Beiträge von Johannes56

    Liebe Susanne,


    danke für den schönen Bericht mit den herrlichen An- und Aussichten. Bergwelt, Fauna und Flora, ganz nach meinem Geschmack!


    Das Blümchen könnte eine lärchenblättrige Miere sein und die sonnende Eidechse ist eine Mauereidechse, sehr hübsch abgelichtet!


    Unlängst habe ich im Fernsehen einen Bericht über das Schnalstal gesehen und mir gedacht: nach Südtirol muss ich auch einmal fahren. Dein Bericht hat mich bestärkt!


    LG


    Johannes

    Hallo, Tosca!


    Danke für die Aufnahmen. Auch wenn es auf Wikipedia und auf wuerzburgwiki so beschrieben ist, zweifle ich an der Identität des 2. Nepomuk.


    Der eine, mit dem demütigen Blick, ist es zweifelsohne. Aber der andere ist meines Erachtens ein anderer Heiliger. Oft sieht man einen, dem hl. Nepomuk ähnlich sehenden Heiligen auf Brücken oder vor Kirchen unmittelbar gegenüber oder nebeneinander.


    In Schrattental etwa habe ich so eine Darstellung mit dem hl. Franz Xaver als Gegenüber gesehen.


    (6) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 6


    In Hevilin in der Tschechischen Republik ist es der hl. Philippus Nerius, der gegenüber dem hl. Nepomuk steht.


    (6) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 6


    Dem gegenüber dem hl. Nepomuk auf der Brücke in Ochsenfurt stehendem Heiligen fehlt die Mozetta und jeglicher Bart. Auch der für den hl. Nepomuk so typische Kragen ist nicht vorhanden.


    Um welchen Heiligen es sich hierbei handelt, kann ich nicht sagen, verlässliche Quelle habe ich leider nicht gefunden.


    LG


    Johannes

    Zitat aus obigem Link:

    "Der linke Seitenaltar ein barocker Marienaltar, kam nach 1945 aus der Schlosskapelle von Malberg bei Bitburg nach Prüm und wurde durch die beiden Patrone der Schuhmacherzunft, den heiligen Crispinus und den heiligen Crispinianus, die aus der 1949 zerstörten Kalvarienbergkapelle stammen, ergänzt. Der Josefsaltar auf der rechten Seite stand vor 1802 in der Klosterkirche von Sankt Martin in Trier."



    Kannst Du damit etwas anfangen?

    Nein, nicht wirklich. Es fragt sich ja nur, warum der hl. Nepomuk auf dem Altar abgebildet ist. Crispinus und Crispinianus dürften die seitlich aufgestellten Figuren sein. Sollte das Bild des Altars die hl. Maria zeigen, eventuell als Gnadenbild in der Darstellung aus Alt-Bunzlau, wäre die Verbindung zum hl. Nepomuk hergestellt.


    Johannes

    Lieber Daniel!


    Wieder einmal eine ganz andere Darstellung des hl. Nepomuk. Wie oft habe ich schon Abbildungen in Kirchen übersehen und erst später bei nochmaligem Besuch gefunden! Der hl. Nepomuk will gefunden werden und das ist ja auch ein Teil der spannenden Geschichte, so wie du es uns erzählst: erst mit dem Kontakt zur lokalen Bevölkerung findet man den einen oder anderen und das bringt auch die Menschen zusammmen.


    Noch ein Tip für das Fotografieren dieser dunklen Bilder: du kannst es entweder mit Handy-Taschenlampe probieren, deine Frau fungiert als Beleuchterin, du fotografierst, das funktioniert recht gut oder du nimmst einen kleinen Scheinwerfer mit Akku mit, wie du ihn in jedem Baumarkt bekommst. Da ist es auch hilfreich, wenn eine zweite Person den Scheinwerfer so hält, dass man das Bild gut ausleuchten kann.


    Was mich noch an dem Altar interessiert: was ist auf dem Bild hinter der Maria dargestellt??


    Johannes

    Das ist eine Zahl für Ornithologen.


    Hier geht es um die Zählung der Graukraniche in Linum / Fehrbellin / Brandenburg nördlich von Berlin. Es werden täglich mehr, bis zu 80.000 Vögel werden erwartet, im November ziehen sie dann weiter in den Süden. Ein paar bleiben in Brandenburg. Es ist jedes Jahr ein ziemliches Spektakel.


    Johannes

    Ich sehe weder Sichel noch Ähren bei dieser Figur. Messer und Märtyrerpalme ist schon ziemlich ungewöhnlich, werde in der Pfarre nachfragen.



    Johannes

    Ich habe nun Mag. Prock angeschrieben und er gab mir diese Antwort:


    Bei dem Kind handelt es sich um Anderl von Rinn. Im Dorf Rinn südöstlich von Innsbruck steht in Judenstein eine Kirche, die an einen Ritualmord erinnert.

    Das Kind Anderl von Rinn soll dort im 15. Jh. von durchziehenden Juden ermordet worden sein. Als Erinnerung hat man diese Kirche gebaut.

    Diese Legende hält sich hartnäckig bis heute. In den 1980er Jahren verbot der damalige Innsbrucker Diözesanbischof Dr. Reinhold Stecher allerdings den Kult.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Anderl_von_Rinn


    Gehört jetzt zwar nicht wirklich in den Nepomuk Thread, aber nachdem mir diese Figur bei der Nepomuk - Suche begegnete, war es mir wert, diese Geschichte aufzuklären.


    Johannes

    Schade, hätte ich das vorher gewusst, dann hätte ich natürlich auch den Original-Nepomuk am Kurhaus besucht.

    Das sind genau die Situationen, bei denen bei mir solche Orte auf die to-do Liste kommen. Oft lese ich erst bei meinen Recherchen über die Orte, wo ich ein Foto vom hl. Nepomuk gemacht habe und stelle fest, dass ich nochmals hinkommen muss.


    Die Lichtverhältnisse kann man sich nicht immer aussuchen, aber deine Fotos vermitteln einen guten Eindruck vom Standort und der Skulptur.


    Johannes

    Danke für den Bericht über Raša und die Verlinkungen. Interessant auch der Bericht von Claus mit den Innenansichten. Ja, das ist auch ein Teil der Geschichte, stumme Zeitzeugen und die Frage ist, was daraus gemacht wird.

    Seit 2015 dürfte sich ja nicht so viel getan haben, aber die Infotafeln verweisen doch auf ein gewisses Bewusstsein.


    Mal schauen, was in fünf Jahren daraus geworden ist.


    Johannes

    Wiesing, Bezirk Schwaz, Tirol


    Wiesing ist auch so ein Ort, an den ich nochmals hinkommen musste. Ich hatte bei meiner letzten Reise nach Tirol den modernen Nepomuk mit Brunnen beschrieben:


    (7) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 7


    Die Kirche ging sich zeitmäßig nicht mehr aus und wahrscheinlich hätte ich, außer einem schönen Kirchenraum mit Fresken auch keinen Nepomuk gefunden. Hier der Blick in die Kirche von der zugänglichen Orgelempore, näher kommt man normalerweise nicht heran, da auch diese Kirche mit einem Gitter verschlossen ist:



    Doch bei meiner damaligen Recherche nach dem Heiligen in Volders,


    (7) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 7


    der rechts vom hl. Nepomuk steht, kam ich in Kontakt mit Mag. Anton Prock, einem Historiker, der mir nicht nur den hl. Aloysius erklärte, sondern mir auch Fotos von einigen, hier am Forum bereits beschriebenen Nepomuks, aber auch zwei neuen, nämlich in Gschnitz und Wiesing schickte.


    Hier die interessante Internetseite von Mag. Prock über die Christliche Ikonografie am Beispiel Tiroler Kirchen:


    http://ikonografie.antonprock.at/impressum.htm


    Und hier sein Foto aus der Kirche in Wiesing:

    Foto: Mag. Anton Prock


    Natürlich musste ich beide Kirchen selbst besuchen, was sich auch lohnte, denn es sind zwei ausnehmend schöne Kirchen. Gschnitz steht sogar für Besucher offen, in Wiesing in die Kirche hineinzukommen, war hingegen nicht so einfach, aber ich fand schließlich eine hilfsbereite Frau, die mir vertraute und mich einließ.


    Die Darstellung vom hl. Johannes v. Nepomuk über dem Tabernakel in versilbertem Rahmen ist insofern eine Besonderheit, da sie zusammen mit einer Reliquie des Heiligen 1750 aus Prag hierher kam.




    Aber auch der Blick zu den Fresken an der Decke lohnt:



    Hier wird Johannes v. Nepomuk kniend vor Maria gezeigt, um Fürsprache bittend und darüber die Verherrlichung des hl. Johannes v. Nepomuk. Ganz oben ist in einem Sternenkranz aus fünf Sternen die Zunge dargestellt.


    Diese Fresken wurden von Matthias Rüef aus Volders, einem Schüler des bekannten Tiroler Barockmalers Martin Knoller, gemalt. So schließt sich wieder einmal der Kreis.


    Johannes

    Innsbruck, Landeshauptstadt von Tirol.


    Universitäts-Kirche am Innrain, Johanneskirche


    Ich erinnere mich ja nur ungern an meinen letzten Besuch in der Universitätskirche am Innrain.


    (5) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 5


    und


    (5) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 5


    Zu kurz war die Zeit und zu eilig habe ich den hl. Franz von Sales abgelichtet und mit dem hl. Nepomuk verwechselt. Ein Ort also, wo ich nochmals hinkommen musste.


    Die Öffnungszeiten der Kirche sind mit 9 bis 17 Uhr angegeben, doch geöffnete Kirche heißt in Tirol oftmals geöffnet, aber mit einem Gitter versperrt.


    So stand ich also vor verschlossenem Gitter und konnte den Nepomuk-Altar nur von der Ferne betrachten.



    Der Altar wurde nach Italienischem Vorbild in antiker Triumphbogenarchitektur 1730 von Ingenuin Lechleitner erbaut. Hier wurde in der Gestaltung des Altars zugunsten der Darstellung des Heiligen auf sonst übliche Altargestaltungen verzichtet. Die adorienden Engel im Rahmen des Altars verstärken die Inszenierung des Heiligen, wie das auch von Bernini in Rom in der Sakramentskapelle von St. Peter gestaltet wurde.



    Leider war nur ein gezoomtes Foto in schlechter Qualität möglich, sodass die Universitätskirche am Innrain weiter auf der to-do Liste verbleibt.


    Johannes

    Lieber Jürgen!


    Danke für das Angebot für ein Bierchen im Allgäu. Auf das Angebot komme ich zurück, wenn ich mal wieder in Reutte bin. Derzeit habe ich jedoch in Igls zu tun und Gschnitz stand schon lange auf meiner Wunschliste. Auf dem Heimweg habe ich noch zwei Altlasten von vergangenen Besuchen zu erledigen, die auf der Strecke nach Wien liegen. Außerfern und Allgäu müssen also warten, da melde ich mich aber davor bei dir.


    Ich wünsche dir eine schöne Zeit in Kroatien!


    Johannes

    Gschnitz, Bezirk Innsbruck Land, Tirol


    Gschnitz liegt am Talschluss des Gschnitztales, welches bei Steinach am Brenner in das Wipptal mündet. Hier, in dieser romantischen Berggegend steht die Barockkirche Unsere Liebe Frau Maria Schnee.




    Sie zählt zu den schönsten Barockkirchen Tirols.



    Gleich am Eingang wird man von dieser Heiligenfigur mit Messer und Märtyrerpalme begrüßt. Ich konnte nicht herausfinden, wer sie ist.



    Doch rechts am Altar steht ein uns wohlbekannter Heiliger, der hl. Johannes v. Nepomuk.



    ist er nicht schön?



    Johannes

    Volders, Bezirk Innsbruck Land, Tirol


    Bei meinem letzten Besuch in Volders


    (7) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 7


    hatte ich über eine Nepomukkapelle gelesen, aber keine Zeit mehr gehabt, diese zu suchen.


    https://www.pfarre-volders.at/…eingang--30642632-de.html


    Manchmal muss man eben zweimal, oder auch öfter an einen Ort kommen, um noch andere Nepomuks zu finden.



    Gestern konnte ich den Eingang in die Raffler Schlucht finden und hier steht diese schöne Kapelle mit einem hl. Nepomuk:





    Johannes

    Lieber Daniel!


    Wieder ein schöner Nepomuk mit Doppelgänger. Er passt auch in Farbe und Standort perfekt in diese Gegend! Sein Gesichtsausdruck ist ganz anders als bei den Nepomuks in Österreich.


    Und es ist so, wie du schreibst, wenn man seinen Umriss einmal kennt, sieht man ihn bereits von der Ferne.


    Johannes

    Wien, 1040 Wieden, Paulanerkirche




    Gestern hatte ich Gelegenheit, in die Sakristei der Paulanerkirche hineinzusehen. Am Mobiliar kann man gleich erkennen, dass es sich um eine ehemalige Klosterkirche handelt.



    Das Gemälde oberhalb der Türe zur Kirche zeigt ein Bildmotiv des hl. Nepomuk, welches mir bekannt vorkam:


    Nepomuk mit dem Kreuz mit Gekreuzigtem in der Hand blickt versonnen auf ein Buch, daneben befindet sich ein Totenschädel.



    Ein ähnliches Bild hatte ich in Blindenmarkt gesehen:


    (7) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 7


    Blindenmarkt, NÖ Wien, Paulanerkirche


    Johannes