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Leonhardiritt in Weißenhorn

  • nyra
  • 1. November 2016 um 13:37
  • nyra
    Gast
    • 1. November 2016 um 13:37
    • #1

    Am Sonntag fand in Weißenhorn (20 km südöstlich von Ulm) der jährliche Leonhardiritt statt. Eigentlich ist erst der 6. November der Tag des heiligen Leonhard, aber da gibt es dann Leonhardiritte anderswo, und so können sich die Teilnehmer mit ihren Rössern an mehreren Orten präsentieren.

    Wikipedia verzeichnet über 100 Leonhardiritte (bzw. -fahrten) in Deutschland; am berühmtesten ist natürlich Bad Tölz, aber eine der zahllosen Busfahrten dorthin (Abfahrt in Ulm 4.00 Uhr früh) mit den entsprechenden Touristenmassen wollte ich mir nun doch nicht antun. Für mich tut's auch Weißenhorn.

    Alte Pferdeprozessionen wurden in der Zeit der Aufklärung abgeschafft, im 19. Jahrhundert teilweise wieder aufgenommen. Als das Pferd in der Landwirtschaft vom Traktor abgelöst wurde, kamen sie meist zum Erliegen. Dann aber wurden Pferde zum "Hobby", und man belebte die Tradition neu. Selbst Orte, in denen es diese Tradition nie gegeben hatte, stellten nun solche Umzüge auf die (Pferde-)Beine. In Weißenhorn gibt es den Leonhardiritt seit 1973, und er wird vom örtlichen Reit- und Fahrverein organisiert.

    In Weißenhorn wird mehr gefahren als geritten. Viele Pferde ziehen geschmückte Wagen, und sie selbst sind auch geschmückt. Was trägt das elegante Pferd zu so einem Anlaß? Mindestens ein Häkelmützchen mit farbigen Ohren ...


    ... meist aber noch etliches an dekorativem Geschirr ...


    ... Blumen und Bänder, wobei auch die Kehrseite nicht vergessen wird:


    Dieses Pony wartet noch auf den Abmarsch und wirkt ein bißchen traurig: "Jetzt hab ich so hübsche Schleifen, und keiner beachtet mich!"


    Keins ist zu klein, um am Zug teilzunehmen.


    Und daß es sooo kleine Pferde gibt, hab ich nicht mal geahnt.


    Für den Wagen der Brauerei braucht man freilich andere Kaliber, und ein Sechsergespann zu führen ist wohl schon eine anspruchsvolle Aufgabe.


    Auf dem Wagen des Schützenvereins Oberhausen haben viele Platz, auf dem der Trachtengruppe Burlafingen zumindest der huldvoll grüßende Vorstand.


    Andere führen sogar ihre Dorfkirche im Zug mit ...


    ... und diese ein Bekenntnis zur Landwirtschaft.


    Schwarz ist natürlich sehr edel, läßt aber doch etwas an Friedhof denken.


    Edel geht es auch bei den Reitern zu.


    Jetzt, am Anfang des Umritts, sind die zwei im Dirndl noch ganz fröhlich, aber bald werden sie arg frieren.


    Und die Ritter irgendeines Mittelaltervereins lassen natürlich auch keine Gelegenheit aus, ihr Publikum zu beeindrucken.

  • Jofina
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    • 1. November 2016 um 13:53
    • #2

    Ist ja interessant, was es alles so für Bräuche gibt! ^^
    Vom Leonhardiritt hatte ich als Norddeutsche noch nie etwas von gehört.

    Diese Mini-Pferde, die diese Kutsche ziehen müssen, erregten ein wenig mein Mitleid.
    Aber sie scheinen wohl kräftiger zu sein als sie aussehen.

    Tolle Fotos und auch sehr humorvoll kommentiert. Danke @ nyra. :)

    Gruß
    Jofina

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página. (Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • nyra
    Gast
    • 1. November 2016 um 14:08
    • #3

    Umritte zu Ehren des hl. Leonhard (auch der "bayerische Herrgott" genannt) sind eine vor allem bayerische Angelegenheit.

    Die kleinen Pferdchen machten wirklich nicht den Eindruck, als hätten sie Mühe, den (ja auch sehr leichten) Wagen zu ziehen. Eher ein Problem war, daß die Situation doch etliche Pferde recht nervös zu machen schien. Solange sie in Bewegung waren, ging es gut – aber bei den häufigen kurzen Aufenthalten und während der Wartezeit, ehe der Zug los ging, wirkten doch manche etwas panisch. Ich bin nicht sicher, ob sie die abschließende Pferdesegnung alle mit Würde über sich ergehen ließen - da ich mich im Grippe-Frühstadium fühlte, hab ich das nicht abgewartet.

  • claus-juergen
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    • 2. November 2016 um 13:42
    • #4

    hallo Waltraud,

    an Weißenhorn habe ich gemischte Erinnerungen. Im gerade vergangenen Sommer war ich mit Gattin und unserer "Enterprise" beim Nabada in Ulm. Der Weg ist ja gerade mit dem Cabrio das Ziel. Infolgedessen fuhren wir quer durch die Stauden und auch durch Weißenhorn.

    Am Rückweg hat das "beamen" nicht mehr geklappt. Die Karre hatte einen Defekt und wollte uns nicht mehr nach Hause bringen. Somit das übliche Theater. Telefonat mit Versicherung wegen Schutzbrief, Abschleppper und so weiter.

    Wir nutzten jedenfalls die geschenkte Zeit um uns im Ort etwas umzusehen und fanden doch tatsächlich eine Gaststätte mit kleiner Brauerei wo wir dann als spätere Passagiere des Abschleppunternehmers auch zwei Halbe Bier und eine Brotzeit verdrückten.

    Da du ja neu hier bist, kennst du vielleicht meine Enterprise, die mich zu vielen unbekannten Zielen gebracht hat noch nicht. Hier ein Bild des "Raumschiffes" im Allgäu...

    ...und hier bei dir fast vor der Haustüre.



    Die Enterprise ist immer noch nicht bereit, das Weltall zu entdecken, weil die Reparatur aufwändiger als gedacht ist. Vermutlich wird sich demnächst ein anderer "Käptn Kirk" an ihr erfreuen...

    Danke jedenfalls für deinen Bericht, der Erinnerungen weckt.

    grüsse

    jürgen

  • Gast001
    Gast
    • 2. November 2016 um 14:58
    • #5

    Zurück zum Thema des Threads....!!!

    Leonhardritt ist auch bei uns in OBB weit verbreitet.
    Das geht schon Ende Oktober los.
    Aber die meisten sind erst am kommenden Wochenende.

    z.B. nicht weit weg von mir

    am Sonntag in
    https://www.bad-feilnbach.de/de/leonhardifa…lippertskirchen

    oder am Samstag ein Stück weiter in Hundham bei Fischbachau
    https://www.fischbachau.de/tradition-brau…rt-hundham.html

    Jedes Jahr nehme ich mir vor, das einmal anzuschauen.
    Pferde, Trachten.... wunderschön.
    Dein Bericht hat mich dazu angeregt.

    Doch oft scheue ich die Fahrt- weil man keine Chance hat, einen Parkplatz zu bekommen.
    ( Hab zwar keine Enterprise, aber auch für kleine Autos gibt es kaum Platz und mit dem Fahrrad ist es zu weit - für mich).
    Mal sehn, was ich am Wochenende mache.

    Helmut hat hier schon über ein Leonhardifest und Leonhardiumzüge berichtet
    Leonhardifest in der Rodungsinsel, Teil 1 ( allerdings im Juli)

    hier im November in Kreuth
    Leonhardifahrt 2011 in Kreuth beim Tegernsee

    Gruß,
    Elke

  • nyra
    Gast
    • 2. November 2016 um 17:16
    • #6
    Zitat von claus-juergen

    und fanden doch tatsächlich eine Gaststätte mit kleiner Brauerei wo wir dann ... zwei Halbe Bier und eine Brotzeit verdrückten.

    Na, dann war doch alles in schönster Ordnung! :thumbup:

    Naja, die Enterprise ... Aber Schicksalsschläge müssen wir alle gelegentlich hinnehmen. Immerhin bist du jetzt dieser lebensgefährlichen Insel gesund entronnen - was ist dagegen eine Raumschiffpanne? ^^

    Zitat von claus-juergen

    ...und hier bei dir fast vor der Haustüre.

    Maria Vesperbild kenne ich zwar gut, aber sooo vor meiner Haustüre ist das auch wieder nicht. Eine knappe Autostunde. Weißenhorn ist jedenfalls um einiges näher.

  • Josef
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    • 2. November 2016 um 18:21
    • #7

    Bin vom Leonhardiritt in Weißenhorn begeistert.
    Heute noch so eine große Pferdeschar aufzutreiben ist eine Leistung.

    Total begeistert bin ich von der 6 spänner Kutsche, da ich eine Vorstellung habe
    wie schwer die zu fahren ist. Noch dazu in einer Kolonne mitten durch den Ort.
    Das ist ein Profi und für mich eine gewaltige Leistung, so mit den Pferden eins zu sein.

    Liebe Grüße

    Josef

  • nyra
    Gast
    • 2. November 2016 um 19:05
    • #8

    Ich habe nur einen kleinen Teil der Pferde eingestellt, weil es sonst sicher langweilig geworden wäre (alles vom selben Standort, alles von schräg vorn). Zum diesjährigen Weißenhorner Leonhardiritt finde ich keine Zahlen; voriges Jahr waren es lt. Zeitungsbericht 47 Gespanne und 140 Reiter.

    Ich weiß natürlich nicht, wo die Pferde alle herkommen. Es gibt etliche Pferdehöfe in der Region (schließlich sind Pferde ja "in", jedes Schulmädchen aus bessergestellter Familie lernt reiten, und die andern lesen wenigstens Pferdebücher ... ^^ ). Über die große Zahl der Kaltblüter habe ich mich aber auch gewundert. Liebhaberei der Besitzer? - aber sie werden ja auch in der Forstwirtschaft beschäftigt.

    Ja, den Fahrer des Sechsspänners habe ich auch bewundert, obwohl ich keine Ahnung von der Sache habe. Auf meinem dritten Bild (siehe oben) ist ein Fünfergespann; die ungerade Zahl fand ich überraschend, aber, wie gesagt, ich verstehe nix davon. Ein paar Vierergespanne sind noch unter den Fotos, die ich hier nicht eingestellt hatte.

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