aus Ungarn kurz berichtet 2015

  • Das veranlasste mich zu einer Fahrt in die Slowakei - natürlich wegen meiner Königin. :roll:


    Zunächst hatte ich gedacht, dass du die Dame an deiner Seite, deine bessere Hälfte gemeint hast. ;-) Weit gefehlt, wie sich später herausgestellt hat.


    Danke für deinen Bericht aus der Slowakei!


    Gruß,
    Klaus

  • Waldi, da hast Du wieder mal eine herrliche Fahrt gemacht.


    Das Denkmal in Kápolna ist wirklich interessant.


    Die Steinbrücke von Zelené, wohl eine der ältesten noch erhaltenen Brücken
    die soweit nördlich von den Osmanen erbaut wurde.


    Die Büste von Kaiserin Elisabeth in Poltár muss der Höhepunkt Deiner Fahrt
    gewesen sein.

    Liebe Grüße

    Josef

  • Servus waldi ,


    ein sehr interessanter Bildbericht den du uns hier zeigst.


    Das Denkmal von Kapolna ist schon ein hingucker und bestimmt einzigartig.


    Danke fürs mitnehmen.

    Liebe Grüße :auto3:Dieter


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders


    Und deshalb bleibt bitte gesund.

  • So langsam gehts aufs Ende unseres Ungarnaufenthaltes zu.
    Nächste Woche um diese Zeit werde ich wieder von daheim ins Netz gehen können. (falls der Aufenthalt an den Grenzen nicht so doll wird)


    Am Samstag waren wir auf einem Fest in einem Dorf mit 447 Einwohnern (laut Wikipedia am 1.1.2015).


    Dort hat Gyuri vom Forellenhof seinen Alterssitz angelegt - natürlich nicht ganz ohne Fische!




    Der rührige Bürgermeister dieses Dorfes hat ein neues Fest aus der Taufe gehoben.




    "Mályinkaer Schnaps & Forellenfestival"
    Die Ungarn schreiben grundsätzlich das Datum in der Reihenfolge: Jahr.Monat.Tag!


    Auf ihrem Fußballplatz hatten die Mályinkaer rundum Pavillons und Zelte aufgestellt.





    Ich war überrascht von der Menschenmenge. Das hätte ich bei einer so geringen Einwohnerzahl nicht erwartet.


    Gyuri sorgte für die Versorgung mit Forellen...





    ... und für Fischsuppe.




    Ich probierte die Hechtbällchen in Tomatensoße.




    Das ist ein Mousse aus Hechtfilet mit gekochtem Reis zu kleinen Kugeln geformt in einer leckeren Sauce.


    Meine Gattin entschied sich für gekochten Maiskolben.




    Der Maiskolben wird in Wasser mit einigen Maisblättern gekocht und vor dem Verzehr mit Salz bestreut.


    Es gab aber auch noch Gyros.




    Außer Bier und alkoholfreien Getränken gab es natürlich Schnaps!




    Alle Helfer waren am Festival-T-Shirt zu erkennen.




    Bevor wir am Sonntag Nachmittag zum Fest kamen waren Schnäpse und Fischgerichte von einer Jury getestet worden und auf der Bühne wurden dann die Sieger prämiert.




    Auf dem Weg zum Auto begenete ich dieser Herbstzeitlosen. (wenn ich es recht erkenne)




    Übrigens wurde unsere Hauswand am Sonntag fertig verputzt,
    Ich bin mit der Arbeit sehr zufrieden! (und das will was heißen - bei meiner Pingelichkeit!)



    Liebe Grüße aus Ungarn von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Was für ein schöner Abschluss Eures diesjährigen Ungarnurlaubs!


    Gegrillte Forelle... oder Hechtbällchen in Tomatensauce- ich weiß nicht, was ich probiert hätte.


    Eines wurde mir klar, waldi - in Eurem Urlaub kamen die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz.
    Ich hoffe, Du wirst sie zu Hause nicht allzusehr vermissen.


    Fällt Euch der Abschied nicht ein klein wenig schwer?


    Gute Heimreise!
    Liebe Grüße
    Elke

  • Was für ein schöner Abschluss Eures diesjährigen Ungarnurlaubs!


    Noch ist es nicht ganz vorbei, Elke!
    Ich hab noch einiges vor.


    - in Eurem Urlaub kamen die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz.


    Dessen darfst Du sicher sein.
    Nicht nur die Seele darf baumeln, auch der Bauch darf geniessen!
    Das ist meine Art der Ganzheitstherapie.


    Fällt Euch der Abschied nicht ein klein wenig schwer?


    Wie sagte doch einst Faust zu Wagner: "Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust..."
    Ich könnte noch eine Weile bleiben.
    Meine Gattin meint aber: Die Kinder sind so weit weg!
    Das ist wohl des Pudels Kern.



    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Waldi, danke für die Eindrücke dieses Festes. Aus dem bogrács hätte ich auch gerne mal einen ordentlichen Schlag genommen. Und die Forellen ... hmmmmh, aber mit Senf??? Das habe ich noch nie gesehen. Müsste man mal probieren. Ich denke, dass das Weiße Meerrettich ist, das müsste ja eigentlich geschmacklich mit dem Senf harmonieren. Ach ja, die vielen Schnäpse - wenn man sich da durchprobieren würde, dann wäre das Fest wohl ganz schnell zu Ende.:zzz:


    Liebe Grüße
    Helga

  • ... Und die Forellen ... hmmmmh, aber mit Senf??? Das habe ich noch nie gesehen. Müsste man mal probieren. Ich denke, dass das Weiße Meerrettich ist, das müsste ja eigentlich geschmacklich mit dem Senf harmonieren...


    Die Geschmäcker sind halt verschieden, Helga.
    Es handelt sich auf meinem Bild um geräucherte Forellen die zuhause, innen und außen mit Butter bestrichen, im Backofen erhitzt werden.
    Auf dem Fest wurden sie - wie die gebackene Forelle auch - im schwimmenden Fett ausgebacken und mit Senf und Meerrettich (wie Du richtig erkannt hast) serviert.
    Ich habe es mit Senf noch nie probiert. Muss ich mal machen.
    Vielleicht sogar heute! Wir fahren jetzt zum Forellenhof zum Abschiedsbesuch.



    Liebe Grüße aus Ungarn von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Auf dem "Mályinkaer Schnaps & Forellenfestival" hätte ich mich auch sehr wohl gefühlt, wobei die Forellen für mich Nebensache wären. Das Gyros war sicherlich für mich bestimmt. ;-)


    Zitat

    Vielleicht sogar heute! Wir fahren jetzt zum Forellenhof zum Abschiedsbesuch.


    "Abschied ist ein Scharfes Schwert, das viel zu tief ins Herz dir fährt", so sang Roge Whittaker. Ist doch gar nicht so dramatisch, ihr seid doch bald wieder vor Ort !?!


    Lieben Gruß,
    Klaus

  • Es ist soweit!
    die Koffer sind gepackt.
    Nach dem Frühstück gehts los in Richtung D.
    Am Dienstag beabsichtigen wir dort anzukommen.


    Die letzten Tage waren noch mal golden.
    Vorgestern waren wir zum letzten Mal in diesem Jahr im Thermalbad in Bogács.
    Gestern wurde gepackt und geräumt. Dazu war es heiß.
    Das Thermometer machte erst kurz vor 38° kehrt.
    Momentan zeigt es 23,4°.


    Mein Abschiedsbild.





    Liebe Grüße aus Ungarn von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Es wird Zeit, dass ich mich zurückmelde!
    Am Dienstag Abend sind wir wieder in D angekommen.
    Damit ist der diesjährige Ungarnaufenthalt zu Ende.


    Die Heimfahrt hatte ich durch die Slowakei geplant, weil ich dem Engpass in Hegyeshalom/Nickelsdorf entgehen wollte.
    Wir fuhren also in Esztergom über die Marie-Valerie-Brücke in die Slowakei. Keine Grenzkontrolle! Keine Polizeipräsenz!
    Auf dem Weg nach Bratislava machte ich ein paar kleine Umwege.
    Den Grund könnt Ihr euch vorstellen - meine Kaiserin!


    Mein erstes Ziel war Búč, ein kleiner Ort mit knapp 1200 Einwohnern.
    Dort steht im Garten des Gemeindehauses eine Gedenksäule, die ursprünglich zum Gedenken an Königin Elisabeth errichtet wurde.




    Die Inschrift ist irgendwann entfernt worden.
    Wer es nicht weiß, der kann sie nicht zuordnen.


    Auf der Weiterfahrt staunten wir über diesen Gebäudekomplex bei Gbelce.




    Darüber konnte ich dem Internet nichts entlocken.


    Nächste Station war Komjatice.
    Dort besuchte ich den Bürgermeister.
    Das war nicht so einfach, weil es mit der Verständigung haperte. Ich kann kein Slowakisch und die Damen im ersten Zimmer waren des Deutschen und des Ungarischen nicht mächtig.
    Ich versuchte es trotzdem und bei dem Wort "Sissi" konnte ich das Ahh... in den Augen erkennen.
    Man führte mich zum Herrn Bürgermeister Peter Hlavatý, der mich auch nicht verstand, aber sich bemühte, die Elisabethbüste in der Ecke seines Büros ins rechte Licht zu rücken.




    Die Büste, geschaffen von Alajos Stróbl, war nach dem ersten Weltkrieg von ihrem Sockel genommen worden.
    Wie alle Habsburger so hatte auch sie in der neuen Tschechoslowakei zu verschwinden!
    Ihre Beliebtheit bei der Bevölkerung rettete auch in diesem Fall die Büste.
    Vor ein paar Jahren übergab ein Bürger von Komjatice die Büste der Stadt.
    Er hatte sie bislang in einem Gartenhaus versteckt.
    Bis man eine neue Bleibe in einem Museum oder anderem öffentlichen Gebäude gefunden hat steht sie nun in der Ecke und schaut dem Bürgermeister bei seiner Arbeit zu.


    Die Nepomuks von Komjatice zeige ich später im entsprechenden Bereich.


    Weiter gings nach Piešťany, einem Badeort mit Tradition. Das heilende Wasser wird schon 1549 in einem Buch erwähnt.
    Mitten im Kurzentrum, das auf einer Halbinsel in der Waag liegt, steht an der Ecke des Kurhauses IRMA ...




    ... die Büste der Königin von Gyula Jankovits, 1902.




    Ursprünglich stand sie auf einem grünen Hügel, mitten im Kurzentrum.
    Nach der Wende tauchte die Büste wieder auf und man widmete ihr die Ecke dieses Kurhotels.


    Der Hunger meldete sich und wir suchten nach einer Möglichkeit eine Kleinigkeit zu essen.
    Im Kurhotel PRO PATRIA ...




    ... reizte mich das ...




    Es war schon fast halb Zwei und das Lokal fast leer.
    Ein Blick auf die Speisekarte ließ mich staunen.




    Leider musste ich das schlechte Bild ein "bisschen" bearbeiten.
    Ich hoffe, dass es trotzdem lesbar ist.
    Wie ließen uns nieder und uns gutgehen.
    Die Pommes zu meinem "pikanten Schweinessautée" kosteten zwar noch mal 1,90 Euro, aber für eine Suppe, zwei Hauptgerichte und eine Cola und ein Tonic zahlten wir 14,20 Euro!
    Dafür hätte ich in einem deutschen Kurort mindestens das Dreifache auf den Tisch gelegt.


    Noch ein paar Bilder vom Kurzentrum.






    Nun gings schnurstracks über Bratislava nach Engelhartszell am Jochenstein wo wir - wie immer - nächtigten.


    Mir fielen schon früher diese Verkehrsbrücken auf die unter der Kilometerbegrenzung das IG-L stehen haben.




    Erst ein Nachschlagen im Internet eröffnete mir die Bedeutung.
    Das steht für "Immissionsschutzgesetz Luft" und bedeutet, dass das Limit wegen einer zu hohen Schadstoffbelastung in der Luft erteilt wurde.


    Am nächsten Morgen besuchten wir die Klosterkirche Engelszell, der ich aber einen eigenen Beitrag widme.
    Danach fuhren wir die Serpentinen nach St Aegidi im Sauwald hoch weil mich der Forellenzirkus an der Erledtmühle interessierte.
    Wir brauchten gar nicht erst zu klingeln.




    Der gesprächige Besitzer bot uns eine eineinhalbstündige Führung durch die alte Mühle von 1384 an. Das verschoben wir aber auf ein nächstes Mal.


    Diese Lokalität mit dem etwas ungewöhnlichen Namen besuchten wir auch nicht!




    Auf der Fahrt Richtung Passau hatten wir einen herrlichen Blick ins Donautal und die gegenüberliegenden Berge.




    Vorbei an der Burg von Vichtenstein ...




    ... gings hinab ins Donautal.


    Auch bei Passau merkten wir nicht, dass wir die Grenze passierten.
    Nur in Passau standen zwei Polizisten die den Verkehr beobachteten.


    Nach einer Rast in der Seidl-Cinfiserie bei Laaber war der Rest der Strecke kein Problem mehr.



    Das war Ungarn 2015.
    Aber ein paar Berichte werde ich nachträglich noch schreiben.



    Liebe Grüße aus Deutschland von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Willkommen daheim!
    Ich hoffe Du gewöhnst Dich schnell wieder an die an Süßspeisen etwas ärmeren Zeiten - oder hast Du am Main ähnliche oder andere kulinarische Vorlieben?


    Euer etwas ungewöhnlicher Rückweg war mit neuen Eindrücken und Erlebnissen gespickt ( Wie wusstest Du denn das von der Sisibüste im Bürgermeisterzimmer?)


    Danke für's Mitnehmen auf diesem neuen Weg!


    Den IGL mit 100 gibt's auf österreichischen Autobahnen schon länger.
    Aufgepasst- bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gelten bei IGL Strecken nicht die Bußgelder der Straßenverkehrsordnung, sondern das Immisionsschutzgesetz Luft . Und die Strafen bei "Luftverschmutzung" durch erhöhte Geschwindigkeit sind wesentlich höher. Ich habe es noch nicht "ausprobiert" (zum Glück) - aber es soll ungefähr das Dreifache sein.
    s.hier
    https://www.schoener-reisen.at…r-Inntalautobahn-in-Tirol


    Erhol Dich gut von Eurem langen Ungarnurlaub! :wink:


    Liebe Grüße,
    Elke

  • Ich hoffe Du gewöhnst Dich schnell wieder an die an Süßspeisen etwas ärmeren Zeiten - oder hast Du am Main ähnliche oder andere kulinarische Vorlieben?


    Wieso ärmer, Elke? Ja gut, vielleicht etwas anders. Aber ich kam ja nicht mit leeren Händen... ich meine leeren Taschen aus Ungarn zurück!
    Da war die eine oder andere Leckerei in den Koffern versteckt. Außerdem hatte ich geschrieben, dass wir in Laaber Rast gemacht hatten. Da kamen wir auch mit einer süßen Tüte raus.
    Fazit: Im Moment herrscht noch kein Süssigkeitennotstand!


    Euer etwas ungewöhnlicher Rückweg war mit neuen Eindrücken und Erlebnissen gespickt ( Wie wusstest Du denn das von der Sisibüste im Bürgermeisterzimmer?)


    Den ungewöhnlichen Rückweg verdanke ich den Flüchtlingen und bin ihnen dafür dankbar!
    So war es für mich leichter meine Frau zu diesem "Ausweichmanöver" zu überreden. :14:


    Von dem Fund der Büste in Komjatice erfuhr ich durch die slowakische Presse.
    https://novezamky.sme.sk/c/777…dnou-z-atrakcii-obce.html
    Ich durchforste in ruhigen Zeiten, wenn nicht gerade ein Beitrag fürs Reiseforum in Arbeit ist, das ungarische und tschechische und slowakische und manchmal auch noch andere Internetseiten nach Spuren der Kaiserin. Dann suche ich nach Erzsébet királyné oder Císařovna Alžběta oder L'imperatrice Elisabetta oder Élisabeth Impératrice d’Autriche, usw.
    Leider spreche ich diese Sprachen nicht, aber wozu gibts den Goggel?



    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Da hattet Ihr heuer einen herrlichen und langen Urlaub.
    Auch die Fahrt nach Hause war noch voller schöner Überraschungen.

    Liebe Grüße

    Josef

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