09 Kloster Paleokastritsa

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von claus-juergen.

  • waldi auf Korfu


    Kloster Paleokastritsa



    Eine unserer Touren führte uns von Benitses aus in die Bergregion des Agii Deka, dem zweithöchsten Berg der Insel.
    An der schmalen Straße tauchten immer wieder die schon erwähnten kleinen Kapellen auf.






    Der Onlinetranslater übersetzt den Text über den Türchen mit "Karfreitag".




    Diese Kapelle ist wohl St. Nikolaus gewidmet wenn ich das Schild richtig deute.

    Kurz danach sahen wir das Dorf Agii Deka unterhalb des gleichnamigen Berges.




    Der Gipfel des 576 Meter hohen Agii Deka wird von einem Observatorium gekrönt.




    Das Bild von der Sternwarte habe ich vom Achilleion aus gemacht.
    Hochgefahren auf den Agii Deka bin ich nicht, sondern an seinem Hang entlang in Richtung Agios Georgios.
    Der Ausblick war auch von hier aus grandios.
    Das Achilleion war gut zu sehen.




    Der Blick in Richtung Korfu-Stadt.




    Herangeholt kann man die Bucht von Chalikipoulou mit dem Flughafen und fast die ganze Halbinsel Kanoni erkennen.




    Dahinter erhebt sich die Insel mit der alten Festung, und im Hintergrund stehen die mächtigen Berge des Epirus.
    Etwas weiter nördlich geschwenkt überblickt man das ganze Tal.




    Auf der Weiterfahrt begegnete uns dieser Orangenbaum.




    Irgendwo bin ich falsch abgebogen. Deshalb landeten wir am Berghang der Westküste Korfus und blickten auf Agios Gordios.




    Die von Felsen und grünen Hängen eingerahmte Bucht von Agios Gordios wird im Süden vom im Wasser stehenden Felsen Ortholithos begrenzt.




    Den einladenden Strand nutzten wir an diesem Tag nicht, sondern kehrten um.




    Die falsche Abbiegung fand sich schnell und es ging weiter in Richtung Paleokastritsa.
    Am Straßenrand wachsen die gelben Blumen die mein Fotoapparat nicht mag und denen wir noch oft begegneten.




    Und was war das?




    Antwort: Ein Kleintransporter der sich etwas übernommen hatte!

    Immer wieder kamen wir an Olivenhainen vorbei.




    Hier sieht man die zusammengerollten Netze die zur Erntezeit ausgebreitet werden.

    Dazwischen kämpfen Blumen um ihr Recht.




    Gegenüber reifen die Zitronen.




    Am Straßenrand wächst das Unkraut.




    Trotz Verfahren und sonstiger Abschweifungen kamen wir nach Paleokastritsa.




    Der Ort ist weniger interessant. Unser Ziel war das Kloster "Panagia Theotókos tis Paleokastritsas" auf der oben gezeigten Halbinsel.




    Der Weg auf den Berg zum Kloster ist so eng, dass er ampelgeregelt ist.
    Das dauert etwas länger.
    Da hatte ich noch Zeit den Strand an der Bucht zu fotografieren.




    Dann gings die Serpentinen hoch auf den kostenlosen Parkplatz.
    Die letzten Meter sind wir gelaufen.




    Manche wären gerne in die Kirche reingefahren. :evil:

    So entgeht ihnen so manche sehenswerte Perspektive.










    Dann tauchte der Klostereingang auf.




    Über dem Eingang zeigt ein großes Mosaik Theotókos die Gottesgebärerin mit dem schon erwachsen dargestellten Jesuskind.




    Die Jahreszahl soll 1228 heissen. Damals soll das Kloster gegründet worden sein.
    Die heutigen Gebäude stammen aber aus dem 17. und 18. Jh.
    Vor dem Betreten weist ein Schild darauf hin, dass ich anständig angezogen sein sollte.




    Kurze Hosen oder gar Badekleidung geht gar nicht. Das sollte uns Besuchern aber schon unser Anstand sagen.
    Offenherzigen Damen wird ein Tuch angeboten um ihre Blöße zu bedecken.

    Im Innenhof empfing uns ein Gewölbegang.




    In den Nischen an den Seitenwänden sind Mosaike mit biblischen Themen eingelassen.

    ...




    Ein Wegweiser lud uns in die alte Ölmühle des Klosters ein.






    Riesige Mühlsteine walzten das Öl aus den Oliven.




    Ob die alte Transmission noch funktioniert?




    Eine alte Presse.




    Außer Olivenöl wurden von einem Klosterbruder auch Seifen und andere Dinge zum Kauf angeboten.




    Ein Blick durch das Fenstergitter der alten Ölmühle.




    Über eine Treppe gelangten wir über das Gewölbe.
    Ein Kaktus bildet hier eine Decke über dem Gewölbegang.




    Die Katze schien sich hier wohl zu fühlen.




    Die hier hätte ich fast übersehen.







    Der Brunnen vor der Klosterkirche zeigt Mosaike auf allen vier Seiten.










    Der Glockenturm.

    ...


    Vor der Kirche saß einer der Mönche als Fotomotiv.




    Dann zwängten wir uns in die Kirche.




    Die war zwar größer als die bisher besuchten Kirchlein, aber es musste wohl gerade wieder ein Bus angekommen sein.

    ...


    Es war nicht leicht einige Fotos ohne Touris zu machen.




    Eine Dame in schwarz entfernte die halb abgebrannten Kerzen, damit wieder neue eingesteckt werden konnten, die von dem Mönch an der Kirchentür angeboten wurden.




    Ich war froh als ich wieder draußen war!

    Die gute Luft, das frische Grün des Klostergartens und die herrliche Aussicht waren mir lieber als die Drängelei in der Kirche.




    Dieser Kaktus wird auch bald blühen.




    Bevor wir das Kloster verließen warfen wir noch einen Blick in das kleine Klostermuseum.




    Alte Bücher,






    Kleidung, Klosterutensilien, Knochen eines Meerungeheuers (wahrscheinlich von einem Wal)...






    und eine Riesenmuschel werden unter anderem ausgestellt.




    Auf dem Platz vor dem Kloster hat man von einer Aussichtsterrasse einen grandiosen Blick.



    Vor der Küste ragt ein kleiner Felsen aus dem Meer.




    Er soll, einer Legende nach, das versteinerte Schiff der Phäaken sein, das gemäß der griechischen Mythologie von Poseidon in einen Fels verwandelt wurde,
    nachdem es Odysseus in dessen Heimat Ithaka gebracht hat.
    Laut Homers Odyssee gelangte Odysseus als Schiffbrüchiger schwimmend an die Küste Scherias.
    Der Strand bei Paleokastritsa soll nach einer Theorie der Ort sein, an dem Odysseus der Prinzessin Nausikaa begegnete.
    Ihr Vater Alkinoos, König der Phäaken, sorgte dafür, dass Odysseus in seine Heimat gebracht wurde.




    Sieht es nicht aus wie ein Schiff?
    Man erzählt darüber noch eine zweite Legende.
    Demnach soll zu Zeiten des Mittelalters eine Bande von sarazenischen Piraten in der Bucht der Insel geankert haben, mit der Absicht das Kloster auszurauben.
    Der ansässige Abt bemerkte die Eindringlinge und flüchtete in die Klosterkirche, wo er die Gottesmutter um Beistand anflehte.
    Durch seine Gebete bestärkt und mit festem Glauben trat er vor die Kirche, in der Hand ein Weihrauchgefäß. Seine Gebete wurden erhört.
    Die Piraten samt Schiff waren zu Stein erstarrt und fristen ihr Dasein seitdem als Felsen.

    Ob dieses Boot Schnorchler zu einem interessanten Tauchplatz bringt?




    In der Mitte der Aussichtsplattform steht noch eine alte Kanone aus der Zeit der russischen Besetzung im Jahr 1800.
    Sie war so umlagert dass ich kein Foto machen konnte das sie ganz zeigt.
    Nur das Wappen mit dem dreifach gekrönten Doppeladler, das die russische Herkunft belegt, konnte ich gut ablichten.




    Auf dem Weg zum Parkplatz sahen wir die Häuser von Lákones am Berghang kleben.






    Am Parkplatz angekommen musste ich feststellen dass unser Auto völlig zugeparkt war. Es ging nichts mehr!
    Erst nach etwa 20 Minuten und zwei Bussen weniger und etwas Rangieren eines dritten Busses fand ich einen Ausweg.

    Für einen Besuch der nahen Festungsruine Angelokastro reichte unsere Zeit leider nicht.

    Auf dem Heimweg hielten wir noch an diesem Orangenbaum.




    Pflücken trauten wir uns nicht. Es waren Leute in der Nähe. :roll:




    Liebe Grüße von waldi :174:


    Inhaltsverzeichnis
    Waldi auf Korfu 2016


    01 waldi auf Korfu 2016 Planung


    02 Korfu Vorbereitung und Anreise


    03 Korfu Das Hotel "Kaiser Bridge"


    04 Im Norden von Korfu


    05 Die Halbinsel Kanoni - Die Basilika von Paleópolis


    06 Die Halbinsel Kanoni - Kloster Vlacherna


    07 Die Halbinsel Kanoni - Pontikonisi ( Mäuseinsel)


    08 Die Halbinsel Kanoni - Mon Repos


    09 Kloster Paleokastritsa


    10 Des Kaisers Thron bei Pélekas


    11 Das Achilleion Teil 1


    12 Das Achilleion Teil 2


    13 Das Achilleion Teil 3


    14 Die Fahrt zur blauen Lagune


    15 Das Bergdorf Hlomos


    16 Der Strand von Marathias


    17 The british cemetery


    Inhaltsverzeichnis ergänzt

    Und immer neugierig bleiben!

    Einmal editiert, zuletzt von waldi () aus folgendem Grund: Inhaltsverzeichnis berichtigt

  • Beim Lesen deiner Berichte stellt sich mir auch im Hinblick auf noch folgende die Frage: "Wie viele Monate hast du auf Korfu verbracht?"


    Ein herzliches Danke dem Reiseführer waldi. :171:


    Gruß,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Beim Lesen deiner Berichte stellt sich mir auch im Hinblick auf noch folgende die Frage: "Wie viele Monate hast du auf Korfu verbracht?"
    Gruß,
    Klaus


    Lieber Waldi,


    da hat doch Klaus glatt den Nagel auf den Kopf getroffen.


    Was du über eine Woche deiner Reise inzwischen ausgewertet hast, ist unglaublich.


    Nicht einmal ein von Blumen dekoriertes Unkraut entgeht deinem scharfen Auge.


    Zusammengefasst ein enorm ausdruckstarkes Kaleidoskop über die Insel Beschaulichkeiten.


    Trefflicher geht es eigentlich nicht.


    vielen Dank


    lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • hallo Waldi,


    danke für deinen ausführlichen Bericht, der das bisher schon von dir gezeigte Bild der Insel ergänzt. Scheinbar gibt es auf Korfu wirklich alles, was das Urlauberherz begeht. Eine abwechslungsreiche Küste mit Sand und großen Felsen, Kultur aus vielen Jahrhunderten wenn nicht gar Jahrtausenden und einer grandiosen Natur.


    Diese von dir als "Blumen" bezeichneten Pflanzen müßte Ginster sein. Er wächst auch bei uns in Istrien wild und wird in Sträuchern sicherlich bis fast vier Meter hoch. Diese unverwüstliche Pflanze blüht von Mitte Mai bis in den Sommer hinein.





    grüsse


    jürgen

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