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Beiträge von waldi

  • Martonvásár in der Tök Jó Hét

    • waldi
    • 13. Oktober 2025 um 20:35

    Die Suche nach Nepomukstatuen führte mich Ende September an einem Samstag auch nach Martonvásár, einer Kleinstadt mit etwa 6000 Einwohnern in der Mitte zwischen Budapest und Székesfehérvár. Ich wunderte mich über die vielen Menschen im Zentrum des Ortes und hatte Mühe einen Parkplatz in der Nähe der Kirche zu finden, wo der gesuchte Nepomuk stehen sollte. Ich stellte fest, dass ich in der "Tök Jó Hét" zu Besuch war. Das ist die Kürbiswoche in Martonvásár (Martinsmarkt). Sie begann am 27. September und endete am 5. Oktober 2025.

    Ich fand den gesuchten Nepomuk an der Kirche im Schlosspark.

    Martonvásár1.jpg

    In den Nischen stehen zwei ungarische Könige die heilig gesprochen wurden, László und István.
    Der Nepomuk ist rechts neben der Kirche im dunklen Schatten kaum erkennbar.

    Martonvásár4.jpg

    Leider war die Kirche verschlossen.
    An die Kirche ist das Brunszvik-Schloss angebaut.

    Martonvásár2.jpg
    Dazu etwas Geschichte.
    Brunszvik ist die ungarische Schreibweise einer aus Deutschland stammenden Familie. Die heute gebräuchliche deutsche Schreibweise Brunswick ist auf den niederdeutschen Ortsnamen Brunswiek für Braunschweig zurückzuführen. Wie kommt diese Familie nach Martonvásár?
    Martonvásár war ein Gutshof mit einer kleinen Siedlung die durch die Türkenfeldzüge die in den Jahren 1526, 1528, 1541, 1543, 1545 und 1551 durch den Ort führten so in Mitleidenschaft gezogen wurde dass er bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts fast vollständig entvölkert war. Während des 15-jährigen Krieges wurde Martonvásár dann vollständig zerstört. Der sogenannte "Lange Türkenkrieg" war ein von 1593 bis 1606 währender Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und mehreren christlichen Staaten, insbesondere der Habsburgermonarchie. Die leere Puszta fiel zuerst in die Hände der Familie Sajnovics, die auch den Nachbarort Tordas besaß. Dann ging sie in den Besitz des österreichischen Militäroffiziers Sándor Beniczky über. Von ihm wurde das Gut mit dem Herrenhaus mit einigen wenigen Einwohnern gepachtet. Am 7. Oktober 1775 erhob Kaiser Joseph II. (oder Maria Theresia) den k.k. Hofrat Anton I. Brunsvik (* 1709, † 1793) in den Grafenstand und er durfte dadurch auch das Adelsprädikat "de Korompa" im Namen führen (nach Dolná Krupá in der heutigen Westslowakei, deutsch Unterkrupa, ungarisch Alsókorompa). Außerdem erhielt er als Lehen die Herrschaft Martonvásár, die dann 1771 von Antal Brunszvik dem Älteren gekauft wurde.
    Dieser begann mit der organisierten Landwirtschaft. Ab den 1770er Jahren brachte er slowakische, deutsche und ungarische Siedler auf das Gut und baute auch zwischen 1773 und 1776 die römisch-katholische Kirche Szent Anna. Über deren Eingang prangt das große Wappen derer von Brunszvik.

    Martonvásár8a.jpg

    In den Jahren 1784-85 ließ Antal Brunszvik jun. das einstöckige Schloss im Barockstil errichten. Er begann mit der Entwicklung des englischen Parks und schaffte es sogar, dass das neu erbaute Dorf 1789 von Joseph II. den Rang einer Marktgemeinde erhielt. Nach seinem Tod erbte sein Sohn Ferenc Brunszvik das Anwesen. In den 1820er Jahren ließ Ferenc Brunszvik das Schloss aufstocken und baute es im klassizistischen Stil um. Sein Sohn, Géza Brunszvik, ließ das Schloss zwischen 1872 und 1875 im neugotischen Stil umbauen.

    Martonvásár10.jpg

    Martonvásár9.jpg
    Martonvásár ist stolz auf seine Verbindung zu Ludwig van Beethoven. Wie kam es dazu?
    Im Jahr 1799 begab sich die Witwe von Antal Bruszvik, geborene Baronin Anna Seeberg, mit ihrer 24-jährigen Tochter Teréz und der 21-jährigen Josephine nach Wien, mit dem unverhohlenen Ziel, die eine oder andere ihrer Töchter zu verheiraten. Damals bat sie Beethoven, den Mädchen das Klavierspielen beizubringen. Beethoven lehrte nicht gerne. Er war der Meinung, dass diejenigen, die nicht komponieren können, lehren sollten. Aber bei Mädchen machte er eine Ausnahme. Beethoven arbeitete 16 Tage lang mit den Mädchen. Josephine Brunszvik heiratete noch im Sommer 1799 den Grafen Joseph von Deym, zog zu ihm nach Wien und gebar in ihrer kurzen Ehe vier Kinder. In dieser Zeit war Beethoven regelmäßiger Besucher der jungen Gräfin und erteilte ihr viele Stunden hintereinander kostenlos Klavierunterricht. Nachdem Graf Deym Anfang 1804 unerwartet gestorben war, entwickelte sich zwischen Beethoven und Josephine eine Liebesbeziehung. Im Herbst 1807 zog sich Josephine schließlich auf Druck ihrer Familie von Beethoven zurück. 1810 ging Josephine eine zweite Ehe mit dem estländischen Baron Christoph von Stackelberg ein, der sie aber Ende Juni/Anfang Juli 1812 verließ. Am 3. Juli traf Beethoven in Prag eine Frau, die er drei Tage später in einem (nie abgeschickten) Brief, ohne ihren Namen zu erwähnen, seine "Unsterbliche Geliebte" nannte. Neun Monate nach dem wahrscheinlichen Treffen der beiden in Prag brachte Josephine ihre Tochter Minona – Minona ist ein Palindrom zu Anonym – zur Welt. Etliche Forscher halten es für wahrscheinlich, dass Beethoven der leibliche Vater Minonas war.

    Jedenfalls lernte Beethoven durch die beiden Mädchen Ferenc Brunszvik kennen, den Bruder der beiden, der später sein Freund und Förderer wurde. Bis 1808 besuchte Beethoven Martonvásár dreimal. 1806 vollendete er hier die Klaviersonate Nr. 23, die Appassionata, die er Ferenc Brunszvik widmete.

    Auch Teréz Brunszvik respektierte Beethoven zutiefst. Letztere eröffnete übrigens den ersten Kindergarten in Ungarn. Martonvásár feiert 2025 ihren 250. Geburtstag.
    Das Beethoven-Gedächtnismuseum, das im Schloss eingerichtet ist, zeigt die Korrespondenz der weiblichen Familienmitglieder mit Beethoven, sowie Dokumente aus dem Leben des Künstlers und seiner Familie. Zu sehen sind unter anderem eine Haarlocke des Komponisten, eine Büste und ein Porträt, aber auch seine Werke mit Bezug zu Ungarn kann man kennenlernen.

    Im Jahr 1927 modellierte János Pásztor für die Drehers die Natursteinbüste des großen musikalischen Genies. Am 22. Mai sollte die Einweihung der Statue in Martonvásár das Abschlussprogramm der nationalen Feierlichkeiten zum 100. Todestag Beethovens sein. Es wurden Sonderzüge angekündigt, und laut Programm sollte der aus dem Ort stammende Opernsänger Sándor Pusztai bei der Sühnemesse Lieder des Musikdichters singen, aber die Zeremonie wurde aus irgendeinem Grund abgesagt. Die Einweihung der Statue im Schlosspark fand erst am 14. September 1954 statt. Die habe ich aber nicht gefunden.

    Vier Generationen lang besaßen die Brunszviks Martonvásár, aber in der Krise musste sich die Familie Ende des 19. Jahrhunderts von ihren Gütern trennen. Das Gelände wurde von Erzherzog Joseph von Habsburg, dem Sohn des Palatins Joseph und Besitzer von Alcsút, für seinen Sohn gekauft, weil er es als Hochzeitsgeschenk beabsichtigte. Nach drei Jahren wechselte der Besitz jedoch von ihm zum Brauereibesitzer Antal Dreher, der nach und nach die Ländereien des Areals aufkaufte.
    Sein Sohn Jenő Dreher und seine Kinder besaßen das Anwesen bis zur Verstaatlichung. Nach der Verstaatlichung war geplant, hier eine landwirtschaftliche Universität zu errichten, und nach der Gründung dieser in Gödöllő wurde in Martonvásár das Landwirtschaftliche Forschungsinstitut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gegründet. Mit seinem Versuchsbauernhof ist das Forschungsinstitut seit Jahrzehnten ein guter Eigentümer des Brunszvik-Erbes, das auch heute noch der Verwalter des Schlosses und des Parks ist.

    Ein ordentlicher Wachstumsschub begann in Martonvásár nach 1991 durch die Organisation der ersten "Martonvásár-Tage". Sie haben sich zu einer Touristenattraktion entwickelt.
    Es gibt zahlreiche Aktivitäten während dieser Kürbiswoche. Mehrere Ausstellungen, Bauernmarkt, Käsemarkt, Handarbeitsmarkt und andere warten auf Besucher. Es gibt Konzerte, natürlich auch mit Musik von Beethoven. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

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    Damit den Kindern nicht langweilig wurde, konnten sie zwischen Kinderschminken und Glitzertattoos wählen, bei einem Spiel mitmachen, oder der "Märchentante" (rechts) zuhören.

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    Im Park werden Kompositionen mit Kürbissen gezeigt.

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    Inmitten von Fliegenpilzen steht die Büste von László Baross, einem verdienten Forscher im Bereich Landwirtschaft.

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    Einer der Bäume dahinter ist Ludwig van Beethoven gewidmet.

    Ein Höhepunkt der Kürbistage ist das Kürbiswiegen!

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    Vor dem Eingang zum Brunszvik-Schloss steht der Gewinner.

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    In diesem Jahr landete dieses Monstrum auf Platz 1.

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    Der Imker Tibor Kókai, der in Tápiószentmárton in der Nähe von Cegléd lebt, hat sich vor einigen Jahren ein neues Hobby zugelegt und mit dem Anbau von Riesenkürbissen begonnen. 2023 erreichte er mit einem Kürbis von 865 kg einen neuen ungarischen Rekord. Sein diesjähriger Champion hat "nur" 832 kg. Aber auch dieses Gewicht reichte um beim Kürbiswettbewerb in Kikinda (Serbien) und hier den ersten Platz zu erreichen. Dies verriet mir dieses Schild.

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    Zum Abschluss noch ein Oldtimer, einen FSC Żuk A-15 C oder A-156 B.

    Martonvásár19.jpg
    Hier musste ich etwas länger warten um zu einem Foto zu kommen. Die Eltern standen Schlange um ihre Kleinen auf der Bank sitzend abzulichten.

    Der Aufenthalt in Martonvásár hatte länger gedauert als geplant. Ich musste weiterfahren. Es warteten noch einige Nepomuks auf meinen Besuch.
    Mehr Bilder vom Nepomuk in Martonvásár findet Ihr hier.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 12. Oktober 2025 um 11:13

    H: Nagytétény, Teil des XXII. Budapester Bezirks Budafok-Tétény

    Das Schloss Nagytétény, oder auch Schloss Száraz-Rudnyánszky, geht auf eine gotische Burg des 13. Jahrhunderts der Familie Tétény zurück. Die Überreste dieses Vorgängerbaus bilden den Kern des heutigen Schlosses.

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    Es erhielt seine heutige Gestalt um 1766, als es für den Baron Száraz nach dem Vorbild des Schlosses Gödöllő fast vollständig neu errichtet wurde. Das Schloss wird heute vom Ungarischen Museum für Kunstgewerbe (Magyar Iparművészeti Múzeum) genutzt und es werden dort europäische Möbel und Kleidung sowie Uhren aus der Sammlung von Ferenc Radvánszky gezeigt.

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    Derzeit ist das Schloss nicht zugänglich weil es renovierungsbedürftig ist. Der Schlossgarten ist seit Ende September wieder für Publikum geöffnet. Der Pavillon auf dem Foto oben weist auf die Eröffnungsfeierlichkeiten hin.

    Gegenüber vom Schlosstor steht eine Gloriette mit einer Nepomukstatue darin.

    Nagytétény3.jpg

    Das mit einem mit Schindeln gedeckten Kuppeldach versehene Baldachinhaus ist nach drei Seiten durch Arkadenbögen offen, die auf einem Foto von 1962 auch noch tatsächlich offen waren.

    Nagytétény Foto 1962.jpg

    Heute schützen Metallgitter die darin stehende Nepomukstatue aus bemaltem Kalkstein im Barockstil, die um 1740 entstanden sein soll, und 1751 in die dafür errichtete Gloriette einzog.

    Die Gloriette von Nagytétény wurde 1751 aus sehr alten römischen Steinen erbaut. Die Jahreszahl ist im Schlußstein des Hauptbogens erkennbar.

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    Die Nepomukstatue wurde nach 1817 auf Kosten des Grafen Zsigmond Hugonnai, 1968 von Ernő Kovács, und zuletzt 1990 renoviert. Nach nur kurzer Zeit war die Gloriette, besonders das Dach, in einem so schlechten Zustand, dass dies auch die Statue gefährdete. Die erneute Restaurierung der Statue und ihrer Behausung begann 2019 nach mehrjährigen Vorbereitungen und Beratungen unter der Leitung des Restaurators und Denkmalexperten Péter Módy. Für das Dach konnten Lärchenschindeln aus Siebenbürgen besorgt werden. Die Eisengitter wurden demontiert und nach Gödöllő transportiert, wo ein Schlosser hervorragende Arbeit leistete. Er tauschte die beschädigten oder fehlenden Scharniere professionell und originalgetreu aus und ließ die Türen der renovierten Metallgitter mit neuen Schlössern verriegeln. Da in das Mauerwerk oft Grundwasser einzog, musste auch dieser unglückliche Zustand beseitigt werden, was aufwändige Arbeiten am Fundament nötig machte. Auch die Graffiti wurden von den Wänden entfernt.
    Die Statue des Hl. Johannes Nepomuk und die Gloriette am Schlosspark von Nagytétény erstrahlten 2020 in neuem Glanz. Das Werk des unbekannten Künstlers wird, wie alle öffentlichen Skulpturen im Besitz der Hauptstadt, von der Budapester Galerie kuratiert.

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    Der Sockel war mit einem Wappen verziert.

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    Einem Buch zufolge deuten die heute nicht mehr erkennbaren Wappen von Daróczy und Száraz darauf hin, dass die Statue aus der Zeit vor 1743 stammt, weil mit dem Tod von György Száraz, der mit Julianna Daróczy verheiratet war, 1743 der Familienzweig erlosch.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 11. Oktober 2025 um 20:25

    H: Budafok, Teil des XXII. Budapester Bezirks Budafok-Tétény

    Die barocke Statue des Heiligen Johannes Nepomuk wurde um 1750 im Zentrum von Budafok, auf dem Hosszúhegy-Platz, an der Kreuzung von Magdolna und Kölcsey Straße, aufgestellt. Früher war das der Szent János tér, der Johannesplatz.

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    Die 1,7 Meter hohe Statue aus weichem Kalkstein wurde vermutlich aus Buda oder Kiscell nach Budafok gebracht. Der unbekannte Bildhauer stellte den Heiligen Johannes Nepomuk in hohepriesterlichen Gewändern dar, mit dem Zeichen des Martyriums – dem Palmzweig, und dem Kreuz in seiner Hand. Ursprünglich saß ein Engel auf jeder Seite des Heiligen, welche jedoch über die Jahre verschwanden.

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    Der Restaurator, Zoltán Zsolt Varga aus Gödöllő, führte Voruntersuchungen durch und es stellte sich heraus dass der Kopf der in Budafok aufgestellten Statue, der sich zum Kreuz neigte, 1925 von Vandalen zerstört wurde, und später ein zu großer und mittig positionierter Kopf, an seine Stelle gesetzt wurde.

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    Von der ursprünglich bemalten Originalstatue ist nur Archivbild erhalten geblieben – eine undeutliche Postkarte, die zeigt, wie der Kopf der Figur und der fehlende Sternenkranz aussahen, und, wenn auch sehr verschwommen, die beiden Putti daneben.

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    Der Künstler, der das Werk renovierte, ersetzte die Sandalen an den Füßen der Statue durch Schuhe, da der Heilige Johannes Nepomuk kein Mönch, sondern ein Hohepriester war, und er korrigierte auch die Position des Beffchens.

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    Bei der Renovierung wurde der Kopf der 1,7 Meter großen Figur durch einen neuen Kopf ersetzt, und auch sein fehlender Sternenkranz wurde dem Heiligen zurückgegeben. Die frisch restaurierte Statue wurde am Freitag, dem 18. Juni 2021, um 15 Uhr von Bürgermeister Ferenc Karsay und seiner Stellvertreterin Erzsébet Németh enthüllt und von Pater Gáspár Ailer, Pfarrer der Kirche St. Leopold, geweiht.

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    Eine Gedenktafel erinnert daran.

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    "Zu Ehren des Gedenkens an den Heiligen Johannes Nepomuk wurde 2021 am Gedenktag der Brücken und Brückenbauer die Statue von A-Híd Zrt. restauriert."

    Seit fast zehn Jahren finanziert und überwacht die A-Híd Zrt. jedes Jahr die Renovierung einer Statue des Hl. Johannes Nepomuk, die einen monumentalen Wert darstellt. Die Statue, die sie als Geschenk der Theologischen Hochschule in Eger erhalten hatte, wurde im Jahr 2013 von der führenden Gesellschaft des ungarischen Brückenbaus renoviert und im Hof des eigenen Hauptsitzes in Budapest aufgestellt. In der Folge verpflichtete sich die Firma, die Statue einer ungarischen Siedlung, die den Heiligen Johannes Nepomuk darstellt, jedes Jahr auf eigene Kosten zu renovieren. Nach Óbuda, Soroksár, Gödöllő, Csömör und Tornalja in Oberungarn hat die Pandemie die A-Híd im Jahr 2020 nicht gestoppt. Da wurde in Kisbér eine 230 Jahre alte Statue von Nepomuk restauriert. Den hatte ich Euch 2015 gezeigt. Da muss ich nächstes Jahr noch mal hin und nachsehen ob die Restaurierung gelungen ist.

    Eine zweite Tafel berichtet von einer Restaurierung 1935 durch den Oltáregyesület (Altarverein) von Budafok.

    Budafok8.jpg
    Das ist ein Verein der 1859 auf Initiative des Piaristenmönchs János Trautwein und des Grafen János Cziráky gegründet wurde um die Verehrung des Allerheiligsten Sakraments zu vertiefen und arme Kirchen zu unterstützen.

    Als ich nachsehen wollte was auf dem Band des Kranzes steht krabbelte mir dieses Untier entgegen - vermutlich eine Hornisse.

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    Am Denkmal verspricht dieser QR-Code mehr Informationen.

    Budafok10.jpg

    Die Enthüllung bei YOU-TUBE.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 10. Oktober 2025 um 11:06

    H: Bicske, Kreisstadt, Komitat Fejér in Westungarn

    Vor der Dreieinigkeitskirche in Bicske steht eine Nepomukstatue aus Sandstein aus den Jahren um 1770.

    Bicske1.jpg
    Nach einer Restaurierung kehrte sie 1990 an ihren Platz zurück.

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    Bicske7.jpg

    Leider habe ich keine weiteren Informationen zu dieser Statue gefunden.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 9. Oktober 2025 um 11:31

    H: Szapárfalu, Ortsteil von Fegyvernek, Kreis Törökszentmilós, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok in Ostungarn

    Am Ortsrand von Szapárfalu steht ein verfallender dreieckiger Pavillon mitten in einem Feld, in Nachbarschaft zu unschönen elektrischen Anlagen.

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    Es muss mal ein schöner Pavillon gewesen sein.

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    Auf diesem ebenfalls dreieckigen Sockel stand mal ein Nepomukdenkmal, errichtet von Terézia Berényi im Jahre 1775. Damals führte hier eine Brücke über einen Bach oder Kanal.

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    So sah es noch 2003 aus.

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    Autor: Zsófi Nagy
    Quelle: https://www.kozterkep.hu/31047/nepomuki…r#vetito=353870

    2017 hatte der Nepomuk keinen Kopf mehr, Hände und Füße waren abgeschlagen. Sogar dem Jesuskind hatte man den Arm abgetrennt.

    Szapárfalu3b, 2017 Anna Tüskés.jpg
    Autor: Anna Tüskés
    Quelle: https://www.kozterkep.hu/31047/nepomuki…r#vetito=274446

    Daher wurde die Statuengruppe im Herbst 2020 an einen geschützten Ort gebracht. Im November 2021 übernahm Hunor Egri, zertifizierter Steinbildhauer und Restaurator in Penc bei Vác, die Wiederherstellung des einzigartigen Denkmals. Danach wollte man es nicht an seinen ursprünglichen Platz im Feld unter den Hochspannungsleitungen und inmitten von Mais oder Getreide zurückstellen, wo es für Interessierte nur im Winterhalbjahr zugänglich gewesen wäre. Deshalb stand das hervorragend restaurierte Denkmal vorübergehend in der römisch-katholischen Kapelle von Szapárfalu und im Herbst 2023 wurde im Park vor der Kapelle mit dem Bau eines Pavillons in ähnlicher Struktur wie dem ursprünglichen begonnen und im Mai 2024 wurde hier die Statue aufgestellt und neu geweiht.

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    Die zentrale Figur der Komposition, die Jungfrau Maria, sitzt auf einer Wolke, ihr Kopf ist von einem Sternenkranz umgeben, ihr linker Fuß steckt in einer Sandale, die auf einer Mondsichel steht, und ihre Aufmerksamkeit ist auf Johannes Nepomuk gerichtet. Mit beiden Händen hält sie zu ihrer Rechten das auf einem hoch aufragenden Wolkengipfel stehende Jesuskind, dessen Haupt von einem Strahlenkranz umgeben ist. Mit der linken Hand die auf dem Arm seiner Mutter ruht, hält es Nepomuk einen Palmzweig hin. Auf Marias linker Seite kniet der Heilige Johannes Nepomuk auf einer Wolke und bietet Mutter und Kind seine Zunge in einem Strahlenkranz dar.

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    Bei der Restaurierung wurde die Modellierung der Köpfe von Maria und Jesus geändert, und Nepomuk hielt zuvor seine Zunge zwischen zwei Fingern.
    Trotz, oder gerade wegen dieser Änderungen finde ich die Restaurierung hervorragend gelungen. Man merkt dass der Bildhauer extra einen Besuch in Prag absolviert hat um möglichst viele Informationen über die ursprünglichen Darstellungen des Johannes Nepomuk zu sammeln.

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    Die Zunge im Strahlenkranz!

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    Der Schlüssel!

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    Nepomuks Schuhe mit den zeitgenössischen Absätzen!

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    Marias Sandale auf der Mondsichel!

    Szapárfalu13.jpg

    Die Darstellung mit Maria, Jesuskind und Nepomuk erinnert mich an das Altarbild in Ottobeuren.

    Beitrag

    RE: (12) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 12

    Landkreis Unterallgäu - Ottobeuren - Basilika:


    Wer Ottobeuren sagt denkt automatisch an die dortige Benediktinerabtei und die sagenhafte Basilika. Ich war zwar schon der öfteren dort und habe mir von einem Pater einen "falschen Nepomuk" unterschieben lassen und so war ich heute erheblich besser vorbereitet um den echten Nepomuk ablichten zu können.

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    Allein die Ausmaße des Baus sind gewaltig.

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    Die Pracht im Inneren ist zumindest im deutschsprachigen Raum bekannt.

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    Es gibt zigtausend Bilder im Netz und…
    claus-juergen
    27. Juli 2023 um 22:39

    Johannes hatte nach dem Maler gefragt: Das Gemälde stammt von Franz Anton Zeiller (1716–1794).


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 9. Oktober 2025 um 10:47

    H: Váraszó, Kreis Pétervásár, Komitat Heves in Nordostungarn

    Im Garten des Wohnhauses in der Kossuth Lajos Straße 28 in Váraszó steht auf einer Säule eine bemalte Steinstatue der einfacheren Art.

    Váraszó1.jpg
    Sie wurde vor 1791 errichtet.

    Váraszó2.jpg

    In einer Notiz vom 6. September 1791 wird bereits die von der Witwe des zuvor verstorbenen Kantors von Váraszó, András Kada, errichtete Statue erwähnt.

    Váraszó3.jpg

    Bei einem Kirchenbesuch im Jahr 1811 stand sie unter einem mit Schindeln bedeckten Regendach.

    Váraszó4.jpg

    Ob das simple Holzkreuz noch das Original ist weiß ich nicht.

    Váraszó5.jpg


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 8. Oktober 2025 um 10:51

    H: Szolnok, Kreisstadt, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok in Ostungarn

    Am Rande von Szolnok, nahe der Piroska-Straße steht in einem privaten unzugänglichen Garten der kopflose Torso einer Nepomukstatue.

    Szolnok, Piroskai út1.jpg

    Ein Zaun und üppige Vegetation verhindern bessere Bilder davon.

    Szolnok, Piroskai út2.jpg

    Über den Zaun eines Nachbargrundstücks das von einem wild kläffenden Dackel bewacht wurde konnte ich mit maximalem Zoom ein unscharfes Bild des Denkmals von hinten machen.

    Szolnok, Piroskai út3.jpg

    Bei Wikimedia gibt es bessere Bilder.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • Christophorus, Patron der Reisenden

    • waldi
    • 7. Oktober 2025 um 22:01

    Auch im ungarischen Szolnok ist mir ein Hl. Christophorus begegnet,

    Szolnok, Wasserpark2.jpg
    Zwischen dem Hl. Ladislaus und dem Hl. Nepomuk steht er.

    Szolnok, Wasserpark4.jpg

    Die Holzfigur wurde von Bildhauer Pál Czupp aus Kunhegyes geschaffen.


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • (14) SANKT NEPOMUK, der Brückenheilige, Teil 14

    • waldi
    • 7. Oktober 2025 um 15:52

    H: Szolnok, Kreisstadt, Komitat Jász-Nagykun-Szolnok in Ostungarn

    Nach der Zerstörung der Franz-Josef-Brücke 1944 behalf man sich in Szolnok mit einer Pontonbrücke - ähnlich der Kossuthbrücke in Budapest. Deren Nachfolgerin, die heutige Theißbrücke in Szolnok habe ich vom Vízügyi Emlékpark aus fotografiert.

    Szolnok, Wasserpark1.jpg
    Die Brücke wurde am 10. Februar 1963 eingeweiht.
    Im Hintergrund ragt der Turm der Burgkirche aus dem Häusermeer.

    Im März 2022 feierte die ungarische Wasserbehörde den Weltwassertag mit der Einweihung eines Gedenkparks auf der Aueninsel (Tiszaliget). Er wurde am ehemaligen Standort der Sektionstechnik der Wasserwirtschaft Mittlere Theiß eingerichtet und soll an das verheerende Hochwasser von 2022 erinnern. Damals konnte die Ingenieursstation der Sektion Szolnok, die damals schon vier Jahrzehnte hier stand, nicht mehr gerettet werden. Sie wurde inzwischen an einer sichereren Stelle neu errichtet. Der Park soll ein Gedenkort für die vielen Helfer beim Kampf gegen das Hochwasser von 2022 sein.
    Drei Heilige "wachen" über den Park, Sankt Ladislaus, Sankt Christophorus und Sankt Johannes Nepomuk.

    Szolnok, Wasserpark2.jpg
    Die etwa zweieinhalb Meter hohen Heiligenfiguren und die Säule, die den Zusammenhalt der Länder des Theiß-Einzugsgebietes symbolisiert, wurden von Pál Czupp, einem Holzschnitzer und Volkshandwerker aus Kunhegyes, angefertigt.
    Die Gedenksäule erinnert an das Projekt "JOINTISZA", das von 2017 bis 2019 der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Flussgebietsmanagementplanung und Hochwasserrisikoprävention und zur Verbesserung der Wasserstandsregulierung des Tisza-Flussbeckens dienen sollte. Daran beteiligten sich die Staaten Slowakei, Ukraine, Rumänien, Serbien und Ungarn. In das von der EU bezuschusste Projekt war auch der WWF eingebunden.

    Szolnok, Wasserpark3.jpg

    Der Hl. László (Ladislaus) war von 1077 bis 1095 König von Ungarn.1083 erreichte er die Kanonisierung von König István (Stephan), dessen Sohns Imre (Emerich) und des Bischofs Gellert (Gerhard).

    Szolnok, Wasserpark3a.jpg

    Was hat er mit Wasser zu tun? Nach einer Legende trug sich folgendes zu. In einer siegreichen Schlacht lagen die müden, hungrigen und durstigen Soldaten hilflos und ohne Wasser auf dem Schlachtfeld – es gab nirgends eine Quelle, keinen Bach, keinen Fluss, sie konnten ihren Durst nicht stillen. Also machte sich László auf die Suche nach Wasser, aber vergeblich. Er konnte auch kein Wasser finden. Verzweifelt durch seine Hilflosigkeit schlug er mit seinem Schwert im Zorn auf den Felsen. Der brach auseinander und eine Fülle von Wasser begann zu strömen, das die durstigen ungarischen Soldaten fast im Handumdrehen erreichte.

    Zu Christophorus ...

    Szolnok, Wasserpark4.jpg

    ...und Nepomuk sind die Erzählungen und ihr Bezug zum Wasser ausreichend bekannt, denke ich.

    Szolnok, Wasserpark5.jpg

    Szolnok, Wasserpark6.jpg

    Szolnok, Wasserpark7.jpg


    Liebe Grüße von waldi :174:

  • 1908 Gerät zur Kürbisernte

    • waldi
    • 6. Oktober 2025 um 22:44

    Also, wenn ich das richtig sehe dann handelt es sich in diesem Fall nicht um Halloween-Kürbisse sondern um Hokkaido.
    Das ist ein Speisekürbis.
    Ein Kürbiscremesuppe ist was feines!


    Liebe Grüße von waldi :174:

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