Lost Places - Vergessene Orte

Es gibt 61 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von ELMA.

  • Das im Jahr 1908 errichtete Backsteingebäude war das Maschinenhaus des Schachtes 6 der ehemaligen Zeche General Blumenthal in Recklinghausen. Es war der Standort für die Maschine, die den Förderkorb bewegte. Nach fast hundert Jahren wurde im Jahr 2002 der Betrieb eingestellt.













    Ebenfalls auf dem damaligen Zechengelände ist bis heute die Elektrozentrale erhalten geblieben. Die Natur hat sich schon einiges zurück erorbert.





    Über eine mögliche Folgenutzung der Gebäude ist mir leider nichts bekannt.


    Lieben Gruß,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Wir waren am Wochenende zu einem Kurzbesuch in Frankreich und haben u.a. auch die stillgelegte Mine Wendel besucht.




    Die alten Gebäude werden nicht mehr genutzt, aber auf dem Gelände gibt es ein Schaubergwerk wo man die verschiedenen Kohlefördertechniken besichtigen kann.

    Viele Grüße
    Helga


    Das Heilmittel für alles ist Salzwasser: Schweiß, Tränen oder das Meer.
    Karen Blixen


  • Was hat man sich doch früher Mühe gegeben , auch bei Industriebauten auf Ästhetik zu achten - und zwar so , dass sie mehr als 100 Jahre übersteht und auch als "Fast-Ruine" noch sichtbar wird.
    Hoffentlich findet sich jemand, der etwas draus macht.


    Gruß,
    Elke

  • Prora ( bei Binz) auf der Insel Rügen


    In 8 Häuserblocks mit einer Gesamtlänge von 4,5 Kilometern sollte Platz für 20 000 Urlauber geschaffen werden.


    Begonnen 1936, wurde der Mammutkomplex nie fertig - der Bau wurde mit Beginn des zweiten Weltkrieges eingestellt.


    Heute wird nur ein ganz kleiner Teil der Gebäude genutzt. ( Jugendherberge , Museum, Dokumentationszentrum)


    Einige Gebäude wurden gesprengt, die meisten stehen ganz einfach leer und verkommen immer mehr.


    Es ist unklar, was damit gemacht werden soll/kann.




    Ein Restaurant wird das wohl nicht mehr.




    Elke

  • Der Koloss von Prora hat vielleicht ein Gutes. Der fast fünf Kilometer lange Strandabschnitt würde sicherlich weit mehr bevölkert sein, wenn anstatt der Ruinen, Hotels den weißsandigen Strand säumen würden.


    Gruß,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • dieses Backsteingebäude, das Klaus vorstellt, der ganz normale Wahnsinn, die früheren Industriebauten ....


    wirklich wunderschön und mit den Heutigen Zweckbauten nicht mehr vergleichbar...





    bei uns am Ort, von mir schon Mal in einem anderen Bericht vorgestellt, steht auch so ein Backsteinbau, nur viel kleiner halt,


    ist ja auch nur ein kleiner Ort ... :wink:


  • Was hat man sich doch früher Mühe gegeben , auch bei Industriebauten auf Ästhetik zu achten - und zwar so , dass sie mehr als 100 Jahre übersteht und auch als "Fast-Ruine" noch sichtbar wird.
    Hoffentlich findet sich jemand, der etwas draus macht.


    Hallo Elke,


    diese Mühe gibt sich Heute leider kein Architekt mehr, ich glaube auch, so etwas könnten wir Heute garnicht mehr bauen?


    Keine Ahnung, wie auch immer, schön sind die alten Bauten allemal, mir gefallen sie besser als so mancher Betonklotz ....

  • Lost Place - ganz wörtlich genommen, ein demnächst verlorener Platz,
    so könnte man die Jaromarsburg am Kap Arkona auf Rügen nennen.


    Etwas zur Geschichte:


    Quelle
    https://www.miroque.de/neuigke…r-vor-kap-arkona-273.html
    Dort ist auch diese Luftaufnahme zu finden:
    https://www.miroque.de/tl_file…II/Allgemeines/Ruegen.jpg

    Zitat


    Vom 6. Bis zum 12. Jahrhundert erhoben sich hier jedoch andere Aussichtsposten: Die der Jaromarsburg, einer dem slawischen Gott Svantovit gewidmete Tempelanlage.


    Die Burg bestand aus zwei hintereinander liegenden bis zu 13 Meter hohen, befestigten Wällen. Die Ausmaße der Anlage betrugen wohl 300 m in Nord-Süd-Richtung und 350 m in Ost-West-Richtung. 1168 wurde sie im Zuge der Christianisierung 1168 von den Dänen erobert und zerstört. Später riss die nach und nach abbrechende Steilküste Rügens Teile der Überreste in die Tiefe.


    2012 konnte diese archäologische Stätte schon nicht mehr betreten werden.


    Es ist nur noch ein Drittel der ursprünglichen Anlage vorhanden. Zwei Drittel sind ins Meer gestürzt.



    "Bis auf weiteres" ist wohl eher Wunschdenken.



    Man kann den Rest der Anlage nur noch von weitem oberhalb der Steilküste erahnen.



    Auch unterhalb der Steilküste ist es nicht ratsam entlangzuwandern.


    An der weiß-grauen Farbe des Meeres kann man erkennen, dass ständig Lehm- und Kreidebrocken ins Wasser stürzen.



    Die letzten großen Abbrüche waren 2008 und 2011.


    Wer weiß , wie lange es dauert, bis nichts mehr zu sehen ist.


    Lost place- und nichts und niemand kann den Absturz aufhalten.


    Elke

  • [Lost place- und nichts und niemand kann den Absturz aufhalten.


    Elke


    Das Liebe Elke ist die traurige Wahrheit und ich denke dieser Bericht passt perfekt in diesen Thread.

    Liebe Grüße :auto3:




    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.

  • Unter diesem Aspekt habe ich den Thread noch gar nicht betrachtet, Elke. Noch nicht vergessen, aber ein in Zukunft verlorener Platz, der irgendwann dann wohl auch vergessen ist. Ein toller Denkanstoß, der zum Nachahmen anregt - herzlichen Dank!


    Gruß,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Zur Ergänzung noch ein Foto von der Informationstafel, auf der man die Veränderungen am Kap recht gut erkennen kann.


    Viele Grüße
    Bernd
    _______________________
    Wenn Du auf Reisen gehst um etwas anderes zu sehen, dann beklage Dich nicht wenn alles anders ist.
    www.Bernds-Reiseziele.de

  • Pechklumpen weisen mir den Weg, …




    … der auch andere Hindernisse bereit hält.




    Über mir keine Vertrauen erweckende Betonkonstruktion.




    Unterm Gras versteckt eine Eisenbahnschiene, die noch nicht zu Geld gemacht wurde.




    Finstere Gestalten bewachen das Gelände.




    Ganz unmissverständlich: STOP




    Ich wage mich dennoch hinein ...




    … und finde auch diese kleinen Naschereien.




    Nach deren Genuss sehe ich sie in den buntesten Farben, …






    … die Pechhalle auf dem Gelände der ehemaligen Zeche König Ludwig.




    In der ehemaligen Teerdestillation wurde unter anderem Pech produziert und in dieser Halle auf Eisenbahnwaggons verladen.


    Gruß aus dem sonnigen Pott,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Eine schöne Dokumentation über vergangene Zeiten, Klaus. Wenn man das so sieht, was sich die Natur schon wieder zurückerobert hat, fällt es einem schwer sich vorzustellen, dass dort reichlich hart arbeitende Menschen täglich unterwegs waren.


    Liebe Grüße,


    Anja

  • Hallo Klaus,


    tolle Bilder einer ehemaligen Teerdestillation, danke dir fürs zeigen ....:up:

  • Hallo Klaus ,


    auf interessante weise hast du uns hier zu einem Lost Place geführt.


    Danke

    Liebe Grüße :auto3:




    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.

  • Rumford-Öfen oder auch Rüdersdorfer Öfen haben eine recht lange Tradition. Sie wurden einst zum Kalkbrennen genutzt. Allein hier in und um den kleinen Ort Maxen im Dresdner Umland, soll es 7 solcher Kalkbrennöfen gegeben haben. Heute gibt es nur noch zwei Exemplare die man aufsuchen kann.


    Ein Ofen steht an der kleinen Naturbühne in Maxen ( https://www.naturbuehne-maxen.de/inhalt/historie.php ) und wurde wieder begehbar gemacht. Sowohl als Aussichtsplattform, als auch für kleine Feierlichkeiten nutzbar - wie z.B. der Advent im Kalkofen am ersten Adventwochenende ( https://webseite.heimatverein-…anstaltungen-am-kalkofen/ ).


    Der andere noch sichtbare und wohl auch in die Kategorie "Lost Place" einzuordnen, dient heute vielmehr noch als Fledermaushotel. Leider wird er offenbar gern zum Hausmüll abladen missbraucht.


    Übrigens: Der letzte Kalkbrand fand hier im Jahre 1886 statt.











    Liebe Grüße,


    Anja

  • Schön, dass einer dieser Kalköfen erhalten bleibt und genutzt werden kann und der andere der Natur (Fledermausquartier) überlassen wird.


    Herzlichen Dank für die Vorstellung, Anja!


    Gruß,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

  • Hallo Anja,


    da schließe ich mich den Worten von Klaus doch an, danke dir fürs vorstellen .... :up:

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt dir der Thread, willst du was dazu schreiben,
    dann melde dich bitte an.
    Hast du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst du
    das Forum fast uneingeschränkt nutzen.