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  2. Grizzly

Beiträge von Grizzly

  • Jetzt ist der da, ...

    • Grizzly
    • 5. Mai 2018 um 17:33

    So ähnlich wie Max und Moritz hab ich das als 12jähriger Schüler gemacht. Nachmittags Käfer gesammelt und mit ein bissl Gras in eine mit Luftlöchern versehene Pappschachtel gepackt. Anderntags mit in die Schule genommen und einen nach dem andern auf die Anzugjacke eines als Choleriker bekannten Lehrers gepackt (alter Nazi übrigens, später NPD-Kandidat - wobei mir das, ehrlich gesagt, als 12jähriger noch nicht klar war). Die begannen den Aufstieg Richtung pädagisches Genick, eine braune Kleckerspur auf dem grauen Jackett hinterlassend.

    Der erste Krabbler, der das Genick erreichte, hatte Pech, denn der wurde vom Lehrer gepackt, gequetscht und mit einem Brüllerer unsanft aus dem Fenster geworfen, unter Pfiffen und "Pfui, Mörder"-Rufen. Die andern wurden abgeschüttelt und hatten, von behutsamen Mitschülern geborgen, gewisse Überlebenschancen, es sei denn, sie landeten ihrerseits auf dem grauen Jackett. Aber das funktionierte meist nur einmal pro Unterrichtsstunde.

    Die "Grünen", die mich dafür hätten rügen können, gab's auch noch nicht.

  • Käfertreff Hannover-Laatzen 1.5.18

    • Grizzly
    • 5. Mai 2018 um 11:42

    Rost war ein Dauerproblem, an bestimmten Ecken besonders.


    Wer nicht, wie hier, einen Dachgepäckträger hatte, konnte mit seinem auf einen Heckskihalter befestigten Wintersportgerät in den Urlaub fahren.

    Ohne Dachgepäckträger standen die Skier natürlich über die Wagenhöhe hinaus, was einem Hofer - laut dem Mundartartglossisten "Gerch" von der Frankenpost - Ende der Sechziger zum Verhängnis wurde. Zu viert im Fichtelgebirge über die Pisten gewedelt, fuhr der Urlauber daheim mit Schwung in die niedrige, nur auf Käferhöhe ausgerichtete Garage, und - kracks - gab's viermal Spitzensalat.


    So sah meiner mal aus. 69er Baujahr, ebenfalls weiss, 1976 von der Patentante geerbt, und in den dreieinhalb Jahren, die ihm der Rost dann noch liess, kam ich bis nach Portugal damit und zurück.


    Was diesen Menschen dazu bewogen hat, seinen Wartburg, der ein DDR-Kennzeichen des Bezirks Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) trägt, mit einem Käfermotor auszustatten, weiss ich nicht.


    Die letzten Wartburgs waren keine Zweitakter mehr, sondern hatte Golfmotoren, was man an dem "halbierten" Kühlergrill sieht. Im Heckraum eines Wartburg hat ein Käfermotor natürlich viel mehr Platz als im Orgininalgehäuse, da passt die Batterie noch mit dazu (beim Käfer unter dem Rücksitz) und ein Benzinkanister.
    Was die dazu sagt ?

  • Käfertreff Hannover-Laatzen 1.5.18

    • Grizzly
    • 5. Mai 2018 um 11:39

    Oldtimertreffs haben gegenüber Automuseen den Vorteil, dass man die Autos auch in Aktion sieht, hört, riecht. Wenn man, wie ich, dann noch den Bruder dabei hat, der die gleiche Zeit erlebt und zudem mehr Ahnung von Technik hat als man selber, ist das Vergnügen doppelt. Da steht man schon mal früher auf und nimmt, incl. Nahverkehr, drei Stunden Bahnfahrt auf sich.

    Keine Angst, ich lichte jetzt nicht alle Brezelfenster-Käfer ab, dazu sind's zu viele.

    Das Innere ist ziemlich original, einschliesslich Blumenvase.


    Der T2-Campingbus-Besitzer hat, wie viele, das Ersatzrad vorn untegebracht,


    wohl damit er leichter drankommt.


    Ein 412 Variant - eine Rarität.


    Gelbe Scheinwerfer waren hier eine Zeitlang Mode, in Frankreich waren sie bis 1993 Pflicht.


    Als, nach Angaben des Wohnmobilisten, seine Tochter zu groß wurde,

    bekam sie ihr eigenes Schlafzimmer.


    Motorblock - einer reicht - und ein bissl Blech: Jetz müssen wir's nur noch zusammen schrauben.


    Naja, ein bissl was fehlt noch. Aber nicht mehr viel.

    Und jemand, der/die die Häkelkunst beherrscht, denn eine nackte Klopapierrolle schickt sich ja nicht.


    Der Ovali, Nachfolger des Brezelfensterkäfers, wurde nur 1953 bis 1957 gebaut. Die vergrößerte Rücksicht erfreute sich so großer Beliebtheit, dass manche Brezelfensterbesitzer den Mittelsteg heraussägten und so einen Selfmade-Ovali schufen. Die fünf PS mehr, die der neue hatte, liessen sich nicht so leicht herbeizaubern.
    Mehr hier: http://www.kaeferwissen.de/html/_ovali_.html

  • Jetzt ist der da, ...

    • Grizzly
    • 5. Mai 2018 um 11:29

    Ja, gibt's den auch noch ??? Ich hab viele Jahre keinen mehr gesehen

  • Heidelbergs neue Wohnquartiere

    • Grizzly
    • 24. Februar 2018 um 13:46

    Die folgenden Bilder sind vom Herbst 2015. Der schon bekannte stillgelegte Güterbahnhof wird Wanderweg, und eine weitere US-Kaserne (Patton Barracks) wird dem Verfall preisgegeben (Ausnahme: Ein Gebäude als Flüchtlingsunterkunft), um irgendwann alles platt zu machen und einen Heidelberg Innovation Park hinzuklotzen mit dem Effekt, dass sich Bauunternehmer, Makler und Spekulanten dick und fett fressen und die Mieten ins Astronomische steigen können.

    Die Bahnbrücken sind alt, die Straßenbahnlinie 26 nach Kirchheim neu.

    Links die Flüchtlingsunterkunft, der Rest steht leer.

    Kontrolliert wird nicht mehr. Könnte aber (siehe Horst/Mecklenburg).

    Der Rest des Geländes ist abgezäunt - wenigstens kann man dort seine Fahrräder anlehnen und sichern.

    Keine Ahnung, warum der NATO-Draht hier noch steht - vielleicht für Fluchthelfer,
    um das Überwinden solcher Hindernisse zu trainieren ?


    Verlassen wir dieses gastliche Gelände und betreten die Bahnanlagen, was früher verboten war.

    Achtung - Brücke in hundert Metern.

    Wo kämen wir denn da hin, wenn hier jeder Hund in die Bahnanlagen kackt ?
    Ordnung muss sein !

    So, wo sind wir denn eigentlich ?

    Mittlerweile im Hauptbahnhof


    die Treppe runter,


    wo zwei Jahre später eine riesige Baustelle sein wird.


    In der Nähe der Czerny-Brücke das nächste leer stehende US-Gebäude.

    Für fast alle. Natürlich mit Bürgerbeteiligung. Es lebe der Innovation Park.

  • Heidelbergs neue Wohnquartiere

    • Grizzly
    • 24. Februar 2018 um 13:43
    Zitat von claus-juergen


    An einem erhalten gebliebenen Gebäude einer Ami-Kaserne befindet sich auch heute noch dieser Adler. Im Gegensatz zu dem in Heidelberg hat unserer jedoch noch den Kranz aus Eichenlaub in den Fängen. Nur der "Inhalt" fehlt. Ich finde es übrigens gut, daß das Gebäude, auch mit diesem Symbol erhalten geblieben ist. Die Bausubstanz ist wirklich gut. Schließlich gehören auch diese unglücklichen 12 Jahre zur deutschen Geschichte.

    grüsse

    jürgen

    LIeber Jürgen,
    das mit der historischen Erinnerung seh ich auch so.

    Ansonsten finde ich dieses jahrelange Gehacke um Eigentumsverhältnisse unerträglich - ob Bund, Land oder Kommune ist doch wurscht, alles Staat, und der Steuerzahler hat dafür mindestens schon einmal abgedrückt. Wenn's nach mir ginge, würde ich für Selbsthilfe plädieren, auch in folgendem Fall.

  • Heidelbergs neue Wohnquartiere

    • Grizzly
    • 20. Februar 2018 um 12:25

    Leider dauert das, die Kasernenflächen und-gebäude stehen jahrelanmg leer und könnten noch genutzt werden. In einer Stadt mit akuter Wohnungsnmot wie Heidelberg ist das vollkommen unerträglich.

    Vor über drei Jahren hab ich, ein Jahr nach dem Abzug der US-Armee, diese Aufnahmen gemacht. Und trotz Riesenwohnungsnot lässt man diese Häuser verrotten, die Planer sehen weitestgehend Neubauten vor (irgendwann in ferner Zukunft, kostet einen Haufen Geld und fördert Wuchermieten), wenn ich deren HP richtig verstehe. Wenn man das Gelände besichtigt - soweit das geht und nicht verriegelt und verrammelt ist - sieht man fast nur Leerstand.



    Der frühere Haupteingang.
    Dort haben wir 1983, vor einer dichten Polizeikette, gegen die Atomraketennachrüstung demonstriert.


    Die ursprüngliche Kaserne stammt aus den 30er Jahren, über dem US-Wappen hing damals ein Vogel mit Kreuz


    Hier könnten Kinder spielen

    aber es ist alles verriegelt und verrammelt und wächst langsam zu.

    Die Kirche gäbe eine Versammlungshalle ab,

    wäre sogar barrierefrei - die Army hat offensichtlich auch an die Kriegsverletzten gedacht.


    Ein Lichtblick, als Alibiveranstaltung - bisher.

  • Fiese Tricks

    • Grizzly
    • 20. Februar 2018 um 12:21

    Das wusste ich auch noch nicht. Wobei es in Schweden immer schwieriger wird, ausser am Automaten oder per Direktkartenzahlen Geld zu bekommen bzw. zu zahlen. Bargeldwechseln geht nur noch in großen Städten.

  • Fiese Tricks

    • Grizzly
    • 19. Februar 2018 um 11:45

    Früher war es in Osteuropa eine klare Sache. Man hatte einen Tagespflichtumtausch zu entrichten, den man nicht zurücktauschen konnte, in der DDR zuletzt 23 DM, in der Tschechoslowakei 20 DM (70er, später vielleicht mehr). Schwarz tauschen war streng verboten, war aber Volkssport. In der CSSR zB DM-Krone 1:4 offiziell, 1:8 schwarz (70er), später mehr.

    Ab 1990 oder 91 war die Krone frei konvertierbar, und man konnte auf der Bank oder in Wechselstuben tauschen, der Kurs war überall ähnlich, auch war es nicht mehr verboten, persönlich bzw. schwarz zu tauschen, aber eigentlich hatte niemand mehr etwas davon. Oder doch ?

    In den 2000er Jahren wurde mir in Prag immer wieder Schwarztausch angeboten, ich bin nie drauf eingegangen, weil ich annahm, dass da etwas faul ist. Aber was ? Bei einem offiziellen Kurs von 1:25 bis 1:30 wurden mir 1:30 angeboten, dh 4000 Kronen für 100 Euro. Ich hab die Scheine auch gezeigt bekommen, wenngleich nicht alle - die ich sah schienen echt zu sein. Wahrscheinlich waren falsche dazwischen, zB alte tschechoslowakische Kronen, oder ähnliches Zeug.
    Hinter den Trick bin ich nie gekommen. Aber irgendwie müssen die ja vom Schwarztausch profitieren, sonst zahlen sie bei 1:40 drauf.

    In Polen, Kroatien oder Bosnien wurde mir Derartiges nie angeboten.

  • Fiese Tricks

    • Grizzly
    • 19. Februar 2018 um 11:32

    Im Ausland, aber nicht nur dort, bekommen unbedarfte Touristen Angebote, die verlockend klingen, von denen aber letztendlich nicht der Tourist, sondern der Anbieter profitiert. Falls es hier im Forum noch keine derartige Warn-Sammlung gibt, möchte ich hier eine anlegen.

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