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aus Ungarn kurz berichtet 2026

  • waldi
  • 4. Juni 2026 um 11:35
  • Dieter
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    • 18. August 2026 um 06:25
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    • #21

    Servus Waldi

    Ich wünsche deiner Frau ebenfalls eine gute und schnelle Erholung.

    Euch wünsche ich noch einen guten Aufenthalt.

    Das Leben ist wie ein Zug - entweder du steigst ein , oder du bleibst zurück. ;)

    Dieter

  • Daniel-666
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    • 18. August 2026 um 16:58
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    • #22

    Hallo Waldi.


    Alles Gute für Deine Frau und Euch trotz den mehr als unschönen Umständen noch eine entspannte Zeit in Ungarn.:thumbsup:


    Liebe Grüße, Daniel.

  • waldi
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    • 4. September 2026 um 21:15
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    • #23

    Ich muss mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben.

    Die genähte Kopfwunde meiner Gattin ist inzwischen gut verheilt. Kommende Woche soll der Gips am Arm abgenommen werden. Ich bin gespannt auf die Beweglichkeit ihres Handgelenks. Ich habe Bedenken.

    Der August 2026 war in der ungarischen Tiefebene – die im deutschsprachigen Raum als Puszta, und in Ungarn als Alföld bezeichnet wird - von einer ausgeprägten Hitzewelle geprägt, bei der weite Teile Ungarns extrem trocken blieben und die Niederschlagsmengen deutlich unter dem langjährigen Mittel lagen.

    Basierend auf den Daten der wichtigsten Messstationen der Wasserdirektion der Zentralen Theißregion (Kötivizig) fielen im August durchschnittlich nur 15 Millimeter Niederschlag. In den Sommermonaten wurden lediglich 52 Millimeter beobachtet, das sind 122,3 Millimeter weniger als im langjährigen Juni-August-Durchschnitt. In Szolnok wurde im August eine durchschnittliche Monatstemperatur von 26,2 Grad Celsius gemessen, was 4,8 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert im August liegt. Dieses Jahr war der wärmste August seit 1946. Den bisherigen Rekord hielt der August 2024 mit 25,9 Grad.

    Quelle: https://pecaverzum.hu/aktualis/tovab…-alfold-kozepen

    Dies kann ich bestätigen. Mir kam die Regenmenge noch geringer vor.
    Unsere Grasfläche ums Haus ist total vertrocknet.

    Garten1.jpg

    Ein Blick von unserer Terrasse.

    Garten2.jpg

    Damit nicht alles so trostlos aussieht habe ich den linken Bereich täglich beregnet. Ein bisschen Grün konnte ich reanimieren.

    Die Trockenheit hat allerdings den Vorteil dass ich dieses Jahr den Rasenmäher noch nicht bemühen musste.


    Für uns ist die Trockenheit kein Problem, aber für die Landwirtschaft ist sie verheerend. Diese Tage kam ich beim Mittagessenholen an einigen Feldern vorbei und machte ein paar Fotos. Die meisten Felder sind schon abgeerntet. So wie dieses hier.

    Maisfeld1.jpg

    Doch dann sah ich diesen Acker.

    Maisfeld2.jpg

    Was wächst da?

    Maisfeld3.jpg

    Das sollte Mais werden!
    Vermutlich hat man die Bewässerung durch diese riesige Anlage eingestellt als man erkannte dass man zu viel Wasser gebraucht hätte.

    Maisfeld4.jpg

    Durch diese Sprühdüsen wurde das Wasser verteilt

    Maisfeld9.jpg

    Nur an den Stellen wo die Räder der Bewässerungsanlage stehen haben es wenige Maispflanzen geschafft.

    Maisfeld5.jpg

    Maisfeld6.jpg

    An den flexiblen Verbindungen des Hauptwasserrohres ist wahrscheinlich während der Ruhezeit Wasser ausgetreten.

    Maisfeld7.jpg
    Maisfeld8.jpg

    Die komplette Ernte vom Futtermais ist dahin!


    Am Rand des Feldes, direkt an der Straße, habe ich dieses Kreuz entdeckt. Das war mir im vergangenen Jahr noch nicht aufgefallen.

    Maisfeld10.jpg

    Es erinnert an einen 16jährigen der 2025 hier verstarb – vermutlich durch einen Autounfall.

    Maisfeld11.jpg


    Liebe Grüße von waldi aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

    2 Mal editiert, zuletzt von waldi (4. September 2026 um 21:26)

  • claus-juergen
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    • 4. September 2026 um 21:28
    • Neu
    • #24

    hallo Waldi,

    auch mein Heimatort ist von Landwirtschaft geprägt und da kann ich vor allem den Mais, der hier angebaut wird mit deinen Bildern vergleichen. Obwohl die Bauern bei uns klagen, schaut der Mais erheblich besser aus als bei dir in Ungarn. Die Hitze ist immer noch da. Heute hatten wir 30 Grad Celsius. Aber zumindest hat es in den letzten beiden Wochen etwas geregnet. Unser Flüßchen Singold führte vor gut zwei Wochen zwar wenig Wasser. Aber es hat gereicht um mit den Enkeln flußabwärts zu paddeln.

    Thema

    mit SUP und Luftmatratze flußabwärts auf der Singold

    Die Singold ist ein kleines Flüsschen welches in Waal im Ostallgäu entspringt, durch meinen Heimatort Langerringen fließt und in Augsburg in die Wertach mündet. Eigentlich nichts besonderes, sieht man von gelegentlichen kleinen Wasserkraftwerken in privater Hand mal ab. Ein paar Kilometer südlich von Langerringen liegt der Ortsteil Schwabmühlhausen wo ich mit meinen Enkeln und zwei einfachen Schwimmhilfen in die derzeit Niedrigwasser führende Singold gestiegen bin. Diese Idee kam mir…
    claus-juergen
    17. August 2026 um 21:58

    Rhein und Donau hingegen sind nach wie vor nur durch Frachtschiffe mit geringer Ladung zu befahren. Es fehlt noch eine Menge Wasser. Austria klagt dazu über Strommangel aufgrund der Tatsache, daß die Wasserkraftwerke nicht mit Volllast laufen. Wie schaut es derzeit eigentlich mit den ungarischen und rumänischen AKW aus? Die sind doch auch so nach und nach heruntergefahren worden. Jetzt hört man nichts mehr in der Presse davon.

    Wenigstens könnt ihr die Hitze im Haus nun dank Klimaanlage besser aushalten. Vermutlich kam die Einsicht, daß die schon viel früher hätte installiert werden sollen.

    Wann gehts nachhause? Wir starten montag mit dem Flieger für eine Woche nach Pula. Mal sehen ob das Wetter hält und das Meer mich zum Schwimmen einlädt.

    grüsse und gute Besserung an die Gattin wünscht

    jürgen

  • Jofina
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    • 4. September 2026 um 22:48
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    • #25

    Für uns hatte dieser Sommer auch zeitweise die höchste Temperatur bei uns Zuhause in Spanien. Der große Pool hat immer noch 28 Grad (zeigte die Smartwatch einer Mitschwimmerin heute Morgen an). Hier bei uns wird der Rasen um den Pool immer noch gesprengt, aber so grün wie sonst, ist er natürlich auch nicht mehr.

    Das Maisfeld, daß Du uns zeigst, sieht ja wirklich traurig aus, ebenfalls Eure Rasenfläche, Waldi. Da kann man nur hoffen, daß es im nächsten Jahr feuchter wird.

    Mein Bruder mit Frau machen gerade Urlaub in Cuxhaven. Sie haben genau die Woche erwischt, in der es reichlich regnet. So hatten sie es sich natürlich nicht vorgestellt.

    Gute Besserung für Deine Frau, Waldi. :) Und für Euch einen schönen Urlaub, Jürgen. :)

    El mundo es un libro, y quienes no viajan leen sólo una página. (Aurelio Agustín)
    Gruß Jofina

  • waldi
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    • 4. September 2026 um 23:09
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    • #26
    Zitat von claus-juergen

    Vermutlich kam die Einsicht, daß die schon viel früher hätte installiert werden sollen.

    Die Hausbesitzerin musste überzeugt werden. :wink: Das hat unser Sohn geschafft als er hier war.

    Zitat von claus-juergen

    Wann gehts nachhause?

    Das hängt von der ärztlichen Diagnose ab nach Abnahme des Gipses. Ich habe die Röntgenilder leider nicht gesehen - meine Frau auch nicht. Als ich danach fragte ob ich sie in irgendeiner Form mit nach D nehmen könnte erntete ich nur erstaunte Gesichter. Das scheint hier unüblich zu sein.
    Wenn meine Gattin mit dem Zustand ihres Handgelenks nach Gipsabnahme zufrieden ist dann werden wir in den letzten Tagen des Septembers die Heimfahrt antreten.

    Zitat von claus-juergen

    Wie schaut es derzeit eigentlich mit den ungarischen und rumänischen AKW aus?

    Am 21. August 2026 hat das einzige ungarische Kernkraftwerk in Paks seine Stromproduktion früher als geplant wieder hochgefahren. Bereits am darauffolgenden Wochenende liefen fast alle Kühlwasserpumpen wieder im Normalbetrieb, um die Reaktoren schrittweise vollständig ans Netz zu bringen. Hier sind in den vier Blöcken russische Reaktoren vom Typ V-213 mit einer Leistung von 500 MW pro Block im Einsatz.

    Das Nachfolgeprojekt Paks II befindet sich seit Anfang 2026 offiziell im Bau, steht jedoch aufgrund der aktuellen politischen Entwicklung in Ungarn unter genauer Beobachtung. Das Projekt soll die bestehenden Blöcke langfristig ersetzen und wird maßgeblich vom russischen Staatskonzern Rosatom geleitet und über russische Kredite finanziert. Nach dem jüngsten Regierungswechsel in Ungarn (unter Ministerpräsident Péter Magyar) wurde im Sommer 2026 angekündigt, dass die Verträge und die enormen Kosten für Paks II einer genauen Prüfung unterzogen werden. Ob dies zu Verzögerungen oder Vertragsanpassungen mit Russland führt, ist derzeit offen; die Arbeiten auf der Baustelle laufen jedoch vorerst weiter. Für den im Bau befindlichen Erweiterungsbau Paks II wird der deutlich größere und modernere Nachfolgetyp WWER-1200 (Generation III+) mit einer Leistung von je 1.200 MW in den geplanten zwei Blöcken verwendet.

    Beim rumänischen Kraftwerk Cernavodă sieht es ganz anders aus. Die dort verwendeten Reaktoren (CANDU-Typ) brauchen extrem viel Kühlwasser. Am 13. August wurde auch der zweite Reaktorblock kontrolliert abgeschaltet. Da Block 1 bereits seit Ende Juli vom Netz war, produziert Rumänien aktuell überhaupt keinen Atomstrom. Um einen totalen Blackout zu verhindern, hat Rumänien stillgelegte Kohlekraftwerke reaktiviert und importiert massiv Strom aus den Nachbarländern. Die rumänische Regierung hat den Energiekrisenstatus bis zum 30. September 2026 verlängert.


    Ich wünsche eine gute Reise und angenehme Wassertemperaturen. Bleibt Ihr die ganze Woche in Pula oder gehts noch weiter südlich?


    Liebe Grüße von waldi aus Ungarn :174:

    Und immer neugierig bleiben!

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