Bezzecca im Trentino und seine militärische Vergangenheit

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von claus-juergen.

  • Eigentlich habe ich mir gestern sehr viel Mühe gegeben, euch einen Bericht über das nicht einmal 1000 Einwohner zählende Dorf Bezzecca ein paar Kilometer entfernt vom Lago di Ledro zu basteln. Dann hat irgendjemand auf der Welt den Stecker vom Internet gezogen und beim Absenden war der Bericht futsch. ;(


    Deshalb hier nur die Kurzform. Oberhalb des Ortes befinden sich alte militärische Stellungen aus dem Ersten Weltkrieg. Aber auch schon 1866 haben sich hier ein gewisser Garibaldi und die Österreicher bekriegt.


    Die Bilder sprechen für sich. Deshalb verzichte ich auch weil ich keine Lust habe, den Text neu zusammenzustellen auf weitere Infos. Auf Fragen dazu gibts natürlich Antworten.

































































    jürgen

  • Oh ja, das kann ich nachempfinden, Jürgen.

    Man bemüht sich , einen interessanten Beitrag zu schreiben und dann ist der Strom weg, oder der Router streikt oder der Internetanbieter unterbricht seine "Leitung"... :x und alles ist weg, noch bevor unsere Software zwischengespeichert hat ( was sie normalerweise tut)

    Kenn, ich , Jürgen.:weight:


    Danke dass Du zumindest die Bilder eingestellt hast.

    Wenn man diesen Beitrag im Zusammenhang mit Deinem Rätsel vom August liest,

    I 1832 Trentino > LEDRO > Denkmal an die Schlacht von Bezzecco

    das Johannes bravourös gelöst hast, dann versteht man , worum es geht.


    Italienische Geschichte, verknüpft mit österreichischer Geschichte.


    Wie wohltuend, dass in Bezzecco beide Fahnen nebeneinander aufgezogen wurden ! Dazu noch die EU Fahne.

    Dass nicht nur der italienischen Gefallenen gedacht wird sondern auch der österreichischen.


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    Ein Mahnmal oder Denkmal, wie es leider in dieser Region ( auch für die folgenden Kriege) so viele gibt.


    Gruß,

    Elke

  • hallo Elke,


    in der ersten Fassung meines Berichts bin ich auf das Thema Gedenkstätte eingegangen. Dazu ist jedoch folgendes anzumerken. Wenn du genau hinsiehst, erkennst du zwei Gedenkstätten.


    Die eine an der höchsten Stelle des Hügels ist aus schneeweißem Marmor, vermutlich aus Laas im Vinschgau.


    https://www.vinschgau.net/de/s…/kultur-kunst/marmor.html


    Ich kenne das Material deshalb recht gut, weil ein mir bekannter Bildhauer aus Wessobrunn ausschließlich dieses Material verwendet. Hier seine Website zum Anschauen.


    https://www.leonhard-schloegel.com/


    Nur diese Gedenkstätte verfügt über zweisprachige Inschriften und über die drei Flaggen. Diese Einrichtung scheint aufgrund der geringen Verwitterung des Steins relativ neu zu sein.


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    Die andere Gedenkstätte ist etwas entfernt neben der Kirche. Für mich ist die eine klassische italienische Gedenkstätte an Kriege. Martialisch die Kanone, die übrigens von Vickers aus England stammt. Dies wohl deshalb, weil Italien beim Kriegseintritt 1915 überhaupt nicht auf diese Auseinandersetzung vorbereitet war. So lieferten die Briten von Anfang an Kriegsmaterial.


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    Hier weht ausschließlich die italienische Fahne. Welche Bedeutung hat jedoch die Säule daneben? Da fehlt ein Abschluß ganz oben. Ich nehme fast an, daß dort die faschistischen Symbole der Mussolini Diktatur angebracht waren. Die sind übrigens anders als in Deutschland bis heute nicht verboten!


    Gleich nach dessen Machtergreifung 1922 wurden überall im "Reich" monumentale Kriegerdenkmäler errichtet. Dies war im Zuge der Wirtschaftskrise als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wichtig und noch dazu, die nationale Identität nach dem "gewonnen Krieg" zu stärken. Diese Einrichtung hier habe ich euch schon mal im heute slowenischen Socatal vorgestellt. Der Duce war seinerzeit bei der Einweihung anwesend.


    das italienische Beinhaus bei Kobarid im Socatal


    Auch diese bronzene Figurengruppe mit den Lorbeerkränzen deutet auf die Zeit von Mussolini hin. Schließlich sah man sich als Nachfolger des römischen Reichs.


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    Vermutlich kam also die zweite Gedenkstätte erst Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg als echte Versöhnung dazu.


    Dies alles erschließt sich dem Betrachter jedoch nur, wenn man die Details der Geschichte kennt.


    grüsse


    jürgen

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