Die Ewige Stadt - zweiter Anlauf

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    • Auch der Ortsunkundige findet das Collosseum ohne Probleme, liegt es doch an der gleichnamigen Straßenbahn- (Linie 3) und Metrostation. Im Vorverkauf bekommt man die Eintrittskarten etwas teurer, aber man hat dann nur eine kurze Warteschlange, eine halbe Stunde hab ich damit bestimmt gespart. Sicherheitskontrollen auch hier, immerhin musste ich nicht die Stiefel ausziehen.























      Viele zum Teil kunstvoll bearbeitete Steine
      liegen einfach herum.


      Es gibt jetzt eine Reiseberichtspause, weil ich ab morgen bis zum 2. April in Schweden bin
      Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie Dir an (Kurt Tucholsky)

    • Die Liberazione, die Befreiung von den deutschen Besatzern, gehört untrennbar zur italienischen Identität. Entsprechend muss ein Tourist, der sich nicht nur die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder die Kunstschätze des Landes bewundern will, dieser Geschichte widmen, insbesondere wenn er aus dem Land der ehemaligen Aggressoren kommt.

      Bekanntlich war das faschistische Mussolini-Italien mit NS-Deutschland verbündet. Das änderte sich, als Mussolini nach der Landung der Alliierten auf Sizilien am 25. Juli 1943 gestürzt wurde, und Italien kurz darauf als Verbündeter NS-Deutschlands ausschied. Währrend Süditalien relaiv flott befreit wurde, besetzten die Hitler-Truppen Mittel- und Norditalien und lieferten sich mit den Alliierten einen grausamen Abwehrkampf, mit den Alliierten. Unterstützt wurden letztere dabei durch die Partisanen der Resistenza. NS- bzw. SS-Truppen ermordeten dabei Tausende von Partisanen und Zivilisten, auch Frauen und Kinder. Am 24. März 1944 wurden in diesen Höhlen 335 Italiener erschossen, der älteste 74, der jüngste 15 Jahre alt, als Vergeltung für einen Partisanenangriff.
      de.wikipedia.org/wiki/Massaker…rdeatinischen_H%C3%B6hlen

      Nahe der Piazza San Giovanni in Laterano befindet sich in der Via Tasso Nr. 145
      das Museo della Liberazione .
      Das Historische Museum der Befreiung wurde in den Räumlichkeiten des Gebäudes, das während der Nazi-Besatzung von Rom (4. Juni 1944 11. September 1943) als Gefängnis von der Sicherheitspolizei (SIPO) und vom SS-Sicherheitsdienst (SD) verwendet war. Nach der Besetzung von Rom wurde das Gebäude Via Tasso 145-155 der Sitz von SD und SIPO unter der Führung von Oberleutnant Herbert Kappler. Das Gebäude war vorher der Sitz der kulturellen Büros der deutschen Botschaft. Es war der Ort, an dem man gefangen genommen wurde, auch ohne Grund, verhört, verhaftet und gefoltert. Von hier konnte man direkt zum Gefängnis von Regina Coeli gebracht werden oder zum Kriegesgericht (Gefängnisstrafen in Deutschland oder Erschießung in Forte Bravetta). Die Alternative waren Deportation oder, oft, Ermordung in den Ardeatinischen Höhlen. Über zweitausend Männer und Frauen waren dort inhaftiert - über 350 Frauen, dazu Partisanen, Soldaten und Bürger.


      Nach der Befreiung wurde das Gebäude von Evakuierten besetzt. Sie blieben dort bis 1950, als der Besitzer dem Staaten vier Wohnungen mit der ausdrücklichen Klausel gespendet hat, die sie das Historische Museum der Befreiung schaffen sollten, das endlich am 4. Juni 1955 gegründet als eine öffentliche Institution mit dem Gesetz 14 April 1957 n. 277 eröffnet wurde.
      Übersetzung aus der o.g. Museums-HP, von mir etwas bearbeitet


      29.1.2017

      Der Bus 218 bringt mich von der Piazza San Giovanni in Laterano (gegenüber der Basilika) zu den Fosse Ardeatine. Die Gedenkstätte liegt in Fahrtrichtung rechts.

















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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Grizzly ()

    • Oh ja, Grizzly....

      Grizzly schrieb:

      Entsprechend muss ein Tourist dieser Geschichte widmen, insbesondere wenn er aus dem Land der ehemaligen Aggressoren kommt.
      Das gilt nicht nur für Italien - auch in Griechenland sind wir letztes Jahr ständig darauf gestoßen.


      Grizzly schrieb:

      Das änderte sich, als Mussolini nach der Landung der Alliierten auf Sizilien am 25. Juli 1943 gestürzt wurde
      Kennst Du diese Geschichte mit den Fieseler Störchen und wie es es mit Mussolini zunächst weiterging?
      spiegel.de/einestages/unterneh…us-der-luft-a-951252.html
      Vielleicht hast Du meinen Bericht von letztem Jahr gelesen.


      Gruß,
      Elke
    • Ich hab ihn erst jetzt gelsen, liebe Elke, damals war ich grad kurz vor der Papstreise und hatte anderes im Kopf. Aber eine interessante Ergänzung !
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    • Seit meinem Ruhestand hab ich viel weniger Zeit für das Internet als vorher -
      wie das wohl kommt ??
      Deshalb kommen meine Berichte leider etwas gestückelt daher, sorry.


      Wenn in einer antiken oder mitterlalterlichen Stadt gebaut werden soll, gibt's oft Überraschungen, und dann sind die Archäologen gefordert, wobei das schon in Hamburg passieren kann. Umso mehr in Rom.
      Auf dem Largo di Torre Argentina - der Name hat nix mit Argentinien zu tun, sondern kommt von einem päpstlichen Zeremonienmeister - wurde nach dem Abriss der dortigen Häuser 1909 überhaupt nichts mehr gebaut. Inzwischen sind die Reste von vier Tempeln ausgebuddelt, ansonsten gehört der Platz den Katzen und ihren Betreuerinnen, mehr dazu hier.















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