Beiträge von Johannes56

    Eibesbrunn, Katastralgemeinde von Großebersdorf, Bezirk Mistelbach, Weinviertel


    Dieser Nepomuk steht vor dem Haus Eibesbrunn Hauptstraße 14 auf einem privaten Grundstück. Er stammt aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts und die Eigentümer haben ihn aufwändig restaurieren lassen.




    Derzeit trägt er noch die Weihnachtsbeleuchtung.




    Johannes

    Wolkersdorf im Weinviertel


    Josef hat hier bereits zwei Nepomuks beschrieben:


    (4) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 4


    Einen auf der Dreifaltigkeitssäule




    und einen beim Kirchenaufgang unter den sechs Heiligen




    Heute habe ich in Wolkersdorf im Weinviertel noch einen dritten Nepomuk auf dem Julius-Bittner-Platz bei der Brücke über den Rußbach gesehen. Er wendet seinen Blick von Richtung Wien ab und schaut lieber Richtung Weinstraße Weinviertel:







    Johannes

    Hallo!


    Der Schneepomuk (was für ein schönes Wortspiel) ist hier laut Liste von Waldi neu und ein schönes Brückenbeispiel neben dem in Kaufering an der Lechbrücke, den ebenfalls Jürgen hier beschrieben hat:


    (5) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 5


    Der in der Kirche von Kaufering wurde von nyra als der, den es in der Nase juckt beschrieben


    (4) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 4


    Danke jedenfalls für jeden weiteren Nepomuk,


    LG


    Johannes

    Ja, ich war auch schon oft in Bratislava und habe diese Blaue Kirche noch nie gesehen, geschweige denn besichtigt. Das habe ich waldi zu verdanken und es ist wie ein Krimi, den es zu lösen gilt.


    Heute habe ich die Bestätigung des Vikars von der Kirche erhalten, dass das Datum auf Wikipedia und allen anderen Quellen, die davon abgeschrieben haben definitv falsch ist. Einer schreibt vom anderen ab und alle glauben es. Ist wie mit dem Eisen im Spinat.


    Die Bauzeit war 1909 bis 1913. Und am 4.11.1909 gab Kaiser Franz Josef den Auftrag für das Relief, welches am 12. Juni 1912 in der Kirche angebracht wurde.


    Das Relief hat eine besondere Ausstrahlung und bereits beim Betrachten eines Fotos und der Vorstellung des ursprünglichen Standortes bekommt man eine Gänsehaut, wie ich finde.....


    Waldi hat ein aktuelles Foto, für welches der Herr Vikar eine Erlaubnis zur Publikation erteilt hat, aber die Vorstellung des Reliefs möchte ich gerne Waldi überlassen.


    Johannes

    Kostel svaté Alžběty


    Die römisch-katholische Kirche der. heiligen Elisabeth in Bratislava.


    Wegen der Verkleidung mit blauen Ziegeln, einem Majolika Mosaik, wird sie auch „Blaue Kirche“ genannt. Sie ist der Heiligen Elisabeth von Ungarn geweiht.


    Der Stil ist die Budapester Secession, eine besondere Form des Jugendstils.




    1907 wurde das Geburtsjahr der Hl. Elisabeth (geb. 1207), der Tochter des ungarischen Königs Andreas II, gefeiert. Aus diesem Anlass wollte man eine Kirche erbauen.


    Erbaut wurde sie vom Architekten Ödön (Eduard) Lechner mit der Firma Pittel und Brausewetter 1909-1913, das Baumaterial ist Beton. Wikipedia gibt hier gegenüber dem offiziellen Kirchenführer eine andere Erbauungszeit 1907 - 1908 an. Aber laut Kirchenführer genehmigte Kaiser Franz Josef I erst 1909 den Bau. Er beauftragte auch sogleich den Bildhauer Alojs Rigele, ein Relief der Königin Elisabeth (Sissi) aus Marmor anzufertigen.


    Die unterschiedlichen Zeitangaben der Erbauung dieser Kirche fielen mir erst auf, als ich den Kirchenführer studierte, im Internet steht oft 1908. Aber auch auf der offiziellen Seite Bratislava steht das Fertigstellungsdatum 1913.


    https://www.visitbratislava.com/de/setzt/blaue-kirche/


    Ebenso steht das Datum der Erbauung 1909 bis 1913 auf der Homepage der Kirche:


    https://modrykostol.fara.sk/info/about-the-church-deutsch/


    Welche Jahreszahlen nun richtig sind, kann ich nicht beurteilen.


    In einem damals neu entstehenden Stadtteil wurde jedenfalls unter dem Architekten Ödön Lechner ein königlich katholisches Gymnasium erbaut, welches auch eine Kapelle haben sollte.


    Da aber die Kapelle auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollte, wurde die ursprünglich kleiner geplante Kapelle innerhalb des Schulhofes in Form der heutigen Kirche neben dem Gymnasium realisiert.




    Das Eingangstor des Gymnasiums ist im gleichen Stil wie das der Kirche gebaut.




    Rechts beim Haupteingang in der Kirche ist ein kleines Relief aus Carrara Marmor angebracht, es stellt den Grafen Peter Szäpäry dar.




    Er war ein Sohn der Gräfin Gabrielle Maria Szäpäry, die größte Wohltäterin der Kirche. Er verstarb jung und aus seinem Nachlass wurde eine Orgel angekauft.


    Die Kirche hat nicht nur von außen einen besonderen Reiz, auch innen setzt sich konsequent der Stil in allen Elementen, Bänke, Kerzenhalter, Türen, weiter.











    Auf der linken Seite, wo derzeit eine Krippe steht und dahinter ein Vorhang aufgehängt ist, befindet sich ein Altar mit einer Nische, in der ein Relief der Hl. Theresia aus Lisieux angebracht ist. Dieses Relief stammt auch von Alois Rigele, welcher das Relief der Königin Elisabeth (von Ungarn) geschaffen hat.




    Und genau um dieses Relief der Königin Elisabeth von Ungarn geht es. Denn es stand ursprünglich an der Stelle, wo heute das Relief der Hl. Theresia aus Lisieux steht. Elisabeth kniet betend mit dem Blick auf das Altarbild der Hl. Elisabeth.




    Waldi hat es hier beschrieben:


    aus Ungarn kurz berichtet 2017


    In den Kriegswirren des Ersten Weltkrieges nach dem Trianon Vertrag und der Gründung der Tschechoslowakei hatte man Angst um das Relief. Eigentlich war es Angst vor der eigenen Bevölkerung, wie mir der Vikar bei einem Besuch erklärte, aus gewissem Ressentiment gegen Ungarn und damit auch gegen Sissy, das Relief zu zerstören.


    Es wurde damals im Pfarrhaus untergebracht und befindet sich dort unter Verschluss.


    Versuche, eine Genehmigung für eine Besichtigung zu erhalten scheiterten bislang, auch in meiner Mission für Waldi, als ich beim Herrn Vikar persönlich vorsprach.


    Aber es gibt Hoffnung, denn auch der Vikar schien meinem Gedanken, das Relief eines Tages wieder an seinem ursprünglichen Ort anzubringen, zumindest nicht abgeneigt.


    Wir, das heißt Waldi und ich, bleiben jedenfalls dran, dass dieser verborgene Schatz eines Tages wieder der Öffentlichkeit gezeigt wird oder dass wir das Relief zumindest besichtigen dürfen.


    Die Kirche ist jedenfalls auch ohne Sissi sehenswert, die Öffnungszeit außerhalb von Messen ist nur von 17:30 bis 18:00.


    Johannes

    Meine Eltern haben einmal einen meiner Brüder vergessen. Kein Wunder, bei drei wuselnden, kleinen, schlimmen Buben damals. Wir fuhren jedes Jahr auf Sommerfrische nahe Wien und mein Onkel brachte uns mit seinem Auto dorthin. Der Weg führte über die Höhenstraße nördlich von Wien. Und nach dem Urlaub eben wieder retour über die Höhenstraße.


    Es passierte auf der Rückreise. Alle sieben Sachen eingepackt, immer abwechselnd schrie einer, er müsse noch aufs Klo, der Vater war schon nervös, der Onkel wartete....


    Es fiel erst in der dritten Kurve auf der Höhenstraße auf. Das war die Kurve, bei der meinem Bruder immer schlecht wurde und er kotzen musste. Meine Mutter sagte noch: nanu? Warum kotzt er diesmal nicht? Erst dann fiel auf, er kotze nicht, weil er gar nicht da war....


    Im Urlaubsquartier spielte er noch friedlich mit der Vermieterin, die sich seiner angenommen hatte, die Höhenstraße blieb ihm dann nicht erspart. Seitdem war immer ein Speibckerl, dann auch für unsere Kinder mit dabei.


    Johannes

    Habt Ihr im Winter eine warme Decke im Auto?

    Ja, schon alleine wegen des Kettenanlegens. In zwei Wochen fahren wir wieder einmal auf die Tauplitz, da gibt es bereits 4 Meter Schnee, ohne Ketten geht da gar nichts mehr. Für mich jedesmal ein Rätsel, wie ich die drauf bekomme, aber irgendwie habe ich es dann doch immer geschafft.


    Johannes

    Malinovo, Slowakei


    Nahe Bratislava liegt der Ort Malinovo, zu deutsch Eberhard, bis 1927 Eberhardt. Bei der Kaplnka sv. Juraja steht am angeschlossenen Friedhofsgelände diese Nepomukstatue hinter Glas.




    Der Hl. Johannes von Nepomuk samt seinem Begleit war wegen der Spiegelungen nicht leicht zu fotografieren, aber wie immer gelang es dann doch mit ein paar Turnübungen.











    Johannes

    Prellenkirchen, Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich


    Ich meide ja, wenn es die Zeit erlaubt, soweit es geht, Autobahnen auf meinen Reisen. Heute auf meinem Weg nach Bratislava bin ich also auch durch die Botanik gefahren, bin wo falsch abgebogen und landete in dem mir völlig unbekannten Prellenkirchen.


    Gleich gegenüber der Kirche habe ich dann diese Nepomukkapelle entdeckt:








    Johannes

    Hallo,


    manchmal braucht man einfach ein bisschen Glück. Viele Kirchen sind ja geschlossen und die Pfarrkanzleien sind auch nur zu bestimmten Zeiten geöffnet.


    In diesem Fall las ich über die Fresken in Heiligeneich, welches ja nicht allzuweit von meinem Heimatort Klosterneuburg entfernt liegt, aber dennoch ein Stück zu fahren ist. Also rief ich vorher beim Pfarrer an, dessen Telefonnummer ich am Internet gefunden hatte. Er war auch erreichbar und meinte, seine Kirche sei immer offen.


    Als ich dann dort war, war sie verschlossen. Also, nochmals anrufen. Er bedauerte und sagte mir, dass er erst in einer Stunde in Heiligeneich sein könne, gab mir aber den Hinweis, dass ich mich doch davor in Michelhausen und in Kirchberg am Wagram umsehen solle.


    Michelhausen ist ja gleich die Nachbargemeinde und die Kirche war auch geöffnet. Nach Kirchberg am Wagram war es dann doch ein etwas weiterer Weg und als ich hinkam, war es schon recht dunkel. Die Kirche war zwar geöffnet, aber viel zu finster, um zu fotografieren. Mein kleiner Scheinwerfer, den ich immer mitführe, konnte den großen Nepomukaltar auch nicht ausleuchten. Also sah ich mich um und läutete beim Pfarrhaus. Niemand da. Aber ein Fenster war beleuchtet. Ich konnte hineinsehen und sah einen jungen Mann an einem Schreibtisch. Also klopfte ich an, er zögerte, musste ich doch als finstere Gestalt aussehen, öffnete mir dann aber dennoch.


    Es stellte sich heraus, dass er der Pastoralassistent ist und er führte mich bereitwillig in die Kirche und drehte alle verfügbaren Lichter nacheinander auf. Ich stand erst im Finstern und nach und nach leuchtete der Altar, die Kanzel und die Nepokkanzel in gleißendem Gold auf. Welche Inszinierung!


    Da steht man dann eine Weile und staunt nur.


    Die Zunge in der Monstranz, die Elke richtig erkannt hat, war dem Pastoralassistenten noch nie aufgefallen, da muss man ja erst den Blick dafür entwickeln.


    Ich bin gespannt auf Neukirchen am Simsee, dort gibt es laut Erzählung von Pfarrrer Richard Jindra auch einen gemalten Zyklus. Ich habe keine Bilder am Internet davon gefunden, wenn Elke sie hier bei uns publizieren kann, wäre das wunderbar!


    Johannes