Beiträge von Daniel_567

    Hallo Elke.


    Ja, das ist schon eine interessante Technik, es war zwar Personal-intensiv, aber das spielte damals noch nicht so die entscheidende Rolle. Ich komme nun nicht so viel herum, aber Vergleichbares ist mir noch nirgends begegnet. Vielleicht siehst Du ja mal irgendwo etwas ähnliches oder kommst sogar mal an einer dieser Stationen vorbei.


    Wäre die Ruine der Station Nr. 18 nicht in diese DDR-Denkmal-Liste aufgenommen wurden, dann wäre sie vor der Wende mit Sicherheit dem Erdboden gleich gemacht wurden, aber so ist sie als ein interessantes Stück Zeitgeschichte erhalten wurden.


    Es freut mich, dass ich mit diesem Beitrag über etwas grösstenteils Unbekanntes berichten konnte.:)


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Hallo Jürgen.


    Das Herzogtum Braunschweig wird wohl erst auf entsprechenden Druck oder nach einem Geldfluß seine Zustimmung erteilt haben, da dieses kleine Land ja geographisch zwischen den beiden Hauptteilen Preußens lag.

    Denke ich auch. Und das war auch der Grund, warum dort so wenig wie möglich Stationen gebaut werden sollten. Darum wurde auch die Station 24a erst später(wahrscheinlich zähneknirschend) gebaut, weil der Abstand zwischen 24 und 25 zu gross gewählt war.


    Noch ein kurzer Nachtrag zu meinem Bericht. Ich war 2016 auf der Durchreise in Koblenz und wollte dort die Station Nr. 61 besuchen, bin aber von ab gekommen. Später auf der Heimreise viel es mir zwar wieder ein, aber da war es leider zu spät.


    Viele Grüsse, Daniel.

    Die Optische Telegrafenstation Nummer 18 der Königlich-Preussischen Telegrafenlinie Berlin-Koblenz


    In der Magdeburger Börde, genauer gesagt in der Westlichen Börde, ca. 10 km von der Grenze zu Niedersachsen entfernt, steht auf dem Keutenberg bei Neuwegersleben die Telegrafenstation Nummer 18. Hier befindet sich auch der örtliche Friedhof.

    Wenn man auf der B 246 von Hornhausen nach Neuwegersleben fährt, ist sie schon aus einiger Entfernung auf der rechten Strassenseite zu erkennen.


    Sie gehörte von 1833 bis 1849 zur Königlich Preussischen Telegrafenlinie Berlin-Koblenz, diese diente rein militärischen und behördlichen Zwecken.

    Insgesamt gab es 62 Telegrafenstationen, von denen einige wenige restauriert bzw. erhalten wurden. Die Gesamtlänge der Strecke von der Station 1 in Berlin auf der alten Sternwarte Dorotheenstrasse bis zur Station 61 auf dem Südflügel des Schlosses Koblenz betrug immerhin knapp 550 km. Die Entfernung zwischen 2 Stationen betrug 7,5 -15 km, je nach Lage bzw. guter Sichtbarkeit. Bei Seesen gab es die Station 24a, sie wurde nachträglich gebaut, weil sich herausstellte, dass die Entfernung zwischen Nr. 24 und 25 zu gross war, denn die eingestellten Zeichen an der Nachbarstation wurden von einem Mitarbeiter mittels Fernrohr erfasst und dann an den zweiten Mitarbeiter weitergegeben, und dieser stellte dann das Zeichen ein. Ursprünglich endete die Linie an der Station Nr. 60 auf der Festung Ehrenbreitstein, aber um die Nachrichten schnellstmöglich über den Rhein weiterleiten zu können, wurde noch die Station 61 errichtet.

    Mit den 6 Flügeln bzw. Indikatoren, jeder immerhin 175 cm lang und 33 cm breit, konnten bei guter Sicht bis zu 2 Zeichen pro Minute zwischen 2 Stationen übertragen werden. Die Übertragung erfolgte zu festgelegten Tageszeiten, auch je nachdem, wie die Witterungsverhältnisse waren. Zur Übertragungsgeschwindigkeit über die gesamte Strecke gibt es keine verlässlichen Angaben bzw. Aufzeichnungen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Preußischer_optischer_Telegraf#Depeschengeschwindigkeit_und_effektive_Leistung

    In jeder Station hab es eine Schwarzwälder Uhr. Diese wurde ca. alle 3 Tage auf die „Berliner Zeit“ synchronisiert, mittels einem speziellen Vorgang. Von jeder Station aus wurde in Richtung des aus Berlin angezeigten Signals geschaut, und dann sofort auf der Station eingestellt. I Idealfall dauerte so die Übertragung des Zeitsignals bis nach Koblenz nur 2 Minuten. Also auch hier alles mit Preussischer Exaktheit.

    Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Preußischer_optischer_Telegraf

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stationen_des_preußischen_optischen_Telegrafen


    Nachdem der Betrieb der Telegrafenstrecke 1849 eingestellt wurde, wurde die Station Nr. 18 vermutlich erst als Relaisstation genutzt, und war bis in die 1950er Jahre bewohnt. Dann wurde sie dem Verfall preisgegeben, wurde aber nicht abgerissen, da der Turm in der „Zentralen Denkmalliste der DDR“ gelistet war. Zum Glück kam dann die Wende, und von 1995 bis 1999 wurde die Station 18 wieder rekonstruiert und ist seit 2001 für die Öffentlichkeit zugänglich.

    Im folgenden Quellen-Link sind viele Bilder zu sehen, wie die Station sich wieder zu einem Schmuckstück gewandelt hat, des weiteren auch interessante Innenaufnahmen.

    Quelle: http://www.optischertelegraph4.de/stationen/18/index.html


    Die Station Nummer 18 ist an jedem letzten Sonntag im Monat von April bis September geöffnet, auch Sonderöffnungszeiten können vereinbart werden.

    Quelle: http://www.verbgem-westlichebo…s/objekt.php?mandat=25970


    Um den Besuchern die optische Telegrafie so gut wie möglich auch vorführen zu können, wurde in der Nähe des Standortes der Station Nummer 17 bei Oschersleben ein Atrappe errichtet, die durch ein Fernrohr betrachtet werden kann.

    http://www.optischertelegraph4.de/stationen/17/index.html


    Viele der detaillierten Informationen über die Telegrafenstation habe ich Wikipedia entnommen (Quellen: siehe Links im Beitrag).


    Nachfolgend ein paar Bilder, die ich im Frühjahr 2018 aufgenommen habe, da war die Börde noch grün.


    Ansicht aus westlicher Richtung vom Friedhof aus, zwischen den beiden Fenstern im Obergeschoss ist die kleine Öffnung zusehen, durch welche mit dem Fernrohr zur Station 19 Pabstorf geschaut wurde.


    Und aus Nordwestlicher Richtung.


    Und hier aus Richtung Osten, so wie man sie, aus Richtung Hornhausen kommend, erblickt.


    An der Einfahrt zum Parkplatz steht dieses, leider leicht verschmutzte, Schild.


    Diese Informationstafel ist am Gebäude angebracht.


    Das ist der Blick Richtung Osten, der Pfeil zeigt in etwa die Stelle, an der die Atrappe der Station Nr. 17 bei Oschersleben steht.


    Und hier noch ein Blick auf Neuwegersleben in westliche Richtung. In der Mitte ist die evangelische Kirche zu sehen, diese wurde um 1910 gebaut, ist also relativ neu. Die ursprüngliche Kirche war zuvor abgebrannt.



    Für alle Interessierten hier noch ein Link.

    http://www.optischertelegraph4.de/index.html

    Ihr klickt „Stationen“ an, und weiter unten auf dieser Seite sind alle Stationen aufgeführt und man kann zu jeder Station eine Informationsseite öffnen. Vielleicht wohnt ja Jemand von Euch in der Nähe einer dieser Stationen oder Ihr habt schon mal eine Station besucht und sogar Bilder davon auf Eurer Festplatte schlummern. Oder Ihr plant in einer der jeweiligen Regionen einen Urlaub, und macht dann mal ein paar Aufnahmen. Ich würde mich freuen, wenn Ihr hier im Forum darüber berichten würdet. Vielleicht habe ich ja Euer Interesse ein wenig geweckt…?


    Viele Grüsse, Daniel.

    Hallo Steffi.


    Danke für den schönen Bericht. Diesen wunderschöne Park in Meersburg kannte ich noch nicht. Wieder ein schöner Grund mehr, Deine Heimat erneut zu bereisen.:)

    Wenn ich mich richtig entsinne, waren wir erst 2x in Meersburg, in diesem Jahr und ich glaube 2006, zum Meersburger-Schinken-Essen in so einem Gewölbekeller, wenn man von unten vom Hafen hinauf geht Richtung Burg und Marktplatz.


    Liebe Grüsse, Daniel.

    Hallo Tom.


    Das ist ein sehr schöner bebilderter Bericht von einem schönen Tagesausflug, gefällt mir, vielen Dank.

    Auch das Wiedersehen mit Deiner Jugendfreundin nach so langer Zeit, das ist eine Geschichte, die das Leben schreibt.:)

    Meine Frau möchte schon seit langem mal eine Donau-Reise Passau-Budapest machen, hat bis jetzt noch nicht geklappt, wir waren auch noch nie eine ganze Woche auf einem Schiff, immer nur Tagesreisen.


    Viele Grüsse, Daniel.

    Hallo Jürgen.


    Ich war letztes Jahr auch in Pula, das hätte ich mir auch gern mal angesehen. Werde ich mir auf jeden Fall für das nächste Mal vormerken.

    Vielen Dank für den informativen Bericht. Sehr interessant.


    Viele Grüsse, Daniel.

    Tom


    Ich sehe schon, Du bist genau so ein Verschwörungs-Theoretiker wie ich......allerdings habe ich die von Dir angesprochene Thematik so noch nicht betrachtet.....Darüber werde ich jetzt mal nachdenken.....Die Wahrheit ist irgendwo da draussen....\\3


    Viele Grüsse, Daniel.

    Hallo Steffi.

    Die Schiffstour auf der Saale hätte mir auch gefallen

    War eine schöne idyllische Fahrt, es gibt sogar eine Ausweichstelle, an der sich die beiden kleinen Schiffe begegnen können.

    Hattet ihr keine Lust mal, ein paar Stunden in der KissSalis Therme zu relaxen?

    Meine Frau hatte ihre Badesachen zwar mit, und sie wollte dort auch mal hin. Für mich ist das leider nichts, traumatisches Kindheitserlebnis. Ich hätte dann in der Zeit was anderes unternommen, machen wir in Kroatien auch immer so, wenn sie einen Strandtag einlegt. Aber sie wollte dann doch lieber mit mir in die Stadt kommen.:)


    Ihr habt in eurer 11-tägigen Reise habt sehr viel gesehen , unternommen und

    sehr viel zu Fuss noch unterwegs gewesen teileweise sogar bergauf und ab.

    Ja, ich war erstaunt und auch froh, dass es doch einigermassen mit dem vielen Laufen ging. Hätte ich nicht mit gerechnet. Na und insgesamt sind dann auch 2000 gefahrene Kilometer mit dem Auto auf der gesamten Rundreise zusammengekommen.

    Einmal quer durch Deutschland könnte ich mir mit einem Wohnmobil auch vorstellen.

    Vielleicht können wir uns den Traum mal erfüllen, wenn mein GG in Rente ist.

    Ich wünsche es Euch, dass Ihr Euch diesen Traum erfüllen könnt. Es gibt so viele Möglichkeiten, Regionen und Ausflugsziele, egal wo man hinfährt, man muss sich einfach aufmachen und geniessen.


    Liebe Grüsse an den Bodensee aus der Börde von Daniel.

    Hallo waldi.


    Vielen Dank für den Willkommensgruss.


    Auch kann ich etwas zu ihren Aufenthalten in Bad Kissingen erzählen.

    Das werde ich gerne tun wenn ich aus meinem derzeitigen Ungarn-Urlaub zurück bin.

    Ja, das würde mich auch sehr interessieren. Bin in Bad Kissingen mehr oder weniger zufällig auf Sisi (oder Sissi?) gestossen.


    Ich wünsche Dir noch einen schönen Urlaub.:)


    Viele Grüsse, Daniel.

    Hallo Elke.

    Ihr seid eher die "Käffchentrinker" :wink: )

    Ja, aber meistens auch nur, wenn wir im Urlaub sind. Zu Hause eigentlich nur Morgens die obligatorische Portion. Da nimmt man sich leider nicht die Zeit für, schade eigentlich.



    Solltet Ihr mal in Bayern eine Rundreise machen , so kommt mit einem Auto mit sehr großem Kofferraum , bzw mit einem Anhänger.

    Hier gibt es fast in jedem Ort eine Brauerei - und wenn Du da anfängst Proben zu sammeln, wird Dein PKW nicht reichen.

    Ja, in Bayern gibt es viele Brauereien, na ja, da müssen wir halt öfter mal eine Rundreise durch Bayern machen. In meinem Auto habe ich Platz für ca. 15 Kästen, allerdings müssten dann die Koffer zu Hause bleiben. Also doch mit einem grossen Anhänger anreisen, beim nächsten Mal.:)


    Liebe Grüsse, Daniel.