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aus Ungarn kurz berichtet 2026

  • waldi
  • 4. Juni 2026 um 11:35
  • waldi
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    • 8. September 2026 um 22:28
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    • #31

    Morgen ist es soweit!! Da kommt wahrscheinlich der Gips runter vom Arm meiner Frau.
    Ich bin gespannt auf die Beweglichkeit des Handgelenks. Ob die Knochen wieder gut zusammengewachsen sind?
    Morgen wissen wir mehr.

    Weil ich zum Kochen kein Talent und keine Lust habe, hole ich unser Mittagessen in einem Lokal. Dazu habe ich uns einen Henkelmann gekauft.

    Henkelmann neu.jpg

    Den alten Kameraden aus der Rumpelkammer wollte ich nicht reaktivieren.

    Henkelmann alt.jpg

    Man weiß ja heute, dass sich beim Kontakt mit Salzen oder Säuren Aluminium-Ionen lösen - besonders wenn der Behälter erhitzt wird. Das soll nicht besonders gesund sein. Aus meiner Zeit beim Barras habe ich den Geschmack des Aluminiums der Gamelle im Essen im Manöver noch gut in Erinnerung, aber damals wars normal.

    Jedenfalls haben wir eine Gaststätte gefunden die täglich zwei Menüs zum Mitnehmen anbietet. Das ist Suppe und Hauptgericht. Zum Preis von 2100 Forint könnte ich das vermutlich nicht selbst kochen. Umgerechnet zum Tageskurs sind das 5,80 €! Da die Suppe immer reichlich ist, und wir keine großen Esser sind, reicht uns beiden eine Portion.
    Nur mal das Angebot von gestern und heute:

    Babgulyás
    A menü: Túrós palacsinta
    B menü: Burgonyás tészta
    Csontleves grízgaluskával
    A menü: Vadas sertésszelet tésztával
    B menü: Töltött paprika

    Babgulás ist Bohnengulasch. Das Babgulyás ist eine Variante der Gulaschsuppe und ist eigentlich ein vollwertiger, extrem sättigender Eintopf.
    Túrós palacsinta sind mit Quark gefüllte Palatschinken, die ungarische Variante der französischen Crêpes.
    Burgonyás tészta sind Kartoffelnudeln, ein sehr einfaches und extrem sättigendes Gericht, bei dem gekochte Nudeln mit einer würzigen Paprika-Kartoffel-Mischung vermengt werden.
    Csontleves grízgaluskával ist eine Knochensuppe - ich würde Fleischsuppe sagen - mit Griesklößchen.
    Vadas sertésszelet tésztával ist Schweineschnitzel nach Jägerart mit Nudeln, also unpaniertes Schnitzelfleisch in einer Soße aus pürierten Karotten, Petersilienwurzeln (oder Pastinaken) und Zwiebeln. Der unverwechselbare, süß-saure Geschmack der goldgelben bis orangenen Soße entsteht durch das Abschmecken mit Senf, etwas Essig oder Zitronensaft, einer Prise Zucker und reichlich saurer Sahne. Das ist ein Gericht das ich erst in Ungarn kennengelernt habe.
    Töltött paprika sind gefüllte Paprika. Die kennt man auch in D, aber in H nimmt man dazu eine spezielle Paprikasorte, blassgelb bis hellgrün leuchtenden Spitzpaprika. Die Schoten werden mit einer Masse aus Schweinehackfleisch (oder gemischtem Hackfleisch), halbgekochtem Reis, fein gewürfelten Zwiebeln, Knoblauch, Ei sowie Salz, Pfeffer und natürlich echtem ungarischen Paprikapulver gefüllt. Die gefüllten Schoten werden in einem großen Topf direkt in einer passierten Tomatensoße sanft geschmort. Das Geheimnis der ungarischen Soße (Paradicsommártás) ist ihr fruchtig-süßlicher Charakter, der durch die Zugabe von Zucker und oft auch einem Stück Staudensellerie oder Selleriegrün entsteht.

    Habe ich Euch Appetit gemacht? Gut so! Das war meine Absicht.


    Genüssliche Grüße von waldi aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

    Einmal editiert, zuletzt von waldi (9. September 2026 um 11:41)

  • Jofina
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    • 8. September 2026 um 22:53
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    • #32
    Zitat von waldi

    Habe ich Euch Appetit gemacht? Gut so! Das war meine Absicht.

    Hört sich lecker an. Ich sollte die Gerichte incl. Übersetzung vielleicht kopieren, für den Fall, wenn wir mal in Budapest sind. Dann steht womöglich auch so etwas auf der Speisekarte. So hätte ich gleich auch die Übersetzung dabei. ^^

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página. (Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • waldi
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    • 9. September 2026 um 11:41
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    • #33
    Zitat von Jofina

    Ich sollte die Gerichte incl. Übersetzung vielleicht kopieren,

    Das ist in Budapest nicht nötig, Jofina. Die allermeisten Gaststätten halten Speisekarten in deutsch und englisch vor.
    Wenn Du es genauer wissen möchtest, dann kannst Du immer noch die KI fragen. Die liefert Dir ausführliche Beschreibungen der Gerichte und kann Dir auch Originalrezepte vorlegen. Das habe ich auch für meinen Beitrag genutzt.
    Allerdings habe ich einen Fehler beim Babgulyás eingebaut. Die Bohnensuppe sollte Gulaschsuppe heißen! Das habe ich korrigiert.


    Liebe Grüße von waldi aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

  • hadedeha
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    • 9. September 2026 um 18:21
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    • #34

    Extra für Waldi 😉

    Dein gestriger Post hat mich inspiriert, mal wieder eines meiner Lieblingsgerichte zu machen. Und mein Rezept ist sogar Deinem sehr ähnlich.

    Das kannst Du auch, Waldi.😆

    Grüße

    Helga

  • waldi
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    • 9. September 2026 um 19:11
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    • #35
    Zitat von hadedeha

    Das kannst Du auch, Waldi.😆

    Nee, nee!
    Schon allein der Gedanke, dass ich das Hackfleisch mit dem Reis mit den Händen mischen und formen müsste...
    Ich hasse es wenn meine Hände mit etwas matschichem in Berührung kommen.
    Wenn ich meiner Frau ihre geliebte Honigmelone zerteilen und in kleine Würfel zerschneiden muss dann kostet es mich jedesmal Überwindung.
    Oder wenn sie Tomaten mundgerecht zerstückelt haben möchte... Ich hasse Tomaten!
    Ich könnte nie in eine reife Birne beißen! Da könnte ja der Saft an Mundwinkel und Händen runterlaufen. Igitt!
    In diesem Punkt bin ich eine Mimose.
    Nein, Kochen und Backen ist nichts für mich!

    Übrigens habe ich heute Karalábéleves (Kohlrabisuppe) und Magyaros csirkemáj tört burgonyával (Hühnerleber ungarisch mit Stampfkartoffeln gekocht (oder in der Gaststätte geholt :wink: ). Super lecker, auch wenn ich etwas nachwürzen musste. Das kocht meine Gattin besser!

    Hier ist ein klassisches Rezept für ungarische Hühnerleber mit Zwiebel-Stampfkartoffeln (für 4 Personen). Es steht in etwa 30 bis 40 Minuten fertig auf dem Tisch!

    Für die Hühnerleber (Magyaros csirkemáj)

    • 500 g frische Hühnerleber
    • 2 große Zwiebeln, dann verwendet
    • 2 EL Schweineschmalz (traditionell) oder Pflanzenöl, (wenn meine Frau hier in Ungarn selbst kocht, dann verwendet sie grundsätzlich Schweineschmalz vom Mangalica-Schwein, gekauft auf dem Wochenmarkt)
    • 1–2 gehäufte TL edelsüßes ungarisches Paprikapulver
    • 1 TL getrockneter Majoran (sehr wichtig für Leber!)
    • 1 ungarische Spitzpaprika (TV-paprika) und 1 kleine Tomate (optional, für mehr Sauce)
    • Nach Geschmack: Schwarzer Pfeffer und Salz (Salz erst ganz zum Schluss!)

    Für die Stampfkartoffeln (Hagymás tört burgonya)

    • 1 kg mehligkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
    • 1 große Zwiebel
    • 1–2 EL Schweineschmalz oder Öl
    • Nach Geschmack: Salz

    Zubereitung

    1. Die Beilage vorbereiten

    1. Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in reichlich Salzwasser weich kochen.
    2. In der Zwischenzeit die Zwiebel für die Kartoffeln fein würfeln. In einer Pfanne mit Schmalz oder Öl goldbraun und leicht knusprig anbraten.
    3. Die gekochten Kartoffeln abgießen, die gebratenen Zwiebeln samt dem Fett dazugeben und alles mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken. Warm beiseite stellen.

    2. Die Hühnerleber zubereiten

    1. Die Hühnerleber gründlich putzen (Sehnen und eventuelle Gallenreste entfernen), trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden.
    2. Die zwei Zwiebeln halbieren und in dünne Streifen oder feine Würfel schneiden.
    3. Das Schmalz in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig bis leicht goldgelb dünsten. (Wer mag, gibt hier die kleingeschnittene Paprika und Tomate für 5 Minuten mit dazu).
    4. Die Pfanne kurz von der Hitze nehmen, das Paprikapulver einstreuen und schnell verrühren (wird es zu heiß, wird der Paprika bitter).
    5. Die Pfanne zurück auf den Herd stellen, die Hühnerleber hinzufügen und unter Wenden scharf anbraten, bis sie von allen Seiten die Farbe gewechselt hat.
    6. Den Majoran und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer dazugeben. Die Hitze reduzieren und die Leber im eigenen Saft ca. 10–12 Minuten schmoren lassen, bis sie durch, aber im Kern noch zart ist. Tipp: Kein Wasser dazugeben, die Leber und Zwiebeln bilden genug eigene Sauce!
    7. Der wichtigste Schritt: Die Pfanne vom Herd nehmen und das Gericht jetzt erst nach Geschmack salzen.

    Servieren

    Verteile die deftigen Zwiebel-Stampfkartoffeln auf den Tellern und gib die weiche Hühnerleber mit reichlich von der sämigen Zwiebel-Paprika-Sauce darüber. Dazu passen hervorragend ungarische saure Gurken (savanyúság) oder eingelegter Krautsalat.

    Guten Appetit wünscht waldi aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

    Einmal editiert, zuletzt von waldi (9. September 2026 um 19:12)

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