Beiträge von Johannes56

    Mittelberg, Gemeinde Langenlois, Bezirk Krems-Land, Waldviertel, Niederösterreich


    Bei der Kirche von Mittelberg steht auf dem Dorfbrunnen dieser Nepomuk:



    Er schaut ein wenig traurig, weil er noch keinen Blumenschmuck bekommen hat.




    Aber er kann warten, das ist er ja schon seit vielen Jahren gewohnt...



    Johannes

    Kottes, Bezirk Zwettl, Waldviertel, Niederösterreich


    Vor der Kirche in Kottes befindet sich ein Bildstock.



    Auf dem Schriftzug oben auf der kleinen Kapelle ist der heilige Sebastian genannt.




    Doch innen steht eindeutig der hl. Nepomuk. Der vorbeikommende Pfarrer erklärte mir, dass hier früher eine Statue des hl. Sebastian stand. Diese war aber so verfallen, dass sie entfernt werden musste. Ersatzweise nahm man dann diesen Nepomuk, der ursprünglich in der Kirche stand.


    Um den hl. Nepomuk, der hinter Glas geschützt steht, besser fotografieren zu können, holte der Pfarrer sogar freundlicherweise den Schlüssel und sperrte mir die Türe auf.





    Johannes

    Mühldorf, Bezirk Krems-Land, Niederösterreich


    Mühldorf liegt am Übergang von der Wachau ins Waldviertel in einem Talkessel, der aus drei zusammenfließenden Bächen geformt wurde.


    Ein Biotop für einen Nepomuk!


    Schon von Weitem kann man auf den Kalvarienberg blicken:



    Am Fuße des Kalvarienberges steht diese Kapelle:



    In der Kapelle befindet sich, wie bereits erwartet, eine Figur des hl. Nepomuk:





    Ein Putto mit Schweigegestus passt auf das Birett des hl. Nepomuk auf, welches auf der Bibel liegt.





    Mit diesen Bildern wünsche ich FROHE OSTERN!


    Johannes

    Joseph Götsch kannte die Nepomukgeschichte sicherlich ganz genau. Das Gnadenbild der Maria spielt ja im Leben von Johannes Nepomuk eine zentrale Rolle. Viele Darstellungen zeigen ihn als Pilger mit einem Pilgerstock auf dem Weg nach Altbunzlau.


    Auch in Altbunzlau gibt es ein berühmtes Gnadenbild.


    Somit ist es eine Szene aus dem Leben des Johannes v. Nepomuk, als er noch nicht gefoltert und getötet wurde, also gibt es hier auch keinen Sternenkranz, Zunge oder Ähnliches.


    Nepomuk als Priester. Manchmal wird er ja auch als Priester Almosen spendend ähnlich gezeigt.


    Er verweist auf das Gnadenbild wohl mit Bezug auf Altbunzlau.


    Die Kirche im Hintergrund könnte die Mariä Himmelfahrt Kirche von Brannenburg zeigen, die Form erinnert stark daran, nur der Turm ist unterschiedlich, aber vielleicht wurde der Turm später zu dem heutigen Spitzturm umgebaut.


    Johannes


    Ergänzung:


    Die Kirche links am Bild hat, so vermute ich, irgendeinen Bezug zur Wallfahrt. Man sieht eine Kirche mit zwei Zwiebeltürmen auf einem Felsen bei einem Fluss.


    Ich habe diese Beschreibung zum Marienbild in Schwarzlack gefunden:


    https://books.google.at/books?…chwarzlack%20altar&f=true


    Vielleicht handelt es sich um eine Ansicht der Wallfahrtskirche Gartlberg in Pfarrkirchen, welche eventuell am Pilgerweg lag?


    fragt sich Johannes

    Liebe Elke,


    das ist eindeutig Johannes v. Nepomuk! Aber auf welche Kirche am Berg zeigt er hier?


    Jedenfalls ein schön gelegenes Juwel!


    @ Jürgen: Nepomuks findet man auf unterschiedlichste Weise.


    So, wie es Elke hier beschreibt, ich lese etwas darüber und fahre dann auf einem Ausflug dorthin.


    Oder ich fahre bei einer Reise statt Autobahn über Land und sehe mich einfach um. Da ist es wie mit dem Schwammerlsuchen. Man kennt die Schwammerlgebiete: Waldviertel, Weinviertel, Mostviertel. Orte, die an Flussläufen liegen. Bei und in Kirchen, insbesondere Wallfahrtskirchen und barocken Kirchen.


    An Flussläufen in Niederösterreich ist es etwa relativ leicht, zahlreiche Nepomuks zu finden, wie auf meiner Reise durch das Kamptal:


    (6) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 6


    Natürlich gibt es auch diverse Listen am Internet, wenn ich in einem verdächtigen Ort bin, sehe ich mir z.B. die Liste der denkmalgeschützen Objekte in diesem Ort an, oft ist dann ein Nepomuk dabei. Es gibt auch Listen von Nepomuk Darstellungen, insbesondere in Wien und Niederösterreich, die sind aber nicht vollständig und nicht immer mit Bildnachweis. Es gibt Listen über Marterln, Zeitungsartikel, Kirchenbeschreibungen. Ich recherchiere viel und lese viel, wenn ich unterwegs bin. Und ich halte die Augen auf, sehe einen Nepomuk oft schon von Weitem.


    Ich schaue in jede offene Kirche, wenn ich Zeit habe. Ich frage in der ansässigen Bevölkerung. Ich lasse mir Kirchen öffnen.


    Manchmal finde ich einen völlig unerwartet und bislang noch nirgends beschrieben, wie den in Palting:


    (5) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 5


    Bislang habe ich nichts über ihn gefunden und selbst der Bürgermeister, den ich anschrieb, wußte nichts darüber.


    Naja, und inzwischen gibt es auch Freunde und Verwandte, die Ausschau halten und mir ihre Fotos schicken (die sind dann hier immer mit deren Vornamen und Anfangsbuchstaben des Familiennamens gekennzeichnet)


    Aber ich behaupte einmal, es gibt am ganzen Internet keine so zusammenhängende, umfangreiche Beschreibung von Nepomukdarstellungen mit einem einheitlichen Verzeichnis nach Ländern und Orten wie hier auf diesem Forum.


    Johannes

    Pernersdorf, Bezirk Hollabrunn, Weinviertel, Niederösterreich


    Meine Nepomuk- Außenstelle berichtet über diesen Nepomuk der Jahrhundertwende, der an der Brücke über die Pulkau in Pernersdorf steht. Errichtet wurde die Statue 1866.


    Eine, wie ich finde, sehr schöne Skulptur, die auf weiter Flur gut sichtbar ist.





    Fotos: Gottfried P.


    Johannes

    ....um mich nicht misszuverstehen: das ist alles mit Augenzwinkern (wenn ich nur wüßte, wie ich diese Smilies hier verwenden kann). Viral wird es nicht, wie ich meinen Kollegen kenne, ist das eher ein Einmaleffekt, aber er hat mir tatsächlich versprochen, die Beichtszene vom Sockel aus Zellerndorf nachzuliefern, ist Zellernorf doch seine Wohngemeinde.


    Bislang ist ihm diese Statue noch nicht aufgefallen und ist einmal so, wenn man aufmerksam gemacht wurde darauf, sieht man sie dann überall.


    Meine gesamte Familie liefert Nepomuks ab, wie diesen hier in


    Going am Wilden Kaiser, Bezirk Kitzbühel, Tirol:


    Meine Schwägerin schickte diese Ansicht von einem hölzernen Nepomuk in der Dorfstraße in Going:


    Foto: Gertrude W.


    LG


    Johannes

    Schöngrabern, Ortschaft in der Marktgemeinde Grabern, Bezirk Hollabrunn


    Und schließlich gibt es noch ein Foto von der Statue in Schöngrabern, die bei der Brücke über den Schöngrabnerbach steht und mit 1768 datiert ist.


    Foto: Gottfried P.


    Ich finde, für den Anfang sind fünf Nepomuks bei einem Tagesausflug ein ganz guter Start, und nachdem der Kollege ein Mitarbeiter von mir ist und Mitarbeiter immer gelobt und angespornt werden müssen, bedankte ich mich, lobte ihn und meinte schließlich, dass hier noch Luft nach oben ist....


    Das Weinviertel birgt noch so viele Darstellungen des hl. Nepomuk, und wenn man sie erst einmal am Radar hat, sieht man sie sowieso überall!


    Johannes

    Zellerndorf, Bezirk Hollabrunn, Weinviertel, Niederösterreich


    In Zellerndorf hat mein Kollege diesen Nepomuk gefunden:



    Fotos: Gottfried P.


    Leider hat er die beschriebene Beichtszene auf dem Sockel nicht fotografiert, also werde ich ihn nochmals hinschicken müssen, um aus ihm einen echten Nepomuk-Dokumentations-Mitarbeiter zu machen.


    Einschulung: Osterstrauch wegstellen, Sockel fotografieren, Osterstrauch wieder hinstellen. So schwierig ist das auch wieder nicht....


    Johannes

    Stockerau, Bezirk Korneuburg, Weinviertel, Niederösterreich


    Als ich in Warschau war, habe ich einem Kollegen, der bei mir im Taxi saß und über meine Leidenschaft für Nepomuks verwundert war, meinen Bezug zum hl. Nepomuk erzählt.


    Am darauffolgenden Wochenende unternahm er eine Wanderung in der Nähe seines Wohnortes und lieferte mir fünf Fotos mit Darstellungen des hl. Nepomuks ab, die ich folgend mit seiner Genehmigung hier vorstellen darf.


    Erst einmal Stockerau. Dort war ich schon, wurde aber nur mit einer kleinen Kapelle fündig. Mein Kollege fand diesen hier an der Adresse In der Au bei einem Haus. Die Statue stammt aus 1764:


    Foto: Gottfried P.


    Johannes

    Hallo,


    Nein, die spitzen Hauben der Büßer haben gar nichts mit den Rechtsradikalen zu tun. Die Hauben haben lange Tradition, um als Büßer anonym zu bleiben.


    Das Gedränge ist normalerweise auch gar nichts für mich, aber es war so faszinierend und doch sehr diszipliniert, dass ich meine Angst überwinden konnte.


    Ich fragte mich auch, wo die vielen Sesseln sonst gelagert werden, die Straßenzüge sind voll damit.






    Johannes