Der Wolf ist zurück

  • Die Bauern im Priental . das ist zwischen Chiemsee und der Grenze nach Tirol sind besorgt.

    Ein Wolf streift herum und schlägt Schafe.

    https://www.ardmediathek.de/br…1hNzYxLWJkMGYyN2FiNjExMg/


    Es gibt einen Konflikt zwischen den Bedürfnissen der Bergbauern und dem Naturschutz.

    Lösung?


    Gruß.

    Elke

  • Da gibt es keine Lösung. Die Rückkehr des Wolfes war politisch gewollt und die Betroffenen müssen nun damit klarkommen. Nun wird überall rumgeeiert und fragwürdige "Schutzmaßnahmen" empfohlen wie bei uns in Niedersachsen die "Schutzzäune".

    Im März und Mai hat ein Wolf auf Usedom in der Nähe von Neuendorf etliche Schafe gerissen. Man hat festgestellt dass er aus dem Inselnorden von Peenemünde kam. Der Landwirt bekommt nicht mal eine Entschädigung.

  • Da scheiden sich die Geister, wie man so schön sagt. Grundsätzlich steht der Wolf wie viele Wildtiere unter Schutz und das ist auch gut so, wir haben ja schon genug Tiere ausgerottet und tun es immer noch. Die Artendiversität

    ist schon lange nicht mehr gegeben und dann wundert "Mensch" sich wenn alles aus den Fugen gerät.

    Es geht um ein vernünftiges Miteinander und es gibt etliche Beispiele, die lösungsorientiert arbeiten und nicht haltlose Ängste schürt.



    https://www.wolfscience.at/

    https://www.wwf.at/de/wolf_management/

  • ...

    Im März und Mai hat ein Wolf auf Usedom in der Nähe von Neuendorf etliche Schafe gerissen. Man hat festgestellt dass er aus dem Inselnorden von Peenemünde kam. Der Landwirt bekommt nicht mal eine Entschädigung.

    hallo Udo,


    das glaube ich wiederum nicht. In allen Bundesländern wo bisher meist Schafe durch Wölfe gerissen wurden, erhielten die Bauern sehr wohl eine Entschädigung. Warum sollte dann Usedom eine Ausnahme sein?


    grüsse


    jürgen

  • Weil der Bauer keine Schutzmaßnahmen wie Zäune etc hatte. Die wandern über die Insel und beweiden u.a. die Deiche. Die Bäuerin sagte mir, wenn sie das Geld für die fragwürdigen Schutzzäune ausgeben müssten dann würden sie die Schafhaltung ganz aufgeben. Wirtschaftlich ist das sowieso nicht, eher ein Hobby auf dem Biohof. Wenn Schafwolle schon als Sondermüll entsorgt werden muss :/

  • Da scheiden sich die Geister, wie man so schön sagt. Grundsätzlich steht der Wolf wie viele Wildtiere unter Schutz und das ist auch gut so, wir haben ja schon genug Tiere ausgerottet und tun es immer noch.

    :401::401::401::401:

    Liebe Grüße :auto3:Dieter


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders


    Und deshalb bleibt bitte gesund.

  • Die wandern über die Insel und beweiden u.a. die Deiche.

    Wie ich das von meinen Urlauben an der Küste kenne, ist das kein reines Hobby.

    Das mit der Wolle stimmt.

    Aber die Schafe helfen die Deiche zu befestigen, indem sie ständig das Erdreich festtreten.


    Das sollte dem Küstenschutz eine Entschädigung wert sein.


    Gruß,

    Elke

  • Das schlimmste und gierigste Raubtier auf diesem Planeten ist der Mensch. Wir plündern hemmungslos die nur begrenzt vorhandenen Ressourcen aus. Ich zeige nicht mit dem Finger auf andere und bin mir durchaus bewusst, dass auch ich ein Teil davon bin.

  • Eine Lösung auch für andere Regionen?

    https://www.mdr.de/thueringen/…ndern-wolfsrisse-100.html


    Ein interessantes Experiment

    In anderen Ländern funktioniert es.


    Mit ihnen war in den Abruzzen nicht zu spaßen


    gran_sasso_31.jpg


    Tagsüber war bei den Herden neben 2 oder 3 Hunden immer ein Schäfer dabei.

    Nachts waren die Schafe mit den Hunden eingepfercht. ( Wobei für die Hunde der Zaun um den Pferch bestimmt kein Problem war)

    Abruzzen: Zwei Tage auf dem Campo Imperatore


    Gruss,

    Elke

  • Ja der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund wäre eine Lösung ,


    er beschützt seine Herde gegen jeden Feind und das ausnahmslos.


    Durch seine doch stattliche Grösse von 60 bis teilweise über 70 cm Schulterhöhe kann er schon furchteinflößend sein.

    Liebe Grüße :auto3:Dieter


    Es geht nicht darum , dem Leben mehr Tage zu geben ,

    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders


    Und deshalb bleibt bitte gesund.

  • 3661-a2ad6f06.jpg,


    Dieter , dieser Hütehund ist etwas ganz Besonderes. Ich habe etliche beobachtet, keiner war angeleint, keiner kam agressiv auf mich zugerannt, die Hunde stellten sich immer im Abstand zwischen mich und die Schafe. (Eine Distanz, die Ich selbstverständlich respektierte)


    Sicher könnte er auch bei uns hilfreich sein, vorausgesetzt , sein Beitzer weiss mit ihm umzugehen.

    Ich hab hier eine Beschreibung zum Charakter und Verhalten gefunden.

    https://www.pastore-maremmano.…/charakter-und-verhalten/


    Das scheint anders zu sein als z.B. bei Schäferhunden.

    Ich kenne mich da nicht so gut aus.

    Aber der Pastore maremmano ist bestimmt kein Hund für eine Wohnung und einen kleinen Garten.

    Auf weiten Almflächen würde er sich bestimmt wohlfühlen ,seine Schafherde zusammenhalten und sie bewachen, wenn er einen erfahrenen Besitzer hätte, der Zeit für ihn hat.

    Das wird bei unseren Bergbauern neben einem Schutzzaun das Problem sein.

    Abgesehen von den vielen Bergwanderern und Mountainbiklern , mit denen die Tierherden bei uns sich den Raum in den Bergen teilen müssen. Ob ein freilaufender Hütehund das versteht?


    Gruss,

    Elke

  • Ob ein freilaufender Hütehund das versteht?

    Oh ja Elke ,


    ein Hütehund kann sehr wohl zwischen Gefahr für seine Herde und ,, ich sage mal nur ,, Störenfriede unterscheiden.

    Er wird sich in jedem Fall vor die Herde stellen , Störenfriede verbellen und Wölfe durch Angriff vertreiben.


    Natürlich ist immer ,, wie du oben schon treffend geschrieben hast ,, die Erziehung sehr wichtig.


    Auch der deutsche Schäferhund ist ein Herdentier ( ich sehe das bei unserem Ajko ) auch er würde sich bei Gefahr vor seine Herde ( in diesem Fall ich und Conny ) stellen und diese beschützen.


    Mein Ajko läuft eigentlich immer ohne Leine neben mir , er kann sehr gut erkennen ob mir jemand was böses will oder nur mit mir ein Gespräch anfängt.



    ch habe etliche beobachtet, keiner war angeleint, keiner kam agressiv auf mich zugerannt, die Hunde stellten sich immer im Abstand zwischen mich und die Schafe. (Eine Distanz, die Ich selbstverständlich respektierte)

    Das ist genau was ich meine Elke , er stellt sich vor die Herde und kann sehr gut die Situation einschätzen.

    Das du die Distanz respektiert hast ist vollkommen richtig gewesen und der Hund sah kein bedürfnis eingreifen zu müssen.


    Aber wie gesagt : Alles Erziehungssache.

    Liebe Grüße :auto3:Dieter


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    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders


    Und deshalb bleibt bitte gesund.

  • Aber wie gesagt : Alles Erziehungssache.

    Du bringst es auf den Punkt, das Problem ist immer am Ende der Leine. Es gibt seriöse Untersuchungen die belegen, dass 70% der Hunde "verhaltenscreativ" sprich auffällig sind......

    LG

    von meiner Fellnase und mir :)

  • Oh ich liebe solche Aufnahmen.


    Deine Fellnase hat da so einen pfiffigen und erwartenden Blick.:401:


    So sieht mich mein Ajko auch immer an wenn ich mit ihm spreche , aufmerksam :roll:

    Liebe Grüße :auto3:Dieter


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    sondern den Tagen mehr Leben.

    Cicely Saunders


    Und deshalb bleibt bitte gesund.

  • Lösung?

    Man bzw. die Schäfer, sollten sich in der Tat, wie Dieter schon geschrieben hat, mal mit dem Thema Herdenschutzhund beschäftigen - das wäre für die Zukunft eine Möglichkeit Wölfe fernzuhalten. Nicht zu verwechseln mit Hütehunden wie Aussies, dt. Schäferhund, Bordercollies usw. die auch gute Arbeit leisten, aber gegen Wölfe keine Chance haben.

    Diese Tiere würden ihr Leben für ihre Herde geben, sie leben mit ihnen in der Herde und beschützen und bewachen "ihre" Schafe.

    Wie zum Beispiel auch Kangals (türkische Herdenschutzhunde) , das sind robuste und ihrer Herde treue Schutzhunde https://www.mein-haustier.de/hunderassen/kangal/ leider werden sie oft nicht ihrer Art entsprechend gehalten/ausgelastet und dann werden sie zu sogenannten "Problemhunden"X(. Leider! Als Familienhunde sind sie nur bedingt geeignet, als Herdenschutzhunde die bei der Herde Tag und Nacht leben - Top.

    :blume17: Grüssle von tosca


    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • Die meisten Schäfer betreiben ihren Beruf nicht mehr im Haupterwerb, sondern sind in anderen Berufen tätig. Die Schäferei ist meistens defizitär. Ich vermute dass viele Schäfer mit der Bedrohung durch Wölfe oder sonstiges Raubzeug (ich lese immer wieder von illegal geschlachteten oder mutwillig durch Menschen getötete Tiere) überfordert sind.

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