Beiträge von waldi
-
-
Amorsbrunn 1. Teil Stationsweg "Sieben Schmerzen Mariens"
Im entsprechenden Thema habe ich Euch den Christophorus an der Kapelle von Amorsbrunn gezeigt.
BeitragRE: Christophorus, Patron der Reisenden
Vielleicht habt Ihr es bemerkt: An der Kapelle Amorsbrunn in Amorbach, die ich im Adventsthema gezeigt habe, ist an der Außenwand des Chores ein Christophorus zu sehen.
Über diese Kapelle gibt es noch einiges zu erzählen.
Dazu werde ich in einem eigenen Thema schreiben wenn ich auch in der Kapelle war.
Leider ist sie im Winter nicht zugänglich. Deshalb muss ich bis zum Mai damit warten.
Liebe Grüße von waldi
waldi15. Dezember 2022 um 11:38 Mit einem Hauch Schnee habe ich sie auch im Advent eingestellt.
Über diese Kapelle gibt es noch einiges zu erzählen.
Dazu werde ich in einem eigenen Thema schreiben wenn ich auch in der Kapelle war.
Leider ist sie im Winter nicht zugänglich. Deshalb muss ich bis zum Mai damit warten.
Nun war der Mai gekommen und ich habe die Kapelle erneut besucht.
Doch erst ist der Weg mein Ziel!
Am Weg von Amorbach zum Amorsbrunn verlief schon 1768 ein Kreuzweg. Dabei kam man damals schon an dem von mir beschriebenen Nepomuk auf der Mudbrücke vorbei.
Im Ortskern von Amorbach steht ein zweiter Nepomuk auf der "steinernen Brücke" die über die Mud führt.

Die einzelnen Stationen in der Amorsbrunner Straße waren in Kapellchen untergebracht. 1909-1910 wurde der Kreuzweg zu einem Stationsweg der "Sieben Schmerzen Mariens" umgestaltet.
Bevor wir zur Ankündigungsstation kommen begrüßt den Pilger ein Marienmarterl.
Die erste Kapelle "Ankündigung".
Eine Tafel erzählt die Geschichte der Entstehung des Stationsweges.
Das Relief in der Kapelle trägt den Titel "Herbergsuche".
Josef Metzger, Würzburg, 1912
Die Inschrift im Sockel.
Die erste Station.
Luigia Knottner, St. Ulrich im Grödnertal um 1910
Am Wegrand steht dieses Marterl…
...mit einer Pieta.
Die Inschrift im Sockel.
Luigia Knottner, St. Ulrich im Grödnertal um 1910
Luigia Knottner, St. Ulrich im Grödnertal um 1910
Luigia Knottner, St. Ulrich im Grödnertal um 1910
Das 1862 gestiftete Sandsteinkreuz wurde in den Stationsweg aufgenommen und durch die beiden Skulpturen Maria und Johannes von Josef Metzger ergänzt.
Die einfache Kapelle der VI. Station befindet sich hinter der Kapelle von Amorsbrunn und überdacht eine Pieta aus französischem Marmor, geschaffen 1910 von Josef Metzger.
Die letzte Station finden wir in der Amorsbrunner Kapelle. Die "Grablegung Christi" stand früher an der Friedhofsmauer.
Luigia Knottner, St. Ulrich im Grödnertal, 1909
Weiter gehts im 2. Teil.
Liebe Grüße von waldi

-
-
In Beitrag 30 dieser Reihe hatte ich die Geschichte eines Marterls zu einem Mordfall eingestellt.
Heute fiel mir die starke Präsenz von Polizisten im Ort auf. Sie gingen von Haus zu Haus und verteilten Flyer und machten auf die Behandlung des Mordfalles von vor über 30 Jahren in der Fernsehserie "Aktenzeichen XY... Ungelöst" aufmerksam.
Im Rahmen der Ermittlungen im ungelösten Mordfall Klaus Berninger wenden sich die Ermittler erneut an die Bevölkerung. Am Montag startet die SOKO eine Flyeraktion im Raum Wörth, um auf die Ausstrahlung des Falls bei "Aktenzeichen XY... Ungelöst" aufmerksam zu machen. Die ZDF-Sendung befasst sich in der kommenden Sendung am 14. Juni ab 20.15 Uhr auch mit dem Tötungsdelikt aus dem Jahr 1990. Im Frühjahr 2022 hatten Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ihre Ermittlungen in dem sogenannten Cold Case wieder aufgenommen. Inzwischen sind dem Polizeibericht zufolge rund 250 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.
Das werde ich mir ansehen. Ich habe zwar wenig Hoffnung dass diese Aktion nach so langer Zeit noch erfolgreich sein kann, aber man weiß ja nie!
Liebe Grüße von waldi

-
Unweit vom Nepomuk vor der Felswand in
D: Retzbach, Ortsteil von Zellingen, Kreis Mainspessart, Unterfranken
habe ich ein Stück bachaufwärts auf einer Brücke über den Retzbach noch einen Nepomuk entdeckt.
Über den Kapellenweg, der Teil des 54 km langen "Zwei Ufer Panorama-Wegs" ist der die Orte Zell am Main, Veitshöchheim, Margetshöchheim, Erlabrunn, Leinach, Thüngersheim, Zellingen, Retzbach und Retzstadt berührt, ist nicht nur die Winzerhütte, sondern auch das Tagungszentrum Benediktusberg zu erreichen. Lohnendes Ziel nicht nur für Wallfahrer ist die Kirche "Maria im grünen Tal" nur wenige Schritte weiter. Leider habe ich erst nach meinem Besuch des Nepomuks auf der Brücke von seinem Kollegen in der Kirche erfahren. Also muss ich noch mal hin!
Ob das fehlende Schild auf das Tagungszentrum oder die Kirche hinwies weiß ich nicht.
Die Inschrift im Sockel ist leider in Latein. Die Übersetzung ist schwierig für mich "Ungelehrten".
IN HONOREM
S. IOANNIS NEPOMUCENI
ERECTA EST HÆC STATUA
SUMPTIBUS COMMUNITATIS
SUB
PRÆTOREI GEORGIO WOLFF
ET CONSULE IOSEPHO BEER
1754
Ich interpretiere den Inhalt so: Die Statue zu Ehren von Johannes Nepomuk wurde gemeinschaftlich von Georg Wolff und Joseph Beer gestiftet.
Dem Nepomuk gegenüber steht eine Immaculata aus dem gleichen Entstehungsjahr.
Das Chrongramm dieser Inschrift auf dem Sockel der Heiligen Maria ist eindeutig erkennbar.
Liebe Grüße von waldi

-
Eine stattliche und sehenswerte Burg zeigst Du uns, Johannes!
Vielen Dank auch an Deinen Bruder!Umso erstaunlicher ist, dass die Kirche dem hl. Nepomuk geweiht ist und der Altar unter der Dreifaltigkeit ein Bild des Brückensturzes zeigt.
Im Zuge der Gegenreformation, als Kaiser Ferdinand II. die Religionsfreiheit des protestantischen Adels aufhob, wurden die protestantischen Zweige der Khevenhüller gezwungen, ihre Kärntner Güter aufzugeben und 1628, gemeinsam mit vielen anderen Exulanten, in andere Länder des Heiligen Römischen Reichs auszuwandern. Die Nachkommen konvertierten wieder zum Katholizismus. Sonst wäre eine Karriere am Wiener Hof nicht möglich gewesen.
Ich vermute, dass die Kirche ursprünglich den zwölf Aposteln geweiht war die das Portal zieren. Zweite Möglichkeit, aber unwahrscheinlicher, wäre der Familienheilige der Khevenhüller, der hl. Georg, als Patron.
Der einfache Kirchensaal enthält einen um 1730 von dem Südtiroler Bildhauer Michael Bacher geschnitzten Hochaltar, die Gemälde zeigen Johann Nepomuk und die Hl. Dreieinigkeit.
Das dürfte der Zeitpunkt der Weihe zu Gunsten des hl. Nepomuk gewesen sein. Leider geht aus den verfügbaren Geschichten der Kirche nichts genaueres daraus hervor.
Liebe Grüße von waldi

-
Auf der anderen Mainseite von Zellingen liegt
D: Retzbach, Ortsteil von Zellingen, Kreis Mainspessart, Unterfranken.
Leider habe ich kein eigenes Bild und greife ausnahmsweise mal auf ein Bild von Wikimedia Commons zurück.
Quelle: Wikimedia Commons, Autor: Ingo Mehling, Lizenz, Bildausschnitt
Vor dem steilen Sandsteinfelsen mit dem schönen Namen Benediktushöhe steht der nächste Nepomuk.
Auf dem Felsen steht das Tagungshaus Benediktushöhe. Dort ist das "Forum Soziale Bildung" der Diözese Würzburg daheim.
Über diesen Nepomuk konnte ich keine Informationen über seine Entstehung und sein Alter - außer 18. Jahrhundert - finden.
Liebe Grüße von waldi

-
Bei Hafenlohr habe ich auf meiner Fahrt zum zweiten Mal den Main überquert. Bevor ich die dritte Mainbrücke überfuhr machte ich einen kleinen Abstecher ins Zentrum von
D: Zellingen, Kreis Mainspessart, Unterfranken
An der Brücke über den Leinacher Bach steht dieser Nepomuk aus Sandstein.
Trotz eifriger Suche kann ich das Wappen nicht zuordnen.

Auch das Entziffern der Sockelinschrift dauerte eine Weile.
Es dürfte dieser Text sein:
IOANN GEBOHRN ZU NEPOMUC
GESTÜRZT VON HOHER PRAGER BRUCK
BEWAHRE UNS IN ANGST IN NOTH
STEH UNS BEI IN UNSEREN TODT
(ohne Gewähr)
Auch die Jahreszahl der Aufstellung kann ich nicht sicher im Chronogramm erkennen. Es soll 1756 gewesen sein.
Liebe Grüße von waldi

-
Die Fahrt zu einem Freund der kürzlich umgezogen war führte mich durch einige Orte (oder nahe daran vorbei
) wo noch mir unbekannte Nepomuks zu finden waren.Der erste Nepomuk aus Sandstein steht an der Brücke über die Hafenlohr im gleichnamigen Ort.
D: Hafenlohr, VG Marktheidenfeld, Kreis Main-Spessart, Unterfranken
Der Nepomuk in Hafenlohr wurde im Jahre seiner Heiligsprechung 1728 aufgestellt.
Nach 7-monatiger Renovierung durch die Steinmetzin Iris Fromm im Hafenlohrer Ortsteil Windheim wurde er im Februar 2015 wieder an seinem Platz aufgestellt.
Bei der Renovierung wurde festgestellt, dass das "S" für Sanctus erst nachträglich vor dem Johannes eingemeißelt wurde.
Zusammen mit dem Nepomuk wurde auch der gegenüber stehende Kreuzschlepper, der ein Jahr jünger ist, renoviert.
Liebe Grüße von waldi

-
claus-juergen hat mich gebeten seinen neuesten Nepomukfund einzustellen.
Er entdeckte ihn auf seiner Fahrt nach Istrien in Freienfeld (Campo di Trens) bei Sterzing im Südtiroler Wipptal.
Leider ist die Bemalung an Außenwänden nur noch zu erahnen. Es waren vermutlich Szenen aus dem Leben Nepomuks.
Liebe Grüße von waldi
