Beiträge von claus-juergen
-
-
An Ostern bin ich nach Osterberg im Landkreis Neu-Ulm gefahren, um dort nicht den Osterhasen, sondern einen Christophorus an einer Hauswand abzulichten. Das Haus steht unterhalb des dortigen Schlosses.
Das Haus steht hinter dem österlich geschmückten Brunnen.
An dem befindet sich das Wappen der Gemeinde. Darin wiederum ist die Lilie als Zeichen der Familie Fugger zu sehen.
Gegenüber wohnt Gegge der mich spontan auf ein alkoholfreies Weißbier eingeladen hat. So kann es kommen wenn man wie ich neugierig ist und dadurch die Aufmerksamkeit von Eingeborenen erweckt.
GrüßeJürgen
-
Der Winter hat uns nach wie vor im Griff. Besonders in den Bergen liegt noch jede Menge Schnee. Und doch sind wir vor ein paar Tagen zumindest ins Tiroler Lechtal gefahren um im fast schneefreien Tal entlang dieses Wildflußes eine kleine Wanderung zu unternehmen. Los ging es in Weißenbach am Fußgängersteg über den Lech.
Dort befindet sich die alte Johannesbrücke.
Einst überflutete der Lech bei Hochwasser hier das gesamte Tal. Und doch wurde er bisher nicht in ein enges Bett gezwängt wie andere Flüsse.
Die Brücke ist ziemlich neu wie auch die beiderseits befindlichen Betonpfeiler aus dem Jahr 1950.
Was es mit dieser Jahreszahl auf sich hat ist schnell erklärt. Ende April 1945 zerstörte die Wehrmacht beim Rückzug die damals bereits hölzerne Brücke um die nachrückenden Amerikaner aufzuhalten. Dabei wurde auch die Wasserleitung zerstört die Trinkwasser von der anderen Lechseite nach Weißenbach leitete. Erst 1950 konnte man eine stabile Konstruktion für die neue Druckleitung bauen.
Für alle die es genauer wissen wollen habe ich die Tafel abgelichtet.
Wir überqueren den Lech und folgen der "Konkurrenzstraße" flußaufwärts.
Es ist immer wieder erstaunlich wieviel Platz der Fluß auf einer Länge von 50 km hat um sich auszubreiten.
Eine Woche später liegt übrigens diese Gegend erneut unter einer dicken Schneedecke. Und das Anfang April.
Das ist ein Fundament der alten Straße. Der Rest wurde immer wieder von Steinrutschen begraben.
So sieht das dann aus.
Jedes Frühjahr das selbe. Mal kommt mehr und mal weniger Gestein den Berg herunter.
An dieser Stelle gibt es keine Straße mehr.
Die Bedeutung dieses alten Steins konnte ich leider nicht herausfinden.
Einst war die schmale Straße gut gesichert.
Wegen der Rutschung ist die Straße hier auch für Fahrzeuge gesperrt.
Etwas Farbe bringt die Botanik dann doch in diese öde Landschaft.
Der Bach entspringt unter dieser Hütte.
Diese Gestelle nennt man Heinzen. Sie werden teilweise auch heute noch zum Heu trocknen verwendet.
Das ist ein Baggersee wo man Kies entnommen hat.
Nach ein paar Kilometern überqueren wir den Lech auf der neuen Johannesbrücke.
Die ist nach dem Brückenheiligen benannt.
Johannes Nepomuk ist folglich auch hier zu finden.
Wir sind jetzt etwa eineinviertel Stunden unterwegs und kommen zu den Drei Brunnen.
Gleich darauf erreichen wir unseren Rastplatz am Badesee am Lechweg. Auch der diente einst der Gewinnung von Kies.
Obwohl er keine Verbindung zum Fluß hat ist das Wasser des Sees genauso grün wie das des Lechs.
Am See entlang und dann auf verschiedenen Pfaden am Fluß geht es zurück nach Weißenbach.
Solche Buhnen hat man einst gebaut um die Fließgeschwindigkeit des Lechs zu bremsen.
Nachdem wir nicht gerade einen warmen Tag für unsere zweieinhalbstündige Wanderung gewählt haben geht es anschließend nach Weißenbach ins Cafe. Die Wanderung ist nicht anspruchsvoll weil keine Steigungen zu erwarten sind. Im Sommer gibts dazu die Möglichkeit im Lech oder im Badesee zu schwimmen. Bänke für eine Rast sind ausreichend vorhanden.
jürgen
-
So ist es ihr beiden. In unserer Gegend spricht man vom Karfreitagsratschn. Die Ministranten ziehen mit diesen Geräten am Morgen des Karfreitags durchs Dorf und wecken durch das Geklapper alle auf. Die Glocken verstummen über die Osterfeiertage.
Die Ratschen habe ich bei meiner gestrigen Tour mit dem Bike durch Loppenhausen im Unterallgäu gesehen. Dort nicht weit entfernt von der Dorfkirche habe ich mir dann ein Eis bei Gerti gegönnt.
Dabei konnte ich mit Gerti ratschn. Das wiederum ist ein anderes "ratschn" als das Karfreitagsratschn.
Wie sich die Light-Version des Karfreitagsratschn anhört kann man in Youtube verfolgen.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Vielen Dank fürs Mitmachen sagt
jürgen
-
Da fällt mir eben was ein. Es ist ja Ostern, hat es mit einer Tradition an Ostern zu tun?
In der Lausitz z.B. gibt es die sorbische Tradition des Osterwasser holens, dabei muss geschwiegen werden, sonst wird es Plapperwasser. Gibt es diese Tradition bei Euch auch und Ihr rasselt dann, um die Osterwasser-Holer daran zu erinnern, nichts zu sagen?...
hallo Daniel,
nun bist du der Lösung ein großes Stück näher gekommen. Ja, mit Ostern hat dieser Krachmacher zu tun. Allerdings in anderer Form als von dir gedacht. Im katholischen Bayern gibt es an Karfreitag eine Tradition die sich vor allem auf dem Land noch gehalten hat.
Die beiden Geräte habe ich gestern im Unterallgäu abgelichtet.
grüsse
jürgen
-
…Vielleicht vertreibt Ihr damit Maulwürfe o. ä., da diese womöglich den Radau nicht mögen und dann lieber in Nachbarś Garten umziehen?
…Jetzt muss ich euch doch noch ein wenig weiterhelfen. Mit dem Krach soll niemand vertrieben werden. Es ist eher ein Weckruf. Aber zu welchem Anlass?
Hier seht ihr die Miniversion des Geräts welches man im Allgäu als „Ratschn“ bezeichnet.
GrüßeJürgen
-
Könnte eine Vogelscheuche darstellen, ähnlich des in der Steiermark gebräuchlichen "Klapotetz"
Hallo Rudi,
Im Prinzip funktioniert das Ding tatsächlich wie eine Vogelscheuche in der Steiermark. Allerdings hat es bei uns in der Heimat einen ganz anderen Zweck.
Das Gerät wird an Holmen geführt ähnlich wie bei einer Schubkarre. Dabei entsteht das klappernde Geräusch. Aber wozu das Ganze?
Grüße
Jürgen
-
Nein Waldi, mit Jahreszeiten hat das Ganze nichts zu tun. Eigentlich geht es nur darum ordentlich Krach zu machen.
Dazu ist dieses Gerät sehr gut geeignet.
Grüße
Jürgen
-
…Es könnte eine Klangfolge von vier Tönen erzeugt werden wenn das Ding bewegt wird.
Oder es sind einfach nur die Hämmer am Ende der Hölzer, die duch die Metallzungen angehoben werden und beim Abfallen einen Ton erzeugen. Die könnten etwas zerkleinern oder ausklopfen, aber dann wären wir wieder im Bereich Landwirtschaft. Das hast Du aber ausgeschlossen…Hallo Waldi,
Es sind lauter gleiche Töne, die erzeugt werden. Mit Landwirtschaft hat das tatsächlich überhaupt nichts zu tun. Richtig erkannt hast du, dass am Ende dieser Hölzer Hammer sind, die durch Metallzungen angehoben werden und beim abfallen einen Ton erzeugen. Aber wozu das Ganze?
Schade, dass unsere Österreicher Johannes56 und Tom nicht da sind. Obwohl ich dieses als Heimat Rätsel eingestellt habe, könnte ich mir vorstellen, dass die beiden so etwas aus ihrer Heimat auch kennen.
Grüsse
Jürgen
-
Landwirtschaft? Pflanzmaschine?
...Ähnlich der Funktion einer Walzenspieldose, wo die Stifte auf der Walze die Metallzungen zum Klingen bringen.
hallo Waldi,
vergiß die Landwirtschaft. Das mit dem "zum Klingen bringen" gefälllt mir schon mal ganz gut. Weiter so!
grüsse
jürgen