Wenn ich mich an meine Kindheit am Land zurückerinnere gibt es zwei
Seiten. Eine Gute, dass ich nach dem Krieg als Kind keinen Hunger
leiden musste.
Da ich am Rabenwald in einer Höhe von fast 900 Metern geboren
wurde hatte ich einen Schulweg von 1 ½ Stunden. Der Vorteil war das man fallweise
zwischendurch mit anderen Kindern der Schule fernbleiben konnte und spielen
oder fallweise auch Rauchen konnte, wenn Geld vorhanden war.
Dem Lehrer erzählte ich dann, dass ich zu Hause bleiben musste um zu arbeiten oder beim
Pflügen vor den Ochsen gehen musste.
Zur Getreideernte, wenn nicht schon Ferien waren mussten wir sowieso von der Schule
zu Hause bleiben und arbeiten. Arbeiten war wichtig, die Schule konnte warten.
Auch mussten wir nach der Schule Kühe und Jungtiere hüten aber nicht ein paar sondern
zwischen 15 und 20 Stück. Wehe wenn wir zu wenig achtgaben und die Tiere ausbrachen
und Klee oder andere Gräser erwischten die Ihnen schaden konnten. Oft weinte ich
als Kind aus Angst alleine mit den vielen Tieren zu sein.
Aber wenn ich dann wieder auf den Pferden reiten durfte (natürlich ohne Sattel)
war die Welt wieder in Ordnung. Die Pferde waren aber Arbeitstiere und so durfte
ich nicht immer reiten sondern nur ausnahmsweise.
Im Alter werden wieder Erinnerungen wach über schöne Zeiten, aber auch andere
Zeiten. Oft dachte ich schon es wäre schön die Erinnerungen aufzuschreiben.
Aber auf der anderen Seite waren eben die Zeiten so.
Aber irgendwie zieht es mich doch nach dem Osten Europas um wieder solche
Bilder zu sehen wo diese Zeiten wieder wach werden.
Die zwei gehen schon mit der modernen Zeit und bleiben stehen wenn sie telefonieren.