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A1187 WIEN> Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche (Franz von Assisi-Kirche/ Mexikokirche)

    • A_
  • Johannes56
  • 27. Juni 2021 um 10:56
  • Unerledigt
  • Johannes56
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    • 28. Juni 2021 um 15:33
    • #11
    Zitat von Michael

    steht die Kirche in der Leopoldstadt?

    Ja, Michael, du hast die Lösung, gratuliere!

    Zitat von waldi

    Aaaach!

    Da hätte ich früher drauf kommen können!

    Ja, Waldi, das war eigentlich aufgelegt, gratuliere!

    Zitat von waldi

    Warst Du in der Kapelle?

    sie war geschlossen, aber ich verschaffte mir Zugang und Beleuchtung. Fotos folgen!

    Johannes

  • waldi
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    • 28. Juni 2021 um 15:36
    • #12
    Zitat von Johannes56

    aber ich verschaffte mir Zugang und Beleuchtung. Fotos folgen!

    Das wäre super!!!

    Diese Kapelle ist echt ein Juwel und verdient es gezeigzt zu werden.

    Viel Erfolg, lieber Johannes!


    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Johannes56
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    • 28. Juni 2021 um 17:32
    • #13

    Kaiser Franz Joseph hatte im Juli 1898 einen Wettbewerb zur Errichtung einer neuen Kirche am Ufer der Donau ausgeschrieben. Einsendeschluss war am 28. Dezember 1898, doch am 10. September 1898 wurde Kaiserin Elisabeth ermordet und die Pläne wurden um eine Gedächtniskapelle erweitert.

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Die Spenden für den Kirchenbau waren endend wollend, doch die getrennten Spenden für die Gedächtniskapelle sprudelten reichlich, sodass der ursprüngliche Plan von einer Ausstattung mit Fresken zugunsten einer Gestaltung mit kostspieligen goldenen Mosaiken gewählt wurde.

    Die Kirche ist ein wenig spektakulärer Monumentalbau, dessen Grundstein am 10. Juni 1900 gelegt wurde.

    Kaiser Franz Joseph Gedächtniskirche

    Kaiser Franz Joseph Gedächtniskirche

    Dennoch wirkt sie von innen, so finde ich, proportionierter als von außen. Links vorne kommt man zur Gedächtniskapelle, die auch ich verschlossen vorfand, doch der zufällig anwesende Pfarrer sperrte mir auf und schaltete das Licht ein.

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Welche Pracht bietet sich hier dar!

    Der Blick zur Kaiserempore:

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Und hinauf zur Decke:

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Auch die Kirchenbänke sind kunstvoll gestaltet:

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Die Kapelle ist der Namenspatronin der ermordeten Kaiserin gewidmet, der hl. Elisabeth. Auf der Inschrift ist zu lesen:

    „Die hl. Elisabeth - der Kaiserin und Königin Elisabeth in frommem Gedenken“

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Zwei Marmorengeln säumen den Altar, der dem Herzen Jesu geweiht ist, Christus thront zentral über dem Altar.

    Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche

    Kaiser Franz Joseph Gedächtniskirche

    Kaiser Franz Joseph Gedächtniskirche

    Die Gestaltung erinnert an byzantinisch-frühchristliche Architektur. Die Mosaike entwarf Carl Ederer, der bei Studienaufenthalten in Italien frühchristliche Mosaike studierte.

    Kaiser Franz Joseph Gedächtniskirche

    Kaiser Franz Joseph Gedächtniskirche

    Irgendwie war ich erschlagen von der Pracht, sodass ich mir gar nicht alle Details genau ansehen konnte. Es empfiehlt sich, den Führer, der in der Kirche erhältlich ist, genau zu studieren und danach nochmals zu kommen, um alle Details, die man beim ersten Besuch gar nicht wahrnimmt, gezielter zu betrachten.

    Ich hoffe dennoch, dass ich einen Eindruck von diesem sehenswerten Ort liefern konnte und bedanke mich bei den erfolgreichen Rätsellösern für das Mitmachen.

    Johannes

  • Susanne - ehem. Mitglied
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    • 28. Juni 2021 um 18:22
    • #14

    Danke, Johannes, für die wunderbaren Bilder dieser Kirche, die ich von Kindheit an von außen kenne.

    Sie war für mich immer die Kirche bei der Reichsbrücke.

    Bei Deinem gestrigen Rätsel habe ich an sie gedacht. Aber ich hatte in Erinnerung, Du und Waldi hättet Euch schon hier im Forum darüber unterhalten und glaubte, Du seist auch schon dort gewesen!!

    Aber sehr beeindruckendes Ensemble! f

    Fast mehr Schloss - oder eben Byzanthinisches, wie Du schreibst, als katholische Kirche...

    Lieben Gruß!

    Susanne

  • Gast001
    Gast
    • 28. Juni 2021 um 22:01
    • #15

    Als Zuschauerin habe ich dieses Rätsel verfolgt .

    Ein Rätsel für Spezialisten und Kenner mit interessantem Ergebnis. Respekt!

    Danke, @Johannes, dass Du dem "Ergebnis" wieder so auf den Grund gegangen bist und uns vor allem die Bilder der reichen, eindrucksvollen Gedächtniskapelle gezeigt hast,

    Viele Grüße,

    Elke

  • Gast001 30. Juni 2021 um 08:55

    Hat den Titel des Themas von „Drei Kronen“ zu „A1187 WIEN> Kaiser Franz Joseph Jubiläums Kirche (Franz von Assisi-Kirche/ Mexikokirche)“ geändert.
  • waldi
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    • 1. Juli 2021 um 18:30
    • #16

    Er kommt spät, aber er kommt!

    Nämlich mein Kommentar zur Kaiserin Elisabeth-Kapelle in der Franz von Assisi-Kirche in Wien.

    Nach meinen Nachforschungen in alten Zeitungen war die Geschichte zum Bau der Kapelle wie folgt.

    Am 2. Dezember 1848 löste Kaiser Franz Joseph I. seinen Vorgänger Ferdinand I. (der Gütige) im Amt des Kaisers von Österreich ab.

    1898 war das 50. Jahr seiner Regierung und sollte entsprechend gefeiert werden.

    Die Anregung zum Bau einer Pfarr- und Garnisonskirche in der Donaustadt als Kaiserjubiläumskirche von Stadtrat Latschka 1896 wurde aufgegriffen und am Beginn des Jubiläumsjahres 1898 bildete sich ein Kirchenbaukomitee und im März rief man zu Spenden für die Kirche auf.

    Im August 1898 wurde vom Baukomitee ein Gelände am Erzherzog Carl-Platz, nahe der Kronprinz Rudolf-Brücke, in Aussicht genommen und ein Wettbewerb unter den Architekten für den Kirchenbau ausgeschrieben.

    Der Mord an Kaiserin Elisabeth am 10. September 1898 machte alle Planungen der Festlichkeiten zunichte.

    Das österreichische "Rotes Kreuz" verlor damit seine oberste Schutzfrau.

    Am 20. September wurde ein Schreiben des stellvetretenden Protectors des roten Kreuzes, Erzherzog Ludwig Victor, an das rote Kreuz veröffentlicht.

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    Einen Tag später konnte man den Vorschlag zum Bau einer Gedächtniskapelle als Zubau zur Kaiserjubiläumskirche in der Wiener Zeitung lesen.

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    Im Oktober 1898 wurde die Ausschreibung um die Kaiserin Elisabeth-Gedächtniskapelle erweitert. Einreichungstermin: 28. Februar 1899.

    Schon am Ende des Todesjahres belief sich der Spendenstand für die Kapelle auf 288 040 Kronen!

    Am 23. März 1899 gab die Jury für die Konkurrenz zur Erbauung einer Kaiser Franz Joseph-Jubiläumskirche ihre Entscheidung aus 48 Einreichungen bekannt:

    Der erste Preis geht an das Projekt "PAX" mit der Nummer 23 von Professor Victor Luntz!

    Die Projekte waren im österreichischen Museum für Kunst und Industrie zur allgemeinen Ansicht ausgestellt.

    Die Grundsteinlegung zur Kaiserjubiläumskirche erfolgte in feierlichem Rahmen und mit zahlreichem Publikum am 10. Juni 1900 durch die drei obligatorischen Hammerschläge von Kaiser Franz Joseph.

    Bis zum 17. Dezember 1902 hatte sich das Spendenkapital auf 348 348 Kronen erhöht und man begann mit dem Bau der Kapelle.

    Am 10. Juni 1908 wurde die Kaiserin Elisabeth-Gedenkkapelle eingeweiht.

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    Die Pläne für die Kirche und die Kapelle hatte Professor Victor Luntz ausgearbeitet. Nach dessen Tod übernahm Baurat August Kirstein im Oktober 1903 die Ausführung des Baues.

    Das Anwachsen des Baufonds ermöglichte es, die Kapelle statt mit Freskogemälden mit Mosaikbildern auszuschmücken und die Wandverkleidungen statt in Stukko in Marmor auszuführen. Die Kapelle in romanischem Stil ähnelt dem Baptisterium der Kathedrale von Ravenna.

    Die Glasmosaiken wurden nach den Entwürfen des Wiener Malers Karl Ederer in den Werkstätten der "Tiroler Glasmalerei und Mosaikanstalt" in guter alter Venezianer Technik hergestellt.

    Der gelbliche und rötliche Marmor stammt aus Istrien.

    Der Altar wurde aus Salzburger Marmor gearbeitet.

    Die Christusfigur wurde von Bildhauer Franz Seifert aus Kalkstein geformt und rötlich bemalt.

    Die Steinmetzarbeiten wurden vom k. u. k. Hofsteinmetzmeister Eduard Hauser ausgeführt.

    Der große Luster in der Mitte, der die Kaiserkrone darstellen soll, und die sieben kleinen Luster für die Emporien sind in vergoldeter Bronze ausgeführt und mit Glassteinen besetzt. Sie wurden von der k. u. k. Hofbronzewarenfabrik Dziedzinski und Hanusch in Wien hergestellt und waren damals schon elektrisch beleuchtet.

    Die Holzbänke mit dem Delphinmotiv an den Wangen wurden vom k. u. k. Hofzimmermeister Ludwig Biber geschaffen. Der Delphin stellt die Verbindung zu Kaiserin Elisabeths Liebe zum Meer her und findet sich auch auf Geschirr und Bestecken aus dem Achilleion wieder.

    Der wetterfeste Stein der Wände stammt aus dem Leithagebirge und aus Chrzanów das damals noch zu Galizien gehörte (heute polnisch).

    Das Tor zur Kapelle wird von einem Bronzegitter verschlossen das in seinem Giebelfeld das Wappen des roten Kreuzes trägt. Auf dessen Rückseite ist eine Inschrift aufgeprägt:

    [mark]"Dem unvergänglichen Andenken Ihrer innigst geliebten Ersten Protektorin, Kaiserin Elisabeth, haben Mitglieder der Österreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuze diese Kapelle gewidmet."[/mark]

    Kaiser Franz Joseph I. besichtigte die Kaiserin Elisabeth-Kapelle erstmals bei der Einweihung der noch nicht ganz fertigen Jubiläumskirche am 2. November 1913. Er zeichnete die Bildhauer Franz Seifert (Christusfigur) und Theodor Charlemont, der das Relief an der nördlichen Außenwand der Kapelle geschaffen hat, mit einer Belobigung aus.

    Das Relief an der Außenwand zeigt die kniende Kaiserin Elisabeth die von der Heiligen Elisabeth von Thüringen eine Rose gereicht bekommt.

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    Links sehen wir den österreichischen Adler und rechts die Rauten der Wittelsbacher.

    Ich bedanke mich herzlich bei Dir, Johannes, für die schönen Bilder aus der Kaiserin Elisabeth-Kapelle.

    Es hat mich sehr gefreut, dass Du Dein Versprechen wahr gemacht hast!


    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Johannes56
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    • 1. Juli 2021 um 21:57
    • #17

    Danke für diese großartige Beschreibung und Dokumentation! Besser geht nicht. Da habe ich doch ein paar Details übersehen, es gibt so viel zu schauen.

    Die Ausschreibung des Kirchenbaus war ja ob der sehr konservativen Jury ziemlich umstritten, Otto Wagner nahm erst gar nicht teil. Und irgendwie ist es verständlich, dass die Spenden für die Gedächtniskapelle deutlich mehr sprudelten, als für die Kirche selbst.

    Mit Waldi als Reiseführer möchte ich einmal durch Wien gehen und meine Stadt besser kennenlernen!

    Johannes

  • waldi
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    • 1. Juli 2021 um 22:14
    • #18
    Zitat von Johannes56

    Mit Waldi als Reiseführer möchte ich einmal durch Wien gehen und meine Stadt besser kennenlernen!

    Da wirst Du wenig Freude haben, Johannes! Das passt andersherum bestimmt besser!

    Ich hab das leider nicht alles im Kopf, aber schau halt nach wo was steht.

    Und ANNO ist da für mich eine unschätzbare Quelle! Da ist A vorbildlich!

    In D tut man sich erheblich schwerer mit einer solchen Bibliothek.

    Da hockt jeder kleine Verlag auf seinen Schätzen und lässt sie lieber verschimmeln als sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

    Aber es wächst etwas.


    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

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