Der Eichkogel bei Mödling

Es gibt 87 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von ELMA.

  • Danke, Johannes!


    Es ist interessant, dass nur die pelzigen Frühlingsboten mehr aus ihrem Kleid geschlüpft sind! Ich glaube sogar - vom Standort her, dass es genau diese Gruppe ist: vor 10 Tagen noch ziemlich geschlossen:



    Und jetzt Dein Bild von gestern - Du hast eine sehr hübsche Perspektive gewählt - mit Blick bis zum Anninger!


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    Schön, der Natur beim Reifen zuzusehen!


    Das Scharbockskraut, scheinbar nahe der Weinstöcke, hab ich allerdings am Eichkogel noch nicht entdeckt!


    Ich hatte im übrigen vor, den Blumenberg heute zu besuchen. Aber ich werde mir noch Zeit lassen, derzeit ist das Wetter nicht einladend.


    Herzlich!

    Susanne

    6 Mal editiert, zuletzt von Susanne M ()

  • Ich wundere mich, dass das Schabockskraut mit seinen " lackierten" Blütenblättern bei Euch schon zu sehen ist.

    Ich warte vergeblich auf die Leberblümchen an den mir bekannten Plätzchen.

    Selbst der Huflattich ist noch nicht zu sehen ( es ist wieder kalt geworden :sad: )


    Liebe Grüße,

    Elke

  • Gestern regnete es bei uns recht intensiv. Am Semmering hat es sogar stark geschneit.


    Am Nachmittag fuhr ich, von Mödling kommend, über die Weinstrasse Richtung Baden. Der Regen hatte aufgehört - und ganz wenig kam sogar die Sonne zwischen den Wolken durch.



    Da konnte ich nicht widerstehen: ich musste schauen, wie es den Blumenfreunden am Eichkogel geht.


    Schon am Parkplatz beim Restaurant machte ich die erste erfreuliche Entdeckung: In der Wiese zwischen den Bäumen, keine 2 Meter von meinem Auto entfernt, entdeckte ich eine kleine Lilie, einen Gelbstern.


    Ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sich um einen Acker-Gelbstern handeln: bräunliche Färbung des Stängels, leichte Behaarung, Vorkommen im pannonischen Raum.



    Also wanderte ich zu den bekannten Freunden, der Groß-Küchenschelle und dem Adonis-Röschen.


    Am beeindruckendsten war die Veränderung gegenüber dem Vortag (siehe Johannes) bei den Küchenschellen. Sie waren nach dem Regen total geschlossen, teilweise lagen sie fast am Boden auf:





    Und bei genauem Hinsehen - und in Vergrößerung - sind hier ganz deutlich die Regentropfen auf der Blüte und zwischen den Härchen zu erkennen.



    Zwei Blüten mit geöffnetem Kelch wirken deutlich mitgenommen:



    Hier der Blick Richtung Anninger mit der typischen kleinen Blütengruppe:



    Und schließlich noch der Versuch, die abgestorbenen Blätter des Vorjahrs, die Johannes beschrieben hat, groß ins Bild zu bringen:



    Am Rückweg noch kurz zu den Frühlings-Adonis-Röschen geschaut.

    Auch sie haben vorsorglich ihre Blüten ziemlich geschlossen, bzw. sind auch erst im Zustand des Erwachsens.



    16.45h: Es ist schon ziemlich dunkel, man merkt es an der Fotoqualität....



    Ein herzlicher, etwas feuchter, Blumengruß vom Eichkogel!

    Susanne

  • Liebe Alle!


    Am Donnerstag war ich in Wien beim Arzt und zwar müde vom langen Liegen auf dem Zahnarztstuhl... Ich dachte mir aber, wer weiß, wann ich das nächste Mal hier her komme. So war der Umweg über die Weinstraße und der Besuch des Eichkogels dringend angesagt.


    An ein paar schönen Blumen möchte ich Euch gern Anteil geben. - Betritt man das Landschaftsschutzgebiet Eichkogel ist man schon nach wenigen Schritten auf der großen Wiese, die ich als Adonis-Röschen-Wiese bezeichnen möchte. Es blühen hier zwar auch andere Pflanzen, weiter zum Sommer hin auch ziemlich üppig, aber die Adonisröschen füllen die Wiese im frühen Frühjahr in unvergleichbarer Weise.



    So weit ist es noch nicht, am Waldrand sind sie zwar schon sehr intensiv vertreten, manche Blüten weit geöffnet, manche stehen auch zwischen Büschen - in schon recht schön gewachsenem Gras.




    Die restliche Wiese ist noch ziemlich kahl und braun.



    Allerdings gibt es auch bereits viele, viele Veilchen....





    Ein Stückchen weiter öffnet sich der Blick auf Mödling, ein schöner Anblick - und auf eine andere Wiese im Norden des Eichkogels, wieder mit ganz spezieller Vegetation.



    Hier wachsen in Fülle die großen Küchenschellen, die uns Johannes schon oft wunderbar ins Bild gesetzt hat. Sie sind mittlerweile weit geöffnet und leuchten ganz lebhaft aus dem Stroh des vergangenen Winters hervor.




    Der Himmel ist blau, Föhnwolken sind deutlich zu erkennen. Die Blumen versuchen tapfer, sich dem starken Wind entgegen zu stellen:




    Ich drehe meine übliche Runde durch den Wald, zu den Weinbergen, auf die Südseite des Hügels und komme am Lorbeer-Seidelbast vorbei, der schon wieder fast verblüht ist.



    Angeregt durch Michaels Beitrag zum Thema Weingarten 2020 schenke ich diesem Bereich auch meine besondere Aufmerksamkeit, ich habe die Bilder schon in Michaels Thema gezeigt, deshalb hier noch einmal in Kleinausgabe:


      


    Während ich den Blick Richtung Süden richte, quert ein nicht sehr hübscher schwarzer Käfer meinen Weg. Johannes hat mich darüber informiert, dass es sich dabei um einen sehr giftigen Ölkäfer handelt, der vor allem im Frühling am Eichkogel zu finden ist.



    Ein Schmetterling umflattert mich, schon der 2. heute. Beim Betreten des Eichkogel hatte mich schon ein strahlend gelber Zitronenfalter (wohl ein Männchen, die Weibchen sind heller, weißlicher) umflattert... weg war er.


    Dieser Schmetterling - offenbar ein Kleiner Fuchs - nimmt zuerst auf einem Blättchen Platz, das wenig ertragreich erscheint. Dann lässt er sich auf einem Erdbrocken (oder ???) nieder. Dort ist er sehr fotogen, er verharrt hier länger..



    Ich mache mich auf den Rückweg. Hier gibt es auf der Westseite noch einen Bereich, in dem wieder Adonisröschen und Groß-Küchenschellen zu finden sind.





    Und an einer Stelle mit einem besonders schönen Adonis-vernalis steht davor noch ganz klein eine Pulsatilla pratensis nigricans, die Schwarz-Wiesen-Küchenschelle. So winzig sie ist, so deutlich kündigt sie ihr Auftreten schon an!



    Ich sehe noch ein paar Winzlinge, aus denen in wenigen Tagen oder Wochen stattliche Pflanzen werden sollen. Es könnte uns aber passieren, dass wir in diesem Frühjahr auf diese Beobachtungen verzichten müssen. Aber sie entfalten ihre Schönheit wohl auch ganz ohne Publikum!!!!




    Und wir selber werden uns mit Bildern aus den Vorjahren begnügen müssen!


    Herzlichen Gruß an alle, die wir in Österreich ab heute "ausgangsbeschränkt" sind. Aber auch in Deutschland scheint die Lage nicht viel einfacher zu sein...


    Susanne

  • Du hattest ja soooo Recht, heute nochmal zum Eichkogel zu gehen !

    Die Adonisröschen sind prachtvoll!

    Dazu noch in solch großer Zahl-


    Nicht zu Unerecht haben sie diesen Namen.

    Die restliche Wiese ist noch ziemlich kahl und braun.

    Da kommen die "Adonisse" natürlich konkurrenzlos besonders zur Geltung.


    Und Deine Bilder von den Küchenschellen sind "Extraklasse"


    Jetzt hat der Eichkogel samt Käfern und Schmetterlingen erst mal Ruhe :( :)

    Aber das Jahr hat erst begonnen !

    :thumbsup:


    Liebe Grüße,

    Elke

  • Liebe Alle!


    Ich greife Johannes' "Geständnis" vom letzten Mittwoch auf und sag auch, ich hab's getan. Sogar ebenfalls am letzten Mittwoch. Und es war der Eichkogel, den ich besucht habe....



    Aber nicht aus "Lust und Tollerei" bin ich so weit gefahren. Mein Arzt für Alternativ-medizin gab mir einen eingeschobenen Termin, der für mich sehr wichtig und hilfreich war. Der Arzt ist in Mödling - und dann sollte ich noch kurz in meine Praxis in Baden, um mir alle restlichen Unterlagen zu holen, die ich während der Auszeit daheim benötige.


    Da ging der beste und kürzeste Weg über die Weinstrasse, am Eichkogel vorbei - es war wohl der "Frühlings- vielleicht sogar Sommer-Abschiedsbesuch".


    Der Eichkogel ist normalerweise wenig besucht, wird vor allem von Liebhabern der Pflanzen, der besonderen Tiere, von Schmetterlingsbeobachtern und Hundebesitzern frequentiert.


    Doch als ich an diesem strahlend schönen Mittwoch - bereits mitten in der Zeit der Ausgangsbeschränkung! - zum Eichkogel kam, war der Parkplatz neben dem Restaurant versperrt. Dafür standen kreuz und quer, bis weithin - und sogar in der Wiese viele Autos. Ich wusste nicht, wie mir geschah.... Und auch der Blumenhügel selber war voller Menschen - so etwas habe ich hier nicht einmal an einem strahlend schönen Sonntag-Nachmittag erlebt. Leute spazierten, auch in Gruppen, viele Leute lagen in der Wiese, auf ihren Jacken, auf der großen Blumenwiese spielte eine Familie mit ihrem Kind ein Ballspiel....


    Ich eilte meine Blumenrunde über den Berg und kehrte so schnell wie möglich zu meinem Auto zurück, für das ich gerade noch einen Platz gefunden hatte!


    Nun zur Flora: wie gesagt, die schönen Blumen werden auch ohne uns blühen, derzeit steht wegen der kalten Nächte ohnehin alles ziemlich still.


    Die Blätter der Zwerg-Schwertlilie sind schon ziemlich gewachsen, aber es war noch keine Knospe zu sehen, ist ja auch viel zu früh im Jahr...



    Neben dieser Gruppe der Adonis-Röschen stand vor einer Woche eine winzige Knospe der Schwarzen Küchenschelle, Pulsatilla pratensis nigricans. Ich habe Euch das Bild gezeigt...



    Das kleine Pflänzchen hat sich prächtig entwickelt - und war an diesem Tag auch meine größte Augenweide:



    Sehr einzelne weitere Exemplare der Schwarzen Küchenschelle sind zu finden, die Adonisröschen, letzte Woche fast nur als Knospen wahrzunehmen, sind erblüht.






    Und auch ein hübsches Ensemble der Groß-Küchenschelle zeigt sich hier auf der Westseite, in der Nachmittagssonne.



    Sehr früh im Jahr hat schon die Zypressen-Wolfsmilch deutlich sichtbare Knospen angesetzt - und im Wald strahlen die Blätter des Lauchs in der Nachmittagssonne so, als wäre nicht Mitte März - und als wäre nicht alles etwas schwierig in diesem Land:





    An einer schmalen Stelle im Wald kommt mir eine Dame entgegen, sie bleibt stehen und dreht sich grußlos zur Seite. Ach ja, es ist ja Krise und es gilt Abstand zu halten! Ich sehe aber schon von weitem die Blätter des Lorbeerseidelbasts. Es interessiert mich, wie es um seine Blüten steht. Und ich sage freundlich zur Dame: "Sie können ruhig weiter gehen, ich muss hier fotografieren".



    Die Blüten sind gerade noch sichtbar unter den großen Blättern... Ein paar Schritte weiter steht eine hellgrüne Pflanze. Es könnte ein frühes Exemplar der Turm-Gänsekresse sein, so etwa würde sie in "jungen Tagen" aussehen.



    In die Weite blickend ist der Frühling erst angedeutet.



    Dann komme ich auf die Wiese mit den Groß-Küchenschellen. Weit geöffnete Blüten sehen mir entgegen, einige Pflanzen sind schon verblüht. Aber an manchen Stellen sind sie noch sehr reichlich vorhanden.







    Schnell noch ein schönes Veilchen-Ensemble im Wald fotografiert.



    Am Weg zum Auto sehe ich wieder neben der Strasse den Gelb-Stern. Und die Blätter des Scharbockskraut glänzen mir entgegen.




    Auf Wiedersehen, Eichkogel, in besseren Zeiten sehen wir einander wieder, aber dann ganz bestimmt!!! Und ohne Massenauflauf auf dem Hügel....


    Herzliche Grüsse an Euch alle - und bleiben wir gesund!

    Susanne

  • Und ohne Massenauflauf auf dem Hügel....

    Die Städter wollen ins Grüne, kann ich durchaus verstehen und das schöne Wetter dazu...

    Danke für die blühende Exkursion liebe Susanne :)

  • Diesen Spaziergang vom letzten Mittwoch wirst Du wohl nie vergessen!

    Jetzt hat der Eichkogel Ruhe..... und alles wächst und blüht weiter als ob nichts wäre.

    Bis nächstes Jahr, hoffentlich !


    Liebe Grüße,

    Elke

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