I 1830 Friaul > BASOVIZZA > Nationalmonument > Foiba di Basovizza

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von claus-juergen.

  • hallo Rätselfreunde,


    wer kann mir sagen, was das ist? Genaugenommen gehört das zu etwas viel größeren Ganzen.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_25276


    grüsse


    jürgen

  • moderne Kunst..

    eine Metallskulptur


    ?


    Gruß,

    Elke

  • Im Hintergrund, hinter der Pinie, rechts davon sieht man zwei Noppeln, Markierungssteine oder Ähnliches. Wenn man durch das Loch schaut, blickt man genau zwischen diese zwei Markierungen.


    Das Ding dürfte aus Metall sein, sieht aber nicht sehr alt aus.


    Wurde da ein Seil gespannt?


    Es kann ja nicht alles, was so herumsteht nur Kunst sein. Ich denke schon, dass das Loch eine Funktion hat, oder?


    Johannes

  • Foiba di Basovizza


    http://www.percorsiprovinciats.it/home/dettagliomap/503


    Ein National Monument, muss erst herausfinden, wofür....


    Johannes


    Hier die Erläuterung auf Deutsch


    https://www.discover-trieste.i…nkmal-FOIBA-von-Basovizza


    Und die Beschreibung der grauenvollen Vorgänge


    https://www.lochstein.de/hoehl…basovizza/foiba/foiba.htm

    2 Mal editiert, zuletzt von Johannes56 ()

  • Johannes..Gratulation!

    Wie oft bin ich schon auf der S14 durch Basovizza gefahren ..

    Aber bin noch nie zu dieser Gedenkstätte abgebogen.

    Eine Erinnerung an ein ganz dunkles Kapitel Geschichte in dieser Region (wie auch in Teilen Istriens)

    Danke für die Links.

    Grauenhaft....


    Wieder einmal ein Rätsel, das anregt, selbst dort HALT zu machen und sich mit Geschichte zu beschäftigen, die gar nicht allzu weit zurückliegt.


    Liebe Grüße,

    Elke

  • hallo ihr beiden,


    ich brauche ja eigentlich gar nichts mehr zu erklären. Johannes hat das Rätsel auf Anhieb gelöst.


    Auch ich bin schon so oft durch Basovizza gefahren und wollte mir immer schon mal die Gedenkstätte der Opfer der Foibe Massaker anschauen. Allerdings ist das eine ganz schmale Straße, die man leicht übersieht. Auch den kleinen Wegweiser am Straßenrand übersieht man fast beim Vorbeifahren. Mit Suzi ist das natürlich was anderes. Trotz dem vielen Verkehr konnten wir anhalten, umdrehen und diese Gedenkstätte besuchen.


    Ich stelle diese euch demnächst in einem eigenen Bericht noch vor. Im zentralen Gebäude wird ein Film gezeigt, der die Geschehnisse von damals erläutert. Trotz etwa zwei Dutzend Besucher war es ganz still im Raum. Da der Film in italienischer Sprache gezeigt wurde, habe ich leise meinem Begleiter die geschichtlichen Umstände erklärt. Ich bekam jedoch sofort einen Rüffel von der Aufsichtsperson, so daß ich meine Erklärungen dann draußen fortsetzen konnte.


    ?random=0&maxWidth=0&embedded=0#imageAnker_25290


    Anzumerken bleibt, daß die Foibe Massaker sowohl in Jugoslawien, als auch in den betroffenen Nachfolgestaaten Slowenien und Kroatien ein Tabu sind. Für die meisten Bewohner wie auch die politische Führung dieser Länder gab es die schlicht und einfach nicht.


    Wer jedoch die beliebten Strände der Region als Urlauber besucht, sollte meiner Meinung nach schon etwas HIntergrundwissen zur Geschichte haben. Zur Geschichte gehört eben auch, daß vor allem die Küstenregion Istriens über Jahrhunderte hinweg von Menschen bewohnt war, die überwiegend italienisch sprachen. Erst durch die Vertreibungen und Verfolgungen durch Titos Schergen kam es zum Exodus der Italiener aus der Region. Dazu trug in Pula die Explosion von Vergarolla bei.


    https://translate.google.com/t…di_Vergarolla&prev=search


    https://de.wikipedia.org/wiki/Foibe-Massaker


    Vielleicht dient dieses Rätsel auch dazu, daß mancher die regionale Geschichte nun etwas differenzierter sieht.


    Im Zentrum von Triest gibt es übrigens noch ein Museum zu dieser Thematik.


    grüsse


    jürgen

  • Ja, es sind schon schlimme Dinge im letzten Jahrhundert passiert. :(So auch das, was Du hier beschreibst Jürgen.

    Wer jedoch die beliebten Strände der Region als Urlauber besucht, sollte meiner Meinung nach schon etwas HIntergrundwissen zur Geschichte haben.

    Ich finde, das ist etwas zuviel verlangt. ?(


    Wenn man einen Strandurlaub in dieser Region oder auch anderswo verbringen möchte, wird man doch im Vorfeld nicht recherchieren, was in der Vorkriegszeit, in der Kriegszeit und/oder in der Nachkriegszeit für schlimme Dinge passiert sind. Das sind doch absolute Ausnahmen und eher Hobby-Historiker, die so etwas machen.


    Jetzt im Rentenalter, wo ich Zeit habe, interessiere ich mich weitaus mehr für geschichtliche Hintergründe, wenn ich eine Reise mache. ;) Bitte nicht falsch verstehen, Jürgen.

    Vielen Dank für diesen Bericht.

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página. (Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • hallo Jofina,


    nein, ich verstehe dich schon richtig. Geschichte allgemein ist halt das, was mich interessiert. Aus der Geschichte heraus erklärt sich vieles, was in der Gegenwart seltsam erscheinen mag.


    Die jüngere Geschichte hat natürlich auf die in einer Region lebenden Menschen eine ganz andere Wirkung als das, was da vor 200 Jahren passiert ist.


    Natürlich soll niemand im Vorfeld recherchieren, was einst wo geschah. Es darf auch nicht ausschlaggebend dafür sein, ob man da hinfährt oder nicht. Aber es gehört einfach zum Verständnis einer Gegend dazu.


    Selbst im AI Hotel in Ägypten am Strand des roten Meeres wo kaum jemand aus der Anlage harauskommt möchte ich schon wissen, wo ich überhaupt bin und was da ist und war. Aber vielleicht bin ich auch bloß neugieriger als andere Menschen... ;)


    grüsse


    jürgen

  • Hallo,


    Ich habe mich als Jugendlicher überhaupt nicht für Geschichte eines Ortes, einer Gegend interessiert. Das hat sich grundsätzlich geändert und heute gehört es für mich auch dazu, hinter die Kulissen des heute und gestern zu sehen.


    Heute finde ich es auch spannend, was vor langer Zeit geschah und wie das noch bis heute wirkt, Zusammenhänge zu entdecken zwischen Ereignissen und dem gerade Erlebten.


    Es ist aber heute auch viel einfacher geworden, Hintergründe zu recherchieren, auch wenn man mit den Inhalten am Internet auch immer zumindest skeptisch umgehen muss.


    Und ja, auf Urlaub möchte man sich nicht unbedingt gerade mit der finstersten Geschichte eines Landes auseinandersetzten, aber zum Reisen gehört es auch für mich jedenfalls dazu.


    Ich war in Kobarid im Museum und dachte mir, warum hat man uns in der Schule von alldem nichts erzählt? Ich war fassungslos ob der Dimension des Grauens und dankbar für die heute so friedliche Landschaft und freundlichen Menschen in dieser Gegend. Dankbar, dass ich in einer Zeit geboren wurde, wo ich diesen Frieden erleben kann und frei reisen darf.


    Und ab und zu gönne ich mir auch Urlaub, wo ich an all das nicht denke und nur genussvoll in einer Konoba sitze und dem Plätschern des vorbeifließenden Baches lausche.


    Johannes

  • Dankbar, dass ich in einer Zeit geboren wurde, wo ich diesen Frieden erleben kann und frei reisen darf.

    Ja, so empfinde ich das auch, Johannes.


    Bezüglich Reisen hängt es auch von den finanziellen Möglichkeiten ab, die sich in unserer Generation stark verbessert haben. Meine Großeltern sind nur zu ihren etwas verstreut wohnenden Kindern gereist und meine Eltern in den Harz und in den Bayrischen Wald, als ich schon nicht mehr daheim wohnte. Meine Mutter hat nie das Meer gesehen und mein Vater erst mit über 70 Jahren. ;) Andere Zeiten halt.

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página. (Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • Nur selten habe ich mich bisher vor einer Reise ausführlich über geschichtliche Details informiert. Nur wenn es nötig war.

    So hat man uns vor Jahren vor einer Reise in die Osttürkei ( Kars u,a, ) dringend empfohlen , bestimmte Literatur nicht im Reisegepäck zu haben.

    Das hat mich natürlich im Voraus neugierig gemacht , ich habe recherchiert und bin auf das Thema Völkermord an den Armeniern gestoßen, der von türkischer Seite ( zumindest seinerzeit ) noch geleugnet wurde.

    Oder der Rat eines Reiseunternehmers, bei unserer SRI Lanka Reise mit Einheimischen bestimmte Themen ( Tamilen-Singalesen) nicht anzusprechen und abends das (bewachte) Hotelareal nicht zu velassen, Da habe ich mich im Voraus über einige Zusammenhänge zum Bürgerkrieg informiert.


    Es gibt noch mehr.


    Aber das, Jürgen, möchte ich so auch nicht unterstreichen:

    Wer jedoch die beliebten Strände der Region als Urlauber besucht, sollte meiner Meinung nach schon etwas HIntergrundwissen zur Geschichte haben

    Geschichte , jüngere oder auch ältere ist interessant und kann ein Hobby werden. Für Dich Jürgen, ist das von primärem Interesse.

    Andere begeistern sich z.B. vor allem für Fauna, /Flora , Geologie u.a. ihres Urlaubslandes und können nicht genug drüber erfahren.


    Meist ist es so, dass es an einem Urlaubsort irgendetwas gibt, was mir auffällt und wo ich dann versuche , Informationen zu bekommen.

    Nach dem Urlaub oder auch während der Reise. Dank Internet ist es heute "vor Ort", auch im Urlaub viel leichter geworden, sich zu vertiefen.


    So fiel mir z.B. in Montenegro in dem wunderschönen Durmitorgebirge auf, dass es keine idyllischen alten Dörfer oder Städtchen gibt.

    Es liegt nicht daran , dass die Ortschaften vernachlässigt wurden. Das Durmitorgebirge war Rückzugsgebiet der Partisanen ( auch Tito) und zur Strafe wurden von Italienern und Deutschen die Dörfer niedergebrannt.

    Wer weiß das schon, wenn er nach Zabljak fährt. Und viele Informationen darüber gibt es ( deutschsprachig) nicht.

    Vielen Touristen wird das auch nicht auffallen. Muss auch nicht sein - Bergsteiger, Raftingfahrer sollen ihren Urlaub genießen.


    Auch dem Strandurlauber, der nach anstrengem Arbeitsjahr seine 2 Wochen nur am Strand verbringt, möchte ich keinen Vorwurf machen oder Desinteresse unterstellen.

    Wer aber, wie Du, Jürgen , seit langem mehrmals im Jahr nach Istrien fährt, für den ist es unabdingbar, sich intenisver mit der Geschichte der Region zu beschäftigen. Und dazu gehört die italienische Vergangenheit.


    Ich bin dankbar für all die Berichte und Beiträge hier in unserem Forum , in denen ich auf Zusammenhänge aufmerksam gemacht werde und Neues lerne.

    Sei es im Bereich der Geschichte ,der Technik, der Botanik, der TIerwelt, der Kunst, Kultur, der Geologie, der Lebensbedingungen der Menschen , usw....


    Ob Bericht oder Rätsel ....unser Forum ist eine Schatzkiste!


    Auch wenn ich nicht überall selbst hinkomme, so staune ich doch immer wieder, was man alles entdecken kann, wenn man nur genau hinschaut .

    Dabei geht es mir wie Johannes:

    Dankbar, dass ich in einer Zeit geboren wurde, wo ich diesen Frieden erleben kann und frei reisen darf.

    Ja !! Ich hoffe, dass es lange so bleibt !


    Liebe Grüße,

    Elke

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt dir der Thread, willst du was dazu schreiben,
    dann melde dich bitte an.
    Hast du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst du
    das Forum fast uneingeschränkt nutzen.