Weg der Sinne - Der Rothaarsteig

  • Hallo miteinander,


    heute entdeckten wir auf dem Marktplatz in Brilon...






    ...vor dem Rathaus das Zeichen, das uns in den nächsten Tagen den Weg weisen wird.






    Den Rothaarsteig, der hier im sauerländischen Brilon beginnt und nach 154 km und 3931 Höhenmetern in Dillenburg (Siegerland) endet, wollen wir erwandern. Für uns werden es wohl etliche Kilometer mehr sein, da wir den Steig nach unseren Tagestouren verlassen müssen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln unser Wohnmobil wieder zu erreichen. Au weia, was habe ich mir da nur zugemutet.


    In der gewaltigen Propsteikirche Brilons (erbaut in den Jahren 1220 - 1350)...






    ...holten wir uns den Beistand des hl. Chritopherus, dem Schutzpatron der Reisenden. Nicht nur als Statue vorhanden, sondern auch als Malerei aus dem 14. Jahrhundert ziert er eine Wand der Kirche.





    Gerne hätten wir auch den für das Wetter "verantwortlichen" hl. Petrus gesichtet, aber der hat sich nicht sehen lassen. Sei es drum, sollten wir eventuell auch äußerlich rosten, die Gelenke werden aber wohl richtig geschmiert (und nicht nur die!).


    So werden wir euch in den nächsten Tagen mit den Erlebnissen von unserer Wandertour hoffentlich unterhalten (wenn Gott, ähh E-Plus es zulässt). Mal schauen, wie weit wir kommen.


    Herzliche Grüße aus dem Sauerland,
    Irmgard und Klaus

  • Also ihr Zwei,
    da habt ihr euch ja was vorgenommen. Hab mich natürlich informiert
    https://www.rothaarsteig.de/ro…er-sinne/lage-wegverlauf/


    So haben wir einen Überblick über die Route, lach.


    und über das Höhenprofil https://www.rothaarsteig.de/ro…g-der-sinne/hoehenprofil/


    hat ja Mountain Bike Struktur.


    Respekt schon mal im Voraus für die Sauer, -Siegerländische und Westerwald Variante des Jakobweges **\'1


    ( in Dillenburg gibt es sicher eine entsprechende sakrale Dankesstätte)


    Euch Zwei ein fröhliches "Frisch auf"
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Alles Gute, eine schöne Wanderung und möglichst wenig nasse Füße wünscht Euch
    Elke
    (derzeit noch von der warmen montenegrinischen Küste)

  • und über das Höhenprofil https://www.rothaarsteig.de/ro…g-der-sinne/hoehenprofil/


    hat ja Mountain Bike Struktur.


    Hallo Helmut,


    bevor ich den Bericht fortsetze, muss ich noch mit diesem von dir eingesetzten Link zum Höhenprofil abrechnen.


    Ich finde es unverantwortlich vom Rothaarsteig-Team, solche Diagramme zu veröffentlichen. Auf wenigen Zentimetern das Höhenprofil eines 154 km langen Weges darzustellen, ist eine böse Schönfärberei. So, als könne man die Einzelheiten des Wegverlaufes dieses Steiges in einem einzigen Satz wiedergeben. Das sieht aus wie eine geglättete 200-Tage-Linie des Kursverlaufs einer Aktie, wobei man die Höhen und Tiefen gar nicht erkennen kann. Aber das wirst du ja selbst wissen.


    Als Beispiel hier der Höhenverlauf unserer heutigen ersten Etappe:


    Bild auf Grund urheberrechtlicher Bedenken gelöscht


    Lieben Gruß,
    Klaus

  • Nach der gestrigen Eröffnung wollen wir euch nun von der ersten Etappe unserer Tour berichten. Der Wecker klingelte schon um 6:30 Uhr, leichter Regen tröpfelte bei 13 Grad auf unser Womo. Das fängt ja gut an!


    Wenig später starteten wir aber im Trockenen (was aber leider im Tagesverlauf nicht so blieb). Ein Blick zurück auf Brilon durch das Unkraut am Wegesrand.





    Nach einigen Kilometern erreichten wir die Möhnequelle, deren künstliche Gestaltung uns leider nicht ansprach.





    Kaum zu glauben, dass dieses Rinnsal (natürlich verbunden mit anderen Rinnsalen) den Möhnesee speist. Hier ein "Archivbild" aus dem vergangenen Jahr.





    Entlang des "Weges der Sinne" fanden wir viele Kunstwerke, deren Bedeutung wir nicht immer nachvollziehen konnten.





    Unser Blick gilt von je her schon der Natur, wie hier dem Heidekraut und der Eberesche...





    ...sowie der herrlichen Landschaft, die sich leider heute unter den Wolken und bei zeitweiligem Regen nicht von ihrer besten Seite zeigt (liegt es daran, dass wir gestern unseren wetterverantwortlichen Petrus nicht erkannt haben? Der stand nämlich auf dem Brunnen vor dem Rathaus, der das Wahrzeichen der Stadt Brilon ist. So viel zu einer guten Vorbereitung!).



    Wer genau hinschaut, erkennt Bergzieges Kopf im Bildvordergrund, wie sie in einem "Liegesessel" den Ausblick genießt.




    Auch historische Hinterlassenschaften, wie die frühmittelalterlichen Wallanlagen aus dem 13./14. Jahrhundert waren auf der Wiese beim Borbegs Kirchhof zu bestaunen.



    Den Inhalt der Gedenktafel im Vordergrund kann ich leider nicht wiedergeben, es handelt sich aber um einen Wegbereiter der deutsch-/französischen Völkerverständigung.




    Der doch recht heftige Anstieg zu den Ginsterköpfen wurde mit einem herrlichen Ausblick auf Berge des Sauerlandes belohnt.





    Warum es RothaarGEBIRGE heißt, mag man an diesem Bild erkennen.





    Der elf Meter hohe Stamm der Feuereiche stellt mit Schnitzereien versehen die Menschheitsgeschichte und die Nutzung des Feuers dar.





    Die Bruchhausener Steine passen nicht so recht in das sanfte Landschaftsbild des Sauerlandes. Aus vulkanischer Lava entstanden, stammen sie erdgeschichtlich aus der Devonzeit und stehen u. a. auf Grund der Wiederansiedlung von Wanderfalken unter Naturschutz. Da wir schon genug Kilometer in den Beinen verspürten, haben wir die Felsformationen (hier sieht man nur einen kleinen Teil davon) "links liegen gelassen".





    Das "Unkraut" am Wegesrand erfreute uns trotz Regen immer wieder aufs Neue.





    Am Richtplatz, einer früheren Gerichtsstätte des kurkölnischen (was haben die denn hier gesucht?) Gaugerichts verliessen wir den Rothaarsteig Richtung Willingen, um mit dem Bus wieder nach Brilon zurück zu fahren.


    25,6 Kilometer bei einem Anstieg von 952 Metern und einem Abstieg von 758 Metern lagen nach 6,5 Std. hinter uns. Wir fuhren noch mit unserem Womo auf einen Wohnmobilstellplatz zurück nach Willingen, um unsere nächste Etappe früh am Morgen in Angriff nehmen zu können. Die Beine schmerzen, Gelenke sind nach dem dritten Bier immer noch nicht geschmiert - aber es geht weiter (jetzt scheint beim Schreiben des Berichtes auch noch die Sonne).


    Bis vielleicht (E-Plus-abhängig, die uns heute weitestgehend im Stich lassen) morgen verabschieden sich
    Irmgard und Klaus

  • Hallo Irmgard und Klaus,


    Euer Vorhaben bedarf sicherlich etlicher logistischer Vorbereitungen und klar definierte Etappenziele um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausgangspunkt zurück zu gelangen.
    Ab Mittwoch soll der Sommer zurück kommen. Dann werdet ihr sicherlich noch schönere Bilder machen können als wir sie jetzt schon zu sehen bekamen.
    Ich wünsche euch noch eine gelungene Tour und freue mich schon auf die nächsten Bilder.

    Viele Grüße
    Bernd
    _______________________
    Wenn Du auf Reisen gehst um etwas anderes zu sehen, dann beklage Dich nicht wenn alles anders ist.
    www.Bernds-Reiseziele.de

  • bevor ich den Bericht fortsetze, muss ich noch mit diesem von dir eingesetzten Link zum Höhenprofil abrechnen.


    Aber Klaus,


    ich seh das ganz entspannt. Wir wissen doch sehr wohl zu unterscheiden von reisserischer Werbung, ja sogar Marketing des Produkts Fremdenverkehrswerbung und der Realität.
    Dein neuester Bericht zeigt ja ohnehin beispiellos, welche Gewalttour ihr da in Angriff genommen habt. Wenn ich allein an die 6,5 Stunden Gehzeit denke, das könnte ich gar nicht mehr wegen dem Kreuz.
    Ich freue mich und danke ganz herzlich, dass ich dich virtuell begleiten kann.
    Das wird mit Sicherheit noch eine spannende Tour .


    Lieben Gruß an euch Zwei Ausdauerwanderer
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Eigentlich wollte ich schon die Berichterstattung für heute aufgeben, da das Laden der Bilder über eine Stunde gedauert hat. Aber so kann ich doch die Zeit bis zum CL-Quali-Spiel unserer "geliebten" Bayern überbrücken.


    Aber das Wichtigste zuerst. Die Sonne begleitete uns fast den ganzen Tag und somit hatten wir natürlich auch Sonne im Herzen. Die Laune stieg.


    Dass das Mittelgebirge wirklich ein Gebirge ist, zeigen auch deren Bewohner.




    Ein Blick zurück auf Willingen.





    Zugegeben, einige Meter des Rothaarsteiges haben wir heute ausgelassen und eine Abkürzung genommen. So erreichten wir nach rd. 300 Höhenmetern schon bald das Naturschutzgebiet "Neuer Hagen" mit der größten Hochheidefläche von NRW mit alpiner Pflanzen- und Tierwelt.





    Unterwegs sorgten wir für unsere Abendmahlzeit.



    (Hurra, wir leben noch, lassen halt alle Pilze im Wald stehen!)




    Bei Sonnenschein sieht die Landschaft doch ganz ander aus.








    Nach nunmehr fast 30 Kilometern Rothaarsteig passe ich bald auch - wie Bergziege - auf eine Einzelliege. Momentan muss ich noch mit der rechts im Bild stehenden Pärchenliege vorlieb nehmen. Beweisbilder wird es nicht geben - ist einfach zu peinlich.





    Das ist der Ausblick auf die Eberesche vor dem herrlichen Himmel, den Irmgard gerde in der Liege bewundert.





    Unweit von Winterberg trafen wir auf die Quelle der Ruhr, die mit ihrer Länge von 221 km auch durch das nach ihr benannte Ruhrgebiet fließt und in den Rhein mündet. Hier beginnt auch der viel befahrene Ruhrtal-Radweg.





    Über die "Alte Heidenstraße" - ein Bildstock des Jakobus am Wegesrand -...



    (übertreiben wollen wir es nicht, Santiago de Compostela ist doch ein paar Kilometer zu weit entfernt)




    ...und über Wiesen und Weiden...





    ...erreichten wir nach 22,1 km in 5,5 Std., 532 m Anstieg und 477 m Abstieg unser Etappenziel, Winterberg. Nach der Busfahrt zurück nach Willingen konnten wir auf dem Wohnmobilstellplatz noch weiterhin die Sonne geniessen.


    Aber erst nach Versorgung von Irmgards auf einer bergab-Schotterstraße durch eine fatalen Sturz arg lädierten Knies und Entleeren meines mit meinem Blut gefüllten Wanderschuhs. Das wird mir wohl für den morgigen Tag eine (ausschließlich von mir erzwungene) Ruhepause einbringen.


    Also bis demnächst grüßen die "verwundeten"
    Irmgard und Klaus

  • TÜber die "Alte Heidenstraße" - ein Bildstock des Jakobus am Wegesrand -...
    (übertreiben wollen wir es nicht, Santiago de Compostela ist doch ein paar Kilometer zu weit entfernt)


    Respekt schon mal im Voraus für die Sauer, -Siegerländische und Westerwald Variante des Jakobweges **\'1


    Sagte ich`s doch**\'1


    Danke für die Fortsetzung des aufschlussreichen Berichts. Klasse.
    Seid ihr da an einem Tierpark vorbei gekommen? Wegen dem ungewöhnlichen Verhalten der Gämse?


    Bin neugierig was ihr noch alles erleben werdet.


    Schon mal vielen Dank
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Schwitzend sitze ich hier in Montenegro am Meer und genieße Deinen Bericht und die Bilder, deren Farben mich schon sehr an den Herbst erinnern!


    Die roten Beeren der Eberesche und die Weidenröschen, das "Unkraut am Wegrand", deuten doch schon sehr auf das Ende des Sommers hin!
    Kulturell, landschaftlich und geologisch habt Ihr Euch einen sehr schönen Weg ausgesucht- aber durchaus auch physisch anspruchsvoll!
    Ihr werdet nach dieser Woche topfit sein! :wink:


    Ich werde mal versuchen, Kontakt zu Petrus aufzunehmen, dass er Euch (und Deiner Kamera) für die nächsten Tage schönes Wetter beschert...


    Alles Gute für die weiteren Teilstrecken
    und liebe Grüße,
    Elke

  • Hallo Irmgard und Klaus,


    154 km per pedes! - Wir sind schwerst beeindruckt!
    Mal ganz abgesehen von der bewundernswerten körperlichen Leistung, kommen wir aus dem Staunen nicht raus über die abwechslungsreiche Landschaft, die Ihr in fantastischen Bildern präsentiert und die interessanten Erläuterungen zu einer uns völlig unbekannten Gegend. Herzlichen Dank dafür!


    Die fast Live-Dokumentation Eurer Mammuttour verfolgen wir nicht nur, sondern leiden auch mit:



    Aber erst nach Versorgung von Irmgards auf einer bergab-Schotterstraße durch eine fatalen Sturz arg lädierten Knies und Entleeren meines mit meinem Blut gefüllten Wanderschuhs. Das wird mir wohl für den morgigen Tag eine (ausschließlich von mir erzwungene) Ruhepause einbringen.


    Wir wünschen Euch Beiden „Gute Besserung“ damit Ihr euer weitgestecktes Ziel erreicht
    und hoffen (auch im eigenen Interesse), auf eine glückliche Fortsetzung und einen gelungenen Abschluss Eurer aufregenden Wandertage auf dem Weg der Sinne.


    Liebe Grüsse
    Albert + Gabi

    „Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“
    Aurelius Augustinus (354 - 430)

  • Alles halb so wild, wir sind wieder fit wie zwei Turnschuhe!


    Und so haben wir uns gestern nach Oberkirchen aufgemacht, um heute mit dem Bus nach Winterberg zu fahren und die dritte Etappe nach Oberkirchen anzugreifen. Einen schönen Stellplatz auf einem Wanderparkplatz haben wir gefunden.





    Wir genossen den Tag mit einem Spaziergang (nur wenige Kilometer, ganz ohne kann eine Berziege ja nicht) zum nächsten Biergarten, Lesen und viel Ruhe.


    Am Abend stellten wir fest, dass wir in einem Flussbett geparkt hatten. Ohne Unterbrechung zuckten Blitze, Regen, Hagel, wahre Sturzfluten kamen vom Himmel. Als ich dann endlich die Idee kam ein Foto zu machen, war aus dem Flussbett allerdings schon ein Bachbett geworden.





    Am heutigen Morgen sah die Asphaltfläche dann so aus:





    Da es immer noch regnete und grummelte, ist ein zweiter Ruhetag leider unumgänglich. Dabei hatten wir uns schon wieder so sehr auf das Wandern gefreut (wirklich, auch ich!).


    Wir haben uns auf einen in der Nähe liegenden Womo-Stellplatz mit Strom geflüchtet und werden uns den Regentag mit Internet und TV verkürzen.


    Morgen früh auf ein Neues!
    Irmgard und Klaus

  • Hallo Vadda ...


    GANZ WICHTIG ! In Oberkirchen abends vor dem Gasthof Schütte ein lecker gezapftes Veltins trinken.


    Sonst geht es morgen nicht so richtig weiter Richtung Schanze / Rhein-Weser-Turm - eine der schönsten Strecken des Rothaarsteiges.


    Wir wünschen Euch ein "Gut zu Fuß"


    Marie & Jürgen (jojo)


  • Am Abend stellten wir fest, dass wir in einem Flussbett geparkt hatten. Ohne Unterbrechung zuckten Blitze, Regen, Hagel, wahre Sturzfluten kamen vom Himmel. Als ich dann endlich auf die Idee kam ein Foto zu machen, war aus dem Flussbett allerdings schon ein Bachbett geworden.


    Liebe Irmgard, Lieber Klaus


    Ich freue mich, das Ihr den gestrigen Abend unbeschadet überstanden habt. Habe tatsächlich an euch gedacht, denn das Unwetter hat ja etliche Bäume umgeschmissen, von den Regenfluten ganz zu schweigen.
    Insbesondere wenn man im WoMo sitz, der Regen aufs Dach prasselt, bekommt man nicht alles mit, was so alles in der unmittelbaren Umgebung passiert.
    Das Wochenende soll ja vom Wetter sehr gut werden, so das Ihr Eure gewaltige Tour mit Freude fortsetzen könnt.
    Ich finde es super, dass man auch aus NRW etwas zu lesen bekommt, denn es gibt, wie ma sieht, auch hier sehr schöne Ecken.
    Gutes Gelingen für die nächste Etappe.

    Viele Grüße
    Bernd
    _______________________
    Wenn Du auf Reisen gehst um etwas anderes zu sehen, dann beklage Dich nicht wenn alles anders ist.
    www.Bernds-Reiseziele.de

  • Puuhhhh, ihr Zwei Lieben,


    also wenn ich das ganze Zeug sehe, dass da so vorbei geschwappt ist, das lässt Schlimmes ahnen, was ihr mitgemacht habt. Noch dazu an dieser Stelle vor dem Grashang.
    Im ganzen betrachtet, ist das schon eine Wahnsinns Tour, muss ich immer wiederholen. Allen Respekt euch, aber auch alle Daumen hebend,


    dass das Wetter wie vorher gesagt über längere Zeit besser wird (um die Gewitter werdet ihr wohl wie wir auch nicht herum kommen),


    dass ihr ohne Zwischenfälle eine wunderschöne Wanderung wieder aufnehmen könnt.


    Alles Gute euch
    und herzlichen Dank für die Bebilderung und Schilderung der so meines Erachtens doch Entbehrungs reichen Strecke.


    Lieben Gruß
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Ach Helmut, Entbehren müssen wir eigentlich nichts, haben doch alles dabei.


    Marie und Jürgen, seid ihr auch schon den Rothaarsteig gegangen. Kennt euch ja gut aus. Allerdings haben wir im Gasthof Schütte ein Hefe und ein "Bosch Naturtrüb", eine Spezialität aus dem Wittgensteiner Land getrunken (oder waren es zwei???).


    Bernd, wir geniessen es, den Naturgewalten zuzuschauen. Der Hagel hat uns aber doch sehr auf das Dach gedonnert, da bekommt man schon Bedenken.


    Aber jetzt will ich mich mal an den heutigen Bericht machen, denn es ging ja Gott sei Dank weiter.


    Gruß,
    Klaus

  • Der Wecker klingelte um 6.00 Uhr. 6 Grad draußen und 12 Grad im Wohnmobil. Also zunächst Feuer gemacht, wie sich das für den Hauherrn gehört.


    Bevor wir uns nach dem Frühstück zu unserem "donnerwetter" erprobten Wanderparkplatz nach Almert aufmachen konnten, hatte ich wieder eine Laika-Problem-Reparatur: Die Treppe ließ sich nicht einfahren. Einige Hammerschläge weiter und dem Spanngurt sei Dank, es konnte los gehen.


    Von Almert aus sind wir an der Lenne entlang (deren Quelle sollten wir heute auch noch sehen)...





    ...nach Oberkirchen gelaufen. Ein typisches Sauerländer Dorf.





    Der Himmel spielte heute auch mit!





    Von dort aus fuhren wir mit dem Bus nach Winterberg, wo unsere zweiter Etappe (ist das erst 2 1/2 Tage her?) geendet hatte.


    An der St.-Georgs-Sprungschanze stürzten sich junge Männer - dem Aussehen nach noch fast Kinder - in die Tiefe. Wir konnten das sowohl von der Schanze oben als auch von der Aufsprungzone beobachten. Schanzenrekordhalter ist übrigens immer noch der Österreicher Manuel Fettner mit einer Weite von 89,5 Metern.





    Am Biathlonstadion vorbei, auch da wurde trainiert, ging es über Stock und Stein bergan. Das Unwetter hatte auch hier tiefe Spuren hinterlassen.





    Am "Kahlen Asten" (842 m) wurden wir mit herrlicher Natur belohnt. Warum sind wir - obwohl nur rund eine Autostunde von uns entfernt - noch nie hier gewesen?





    Hier verläuft auch die Rhein-Weser-Wasserscheide. Die Lenne, an der wir in der Frühe schon gelaufen waren entspringt hier an der Westseite und fließt über die Ruhr in den Rhein, während die Sonneborn im Osten entspringt und über Eder und Fulda in die Weser fließt.



    Jezt weiß ich auch warum diese "Dinger" Krüppelkiefern heißen.



    Herrliche Aussichten auf dem Weg.














    Kyrill hat hier im Sauerland sehr tiefe Spuren hinterlassen. Doch davon morgen mehr.





    Nach mittlerweile 60 Rothaarsteig-Kilometern zweigten wir dann Richtung Wohnmobil ab, ...





    ...das wir wenige (Garmin sei Dank) Kilometer weiter auch schon in der Ferne sahen.





    23,7 km bei 560 An- und 672 Abstiegsmetern meldete mir der Navigator für heute.


    Zum Schluß bleibt Eines: Es war ein herrlicher Tag!


    Herzliche Grüße,
    Irmgard und Klaus

  • Putz Munter, wie schön von euch Zwei wieder so gelassen was zu hören, liebe Irmgard, lieber Klaus,


    obwohl, wie du selbst berichtest euer schönes Wohnmobil " stonewashed" wurde.
    Kann ich dem gelösten Ton entnehmen, dass da kein größerer Schaden vorliegt? Das wäre natürlich super.


    Ansonsten sehe ich diesmal besonders wunderbare Bildfolge. Sind das hohe Erika? Herrliche Fauna, Eberesche, Föhren und schöne Wolkenbilder , alles sehr gelungen. Und dann noch die unverhoffte Chance da hinunter zu springen, ähh zu sehen.
    Ich war ja in Berg Isel und habe auch von oben die Riesenschanze betrachtet. Ist wie bei euch sicher auch viel steiler als im Bild festgehalten, gell?
    Ist schon bewundernswert wie tollkühn sich da die ganz jungen Burschen hinunter schmeißen, muss man schon sagen.
    Freut mich für euch besonders , dass es so ein gelungener Tag wurde.
    Lässt auch sicher kleine Blessuren vergessen.


    Danke für den aufschlussreichen Bericht
    Helmut

    Wer nichts weiß, muss alles glauben.
    Marie von Ebner-Eschenbach

  • Hallo Klaus und Irmgard …



    Wenn ihr den Weg mit diesem Zeichen meint, dann ist er uns nicht „so ganz“ unbekannt.



    Wir sind nur von hier gekommen, und dann …



    hierher gelaufen … also die andere Richtung.



    Ähmmm … aber in „dieser Landschaft“ kenne ich mich schon sehr gut aus … habe dort schon „jeden Stein umgedreht“, als es den Rothaarsteig noch nicht gab.

    Ansonsten, dass mit dem „Bosch Naturtrüb“ in Oberkirchen war nicht ganz stilecht, so ab dem Rhein-Weserturm steigt man von Veltins oder Warsteiner auf Krombacher oder auch regionale Spezialitäten wie Bosch Naturtrüb um …

    Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich so gehandelt habe, war mir der Sauerländer Wettergott einfach besser gewogen … und wenn es nicht sofort geklappt hat, dann mal eines oder zwei mehr … und spätestens am nächsten Tag war der Himmel klar … (und mein Blick getrübt) …

    Jürgen(der Einheimische) und Marie

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