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Wanderung auf die Kampenwand im Chiemgau

  • claus-juergen
  • 7. Oktober 2014 um 23:09
  • claus-juergen
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    • 7. Oktober 2014 um 23:09
    • #1

    Nachdem ich aus gesundheitlichen Gründen zu ein paar Wochen Chiemgau verdammt war, wollte ich es natürlich nicht versäumen, die Gegend etwas zu erkunden. Als Bergvagabund hat man dort ja auch so manchen Berg vor der Nase, der von mir erklommen werden will.

    Der bekannteste direkt südlich vom Chiemsee ist die Kampenwand. Als Allgäuer rümpft man natürlich etwas die Nase, wenn man erfährt, daß dieser Hausberg der Bevölkerung vom Chiemsee „nur“ 1669 Meter hoch ist. Egal, ganz oben kann man etwas kraxeln und so habe ich mir die Kampenwand an einem schönen Herbsttag vorgenommen. Schließlich gibt es da einen bekannten Spruch, den ich mir nicht zu eigen machen wollte:

    I gangat gern auf d' Kampenwand, wann i mit meiner Wamp'n kannt'. (Ich ginge gerne auf die Kampenwand, wenn ich mit meinem dicken Bauch es könnte.)

    Wir fuhren von Bernau kommend rauf über die Seißer Alm zum Wanderparkplatz Aigen. Wenn wir von der Alm, eigentlich ist es eine Ausflugsgaststätte, auf den Chiemsee blicken, ist es kaum zu glauben, daß in weniger als zwei Stunden das Wetter umschlagen sollte. Um es jedoch gleich vorweg zu nehmen: Es blieb trocken.




    Auf einem breiten Forstweg steigen wir gemächlich bergan.





    Wir erreichen die Baumgrenze. Links vom Forstweg geht ein ausgeschilderter Pfad ab.



    Wir blicken zurück und können dank der neuen Kamera und deren 32fachem Zoom im Dunst die Insel Frauenchiemsee erkennen.



    Doch was ist das? Kaum haben wir den Grasbuckel umrundet, sehen wir die Steinlingalm unterhalb des Gipfels in Wolken.



    Die Kampenwand selbst verspricht heute auch nicht den besten Blick in die Ferne. Rasten wir also erst mal für eine kleine Brotzeit. Vielleicht reißt die Wolkendecke ja noch auf.



    Nach einer halben Stunde geht es weiter an der Kapelle vorbei auf den Gipfel. Nun sind wir nicht mehr alleine unterwegs. Eigentlich bin ich ja kein Freund von Bergen mit Seilbahn wie hier von Aschau aus und mehreren Einkehrmöglichkeiten. Ziehen diese modernen Einrichtungen doch Touristen aller Art in Scharen an. So ist es auch ab der Steinlingalm. Die Turnschuh-Franktion bleibt überwiegend hier um die regionale Küche zu testen.



    Nur einige wenige meinen, Hund oder Baby in der Kraxn bis auf den Gipfel schleppen zu müssen.


    Die Steinling Alm von oben.



    Jetzt wird es schon etwas schwieriger. „Lumpi“ muß getragen werden.



    Dann müssen wir da durch…



    …und schauen noch mal auf die Alm runter…



    …dann sehen wir den für Bergwanderer erschlossenen Ostgipfel vor uns…



    ...halten uns am Stahlseil ein und klettern horizontal ein paar Meter an der Wand lang...



    …und knipsen das obligatorische Beweisfoto. Einfach war es nicht, bei dieser Masse von Menschen dort oben noch einen Platz für eine weitere Brotzeit und den ausgiebigen Blick in die Ferne zu finden.



    Hier der Blick nach Süden ins Tal der Tiroler Ache. Diese ist der Hauptzufluss des Chiemsees.



    Den Kopf nach Norden gedreht erkennen wir im Dunst den Chiemsee.



    Neben der Steinling Alm hat es sich diese "Dame" gemütlich gemacht. Kuh mit Glocke, jedoch ohne Hörner, fast ein Postkartenidyll. Dem Laien sei erklärt, daß die Landwirte den Jungkühen die Hörner ausbrennen, so daß die Tiere sich nicht gegenseitig verletzten können. So haben die Kühe im Gegensatz zu meiner Jugendzeit heute ein anderes Aussehen. Dabei sind die Milchkühe im übrigen auch wesentlich schwerer als früher geworden. Eine gute Milchkuh gibt heute etwa die vierfache Menge an Milch wie in den 60er oder 70er Jahren. So ändern sich die Zeiten...



    Auf dem selben Weg wie wir gekommen sind, steigen wir auch wieder hinunter. Jetzt hat sich das Wetter wieder geändert. Der Gipfel ist klar und deutlich zu erkennen.



    Alles in allem war es eine gelungene kleine gemütliche Tour mit einer anspruchsvollen Schlußetappe bis zum Gipfel von insgesamt etwa vier Stunden Gehzeit. Lediglich auf der letzten Etappe zum Gipfel ist Trittsicherheit erforderlich.

    Jürgen

  • tosca
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    • 8. Oktober 2014 um 14:12
    • #2

    HAllo Jürgen,

    der Bericht freut mich jetzt besonders. Vor einiger Zeit - ich glaube 3 Jahre ist es her - waren wir auf unserer Bayern-Seen-Tour auch am Chiemsee. Der Plan war, auch auf die Kampenwand zu steigen, das Wetter hat uns jedoch damals einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir sind dann vorzeitig weiter an den Königsee. (zuvor waren wir auf dem Tegelberg im Allgäu am Forggensee)

    Schön, daß ich nun, dank Dir, doch da oben war. Allerdings gehören wir der "Lumpi-Fraktion" an (Bergschuhe haben wir natürlich ;) ) Unser Hund ist wandern gewohnt , (grade waren wir in der Wutachschlucht) auch in den Schweizer Alpen, im Allgäu und auch Stiegen wie in manchen Mittelgebirgen z.B.Elbsandsteingebirge gebaut sind, wir sind auch schon Strecken mit ihm gelaufen, wo man sich auch an Seilen ein kurzes Stück weiterbewegen musste. Allerdings dünkt mich anhand Deiner Bilder diese Strecke doch etwas gewagt mit Hund - gehts da direkt steil runter, oder kann der Hund dort gut rumkommen?
    Also es handelt sich um einen trittsicheren Golden Retriever, den kann man nicht mal eben auf den Arm nehmen. Ich denke mal auf den Gipfel hätten wir ihn nicht hochgenommen.
    Wir hatten uns vorher per e-mail zwar informiert wegen des Hundes (bzw. hatten wir damals noch 2 Hunde), man sagte uns jedoch nur, kein Problem, auch in der Seilbahn darf Hund mit *schulterzuck*

    Danke für den aussagekräftigen schön bebilderten Bericht.

    :blume17: Grüssle von Sylvi

    Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommt es an!

  • claus-juergen
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    • 8. Oktober 2014 um 15:36
    • #3

    hallo sylvi,

    danke für deine Zeilen. Mit dem Hund, sofern du ihn wegen der Größe oder dem Gewicht nicht tragen kannst, gehst du besser nicht auf den Gipfel. Diejenigen, die ich mit Vierbeiner gesehen habe, schafften es entweder bis zum ersten Felsdurchstieg. Dann mußte einer zurückbleiben und auf Lumpi aufpassen. Andere haben ihren Vierbeiner bis unmittelbar vor dem Felsen, der den Gipfel bildet getragen und mussten dann aufgeben. Auch wir haben an dieser Stelle so wie andere unsere "Opastecken" zurückgelassen, weil man nun beide Hände zum Festhalten an den Drahtseilen benötigt. Oben auf dem Gipfel geht es dazu erstens sehr eng zu und zweitens wirst du an einem Samstag, wie bei uns der Fall, vor lauter Menschen zusammengetreten. Da war es wirklich nicht schön auf dem Gipfel. Rundherum sind im übrigen Drahtsicherungen, die vor dem Absturz schützen sollen. Zwar gehts da nur ca. 20 Meter runter, das reicht jedoch um im schlimmsten Fall ein Leben lang tot zu sein.

    Konditionell ist der Berg im übrigen keine Herausforderung. Schließlich geht es ja auch nur ein paar Meter nach oben. Der Tegelberg ist schwerer wenn man nicht die Seilbahn nimmt. Beim Tegelberg startet man von knapp 800 Meter Höhe auf ca. 1900 Meter wohingegen der Start auf den Gipfel der Kampenwand in unserem Fall ebenfalls von ca. 800 Meter nur auf knappe 1700 Meter läuft. Das ist schon ein Unterschied, zumal es auf den Tegelberg überwiegend auf Pfaden geht.

    grüsse

    jürgen

  • tosca
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    • 8. Oktober 2014 um 17:27
    • #4

    Lieber Jürgen,

    ich danke Dir herzlich für Deine ausführliche Antwort und die Einschätzung der Gegebenheiten mit Hund. Das ist für mich eine sehr wichtige und wertvolle Information.

    Liebe Grüße
    Sylvi

    :blume17: Grüssle von Sylvi

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  • Gast001
    Gast
    • 8. Oktober 2014 um 19:50
    • #5

    Ja , ja... die Kampenwand und der Wampenspruch...

    Damit dürftest Du, wie man auf dem Gipfelbild sieht, in Deinem jungen Alter noch keine Probleme haben :wink:

    In der Tat- die Kampenwand ist einer der schönsten Aussichtsberge im Chiemgau -ich kann es den Turn-, Halbschuh- und Sandalentouristen nicht übelnehmen, dass sie sich in die Bergbahn setzen und dort oben einen Tag genießen.

    Man sieht es an Deinen Bildern!

    Du darfst als echter Bergwanderer halt nicht im Aug/Sept die Kampenwand erklimmen.

    Eines hast Du etwas verharmlost- das letzte Stück auf den Gipfel.

    Dieses , zugegeben nicht sehr lange, doch etwas ausgesetzte Stück durch die Felsen ist Tierquälerei für Hunde.
    Wenn ich mit einem Kind dort hinauf gehen würde, würde ich es auf dem Stück sogar anseilen.

    Im Winter, wenn die Felsen vereist sind, ist dieses letzte Stück extrem gefährlich, dann ist der Steig offiziell gesperrt.

    Aber komm doch nochmal Ende Oktober/Anfang Nov, wenn es diese klaren Herbsttage mit Inversionswetterlage gibt und der Nebel über dem Chiemsee um die Mittagszeit sich auflöst!
    Dann sind die Touristen, die"Preissn" :wink: weg- Sonnnenalm und Steinlingalm haben vielleicht Betriebsferien ( da geht es erst um Weihnachten /Silvester wieder richtig los), die Kampenwandseilbahn hat Revision und Du kannst dort oben sitzen und genießen!

    Schön - und danke, dass Du uns diesen Berg vorgestellt hast!!

    Ein ähnlicher Tipp , gleich "daneben", wäre die Hochries*
    Ich hab hier mal davon erzählt

    Liebe Grüße,
    Elke

    * auch mit Vierbeinern kein Problem - es gibt keine ausgesetzten Kletterstellen

  • wallbergler
    Gast
    • 9. Oktober 2014 um 19:26
    • #6

    Danke Jürgen,

    ich war ja nach einem Seminarschluss noch mit der Bahn oben.

    Jetzt kenne ich also den ganzen, direkten Weg hinauf. Ich stimme Elke zu, ich könnte ja jetzt leider nicht mehr oben rumkraxeln. Aus deiner Sicht leicht, aber doch mit Gefahrenpotential , auch je nach Wetter.

    Klar, für deine Maßstäbe ist das ein leichter Berg, aber letztlich auch ein schöner Aussichtsberg. Was meinst du, wie es heute oben ausgesehen hat, bei dieser Föhnlage, die wir schon seit Tagen genießen dürfen?

    Der Tipp von Elke auf den Hochries ist für dich auch ein leichter Berg, aber eine schöne Wanderung. War selbst oben.

    Es sind halt Aussichtsberge, die bei glücklicher Wetterlage eine herrliche Panoramarundsicht gewähren.

    Danke für die ausdrucksvollen Bilder oben zwischen den Felsen.

    ganz lieben Gruß
    Helmut

  • vadda
    Gast
    • 10. Oktober 2014 um 23:21
    • #7
    Zitat von claus-juergen

    Nachdem ich aus gesundheitlichen Gründen zu ein paar Wochen Chiemgau verdammt war...

    Da gesundheitliche Probleme dich auf die Bergspitzen führen, haben wir auch etwas davon. Alle Achtung, was du bei widrigen Wetterbedingungen so treibst.

    Herzlichen Dank für die tolle Tourenbeschreibung,
    Irmgard und Klaus

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