Mariabrunn, OT von Röhrmoos, Kreis Dachau, Oberbayern
In dem Wallfahrtsort Mariabrunn steht die Kapelle Maria Verkündigung.
Darin habe ich einen Nepomukaltar entdeckt.
Mehr über Mariabrunn und die Kapelle findet Ihr hier.
Liebe Grüße von waldi ![]()
Mariabrunn, OT von Röhrmoos, Kreis Dachau, Oberbayern
In dem Wallfahrtsort Mariabrunn steht die Kapelle Maria Verkündigung.
Darin habe ich einen Nepomukaltar entdeckt.
Mehr über Mariabrunn und die Kapelle findet Ihr hier.
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Der Wallfahrtsort Mariabrunn ist ein einsam gelegenes Schlossgut das zur Gemeinde Röhrmoos bei Schleißheim gehört.
Der Ursprung der Wallfahrt sowie die Gründung des Anwesens gehen zurück auf die wunderbare Heilung des Holzhauers Stephan Schlairboeck aus Ampermoching, der an einem Mittwoch im Juli des Jahres 1662 im sogenannten Gerichtsschlag Holz gehackt haben soll. Vom Durst gequält, "hat er sich allda ein kleines Läckl ersehen, in welchem er ein wenig nachgegraben, daraus sogleich ein schön klares Wasser entsprungen. Nachdem er nun seinen Trunck getan, ist ihm der Bund an seinem in die 18 Jahre lang gehabten Leibschaden alsobald hinweggefallen". Nach dieser wunderbaren Heilung hat er auch seine Schmerzen verloren, "worüber er sich niederknyend um die empfangene Gnad Gott dem Allmächtigen und seiner wehrten Mutter schuldigen Dank sagt."
Vor dem Dachauer Landpfleger Georg Teissinger machte er seine "aydliche Aussage und Bekanntnuss". Bald erfreute sich die heilbringende Quelle großen Zulaufs. Viele wunderbare Heilungen erfolgten in den darauffolgenden Jahren.
Teissinger ließ diese Quelle fassen und gleichzeitig errichte er auf eigene Kosten eine Gnadenkapelle "Zur Ehre unserer Lieben Frau". 1670 stiftete der Pfleger von Dachau eine Badeanstalt. 1674 berichtet Ihrer Kurfürstlichen Durchlaucht Ferdinand Maria von Bayern der Rat und Leibmedicus, Franz Thiermair, in einem "Tractätlein" über die Vorzüge des Heilwassers und vergleicht dessen Wirkung mit dem Bad Adelholzener bei Traunstein.
Der Münchner Kartograph Michael Wening hat in seiner um 1700 entstandenen Beschreibung des Landgerichts Dachau auch Mariabrunn erwähnt:
"Ferner ist zwey Stundt von hier (Dachau) nechst Mochin Anno 1662 ein Gnadenreicher Haylbrunn sonst Maria Brunn genannt entsprungen warbey bishero nit wenig in jhren Gepresten und Anligen Hülff gefunden. Anno 1670 ist allda von Herrn Georg Teysinger Churfürstl. Geheimben Rath ein schöne Capell erbauet auch nachmals ein doppletes Bad mit verschydenen Zimmeren auffgericht und darbey der Armen nicht vergessen worden. Von Ursprung dises Haylbrunn ist Anno 1674 ein eygnes Tractätl außgangen".
Im Jahre 1790 fasst der kurfürstliche Leibarzt und Besitzer des Edelsitzes und Gesundbades zu Maria Brunn, Dr. Anton Leuthner, die Bestandteile des Wassers als Kalkerde, Erdsalz und Ockererde mit Eisengehalt zusammen. Große Tage kamen für das hübsche Waldbad, als König Maximilian 1808/1809 seine Heilung suchende Tochter nach Mariabrunn begleitete, wo sie bald von ihren Leiden genas.
Unter der Doktorbäuerin, Amalie Hohenester...
Bild in der Gaststätte
... die den Besitz 1863 erwarb, wurde aus dem kleinen oberbayerischen Kurbad ein europaweit bekanntes Heilbad. Die Hohenester war hier Doktorin, Apothekerin, Wirtin und Gutsbesitzerin. Die "einfache Frau aus dem Volke" machte in wenigen Jahren aus Mariabrunn ein Weltbad dem ein begeisterter Zeitgenosse den Titel "Bairisch Nizza" verlieh. Zar Alexander II. Nikolajewitsch von Russland, Großfürstin Wera Konstantinowna Romanowa, Kaiserin Elisabeth von Österreich, Baron Rothschild aus Frankreich und viele weitere Hoch- und Geldadelige fanden sich in Mariabrunn ein. Die Doktorbäuerin untersuchte sie alle, diagnostizierte sie anhand von Aussehen und Geruch des Patientenurins, und kurierte viele mit ihren heilpraktischen Fähigkeiten bis zu ihrem Tod 1878, im Alter von 50 Jahren. Danach ging der Badebetrieb zurück und Mariabrunn wurde versteigert. Bis zum Jahre 1907 folgten mehrere Besitzer, dann fing durch den 25-jährigen Brauer Heribert Breitling eine neue Ära an. 1912 baute er das neue Sudhaus und brachte den Betrieb wirtschaftlich wieder in die Höhe.
Anknüpfend an die vielen Besucher der damaligen Zeit aus Russland und in Erfüllung seines, in russischer Kriegsgefangenschaft abgelegten Gelübdes, hat seit dem Jahr 1957 der Jesuitenpater Karl Ott jeweils am 13. des Monats von Mai bis Oktober seine Fatima-Gottesdienste hierher verlegt. Mit viel Hingabe und Liebe hat die langjährige Besitzerin Monika Breitling sen. die Fatimafeiern mit anschließender Lichterprozession im Laufe der letzten Jahrzehnte zu einer weit über die Landkreisgrenzen hinaus viel besuchten Institution der Marienverehrung ausgeweitet. So finden sich heute jeweils am 13. des Monats von Mai bis Oktober, um 19:00 Uhr Hunderte von Gläubigen in Mariabrunn zur Fatimafeier ein.
Im alten Brauereigebäude hat die Familie Breitling eine kleine Schnapsbrennerei eingerichtet.
In Verbindung zu den alten Sudkesseln wird derzeit an der Errichtung eines kleinen Brauereimuseums gearbeitet.
Wegen der Verbindung dieser "Kurpfuscherin" zu Kaiserin Elisabeth wollte ich mir Mariabrunn näher ansehen.
Leider regnete es - mal mehr, mal weniger - bei unserem Entreffen in Mariabrunn immer noch.
Sogar ein eigenes Ortsschild hat Mariabrunn.
Durch den Gutshof mit der alten Brauerei im Hintergrund...
...kommt man zur Kapelle.
Die Kirche Maria Verkündigung, ein ovaler Zentralbau, wurde in den Jahren 1662-1670 vom Dachauer Pfleger Georg Teisinger errichtet.
Über dem Kapellendach aus Kupfer befindet sich ein sehr anmutiger Dachreiter mit Doppelzwiebel und offener Laterne aus dem 18. Jh., der mit Kupfer verkleidet worden ist.
Das Gotteshaus ist jetzt eine Privatkirche der Familie Breitling. Es wird noch zu Messfeiern, Hochzeiten und Taufen genutzt.
Optischer Mittelpunkt der Rundkirche ist der in den Kuppelbereich reichende Hochaltar, dessen Retabel auf zwei glatte, marmorierte Säulen gestützt ist und nach oben durch Segmentgiebel abgeschlossen ist.
Das in einen wuchtigen Rahmen gefasste Hochaltargemälde ist eine Kopie des Gnadenbildes von St. Annunziata zu Florenz aus dem Jahr 1670. Es trägt den Titel: "Wahre Abbildung des Florentinischen Englischen Grueß, in welchem beede Angesichter unser lieben Frawen und des Engels,von einer Englischen Hand gemahlet worden".
Der prächtige, silbergetriebene Tabernakel darunter wurde von der "Doktorbäuerin" Amalie Hohenester gestiftet
Zu beiden Seiten des Hochaltars sind Oratorien angebaut, an deren nach vorn geschwungene Brüstungen jetzt Votivbilder gehängt sind.
Zwei künstlerisch wertvolle bleiverglaste Jugendstilfenster erinnern an Kaiserin Elisabeths Kuraufenthalte in Mariabrunn. Dank ihrer großherzigen Spende konnte das Besitzerpaar Amalie und Benedikt Hohenester die Fertigung und Anbringung dieser Schmuckstücke in Auftrag geben. Die Fenster wurden 1873 von Robert Ulke aus München geschaffen. Sie zeigen die Namenspatrone des Ehepaares Hohenester.
St.Benedikt ist mit einem Kelch abgebildet, aus dem eine Schlange kriecht (Benedikt sollte vergiftet werden).
St. Amalia ist als Klosterfrau mit Kruzifix in der Hand dargestellt. Auf einem Tisch liegen Krone und Zepter. Diese Attribute deuten darauf hin, dass die Heilige das Klosterleben einem herrschaftlichen Leben vorzog.
Der linke Seitenaltar ist dem hl. Josef geweiht der auf dem Altarblatt das Jesuskind auf dem Arm trägt.
Links vom Altar, in der Wandnische, sind die Krücken der jungen bayerischen Prinzessin Elise Ludovika, der späteren Königin von Preußen zu sehen. Die Prinzessin kam 1808 oder 1809 in Begleitung ihres Vaters König Maximilian I. Joseph von Bayern nach Mariabrunn, wo sie bald von ihrem Leiden genas. Die nicht mehr benötigten Krücken überließ sie der Kirche.
Leider konnte ich sie nicht sehen weil ich durch ein Eisengitter am Betreten der Kapelle gehindert wurde.
Der rechte Seitenaltar ist unserem hl. Johannes Nepomuk geweiht.
Auf dem Altartisch des Nepomukaltars steht ein vergoldeter Holzschrein. Er enthält Reliquien eines oder einer Heiligen. Die durch Klosterarbeiten verzierten Reliquien machen den Anschein, als sei im Schrein die Skelettreliquie eines Kindes aufbewahrt. Um welchen oder welche Heilige es sich handelt, ist nicht bekannt.
Nach einer päpstlichen Überlassungsurkunde liegen in der Kirche u.a. Reliquien des hl. Bernhard v. Clairvaux, des großen Kreuzzugpredigers, des hl. Philipp Neri, des hl. Rochus, des Patronus der Pestkranken und der der hl. Äbte Hilarius und Aegidius.
An den Wänden hängen viele Bilder (die u.a. die Hammerthaler Madonna und den Evangelisten Lukas zeigen) sowie zwei große Kruzifixe. Dort stehen auch Heiligenfiguren (Muttergottes und St.Florian).
Nahe bei der Kirche steht die Brunnenkapelle, die total unter Efeu verschwunden ist.
An der Rückseite steht eine Marienstatue.
Auf der Vorderseite kann man mit dem Schwengel das heilende Nass hochpumpen.
An der Seite fand ich diese Gedenktafel.
„Mariabrunn, du Ziel der hoffnungslosen Kranken, du letzter Hort in schmerzerfüllter Zeit, wer dich geprüft, wird nie im Glauben wanken an deiner Wunderkraft und Herrlichkeit.“
So beginnt die Inschrift an der Bründlkapelle. Sie ist nur schwer zu entziffern.
Nur wenigen ist die einstige Bedeutung des Brunnens heute noch bekannt.
Zu einem Wallfahrtsort gehört natürlich auch eine Gaststätte. Die findet man im La Rose Schloss.
Um 1830 wurde es vom Berliner Rittmeister, Heinrich Graf La Rose, als Jagdschloss erbaut. Zum Ende des 19. Jahrhunderts lebte dort der berühmte russische Maler Igor lakimov. Zwischen 1917 und 1923 lebte und wirkte dort die be kannte Lyrikerin Regine Ullmann, die öfters Besuch von Rainer Maria Rilke bekam.
Oberhalb des Gebäudes finden etwa 800 Gäste unter Kastanien im Biergarten Platz.
Während meine Gattin im Lokal ihren Tee trank machte ich einen kleinen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt auf dem Hügel hinter Mariabrunn.
Von den denkmalgeschützten drei Linden hat man einen weiten Ausblick - bei klarem Wetter soll man die Alpen sehen können..
Stark gezoomt kann man selbst bei diesem Nieselwetter die Skyline von München erkennen.
Zum Abschluss haben wir auch einen Blick in das Kirchenladl geworfen.
Das Walnussbrot schmeckte uns sehr gut!
Meine Gattin stieg sogar in den 1. Stock, um das Wohlfühllädchen zu besuchen.
Leider regnete es immer noch als wir unsere Fahrt nach Schleißheim fortsetzten.
Darüber berichte ich im nächsten Thema.
Die Internetseite von Mariabrunn.
Amalie Hohenester bei Wikipedia
Liebe Grüße von waldi ![]()
Am Morgen des vergangenen Samstags war es trübe und regnerisch. Trotzdem wollte ich mir das Schloss in Garatshausen anschauen, weil es zeitweise der Familie von Herzog Max in Bayern, dem Vater von Kaiserin Elisabeth von Österreich, gehörte und später von anderen Familienmitgliedern bewohnt wurde, und die Kaiserin dort Besuche abstattete.
Das alte Schloss mit seinen vier Ecktürmen wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von dem Münchner Patrizier Kasper Weiler erbaut.
1834 erwarb es Herzog Max in Bayern
1867 übergab der Herzog Schloss Garatshausen an seinen Sohn Ludwig (Louis). Dieser verzichtete 1859 auf sein Erstgeborenenrecht, um die bürgerliche Schauspielerin Henriette Mendel (spätere Freifrau von Wallersee) in morganatischer Ehe zu heiraten. Als Abfindung erhielt er das Schloss Garatshausen. Ludwig wurde 1858 Vater einer Tochter, Marie Louise Mendel (* 24. Februar 1858; † 4. Juli 1940), die zum Liebling der Kaiserin, und dann von ihr verstoßen wurde. Marie Louise von Larisch-Wallersee und "jene Gräfin Larisch" ging vor allem wegen ihrer Mitwisserschaft um die Tragödie von Mayerling in die Geschichtsbücher ein. Ludwig lebte mit seiner Frau in einem Nebengebäude und lediglich seine Schwester Kaiserin Elisabeth kam zu Besuch. Sie verbrachte 1868 und 1869 ihre Sommerfrische hier. Drei Jahre später veräußerte Ludwig das Schloss an seine Schwester Marie, der Heldin von Gaeta, der Gemahlin des letzten Königs beider Sizilien, Franz II. der von Garibaldi verjagt worden war. 1887 übernahm eine weitere Tochter von Herzog Max, Helene (Nené), die Witwe des Erbprinzen Maximilian Anton von Thurn und Taxis, den Besitz. Nach Plänen von Max Schultze, dem Hausarchitekten des Hauses Thurn und Taxis, ließ sie in den folgenden Jahren das Gebäude grundlegend renovieren, und daneben entstand ein repräsentativer Neubau im neubarocken Stil. Ein Arkadenbau verbindet die beiden Gebäude. Die Mitte dieser Brücke bildet die ebenfalls 1888 renovierte Schlosskapelle. Sie wurde 1759/1760 vom Reichsgrafen Basselet von La Rosée errichtet.
1951 erwarb der Landkreis Starnberg das Neue Schloss, um es als Altenheim zu nutzen. Heute bietet darin das BRK ein Alten- und Pflegeheim mit betreutem Wohnen für Menschen mit dem nötigen Kleingeld an.
Neue Gebäude beherbergen Teile des Pflegeheims.
Das neue Schloss.
Seit 2014 kann man in der "Schlosspark- Residenz" in einer der 29 Wohnungen in 7 verschiedenen Größen betreut wohnen.
Die Schlosskapelle im Arkadenbau, der das alte mit dem neuen Schloss verbindet.
Das Alte Schloss Garatshausen ist bis heute im Besitz der Familie Thurn und Taxis. Derzeit verbringt Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ihre Sommermonate darin. Wenn sie im Schloss residiert, weht die auf dem Schlossdach angebrachte Fahne. Gelegentlich lässt es sich die Adelige nicht nehmen, bei ihren Nachbarn im Alten- und Pflegeheim vorbeizuschauen.
Zum Schloss gehört natürlich auch ein Schlosspark.
Der Schlosspark reicht bis zum Ufer des Starnberger Sees.
Hier sieht man normalerweise die Alpen. Aber das Wetter...
Das Wasser im Starnberger See war wesentlich klarer.
Diese Baumgruppe finde ich echt sehenswert.
Neben dem alten Schloss sitzt die Träumerin auf einem Pfosten des Terrassengeländers.
Ich wollte sie auch von vorne fotografieren und ging an das Seeufer.
Die Träumerin von Sabina Schrenker aus Tutzing wurde 2021 in Glasfaserbeton modelliert.
Die Mauer der Terrasse hielt eine Überraschung für mich bereit!
Seit 33 Jahren stattet die Initiative „Künstler für Senioren“ das Haus und den Park mit wechselnden Kunstwerken aus. Davon sind einige in den Besitz des BRK übergegangen oder sind langfristige Leihgaben der Künstlerinnen.
"INSIGNIS in stagnum et spiritus eius - Unvergessen der See und seine Geister" entstand 2016.
5 Köpfe mit Bezug zu Garatshausen malte die Feldafinger Künstlerin Theräs Reich an die Mauer. Sie malt "lebende Porträts", meint sie. Dafür nutzt sie Perlmutt-Pigmente die auf Lichteinfall reagieren. Steht der Betrachter links, dann sieht er das Bild anders als wenn er rechts steht. "Dafür sorgt der Wandel vom Positiv zum Negativ". Bei mir blieb der AHA-Effekt leider aus.
Thomas Mann hat im "Villino", einem denkmalgeschützten Haus in Feldafing an seinem "Zauberberg" geschrieben.
Peter Joseph Lenné, der General-Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten gestaltete ab 1854 den Park in Feldafing, den heutigen Golfplatz, und formte die Insel Wörth um zur Roseninsel.
König Ludwig II. zog sich gerne in die Eisamkeit des Casinos auf der Roseninsel zurück.
Kaiserin Elisabeth verbrachte 24 Sommer in Feldafing und auch zwei im Schloss Garatshausen.
Die derzeitige Hausherrin des alten Schlosses, Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, die nicht nur durch den Ausdruck "schnackseln" bekannt wurde.
In einem Zeitungsbericht bedauert die Künstlerin dass sie nicht auch Hans Albers auf die Mauer gebracht hat. Denn, wie Jürgen schon festgestellt hat, wohnte der "blonde Hans" in unmittelbarer Nähe des Schlosses.
Auf dem über 27 000 Quadratmeter großen Grundstück auf dem sogenannten Garatshauser Mühl- oder Müllerbergl, das früher den Namen Kalvarienberg trug, wurde 1865 das Landhaus errichtet. 1884 ging das Anwesen an König Franz von Neapel über. Hans Albers kaufte im Jahre 1933 das Anwesen, das bis zu diesem Zeitpunkt die jeweiligen fürstlichen Schloßverwalter des Garatshausener Schlosses bewohnten. Der Volksschauspieler verbrachte hier gern die von Dreharbeiten und Bühnenengagements freie Zeit. Nach seinem Tod im Jahre 1960 beanspruchten zunächst die drei Hamburger Schwestern das Garatshausener Anwesen. Die Lebensgefährtin von Hans Albers, Hansi Burg-Blydt, wurde erst nach jahrelangen Erbstreitigkeiten alleinige Eigentümerin. Sie verkaufte 1971 das gesamte Areal an den Freistaat, der es 1978 dem Landwirtschaftsministerium übertrug. Derzeit streiten die Verantwortlichen über die zukünftige Nutzung des Hauses. Eigentlich wollte ich es besuchen, aber der leichte Nieselregen hatte mich schon genug geärgert.
Ein paar Schritte weiter im Schlosspark entdeckte ich ein drittes Kunstwerk.
"Der Zeitpunkt" ist ein Werk von Maximilian Fliessbach, Künstlername Marsilius.
Irgendwie erschließt sich mir nicht der Sinn des Werkes. ![]()
Aber ich bin ja auch ein Kunstbanause. Vielleicht kann mir jemand helfen.
Ich hatte jedenfalls genug vom Nieselregen und verzog mich wieder ins trockene Auto.
Liebe Grüße von waldi ![]()
Alles richtig, Jürgen!
Ich habe versucht mehr über das Fräulein zu erfahren, aber das Ergebnis ist erschreckend mager.
Selbst mit der Bildersuche sind die Ergebnisse enttäuschend.
Ohne das Fräulein selbst zu kennen ist es fast unmöglich mithilfe des Internets das Rätsel zu lösen.
Deshalb löse ich selbst auf.
Die "Träumerin" ist ein Werk aus Glasfaserbeton der Tutzinger Künstlerin Sabina Schrenker.
Die Träumerin sitzt im Schlosspark von Garatshausen und schaut über den Starnberger See auf die Alpen.
In meinem Beitrag über das Schloss Garatshausen wird die Träumerin wieder auftauchen.
Liebe Grüße von waldi ![]()
Das kommt darauf an wie Du Nähe definierst, Jürgen.
Aber das Fräulein sitzt schon südlich der Weißwurschtgrenze, wobei ich die Donau als solche ansehe.
Liebe Grüße von waldi ![]()
Schön, dass Du auch den Spoiler gelesen hast, Jofina!
War es eigentlich eine Besonderheit, dass Sissi ihre Haare derart lang wachsen ließ?
Ich denke, es war nicht mehr oder weniger besonders als heute. Es war halt die Pflege der langen Haare die viele davon abhielt sie lange wachsen zu lassen. Der Föhn wurde ja erst 1890 erfunden. Ich halte meine Haare gerne so kurz, dass ich sie mit dem Waschlappen kämmen kann. ![]()
Eine meiner Großmütter hatte auch Haare bis über den Hintern. Auch sie pflegte die Haare - zu Zöpfen geflochten - in Kaiserinart als Krone zu tragen. Möglicherweise ist dies mit ein Grund meiner Verehrung der Kaiserin. Jedenfalls habe ich diese Großmutter sehr bewundert.
Es war die Eigenart der Kaiserin, das was sie tat, intensiv zu tun. Sie war stolz auf ihr Haar und achtete sehr auf dessen Pflege! Deshalb leistete sie sich auch eine eigene persönliche Friseurin. Das tägliche Frisieren war eines ihrer festen Rituale. Sie konnte es sich leisten. Sie hatte die Zeit dazu. Man erzählt sich, dass die Friseurin Fanny Angerer (später Feifalik), die sie am Burgtheater in Wien gefunden hatte, heimlich die ausgebürsteten Haare von der Bürste streifte bevor die Kaiserin diese kontrollierte, weil die Kaiserin es nicht duldete Haare zu verlieren. Ein mal soll sie die Friseurin erwischt und zur Rede gestellt haben. Die Friseurin rettete sich mit der Ausrede, sie wolle ihrer Tochter ein Medaillon mit ein paar Haaren ihrer Kaiserin schenken.
Liebe Grüße von waldi ![]()
Im Sommer verließ die Familie von Herzog Max in Bayern das Herzog Max Palais in München um der städtischen Hitze zu entfliehen und die heißen Tage des Jahres im Schloss Possenhofen am Würmsee (erst 1962 erhielt er den Namen Starnberger See) zu verbringen. Nach ihrer Heirat mit Kaiser Franz Joseph von Österreich war das elterliche Schloss für Kaiserin Elisabeth nicht mehr standesgemäß und auch zu klein um die Suite der Kaiserin aufzunehmen. Deshalb mietete der Wiener Hof für die Zeit der Besuche der Kaiserin bei ihren Eltern im Nachbarort Feldafing das Hotel Strauch, das heutige Golfhotel Kaiserin Elisabeth.
Neben der 1508 fertiggestellten Kirche in Feldafing entstand auch ein Wirtshaus mit eigener Metzgerei und Bäckerei.
1856 kaufte Reichsrat Joseph Anton Ritter von Maffei, der Gründer der ältesten deutschen Lokomotivfabrik, Münchener Bürger und Großgrundbesitzer in Feldafing, den Gasthof und ließ mit einem sicheren Gespür für die landschaftliche Schönheit gleich daneben einen Gasthof mit Terrasse mit freiem Blick auf den Würmsee bauen.
Nur drei Jahre vorher hatte König Max II. den Hofgartendirektor Peter Joseph Lenné beauftragt, die Flächen zwischen Feldafing und dem Seeufer als Park anzulegen. Max II. wollte auf diesem Gelände, am heutigen Loch 11 des 1926 gegründeten Golfplatzes, ein neues Schloss erbauen lassen. Nach dem Tod von König Max II. ließ König Ludwig II. allerdings das Schlossprojekt einstellen und die bis dahin entstandenen Bauteile wieder abtragen. Der Park dagegen wurde vollendet.
Bewirtschaftet von Johann und Elisabeth Hierl erfreute sich der Terrassengasthof großer Beliebtheit. Die um diese Zeit angelegte Bahnlinie mag dazu verholfen haben, dass der einheimische Baumeister Johann Biersack die Vergrößerung zu einem Schweizer Gasthaus ausführen musste.
Ab 1870 nutzte die österreichische Kaiserin Elisabeth das Hotel wenn sie in den Sommermonaten auf Besuch zu ihrer Familie an den Starnberger See kam. Das strenge Hofprotokoll ließ es nicht zu im Schloss der Eltern in Possenhofen zu logieren. Selbst Hofdamen kritisierten die Einfachheit und die lockeren Umgangsformen im Schloss von Elisabeths Eltern.
Der alljährliche Aufenthalt der Kaiserin Elisabeth von Österreich machte 1876 eine nochmalige Vergrößerung unter dem neuen Besitzer, Max Strauch, notwendig. Es entstanden das Nebenhaus und Ställe für die Pferde der Kaiserin. Ein Turnzimmer wurde eingerichtet. Zur Sicherheit der Kaiserin wurde sogar ein Fluchtweg in Form einer Wendeltreppe angebaut.
24 Sommer lang logierte Kaiserin Elisabeth von Österreich im Hotel Strauch, dem heutigen Golfhotel Kaiserin Elisabeth in Feldafing.
Meist reiste sie mit dem Hofzug in ihrem eigenen Eisenbahnwaggon am Bahnhof Possenhofen an. Vorher wurde das gesamte Hotel umgeräumt und für den Aufenthalt der Kaiserin eingerichtet. Sie brachte neben ihrem Hofstaat von 50 bis 60 Personen auch gut zwei Dutzend Pferde, eine riesige Garderobe, und sogar ihr kaiserliches Geschirr mit.
Weit weg vom höfischen Zeremoniell in Wien fühlte sich Elisabeth hier in Feldafing sehr wohl. Sie unternahm Wanderungen bis hinüber nach Andechs und sogar auch mal bis München, und ließ sich mit dem Ruderboot auf den See hinaus oder zur Roseninsel fahren. Wenn sie am See baden ging, dann wurde das gesamte Ufer im Park gesperrt.
Nach den Mahlzeiten soll Elisabeth sich gerne in einer Hängematte im großen Garten des Hotels ausgeruht haben.
Das Waschen der wadenlangen Haare war eine Tagesaufgabe. Man erzählt, dass die kaiserliche Haarpracht zum Trocknen auf die Wäscheleine im benachbarten Kirchgarten gehängt wurde.
Auch als König Ludwig II. am 13. Juni 1886 beim Schloss Berg am gegenüber liegenden Seeufer tot aufgefunden wurde, logierte Elisabeth gerade im Hotel Strauch. Sie pflückte einen kleinen Strauß Jasminblüten und bat darum, diesen in den Sarg des Königs zu legen. Er soll ihn in der linken Hand gehalten haben die auf seiner Brust lag, während er in der Hofkapelle in München aufgebahrt war. Trotz ihrer starken Bindung zum "König der kein Narr, sondern ein in einer anderen Ideenwelt lebender Sonderling" war, war sie bei seiner Bestattung nicht anwesend. Erst zwei Tage später legte sie in der Gruft der Wittelsbacher in der Münchner Michaelskirche einen Kranz an seinen Sarg.
Am 12. Juni 1893 verstarb in diesem Hotel der jüngste Bruder der Kaiserin, Herzog Max Emanuel in Bayern, genannt "Mapperl" nach einem Sturz vom Pferd an einem Blutsturz.
Leider hat das Äußere des Hotels im Lauf der Jahre viel von seinem ursprünglichen Charme verloren. So wurden die großen Gauben entfernt und die schönen alten Balkone mussten neuen, funktionelleren weichen. Die Sisi-Suite und die Stallungen sind derzeit aber noch erhalten
1894 soll Kaiserin Elisabeth zum letzten Mal nach Feldafing in das Hotel Strauch gekommen sein, bevor sie 1898 in Genf ermordet wurde.
1900 wurde vom kaiserlichen Hofmarschallamt in Wien die Erlaubnis erteilt, das Haus "Hotel Kaiserin Elisabeth" nennen zu dürfen. Im gleichen Jahre gelangte es in den Besitz der Familie Kraft-Borchard - in deren Besitz es heute noch ist - und bekam allmählich seine heutige Gestalt.
Zu meinem Geburtstag schenkte mir meine Familie ein Wochenende im Hotel Kaiserin Elisabeth.
Am vergangenen Wochenende war es so weit. Kurz nach 17 Uhr checkten wir ein und bezogen unser Zimmer im 3. Stock des Ostflügels.
3. Stock, Balkon zur Straße, links. Das war unser Zimmer.
Die Flasche Sekt mit dem Konterfei der Kaiserin war im Arrangement enthalten.
Vom Balkon hat man einen tollen Blick auf den Starnberger See und die Alpen.
Zu dem Arrangement gehörte auch ein "Sisi-Diner" am Ankunftsabend. Hier warteten wir darauf.
Es gab eine köstliche Kürbiscremesuppe. Es folgte Saiblingfilet auf Blattspinat in Safransauce. Den Abschluss bildete ein leckerer Kaiserschmarrn.
Satt, müde und zufrieden legten wir uns in die bequemen Betten.
Der Morgen nahm uns etwas die Freude weil es trübe war und Nieselregen aus Nebelschwaden fiel.
Trotzdem galt mein erstes Interesse dem Kaiserin Elisabeth-Denkmal im Park des Hotels. Von der Sonnenterrasse aus kann man es am Ende des Hotelparks erkennen.
Der böhmische Schriftsteller Alois John beschrieb die Arbeit des Bildhauers Karl Wilfert jr. so:
„Er schildert nicht die Majestät der Kaiserin, auch nicht die Dulderin auf dem Throne, noch die einsame Frau, die auf Korfu oder am Genfersee in der Größe und Schönheit der Natur Vergessen sucht, sondern einen jener Momente stillster träumerischster Seelenruhe, wie sie diese hohe Frau wohl öfter in ihrem erschütternden Leben überkommen haben mag. Lässig, die schlanke Gestalt zurückgelehnt, ruht die Kaiserin; das Buch, in dem sie soeben gelesen, ist seitwärts bewegt, und nachsinnend und träumerisch schaut der Blick in die Ferne. Ist es Nachdenken über das Gelesene oder wurde eine schmerzliche Erinnerung wach? Wir können es nicht entscheiden. Aber in dieser ruhenden Gestalt mit dem weltentrückten Blick in die Ferne ist Majestät, Hoheit und - Tragik gebreitet.“ (Alois John, 1909)
Das Denkmal hat eine bewegte Geschichte. Am 17. September 1905 wurde es in Franzensbad im Beisein des Thronfolgers Franz Ferdinand enthüllt.
Nach dem ersten Weltkrieg und der Gründung der Tschechoslowakei mussten alle monarchistischen Denkmäler entfernt werden. So verschwand auch im April 1924 das Kaiserin Elisabeth-Denkmal in Franzensbad in einer Ecke des Museumshofes. Der Erschaffer des Denkmals, der Egerer Bildhauer Karl Wilfert jr. war kurz nach dem Krieg nach Feldafing umgesiedelt. Am 9. Januar 1926 bat er in einem Brief an den Stadtrat von Franzensbad um die Überlassung des Kaiserin-Elisabeth-Denkmals und um die Zustimmung zu dessen Installierung im Park des Hotels am Ufer des Starnberger Sees. Unter der Bedingung, dass auf dem Sockel des Standbildes angeführt wird, dass es sich um ein Geschenk der Stadt Franzensbad handelt, stimmte der Franzensbader Stadtrat zu.
Schon am 17. Mai 1926 gab Karl Wilfert das Denkmal zur Einweihung frei. Aus politischen Gründen kam es nie dazu. Im September 1926 verzichtete Franzensbad öffiziell auf die Eigentumsrechte an dem Kaiserindenkmal zu Gunsten der Gemeinde Feldafing. Nach dem "Heimholen" von Böhmen ins Reich 1940 wollte Franzensbad das Denkmal zurück. Es blieb bis heute in Feldafing.
Das schmackhafte Frühstück verbesserte die Laune wieder.
Danach fuhren wir nach Garatshausen, Mariabrunn und Schleißheim. Darüber berichte ich in eigenen Themen.
Schauen wir uns das Hotel mal etwas genauer an.
Das Hauptgebäude.
Das Hotel vom Hotelpark aus.
Die etwas verblassten Lüftlmalereien fallen kaum auf.
Das ist doch ein Christophorus an der Westfront!
Hier musste ich ein bisschen tricksen weil der Teil im Schatten sehr dunkel war.
Was sagt der Spruch zwischen den Malereien?
Leider werden die Zeilenenden durch das Fallrohr und dessen Schatten verdeckt. Es dürfte lauten:
"Wer da haftet am Alten
an Urväterart
wer da trotzt den Gewalten
und der Stunde gewahrt....
Den Autor konnte ich leider nicht zuordnen.
Am Hauptgebäude vorgebaut ist "Sisis Stüberl".
Neben dem Eingang hängt dieses kunstvolle Gemälde.
Zwischen den beiden Hotelflügeln kommt man in den Innehof.
Die Rückseite des Hauptgebäudes.
Der Ostflügel.
Im Norden wird der Hof durch die früheren Stallungen begrenzt.
Als ich 2012 mit dem Sissiforum hier war durfte ich auch einen Blick in die Stallungen werfen die extra für die Pferde der Kaiserin gebaut wurden.
In den Pferdeboxen stehen heute Drahtesel und Fitnessgeräte, oder werden einfach als Lagerraum genutzt.
Ein Überbleibsel aus der Zeit der Kaiserin ist auch die Sisi-Suite.
In diesem Bett soll Kaiserin Elisabeth geschlafen haben.
Einblicke in die Gasträume.
Am Sonntagmorgen überraschte uns das Wetter mit einem fantastischen Sonnenaufgang.
Nach dem Frühstück checkten wir aus und fuhren kurz ans Seeufer.
Über den anschließenden Besuch im Kaiserin Elisabeth Museum in Possenhofen und das Schloss berichte ich in einem eigenen Thema.
Das Treffen mit Tom und seinen Großeltern auf dem Heiligen Berg habe ich hier beschrieben.
Damit war unser Wochenendbesuch am Starnberger See zu Ende.
Ich bin froh und dankbar dafür dass meine Familie mir diesen Wochenendaufenthalt im Hotel Kaiserin Elisabeth zum Geburtstagsgeschenk gemacht hat. Dadurch konnte ich das Hotel noch im zumindest ähnlichen Zustand sehen und erleben wie es die Kaiserin tat, denn....
Leider schließt das Golfhotel Kaiserin Elisabeth zum Jahresende. Es soll saniert werden. Ich befürchte, dass dabei das Flair des Hotels gänzlich verloren geht. Hoffen wir das Beste!
Liebe Grüße von waldi ![]()
In Aitrach, Kreis Ravensburg, Tübingen, Baden-Württemberg hatte ich in der Kirche einen Nepomuk entdeckt. Ein ehemaliges Forumsmitglied hatte einen zweiten Nepomuk eingestellt der inzwischen verschwunden war. Jetzt habe ich aktuelle Bilder dieses Nepomuks am Pfarrhof zur Verfügung gestellt bekommen.
Liebe Grüße von waldi ![]()
Vor diesem Haus habe ich auch schon vorgestanden.
Und ich stand am Sonntag vor diesem Kirchturm.
Als gelernter Uhrmacher interessierte mich die Sonnenuhr am Kirchturm.
Das rechteckige Zifferblatt wird an beiden Seitenrändern von den zwölf Tierkreiszeichen eingerahmt, auf der freien Innenfläche sind Gestirne verstreut. Die Zeitanzeige reicht in Halbstundenintervallen von VI Uhr am Morgen bis IV Uhr am Nachmittag. Im Mittelpunkt sind ein Skelett und ein Engel dargestellt: Sinnbilder des Todes und des Begleiters zu neuem Leben. Der eindringliche Spruch sagt „UNA EX HISCE MORIERIS“ („In einer aus diesen (Stunden) wirst du sterben“).
Aber bevor ich am Kirchturm ankam musste ich erst Buße tun und den Heiligen Berg erklimmen. Das ist nichts mehr für alte Leute wie mich!
Vom riesigen Parkplatz aus wählte ich die Auffahrt zum Aufstieg.
Dort weist mir eine Infotafel den Weg.
Im Hintergrund zieht die Plastik einer Mandolinenspielerin meine Aufmerksamkeit auf sich.
Leider konnte ich dazu keine Infos finden. Ein Teil von "Kunst und Bier" wird sie wohl nicht sein.
Nach dem Aufstieg stand ich dann vor dem Kirchturm den ich anfangs gezeigt habe.
In der Kirche musste ich mir natürlich den Nepomuk angucken, der aber schon von Olifan und Jofina in besserer Qualität gezeigt wurde..
Links über dem Doppelhochaltar scheint er sich auf denselben stürzen zu wollen.
Im Zentrum des Wallfahrtsaltars thront in der Nische die Madonna mit dem Christuskind. Sie werden flankiert von den Statuen der Kirchenpatrone: Dem heiligen Nikolaus von Myra und der heiligen Elisabeth von Thüringen aus dem Geschlecht der Grafen von Andechs.
Eigentlich wollte ich mir auch noch die Votivgaben von Kaiserin Elisabeth anschauen, die von Possenhofen aus hierher gewandert war, aber derzeit werden keine Führungen durchgeführt, und das Wachsgewölbe ist verschlossen. Auch die Besteigung des Turms war nicht möglich.
Also schaute ich mal in die "Schmerzhafte Kapelle".
Ihren heutigen Namen hat die Kapelle von der Pieta des Altars.
Ein Kunstwerk auf den Altarstufen stellt einen gläsernen Sarg mit der Gestalt der Kirchenpatronin, der Hl. Elisabeth dar.
Zu meiner Überraschung entdeckte ich hier die Grablege von Carl Orff der 1982 auf eigenen Wunsch hier beigesetzt wurde.
Seine Asche liegt unter einer Platte mit seinem Namen und einem Kreuz.
Die Inschrift auf der Wandtafel über dem Grab lautet "Summus finis" ("das höchste Ziel").
Auch 11 Wittelsbacher sind in der Klosterkirche bestattet. Die "Guglmänner" vermuten sogar dass man die Leiche von König Ludwig II. hier eingemauert hat.
Der Familienfriedhof der Wittelsbacher im Kräutergarten ist leider nicht öffentlich zugänglich.
Von der Terrasse neben der alten Apotheke hat man einen herrlichen Ausblick auf die Alpen.
Etwas näher herangeholt.
Nun war es Zeit für eine Brotzeit!
In der weitläufigen Gastronomie des "Heiligen Berges" durfte ich Tom und seine Großeltern kennenlernen.
Leider war die Zeit viel zu kurz, denn ich hatte noch die Heimfahrt ins Maintal vor mir.
Liebe Grüße von waldi ![]()