Beiträge von Johannes56

    Ried am Riederberg, Ortschaft in der Gemeinde Sieghartskirchen, Bezirk Tulln, Niederösterreich


    An einer Wegkreuzung des Österreichischen Jakobweges steht diese Nepomukkapelle:



    Wie sich herausstellte, gehört diese Nepomukkapelle und Liegenschaft, auf der sie steht, einem Kollegen von mir, der von meiner Nepomuksammelleidenschaft erfuhr und mir über seine Kapelle berichtete.



    Er ließ die Statue und Kapelle erst vor einigen Jahren aufwändig renovieren und gestern konnte ich sie besichtigen. Sie ist nicht weit entfernt von meinem Sommerdomizil in Klosterneuburg.




    Johannes

    Timelkam, Bezirk Vöcklabruck, Hausruckviertel, Oberösterreich


    Ein dritter Besuch, es lohnt, nochmals zu kommen und lebendige Geschichte zu erleben.


    Josef hat hier 2013


    (2) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 2


    die Erstbeschreibung zweier Nepomuks in Timelkam publiziert.


    Ich war dann im April dieses Jahres 2019 auch dort, und habe die zwei Nepomuks, die Josef bereits beschrieben hatte und noch einen in einer kleinen Kapelle beschrieben:


    (6) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 6


    Josef hat in seiner Beschreibung auch die Kirche, die dem Johannes Nepomuk gewidmet ist, erwähnt. Doch keiner von uns beiden kam auf die Idee, einmal in die Kirche, die heute evangelische Kirche ist und vieles von der Geschichte des Hausruckviertels erzählt, hineinzuschauen.


    Die Kirche ist untertags immer geöffnet und ich blickte gestern hinein:



    Eine evangelische Kirche mit einem dominanten Nepomukaltar, was erzählt uns dieser Anblick?


    Das Hausruckviertel war vor vierhundert Jahren stark von den Protestanten geprägt. Bis es zu den dramatischen, furchtbaren Ereignissen 1625 am Haushamerfeld bei Frankenburg kam. Die bäuerliche Bevölkerung lehnte sich gegen Ausbeutung und schlechte Lebensbedingungen auf, der Aufstand entzündete sich, nachdem der evangelische Pfarrer durch einen katholischen Pfarrer ersetzt wurde, zerbröckelte jedoch und der Statthalter, der Gnade versprach, ließ am Haushamerfeld die Aufständischen um ihr Leben würfeln.


    Dieses grausame Ereignis wird seit sechzig Jahren alle zwei Jahre von einer Laiengruppe der Bevölkerung in Frankenburg unter dem Titel „Frankenburger Würfelspiel“ dargestellt, ein Schauspiel, welches ich letzten Donnerstag besuchte:





    Ein Großteil der evangelischen Bevölkerung, die dieses grausame Ereignis überlebte, wanderte danach aus.


    1733 wurde in Timelkam die erwähnte Kirche als Privatkirche mit dem Altarbild des hl.Nepomuk gebaut. Martino Altomonte, der eigentlich Martin Hohenberg hieß, ein bedeutender österreichischer Barockmaler, schuf den Altar, der Nepomuk, Almosen spendend, zeigt.




    1950/51 wurde die private Kirche dann eine katholische Pfarrkirche, die aber bald zu klein für die Gemeinde wurde. Es wurde eine neue katholische Pfarrkirche gebaut und die Johanneskirche an die evangelische Gemeinde erst vermietet und 1980 dann verkauft. Nur der Altar blieb Eigentum der katholischen Kirche.


    Der evangelische Pfarrer erzählte mir, dass es heftige Diskussionen und einen kritischen Zeitungsartikel zum Nepomukaltar in einer evangelischen Kirche gab. Schließlich sind die Ereignisse am Haushamerfeld im Hausruckviertel nicht vergessen.


    Heute lebt man friedlich zusammen und sogar nach dem Krieg nahm die Bevölkerung tausende evangelische Flüchtlinge aus Siebenbürgen hier auf.


    Dieser Artikel beschreibt es sehr schön:


    http://www.kirchenzeitung.at/site/archiv/article/45487.html


    Damals hatte man mit tausenden Flüchtlingen kein Problem, heute hat man, auch hier in der Gegend, bereits mit einzelnen Flüchtlingen ein Problem.


    Der Altar mit dem hl. Nepomuk wurde aber schließlich auch deswegen akzeptiert, da er Nepomuk als Almosenspender zeigt, wie wir ihn schon aus Mödling oder Maria Taferl kennen. Die starke szenische Anlehnung an die Almosen spendende Elisabeth hatte wohl mehr Akzeptanz als die Darstellung Nepomuks als Märtyrer oder in der Glorie.



    Mit diesem Nepomukaltar in der heute evangelischen Kirche wurde für mich Geschichte vom Mittelalter, über den letzten Weltkrieg bis zur Jetztzeit erzählt, und gibt auch einiges zum Nachdenken über Toleranz und notwendige Achtsamkeit.


    Johannes

    Ein sehr interessanter Bericht, bei dem ich wieder einmal was dazugelernt habe. Über das ausgedehnte Waalsystem wußte ich gar nicht Bescheid, mir waren nur die Levadas auf Madeira ein Begriff.


    Für mich immer unvorstellbar, wie das die Menschen damals mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung standen, gebaut haben.


    Und der Bericht enthält alle Informationen, die man benötigt, um eine dieser Wanderungen zu machen.


    Danke, ein lohnenswertes Ausflugsziel, welches du uns hier vorgestellt hast.


    Johannes

    Maria Plain, Wallfahrtsort in der Gemeinde Bergheim, Salzburg


    Die Wallfahrtskirche Maria Plain kann man bereits von Salzburg aus sehen. Hoch oben auf dem Plainberg steht sie weit sichtbar.



    Ebenso hat man von hier einen prächtigen Blick auf Salzburg.



    Das Innere der Kirche überrascht mit seiner blauen Gestaltung.



    Auch der hl. Nepomuk steht auf einem blauen Sockel.



    Johannes

    Salzburg, Landeshauptstadt von Salzburg


    Am Fuße des Plainberges führt die 1733 errichtete Plainbrücke über den Alterbach.



    Der ebenfalls aus 1733 stammende Nepomuk wurde vom Salzburger Bildhauer Josef Anton Pfaffinger geschaffen.



    Der Blick von Johannes v. Nepomuk richter sich auf den Plainberg, wo die Wallfahrtskirche Maria Plain steht.



    Johannes

    Salzburg, Landeshauptstadt von Salzburg


    Ich hatte hier im November 2018


    (6) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 6


    den eingehausten Nepomuk am Franz Joseph Kai beim Salzachgässchen beschrieben:


    „Auf dem Weg entlang der Salzach habe ich dieses für den Winter eingehauste Denkmal gesehen. Dieser Nepomuk muss wohl auf die wärmere Jahreszeit warten, bis er hier am Forum auftreten darf.“


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    Heute darf ich ihn endlich enthüllt zeigen.


    Zuerst der Blick auf Salzburg von seinem Standort aus:



    Dann...tata..nun darf er hier auftreten:



    Er hat sogar sein eigenes Kirchenfahrzeug mitgebracht...



    Mit schönen Grüßen aus dem schönen Salzburg!


    Johannes

    Schöne Blütenfotos! Ich sags ja ungern, aber die letzten sind die Herbst-Anemonen, Anemone hupehensis. Wenn die bei mir in Klosterneuburg zum Blühen beginnen (noch ist es nicht ganz so weit), weiß ich, der Herbst in nah.


    Johannes

    Na, bitte, ihr lässt eure Schätze auf euren Festplatten schlummern? Wurde ja Zeit, dass dieser außergewöhnliche Nepomuk zu uns am Forum ans Tageslicht gekommen ist. Danke.


    Johannes

    Lieber Klaus,


    durch Zufall habe ich deine herrlichen Berichte über Krakau und Wieliczka gelesen. Ich hatte in diesem alten Buch über eine aus Salz geschnitzte Figur des hl. Johannes von Nepomuk gelesen:


    https://books.google.at/books?…nepomuk%20statuen&f=false


    Über google Suche bezüglich Wieliczka bin ich dann auf deinen Bericht gestoßen. Im Beitrag #9 zeigt das 5. Bild tatsächlich den hl. Nepomuk!


    Hast du davon noch eine bessere Aufnahme? Kannst du den Nepomuk in den Nepomukthread stellen, dann haben wir hier auch Wieliczka mit Foto dokumentiert, ich habe kein anderes Foto von diesem Nepomuk am Internet gefunden!


    Ich sags ja immer, dieses Forum ist eine wahre Fundgrube....


    Johannes