Es gibt sie noch auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, die unbekannten Berge. In Unterammergau gibt es verschiedene Wanderwege zu den umliegenden Bergen. Einer davon ist der Steckenberg. Der untere Teil dieses nur 1388 m hohen Berges ist mit einer Skipiste und einem Lift ausgebaut. Dann kann man entlang dieses bewaldeten Berges hoch zum Pürschling oder zum Teufelstättkopf wandern. Beide Berge waren wiederholt mein Ziel. Auch wenn man auf dem Weg zum Steckenberg die ersten 20 Minuten auf einem gut ausgebauten Wanderweg zu den beiden anderen Zielen geht, nimmt fast niemand den Abzweig zum Gipfel des Steckenberg. Angelika und ich waren gestern mit unseren beiden Enkeln Alex und Tom auf dem Steckenberg und das hat sehr gut mit den beiden geklappt.
Kurze Ruhepause bevor es dort hinten hinauf geht.
Der Weg ist ausgeschildert, so dass man sich nicht verlaufen kann.
Es geht stetig bergauf auf einem Pfad durch den Wald. Folglich muss man auf Baumwurzeln am Weg Rücksicht nehmen.
Die Rast auf dieser Bank etwa auf halbem Weg ist schon deshalb wichtig, weil unser jüngster Enkel Tom erst seit gestern über ein eigenes Handy verfügt. Das ist natürlich enorm wichtig bei so einer Tour, weil man alles fotografiert was es da zu sehen gibt.
Zwischendrin ergibt sich mal ein Ausblick auf Unterammergau.
Jetzt im April blühen bereits die Schusternägele, eine Enzianart.
Nach einer guten Stunde sind wir am Gipfel angelangt, der zehnjährige Tom war übrigens der erste am Kreuz. Dort gibts auch die verdiente Brotzeit für uns vier.
Dort unten gegenüber der Kirche Sankt Nikolaus haben wir unser Auto im Dorf geparkt.
Am Rückweg ergibt sich die Möglichkeit den Forstweg zu überqueren und durch die Wetzstein Schlucht nach unten zu wandern. Wetzsteine waren früher ein gefragtes Produkt von Unterammergau.
Dort gibt es Wasserfälle und massive Stege auf denen die Klamm bezwungen werden kann.
Die Enkel stellen fest, dass man das Wasser des Bächleins gleich nach der Quelle durchaus trinken kann und es angeblich sogar besser schmeckt als das Mineralwasser zu Hause. Wie viele Kinder können heute überhaupt noch so eine Erfahrung machen?
An einer exponierten Stelle sollte man sich am Stahlseil festhalten.
Diese Schlucht ist natürlich der Höhepunkt für Alex und Tom bei unserer heutigen Wanderung.
Wenn man auf den Wegen und Stegen bleibt ist es auch nicht gefährlich.
Alle vier waren wir mit diesem gestrigen Ausflug zufrieden. Die gleiche Zufriedenheit hatten auch die Eltern der beiden Enkel. Dies deshalb, weil sie viele Stunden Ruhe genießen konnten. Wer nun meint, dass Alex und Tom nach so einer Tour geschafft waren der irrt sich gewaltig. Kaum waren wir zu Hause, ging’s mit den Rädern wieder auf Achse und auch abends war keiner müde von den beiden.
Jürgen