Eric-Emmanuel Schmitt: Oskar und die Dame in Rosa

  • Ein Buch, das für mich eines der schönsten Bücher in den letzten Jahren war. Lachend und weinend habe ich es gelesen.


    Leider - wie es oft so geht, wenn man Bücher verleiht - ist es schon seit geraumer Zeit außer Haus.


    Oskar, ein 10-jähriger leukämiekranker Junge verlebt seine letzten Tage im Krankenhaus. Auf Anraten der Dame in Rosa (Oma Rosa, eine ältere Krankenschwester und ehemalige Catcherin) erlebt er jeden einzelnen Tag, als ob es sich um zehn Jahre handeln würde. Geschrieben aus der Sicht eines Kindes, das die Distanz der Erwachsenen zu den Themen Krankheit und Tod nicht versteht uns aber ermutigt, sich unerschrocken damit auseinander zu setzen.


    Köstlich u. a. die Stelle, wo er über seine Mitpatientin und Freundin “Peggy Blue” (hat auf Grund von Sauerstoffmangel eine bläuliche Haut) schreibt: “Mit dem Kinderkriegen, so haben Peggy Blue und ich beschlossen, wollen wir uns noch ein wenig Zeit lassen. Peggy ist, glaube ich, noch nicht reif genug dafür.“


    Eric-Emmanuel Schmitt sagt zu seinem Buch: Ich selbst bin Oskar gewesen. Das Kind, mit dem man nicht mehr spricht, weil einem sein Gesundheitszustand Angst einjagt. Das Kind, das unter dem Schweigen seiner Nächsten leidet, unter dem Schweigen des Himmels, unter all den offen bleibenden Fragen, und das dennoch nie seine unendliche Lebensfreude verliert.


    Gruß,
    Klaus

    Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das Leben will.
    (Albert Schweitzer)

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