den Altarraum im Detail zu erkunden.

    047b_Altar mit Seitenaltären_b Säulen_Asamkirche

    Im Vordergrund stehen zwei Seitenaltäre, die 1923 ältere Vorläufer ersetzten. Links wich der heilige Quirinus einer Figur der Maria vom Siege, über der silberne Hermenengel einen Baldachin tragen.

    047_Altar mit Seitenaltären_Asamkirche

    048_Linker Seitenaltar Maria vom Siege_Asamkirche

    Rechts stand ursprünglich der heilige Ägidius – der zweite Namenspatron von Egid Quirin Asam. Nur wenige Monate nach Asams Tod wurde er jedoch durch den heiligen Viktor ersetzt, da Kaiserin-Witwe Maria Amalia der Kirche 1750 eine Reliquie dieses Heiligen schenkte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bettete man Viktor unter den Altartisch um und stellte stattdessen den heiligen Joseph auf. Dies widersprach völlig der Intention des Bauherrn, der sich hier mit seinen beiden Namenspatronen ein persönliches Denkmal setzen wollte.

    049_Rechter Seitenaltar hl. Joseph_Asamkirche

    Beim Blick nach vorne fallen links und rechts des Altars zwei Porträts der Asambrüder auf: links Egid Quirin Asam und rechts Cosmas Damian Asam. Es handelt sich um Kopien der im Krieg zerstörten Medaillonbildnisse.

    050_Altarraum_Asamkirche

    052_Egid Quirin Asam links_Asamkirche 051_Cosmas Damian Asam rechts_Asamkirche

    Egid Quirin Asam

    Cosmas Damian Asam

    Der Altarraum wurde 1783 von Roman Anton Boos neu gestaltet. Das ursprüngliche Konzept Asams entsprach noch der Votivtafel, die wir im Vorraum gesehen haben. Im Jahr 1983 wurde der Altarraum erneut verändert: Man reduzierte den Strahlenkranz deutlich, um den Baldachin stärker zur Geltung zu bringen.

    050b_Altarraum_Asamkirche

    Der imposante Aufbau des Altars gliedert sich in mehrere Ebenen: Er besteht aus dem Altartisch und dem Tabernakel, der von seitlichen Bildtafeln flankiert wird. Darüber ruht ein gläserner Schrein mit einer lebensechten Wachsfigur des heiligen Johannes von Nepomuk. Über diesem erhebt sich ein silberner Obelisk, der die Zunge des Heiligen in einem Strahlenkranz mit 5 Sternen zeigt. Bekrönt wird das Gesamtkunstwerk von einem Baldachin, den zwei Engel emporheben.

    053_Altar Zunge_Asamkirche

    054_Altarraum Sarg_Asamkirche

    055_Detail Nepomuk im Sarg Schuhe_Asamkirche

    056_Nepomuk im Sarg_Asamkirche

    Die von Roman Anton Boos geschaffenen Silbertafeln zeigen zwei zentrale Szenen aus dem Leben des Heiligen: Rechts sehen wir das vertraute Motiv „Johannes Nepomuk verteilt Almosen“, das wir von vielen Bilddarstellungen aus anderen Kirchen kennen.

    058_Altar 2 Nepomuk verteilt Almosen_Asamkirche

    Auf der linken Seite des Tabernakels ist der dramatische Bestechungsversuch durch König Wenzel dargestellt.

    057_Altar 1 Bestechungsversuch mit Bischofswürde und Schweigen_Asamkirche

    Um das Beichtgeheimnis der Königin zu erfahren, bietet der König Nepomuk die Bischofswürde an. Der Heilige weist dies jedoch mit einer entschlossenen Schweigegeste zurück. Am linken Bildrand sind bereits die Ketten für seine bevorstehende Verhaftung zu sehen – ein düsteres Vorzeichen des nahenden Martyriums.

    Blicken wir ein Stockwerk höher, dominiert das scheinbar frei schwebende Kreuz. Hier ist die Dreifaltigkeit als „Gnadenstuhl“ dargestellt: Gottvater gibt seinen geopferten Sohn am Kreuz hin, während über ihnen die Taube als Heiliger Geist schwebt.

    059_Oberer Choraltar drei Johannes_Asamkirche

    Gerahmt wird diese Szene von vier gewundenen Säulen, die unverkennbar den berühmten, 1634 von Bernini geschaffenen Baldacchino über dem Petrusgrab in Rom zitieren. Sie haben hier jedoch kaum eine tragende Funktion; stattdessen dienen sie als prachtvoller, theatralischer Rahmen für das göttliche Geschehen im Zentrum.

    Der Emporenaltar ist seit 1723 der Dreifaltigkeits-Bruderschaft und dem 1763 gegründeten „Johann Nepomuk-Verbündnis“ gewidmet. Der heutige Altar stammt aus dem Jahr 1767 – ein Werk von Ignaz Günther, das 1913 aus Griesstätt bei Rosenheim erworben wurde.
    Ursprünglich befand sich an dieser Stelle ein großes, versilbertes Stuckrelief des heiligen Johannes von Nepomuk, der das Gnadenbild der Muttergottes mit dem Jesuskind von Altbunzlau anbetet. Heute sieht man dort stattdessen ein gelb verglastes Fenster und eine Darstellung, in der Nepomuk eine auf einer Weltkugel schwebende Maria verehrt.

    061_Oberer Altar mit Nepomuk_Asamkirche

    062_Oberer Altar Maria_Asamkirche

    064_Oberer Choraltar_Asamkirche

    Dieses Motiv widerspricht jedoch völlig der ursprünglichen Intention. Die Änderung erfolgte 1976 aufgrund einer Fehlinterpretation. Obwohl sich die Forschung über diesen Missgriff einig ist, wurde er bis heute nicht korrigiert. Zudem bringt die viel zu helle Lichtöffnung das gesamte Gleichgewicht des oberen Raumabschlusses ins Wanken: Das einfallende Licht übertönt den Baldachin und den Gnadenstuhl auf fast penetrante Weise.

    Im oberen Altarbereich begegnet uns eine ebenfalls sehr beliebte Darstellung der „drei Johannes“: Links sehen wir Johannes den Täufer, in der Mitte Johannes von Nepomuk und rechts Johannes den Evangelisten.

    065_Oberer Altar und Kreuz mit Decke_Asamkirche

    060_Oberer Altar mit Johannes d Täufer und Nepomuk_Asamkirche

    Der ausdrucksstarke Tabernakelengel ist ein Werk von Ignaz Günther.

    063_Oberer Choraltar mit Tabernakelengel_Asamkirche

    Blicken wir nun hinauf in die Kuppel und an die Decke. Über eine Wendeltreppe begeben wir uns auf die Galerie, von wo aus wir das monumentale Deckenfresko und die kunstvollen Silberreliefs in der Hohlkehle aus nächster Nähe betrachten können.

    066_Decke Altar_Asamkirche

    067_Blick in die Kuppel_Asamkirche

    068_Aufgang Galerie_Asamkirche

    Fortsetzung im Teil 5

    Einmal editiert, zuletzt von Johannes56 (11. August 2026 um 19:45)

  • Johannes56
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    • 11. August 2026 um 11:33
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    • #310

    München, St. Johann Nepomuk, Asamkirche

    Teil 5: Das Deckenfresko

    Von der Galerie bietet sich ein fantastischer Blick in den Kirchenraum, auf die beiden Wandfresken, die Silbertafeln, und das Deckengemälde. Mit freundlicher Genehmigung des Erzbischöflichen Ordinariats der Erzdiözese München und Freising sowie mit tatkräftiger Unterstützung von Matthias Mehnert durften wir die Empore betreten, um unsere Fotodokumentation zu erstellen.

    069_Galerie mit Jürgen_Asamkirche

    Den Auftakt bildet das Deckenfresko. Sowohl von unten als auch beim ersten Blick von der Galerie aus sind die einzelnen Szenen – das Martyrium, die Vorgeschichte, die folgenden Geschehnisse, bis hin zur Verehrung des Heiligen – kaum auszumachen. Cosmas Damian Asam hat die Bilder 1735 kunstvoll ineinander verwoben.

    070_Decke gesamt_Asamkirche

    Bereits um 1900 in schlechtem Zustand, wurde das Kunstwerk im Zweiten Weltkrieg dazu noch schwer beschädigt. Dank aufwendiger Restaurierungen lässt sich die erzählte Geschichte heute bei genauerem Hinsehen zumindest teilweise wieder entschlüsseln.

    Besonders ins Auge springt der emporragende gotische Turm des Prager Veitsdoms, der 1735 eigentlich noch unvollendet war. Seine Spitze weist auf eine nur fragmentarisch erhaltene Darstellung der Dreifaltigkeit.

    071_Decke mit Dreifaltigkeit_Asamkirche

    Direkt darunter ist Johannes Nepomuk als Helfer der Armen und Kranken zu erkennen. Rechter Hand zeigt sich bei präzisem Blick ein Arm mit einem Kochlöffel.

    Diese Szene illustriert die Grausamkeit König Wenzels, der seinen Koch wegen eines schlecht gebratenen Huhns ins Feuer werfen ließ. Die Erzählung führt weiter zu Nepomuks Tadel für diese Tat und seiner anschließenden Folterung mit Fackeln. Oben rechts – auf der Eingangsseite – ist Johannes Nepomuk in Altbunzlau vor dem Palladium und der Marienvision dargestellt, gefolgt vom sogenannten „Lastersturz“ (Brückensturz). Da sich diese spezifische Szenenfolge nicht auf unseren eigenen Fotografien wiederfand, ergänze ich diesen Abschnitt durch eine Abbildung aus dem offiziellen Kirchenführer.

    071b_Koch und Folterung_Asamkirche
    (Foto aus „Die Asamkirche in München“ von Peter B. Steiner, Kunsthistoriker und Honorarprofessor für Kunstgeschichte an der TU München)

    Aus einer veränderten Perspektive zeigt sich im rechten Vordergrund eine ungewöhnliche Kreatur: Auf einem Drachen mit sieben Schlangenköpfen reitet die Babylonische Hure (Offenbarung 17,3).

    072_Gesamtansicht Chorraum mit Decke Hure Babylon und Beichte_Asamkirche

    073_Hure Babylon und Beichte Kirchenführer_Schauerte_Asamkirche
    (Bild vergrößert aus dem Kunstführer „Asamkirche München“ von Thomas Schauerte, Kunsthistoriker und Direktor der Museen der Stadt Aschaffenburg)

    Diese Darstellung symbolisiert das Böse, das zerstörerisch in das Leben des Johannes Nepomuk eingreift. Unmittelbar über dem Drachen ist die Szene der Beichte zu erkennen.

    Bei der Betrachtung des gegenüberliegenden Deckenabschnitts entfaltet sich von links nach rechts folgende Bildsequenz:

    074_Deckenfresko Zentrum_Asamkirche

    Zunächst der Bestechungsversuch, bei dem König Wenzel dem Heiligen die Bischofswürde anbietet, um das Beichtgeheimnis zu brechen. Direkt rechts daneben folgt auf die Standhaftigkeit Nepomuks dessen Verhaftung. Die Chronologie setzt sich mit dem Brückensturz und schließlich der Auffindung des Leichnams fort, dessen Haupt von fünf Sternen umstrahlt wird.

    Ganz rechts außen schließt diese Reihe mit der Darstellung des Erzengels Michael im Kampf gegen die Türken.

    Stellt man das Foto auf den Kopf, sieht man nun links vom Veitsdom, wie Nepomuk auf dem Rauch brennender Herzen in den Himmel schwebt. Dabei hält er die eucharistische Hostie hoch.

    075_Deckenfresko Zentrum umgedreht_Asamkirche

    Um die komplexen Szenen deutlicher zu machen, habe ich einige Details noch einmal vergrößert herausgearbeitet.

    Hier ist Nepomuk als Helfer der Armen und Kranken zu sehen, während rechts daneben der Koch zur Strafe aufgespießt und gebraten wird.

    076_Decke JvN als Helfer der Armen und Kranken_Asamkirche

    Eine weitere Detailansicht zeigt den Bestechungsversuch, wobei unten in der Hohlkehle ein Teil des Silberreliefs mit Nepomuk im Kerker ins Bild rückt.

    077_Deckenfresko mit Bestechungsversuch_Asamkirche

    Auf diesem Bild ist die Verhaftung dargestellt:

    078_Deckenfresko Verhaftung_Asamkirche

    Die beiden letzten Bilder bieten noch einmal einen Überblick: Sie zeigen Nepomuk, wie er neben dem Veitsdom zum Himmel emporsteigt. Ganz rechts, oberhalb des Altars und etwas versteckt hinter der Taube und einem Vorsprung, ist Bavaria mit einer großen Schale voll brennender Herzen zu sehen.

    079_Decke Gefangennahme Brückensturz Bergung St Michael Heidensturm_Asamkirche

    080_Deckenfresko mit Erzengel Michael und Messfeier des Johannes im Himmel_Asamkirche

    Das monumentale Gesamtwerk gipfelt im Triumph der christlichen Tugenden – Glaube, Liebe und Hoffnung –, über die sich Johannes Nepomuk glorreich gen Himmel erhebt.

    081b_Glaube Liebe Hoffnung_Asamkirche
    (Ausschnittvergrößerung aus „Die Asamkirche in München“ von Peter B. Steiner)

    Auf der gegenüberliegenden Seite über dem Eingang ist Johannes Nepomuk vor dem Marienbild in Altbunzlau mit der Marienvision dargestellt. Rechts unten im Bild sind die Kardinaltugenden zu sehen – man erkennt zum Beispiel die Gerechtigkeit mit ihrer Waage und links daneben die Tapferkeit.

    082_Deckenfresko Johannes vor der Madonna von Altbunzlau Palladium_Asamkirche

    Im Kirchenführer von Schauerte kann man unterhalb der Szene aus Altbunzlau noch das Kaiserwappen Karls VII, des Kurfürsten von Bayern sehen;

    083_Altbunzlau_Kirchenführer_Schauerte_Asamkirche

    Wenn wir von der Galerie aus auf die Szene mit dem Bestechungsversuch und der Verhaftung schauen, entdecken wir darunter in der Hohlkehle ein Silberrelief. Es zeigt Nepomuk im Gefängnis, wie er das Kreuz anbetet. Direkt unter diesem Relief liegt das Fenster, durch das Quirin von seinem Wohnhaus aus direkt in die Kirche sehen konnte.

    084_Blick von der Galerie_Asamkirche

    Links davon sehen wir eine Beichtszene.

    Im abschließenden Teil meines Berichts widmen wir uns den zehn Silberreliefs in der Hohlkehle sowie den zwei Wandfresken, die weitere prägnante Szenen aus dem Leben und der tiefen Verehrung des heiligen Johannes Nepomuk zeigen.

    Fortsetzung im Teil 6

  • Johannes56
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    • 11. August 2026 um 11:50
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    • #311

    München, St. Johann Nepomuk, Asamkirche

    Teil 6: Die 10 Silberreliefs mit Darstellungen aus dem Leben des hl. Nepomuks und die beiden Wandfresken, von der Galerie aus betrachtet

    Um die Themen des Deckenfreskos sowie der zehn Silberreliefs in der Hohlkehle und der zwei Wandfresken, die ich folgend zeigen werde, zu verstehen, betrachten wir vorab die zwei Übersichten aus den beiden Kirchenführern.

    085_Themen Decke Kirchenführer Schauerte
    Aus dem Kirchenführer von Thomas Schauerte, Abbildung nach Norbert Lieb, 1983

    086_Themen Decke Kirchenführer Steiner_Asamkirche
    Aus dem Kirchenführer von Peter P. Steiner, Abbildung nach Franz Matsche

    Die Silberreliefs zeigen Szenen aus dem Leben von Johannes Nepomuk und korrespondieren direkt mit Darstellungen im Deckenfresko oder im Kirchenraum.

    Wir beginnen unseren Rundgang mit Blick auf das Silberrelief gegenüber der Kanzel auf der linken Seite biografisch mit der Geburt von Johannes Nepomuk. Über Mutter und Kind ist bereits der Sternenkranz mit den fünf Sternen zu sehen.

    087_Tafel 3_Geburt_Asamkirche

    Mit Blick nach vorne zum Altar folgen wir den weiteren Bildern nun einfach im Uhrzeigersinn.

    Wenn wir den Blick weiter Richtung Altar richten, sehen wir das zweite Bild. Während die Kirchenführer hier Nepomuk in der Rolle des Lehrers sehen, spricht die Chronologie eher dafür, dass wir den jungen Mann selbst beim Lernen sehen.

    088_Tafel 2_Johannes als Lehrer_Asamkirche

    Für diese Interpretation spricht auch das darauffolgende Bild ganz in der Nähe des Altars. Dort sehen wir Nepomuk als Messdiener, was die chronologische Reihenfolge schlüssig werden lässt.

    089_ Tafel 1_Johannes als Messdiener_Asamkirche

    Rechts vom Altar malt Nepomuk ein Kruzifix an die Wand seines Elternhauses. Dieses existiert heute zwar nicht mehr, an seiner Stelle steht in der Stadt Nepomuk jedoch die heutige Johannes-Nepomuk-Kirche.

    090_Tafel 6_Johannes malt ein Kruzifix_Asamkirche

    Cosmas Damian Asam inszenierte den neuen Heiligen mit dieser Darstellung geschickt als Patron der Künstler. Ganze Generationen von Kunstschaffenden widmeten sich fortan den immer opulenteren Darstellungen des populären Heiligen. Bemerkenswert ist, dass diese Szene – anders als die übrigen Erzählungen – nicht aus der Nepomuk-Vita von Balbín und Pfeffel stammt, sondern vermutlich frei erfunden ist. Zumindest ließ sich bislang kein Bezug zu anderen Darstellungen finden, die diese Geschichte aufgreifen.

    Folgen wir den Reliefs weiter im Uhrzeigersinn, sehen wir Nepomuk kniend mit einer Geißel in der Hand – eine Szene, die seine Selbstgeißelung zur Vorbereitung auf die Priesterweihe beschreibt.

    091_Tafel 7_Vorbereitung auf die Priesterweihe_Asamkirche

    Es folgt die Ernennung zum Generalvikar, bei der Nepomuk in seiner typischen Kleidung mit Mozetta bzw. Almutie gezeigt wird.

    092_Tafel 8_Ernennung zum Generalvikar_Asamkirche

    Danach sehen wir ihn in einer Beichtszene. Die Kirchenführer betiteln dieses Bild mit „Johannes von Nepomuk bekräftigt das Beichtgeheimnis“ respektive „Wahrung des Beichtgeheimnisses“.

    092_Tafel 9_Beichte_Asamkirche

    In der Mitte des Bildes handelt es sich meines Erachtens um die Königin; rechts sitzt der König, der erfahren will, was sie gebeichtet hat. Nepomuk lehnt dies ab, woraufhin er folgenschwer gefoltert wird.

    Die nächste Szene zeigt, wie seine Folterwunden gepflegt werden.

    093_Tafel 10_Pflege der Folterwunden_Asamkirche

    Wechseln wir jetzt zum ersten Bild auf der linken Seite. Hier sieht Johannes Nepomuk seinen Tod voraus (gemäß Balbíno, Pfeffel Abbildung 18 "Johannes sieht den Tod voraus und bereitet sich darauf vor. Wir sind dem Gekreuzigten geweiht."), von den Kunsthistorikern als „Abschiedspredigt“ tituliert.

    094_Tafel 5_Abschiedspredigt_Asamkirche

    094b_Johannes Nepomuk sieht seinen Tod voraus_Asamkirche
    aus Vita B. Joannis Nepomuceni Martyris von Bohuslav Balbíno illustriert von Johannes Andreas Pfeffel

    Das letzte Relief zeigt Nepomuk schließlich in Ketten im Kerker. Dieses Silberrelief befindet sich in unmittelbarer Nähe der Szenen Bestechungsversuch und Verhaftung am Deckengemälde.

    095_Tafel 4_Kerkerhaft_Kreuzverehrung_Asamkirche

    Im Galeriegeschoss, genau in der Mitte des Raumes, befinden sich noch zwei große Wandfresken. Sie zählen zu den letzten Werken Asams. Auf der linken Seite ist das von Pilgern umringte Hochgrab von Johannes Nepomuk im Prager Veitsdom zu sehen, während am Grabaltar eine Messe gelesen wird. Rechts im Bild wird die Allegorie des Bösen ferngehalten.

    097_Wandfresko 1_Verehrung des Grabes im Prager Veitsdom_Asamkirche

    099_Verehrung des Grabes im Prager Veitsdom c_Asamkirche

    100_Verehrung des Grabes im Prager Veitsdom d_Asamkirche

    Gegenüber, auf der rechten Seite, wird die Verehrung der Zungenreliquie gezeigt: Sie wird in einer Monstranz einer Frau in Blau zum Kuss gereicht. Der Kirchenführer mutmaßt, dass es sich hierbei um die Kurfürstin Maria Amalia von Bayern handeln könnte. Rechts unten im Bild wird wiederum das Böse erfolgreich verdrängt.

    101_Wandfresko 2_Verehrung der Zungenreliquie_Asamkirche

    102_Verehrung der Zungenreliquie_b_Asamkirche

    Ich verabschiede mich mit diesen Eindrücken aus der Asamkirche und hoffe, dass euch der Rundgang gefallen hat. Wer nach München kommt, sollte die Gelegenheit auf keinen Fall versäumen, diese prachtvolle und faszinierende Kirche zu besuchen.

    103_Abschied_Johannes_Asamkirche

    Die Fotos von Jürgen findet ihr in der Galerie „Asam“. Hier könnt ihr nun selbst versuchen, die einzelnen Darstellungen zuzuordnen.

    Alben
    Asam
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      Asam 4

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      Asam 4

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      Asam 3

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      Asam 3

      Asam 3

    claus-juergen

    Die Fotos von mir, meinem Bruder und meiner Schwägerin sind in der Galerie „Asam2“ eingestellt.

    Alben
    Asam2
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      001_Asamkirche Fassade ganz_Asamkirche

      001_Asamkirche Fassade ganz_Asamkirche

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      002_Asamhaus_Asamkirche

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      003_Asamhaus Tafel_Asamkirche

      003_Asamhaus Tafel_Asamkirche

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      004_Asamkirche mit Asamhaus_Asamkirche

      004_Asamkirche mit Asamhaus_Asamkirche

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      005_Asamhaus Detail._Asamkirche

      005_Asamhaus Detail._Asamkirche

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      006_Priesterhaus mit Nepomuk_Asamkirche

      006_Priesterhaus mit Nepomuk_Asamkirche

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      007_Priesterhaus mit Nepomuk_b_Asamkirche

      007_Priesterhaus mit Nepomuk_b_Asamkirche

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      008_Eingangsportal mit Nepomuk_Asamkirche

      008_Eingangsportal mit Nepomuk_Asamkirche

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      009_Portal oben:Asamkirche

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      010_Eingangstor mit Reliefs_Asamkirche

      010_Eingangstor mit Reliefs_Asamkirche

    Johannes56

    Mein Wissen habe ich vorwiegend aus den beiden Kirchenführern entnommen.

    „Die Asamkirche in München“ von Peter B, Steiner
    Kunstverlag Josef Fink
    ISBN 978-3-89870-586-8

    „Asamkirche München“
    St. Johann Nepomuk („Asamkirche“), Filiale der Stadtpfarrei St. Peter
    von Thomas Schauerte
    ISBN 978-3-7954-7223-8

    Johannes

    Einmal editiert, zuletzt von waldi (11. August 2026 um 14:41)

  • Tom
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    • 12. August 2026 um 12:38
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    • #312

    Na da hast du dir aber sehr viel Arbeit angetan. (Dies kommt aus meinem Munde und nicht vom BK)

    Sehr viele, beeindruckende Bilder einer wahrhaft schönen Kirche. So toll aufbereitet und beschrieben.

    Danke!

    Schöne Grüße

    Tom

  • waldi
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    • 12. August 2026 um 18:08
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    • #313

    Da muss ich Tom voll zustimmen, Johannes!

    Man wird buchstäblich erschlagen von der üppigen barocken Ausstattung dieses eigentlich kleinen Kirchleins.
    Solch eine Bündelung von Nepomukdarstellungen dürfte wohl einmalig sein.

    Da kann jemand vom Schlafzimmer in die Kirche schauen!
    Und direkten Zugang in eine Kirche kannte ich bisher nur von Klosterkirchen.

    Ich bedauere es, nicht dabei gewesen zu sein.

    Liebe Grüße von waldi aus Ungarn :174:

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  • Daniel-666
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    • #314

    Ja, da schließe ich mich sehr gern meinen Vorschreibern an, vielen Dank für das Dokumentieren, lieber Johannes. Wirklich top.:thumbsup:


    Viele Grüße, Daniel.

  • claus-juergen
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    • #315

    Hallo Johannes,

    Als du mir vor einigen Monaten erklärt hast, dass du in diesem Sommer in München die Asam Kirche besichtigen möchtest, habe ich mein kommen sofort zugesagt. Voraussetzung für mich war allerdings ein Sonntag, weil ich die gravierenden Verkehrsprobleme in München knapp 15 Jahre selbst erlebt habe. Am Sonntag konnte ich folglich mit dem PKW mitten in die Stadt fahren und dort sogar gratis parken. Das ist nach wie vor in dieser fast 2 Millionen Einwohner Stadt möglich.

    Trotz dieser langen Zeit wo ich in München gearbeitet habe, fand ich nie eine Möglichkeit, hatte aber auch nie das Verlangen dazu, die mir natürlich bekannte Asamkirche zu besichtigen. Ich habe einfach damals andere Prioritäten gesetzt. Nun war es also soweit, dass wir gemeinsam diese sicherlich ungewöhnliche Kirche in Ruhe in Augenschein nehmen konnten.

    Wie im mehrteiligen Bericht weiter oben nachzulesen ist haben wir gemeinsam einige Fotos geknipst, die dann Johannes in sein „wissenschaftliches Werk“ eingebaut hat. Der von mir gewählte Begriff ist glaublich nicht ganz verkehrt. Du, Johannes hast so viel Detailkenntnisse sowohl aus dem Leben des Johannes Nepomuk als auch zur Baugeschichte dieser Kirche und der beiden Bauherrn mit dem Familiennamen Asam wie kaum ein anderer.

    Unseren gemeinsamen Abschluss im Hirschgarten hast du ja auch erwähnt. Es war tatsächlich ein heißer Tag, weshalb die Mass Bier unter den schattigen Bäumen eine Art Erholung für den doch anstrengenden Kirchenbesuch darstellte. Ich habe mich anschließend auf dem Weg nach Hause gemacht, während ihr euch auch äußerlich in der Isar abkühlen konntet.

    Es bleibt mir dir Dank zu sagen für die viele Arbeit, die du dir mit diesem Bericht gemacht hast.

    Grüße

    Jürgen

  • waldi
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    • 13. August 2026 um 22:53
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    • #316
    Zitat von claus-juergen

    ...die dann Johannes in sein „wissenschaftliches Werk“ eingebaut hat.

    Daraus könnte man doch einen neuen Kirchenführer basteln! :74:


    meint waldi mit Grüßen aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Steffi
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    • 14. August 2026 um 18:51
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    • #317

    Hallo Johannes,

    auch ich kann mich nur meinen Vorredner anschließen.

    Vielen Dank für diese viele Arbeit der sagenhaften Dokumentationen mit sehr eindrucksvollen Bildern von der Asamkirche in München.

    Damit hast du die Nepomuk Sammlung sehr bereichert.


    Liebe Grüße

    Steffi

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