1840 Bayern > Steuerelement eines Skidders für die Waldarbeit

  • hallo Rätselfreunde,


    heute habe ich mal wieder ein technisches Rätsel aus meiner Heimat. Wobei es solche technische Einrichtungen natürlich nicht nur bei mir, sondern sicherlich bei euch auch gibt. Man muß nur genau hinschauen.


    Was ist das genau?


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    Viel Spaß wünscht


    jürgen

  • Das Steuerelement eines grossen Fahrzeugs, Baufahrzeug, landwirtschaftliches Gerät/ Fahrzeug o.ä.


    Gruss,

    Elke

  • Das Steuerelement eines grossen Fahrzeugs, Baufahrzeug, landwirtschaftliches Gerät/ Fahrzeug o.ä....

    hallo Elke,


    ja, das Ding dient der Steuerung einer großen Maschine. Mit Landwirtschaft hat das jedoch nichts zu tun. Gleiches gilt für den Bau.


    grüsse


    jürgen

  • Dann hat es mit Forstwirtschaft zu tun, Jürgen?

    Ein Harvester oder Skidder vielleicht.

    Unten links ist etwas grün zu sehen, das könnte auf die Marke John Deere hinweisen.



    Viele Grüße, Daniel.

                                     

    Einmal editiert, zuletzt von Daniel_567 ()

  • Das ist ja wieder mal typisch für den Daniel. Er kam, sah und siegte! :thumbsup:


    Ja, es handelt sich hier um eine forstwirtschaftliche Spezialmaschine, einen sogenannten Skidder. Der ist dazu da, im unwegsamen Wald Holzstämme welche entweder manuell oder mittels eines Vollernters geschnitten und zum Abtransport bereit gelegt wurden, aufzunehmen und abzufahren. Und ja, es handelt sich um einen "Johnny" wie das Fabrikat John Deere von denjenigen genannt wird, die es benutzen und oft auch lieben.


    Hier mal zur Erklärung ein link zu Wikipedia


    https://de.wikipedia.org/wiki/Skidder


    Dazu gibts Bilder dieser Maschine für etwa 300.000 Euro Neupreis die ich in den Wäldern der Fürsten von Waldburg Zeil im Unterallgäu bzw. angrenzenden württembergischen Allgäu gesehen habe. Das Ding gehört einem Privatmann, der als Lohnunternehmer das geerntete Holz abfährt. Das hier geht alles in eine Papierfabrik in der Region.


    Das im Bild gezeigte Ding ist nichts anderes als ein intelligentes Lenkrad wie es auch in modernen Traktoren für die Landwirtschaft heute drin ist.


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    Dieses Display könnte man als das Armaturenbrett bezeichnen.


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    Dort sitzt derjenige, der das Gerät mit der rechten Hand bedient.


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    Dessen Sitz ist nicht nur drehbar gelagert, sondern kann auch so verstellt werden, daß der Pilot auch in steilem Gelände aufrecht sitzt.


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    Hier die Gesamtansicht der Maschine. Der Schild an der Front ist kein Schneepflug. Mit dem kann sich das Gerät im Boden verkeilen um standsicher beim Beladen zu sein. Allradantrieb ist selbstverständlich.


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    Natürlich durfte ich reinsitzen. So entstanden die Nahaufnahmen des Inneren.


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    AdBlue ist natürlich bei so einem modernen Gerät auch dabei.


    https://de.wikipedia.org/wiki/AdBlue


    Jede der beiden Ketten ist aus Stahl und wiegt ca. eine Tonne. Das Gerät kommt somit in jedem Gelände zurecht. Die Ketten verhindern auch, daß der Boden zu stark verdichtet wird.


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    Diese Metallbehälter dienen der Aufbewahrung der Ketten. Vor dem Befahren der öffentlichen Straßen werden diese abgenommen, dort gelagert und auf der Ladefläche mitgeführt.


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    Der Skidder bringt das zu Ende, was der Harvester oder Vollernter beginnt. Was das ist, erklärt euch wieder Wikipedia.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Holzvollernter


    Der Harvester stand nicht weit entfernt. Es handelt sich hier auch um einen Johnny.


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    Dieses Gerät fällt Bäume, entastet die und schneidet die Stämme auf die gewünschte Länge zu. Dabei läuft ein Zählwerk mit, so daß genau die Anzahl der geernteten Festmeter am Ende des Tages bestimmt werden kann. Diese Größe bestimmt den Lohn des Unternehmers, der im Auftrag des Waldbesitzers diese Arbeit durchführt.


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    Am Ausleger ist eine Säge befestigt


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    Hier Angaben welches Gewicht über die Hydraulik in welcher Entfernung mittels dem Greifarm bewegt werden kann.


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    Solche Schneisen sägt der Harvester in den Wald und legt die geernteten Stämme dann links und rechts davon ab. Der Skidder fährt später da hinein und nimmt die Stämme auf. All das, was in der Schneise liegt ist Abfall bzw. wird an Selbstwerber als Brennholz verkauft.


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    Diese Geräte lohnen sich natülich nur bei großen Wäldern die gleichmäßig ähnlich einer Plantage gepflanzt wurden. Der Waldbesitzer nimmt in der Regel die Dienste eines Lohnunternehmers in Anspruch, der diese teuren Maschinen besitzt.


    grüsse


    jürgen

  • Sapperlot, Daniel_567 ;) , ein wahrer Kenner ! :thumbup:


    Danke claus-juergen , für die Beschreibung der modernen technischen Möglichkeiten. die heute mit wenig Personal in der Forstwirtschaft möglich sind..

    Vorausgesetzt, der Wald ist dafür "geeignet" .

    In Bergwäldern wird bei uns nach wie vor mit Pferden gearbeitet.

    Was für ein Kontrast.


    Viele Grüße,

    Elke

  • ELMA

    Hat den Titel des Themas von „1840 Heimaträtsel - Wozu dient das?“ zu „1840 Bayern > Steuerelement eines Skidders für die Waldarbeit“ geändert.
  • Sapperlot, Daniel_567 ;) , ein wahrer Kenner !

    Elke, manchmal spielt mir auch der Zufall in die Hände. ;)


    Ihr werdet nicht glauben, woher ich das wusste.

    Ich spiele hin und wieder den Landwirtschaftssimulator 19. Hier sind die Fahrzeuge ziemlich detailgetreu und die Steuerung kam mir da auf Jürgens Bild gleich irgendwie bekannt vor.

    Na und das es John Deere ist, war anhand der Farbe eine Vermutung. Es hätte theoretisch auch Fendt sein können, aber die bauen solche Maschinen, so glaube ich zumindest, nicht. ^^



    Liebe Grüße, Daniel.

                                     

  • Sapperlot, Daniel_567 ;) , ein wahrer Kenner !

    ...

    Na und das es John Deere ist, war anhand der Farbe eine Vermutung. Es hätte theoretisch auch Fendt sein können, aber die bauen solche Maschinen, so glaube ich zumindest, nicht. ^^...

    Hallo Daniel,


    So ist es. Seit Fendt Teil des AGCO Konzerns ist gibt es nur noch Landmaschinen. Der Freizeitbereich Wohnwagen und Wohnmobile wurde verkauft.


    Das sagt einer, dem der verblichene Xaver Fendt im Schützenhaus in Marktoberdorf immer wieder mal eine halbe Bier spendiert hat was vom armen Gymnasiaten Jürgen seinerzeit dankbar angenommen wurde. :)


    Grüße


    Jürgen

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