Beiträge von Johannes56

    Die Schatzkammer der Basilika Mariazell


    In der Schatzkammer, die sich über die Emporen und Turmaufgänge erstreckt, sind Sammlungen von 3.500 Votivgaben und 2.500 Votivbildern in barocker Hängung vom Boden bis zur Decke ausgestellt.


    Auch andere Kostbarkeiten sind in der Schatzkammer zu sehen.


    Die Bilder sind thematisch geordnet.


    Gnadenbilder:



    Ex Voto für wieder erlangte Gesundheit:



    Szenen von Kranken, die geheilt wurden:





    Unfälle, wie hier das Grubenunglück, bei dem ein Betroffener überlebt hat:



    Ein Unfall auf der Donau, bei dem Gekenterte bei der Brücke in Stein gerettet wurden:



    Sehr häufig wurden Unfälle mit Kutschen dargestellt, wie hier in Lilienfeld:



    Heute sind es Autounfälle, bei denen Gnadenbilder gespendet werden, wie von diesem Spanier, der einen Unfall bei Judenburg überlebt hat:



    Hier eine dramatische Szene, bei der ein Kind in einem unbeobachteten Moment kopfüber in einen Bottich gestürzt ist und leblos herausgezogen wurde. Erst nach Anbetung der Maria wurde es wieder lebendig:



    Oder dieses Schussattentat, bei dem das Gewehr zersprang und nur der Attentäter verletzt wurde:



    Auch diverse Gegenstände wurden gespendet, wie dieser Splitter, der den Betroffenen nicht verletzte:



    Ein Blick auf die hintere Schatzkammer mit einem erhaltenen Gnadenaltar:




    Ein Reliquienschrein:



    Herzen, Beine und Arme als Votivgaben für Herz- , Bein und Armleiden:






    Auch Eingerichtflaschen sind ausgestellt:



    Man könnte hier stundenlang schauen und die Geschichten der Betroffenen studieren, die allesamt mit der Gnade der Muttergottes Krankheiten und Unglücke überwunden haben.


    In der damaligen Zeit hatten viele Menschen ja auch nur das Gebet und Glaube kann ja bekanntermaßen Berge versetzen.





    Johannes

    Nein, Geschlechtertrennung ist das wohl nicht, aber es gibt halt zahlreiche Vereine und Wallfahrten nach Mariazell sind noch immer sehr beliebt. Die Messen werden von den großen Gruppen dann bestellt und in den verschiedensten Sprachen gehalten.


    Jedenfalls lohnt es sicherlich für dich, Waldi, einmal nach Mariazell zu kommen und neben den Sisi Andenken gibt es ja auch wunderschöne Landschaft, in die Mariazell eingebettet ist.


    Wenn du dich in der Schatzkammer anmeldest, kannst du sicherlich die Glaskuppel von der Sisi Büste für ein besseres Foto abnehmen lassen.


    Übrigens habe ich gelesen, dass es in Altötting eine noch größere Sammlung an Votivbildern gibt. Kennst du diese Wallfahrtskirche, Elke?


    Johannes

    Hallo, Waldi kennt sich hier ja profund aus.


    Ich war in der sogenannten Schatzkammer in der Basilika Mariazell. Eigentlich habe ich eine Votivgabe eines Ölbildes vom Hl. Nepomuk gesucht. Doch es waren nur die Emporen geöffnet und nicht die Turmaufgänge, sodass nur ein Teil der Votivbilder und Votivgaben zu sehen war.


    https://www.basilika-mariazell…kunstkultur/schatzkammern


    Für mich überraschend stand dort auch die Marmorbüste der Sisi:




    Es sieht für mich nach Marmor aus. Mehr kann ich zu der Büste auch nicht sagen. Ich fand aber die Ausstellung der Votivbilder interessant, die nach Ereignissen und Zeit geordnet wurde.


    Ich werde hier noch ein paar Fotos zeigen und danke einmal Waldi für die Auflösung.


    Bei der Gnadenkapelle habe ich kein Denkmal sehen können, allerdings konnte ich nie nahe genug hin, da unentwegt Messen abgehalten wurden.


    Und leider hatte ich die Informationen von Waldi mit den anderen Gegenständen nicht, sodass ich diese gar nicht gesehen habe oder nicht beachtet habe. Ich war von den Votivbildern so angetan, dass ich hauptsächlich diese näher angesehen habe.


    https://www.basilika-mariazell…stattung/article/230.html


    Johannes

    Hallo, ihr Lieben!


    Ja, ich finde Rom ist eine tolle Stadt. Vielleicht ist Juni nicht die ideale Reisezeit. Aber die Saison beginnt bereits Ende Februar, nur im August ist weniger los, nur ist es da es einfach zu heiß. Wir haben Juni gewählt, weil es da schön lang hell ist und man lange unterwegs sein kann. Und es ist ja nicht wie bei uns in Österreich, wo man nach 20 Uhr nichts mehr zu Essen bekommt, Essen gehen kann man auch um 22 Uhr oder später, ganz entspannt.


    An die vielen Menschen und die Autos und Vespas muss man sich einfach gewöhnen.


    Und ja, Rom ist anstrengend, vieles muss man zu Fuß machen. Oft gab mir die Routenplanung am Internet folgende Info: mit öffentlichen Verkehrsmitteln 40 Minuten, zu Fuß 38 Minuten. Waren wir dann zu müde zum Laufen, dauerte es mit öffentlichen Verkehrsmitteln 60 oder 70 Minuten.


    Es gibt so viele interessante Plätze und Geschichten, die ganze Stadt ist für mich wie ein bebildertes Geschichtsbuch.


    @ Jofina: danke für die Buchempfehlung, werde ich mir kaufen. Ich habe von Andreas Englisch inzwischen sein Buch „Mein Rom“ dreimal gelesen, unglaublich spannend.


    @ Helga: das hat meine Frau auch gesagt und ich habe geantwortet: zumindest einmal im Leben musst du Rom gesehen haben!


    @ Klaus: der Cimitero acattolico ist immer noch eine Oase der Ruhe, sehr empfehlenswert! Vatikanisches Museum ohne vorreservierte Führung: vergiss es, Anstellen drei Stunden und mehr. Das Gleiche beim Kolosseum, dort herrscht überhaupt ein gewisses Chaos. Nach dem Forum Romanum war es einfach nicht mehr zu schaffen.


    @ Josef: nach drei Stunden Vatikanisches Museum und Petersdom haben wir auf die Kuppel verzichtet. Dafür sind wir mit dem Aufzug aufs Vittorio Denkmal, das ging ohne Anstellen und bietet echt grandiose 360 Grad Aussicht.


    @ Elke: es war nicht wirklich eine Woche, wir sind Dienstag Nachmittag angekommen (ich hasse zeitige Flüge), haben nur das Hotel bezogen und waren gemütlich Abendessen und sind am Samstag Nachmittag (ich hasse zeitige Flüge) zurückgeflogen, also hatten wir dreieinhalb Tage und entspannte An- und Rückreise. Und ja, es war anstrengend und ich habe vorher viel recherchiert. Trotzdem hatte ich anfangs ziemliche Orientierungsprobleme, Rom ist groß und vielfältig. Eigentlich liebe ich ja mehr die Natur und das Ruhige, aber bei Rom mache ich eine Ausnahme. Mir ist jetzt noch schwindelig von den vielen Eindrücken.


    LG


    Johannes

    Streifzug durch Rom - fünfter und letzter Teil


    Der zweite Ort neben dem Lago di Torre Argentina, wo man sich um die verwilderten Katzen kümmert, ist der Cimitero acattolico, der Protestantische Friedhof.



    Hier die PR-Katze:



    Viele berühmte Persönlichkeiten liegen hier begraben:








    Das berühmteste Grab ist das Grabmal „Angel of Grief“, welches 1894 vom US-Bildhauer und Dichter William Wetmore Story für seine Frau und sich geschaffen wurde.







    Gleich neben dem Friedhof steht eine Pyramide. Es ist die Pyramide des Cestius aus dem Jahr 12 vor Christus.



    Sie hat ein Viertel der Höhe der Cheops Pyramide und befindet sich heute in sehr guten Zustand, nachdem sie mit einer Spende in der Höhe von 1 Mio Euro vom japanischen Geschäftsmann Yozo Yagi grundlegend renoviert wurde.




    Auf manchen Internetseiten werden Pfade abseits der Touristenströme beschrieben. Kommt man an einen dieser Orte, gibt es natürlich auch dort die Touristenströme abseits der Touristenströme, wie hier, auf einem entlegenen Hügel des Aventin nahe der Pyramide:



    Warum stellen sich die Menschen hier in der Hitze bis zu einer halben Stunde an? Ein findiger Geschäftsmann hat es genutzt und einen Eisstand hingestellt.



    Man glaubt es kaum, hier stellt man sich an, um einen Blick (und ein paar Fotos) durch ein Schlüsselloch auf den Petersdom zu machen. Manch einer benötigt für seine Fotos einige Minuten, was die angestellte Menschenmenge ungeduldig werden lässt…


    Ich bin auf die daneben liegende Terrasse des Orangengartens gegangen und habe mir ohne Anstellen von dort den Blick auf den Petersdom gegeben:




    Aber man hat in Rom ja genügend andere Gelegenheiten, abseits der Touristenströme etwas anzusehen, ich habe immer wieder auf die SPQR Zeichen geschaut:








    Auf Wiedersehen Rom, sagt



    Johannes

    Streifzug durch Rom - vierter Teil


    So manche Mauer in Rom ist mit Kapernsträuchern überwuchert:




    Auf das Monumento a Vittorio Emmanuele II kann man nicht nur hinaufsteigen, es führt auch ein Lift an der Hinterseite ganz hinauf den höchsten Punkt, von wo aus man einen wunderbaren 360 Grad Ausblick genießen kann.




    Die Auffahrt ist zwar mit Euro 10.- relativ teuer, aber sie lohnt, wie ich finde. Hier verschafften wir uns erst einmal einen Überblick über das bereits Gesehene und das, was noch vor uns lag: das alte Rom.








    Akanthus ist die tonangebende Pflanze im Forum Romanum.




    Nach einem anstrengenden Rundgang in der Hitze reichte uns dann das Kolosseum von außen.







    Wir flüchteten lieber in die kühle Santa Maria Maggiore:





    Gleich neben der Santa Maria Maggiore, in einer kleinen Nebengasse befindet sich der Eingang zu einem wahren Kirchenschatz, der Basilika di Santa Prassede.




    Die Fassade dieser Basilika kann man nicht sehen, sie ist in einem Hof versteckt.


    Unterhalb der Kirche liegt in neun Meter Tiefe die Villa des Senators Pudens, der vom Heiligen Paulus persönlich zum Christentum bekehrt wurde. Er ließ in seinem Haus eine Kapelle errichten, über die später Santa Prassede errichtet wurde.



    Die Kirche beherbergt bedeutende byzantinische Fresken.



    Auffällig ist unter den Heiligen mit Heiligenscheinen ganz links eine Figur mit einem rechteckigen Heiligenschein.



    Es ist Papst Paschalis I, der deswegen einen rechteckigen Heiligenschein hat, weil er zur Zeit der Darstellung noch am Leben, also in Warteposition war. In der Inschrift teilt er mit, dass er durch den Bau der Kirche den Zutritt zum Paradies verdient hat. Ob er da nicht irrte? Die meisten Päpste dieser Zeit landeten wohl eher auf der anderen Seite.


    In der Lateranbasilika fiel mir dieses Bodenmosaik auf:




    Johannes - Fortsetzung folgt

    Streifzug durch Rom - dritter Teil


    Beim Largo die Torre Argentina befindet sich eine der Katzenstationen, die sich um die verwilderten Katzen in Rom kümmern.



    (hier ohne Katzen, denen war es zu heiß)


    Und immer wieder stolperten wir über antike Reste inmitten der engen Gassen.




    Hier wird das Szenario malerisch festgehalten:



    Von der Brücke bei der Engelsburg blickt man schon auf den Petersdom:




    Die Vatikanischen Museen sind nichts für schwache Nerven. Hier wurden wir gnadenlos mit der Menschenmasse durchgeschoben und ich musste mir die Plätze für einige Fotos im Strom der Menschen hart erkämpfen.



    Blick auf den berühmten Apollon vom Belvedere, welcher die Vorstellungen der Klassik maßgeblich beeinflusste. Elegant steht er auf seinem rechten Bein, während das linke spielerisch entlastet ist. Der Preis dafür in der Skulptur ist, dass er sich mit der rechten Hand aufstützen muss.



    Wie sehr man die antiken Skulpturen fehlgedeutet hat, zeigt die Laokoon-Gruppe.


    Vor der Auffindung des Fragmentes des rechten Armes 1905 wurde Laokoon mit seinen zwei Söhnen als der Held, der Sieger über die Mächte, mit hochgestrecktem rechtem Arm, in der Hand die Schlange im Griff, interpretiert. Die Söhne heben triumphal ihre Arme in die Höhe, zeigen sich in Siegespose.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Laokoon-Gruppe


    Nach Auffindung des Armfragmentes zeigte sich, dass diese Interpretation schlichtweg falsch war. Der Arm ist angewinkelt, vermutlich hielt die Hand den Kopf einer zweiten Schlange und die schmerzverzerrten Gesichter des Laokoon und der Söhne zeigen ein gegenteiliges Bild.



    Heute präsentiert sich die Gruppe so, wie man sie gefunden hat mit Ergänzung des später aufgefundenen Armfragmentes ohne weitere Interpretation, was früher durchaus üblich war. Aber nicht alles, was man sieht, entspricht eben der Wahrheit.


    In den Vatikanischen Museen lohnt es auch, manchmal auf den Boden zu sehen.



    Die Teppiche zeigen Szenen aus dem Testament und sind in einer erstaunlichen Dichte gewoben.



    Auch wenn man durch die lange Galerie der Landkarten geschoben wird, lohnt es, im Menschenstrom einmal kurz stehenzubleiben und genau zu schauen:



    Wie hat es der Dominikanermönch und Kartograf Ignazio Danti aus Perugia 1580 bis 1583 geschafft, all diese Landkarten in großer Genauigkeit zu malen, wo es nicht einmal noch den Heißluftballon gab?


    Italien, damals noch nicht geeint, hat er visionär in den späteren politischen Umrissen gemalt (inklusive Korsika)



    Auf einer anderen Tafel wird veranschaulicht, wie die Obelisken nach Rom verschifft wurden.



    Im Hof des Vatikanischen Museums steht die „Goldene Kugel mit Kugel“ vom Bildhauer Arnaldo Pomodoro.



    Sie dreht sich und öffnet dann den Blick auf die Kugel in der Kugel:



    Im Petersdom wird wohl jedem die Geschichte vom Grabmal des Papstes Alexander VII von den Fremdenführern erzählt. Bernini hätte die Wahrheit, die er ursprünglich als nackte Wahrheit darstellte (sie wurde später angezogen) so positioniert, dass sie ihren Fuß auf der Weltkugel unter ihr auf England setzt. Dies wird als Zeichen des damaligen Machtanspruches interpretiert.



    Der Blick in die Kuppel zeigt, wie riesig sie ist, die Menschen auf der Galerie sind kaum wahrzunehmen.



    Aber es gibt im Petersdom auch noch andere, schöne Kuppeln:



    Das Denkmal für die letzten Stuarts ist unverwechselbar von Antonio Canova geschaffen worden.



    So weich wie er hat kein Bildhauer die Engel aus Marmor modelliert.



    Auf dem Petersplatz sind die Himmelsrichtungen im Boden markiert:



    Johannes - Fortsetzung folgt

    Streifzug durch Rom - zweiter Teil


    Am Senat der Republik begegnet man einem feuerspeienden Drachen. Warum wohl?



    Einmal im Scheinwerferlicht des göttlichen Strahls von hoch oben aus der Kuppel des Pantheons stehen!




    Und auch die Legende, dass durch das im Durchmesser neun Meter große Opaion kein Regen bis zum Boden fällt, da das Wasser durch die Thermik nach oben verdunstet, kann wohl nicht stimmen, denn wozu bräuchte es dann diesen Abfluss?



    Vespas gehören zum Stadtbild von Rom wie die Touristen:



    Ein herrlicher Platz ist der Chiesa di Sant’Ignazio di Loyola in Campo, hier ist es auch relativ ruhig:



    was man ja beim Trevi Brunnen nicht behaupten kann.



    Trotzdem hat der Trevi Brunnen das „Etwas“, nämlich den „WOW“-Effekt, wenn man durch die engen Gassen kommt, bereits das Rauschen hört und dann fast unvermutet vor diesem riesigen Brunnen steht, der durch die Enge des Platzes noch viel größer wirkt.



    Auch die Spanische Treppe gehört für einen Erstbesuch zum Pflichtprogramm und trotz aller Strafandrohungen seitens der Behörden lassen es sich die Menschen nicht nehmen, in den Brunnen zu steigen.




    In der Santissima Trinità dei Monti kann man die Skulptur Kreuzabnahme von Wilhelm Theodor Achtermann besichtigen. Es ist eine Kopie des Originals, das in der Kathedrale von Münster im 2. Weltkrieg zerstört wurde.



    Vor der Kirche steht einer der vielen Obelisken, die nach Rom verschifft wurden.



    Auf dem Weg zum Piazza del Populo blickte ich in das Studio von Canova und Tadolini, welches heute zu einem Caféhaus umfunktioniert ist:



    Dem Charme des Piazza del Populo mit den Zwillingskirchen kann sich wohl niemand entziehen



    Auch hier steht ein großer Obelisk:



    Am Nachmittag blickt man gegen die Sonne auf Neptun:



    Bei der Ponte Milvio steht die einzige Nepomukstatue, die ich in Rom außerhalb einer Kirche gefunden habe:




    Andere Darstellungen vom Hl. Johannes v. Nepomuk habe ich in diesen Kirchen gefunden:


    Santa Maria dell’ Anima:




    San Lorenzo in Lucina:




    Lateranbasilika:




    Johannes - Fortsetzung folgt

    Streifzug durch Rom


    -erster Teil-


    Über Rom wurde hier ja schon viel berichtet.


    So hat Jofina hier


    Rom zu Fuß: Petersplatz, Engelsburg mit Brücke, Piazza del Popolo, Pincio, Spanische Treppe, Piazza Colonna etc.


    einen schönen Spaziergang durch Rom beschrieben, und Tom hat mehrere Berichte über Rom verfasst, unter anderem hier die komplette Beschreibung des Forum Romanum:


    ROM > Das Forum Romanum


    und über das Kolosseum:


    ROM > Das Kolloseum


    Aber wer selbst schon öfter in Rom war, wird feststellen: Mit Rom wird man nie fertig. Es gibt immer wieder neue Ansichten und etwas zu Entdecken.


    Wenn ich die Fotos der Romreisenden in meinem Bekanntenkreis mit meinen vergleiche, stelle ich fest, dass sich bei der Erstbegegnung natürlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gleichen, aber dann hat jeder einen eigenen Blick auf sein Rom. Das hat auch damit zu tun, wo man wohnt und welcher Radius sich bei einem relativ kurzen Aufenthalt erschließt.


    Ich war vier Tage mit meiner Frau, für die es Erstbegegnung mit Rom war, dort und unser Ausgangspunkt war Trastevere.


    Beginnen wir also mit einem Blick auf Trastevere:


    Untertags ist es ein ruhiger Stadtteil mit vielen verwinkelten, engen Gassen:





    Es gibt einen täglichen Markt mit den lokalen Spezialitäten:




    Pasta wird hier häufig noch frisch hergestellt:




    Neben Street-Art



    finden sich Mosaike der alten Kirchen, wie hier in der Sanctae Mariae trans Tiberim, der ältesten Marienkirche in Rom.




    Abends und in der Nacht verwandelt sich Trastevere (was so viel heißt wie jenseits des Tibers) in ein lebendiges Treiben:




    Dieser Stadtteil von Rom hat sich in den letzten Jahren zur flippigen Ausgehmeile entwickelt und die zunehmende Vereinnahmung durch Touristen ließen die Römer in andere Stadtteile weiterziehen. Vor vielen Restaurants sahen wir Menschenschlangen angestellt, die Wartezeiten für einen freien Platz zum Abendessen betrugen laut Auskunft eines Wartenden mehr als 30 Minuten. Etwas außerhalb des eigentlichen Zentrums von Trastevere ist es gleich ruhiger und wir fanden unser Stammlokal:



    Der Markt am Campo De‘ Fiori ist ja bekannt und mich haben die vielen unterschiedlichen Kaffeemaschinen interessiert:



    Zum Piazza Navona muss man natürlich beim Erstbesuch kommen, um die drei Brunnen und den berühmten Vierströmebrunnen von Bernini zu betrachten. Wer ist nun Donau, Nil, Ganges und Rio de la Plata?





    Der in der Mitte des Platzes stehende Obelisk ist einer von vielen, die man in der Antike nach Rom schiffte.



    Die Legende, dass der Nil-Gott seine Hand gegen die Kirche streckt, die von Berninis Rivalen Borromini gebaut wurde, wird gerne erzählt, jedoch war der Brunnen bereits fertig, als der Auftrag zum Bau der Kirche gegeben wurde.



    Johannes - Fortsetzung folgt

    Liebe Elke, lieber Waldi,


    nun, dass Waldi seine geliebte Sisi erkennt, war zu erwarten. Aber in Wien habe ich sie nicht gefunden. Eigentlich ist diese Darstellung ein Denkmalentwurf aus 1902, und richtig, da war Sisi schon tot.


    Johannes


    P.S. es handelt sich um kein Museum, sondern um eine Sammlung von etwa 2500 Bildern und 3500 Gegenständen, wie darunter eben auch diese Büste.

    Mariahilfberg, Gutenstein, Bezirk Wiener Neustadt- Land, Niederösterreich


    Die Gnadenstätte Mariahilf zu Gutenstein zählt zu den bedeutendsten Pilgerstätten in Niederösterreich.




    Die Brüder des Servitenordens führten penible Aufzeichnungen über erwiesene Gnade von den zahlreichen Pilgern und hielten diese in einem Mirakelbuch fest.


    Der Heilige Peregrin half bei allen Fußleiden:



    Zahlreiche Votivbilder zeugen von den Mirakeln, wie hier eine dramatische Szene, in der Seile, die ein Fass halten sollten, abgerissen sind, das Fass hinunterfiel und knapp vor einem Menschen liegen blieb, der aber nicht verletzt wurde.



    Gleich nach dem Eingang in die Kirche wird aber sogleich ebenso dramatisch auf das Fegefeuer hingewiesen:



    Auf der rechten Seite gibt es einen Nepokukaltar:



    Das Gemälde stammt von Sebastin Geringer aus dem Jahr 1768.



    Unten sieht man sehr klein den Brückensturz, oben schwebt Nepomuk auf einer Wolke und zahlreiche Engel sind schwer beschäftigt. Ganz oben hält einer den Sternenkranz mit den fünf Sternen.



    Zwei schleppen das Kreuz herbei, einer hält das Birett, ein anderer die Märtyrerpalme und ein weiterer die Bibel.


    Ein imposanter Anblick in einer imposanten Wallfahrtskirche!


    Johannes

    Gutenstein, Bezirk Wiener Neustadt- Land, Niederösterreich


    Von Mariazell kommend Richtung Wien liegt ein weiterer bedeutender Wallfahrtsort, Gutenstein.


    Hier fließt die Piesting (Kalter Gang) bei der Kirche vorbei



    Doch nicht diese Kirche ist der Pilgerort, zu dem kommen kommen wir später.


    Dennoch wollen wir den Hl. Nepomuk an dieser Stelle nicht unbeachtet lassen.



    An dieser Stelle am Fluss bei der Brücke ist er ja auch standesgemäß aufgestellt. Seit dem 18. Jahrhundert versieht er hier seinen Dienst, die Kapelle wurde 1904 gebaut, doch verweisen Inschriften auf einen barocken Vorgängerbau aus 1722.




    Johannes

    Hallo, wir waren nur einen Tag unterwegs und das nur von Annaberg aus, das sind etwa 20 km bergauf, bergab, aber für einen Ungeübten war es doch lange.


    Jedenfalls hat es mich dann doch gefreut, auch in der Mariazeller Basilika von einem Nepomuk begrüßt zu werden!


    Josef hat diesen hier in Gußwerk südlich von Mariazell beschrieben:


    (4) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 4


    Sehr zahlreich scheinen sie ja hier in der Gegend nicht zu sein!


    LG


    Johannes

    Mariazell, Steiermark, Österreich


    So sieht der Wallfahrer die Basilika von Mariazell das erste mal, wenn er endlich nach langem Fußmarsch auf der Via sacra hier ankommt:




    Die Basilika ist die beliebteste Wallfahrtskirche in Österreich



    Aufmerksam blickte ich mich um...



    und habe dieses Gemälde im rechten Seitenschiff entdeckt:



    Johannes, am Ziel seiner Pilgerreise

    Rom, Santa Maria dell‘ Anima


    Nachdem sich mit meinem iPAD unter den Licht- und Größenverhältnissen nicht so gute Bilder von diesem prächtigen Altar machen ließen, habe ich einen Besucher aus Bayern, der einen guten Fotoapparat mithatte, gefragt, ob er für mich Fotos machen kann. Er wird sie mir in einigen Tagen, wenn er wieder zuhause ist, schicken und dann darf ich die Bilder hier nochmals einstellen.

    Und hier die versprochenen Fotos in 1A Qualität. Die Fotos wurden wie zugesagt, verlässlich geschickt!






    Fotos Helmut H., mit freundlicher Genehmigung


    Ich bedanke mich , jetzt kann man jedes Detail wahrnehmen.


    Johannes