I 1172 - Südtirol > LATSCH > Nikolauskirche - alte Altarplatte mit Reliquie

  • Nachdem ich heute endlich einen Fachmann gefunden habe, der mir meinen PC weder zum Laufen gebracht hat

    ( er hat gestern nach 5 Stunden Forumswartungsarbeiten und Aktualisierungen einfach gestreikt ).

    habe ich mir diesen Rätselstrang angeschaut und versucht, Informationen herauszufiltern. Wirklich schwierig....

    Susanne hat zur Beschaffenheit der Platte schon ein wenig ergänzt. ( Laaser Marmor)

    Zitat

    Das Kreuz befindet sich in einer Kirche.

    Zitat

    In Südtirol.

    Soweit ist es klar


    Zitat

    Das Steinquadrat dürfte ca. 20 x 20 cm groß sein und es ist auf einer Steinplatte, die hier ausgestellt ist.

    Das Steinquadrat mit dem winzigen Kreuz ist vermutlich Marmor, ( s. Susanne)

    die Steinplatte nicht. Kalkstein oder ähnliches ortsübliches Baumaterial


    Die Steinplatte wurde ausgestellt ( nicht aufgestellt), das könnte heißen, dass sie sich nicht an ihrem ursprünglichen Platz befindet


    Leider wurde diese Frage von Michael nicht eindeutig beantworte:

    Zitat

    Und ob es sich am Boden, an der Wand oder an der Decke befindet..


    Was heißt das

    Zitat

    Sie befindet sich exakt 102 cm über dem Fußboden.


    An der Wand. auf einem Sockel , oder wo?



    Zitat

    Darunter befand sich tatsächlich mal etwas.

    ja, eine Reliquie soll sich tatsächlich mal darunter befunden haben.

    Was mit der Reliquie ist oder ob da überhaupt mal eine drunter war wissen auch die Gelehrten nicht.


    Nichts Genaues weiß man also , scheint wohl nicht so wichtig zu sein .

    Es war "ETWAS"


    Vielleicht ist es tatsächlich ein Insiderrätsel,. Ich war noch nicht dort und die Informationen von Jürgen erlauben mir keine schlüssige Lösung


    Ich habe habe folgendes gefunden


    2 Quellen


    für die Kirche St Medardus in Tarsch


    Quelle 1

    Vinschgau

    Landschaft, Geschichte und Gegenwart am Oberlauf der Etsch : das westliche Südtirol zwischen Reschen und Meran

    Von Josef Rampold · 1986

    SBN: 9788870141658, 8870141659

    Seitenanzahl: 448

    Veröffentlicht: 1986

    Verlag: Verlag-Anst. Athesia


    Im Buch gefunden – Seite 378


    Zitat

    An der mittleren Altarstufe links läßt sich eine Steinplatte anheben , so daß man in den Quellschacht hinuntersieht , aus dem das heilkräftige Wasser unter der Kirche durch zu einem Trog im Freien geführt wird .


    Vinschgau
    www.google.de



    Quelle 2


    Südtirol Reiseführer Michael Müller Verlag: Individuell reisen


    books.google.de › books

    Florian Fritz, ‎Sibylle Fritz · 2021


    Im Buch gefunden


    Zitat


    Früher lief das Quellwasser vom Altar her unterirdisch durch das Kirchenschiff, eine lose Steinplatte öffnete den Blick auf den Wasserlauf. Als man für den Zufrittstausee im Martelltal Stollen in den Berg trieb, versiegte das Wasser.




    In dieser Quelle wird auch der Malteserorden genannt. siehe #7 von waldi ( Kreuz)


    Aber dazu passt nicht, dass die Steinplatte sich 102 cm über dem Fußboden befindet.

    Und eine Reliquie kann ich mir dort auch nicht vorstellen.


    Mehr kann ich nicht dazu finden . Ich war noch nie in dieser Gegend.


    Gruß,

    Elke

  • Hallo Elke,


    Tartsch ist genauso falsch wie der Malteserorden.


    Das Thema der unbekannten möglichen Reliquie habe ich ja bereits angesprochen. Wenn die Wissenschaft schon nichts genaueres darüber weis, dann ich schon gleich zwei mal nicht.


    Es handelt sich bei dieser Steinplatte tatsächlich um einen Teil eines ehemaligen Altars.


    Beachte mein letztes Posting mit dem Tipp des Discounters. Weit und breit gibt es nur in diesem Ort eine Filiale.


    Hast du den Ort gefunden dürfte die passende Kirche eine Kleinigkeit sein. Dies deshalb weil der Ort mit dieser Marmorplatte auch im www wirbt.


    Grüße


    Jürgen

  • Beachte mein letztes Posting mit dem Tipp des Discounters.

    Ich war nicht dabei , Jürgen, Und mag jetzt auch nicht nach einem Discounter im Vinschgau suchen 1*1

    Wenn es ein Altar ist , könnte es ein Sakramentshäuschen oder ein Tabernakel gewesen sein,


    Gruß,

    Elke

  • hallo Steffi,


    du hast das Rätsel fast gelöst. Die Altarplatte wurde zwar hinter einer Holzverkleidung in der von dir genannten Kirche gefunden. Ausgestellt ist sie allerdings in einer anderen Kirche in Latsch. In welcher?


    grüsse


    jürgen

  • Auch wenn es nichts zur Aufklärung des Rätsels beiträgt:

    ich möchte auf die Unterscheidung zwischen Tarsch und Tartsch hinweisen.


    Elke hat richtig von St. Medardus in Tarsch gesprochen.

    Tarsch liegt schon ziemlich östlich, fast am Ausgang des Vinschgau in Richtung Meran.


    Tartsch hingegen liegt nahe Mals, im Zentrum des Ober-Vinschgau.

    Und St. Veit am Tartscher Bühel ist eine der ältesten Kirchen dieser Gegend, aus dem 11. Jahrhundert.

    Und sie ist auf einer vorchristlichen Kultstätte erbaut.


    Diese Namensähnlichkeiten sind eine Besonderheit des Vinschgau: Laatsch am südwestlichen Zipfel und Latsch (das Steffi erwähnt) auch schon ziemlich weit östlich. Und dann gibt es noch Laas....


    Lieben Gruß!

    Susanne

  • Hallo, Jürgen!

    Mit dem Latscher Menhir hat die Geschichte aber nichts zu tun?


    Der wurde nämlich in der Kirche Unsere Liebe Frau auf dem Büchel (Bichlkirche genannt) entdeckt - und kann in der St. Nikolaus-Kirche besichtigt werden.


    Ich kenne in Latsch dann noch die Pfarrkiche St. Peter und Paul und die Spitalskirche.

    Über diese Steinplatte mit dem Einsatz für eine Reliquie ist mir aber nichts bekannt.


    Susanne

  • Über diese Steinplatte mit dem Einsatz für eine Reliquie ist mir aber nichts bekannt.

    Das wird jetzt sicher spannend zu erfahren, was es mit dieser eingesetzten kleinen Marmorplatte ( die man offensichtlich anheben kann) auf sich hat.

    Vielleicht gibt es auch noch ein Foto vom Ganzen?


    Gruß,

    Elke

  • Hallo Jürgen,


    ist es die St. Nikolauskirche?...

    Gratulation Steffi,


    damit ist das Rätsel vollständig gelöst. Hier die Nikolauskirche von außen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_60326


    Dazu geschichtliches


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_60325


    Es ist halt etwas verwirrend wenn man bei Restaurierungsarbeiten in einer anderen Kirche des Ortes eine alte Altarplatte findet und die dann in einer anderen Kirche ausstellt. Dazu trägt die die Bezeichnung Menhir.


    Und dann stellt man in der selben Kirche noch eine alte Altarplatte aus, die aber hier mal als Altar gedient haben soll. ;)


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_60324


    Hier eine weitere Detailaufnahme. Fünf derartige Kreuze sind in die Platte eingemeiselt.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_60323


    Aber nicht nur die relativ junge Altarplatte ist hier im Gotteshaus ausgestellt. Nein, der oben genannte viel älterere Menhir ist dort auch zu sehen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_60322


    Der ist mitten im Raum positioniert und zieht natürlich alle Blicke auf sich.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_60320


    Auf die Altarplatte dahinter in der Apsis, hier im Bild gerade noch zu erkennen, achtet vielleicht nicht jeder Besucher.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_60321


    Es bleibt das Rätsel welche Reliquie sich unter dem Steinquadrat befindet und ob da überhaupt eine liegt.


    Die Altarplatte // The altar stone of the Saint Nicholas Church
    Die Altarplatte // The altar stone of the Saint...
    www.gemeinde.latsch.bz.it


    Vielen Dank fürs Mitmachen sagt


    jürgen


    Susanne

    Die Namensähnlichkeit mancher Orte im Vinschgau hat mir vor drei Jahren schon mal zu schaffen gemacht. Wir wollten in den Bierkeller in Latsch und suchten vergeblich in Laatsch. Später haben wir den dann doch noch gefunden. :)

  • Ein Wort noch zu diesem Rätsel:

    Eigentlich ist das ja wirklich ein ziemlich starkes Stück.

    Es kann ja mal ein Fehler passieren beim Antworten auf Fragen,

    aber dass gezielte Fragen, die zur Lösung führen können gar nicht

    oder sogar - ich kann es nicht anders deuten - bewusst falsch beantwortet werden,

    ist wohl doch etwas ungewöhnlich - vornehm ausgedrückt.



    Nur drei Beispiele dazu:

    ja, eine Reliquie soll sich tatsächlich mal darunter befunden haben.

    Das ist einfach falsch.

    Wenn du genau liest.

    Danke ELMA für die Klarheit im Titel des Rätsels.


    Von der linken Wand ist sie 23 cm entfernt, von der rechten 24 cm. Sie befindet sich exakt 102 cm über dem Fußboden.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_60315


    Symbole? Schrift? Zeichnung?


    LG

    Der Zusammenhang mit den Wundmalen Christi?

    Dafür soll die Lokalität eines Diskounters zur Lösung führen.

    Kopfschüttel ...


    LG und Gratulation an alle die hier mitgemacht haben und damit wirklich Geduld bewiesen haben.

    3 Mal editiert, zuletzt von Michael ()

  • Liebe Beteiligte am Rätsel, ich möchte noch etwas zur Geschichte mit der Reliquie beitragen.


    In praktisch allen alten - und zum Großteil auch neuen - gemauerten (!) Altären katholischer Kirchen befindet sich dieses kleine Kästchen, in dem Reliquien aufbewahrt werden/wurden.


    Diese Auslassung wird dann häufig mit einer kleinen Platte - genau so wie beim Altar in St. Nikolaus in Latsch - abgedeckt. Es kam allerdings öfter vor, dass solche Reliquien gestohlen wurden.


    Umso mehr waren die alten Dinge ausgesetzt, als die genannte Kirche schon zu Josephinischer Zeit profaniert wurde, lange leer stand und dann einige Zeit sogar der Feuerwehr als Spritzenhaus diente.


    Ich bin erstaunt, dass in der Beschreibung des Altars, die Du, claus-juergen eingefügt hast, die Frage der Reliquie so offen bleibt. Man müsste ja nur unter den kleinen Marmorstein schauen. Entweder ist eine Reliquie drinnen (z.B. in einem kleinen Säckchen) - oder eben nicht mehr.


    Das nur noch zur Ergänzung und kleiner Klärung!


    Lieben Gruß!

    Susanne

  • Lassen wir es einfach stehen, lieber Michael. Ich hab da ein "Insiderwissen", das nicht allgemein so da sein muss.


    Noch zur Sache. Die Reliquie könnte auch in Sicherheit gebracht worden sein, als die Kirche profaniert wurde. Was sogar anzunehmen wäre, denn Reliquien galten besonders zu jener Zeit als wertvoll.


    Susanne

  • ...Ich bin erstaunt, dass in der Beschreibung des Altars, die Du, claus-juergen eingefügt hast, die Frage der Reliquie so offen bleibt. Man müsste ja nur unter den kleinen Marmorstein schauen. Entweder ist eine Reliquie drinnen (z.B. in einem kleinen Säckchen) - oder eben nicht mehr...

    hallo Susanne,


    danke für deine Infos. Ich bin zwar gelegentlich etwas forsch und überwinde manchmal Zäune. Aber mit Hammer und Meisel und der Akku-Flex wollte ich nun doch nicht an die Altarplatte ran um dieses Rätsel vollständig zu lösen. Irgendwo setze auch ich mir Grenzen. ;)


    Wie auch Michael empfinde ich es als Frechheit seitens der Verantwortlichen, die nirgendwo in dieser Kirche auf die mögliche oder verschwundene Reliquie eingegangen wird. Stattdessen wird da Halbwissen verbreitet. Allerdings ist es weder meine Aufgabe, noch habe ich die Zeit dazu, dies bei der Gemeinde Latsch zu monieren. ;)


    grüsse


    jürgen

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