Galicien im Nordwesten Spaniens an der Atlantik-Küste

Es gibt 16 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von ELMA.

  • Galicien liegt im äußersten Nordwesten Spaniens an der Atlantik-Küste. Nicht zu verwechseln mit Galizien, welches in Osteuropa liegt. Wenn man das Wetter-Risiko vermindern will, bietet sich für eine Reise der Sommer an, so wie wir es auch gemacht haben. Galicien hat neben der spanischen Sprache auch seine eigene Sprache.


    Zunächst eine Karte von den einzelnen Bundesländern (Autonomen Gemeinschaften) Spaniens, also auch mit Galicien: https://de.wikipedia.org/wiki/…isions_-_de_-_colored.svg


    Da die Fahrt von unserem Wohnort nach Galicien knapp über 1000 km beträgt, wurde eine Zwischenübernachtung in der wunderschönen Stadt Segovia eingelegt. Am nächsten Vormittag erfolgte noch eine Besichtigung in der ebenfalls beeindruckenden Stadt Salamanca, bevor wir Galicien erreichten.


    Ich beginne diesen Fotobericht mit der Stadt Vigo, der größten Stadt von Galicien mit ca. 293.000 Einwohnern.




    Vor Vigo gibt es viele Muschelbänke.




    Besichtigung der Innenstadt...







    Danach führte unser Stadtrundgang am Neuen Rathaus vorbei und und es begann der Aufstieg zum schönen Parque do Castro inmitten der gleichnamigen Burganlage, wovon nur noch Reste erhalten sind.













    Nun eine Getränkepause, bevor wir unsere Tour fortsetzten.




    Für den Rückweg wählten die Prachtstraße Gran Vía. Besonders auffällig ist das Fischer-Denkmal. Ansonsten sieht man viele prachtvolle Gebäude aus grauem Granit (ich nehme mal an, dass es grauer Granit ist).








    Am Hafen trafen wir auch Jules Verne. ;)






    Am nächsten Tag unternahmen wir eine Ganztagestour nach Santiago de Compostela. Hierüber hatte ich Euch ebenfalls schon einen Fotobericht erstellt.


    Fortsetzung folgt mit mehreren kleineren Orten...

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página.(Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • Einen Tag später steuerten wir mehrere kleinere Orte in der Region Pontevedra im südlichen Teil Galiciens an. Zunächst ging es nach O Grove. Die Bewohner leben überwiegend von der Küstenfischerei und von der Miesmuschel-, Austern- und Jakobsmuschelzucht.






    Wir unternahmen wir eine Bootsfahrt zu den Muschelbänken. Hier konnten wir auch sehen, wie die Miesmuscheln mit speziellen Schiffen „geerntet“ werden.












    Delphine schwammen auch vorbei.




    Als kleine Mahlzeit auf dem Schiff gab es frische Miesmuscheln mit Mineralwasser, Wein und Brot.




    Anschließend noch einige Fotos mit Fischerei-Utensilien.







    Fortsetzung folgt...

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    Gruß Jofina

  • Hallo Jofina,

    danke für diesen schönen Bildbericht einer mir gänzlich unbekannten Ecke von Spanien.

    Früher (als wir noch jung waren) sind wir ein paar mal mit dem Auto nach Spanien gefahren, aber immer zur Costa Brava gedüst.

    Mal "rechts" abzubiegen, ist uns gar nicht in den Sinn gekommen.

    Sieht schön aus da! Zu welcher Jahreszeit warst du unterwegs?

    Grüße Evelin


  • Zu welcher Jahreszeit warst du unterwegs?

    Im Monat August waren wir dort. Der Sommer ist eine ideale Zeit, dorthin zu reisen.

    Ansonsten ist es eine regenreiche Ecke, halt durch den Atlantik geprägt.

    Ist ein ganz anderes Spanien, das wir unbedingt mal kennenlernen wollten. :)

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    Gruß Jofina

  • Das nächste Ziel war die kleine Insel La Toja, die durch eine Brücke mit O Grove verbunden ist.


    La Toja ist mehr eine Ferien-Insel mit teilweise luxuriösen Ferienhäusern, einem Golfplatz und Hotels. Schön ist auch die Muschelkirche, der kleine Wald mit dem dichten Farn sowie der Blick auf´s Meer und den Strand. Mit einem Bähnchen haben wir eine Insel-Rundfahrt gemacht. Es war übrigens gerade Ebbe, als wir La Toja besucht haben.







    Muschelkirche









    Fortsetzung folgt...

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    Gruß Jofina

  • Einfach schön, Jofina.


    Das wär doch auch mal eine Rätselbrücke gewesen, da hätte ich mir die Zähne dran ausgebissen:thumbup:.


    Grüße Evelin

  • Weiter ging unser Tagesausflug nach Combarro.


    Es ist ein uriger, kleiner Fischerort mit den Horreos (Vorratsspeicher aus Granit), Steinkreuzen und Hexen. Die guten Hexen, die Meigas, gelten als Nachfahren der Druiden. Heutzutage lebt Combarro überwiegend vom Tourismus. In den kleinen Läden werden u.a. auch diese Hexen zum Kauf angeboten.









    Auch Wein wird in Galicien angebaut, wie z.B. der Albariño oder der Ribeiro, beides Weißweine.














    Hier werden die guten Hexen, die Meigas zum Kauf angeboten.






    Als wir Combarro besichtigten, war gerade Ebbe.







    Von diesem kleinen Ort gibt es auch einen Spiegel-Artikel:

    Mystisches Galicien – Mit dem Segen der Hexen.

    https://www.spiegel.de/reise/e…-der-hexe-a-508323-2.html

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    Gruß Jofina

  • Hallo Jofina,


    wieder mal ein toller Bilderreigen von Dir mit interessanten Erklärungen dazu.


    Klasse!

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Weiter zum nächsten Ziel, und zwar nach Poio wegen einer sehenswerten Klosteranlage. Auf dem Weg dorthin sieht man die typischen Häuser Galiciens.







    ein riesiger Horreo (Vorratsspeicher)





    Rathaus




    Nun einige Fotos der Klosteranlage mit der Kirche










    Besonders interessant ist der Kreuzgang mit den prachtvollen Mosaiken. Er stammt aus dem 18. Jahrhundert.










    Hiermit endete unsere ganztägige Rundtour an diesem Tag und es ging wieder zurück ins Hotel nach Vigo.


    Fortsetzung folgt...

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    Gruß Jofina

  • Am nächsten Tag wurde wieder eine Ganztages-Tour unternommen. Das erste Ziel war die Kleinstadt Baiona (ca. 12.100 Einwohner).


    Alfonso IX. von León gewährte im Jahr 1201 Baiona das Stadtrecht und außerdem Rechte und Privilegien für den Seehandel. Das Denkmal, errichtet 2001, sollte nach 800 Jahren daran erinnern.




    Zunächst Fotos vom kleinen Strand und von der Häuserzeile an der Straße.





    Wir entschieden uns, diesmal keine Ortsbesichtigung zu machen, sondern stattdessen den Rundweg auf der Burgmauer zu gehen. Er hat eine Länge von ca. 3 km.









    Von hier oben hat man fantastische Ausblicke.












    Ein Parador befindet sich auch in dieser bevorzugten Lage, errichtet 1966 auf den Ruinen der Festung . Paradores sind Hotels in Staatseigentum und meist in historischen Gebäuden und in schöner Landschaft mit tollem Ausblick angesiedelt.








    Unser Rundgang auf der Burgmauer endete mit dem Blick auf den Hafen. Hier sieht man auch eine Nachbildung der Pinta. Dieses Schiff nahm an der ersten Amerikareise von Kolumbus teil und lief im März 1493 in den Hafen von Baiona ein.





    Fortsetzung folgt...

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    Gruß Jofina

  • Das nächste Ziel war der Monte de Santa Trega mit seinem herrlichen Ausblick auf die Mündung des Río Miño in den Atlantischen Ozean. Außerdem befindet sich dort oben auf dem Berg eine rekonstruierte Ausgrabungsstätte einer Keltensiedlung mit ihren Rundhäusern (Castro genannt). Diese alte Keltensiedlung wurde erst vor ca. 100 Jahren entdeckt. Ab dem 7. Jahrhundert v.Chr. besiedelten die Kelten Galicien.







    Auch in Galicien wird Dudelsack gespielt. Er sieht jedoch anders aus als der schottische Dudelsack und nennt sich Gaità.




    Wenn sich jemand ein Mitbringsel kaufen möchte, dafür sind auch einige Stände mit keltischen Symbolen aufgebaut.




    Der Blick auf die Flußmündung ist einfach phänomenal von diesem Berg, finde ich.








    Portugal liegt direkt gegenüber. Dort haben wir auch mal kurz vorbei geschaut.

    Fortsetzung folgt...

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    Gruß Jofina

  • Da Portugal nur ein Katzensprung entfernt ist, haben wir auch den kleinen portugiesischen Ort Valença besucht. Man sieht sofort an den Häusern mit den Wandfliesen und den schwarz-weißen Kirchen, dass man sich in Portugal befindet.






    Von der Festungsanlage hat man einen schönen Blick auf den Fluß Minho bzw. den Fluß Miño (spanisch). Die spanisch-portugiesische Grenze befindet sich in der Mitte des Flusses. Diese Gitterträgerbrücke (1886 eröffnet) verbindet Valença mit dem spanischen Ort Tui, den ich Euch anschließend noch zeige.





    Nun Fotos von den beiden Kirchen, die auch geöffnet waren.








    Nach der Besichtigung der Burganlage und den beiden Kirchen schlenderten wir noch ein wenig durch das Altstadtzentrum von Valença.








    Nach Valença wurde die Kleinstadt Tui angefahren. Zuerst sahen wir uns die Kathedrale Santa María, erbaut im 12. Jahrhundert, von außen an.








    Danach schlenderten wir etwas die Flaniermeile entlang. An der Apotheke entdeckten wir ein nostalgiges Aspirin-Schild.



    Rathaus





    Pilger waren auch unterwegs, evtl. nach Santiago de Compostela. Tui ist eine Station des portugiesischen Jakobsweges.






    Am nächsten Tag wurde die Heimreise angetreten. Ein Foto von unterwegs.




    Uns hat diese Galicien-Tour sehr gut gefallen. :) Bis auf Santiago de Compostela befinden sich die besichtigten Ortschaften im südlichen Teil Galiciens und zwar in der Provinz Pontevedra. Das Wetter war bei dieser August-Reise ideal.


    ENDE

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    Gruß Jofina

  • Ein sehr schöner Bildbericht, klasse zum Verweilen und Schmökern, Betrachten und Träumen.


    Danke


    Johannes

  • Sapperlot Jofina,


    erst jetzt finde ich Zeit, deinen unheimlich informativen und toll bebilderten Bericht in Ruhe durchzulesen. Klar kannte ich Galicien vom Namen her. Aber das war es dann auch schon.


    Vigo kommt mir eher wie eine westfranzösische Stadt vor, wenn ich die grauen Gebäude betrachte. Euer Ausflug auf das Meer hätte mir auch gefallen. Kannst du mir etwas mehr darüber erzählen. Von wo genau geht es los und sind das regelmäßige organisierte Ausflüge? Sind die wetterabhängig?


    Dann deine Vorstellung der kleineren Orte in Richtung Portugal. Einfach eine wunderschöne Landschaft. Der Wettergott scheint euch dieses mal nicht im Stich gelassen zu haben.


    Insgesamt gefällt mir diese Gegend auch deshalb, weil der Tourismus, wenn man mal vom Wallfahrtsort Santiago de Compostella absieht, nicht so dominiert wie in anderen Küstenregionen Spaniens. Bausünden wie an anderen Orten konnte ich auf deinen Bildern keine erkennen.


    Vielen Dank fürs Zeigen sagt


    jürgen

  • Hallo Jofina.


    Noch einmal vielen Dank für den informativen und top bebilderten Bericht mit vielen Anregungen, was man in Galicien alles unternehmen und sich ansehen kann.:)


    Viele Grüsse, Daniel.

  • :oops::oops::oops:

    Ich bin immer noch nicht fertig mit dem Lesen und Anschauen !

    Du hast in Deinem umfangreichen Bericht so viel gezeigt und erzählt , so dass ich mir Eure Route erst mal mit Openstreetmap anschauen musste.

    So viele Stationen ! So viele tolle Eindrücke.

    Wie lange wart Ihr denn unterwegs?


    Wart Ihr mit dem Auto unterwegs und habt Euch selbst die Hotels organisiert?

    Hier meine Ergebnisse

    Stimmt das in etwa?


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    Karten LIzenz siehe Openstreetmap


    So, und jetzt starte ich nochmal in VIGO, ganz gemächlich ,

    und schau mir Deine Bilder genau an und lese Deine Erklärungen.


    Muscheln, Hexen, tolle Ausblicke , historische Stätten,...

    schon Deine Bilder sind eindrucksvoll . die Wirklichkeit würde mir bestimmt auch gefallen,


    Danke , Jofina!!


    Liebe Grüße,

    Elke

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