Stadt, Land, Fluss - reisen im Thüringer Schiefergebirge

  • Die Chance und das Motto des heurigen Sommers könnte lauten: wir zeigen einander schöne Eindrücke aus unserer Heimat. Ich bin auch bald wieder mit dabei!

    Susanne, da stimme ich dir zu. Es gibt so viele schöne Ziele, gleich um die Ecke. Jetzt ist die Situation, diese zu erkunden.

    Udo , wir habe auch großen Gefallen an der Gegend gefunden. Es gibt da diesen Rundwanderweg um den Hohenwarte-Stausee, ca. 75 km lang. Bestimmt ein lohnenswertes Ziel für eine Mehrtages-Wanderung. Mal sehen....

    Viele Grüße Evelin

  • Ich stelle euch das "Land der 1000 Teiche" vor.

    Wenn ich Deine Bilder sehe, frage ich mich, warum ich noch nie davon gehört habe !:oops:

    Man kann dort wunderbar wandern, Fahrrad fahren, Vogelvieh beobachten, oder sich einfach an der schönen, jetzt wieder intakten, Natur erfreuen.

    "Jetzt wieder..." : in Wikipedia habe ich gelesen, was früher war:x...s. Deinen Link in #18


    ich genieße es, mit Euch diese Gegend zu erkunden und etwas darüber zu erfahren,

    Wäre von uns aus gesehen eigentlich auch gar nicht so weit .


    Danke!


    Liebe Grüße,

    Elke

  • frage ich mich, warum ich noch nie davon gehört habe !:oops:

    Elke, ich bin durch eine Fernsehsendung auf die Gegend aufmerksam geworden, ist aber schon ein bisschen her, aber ich habe eine "to do" Liste....


    Gestern kam im ZDF der 2. Teil von "Wachgeküsst" Urlaub im eigenen Land, da war auch wieder allerhand für uns dabei. Kann man noch in der Mediathek anschauen.


    Jetzt mein letzter Teil zum Thüringer Schiefergebirge, ich würde ihn mit der Überschrift versehen:


    Nach der Natur auch ein bisschen Kultur


    Aber das war gar nicht so einfach, geschlossene Museen, willkürlich veränderte Öffnungszeiten, interessante Gebäude in Privatbesitz bremsten unsere Wissbegier bisweilen aus.


    Schon auf der Hinfahrt sahen wir in der Ferne eine Schloßanlage auf einem Hügel. Die wär doch mal eine Besichtigung wert, nahmen wir uns vor. Recherchen im Internet ergaben, das müsste das Museum Burg Ranis sein.



    Auf Google Maps fanden wir auch noch das Barockschloss Brandenstein nebenan, das wollten wir auch gleich noch besichtigen, wenn wir schon mal da sind.


    Aber wie das so ist im Leben, zwischen Theorie und Praxis klaffen Welten.


    Schloss Brandenstein ist in Privatbesitz der Familie Kahl. Nur sonntags ist ein integriertes Cafe' geöffnet und man kann dann auch eine Galerie besichtigen oder Altertümer aus Oma's Erbe schätzen lassen. Darüber informierte uns Frau Kahl höchstselbst, mit Hinweis auf ihren Sohn Fabian Kahl, der bei der Trödelsendung "Bares für Rares" einer der Protagonisten ist.

    Es war Samstag und so blieb uns nur, das hübsche Schlösschen von außen zu betrachten.



    Ein kleiner Drachen bewacht den Eingang, ist der nicht niedlich?



    Na gut, Schloss Ranis ist nicht weit, versuchen wir dort unser Glück.

    Auf dem Weg dorthin kamen wir durch das Wisentgehege Brandenstein, diese Herrschaften ließen unseren Besuch stoisch über sich ergehen.





    Der Aufstieg zur Burg Ranis war schweißtreibend, mittlerweile war es fast Mittag und die Sonne brannte. Oh, welche Überrasching! "Heute leider geschlossen, morgen sind wir wieder für Sie da". Na danke, im Internet war davon nichts zu lesen.

    Also wieder Außenbesichtigung, die war allerdings interessant und schön.





    Und wir konnten noch ein Turmfalken Paar beobachten, das hat uns sehr gefreut.





    Noch ein kurzer Spaziergang durch's Städtchen Ranis, die Burg ist sehr dominant und manchmal dachten wir, die Zeit sei stehengeblieben.





    Aber viel mehr ging dann nicht, mit einem Sprung ins kühle Nass beendeten wir diesen Tag.



    Unseren Kulturtrip wollten wir aber noch nicht aufgegen und so machten wir uns auf nach Burgk, einem Ortsteil von Schleiz.

    Es zeigte sich, Beharrlichkeit zahlt sich aus, alles Bestens. Museum geöffnet, Eintritt moderat, wenig Menschen, Natur vom Feinsten.

    Die Burg gehörte bis 1945 der Familie Reuß. Sie ist sehr gut erhalten, war nie in kriegerische Auseinandersetzungen involviert. Wegen Bedeutungslosigkeit, wie die Museumsleiterin lakonisch bemerkte. Uns gefiel sie sehr, seht selber.


    Museum Schloss Burgk.




    Schloss Burgk Innenhof.



    Das Backhaus.



    Es gab nette Details, eine Türklinke.



    Auch die Innenbesichtigung war sehr interessant, am besten hat mir die Schlossküche gefallen.




    Meterhohe Esse der Küche.



    Schlafen in pompöser Umgebung.



    Kapelle mit Silbermannorgel.



    Auch den Roten Turm mit schönem Fachwerk erklommen wir. Erreicht hat man ihn über die Wehranlagen und die Zugbrücke.




    Von dort sahen wir eine überdachte Saalebrücke, nach einem 2 km Spaziergang zu erreichen. Also nichts, wie hin.




    Blick zurück.



    Über schattige Waldwege kehrten wir zu unserem Ausgangspunkt zurück.




    Wir waren zufrieden, Operation Kultur doch noch geglückt.


    Viele Grüße Evelin

    Einmal editiert, zuletzt von papnik ()

  • Eine sehr interessante Reise in die Vergangenheit und zu angeblich "unwichtigen" Schlössern, wohin Du uns mitgenommen hast, liebe Evelin. Wieder einmal sind die Bilder bezaubernd schön. Danke!

    Susanne

  • Und wieder wunderschöne Bilder aus dem "Reußenland", die meisten Orte lagen in den ehemaligen Fürstentümern Reuß jüngere Linie und Nebenlinien. Du hast einen wunderschönen Bericht hier eingestellt, recht herzlichen Dank nochmals dafür:thumbsup:

    Wer in der Gegend ist sollte sich unbedingt auch Rudolstadt ansehen, die ehemalige Residenzstadt des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.

    Über der Stadt thront eines der schönsten Barockschlösser von Thüringen, die Heidecksburg.

    Im Stadtteil Volkstedt befindet sich die berühmte Volkstädter Porzellanmanufaktur.

    Und die Firma Richter stellt(e) hier die ehemals weltberühmten Anker Steinbaukästen her, die eigentlich von Otto Lilienthal erfunden wurden.


    Das ganze Saaletal von Blankenstein (Beginn oder Ende des Rennsteigs) über die Talsperren der Saalekaskade, die reizvollen Städte unterwegs ( Kahla, Jena) bis hin nach Naumburg ( der Dom, das nördlichste deutsche Weinbaugebiet Saale-Unstrut) sind nicht nur eine Reise wert.

  • sind die Bilder bezaubernd schön. Danke

    Susanne, kommt es nicht auf die Motive an - schöne Motive - schöne Bilder. Siehe dein Bildbericht aus Kärnten.

    Das ganze Saaletal von Blankenstein (Beginn oder Ende des Rennsteigs) über die Talsperren der Saalekaskade, die reizvollen Städte unterwegs ( Kahla, Jena) bis hin nach Naumburg ( der Dom, das nördlichste deutsche Weinbaugebiet Saale-Unstrut) sind nicht nur eine Reise wert.

    Du sprichst mir aus dem Herzen. Vergangenes Jahr waren wir mit Großfamilie in der Jugendherberge Nebra an der Unstrut, auch sehr schön.

    Diese ganze Region taugt für mehrere Reisen, vor allem wenn man nicht so lange fahren möchte.


    Danke für euer positives Feedback.


    Viele Grüße Evelin

  • hallo Evelin,


    danke für diesen weiteren Teil deines Berichts.


    Diese Relikte der ehemaligen DDR oder des davor existierenden Deutschlands sind es, die für mich Geschichte lebendig machen. Ich liebe solche alten Häuser und freue mich, wenn nicht alles platt gemacht wird um neuem modernerem zu weichen. Vielleicht findet sich ja jemand, der solche Gebäude behutsam sanieren kann.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=1#imageAnker_39093



    Wisente sind schon sehr beeindruckende Tiere. Deren Größe ist erst begreifbar, wenn man wenige Meter vor so einem Tier steht. Ich habe vor ein paar Jahren ein Gehege in Mecklenburg besichtigt.


    das Wisente Schaugehege in Jabel in Mecklenburg-Vorpommern


    Was Schloß Burgk angelangt, war ich vor ein paar Jahren auch schon mal dort um die Anlage zu besichtigen. Leider hatte ich seinerzeit keinen Fotoapparat dabei. Die Besichtigung fand auf die Schnelle zwischen zwei Terminen statt.


    Ist dir bekannt, daß die zweite Gattin von Kaiser Wilhelm II Hermine hier geboren und aufgewachsen ist?


    https://de.wikipedia.org/wiki/…u%C3%9F_%C3%A4ltere_Linie


    grüsse


    jürgen

  • Danke für den schönen Thüringen-Bericht. Er hat mir sehr gut gefallen. :)


    Tolle Fotos, sehr unterhaltsam alles beschrieben. :thumbup:


    So lerne ich auch virtuell diesen Teil Deutschlands kennen. :)

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página. (Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • Ist dir bekannt, daß die zweite Gattin von Kaiser Wilhelm II Hermine hier geboren und aufgewachsen ist?

    Nein Jürgen, wusste ich nicht. Danke für die Info und den Link.


    sehr unterhaltsam alles beschrieben.

    Danke Jofina, ich geb mir Mühe.


    Viele Grüße Evelin

  • Dein Bericht zeigt es mal wieder:

    Die Mischung von Natur, Landschaft, Kultur bereichert einen Urlaub.

    Du zeigst uns hier sehr schöne, wenig bekannte Plätze, die einen Besuch wert sind .

    Die Silbermannorgel würde ich gern selbst mal sehen und hören !


    Ein unterhaltsamer Bericht , mit gut gewählten und gelungenen Bildern präsentiert.:401:

    Danke, dass Du uns mitgenommen und Anregungen für "Urlaub daheim" gegeben hast.


    Liebe Grüße,

    Elke

  • Hallo Evelin.


    Nun bin ich endlich dazu gekommen, Deinen Bericht komplett zu lesen.

    Ich kann mich meinen Vorrednern und -innen nur anschließen, herrliche Bilder und top geschrieben. Vielen Dank dafür.


    Viele Grüße, Daniel.

  • Hallo Evelin, papnik


    vielen Dank für den bunten, vielseitigen, interessanten Reisebericht aus Thüringen. Es hat mir sehr gut gefallen mit zu reisen, gerade auch, weil ich ein Fan von Deutschlands Osten bin. Die Gegend die Du erkundet hast kenne ich nicht, jedoch habe ich schon von der Hohenwarte gehört von Campingbekanntschaften, dort soll es einen schönen Campingplatz geben.

    In Thüringen selbst war ich in Gera, das Städtchen hat mich überrascht.


    Erfurt hat uns fasziniert und die Wartburg war ein Highlight - Thüringen ist auf jeden Fall eine oder mehrere Reisen wert.

    Danke, für die Anregung für ein weiteres Reiseziel.

    Auch ich habe schon einige Ziele für Reisen bzw. Kurztrips aus Fernsehberichten ausgesucht, ich schaue das auch sehr gerne .

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • tosca,

    am Hohenwarthe-Stausee gibt es mehrere schöne Campingplätze, da hat man die Qual der Wahl.

    In Gera war ich noch nicht, danke für den Tipp, ist ja von uns in Tagesausflug-Entfernung.

    Viele Grüße Evelin

  • wir hatten in Gera eine Campingbekanntschaft als Führung, die hat uns hübsche Ecken gezeigt, die ich nicht erwartet hätte. Der Fokus allerdings lag natürlich am Wiedersehen, so haben wir natürlich nicht sooo viel Sightseeing gemacht.

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

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