Acht Tage waren wir nun in Albanien und haben während dieser Zeit doch einiges gesehen. Weil unser Rückflug an einem Sonntagnachmittag stattfand wollten wir die Zeit der Fahrt zum Flughafen noch nutzen um am Weg etwas anzuschauen. Zu Beginn der Fahrt zeige ich euch noch ein paar Bilder von Unterwegs bevor es zu einer Festung oberhalb der Ebene von Tirana geht.
Die Polizei stellt ihr Fahrzeug am Rande des großen Kreisverkehrs ab nicht um andere Pkw Lenker zu kontrollieren, sondern um im Café nebenan einen Espresso zu trinken.
So ein großer Kreisverkehr wo sich mehrere Landstraßen treffen ist ideal um Stände aufzubauen und Waren aller Art an vorbeifahrende Reisende anzubieten.
Mancher präsentiert seine Gartenfrüchte im geöffneten Kofferraum.
Andere stellen Kanister mit Olivenöl einfach aufs Autodach.
In Vlora habe ich mir ein vorbeifahrendes Müllfahrzeug mal genauer angeschaut.
Es handelt sich um einen deutschen LKW. Da ist es nachvollziehbar, dass auch die staatliche „gjerman“ Bank KfW den finanziert hat. Das nenne ich Wirtschaftsförderung.
Dann gehts eigentlich ganz gut auf einer vierspurigen Autobahn an Durrës vorbei bis zur Burg Kalaja e Prezes. Die liegt auf einem Hügel und von dort aus hat man natürlich einen tollen Blick über den Flughafen und Tirana.
Neben diesem Gebäude unter welchem sich vermutlich eine Zisterne befindet fanden wir einen Parkplatz. Wie so oft ist bei dieser Festung weder Eintritt noch Parkgebühr zu bezahlen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich Albanien stark vom Rest Europas.
Wir schauen uns erst einmal in der Burganlage um.
Viele klettern auf den ungesicherten Mauern herum. Ob da schon mal jemand abgestürzt ist?
Ich genieße den Blick von hier oben auf die Berge.
Klaus ist jedenfalls trittsicher. Schließlich haben wir gemeinsam schon Bergtouren unternommen.
der Flughafen von Tirana. Die Stadt selbst befindet sich dahinter.
Hier wohnt anscheinend jemand der die Weitsicht schätzt.
Ich ziehe meine Schuhe aus und schaue mir die Moschee von innen an. Eigentlich gibt es da drinnen nichts zu sehen.
Nun wird das Auto noch schnell getankt. Allerdings nicht voll sondern nur bis zu dem Level wie wir den Mietwagen auch übernommen haben. In wenigen Minuten sind wir am Airport wo wir das Fahrzeug abgeben. Ein kurzer Check eines Angestellten des Autoverleihers genügt zur Kontrolle. Ich selbst habe das Auto vor Übernahme und direkt vor der Abgabe fotografiert. Dazu auch den Kilometerstand auf dem Tacho. Ob der Mitarbeiter all die vielen Dellen und Kratzer nachgezählt hat?
Weil wir bis zum Abflug noch etwas Zeit haben gönnen wir uns ein Bier im Hotel gegenüber dem Terminal.
Interessant wer so alles diese Straße entlang fährt.
Auch Herr Neureich hat sicher viele Jahre hart was auch immer gearbeitet um sich endlich einen Lamborghini leisten zu können. Wie blöd nur, dass es in Albanien kaum Straßen gibt, wo man dieses Fahrzeug bestimmungsgemäß bewegen kann. Aber der Stau vor dem Terminal ist ja schon deshalb gut weil man da von jedem gesehen wird. Also schleicht man noch ein zweites Mal bei staunenden Reisenden vorbei.
Nachdem wir 1200 km in acht Tagen durch dieses Land gefahren sind können wir von uns behaupten, zumindest einen Teil Albaniens kennengelernt zu haben. Das Land ist zwar nicht allzu groß. Und doch gäbe es noch ganz viel für uns zu entdecken. Im Norden sind der Noch-Geheimtipp die albanischen Alpen. In denen ist es im Spätherbst sicherlich nicht ideal zu wandern. Um die Zeit könnte dort schon Schnee liegen. Dazu ist das Wetter instabil und erheblich kälter als an der Küste.
Mal sehen, ob ich mal wieder dieses sehenswerte Land bereise. Einerseits verändert sich Albanien sehr schnell und andererseits sieht man, dass sich kaum etwas im Laufe der Jahre geändert hat. Ob der Beitritt zur EU und zur Euro Zone in wenigen Jahren daran etwas ändert, weiß ich nicht.
Ab und zu habe ich in meine Berichte auch Bilder meines Begleiters Klaus eingebaut. Die erkennt ihr daran, dass die besser als meine sind.
Ich hoffe meine Ausführungen brachten euch Albanien etwas näher. Vielleicht waren die Anregung für den ein oder anderen zu einer künftigen Reise ins Land der Skipetaren.
Jürgen