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aus der Heimat berichtet...

  • claus-juergen
  • 21. September 2022 um 21:49
  • claus-juergen
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    • 8. Mai 2026 um 22:14
    • #221

    Nach etwa 20 Jahren war ich heute mit Angelika mal wieder im Kino. Das bei uns im Dorf mit insgesamt vier Sälen ist noch im Bau und so ging es ins 15 Minuten entfernte Kaufering. Heutzutage ist ja auch beim Kinobesuch alles anders als damals, wo man am Schalter noch Karten erwarb die dann eine Platzanweiserin abriß. Heute bucht man online vorab die Plätze und zahlt mit Kreditkarte. Der Rentnertarif von 4,78 € gilt nur an einem Tag im Monat und es kann nur mit dem Teufel zugehen wenn man "der Teufel trägt Prada 2" nicht anschaut.

    Eigentlich ist das Wetter viel zu schön um ins Kino zu gehen.

    Ganze acht Kinosäle gibts da und keine einzige Kasse hat geöffnet. Sehr seltsam so ein Kinobesuch heutzutage.

    Da stehen die Rentner also alle an. Da gibts Kaffee und Kuchen vor der eigentlichen Vorstellung. Auch das ist sehr seltsam für mich.

    Ein Gong ertönt auch nicht mehr und doch begeben sich alle mehr oder weniger pünktlich in den Saal Nr. 4. Der ist ziemlich dunkel. Ich vermisse die Platzanweiserin oder zumindest jemand, der mein Online-Ticket am Handy kontrolliert. Manche haben tatsächlich ein Papierticket in der Hand. Aber niemand da. Sehr seltsam das Ganze.

    Der Saal ist dunkel. Immerhin dämmert auf den Seiten dezent eine Leuchtreklame. Und auch die Nummern der Sitzreihen sind beleuchtet. Die Sitze nummeriert. Aber das können ältere Menschen kaum lesen. Die Sitze sind bequem und nicht mehr klappbar. Auch sehr seltsam. Es ist sogar so viel Platz, daß jemand vor dem Sitzenden vorbei gehen kann ohne daß man dazu aufstehen muß. Schon wieder sehr seltsam.

    Dann aber das übliche wie früher. 20 Minuten Werbung und die Ankündigung der nächsten Filme im Theater. Gar nicht seltsam.

    Ich knipse ein Bild und genieße den Film. Angelika hat es nicht ganz so gut wie ich getroffen weil ihr Nachbar während dem gesamten Film immer wieder mal alles mögliche erzählt. Sehr seltsam.

    Wie der Film war wollt ihr wissen? Naja, ich war mal wieder im Kino und folglich war es eine nette Abwechslung im langweiligen Rentnerdasein. Dazu keine Rückenschmerzen weil die Sitze erheblich bequemer sind als früher. Auch sehr seltsam. ;)

    grüsse

    jürgen

  • claus-juergen
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    • 6. Juni 2026 um 22:26
    • #222

    In der Nähe meines Heimatortes ist Hans Besitzer eines Sägewerks und einer Zimmerei. Er kauft also regionales Rundholz ein und sägt es passend zu. Daraus werden dann Dachlatten, Bretter oder auch Holz für Dachstühle. Auch die stellt er in seinem Abbindebetrieb her. Dazu hat er entsprechende Maschinen die die Balken hobeln, passend zuschneiden und mit Bohrungen versehen.

    Dabei fallen nicht nur Sägemehl sondern auch Hobelspäne an. Das Sägemehl wird gerne von Reiterhöfen abgenommen, weil die Reithallen einen entsprechenden Untergrund für den Pferdesport benötigen. Die Sägespäne landen in einem Container. Daraus werden Pellets gepresst. Heute war es wieder mal soweit und ich konnte mir das genauer ansehen. Natürlich kann diese Anlage nicht mit einer industriellen Pressung mithalten. Aber darum geht es auch gar nicht. Es geht darum, dass aus dem Restholz keine Abfallstoffe entstehen. Alles wird verwertet.

    Das ist der Container für die Hobelspäne.

    Wie man sieht presst das Eigengewicht die Späne so stark zusammen, dass man den Container sogar seitlich öffnen kann ohne dass diese Späne heraus fallen.

    Die Hobelspäne haben ungefähr die gleiche Größe. Die Farbunterschiede ergeben sich daraus, dass die Hölzer, überwiegend ist es Fichte, manchmal Rindenanteile haben.

    Die Technik der Pellets Herstellung ist nicht sonderlich kompliziert. Es gibt eine Förderschnecke im Container die im unteren Bereich die Späne entnimmt und durch das silberne Rohr transportiert.

    Durch Druck werden die Späne komprimiert und durch ein circa 5 mm großes Sieb gepresst. Die Pellets werden bis zu 2 cm lang und brechen dann durch das Eigengewicht auseinander.

    Im blauen Trichter landen die Hobelspäne. Unten kommen die fertigen Pellets heraus.

    Im Hintergrund sieht man die Kraftstrom Steckdosen. Die Motoren brauchen Strom mit 400 V Spannung. Der Vorgang des Pressens ist stromintensiv. Das wiederum ist bei diesem Betrieb kein Problem, weil die Pellets ja nicht täglich gepresst werden. Aufgrund der vorhandenen Fotovoltaikanlagen auf den Hallendächern steht Eigenstrom kostenfrei zur Verfügung. Heute war ein sonniger Tag. Somit gab es genügend Strom und deshalb wurden Pellets gepresst.

    Die fertigen Pellets fallen dann in einen Sack, in welchem dann etwa 300 Kilo davon Platz finden.

    Es dauert tatsächlich ein paar Stunden bis der Sack voll ist. Die Pellets sind dann warm weil durch das Pressen Wärme entsteht. Beim Pressen dieser Pellets wird kein Kleber oder ein Zusatzmittel benötigt. Allein durch den Druck halten die Sägespäne zusammen.

    Theoretisch kann in so einem Nylonsack ein Gewicht von mehr als einer Tonne Platz finden und transportiert werden. Das ist schon erstaunlich.

    Der Pressvorgang produziert aber auch einen geringen Teil an Ausschuss Pellets. Die sind keine Abfall. Die werden einfach wieder oben in den Trichter zu den Sägespänen gegeben um dann zusammen mit diesen zu Pellets verarbeitet zu werden.

    Die Ausschuss Pellets sind wesentlich kürzer als es die Norm erfordert und können deshalb nicht für entsprechende Öfen als Brennstoff verwendet werden. Die Brenndauer wäre zu gering. Hingegen würde zu viel Asche produziert werden. Das ist in etwa so als wenn man im Kachelofen nur Zeitungspapier verheizen würde.

    Und noch ein Problem tritt beim Pressen auf. Das ist der Holzstaub. Der entsteht automatisch beim Pressvorgang und wenn es zu viel ist muss der Staubsauger ran und dieser Staub abgesaugt werden. Ansonsten würde die Mechanik heiß laufen und beschädigt werden.

    Der Holzstaub landet in diesem Zylinder und wird zum Sägemehl hinzu gegeben. Bei den Pellets stört er. Die sollen möglichst staubfrei sein damit ein Ofen nicht so stark rust.

    Natürlich war ich neugierig und wollte wissen, was so eine Anlage kostet und wo die herkommt. Tatsächlich gibt es so ein Ding für etwa 3000 € aus China zu kaufen. Das Problem dabei ist allerdings, dass die Anlagen einer ständigen Weiterentwicklung unterliegen und man bereits nach kurzer Zeit keine Ersatzteile mehr dafür bekommt. Somit kann man ein defektes Gerät allenfalls als Ersatzteilträger bei eBay verkaufen.

    Hier hat man sich für ein erheblich teureres Modell aus Österreich entschieden welches immerhin circa 13.000 € kostet. Ersatzteile sind wohl über einen längeren Zeitraum verfügbar. Dazu kann man die Anlage mit etwas technischem Verständnis selbst warten und instandhalten.

    Die Pellets hier benötigt zu einem großen Teil ein Bekannter von Hans für seine Gebäude als Brennstoff der dadurch gleich die Späne entsorgt. Einen Teil der Pellets verkauft er als lose Ware in diesen großen Säcken. Eine Abfüllung in Plastiksäcke wie man sie im Baumarkt zu kaufen bekommt erfolgt nicht. Der Preis liegt im übrigen pro Tonne Pellets etwa 50 € niedriger als im Handel.

    Wieder was gelernt sagt

    Jürgen

  • claus-juergen
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    • 21. Juli 2026 um 21:58
    • #223

    Als ich heute in Marktoberdorf auf der Bank war konnte ich das modernste Einsatzfahrzeug der örtlichen Feuerwehr vorbeifahren sehen. Der Bio Motor hat sage und schreibe zwei PS was auch ein technischer Laie auf Anhieb erkennt.

    Denkbar ist aber auch, dass es sich bei diesem Fahrzeug um einen sogenannten Erlkönig handelt. So nennt man in der Automobilindustrie neue Typen die getarnt werden, um nicht gleich bei Probefahrten auf öffentlichen Straßen erkannt zu werden.

    Die Ausrüstung der begleitenden Feuerwehrmänner ist auch anderer Art als ich sie eigentlich kenne. Nun gut, ich selbst war nie bei der Feuerwehr und kann da nicht mitreden. Angesichts der sommerlichen Hitze ist diese Ausrüstung sicherlich nicht schlecht zur Bekämpfung eines Brandes. So ein Brand kann ja auch im Hals des Feuerwehrmanns entstehen. Das ist dann wieder ein ganz anderer Brand der ebenfalls bekämpft werden muss.

    Grüße

    Jürgen

  • waldi
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    • 22. Juli 2026 um 20:47
    • #224

    Lieber Jürgen!

    Ich denke, das Gefährt sollte zweckentfremdet eingesetzt werden.
    Vielleicht wollte der seltsam gekleidete Feuerwehrmann jemandem aufs Dach steigen?
    Oder seine Holzleiter war zum Fensterln zu kurz? :/
    Auf dem Dorf könnte sowas als Nachbarschaftshilfe durchgehen! :wink:


    Liebe Grüße von waldi aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

    Einmal editiert, zuletzt von waldi (22. Juli 2026 um 20:54)

  • claus-juergen
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    • 17. August 2026 um 15:38
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    • #225

    Am Samstag vormittag war ich mit dem Motorrad in Kirchheim im Landkreis Unterallgäu. Am Ortsrand befindet sich die Englisch-Gruß-Kapelle. Obwohl ich sicherlich schon dutzende Male dort vorbeigekommen bin konnte ich nie einen Blick ins Innere werfen. Das war vorgestern anders weil dort eine Messe abgehalten wurde. Es war heiß und die Kirchentüre war geöffnet.

    Also Motorrad geparkt und gewartet bis die Messe zu ende war.

    Nachdem fast alle Kirchgänger, das Gotteshaus war voll, gegangen waren zog es mich ins Innere. Dort traf ich die Bürgermeisterin an und wir wechselten ein paar Worte. Ich kannte die Dame bereits flüchtig. Zu uns gesellte sich S. E. Ulrich Graf Fugger von Kirchheim-Glött. Ich hoffe, den Familiennamen richtig wiedergegeben zu haben.

    Fugger Kirchheim – Fürstliche Familie Fugger von Glött in Kirchheim/Schwaben

    Zwar durfte ich ein paar Bilder vom Kircheninneren machen, mußte dem Grafen jedoch versprechen, die nicht in den sozialen Medien zu veröffentlichen. Der Grund liegt wie so oft darin, daß Spitzbuben vor Jahren die Kirche ausgeraubt haben. Alle Heiligenfiguren wurden gestohlen und sind bis heute noch nicht vollständig durch Kopien ersetzt. Ärgerlich!

    Zumindest das da darf ich veröffentlichen. Das kann auch keiner klauen weil diese Platte in die Wand eingemauert ist.

    Das Kirchlein ist tatsächlich nur ein paar mal im Jahr an religiösen Feiertagen geöffnet. Weil sie im Besitz der Familie Fugger ist haben nur die und eine Vertrauensperson einen Schlüssel.

    Am Sonntag den 13.9. ist in Bayern der Tag des offenen Denkmals. Dann können Teile des Fuggerschlosses in Kirchheim besichtigt werden. Ich hoffe, dann Zeit dafür zu finden. Neugierig wie ich bin möchte ich natürlich wissen wie eine Familie über 500 Jahre hinweg es geschafft hat, den Besitz zu erhalten. Vielleicht ergibt sich dann ein weiteres Gespräch mit dem Chef des Familienzweigs in Kirchheim.

    In der Kirche befindet sich übrigens ein großes Fresko welches die Vorfahren des Grafen am Ende des 1. Weltkriegs haben malen lassen. Darauf sind unter anderem auch adelige Kriegsteilnehmer der Familie abgebildet. Die Muttergottes Maria ist übrigens im Stil von Sandro Botticelli dargestellt.

    grüsse

    jürgen

  • claus-juergen
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    • 4. September 2026 um 22:11
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    • #226

    Vor ein paar Tagen sind Klaus und ich mit den Motorrädern durchs Oberallgäu und den Riedbergpass in den Bregenzer Wald gefahren. Erste wichtige Station war der Sulzberger Hof bei Kempten. Da sind wir zwar nicht eingekehrt. Allerdings haben Angelika und ich dort am 2.2.1985 unsere Hochzeit gefeiert. Von außen hat sich das Hotel nach dem Verkauf durch die Eigentümer doch etwas verändert.

    Gegenüber steht die Burg Sulzberg. Mittlerweile ist die Ruine zugänglich. Dafür muß man nun Eintritt zahlen.

    Zweites Frühstück im Cafe in Burgberg bei Sonthofen.

    Der Riedbergpass ist natürlich ein Traum für jeden Biker. Westlich davon gehts in den Bregenzer Wald.

    Und dann kamen wir durch Egg. Was macht man in Egg? Natürlich ein Bier - in dem Fall ein Radler - in der örtlichen Brauerei trinken.

    Da gibt es keine Brauereiwirtschaft. Verkauft wird direkt an der Rampe und in wenigen Gaststätten der Region.

    Nach einer Runde auf bekannten Strecken fuhren wir über Doren ins andere Sulzberg, in Vorarlberg gelegen. Von dort aus hat man einen tollen Ausblick.

    Unter uns im Tal befindet sich die Weißach. Entlang des Flusses bzw der Bregenzerach gab es einst die Bregenzerwaldbahn. Heute ist nur eine Teilstrecke noch mit Schienen belegt. Da verkehrt ein Touristenzug. Der Rest der Strecke ist verfallen. Für Abenteurer oder Wagemutige bieten sich Tunnel und marode Brücken an.

    Bregenzerwaldbahn – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Wer Geschichte liebt soll sich die 84 Bilder der Website ansehen.


    Ein toller Tag auf kaum befahrenen Straßen.


    370 Kilometer habe ich nun mehr auf dem Tacho meiner BMW. Sicherlich waren wir ein paar Stunden im Sattel. Pausen sind immer wieder drin. Länger wie eine Stunde am Stück fahren wir gewöhnlich nicht. So kann man die etwas weiter entfernte Heimat näher kennenlernen und ist doch abends zuhause.

    jürgen

  • claus-juergen
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    • 5. September 2026 um 22:01
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    • #227

    Wer nun meint, daß der Jürgen nur mit einem PS starken Motorrad unterwegs ist, der täuscht sich. Seit letztem Herbst bin ich im Besitz eines Ebikes und das verleitet mich immer wieder mal dazu, durch den hügeligen Naturpark Augsburg Westliche Wälder zu radeln. Immerhin kamen am letzten Sonntag weitere 65 km auf den Tacho. Dabei versuche ich möglichst oft die niedrigste Stufe der Unterstützung durch den Motor zu wählen. Einerseits möchte ich möglichst weit kommen ohne nachladen zu müssen und andererseits ist selbst die niedrigste Stufe für mich eine erhebliche Unterstützung nach mehr als einem halben Jahrhundert Radfahren mit einem "normalen Rad".

    Los ging es am Sonntag über den Nachbarort Hiltenfingen und Schwabegg hinauf in die Hügel des Naturparks nach Konradshofen.

    Radltour

    Wenn die Erika so schön blüht muß man natürlich einen Fotostopp einlegen.

    Radltour

    In Rielhofen dann ein besonderer Vorgarten. Halloween Ende August?

    Radltour

    Die Hausbesitzerin sah mich stirnrunzelnd vor ihrem Skulpturenpark.

    Radltour

    Sie erklärte mir, daß sie es mag wenn die Kids ihren besonderen Garten bewundern.

    Radltour

    Deshalb werden die dann auch den ganzen Sommer über mit Süßigkeiten beschenkt.

    Radltour

    Die Geschmäcker sind nun mal verschieden.

    Radltour

    Ich selbst bin kein Fan von chinesischem Sondermüll.

    Radltour

    Noch dazu war das Zeug sicherlich nicht gerade billig.

    Radltour


    Radltour

    Weiter ging es nach Münster wo jeden Oktober nebenan ein Bergrennen stattfindet. Ja, in meiner Heimat gibt es tatsächlich noch so eine Motorsportveranstaltung.

    Bergrennen Mickhausen - Traditionsreiche Motorsportveranstaltung

    Im Hintergrund ist Mickhausen mit dem mittlerweile teilrenovierten Schloß zu sehen.

    Radltour

    An einem Sonntag wird in der kleinen Familienbrauerei in Walkertshofen ja nicht gearbeitet. Allerdings vernahm ich ein Scheppern im ehemaligen Saal der Brauereigaststätte die schon längst geschlossen ist. Die Tür stand offen. Also nichts wie rein. Der "Jungbraumeister" von vielleicht sechs oder sieben Jahren war mit dem Einsortieren der Bierflaschen in leere Kästen beschäftigt.

    Radltour

    Dann kam doch noch der Papa hinzu und meine Frage nach einem Bier wurde natürlich positiv beantwortet.

    Radltour

    Aus der Flasche und noch dazu kalt an dem heißen Tag ist genau das was der durstige Radler Jürgen jetzt braucht. Das Gespräch über Gott und die Welt gab es gratis dazu.

    Vielleicht ergibt es sich, daß ich im Winter, im Sommer hat der Wirt keine Zeit, eine Brauereiführung mit ein paar Freunden buche. Bierprobe und Brotzeit hinterher gibts natürlich auch.

    Staudenbräu Walkertshofen · Staudengold · Brauerei Schorer
    Familienbrauerei seit 1846. Bier brauen ist unsere Berufung - Hopfen und Malz gehören für uns zusammen wie die Menschen und die Heimat.
    staudenbraeu.de
    Radltour

    Weiter ging es bergauf und bergab über Aichen nach Balzhausen. Dort dann am späten Mittag ein Essen und dazu eine Radlerhalbe im Dorfgasthaus Adler. Da stimmen noch Preis und Leistung. Eine kleine Speisekarte. Manches gibts nach 13 Uhr schon nicht mehr. Aber der Jürgen ist ja flexibel.

    Das gibts auch nur noch in Dorfwirtschaften.

    Radltour

    Ein Weilchen geht es nun entlang der Mindel flußaufwärts bis Kirchheim.

    Radltour

    Da entdeckt der Jürgen einen Baggersee mit immerhin 22 Grad Wassertemperatur. In dem idyllischen jedoch habe ich mich nicht abgekühlt. Da war mir zu viel Grünzeug drin. Ein paar Kilometer weiter bei Mörgen befindet sich mein bevorzugter See an welchem ich wiederholt ganz alleine schwimmen konnte.

    Über Eppishausen, Könghausen, Mittelneufnach und Hiltenfingen ging es wieder nachhause. Eine tolle Tour die mir wiederum gezeigt hat, daß man mit dem Fahrrad ganz andere Eindrücke von ein und der selben Strecke gewinnt als mit dem Motorrad oder dem Auto.

    grüsse

    jürgen

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