Beiträge von Johannes56

    Sátoraljaújhely, Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén,

    diesen Nepomuk habe ich bei einer Reise von der Slowakei nach Ungarn mit dem Handy fotografiert. Ich weiß leider nicht mehr genau, wo er gestanden ist, jedenfalls war es in Sátoraljaújhely ziemlich nahe an der Slowakischen Grenze.



    Er hat mir insofern gefallen, weil er so lässig das Kreuz auf seiner Schulter hält, für 1850 ziemlich modern, wie ich finde.


    Johannes

    Pottenstein, Bezirk Baden, Niederösterreich


    Bereits zu Zeiten des Pfarrers Michale Huber fanden zwischen 1763 und 1784 jeweils am 16. Mai, dem Festtag des Hl. Johannes v. Nepomuk, Prozessionen zu dieser Statue statt:



    Diese Statue hat eine bewegte Vergangenheit, von hier aus wurden die Toten aus Radling und Steinhart zur Kirche getragen und die Wallfahrer Richtung Süden verabschiedet. 1945 wurde die Statue in die Triesting geworfen und von der Familie Deutsch, denen das Haus mit der Nische für den hl. Nepomuk gehörte, geborgen. Später kam die Statue durch einen Verkehrsunfall zu Schaden und wurde abermals von der Familie Deutsch renoviert, zuletzt wurde die Statue im Jahr 200 von Ernst Riegler restauriert und erhielt ihr heutiges buntes Aussehen.





    Johannes

    Nun halte ich das begehrte Objekt endlich in Händen. Jeder Monat ein Traum! Und sein Platzerl hat er auch schon gefunden, unterhalb des Kalenders 2019...


    Danke euch für all eure Mühen, ich hoffe, dass es die Post auch noch schafft, die Kalender zu Tom zu bringen. Mit der verdoppelten Laufzeit sollte sich das locker ausgehen.


    Johannes

    Liebe Susanne,


    ganz klar ein Ort zum nochmals Hinkommen. In solche Fällen schreibe ich die zuständige Pfarre an und bitte um einen Termin, oder ich rufe an. Meist klappt es dann irgendwann. Manchen Terminen muss man aber hintnachlaufen.


    Ich führe eine inzwischen relativ lange to-do Liste der Orte zum nochmals Hinkommen.


    Einen solchen besonderen Termin habe ich kommende Woche am Freitag....


    LG und alles Gute für einen Termin in dieser Kapelle mit Beleuchtung!


    Johannes

    Ein schönes Türchen, das vom 4. Tag . Ich habe meine Kirschzweige auch schon in die Vase gestellt. Da es heuer aber noch nicht gefroren hatte, kamen sie davor in den Tiefkühlschrank und danach in die Badewanne in lauwarmes Wasser. Diese Umstellung von ganz kalt auf warm brauchen sie zum Blühen.


    Das Rätsel ist mir auch noch ein Rätsel. Aber es sind ja noch ein paar Tage, an denen man nachdenken kann.


    Johannes

    Ehrenhausen, Ortschaft in Ehrenhausen an der Weinstrasse, Bezirk Leibnitz, Südsteiermark.


    Heute hatte ich in Leibnitz zu tun und besuchte anschließend den berühmten Weinort Ehrenhausen an der Südsteirischen Weinstrasse.


    Man kommt am Weg bei Vogau über die Brücke über die Mur, wo links der hl. Nepomuk und rechts der hl. Nikolaus stehen, die Josef hier beschrieben hat:


    (4) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 4




    Im Hintergrund sieht man bereits den Kirchturm von Ehrenhausen und links das Schloss.


    Aber wenn ich meine Ansicht mit der von Josef vergleiche: wo hat Josef den Kirchturm hinverzaubert?


    Ich sah den barocken Kirchturm und dachte mir wie bei jedem barocken Kirchturm: nichts wie hin!


    Gleich an der Einfahrt nach Ehrenhausen öffnet sich eine spektakuläre Ansicht:



    Links das Schloss, daneben der Kirchturm der Pfarrkirche zur Schmerzhaften Maria Muttergottes und oben am Hügel das Mausoleum Ruprechts von Eggenberg, einem Hauptwerk manieristischer Architektur in Österreich. Leider hatte ich heute zu wenig Zeit, um mir das Mausoleum anzusehen, aber für den Rathausplatz und die Kirche reichte es.



    Vor dem Rathaus steht an der Stelle, wo die alte Kaplaneikirche stand, der Emmabrunnen. Früher hieß er Frauenstatue mit hl. Nepomuk. Johannes v. Nepomuk kniet vor der Madonna mit imposanten Blick auf die Kirche.






    Nun aber nichts wie hinein in die Kirche, die als Wallfahrtskirche untertags sogar offen steht.



    Immer wieder versetzen mich diese barocken und noch mehr die Ausstattungen im späteren Rokoko-Stil in Verzückung, vor allem, wenn ich an der rechten Seite einen Nepomuk Altar erspähe.



    Dieser Altar ist ein mächtiges Bauwerk, welches in mehreren Etagen dem hl. Nepomuk huldigt.



    Ganz unten die Beschriftung. An der asymmetrischen Rahmenverzierung zeigt sich der Rokoko.



    Dann Nepomuk im gläsernen Sarg





    Die Tischplatte mit fünf eingelassenen Kreuzen



    Dann Putto mit Schweigegestus und Engel, welche Nepomuk, mit fünf Sternen umhauptet, auf Wolken emporheben.



    Und ganz oben schwebende Engel und an der Spitze die Zunge, eingefasst in Wolken, unten mit zwei Putten und umgeben von einem Strahlenkranz.



    Ganz schwindlig wird da dem Betrachter und beim Blick nach oben ist es, als ob man selbst in den Himmel schweben würde. Ein göttlicher Anblick in der Kirche von Ehrenhausen!


    Johannes

    Liebe Elke,


    an sich sind sie heute angekommen, aber eben nur an sich, da weder meine Frau noch ich zuhause waren. Daher ist nur eine Benachrichtigung angekommen, dass ein Päckchen ab 16:30 an der Poststelle abzuholen wäre, wo es aber um 17:00, als es meine Frau holen wollte, noch nicht eingelagt war.


    Sie wird es morgen nochmals versuchen, ich gebe dann Bescheid.


    LG


    Johannes

    Stetteldorf am Wagram, Bezirk Korneuburg, Niederösterreich


    Eine Statue, ein Gemälde, das es eigentlich gar nicht mehr geben dürfte und warum es manchmal lohnt, nochmals zu kommen und genauer zu schauen.


    Vor einiger Zeit bin ich durch Stetteldorf durchgefahren und habe diesen nicht übersehbaren Nepomuk fotografiert, eigentlich geknipst und bin weitergefahren...



    Gestern kam ich nochmals nach Stetteldorf und nahm mir mehr Zeit, obwohl es der Jahreszeit entsprechend schon ziemlich dunkel war. Erst begutachtete ich die Statue näher und auch von der Rückseite.


    Die Statue stammt aus 1725 oder 1728, die Angaben sind unterschiedlich, und trägt das Wappen des Grafen Johann Julius Adam zu Hardegg, Glatz und im Machland und wurde von ihm und seiner Frau Barbara errichtet.




    Auf der Rückseite befindet sich ein Relief mit dem Brückensturz.



    Diesmal fuhr ich auch zur Kirche, die für diese Orte hier außergewöhnlich groß ist und wie die meisten Kirchen aus Sicherheitsgründen verschlossen ist.



    Doch wie sich herausstellte, als ich beim einzig beleuchteten Haus gegenüber der Kirche anläutete, wohnt der Pfarrer gleich nebenan. Und, welch ein Glück, er ist ein nicht nur äußerst freundlicher Mensch, der mir die Kirche aufsperrte und beleuchtete, er ist auch Kunsthistoriker und hatte mir eine spannende Geschichte zu erzählen.


    Die Kirche ist innen ebenso imposant wie von außen, doch nicht übertrieben groß und strahlt eine gewisse Heimeligkeit aus. Sie hat, ungewöhnlich für eine Landkirche, einige Seitenaltäre.



    Auf der rechten Seite fällt neben einer prunkvollen Kanzel gleich ein Altar mit einer äußerst ungewöhnlichen Darstellung des hl. Johannes von Nepomuk auf, wie ich sie noch nie in einer Kirche gesehen habe.



    Machen wir einmal Licht und gehen näher...



    Auf der Kanzel ist rechts neben dem Altar die Beichtszene abgebildet:



    Nun betrachten wir das Bild des Altars:




    Wenn wir das Kreuz kurz wegstellen, sehen wir die Szene besser:



    Oben die fünf Sterne, unten die Fackel und Folterung....



    Johannes v. Nepomuk wird hier schon ganz blass, farblos, fast hinübergetreten dargestellt, wobei seine Folterknechte recht farbintensiv dargestellt sind.




    Der Herr Pfarrer erzählte mir, dass dieses Bild, welches explizit die Folterung des Johannes v. Nepomuk zeigt, bei einer Visite beanstandet wurde und die Gesellschaft der Gelehrten darauf drängte „dieses äußerst ekelhafte Altarbild zu entfernen.“




    So ist es heute ein einmaliges Zeugnis einer Leidensszene des Johannes v. Nepomuk in einer Kirche, wo sonst am liebsten die Verherrlichung, Himmelfahrt und Glorie in Prunk, Herrlichkeit und Verklärung gezeigt wurden.


    Der Herr Pfarrer zeigte mir dann noch in seiner Wohnung die von ihm auswendig zitierte Literaturstelle, welche die Geschehnisse um die Visite eindringlich mit der Forderung, das Bild zu entfernen beschreibt:


    Das Lesen dieses Publikation aus 1786 lohnt!


    „Dies Bild ist umso eckelhafter, da der Künstler wirklich geschickt genug war, den heftigsten Schmerzen dieses Heiligen - der sich auf eine konvulsivische Art äußert - auszudrücken.“


    Und weiter: „Wir hoffen dieses Bild wird - so wie eine gegenüber stehende unförmliche, kolosalische Marien Statue - dem untersuchenden Auge Sr. Eminenz nicht entgangen seyn.“


    Wohl wurde die unförmige Marien Statue entfernt, doch unser gequälter Nepomuk blieb in Städteldorf, heute Stetteldorf am Wagram. Wohl war die Identifikation mit ihm größer als mit einer kolossal dargestellten Maria....




    Johannes

    Braunsdorf, Katastralgemeinde von Sitzendorf, Bezirk Hollabrunn, Niederösterreich


    Gestern habe ich meine Festplatte mit den Fotos von meinen Nepomuks ein wenig aufgeräumt und festgestellt, dass ich noch einige Fundorte, die ich im Vorbeifahren mit meinem Handy schnell einmal fotografiert hatte, zwar auf meinen PC geladen, aber hier noch nicht publiziert habe.


    Die müssen noch ein wenig recherchiert und bearbeitet werden, weil ich heute die Fundorte nicht immer klar zuordnen kann, aber so nach und nach werden sie hier dann auch auftreten dürfen.


    Wie dieser, den ich auf dem Weg von Roseldorf nach Sitzendorf an der Schmida bei der Kreuzung nach Braunsdorf ablichten konnte. Er ist dem Ortsgebiet Braunsdorf zuzuordnen und stammt aus dem 18. Jahrhundert wie viele seiner Kollegen in dieser Gegend hier. Auch die sieben Sterne sind in dieser Gegend ziemlich beliebt.





    Johannes