Ein Fahrstuhl für Schiffe: Das Schiffshebewerk in Niederfinow

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von ELMA.

  • Im Herbst dieses Jahres unterbrach ich meine Fahrt an die Ostsee und schaute mir ein paar interessante Plätze in Brandenburg an.


    So auch des Schiffshebewerk Niederfinow, unweit der polnischen Grenze.


    Ich war nicht vorbereitet und sehr überrascht: So groß hatte ich es mir nicht vorgestellt.


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    Auf dem großen Parkplatz neben der Anlage bekam ich schon den ersten Eindruck.

    60 m hoch 94m lang, ein Koloss aus Beton und Stahl .


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    In einem Informationszentrum am Fuße der Anlage erfuhr ich etwas über die Geschichte, die Bau- und Funktionsweise, sowie die geplante Zukunft des Schiffshebewerks.


    Modell des bestehenden und des im Bau befindlichen neuen Schiffshebewerkes


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    Schon im Mittelalter hatten die Menschen der Region den Wunsch, auf dem Wasserweg zur Oder zu gelangen

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schiffshebewerk_Niederfinow

    Zitat;

    "Schon damals suchten Kaufleute aus Berlin nach einer schiffbaren Verbindung über die Oder zur Ostsee, doch mit den damaligen Möglichkeiten des Wasserbaus waren die 80 Kilometer Entfernung zur Oder, insbesondere der Hügelrücken westlich Eberswalde (Wasserscheide zwischen Elbe und Oder), nicht zu überwinden.

    Erst mit der Erfindung der Kammerschleuse im 16. Jahrhundert war ein derartiges Kanalbauwerk technisch möglich.

    Der später zur HOW zählende Finowkanal entstand als ältester deutscher Schifffahrtskanal kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg , wurde in diesem wieder zerstört, aber in der Mitte des 18. Jahrhunderts wieder hergestellt.

    Er führte vom etwa 50 km nördlich von Berlin an der Havel liegenden Liebenwalde zur Oder.

    Als die Havel unterhalb Liebenwalde in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Bau des Malzer und des Oranienburger Kanals schiffbar gemacht worden war, war eine von Berlin aus schiffbare HOW entstanden. "


    Dieser Wasserweg war dem anwachsenden Schiffsverkehr nicht gewachsen. Anfang des 20 . Jahrhunderts wurde der später Oder-Havel-Kanal genannte Kanal gebaut.


    Mit einer vierstufigen Schleusentreppe wurde der Höhenunterschiede überwunden,

    Die Treppe war von 1912 bis 1972 in Betrieb. Der Zeitaufwand beim Schleusen war hoch , auch war der Wasserverlust nicht unerheblich.


    Und so wurde 1927 mit dem Bau des Schiffshebewerks begonnen. Es wurde 1934 parallel zur Treppenschleuse in Betrieb genommen. Die Treppe war von 1912 bis 1972 in Betrieb. Heute sind die Schleusen stillgelegt. Nur das Schiffshebewerk wird benützt.


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    Das bestehende Hebewerk ist an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.

    1997 wurde der Neubau des neuen, größeren Schiffshebewerks beschlossen. Es soll 2019 oder 2020 in Betrieb genommen werden.


    Mein Rundgang begann am Fuß der riesigen Stahlkonstruktion. Ein bequemer Weg führt hinauf zur oberen Plattform.


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    Der Trog ist ständig in Betrieb.

    Schiffe fahren unten in den Trog, ein Schleusentor schließt sich.
    Der Trog setzt sich in Bewegung und fährt mit 12cm/s 35 Meter nach oben.


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    Der Boden des Hebewerks ist stets wasserfrei.


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    Die 192 Betongegengewichte bewegen sich nach unten. Der Trog wiegt mit Wasserfüllung 4 290 t. Da ein Schiff stets so viel Wasser verdrängt, wie es selbst wiegt, bleibt das Gewicht des wassergefüllten Troges immer dasselbe.




    Blick von unten auf die Kanalbrücke.


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    Wassertiefe im Trog :2,50 m. Das reicht für die modernen Schiffe nicht mehr Die Wassertiefe des Troges im neuen Hebewerk wird 4m sein.

    Die Schiffe heute sind 110 m lang . Der Trog des neuen Hebewerks wird 115m lang sein , jetzt sind des 82,50 m .


    Mehr technische Details hier

    http://www.wna-berlin.de/bauwe…rk_niederfinow/index.html


    Nach 5 Minuten ist der Trog oben angekommen, das Schleusentor öffnet sich und die Weiterfahrt kann beginnen.


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    Der Ausblick von der oberen Plattform :

    Blick auf den Oder- Havel - Kanal , auf den Oderbruch und auf das noch im Bau befindliche neue Schiffshebewerk.


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    Nach kurzer Zeit beginnt schon die nächste Fahrstuhlfahrt eines Schiffes - nach unten, . die Betongegengewichte bewegen sich nach oben.


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    Besonders oben auf der Brücke bekommt man einen kleinen Einblick in die Technik des Hebewerks.


    Dicke Stahltrossen, überdimensionale Schrauben und Muttern, Ketten, riesige Betongegengewichte sind eindrucksvoll. Von der "inneren " Technik" ( Motoren, Steuerung, Sicherheitstechnik sieht man nichts. Dies soll im neuen Schiffshebewerk alles zu besichtigen sein )


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    Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.


    Epiktet
    * um 50, † um 138

  • Entlang der oberen Galerie sind mehrere Schwarzweißbilder aufgehängt, auf denen man die einzelnen Phasen des Baus zwischen 1927 und 1934 betrachten kann.


    Mich haben die Bilder deser Riesenbaustelle sehr beeindruckt,

    Ich habe überlegt, welche Maschinen und technischen Hilfsmittel 1927 für solch ein riesiges Bauvorhaben schon zur Verfügung standen. Es war sicher viel Handarbeit zu leisten.

    Es wurden verbaut:

    18 000t Stahl und 72 000m³ Beton und Stahlbeton.


    Ich habe mir vorgestellt , wie die Menschen vor mehr als 90 Jahren diesen Bau verfolgt und bewundert haben.


    Grundwasserspiegelabsenkung, Fundamentsicherung, Absenken von Pfeilern mit Senkkästen bis zum tragfähigen Baugrund in rund 20 Meter usw…Es war eine unglaubliche, technische Meisterleitung .


    Dazu eine Technik , die auch heute , nach so vielen Jahrzehnten immer noch funktioniert.


    November 1927


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    Oktober 1928


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    1928


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    April 1929


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    Mai 1929


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    1930


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    Oktober 1930


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    Mai 1931


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    Februar 1932


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    Dezember 1932


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    August 1933


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    Februar 1934


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    Im Dezember 2007 erhielt das Schiffhebewerk Niederfinow die von der Bundesingenieurkammer erstmals verliehene Auszeichnung Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland


    Es gibt in Europa auch noch andere Techniken ,wie Schiffe größere Höhenunterschiede bewältigen können,

    Das Falkirk Wheel steht im Schottland und wurde 2002 eingeweiht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Falkirk_Wheel

    GNU Free Documentation License,

    Autor: Sean Mack

    27. Februar 2006


    Ich habe eine ganze Weile überlegt, wie das wohl funktioniert. Und auch diese Technik fasziniert!


    Wer es wissen will:

    Hier kann man es sehen



    Der Abstecher nach Niederfinow hatte sich gelohnt und ich würde auch gerne das neue Schiffshebewerk besichtigen, wenn es fertig ist.


    Gruß,

    Elke

    Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.


    Epiktet
    * um 50, † um 138

  • Elke,

    danke für den interessanten Bericht des Schiffshebewerkes.

    Liebe Grüße

    Josef

  • Unglaublich. Ingenieurskunst. Beeindruckender Bericht und Bilder. Das ist ein wirklich faszinierendes Bauwerk.


    Johannes

  • hallo Elke,


    seit langem habe ich Kenntnis von diesem Schiffshebewerk in Niederfinow. Seit langem will ich da mal hin um mir das vor Ort anzusehen. Wie du schon schreibst, sind die Dimensionen der Bauteile und des Gesamtwerks schon beeindruckend. Danke für die Vorstellung.


    Das Beispiel aus Schottland scheint jedoch eher nicht dem kommerziellen Warentransport zu dienen. Sind die Kästen für die Schiffe doch viel zu klein.


    grüsse


    jürgen

  • Auch in Niederfinow hat man technische Alternativen erwogen. ( s, Schottland)

    Aber es blieb bei der Entscheidung für ein

    "Senkrechthebewerk mit Gegengewichtsausgleich".

    "Arbeitsweise und Sicherheitskonzept sind bis heute mustergültig."

    s. Flyer


    Interessant ist auch ein Vergleich von altem und neuem Schiffshebewerk .


    Warte noch 2 , 3 Jahre und schau Dir das neue an, wenn es fertig ist.

    Das alte soll dann auch noch eine Zeitlang in Betrieb bleiben.



    Ich bin technisch nicht so versiert, versteh nichts von Drehriegel und Mutterbackensäule- Aber dieses Bauwerk und , wie Johannes schreibt, die "Ingenieurskunst" haben mich sehr beeindruckt.


    Liebe Grüße,

    Elke

    Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.


    Epiktet
    * um 50, † um 138

  • Es ist wirklich beeindruckend, was die Ingenieurkunst schon damals zu bieten hatte.

    Es gibt in Europa auch noch andere Techniken ,wie Schiffe größere Höhenunterschiede bewältigen können,

    Richtig, ich hate schon einmal das Schiffshebewerk in Henrichenburg vorgestellt: Eine unendliche Geschichte: Der „Ruhrpott“ (Schiffshebewerk)


    Hab Dank für die Vorstellung dieser anderen Technik.


    Lieben Gruß,

    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Danke für die Erinnerung!

    Ich beginne so langsam, mich für diesen Technikbereich zu interessieren!!


    Es gibt in D noch einige zu besichtigen- manche allerdings stillgelegt oder nicht fertig.

    Quelle

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schiffshebewerk

    Deutschland

    Das nächste, das ich ansteuern möchte, ist das bei Lüneburg !


    Liebe Grüße,

    Elke

    Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.


    Epiktet
    * um 50, † um 138

  • Hallo Elke,


    Mir stellt sich im Zusammenhang mit dem Neubau des Schiffshebewerks generell die Frage, ob sich das überhaupt rentiert.


    Der Main-Donaukanal in Bayern wurde 1992 eröffnet und hat die wirtschaftlichen Erwartungen bei weitem nicht erfüllt. Skeptiker sprechen schon vom Millionengrab. Alleine für Flusskreuzfahrten, die ebenso wie Kreuzfahrten auf dem Meer immer beliebter werden braucht man diese Einrichtungen nicht.


    Grundsätzlich ist der Gütertransport auf Binnenwasserstraßen wirtschaftlich. In Kürze werden auch die Schiffe durch KI automatisch gesteuert. Allerdings spielt wohl der Faktor Zeit auch eine immer größere Rolle. Ein Schiff ist nun mal langsamer wie ein LKW oder der Zug.


    Hinzu kommt der Wassermangel, der gerade in diesem Jahr für jedermann am Rhein sichtbar war und angeblich für teuren Sprit und Heizöl verantwortlich sein soll. Wassermangel wird wohl in Zeiten des Klimawandels bei den deutschen Binnenwasserstraßen künftig ein immer größeres Problem sein genauso wie Hochwasser nach lang anhaltenden Regenperioden.


    Vielleicht ist der weitere Ausbau dieser Wasserstraßen auf Kosten des Steuerzahlers nicht wirtschaftlich, so schön und interessant diese neue Technik auch sein mag.


    Grüße


    Jürgen

  • Ein Binnen- Frachtschiff fasst die Ladung von ca 120 LKW.

    Auch ein Schiff verbrennt DIesel, aber nicht so viel wie 120 LKW.


    120 LKW brauchen Straßen, Straßen , nochmals Straßen. Was bezahlen wir für den Ausbau von Straßen , Brücken, Tunnels?

    Für die regionale Versorung sind Straßen unersetzlich , für manche Routen ebenso .


    Aber um z.B. Rohöl von Rotterdam nach Basel oder über den RMD-kanal nach Ingolstadt oder über die Donau noch weiter bis Passau und weiter mit einem Schiff zu transportieren , ist es mit Sicherheit umweltfreundlicher als 120 LKWs. Der Faktor Zeit spielt z.B. für Rohöl keine so große Rolle, das ist eine Frage der Logistik.

    Aber für Ökologie und Umweltfreundlichkeit gibt es offensichtlich immer noch wenig Argumente.

    Ein K.-o.-Kriterium ist immer die Wirtschaftlichkeit.


    Natürlich gab es 2018 Probleme mit dem Wassermangel . In anderen Jahren ist es der zu hohe Wasserpegel.

    Ich würde aber das , was vielleicht mal passieren könnte, nicht als Argument für oder gegen den Ausbau der Wasserstraßen sehen.

    ( Für den Klimawandel gibt es andere Problemfelder)


    Was das neue Schiffshebewerk Niederfinow betrifft: Es würde nicht gebaut, wenn der Bedarf nicht da wäre. Ich hoffe, dass die politische Lage weiter so bleibt, dass die Verbindung von Berlin über Polen zur Ostsee ( nicht nur für Freizeitkapitäne ) ein Gewinn für die ganze Region ist.


    Ich hatte ja auch mal ein kleines Schiffchen. Hätte ich es heut noch, würde ich sicher dort "oben" in Brandenburg auf den vielen Kanälen und Flüsschen herumschippern. Diese Idee hatte ich vor ein paar Jahren noch nicht . Da gab's immer nur eins : Dalmatien.


    Gruß,

    Elke

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  • Hallo Elke,


    Damit wir uns richtig verstehen. Ich persönlich bin für möglichst umweltverträglichen Transport. Damit ist wohl der Güterverkehr auf Binnenwasserstraßen eindeutig im Vorteil.


    Nur ist die Umweltverträglichkeit oder Ökologie leider meist ein Grund, dem Bürger und Steuerzahler das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das Beispiel der gerade eingeführten Abwrackprämien für "alte Diesel Pkw" ist ein gutes Beispiel dafür.


    Ginge es alleine um die Umwelt, würde ein LKW hierzulande wie in Austria auch etwa 30 Cent pro km an Maut kosten. Stattdessen ist es in Deutschland nur ein Bruchteil dieser Summe.


    Fakt ist, dass der Güterverkehr auf der Straße im Vergleich zur Bahn und zu den Binnenwasserwegen seit Jahren überdurchschnittlich ansteigt. Das ist wohl so gewollt, weil Mercedes und Co. ständig neue "umweltfreundliche LKW" verkaufen wollen und ein jeder eine Menge Sprit konsumiert und Steuern generiert. Dazu Millionen Fahrer, die für wenig Geld auf eigenes Risiko unter Zeitdruck die Güter durch die Lande karren. Jeder von denen zahlt Steuern.


    Ginge es um die Umwelt, würden hierzulande wie in Thailand die LKW mit Erdgas betrieben werden. Aber da haben die Ölkonzerne und deren Lobbyisten auch etwas dagegen.


    Ich versündige mich vermutlich noch ein paar Jahre an unserer Umwelt indem ich mit meinem fünf Jahre alte Audi A3 Diesel nach Euro 5 Norm die Luft verpeste.


    Die Mineralölprodukte Diesel, Heizöl und Benzin kommen zumindest für uns in Südbayern und dem westlichen Austria aus Putins Raffinerie in Lenting bei Ingolstadt. Das dort verarbeitete Rohöl begleitet mich bei jeder Fahrt über Kufstein, Kitzbühel und Lienz in der Pipeline, die in Triest beginnt. Dieser Transport dürfte wohl in der 50 Jahre alten Pipeline aufgrund der Abschreibung konkurrenzlos billig sein.


    Grüße


    Jürgen

  • Ja, Jürgen.

    Jetzt kommmen wir vom X zum Y.


    Lass uns beim Bau von Schiffshebewerken bleiben, der bewundernswerten Ingenieursleistung früher und heute.


    In Niederfinow gab es in den 90 Jahren noch keine ernsthafte ( damit meine ich katastrophale ) Störung beim Betrieb.

    Nicht vorstellbar , wenn das Gleichgewicht zwischen Betongewichten und Wassertrog nicht mehr bestehen würde.

    Ist nie passiert.

    Es war eine Entwicklung des Oberregierungsbaurats Alfred Loebell. Das System tägt seinen Namen, ist international anerkannt und wird auch 2018 noch angewandt.

    Zitat Wikipedia:
    " Das loebellsche System sieht ein mit dem Antrieb gekoppeltes Sicherheitssystem vor. Vier Schraubenspindeln (Drehriegel) drehen sich in einer zweifach geschlitzten Mutter (Mutterbackensäule) synchron zur Trogfahrt."


    Wer kann sich das vorstellen ?? s. #6


    Gruß,

    Elke

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