Wachau im Frühling

Es gibt 41 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Susanne M.

  • Liebe Alle,


    heute möchte ich mit einer Fahrt an der linken, südlichen Donauseite - stromaufwärts gesehen - die Reise durch die Wachau mit Euch beenden. Von dieser Donauseite und aus dem westlichen Bereich der Wachau zwischen Aggstein und Melk fehlen mir leider viele Bilder. Es gibt sie in meiner Sammlung weder als Papierbilder noch im digitalen Bereich.


    Viele Jahre habe ich Dias gemacht - und von denen sind es nur mehr sehr wenige Einzelstücke da, die ich irgendwann zum Digitalisieren in eine Firma gebracht habe.

    Aggsbach und Aggstein fehlen gänzlich, von Melk nur 3 Bilder aus Jugendjahren...


    Ich bin mir sicher, dass eine meiner nächsten Kleinreisen mich in die Wachau führen werden. Es ist landschaftlich und kulturell so schön hier, und - was ich erst jetzt weiß, es ist eine Gegend voller Nepomukdarstellungen!!!


    Also: Am östlichen Eingang in die Wachau liegt Mautern, das ich Euch unter # 14 beschrieben habe. Hier habe ich schon einige schöne Tage verbracht, die vielen Nepomuks, die es da gibt, sind aber noch spurlos an mir vorüber gegangen.



    Wachau im Frühling


    Von hier noch einmal einen kleinen "Abstecher" zum Stift Göttweig - diese Bilder habe bei der Durchsicht meiner Uralt-Bilder gefunden.




    Und nun wieder zurück über Furt und Mautern Richtung Westen. Hundsheim liegt direkt an der Donau (Nepomuk-Statue in der Kirche) , wir machen aber den Umweg zur Ferdinandswarte, die ich Euch - ebenfalls unter # 14 vorgestellt habe.


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    Auf dem Weg dorthin kommt man über den Ort Mauternbach, wo an der Brücke des gleichnamigen Baches ein Nepomuk-Bildstock steht. Bei meinem letzten Besuch in der Wachau wusste ich noch nichts vom Forum und nichts von unserer Nepomuksammlung, daher blieb der Bildstock, wie viele andere Darstellungen in dieser Gegend, unbeachtet.


    In Unterbergern, dem Ort, an dem man unmittelbar zur Warte gelangt, gibt es nicht nur zwei Nepomuk-Statuen in der Kirche: nein, die Pfarrkirche ist dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht!!!


    Zurück zur Strasse, die entlang der Donau über Rossatzbach nach Rossatz führt. Hier habe ich blühende Bäume, aber nicht die Nepomuk-Statue, die am Hauptplatz steht, ins Bild gebracht.



    Der Blick, der sich von hier auf das auf der anderen Donauseite gelegene Dürnstein bietet, ist sehr eindrucksvoll und "übersichtlich".



    Die Fahrt geht weiter stromaufwärts, und kommen nach St. Lorenz. Wir sind jetzt genau gegenüber von Weißenkirchen, eine Rollfähre verbindet die beiden Ufer.




    Am Ufer steht eine etwas seltsam anmutende moderne Steinskulptur, die sogenannte "Wachauer Nase", die von der Künstlergruppe Gelitin errichtet wurde.



    Sie bildet einen gewissen Gegensatz zu der wenig Meter entfernten alten Kirche St. Lorenz aus dem 12. Jahrhundert. St. Lorenz wurde als Andachtsstelle für Schiffer errichtet und ist eines der kleinsten Gotteshäuser der Wachau.



    Die spätromanischen Fresken wurden in den letzten Jahren freigelegt, sind teilweise nur mehr als Fragmente erhalten. Hier eine deutliche Darstellung des heiligen Nikolaus.



    Weiter geht die Fahrt Richtung Westen, wir kommen nach Arnsdorf - Mitterarnsdorf - und



    sehen St. Michael und Spitz auf der anderen Donau-Seite.




    In Arnsdorf nehmen wir die Fähre nach Spitz, um von ihr ein Stück weiter westwärts nach Schwallenbach zu gelangen. Die spätgotische Kirche besitzt einen gemauerten Spitzhelm, diese Ausführung ist typisch für die Gotik in der Wachau.



    Leider habe ich hier mehr Blicke für die Frühlingsblumen gehabt als für die nähere Ausführung der Kirche.



    Ich hätte sonst den überlebensgroßen Christophorus an der Außenmauer entdeckt, und beim Umschauen in der Kirche einen oder gar zwei Nepomuk-Darstellungen gefunden.


    Hier Schwallenbach, von der anderen Donauseite her gesehen.



    Gegenüber - ein kleines Stück stromaufwärts - befindet sich die Kirche St. Johann im Mauerthale:



    Sie weist von der Ausführung her viele Ähnlichkeiten mit Schwallenbach auf. Sodass es deshalb und aus weiteren Gründen Theorien gibt, wonach in früher Zeit unterirdische Tunnel unter der Donau auf die andere Fluss-Seite geführt haben könnten. Wünschelrutengänger hätten derartige Hinweise gefunden.


    Wir sind also wieder mit der Fähre auf das südliche Donauufer zurück gekehrt - und stehen vor der Kirche St. Johann im Mauerthale aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Daneben steht ein barocker Brunnen. Die Kirche, die dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht ist, wurde zur christlichen Taufkirche und steht möglicherweise auf dem Boden

    eines vorchristlichen Wasserheiligtums.




    Von der Fahrt weiter westwärts kann ich kaum mehr Bilder beitragen, weshalb ich hier einige Verweise aufs Internet einfüge.


    Kurz nach St. Johann sehen wir auf der anderen Donauseite einen kleinen Ort herüberschauen, er scheint unbedeutend. Willendorf hat jedoch seit 1908 internationale Bedeutung erlangt. Wurde doch hier die berühmte Venus von Willendorf gefunden, jene nur 11 cm große weibliche Steinskulptur, die Jahrtausende überlebt hat und mit ziemlicher Sicherheit nahezu 30000 Jahre alt ist.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Venus_von_Willendorf


    Ein Stück weiter donauaufwärts befindet sich auf der rechten Donauseite Aggsbach Markt und auf der linken Seite Aggsbach Dorf und die schöne und berühmte Ruine Aggstein. Als Kind war ich dort, seither bin ich ihr kaum mehr nahe gekommen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Aggstein


    Über die Donau gibt es zwischen diesen beiden, schier zusammen gehörenden Orten, keine Verbindung. Man muss mit dem Auto über die Donaubrücke zwischen Melk und Emmersdorf fahren, um von einem Teil Aggsbachs zum anderen zu gelangen. Ein vor einigen Jahren geplantes Seilbahnprojekt über die Donau dürfte nicht verwirklicht worden sein.


    Ein Stück weiter liegt am südlichen Donauufer Schloss Schönbühel, das ich ebenfalls in Jugendjahren aufgenommen habe. Es steht weithin sichtbar und malerisch auf einem Felsen an der Donau.



    https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Sch%C3%B6nb%C3%BChel


    Von hier ist es nur mehr fast einen Steinwurf weit bis zum Benediktinerstift Melk.

    Wenn ich früher mit dem Zug vorbei gefahren bin, habe ich mich immer bemüht, einen Blick auf dieses wunderbare Bauwerk zu ergattern, jetzt ist das schwer möglich, meistens fahren die Züge durch die untertunnelte Strecke.


    Aber der Anblick dieses herrlichen Bauwerks bringt mich immer noch in Begeisterung. Der heutige barocke Bau wurde von 1702 bis 1746 von Jakob Prandtauer errrichtet und gehört zum Unesco Welterbe.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Stift_Melk


    Ich habe Stift Melk schon öfter gesehen, besucht, aus der Ferne und der Nähe betrachtet. Es fehlt aber, wie anfangs beschrieben, völlig das Bildmaterial.


    So greife ich auf den ersten Filmstreifen zurück, auf dem ich 14-jährig diese Bilder mit meiner Agfa-Silette-Kamera festgehalten habe, mit allen Anfängerfehlern, wie ebenfalls beschrieben.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Agfa_Silette


    Ich ich war damals, noch Kind, schon sehr beeindruckt und weiß noch heute, wie großartig ich die Kuppel empfunden habe, in die ich fotografiert habe. So darf das jetzt der Abschluss meines Wachau-Berichts sein.





    Herzlichen Gruß an Euch alle! Spezielle Widmung der letzten Wachau-Bilder an Elke!

    Susanne

  • Nachtrag an Bert: hallo, ich freu mich auf die von Dir in # 18 angekündigten Ergänzungen zu Stift Melk und zum Wachau-Thema!

    Herzlich! Susanne

    Susannetch

    Hertrahachtrah

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