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  1. Schoener Reisen » Forum » Sehen, erleben und berichten
  2. Grizzly

Beiträge von Grizzly

  • Mit der "Juno" von Göteborg nach Stockholm

    • Grizzly
    • 22. August 2019 um 12:33

    Die fleissige Crew findet mich auch gleich auf der Liste, weist mir meine Kabine zu und schleppt mir mein wieder mal viel zu umfangreiches Gepäck dorthin, wo ich eben aufrecht stehen kann. Ausser mir sind alles Paare auf dem Schiff, da muss bei einer so engen Kabine (das bei mir hochgeklappte obere Bett kommt dann zum Einsatz) die Beziehung schon stimmen, damit man sich nicht auf die Nerven geht. Bei der Buchung bin ich nach meiner Größe gefragt worden, weil die meisten Kabinen auf eine Bettlänge von 175 cm ausgelegt sind - mit meinen 177 passe ich grad noch hinein.

    Ein Blick zurück, und wir legen ab.

  • Mit der "Juno" von Göteborg nach Stockholm

    • Grizzly
    • 22. August 2019 um 12:30

    Nach dem Tod meiner schwedischen Tante fehlt mir eine Konstante, um regelmäßig nach Schweden zu fahren. Das hat sich auch auf meine Forumsaktivitäten ausgewirkt, zumal man ja als Rentner weniger Zeit hat als vorher ...Jetzt hab ich eine Tanten-Gedächtnistour gemacht, zumal ich mir diese Extravaganz mit dem von ihr hinterlassenen Finanzpolster auch mal leisten konnte, und Schnuppi zwar nicht mitfuhr, aber im Geiste doch, und es ausdrücklich begrüßt hat, dass ich diese Reise auch ohne sie gemacht hab.

    Von der Existenz des Göta-Kanals weiss ich seit ca. 45 Jahren, dh nicht durch den Geographie-Unterricht, von dem ich über Schweden absolut nichts mehr erinnere, ausser dass Kopenhagen größer war als Stockholm - inzwischen ist es umgekehrt. Tatsächlich hab ich das erste Mal von dieser im frühen 19. Jahrhundert hergestellten Wasserverbindung zwischen den beiden größten Städten Schwedens durch einen Krimi erfahren, Anfang der 70er, und zwar "Die Tote im Götakanal" von Maj Sjöwall und Per Wahlöö (die Geschichte spielt zwar schon 1965, ist aber nahezu zeitlos).

    Göteborg, Packhuskajen 12.7.19
    Das Frühstück im Vandrarhem musste ausfallen, sonst wär ich zu spät gewesen - die "Juno" soll um 9:00 ablegen. Mit der Straßenbahn Linie 9 geht zum Stenpiren. Dort gibt's im Pressburån ein Notfrühstück, weil ich doch ein bissl früh dran bin. Dann weiter über die Brücke, die für die drunter durchfahrenden Bootstouristen "Friseur" heisst, weil man unwillkürlich den Kopf einzieht, und schon steht die alte Dame da, Baujahr 1874, in voller Schönheit.schoener-reisen.at/wcf/attachment/1990/

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    Bilder

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  • Würzburg Hauptbahnhof: Ein Wunder ist geschehen

    • Grizzly
    • 20. August 2018 um 09:32

    Viele Jahre war es ein Ärgernis, in Würzburg umzusteigen. Es gab weder Rolltreppen noch Aufzüge.

    Irgendwann entdeckte ich das Zauberwort: "Kein Ausgang". Das war die "Postrampe" am Ende des Bahnsteigs, auf der man seinen Rollkoffer oder anderes schwere Gerät in eine nicht für den öffentlichen Verkehr bestimmte, aber zugängliche, Unterführung und am gewünschten Bahnsteig wieder nach oben bewegen konnte. Es gab sogar einen Ausgang, keiner hat mich damals am Verlassen des Bahnhofs auf diesem Weg behindert.

    Aber jetzt ist das (fast, siehe unten) Geschichte. Es gibt Aufzüge !

    Gerüchteweise hat das so lang gedauert, weil bei den Bauarbeiten eine römische Zisterne oder Badeanstalt entdeckt wurde. Da kann man natürlich nicht einfach drüber weg betonieren.

    Die Aufzüge sind allerdings (Stand: 19.8.18) erst bis Gleis 7 dh für die IC/ICE-Aristokratie benutzbar. Das Regionalzugproletariat muss erst den richtigen Tunnel finden (ich verrat's: Im Abschnitt D), der andere Tunnel ist am Gleis 7 zu Ende. Und Aufzüge gibt's da wahrscheinlich auch noch nicht, ich hoffe, sie bauen sie noch. Genug Baugerät steht herum.

    Also doch noch Umsteigen über "Kein Ausgang".

  • Bahnreservierung weg - was tun ?

    • Grizzly
    • 20. August 2018 um 09:16

    Aschaffenburg Hauptbahnhof, Sonntagmittag.

    Ich steh am Bahnsteig, warte auf den ICE nach Würzburg, um dort in einen anderen ICE nach Hamburg umzusteigen. Am Freitag und am Sonntag, oder wenn man zu mehreren unterwegs ist, empfiehlt sich eine Platzreservierung - wenn man allein an anderen Tagen unterwegs ist, kann man die aktuell 4.50 € (pro Hin- oder Rückfahrt) meistens sparen. Aufgrund dieser Maxime habe ich sogar Reservierungen für beide Züge erstanden.

    Während ich vor mich hinträume und darauf warte, dass der Regionalexpress, der die gleiche Strecke fährt, mein Gleis verlässt, kommt eine Frau und fragt mich, warum alle Leute weggehen - ob der ICE nach Würzburg von einem anderen Gleis abfährt ? Es habe eine Ansage gegeben, die wir beide überhört haben.

    Ich gehe zur Anzeigetafel, die ein Stück weg ist, und lese: Gleis 7. Wir sind auf Gleis 6 und beide ordentlich bepackt. Also rein in den Aufzug, runter, in den nächsten Aufzug. Während die Tür schliesst, höre ich schon das rhythmische Quietschen, das bei Abfahrt eines ICE ertönt. Oben angekommen, ist der Zug bereits in Bewegung. Für die Frau ist das eine Katastrophe, weil sie Zugbindung hat, d.h. ihr Ticket gilt in keinem anderen Zug. Bei mir ist nur die Reservierung weg.

    Bis ich wieder auf Gleis 6 bin, ist der Regionalexpress auch losgefahren X(

    Also den ICE eine Stunde später. Nach einer Runde durch den Aschaffenburger Hauptbahnhof, der im wesentlichen eine Einkaufsmeile ist, steh ich wieder an Gleis 6 und überlege, wo ich die besten Chancen auf einen Sitzplatz habe.

    Der Mitteleuropäer an und für sich ist gehfaul.

    Es sei denn, er will bewusst Sport treiben, dann trägt er entsprechende Kleidung und - heutzutage, v.a. wenn jünger - auch irgendwelche Beschallungselektronik mit sich. Vor allem sucht er sich eine entsprechende Strecke aus - vom einen Ende eines Großstadtbahnhofs zum anderen ist da weniger attraktiv.

    Eingedenk dieser Erkenntnis bewege ich mich dorthin, wo ich die Zugspitze erwarte, nachdem ich mich vorher informiert habe, dass dort auch 2. Klasse ist. Also Abschnitt A oder E/F, und stehe dort einsam in der Mittagssonne, bis der Zug kommt.

    Es klappt wunderbar. Der ICE von Frankfurt nach München hat sogar mehre Plätze nebeneinander für mich zur Auswahl.

    In Würzburg wird's schwieriger. Da ist immer Hauen und Stechen um diese Zeit. Aber auch da finde ich im ersten Wagen noch einen unreservierten freien Platz.

    Alternative wär der Speisewagen, aber das wird bei einer längeren Strecke teuer.

  • Forum off

    • Grizzly
    • 23. Mai 2018 um 08:44

    Ich muss mal meine Reiseberichte durchgehen. Von meinem Sansibar-Bericht fehlt der Anfang. Ich hab den noch in meinem eigenen Forum, wüsste jetzt aber nicht, wie ich den vorn drangeklebt bekomme.

    Muss auch jetzt nicht sein, weil ich gleich in die Werkstatt muss - Auto fängt mit "au" an.

  • Medikamentenfälschungen

    • Grizzly
    • 23. Mai 2018 um 08:38

    P.S.

    Die Linkhinweise am Ende meines Beitrags sind nicht von mir - ich hab mit dem neuen Layout noch Schwierigkeiten.

  • Medikamentenfälschungen

    • Grizzly
    • 23. Mai 2018 um 08:31


    Gestern kam in 3Sat eine Reportage über Medikamentenfälschungen, was ja nicht nur in der 3. Welt, sondern zunehmend auch hier ein Riesenproblem ist. Wenn, aus perverser Gewinnabsicht, Medikamente "gepanscht" werden, so dass kein Wirkstoff mehr drin ist oder nicht die Menge, die auf der Packung steht., was fast noch schlimmer ist, grad bei Antibiotika.

    Dazu fiel mir meine Sansibar-Reise ein, die jetzt schon fast 11 Jahre her ist:

    Sansibar

    (aktuell hat das System den Anfang meines Berichts gefressen, aber das können wir später regeln).

    Jedenfalls möchte ich Euch ein Erlebnis erzählen, über das ich bisher nicht berichtet habe.

    Einige Tage nach Ankunft bekamen meine Begleiterin und ich Durchfall, was noch nicht aufregend war. Ich stellte fest, dass ich den Durchfallstopper Loperamid/Imodium in meine Reiseapotheke einzupacken vergessen hatte und fragte mich zur Apotheke in Stone Town durch. Irgendwo in dem durch keine Straßen- und Hausnummernangaben versehenen Gassengewirr fand ich auch einen kleinen Laden, in dem man alle vorhandenen Medikamente ohne irgendein Rezept kaufen konnte, meinen Arztausweis brauchte ich also nicht. Das Zeug ist nicht teuer, ich bekam eine kleine Packung Imodium zu einem geringfügig niedrigeren Preis als dem in Deutschland üblichen, Hersteller eine Firma in London (laut Packungsaufschrift). Es schien auch das drin zu sein, was drauf stand, jedenfall klang unser Durchfall schnell ab.

    Ein paar Tage später trafen wir zwei deutsche Studentinnen, die mich nach der Apotheke fragten. Ich erklärte mich bereit, ihnen die zu zeigen, wollte aber wissen, was sie denn bräuchten (berufliche Neugier). Sie wollten ihre Malaria-Prophylaxe von Lariam auf Malarone umstellen, weil sie von Lariam schlecht schlafen könnten. Nun weiss ich, dass Lariam Depressionen auslösen kann, wobei das dast immer nach der Einnahme der 1. oder 2. Tablette passiert und man dann noch umstellen kann, wenn man rechtszeitig vor der Abreise mit der Einnahme beginnt (inzwischen hat die Firma deshalb auf die . Wegen des Risikos von grad in Afrika häufigen Medikamentenfälschungen riet ich dringend von dem Plan ab, aber die beiden liessen sich nicht umstimmen, und wir zogen los. Der Apotheker hatte auch Malarone da, Preis 8 Dollar pro Stück, d.h. etwas weniger als es bei uns damals kostete (ist inzwischen billiger geworden, aktuell 12 Tabletten ca. 60€). Die beiden stimmten zu.

    Der Apotheker holte eine abgegriffenene, speckige Packung, auf der Malarone drauf stand, aus der Schublade und begann, die gewünschte Anzahlt Tabletten einzeln aus dem Blister herauszudrücken - sowas hatte ich noch nie gesehen.


    Ich riet nochmal dringend von diesem Kauf ab und verliess, nachdem man nicht auf mich hörte, die Apotheke. Wie es den beiden ergangen ist, weiss ich nicht.

    Später erzählte ich diese Geschichte bei einer Reisemedizin-Fortbildung und fragte, was man denn machen könne, wenn man, zB weil einem das Gepäck abhanden gekommen ist, gezwungen ist, sich in einer einheimischen Apotheke zu versorgen. Der Referent riet, das Medikament zu nehmen, das auch bei uns in diesem Fall das preisgünstigste wäre, da sei das Fälschungsrisiko am geringsten. Also zur Malaria-Prophylaxe z.B. Doxycyclin - 1 Tableze zu 100mg pro Tag, vorher was essen (keine Milche dazu) und verstärkt auf Sonnenschutz achten, da das Medikament eine erhöhte Sonnenempfindlichkeit verursachen kann.








  • Forum off

    • Grizzly
    • 11. Mai 2018 um 08:32

    Als ich nach einer Benachrichtigung das Forum anklickte, musste ich mich erstmal zurechtfummeln. Aber jetzt geht alles. Sieht gut aus, danke für Deine Mühe, lieber Tom !

  • Jetzt ist der da, ...

    • Grizzly
    • 11. Mai 2018 um 08:28

    Wahrscheinlich hat sich in der Käferszene noch nicht herumgesprochen, dass Grizzly die Schule und der Nazilehrer zumindestens seine Lehrtätigkeit (bei der er "Böhmen und Mähren" mal eben zwischen west- und ostdeutsche Bundesländer eingegliederte) beendet wenn nicht das Zeitliche gesegnet hat, somit aus diese Richtung keine Gefahr mehr droht.

  • Jetzt ist der da, ...

    • Grizzly
    • 10. Mai 2018 um 10:10

    Bei uns war noch keiner.

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