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Ein Spaziergang in Ascona

  • Gast001
  • 8. April 2015 um 18:06
  • Gast001
    Gast
    • 8. April 2015 um 18:06
    • #1

    Dass Ascona einmal ein Fischerdorf gewesen sein soll, kann man sich kaum vorstellen.
    Das ist schon sehr lange her.

    Heute ist es ein Städtchen mit einem hübschen historischen Kern, einer schönen Uferpromenade entlang des Lago Maggiore und vielen Villen und teuren Häusern, die sowohl an den steilen Ufern als auch weit die Hänge hinauf erbaut wurden.

    Ascona ist mit 196 m ü. M. die am tiefsten gelegene Stadt in der Schweiz.

    Die Lage der Stadt ist klimatisch privilegiert: Sie liegt am Nordufer des ca 65km langen Lago Maggiore, ist vollkommen nach Süden ausgerichtet und nach Norden hin durch hohe Gebirgsketten geschützt.

    Die Vegetation ist mediterran - Palmen , Zitrusbäume, Kamelien, Mimosen, Magnolien, Rhododendren u.v.m. gedeihen üppig und problemlos.

    Wir haben Ascona eine Woche Ende März/ Anfang April besucht.

    Auf der Höhe des Bernhardinotunnels lag noch meterhoch Schnee, aber schon sehr schnell sahen wir, dass wir in den Frühling fuhren.
    Bei Bellinzona hatten die Weiden schon grüne Blätter- wenig später in Locarno und in Ascona blühten schon Kamelien, Magnolien und auch schon Kirschbäume.

    Wir wohnten am Stadtrand von Ascona und konnten zu Fuß zur Altstadt und zur Promenade gelangen.

    Unser Weg begann unweit der Mündung des Flusses Maggia in der Nähe des neuen Yachthafens.

    Der Weg führte zunächst am See entlang- ein frei zugängliches Ufer, an dem man im Sommer sicher auch schöne Badeplätzchen findet.

    Blick hinüber an das Ostufer des Sees

    Auf der anderen Seite des Uferwegs befand sich ein großer, sehr gepflegt aussehender 18 Loch Golfplatz

    Überall schon blühende Bäume und Sträucher - hier ein Magnolienbaum.

    Angekommen an der Uferpromenade von Ascona

    Mir haben die uralten , knorrigen Platanen besonders gefallen , zu dieser Zeit noch ohne Laub und daher recht eindrucksvoll.

    Kamelien in großen Töpfen auf der Uferpromenade.

    Es war die Woche vor Ostern und noch nicht allzu viel los - es war leicht, ein Plätzchen zu finden für ein Gelato , einen Cappuccino oder einfach in der warmen Sonne auf einer Bank am Ufer zu sitzen, auf den See hinauszuschauen oder Leute zu beobachten: die Seele baumeln lassen und genießen…


    Von Ascona aus kann man mit dem Schiff in viele Orte am See fahren , z.B. nach Locarno, nach Canobbio, nach Stresa im Süden des Sees.

    Wir setzten unseren Spaziergang in der Altstadt fort.

    Zunächst zum Kirchplatz San Pietro mit der Pfarrkirche Santi Pietro und Paolo (1599–1630),
    dem Rathaus und der bewundernswerten Fassade der Casa Serodine von 1620

    Die Casa Serodine , ein Palazzo in Ascona, benannt nach der Familie Serodine, Cristofero Serodine und dem Gestalter der Fassade, dem Stuckateur Giovanni Battista Serodine (1600–1631) und dessen Bruder, dem Maler Giovanni Serodine.

    Der mittlere Teil der Fassade zeigt eine Madonna mit Kind, beidseitig mit einem Engel.

    Ich staune, wie es dem Künstler gelungen ist, mit Stein solch ausdrucksvolle Figuren zu gestalten.

    Ein Jesuskind, das ganz unbefangen winkt und lächelt .

    Noch eindrucksvoller die Szenen mit Adam und Eva.
    Adam mit verschränkten Armen scheint Gott aufmerksam zuzuhören, während sich Eva in recht koketter Haltung vollkommen der Schlange im Baum zugewandt hat.

    Die Verführung des Adam- er schaut noch unentschlossen weg, während sie den Apfel reicht und Adam anschaut als wolle sie sagen - jetzt komm schon, nimm ihn…

    Die Vertreibung aus dem Paradies - der Schrecken und das Jammern stehen den beiden ins Gesicht geschrieben.

    Meisterhaft, finde ich!

    Durch Gässchen mit Innenhöfen, Restaurants, Kunstgalerien, Boutiquen gelangt man recht schnell an den Rand der Altstadt.

    Die Kirche Santa Maria della Misericordia mit schönen Fresken im Altarraum gehörte früher zu einem Dominikanerkloster.

    Daneben das Collegio Papio mit einem schönen Renaissancehof ( heute eine römisch-katholische Mittelschule ), es diente als Priesterseminar und Kollegium.

    Beim Collegio Papio ist die Altstadt zu Ende. Hier befindet sich ein Platz mit Banken, der Post, einem Supermarkt und einer Bushaltestelle.

    Von hier konnten wir mit einem Kleinbus zurück bis in unser Wohnviertel fahren.

    Jeder, des Ascona besucht, erlebt die Stadt etwas anders.
    Auch tosca hat Ascona besucht.
    Hier ihr Bericht
    https://www.schoener-reisen.at/forum/showthre…m-Lago-Maggiore

    Elke

  • Helga
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    • 8. April 2015 um 19:40
    • #2

    Wunderschön!!!
    Wir hätten auch ins Tessin fahren sollen.

    Viele Grüße
    Helga

    Das Heilmittel für alles ist Salzwasser: Schweiß, Tränen oder das Meer.
    Karen Blixen

  • claus-juergen
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    • 8. April 2015 um 21:36
    • #3

    hallo Elke,

    kommt man eigentlich im Tessin mit deutsch durch oder muß man hier italienisch sprechen?

    Scheinbar ist um diese Jahreszeit noch nicht viel los in Ascona und Umgebung. Ich sehe ja kaum Personen auf deinen Bildern. Vermutlich herrscht da im Sommer ein ziemlicher Trubel trotz der hohen Preise.

    Schön ist es dort in jedem Fall und wenn dazu noch nicht allzu viele Touristen herumschwirren, macht das Erkunden noch mehr Spaß.

    Danke fürs Mitnehmen - vielleicht wird es ja mal was mit diesem Lago und Umgebung.

    grüsse

    jürgen

  • Karin
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    • 8. April 2015 um 22:25
    • #4

    Welch ein herrlicher Frühlingsausflug!!
    Kamelien in allen Farben und die Platanen als knorrige, auf den neuen Austrieb vorbereitete "Ungetüme".

    Lieben Gruß Karin
    Wer der Sonne entgegen wandert lässt den Schatten hinter sich. (Bruno Hans Bürgel)

  • Gast001
    Gast
    • 9. April 2015 um 08:33
    • #5

    Jürgen, man kommt mit Deutsch schon "durch"- aber es wird Italienisch gesprochen
    Verkehrsschilder, Informationen an nicht touristischen Plätzen, Öffnungszeiten von Gebäuden usw, auch Speisekarten sind italienisch.

    Nur an Plätzen, die von vielen Touristen besucht werden und in Werbebroschüren wird in 4 Sprachen informiert ( It, D, F und Englisch)

    Wir waren zu verschiedenen Zeiten in Ascona - vormittags und nachmittags- aber es war nie "voll" - das war vor Ostern. Das war sehr schön.
    In Ascona habe ich auch keine großen Busparkplätze gesehen , die Besucher zu Hunderten in die Stadt "loslassen". Parkplätze in Ascona sind in Altstadtnähe ohnehin sehr beschränkt.

    Aber wenn ich an die Autoschlange denke, die sich bei unserer Rückreise am Karfreitag auf der Gegenfahrbahn Stoßstange an Stroßstange von Chur durch den Bernhardinotunnel bis nach Bellinzona quälte, so kann ich mir ausmalen, dass es in den Städtchen entlang des Sees ( auch in Ascona) ganz schön voll wurde.
    Wir hatten riesiges Glück mit der von uns gewählten Woche.

    Liebe Grüße,
    Elke

  • hadedeha
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    • 9. April 2015 um 09:40
    • #6

    Hallo Elke,

    einfach nur wunderschön! Da werden Erinnerungen wach.
    Superschöne Fotos von den Platanen am Seeufer hast Du gemacht.
    Dankeschön dafür!
    Habt Ihr von dort aus auch die Brissago-Inseln besucht?

    Liebe Grüße
    Helga

  • vadda
    Gast
    • 9. April 2015 um 09:44
    • #7

    Was für ein Klimaunterschied zum Norden. Während wir in Dänemark noch Winter hatten, hast du den Frühling erlebt. Schön, dass du uns mit den Bildern erfreust.

    Liebe Grüße,
    Irmgard und Klaus

  • waldi
    Administrator
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    • 9. April 2015 um 14:59
    • #8
    Zitat von ELMA


    Von Ascona aus kann man mit dem Schiff in viele Orte am See fahren , z.B. nach Locarno, nach Canobbio, nach Stresa im Süden des Sees.


    Eine Bahnhofsuhr von Patek Philippe hätte ich in der Wartehalle des Landungssteges vor der Albergo Pizzeria nicht erwartet.
    Wer diese Uhrenmarke kennt, der kennt meist auch deren Preise! :roll:

    Zitat von ELMA

    ... und der bewundernswerten Fassade der Casa Serodine von 1620...

    Die Casa Serodine , ein Palazzo in Ascona, benannt nach der Familie Serodine, Cristofero Serodine und dem Gestalter der Fassade, dem Stuckateur Giovanni Battista Serodine (1600–1631) und dessen Bruder, dem Maler Giovanni Serodine.

    Der mittlere Teil der Fassade zeigt eine Madonna mit Kind, beidseitig mit einem Engel.

    Ich staune, wie es dem Künstler gelungen ist, mit Stein solch ausdrucksvolle Figuren zu gestalten.

    Ein Jesuskind, das ganz unbefangen winkt und lächelt.


    Noch eindrucksvoller die Szenen mit Adam und Eva.
    Adam mit verschränkten Armen scheint Gott aufmerksam zuzuhören, während sich Eva in recht koketter Haltung vollkommen der Schlange im Baum zugewandt hat.


    Die Verführung des Adam- er schaut noch unentschlossen weg, während sie den Apfel reicht und Adam anschaut als wolle sie sagen - jetzt komm schon, nimm ihn…


    Die Vertreibung aus dem Paradies - der Schrecken und das Jammern stehen den beiden ins Gesicht geschrieben.


    Meisterhaft, finde ich!

    Alles anzeigen

    Da stimme ich Dir vollkommen zu, Elke!
    Eine exzellente Steinmetzarbeit!
    Nur deute ich die verschränkten Arme Adams eher als eine Art Verschlossenheit gegenüber den göttlichen Argumenten. (Was macht wohl Eva gerade mit ihrer rechten Hand?) schelmisch grins...
    Da war die Überzeugungskraft des schmachteten Blickes der Eva doch stärker!
    Sie hat ja erreicht, dass Adam - und mit ihm der Rest der Menschheit- in den sauren Apfel gebissen hat.

    Trotzdem war Dein Bericht ein voller Genuss!


    Liebe Grüße von waldi :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • Gast001
    Gast
    • 9. April 2015 um 15:04
    • #9
    Zitat von hadedeha


    Habt Ihr von dort aus auch die Brissago-Inseln besucht?

    Haben wir nicht, Helga -
    müssen wir nachholen - irgendwann...
    Der Schiffsfahrplan auf dem Lago wurde erst kurz vor Ostern auf Sommerfahrplan umgestellt und die Verbindung von Ascona zu den Inseln war vorher nicht optimal.
    Mit dem Auto wollten wir nicht nach Brissago, bzw Porto Ronco fahren - und es gab ohnehin so viel "zu tun" in dieser einen Woche!

    Und wir sind ja bekennende "Slow Traveller"!

    Liebe Grüße,
    Elke

  • wallbergler
    Gast
    • 9. April 2015 um 19:32
    • #10

    Liebe Elke,

    wunderschöne Motive. Man merkt einfach, dass dort kein Krieg war. Oft wird aber selbst von den Schweizern selbst moniert, dass damit auch vieles im Argen liegt.
    Große Hotels mit Heizungsrohren im hohen Zimmer usw.
    Gerade diese Hotels waren auch der Anziehungspunkte von vielen namhaften Dichtern , Denkern und Künstlern.

    Eigentlich trotzdem nicht mehr bezahlbar für Normalbürger. Deshalb sind auch die Schweizer selbst überall in den Tälern in ihren Rusticos verteilt.

    Ich war Mitte der 70 ger Jahre das erste mal da unten und staunte Bauklötze
    über das im Juli damals herrschende suptropische Klima,
    die überall an den Hängen anzutreffenden Villen betuchter Firmenbosse usw. ,
    die bezaubernde und oft genug auch exotisch wirkende Flora.

    Der südländische Flair in den Schweizer Städchen Ascona und Locarna mit mediterranen Laubengängen und affiner Architektur.

    Allein für die Sehenswürdigkeiten benötigt man schon Wochen.
    Bei meiner Besichtigung des Tessins war ich natürlich erst mal fixiert auf die landschaftlichen Höhepunkte.

    Und doch hätte ich gerne das Teehaus auf dem Monte Verita ( ich konnte nur den darunter liegenden Tunnel als Verbindung genießen, sonst wäre das ein einziger Stau gewesen) ebenso besucht wie in Locarno den Kreuzgang zur Madonna del Sassio Loggia .

    Jetzt ist natürlich mit dem teuren Franken vermutlich der Ofen aus.

    Vielen Dank für diese Sichtweise auch im Detail aus diesem schönen Städtchen.

    Lieben Gruß
    Helmut

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