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SOPRON (ÖDENBURG)

  • Josef
  • 20. November 2006 um 22:37
  • Josef
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    • 20. November 2006 um 22:37
    • #1

    Sopron (Ödenburg)

    Die Ahnen der Illyrer, die Dalmatier ließen sich am Varis und am Burgstall (ung. Várhely) nieder. Die Kelten vertrieben sie und bauten ihre Siedlung auf.
    Die Bedeutung des Ikva-Tals zwischen den Bergen erkannten zuerst die Eroberer des Römischen Imperiums und ließen an Stelle der heutigen Innenstadt die Stadt Scarbantia erbauen, die die Funktion der Verteidigung der strategisch wichtigen Bernsteinstraße übernahm.

    Die Ungarn kamen im 10. Jahrhundert hier an im Rahmen ihrer sog. Landnahme und erkannten die strategische Stellung der ehemaligen Stadt, so dass sie Teil ihrer Grenzverteidigungslinie wurde. Anfang des 11. Jahrhunderts entstand nach dem ersten Gespann der Stadt die ungarische Bezeichnung Suprun oder Suprony.

    1273 eroberte der österreichische Herzog Ottokar durch Verrat die Stadt und nahm die Kinder der noblen Ödenburger als Geiseln mit. Trotzdem öffnete die Stadt 1277 vor dem ungarischen König Ladislaus (ung. László) IV. die Tore, als Dank dafür verlieh der König Ödenburg den Rang einer freien königlichen Stadt.

    Die türkischen Truppen erschienen zuerst 1529 vor der Stadt, aber es kam zu keiner Belagerung. Sie plünderten die Außenstadt und die umliegenden Dörfer und zogen Richtung Wien weiter. Außer der Gefahr von außen gab es auch innere Spannungen. Im Jahre 1524 verbrannte noch der städtische Henker auf dem Hauptplatz die lutheranischen Bücher.

    Wegen der Unaufmerksamkeit der Kinder, die Kastanien rösteten, zerstört 1676 die mittelalterliche Stadt eine riesige Feuerkatastrophe. Außer den Kirchen wurde die gesamte Innenstadt vernichtet.

    Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in den Friedensverträgen um Paris das ehemalige Deutsch-Westungarn mit der Stadt Ödenburg Österreich zugesprochen. Wegen den Protesten und Unruhen in und um der Stadt wurde in Ödenburg und Umgebung am 14.-16. 12. 1921 eine Volksabstimmung über die Zugehörigkeit der Gebiete ausgeschrieben. Als Ergebnis des Referendums – vor allem mit den Stimmen der Stadt Ödenburg – blieb die Stadt bei Ungarn und wurde zu einer Grenzstadt.

    In den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges, im Winter 1944-1945 bombardierten Ödenburg die Alliierten Luftkräfte dreimal. Diese Bombenangriffe zerstörten weite Teile der Stadt.

    Sopron ist die westlichste und gleichzeitig die einzige Stadt Ungarns, in der der mittelalterliche Stadtkern, die heutige Innenstadt, fast völlig unversehrt erhalten geblieben ist

    Vorderes Tor

    Der Stadtturm oder wie ihn alle nennen: Feuerturm, dessen unteres Drittel am Ende des 13. Jahrhunderts gebaut wurde. Sein Fundament befindet sich genau neben dem römischen Torturm. Der viereckige untere Teil stammt aus der Árpádenzeit. Von seinen loggienartig ausgebildeten Erker aus bietet sich bei schönen Wetter ein wunderbarer Ausblick auf die Stadt, auf die umliegenden Berge und auf den Neusiedlersee.

    Rathaus

    Gambrinus-Haus, war bis zum Ende des 15. Jahrhunderts das Rathaus.

    Dreifaltigkeitssäule am Hauptplatz: Die Gelübdesäule ließen Éva Katalin Késmárki Thököly und Jakob Löwenburg als Denkmal ihrer Rettung vor der großen Pestepidemie 1695 – 1701 errichten. Die Besonderheit liegt darin, dass bei dieser Säule in Mitteleuropa zum ersten Mal eine gedrechselte Säule bei einem Bildwerk auf einem öffentlichen Platz verwendet wurde.


    Szechenyi Denkmal


    Liszt Ferenc Haus


    Ursulinen Kirche


    Marienbrunnen: In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet.


    Dominikaner Kirche


    Mariensäule: 1745 gebaut


    Treuebrunnen: Das Denkmal erinnert an wichtige Ereignisse der Stadt, an die Verleihung des Ranges einer freien königlichen Stadt im Jahre 1277, an die Volksabstimmung 1921 und an das Paneuropa-Picknick im Jahre 1989.

    Benediktinerkirche (früher Franziskanerkirche): Im Volksmund heißt sie einfach Geiskirche, denn nach der Überlieferung wurde sie aus dem Schatz gebaut, den eine Geiß (Ziege) herausgeschart hatte. Die Kirche hat ihre heutige Form Ende des 13., Anfang des 14. Jahrhunderts erhalten.


    Kulturhaus


    Posthaus: Ein Baudenkmal der Sezession von hervorragender Schönheit. Über seinem Haupteingang steht das ungarische Wappen. Es lohnt sich, das Glashaus über der Aufgabehalle und die Einrichtung in original sezessionistischen Stil zu besichtigen.


    Zum Abschluss habe ich eine gute Suppe gegessen, wo auch das Gefäß gegessen wird


    Das war nur ein kleiner Spaziergang durch Sopron (Ödenburg)

    Liebe Grüße

    Josef

    Liebe Grüße

    Josef

  • Gast001
    Gast
    • 21. November 2006 um 18:03
    • #2

    Hallo Josef!
    Ich kann immer mehr verstehen , warum es Euch so oft in Euer Nachbarland Ungarn zieht! Ihr habt es ja nicht weit und viele der alten Städte wurden anscheinend in den letzten 10 -15 Jahren aufwändig restauriert und lohnen einen Besuch.
    Und wenn ein Spaziergang mit einer solchen Köstlichkeit beendet wird ,wie sie auf dem letzten Bild zu sehen ist, wird das Ganze zu einem Erlebnis. ( Was war denn das für eine Spezialität??)
    Danke , dass Du uns ( virtuell) mitgenommen und mit uns diese kurzweilige Stadtführung gemacht hast! :up::up: **'6

    Gruß,
    ELMA

  • Josef
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    • 21. November 2006 um 19:25
    • #3

    Hallo Elke!

    Ja es stimmt die ungarischen Städte werden mit viel Liebe und Gefühl restauriert. Alte Bausubstanz ist genügend vorhanden.

    Werde vielleicht vom herrlich restaurierten Kőszeg (Güns) einen Bericht einstellen. Möchte euch aber nicht mit zu vielen Ungarnthemen langweilen.

    Es war eine Knoblauchkremsuppe, aber auf Ungarisch zubereitet, super.

    Liebe Grüße

    Josef

    Liebe Grüße

    Josef

  • Gast001
    Gast
    • 21. November 2006 um 23:51
    • #4
    Zitat von 60plus

    Möchte euch aber nicht mit zu vielen Ungarnthemen langweilen.


    Das wird bestimmt nicht der Fall sein, vor allem wenn Du wieder so schöne Bilder hast!! :lol:

    Zitat von 60plus

    Es war eine Knoblauchkremsuppe, aber auf Ungarisch zubereitet, super.

    Ungarische Genüsse für Augen und Gaumen - die Verbindung ist verlockend. Schade, dass nur die erstgenannten übers Forum "verschickt" werden können. :wink:

    Wie verständigt man sich denn im Grenzgebiet? Ungarisch scheint doch eine sehr komplizierte Sprache zu sein.

    Gruß,
    ELMA

  • Tom
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    • 22. November 2006 um 07:15
    • #5

    Danke für den schönen Bericht Josef.

    Sopron ist wahrlich eine schöne Stadt. Ich erinnere mich noch an früher, als der eiserne Vorhang noch bestand. Wir waren da fast jedes Wochenende in Sopron.
    Es gab immer etwas schönes zum ansehen, obwohl das früher für mich noch nicht so an Bedeutung hatte. Wir waren viel in den damaligen Discos. Zb. Lokomotiv falls dir der Name was sagt Josef.

    Das Essen war damals sehr sehr billig, das ist auch das einzige was heute noch so ist in den Restaurants.
    DIe Knoblauchkremsuppe kenne ich natürlich auch. Eine gute Vorspeisse im Restaurant.
    Als Nachspeise sind die köstlichen Schomlauer Nockerln zu empfehlen. Eine Nationalspeisse. Ich habe die Kiloweise gegessen früher, aber auch heute noch.

    Sopron war für uns früher eine Einkaufsstadt, was sie auch heute noch ist, aber heute sind die preise schon zu sehr an Österreich angeglichen.

    Ich habe noch gar nicht dran gedacht, aber Fotos kann ich von Sopron gerne auch machen. Bin öfters unten, es sind von mir gerade mal 20 Minuten.

    Im Grenzgebiet verständigt man sich meist deutsch. In Sopron kann fast jeder schon deutsch.

    Schöne Grüße

    Tom

  • Josef
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    • 22. November 2006 um 10:27
    • #6

    Hallo Elke!

    Wie Tom schon geschrieben hat sprechen im Grenzgebiet sehr viele Personen deutsch. Aber auch im Landesinneren wird sowohl Deutsch als auch Englisch gesprochen.

    Ungarisch ist wirklich eine schwere Sprache. Habe mehrere ungarisch Kurse besucht, aber mit mäßigem Erfolg. :sad:
    Das Problem ist auch, dass eh viele deutsch sprechen und man seine Ungarischkenntnisse nicht vertiefen kann. Auch aus Unsicherheit bezüglich Sprachkenntnis.

    @ Tom
    Du hast natürlich noch Näher als wir. Das Lokomotiv kenne ich leider nicht. Wir sind mehr im Gebiet von Szombathely, fahren aber auch des öfteren in Thermen des Komitates Győr-Sopron. Vorige Woche waren wir in der Therme Mosonmagyaróvár.
    Bei den Thermen bestehen große Unterschiede. Manche brauchen einen Vergleich mit dem Westen nicht zu scheuen. Auch die Saunen sind auf modernsten Stand. Andere sind wieder wie vor vierzig Jahren, haben aber auch Preise wie vor vierzig Jahren. :)
    Ungarn hat ja ohne Übertreibung mehrere hundert Thermen. Begonnen von betonierten Becken mit Liegeräumen wie bei uns die Scheunen der Bauern, bis zu modernsten Thermen wie schon geschrieben.

    Liebe Grüße

    Josef

    Liebe Grüße

    Josef

  • Tom
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    • 22. November 2006 um 19:02
    • #7

    Ich kenne lediglich die Therme in Bük. Da war ich mit meinen Eltern früher öfters.

    Schöne Grüße

    Tom

  • Gast001
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    • 22. November 2006 um 20:37
    • #8
    Zitat von Admin

    DIe Knoblauchkremsuppe kenne ich natürlich auch. Eine gute Vorspeise im Restaurant.
    Als Nachspeise sind die köstlichen Schomlauer Nockerln zu empfehlen.


    Lecker!!! :roll::)

    Hallo Josef! Hallo Tom!
    Ihr wohnt doch so nahe an der ungarischen Grenze - wie steht es mit Rezepten zu diesen Köstlichkeiten?
    Hat die österreichische Küche im Grenzgebiet nicht Ähnlichkeiten aufzuweisen?

    Gruß,
    ELMA

  • Josef
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    • 23. November 2006 um 13:01
    • #9

    Hallo Elke!

    Mit Rezepten sieht es schlecht aus. Ich kann kaum eine Eierspeise kochen und Erna geht lieber Essen in Lokale als selbst zu kochen. :sad::sad:
    Zu ihrer Verteidigung sie kocht schon, aber nicht gerne. :sad::sad:

    Liebe Grüße

    Josef

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    Josef

  • Tom
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    • 23. November 2006 um 23:31
    • #10

    Ne, also hier wird nichts ungarisches gekocht.

    Ein feuriges Gulasch könnte man vergleichen mit Ungarn, oder ein Parikahuhn. Aber sonst eher nicht.

    Aber ich werd mal schauen ob ich ungarische Rezepte auftreibe.

    Schöne Grüße

    Tom

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