Das Dorf Doi Pui im Norden Thailands bei Chiang Mai

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von nyra.

  • Wer sich Chiang Mai im Thailands Norden ansieht, besucht meist auch den etwa 20 km außerhalb in den Bergen stehendenTempel Wat Doi Suthep. Ist er doch der bekannteste der um die 100 Tempel in Chiang Mai und Umgebung.


    Viele Besucher fahren nach der Besichtigung dieser Attraktion wieder zurück in die Stadt. Dabei liegt nur einige Kilometer bergaufwärts ein typisches Dorf, welches zum einen so ist, wie in dieser Region die Dörfer immer schon waren, welches aber auch auf Tourismus setzt. In diesem Dorf wird Kunsthandwerk verkauft, welches die Dorfbewohner hier und in anderen weniger zugänglichen Dörfern in Heimarbeit herstellen.


    Auf dem Weg dorthin passiert man den Bhubing Palace, einen Sommersitz der Thailändischen Königsfamilie. Das Bild zeigt den kürzlich verstorbenen König Bhumibol. Gelegentlich kann man diesen Palast auch besichtigen. Dies meist, wenn gerade kein Mitglied der Familie anwesend ist.



    Am Eingang zum Dorf gibt es einen kleinen Parkplatz wo unser Taxi geparkt wurde. Obwohl die Wege durch das Dorf eng sind, nutzen die wenigen Einheimischen diese auch als Straßen für Pkw und Roller.



    Um das Dorf herum wächst vor allem der Urwald, es sei denn, dieser wurde gerodet um Feldfrüchte anzubauen. Auch für solche ist das Dorf Doi Pui bekannt.



    Hier werden Blumen gezüchtet.



    Was das für seltsame Früchte von der Größe eines Handballs sind, kann ich euch leider nicht sagen.



    Wer eine Treppe bauen will und kein Geld hat kann ja Altreifen dafür hernehmen.



    Die wohlhabenderen Dorfbewohner besitzen Pkw.



    Hier oben in den Bergen ist es zwar warm, aber wesentlich kühler als unten in Chiang Mai und noch kühler als in Bangkok oder an der Küste. Die Luftfeuchtigkeit ist zumindest im Winter nicht allzu hoch. Während der sommerlichen Regenzeit ist das anders. Da regnet es über Monate hinweg jeden Vormittag.



    Diese Dinge werden hier in der Region hergestellt und hier und auf dem Nachtmarkt in Chiang Mai verkauft.





    Auf Rollern und Mopeds transportieren die Thai alles. Mensch und Vieh und Waren.



    Es gäbe zwar noch die Möglichkeit, das AgroTourism Information Center zu besichtigen. Vielleicht hätte man dort einiges über die hier praktizierte Landwirtschaft erfahren. Ich war jedenfalls nicht dort. Meine Begleiter und ich wollten nach der ausgiebigen Besichtigung desTempels Wat Doi Suthep und dem Ausflug nach Doi Pui nur noch in den Hotelpool.


    Jürgen

  • Selbst wenn der Blick über die Wellblechdächer und Planen der Häuser keinen optisch besonders schönen Eindruck hinterlässt, so erweckt Doi Pio doch den Eindruck, dass es den Menschen dort nicht schlecht geht und sie ihr ( vermutlich bescheidenes) Auskommen haben.
    Saubere Marktstraßen - die Dorfstraße möchte ich bei sommerlichem Regen nicht sehen - schön präsentierte Ware in sauberen Marktständen, auch ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb weisen auf eine gut organisierte Kommune hin.
    Du schreibst ,dass das Dorf auch auf Tourismus setzt.


    Gibt es da auch Hotels und Unterkünfte?
    Restaurants oder Garküchen??


    Schade, dass Ihr Euch nicht länger umschauen konntet. ( Hotelpool hin oder her ^^ )


    Gruß,
    Elke

  • hallo Elke,


    für die dortigen Verhältnisse geht es den Menschen gut. Manche Familien besitzen immerhin ein Auto. Das Dorf ist an das Straßennetz angebunden. Das ist schon mal was besonderes.


    Es gibt nur wenige kleine Garküchen. Unterkünfte gibts dort nicht. So wie ich und meine Begleiter kommen tagsüber ein paar Touristen und schauen sich um oder kaufen etwas ein. Wie du schon auf den Bildern sehen kannst, war da nicht viel los. Auf dem Parkplatz standen vielleicht 20 Pkw. Mehr haben da auch nicht Platz. Ich wundere mich, ob die Bewohner überhaupt etwas verkaufen. Vermutlich nur sehr wenig. Die meisten Waren werden wohl ins Tal transportiert und auf dem großen Nachtmarkt in Chiang Mai angeboten.


    Sicherlich geht manches auch nach Bangkok oder in die Touristenzentren an der Küste zum Verkauf.


    Gerne hätte ich schon noch in den hintersten Winkel des Dorfes geschaut. Auch das Info-Zentrum wäre was für mich gewesen. Allerdings ist man in einer Gruppe von sechs Personen auch auf die Meinung der anderen angewiesen. Ich glaube eh, daß ich so viel Schritte im Dorf gegangen bin wie die anderen zusammen. So bin ich halt... :)


    grüsse


    jürgen

  • Wer eine Treppe bauen will und kein Geld hat kann ja Altreifen dafür hernehmen.

    Gerade deshalb ist ein Genuss, deine Berichte geradezu zu "verschlingen. "


    Dieser Blick für`s Detail. Auch wenn hier Marmortreppen ein bisschen fehl am Platz wären, sehe ich die Reifen , eingebettet in seine Umgebung geradezu als passende Innovation an.


    Wenn man deine Bilder so betrachtet, erscheint sogar der Dschungel als liebenswert. Wenn ich nur an die drückende, feuchte, schwüle Luft denke, an meine kleinen surrenden "Freunde" mag ich gar keinen Gedanken verschwenden.


    Frei nach dem Motto: " Katz mog Mäus, i net".


    Eigentlich schade, denn gerne hätte ich auch solche Gebiete durchwandert. Aber dafür habe ich ja dich, bzw. Euch hier im Forum.


    Lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Viele Besucher fahren nach der Besichtigung dieser Attraktion wieder zurück in die Stadt. Dabei liegt nur einige Kilometer bergaufwärts ein typisches Dorf

    Danke dafür, daß du die paar Kilometer bergauf nicht gescheut und uns über das Dorf berichtet hast!


    Bilder von Chiang Mai gibt es im Netz massenhaft, und ich habe erst kürzlich bei einer Bekannten thailändische Tempel das ganze Smartphone rauf und runter angeschaut ... :roll:
    Fotos wie deine sieht man nie, und solche Bildberichte machen dieses Forum wertvoll!

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